Thor: Tag der Entscheidung – OT: Thor: Ragnarok (2017)

Aktualisierung: Ich habe „Thor: Tag der Entscheidung“ am 13. September 2024 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Weiter geht es mit dem Marvel Cinematic Universe (MCU): Nachdem vor zwei Tagen „Spider-Man: Homecoming“ auf dem Programm stand, folgte mit „Thor: Tag der Entscheidung“ heute der chronologische Nachfolger. Vom Trailer war ich damals genervt, doch Taika Waititi und gute Besprechungen haben mir Hoffnung gemacht. Wo sollte sich der Film in meiner Gunst letztendlich platzieren?

Thor: Tag der Entscheidung (2017) | © Walt Disney

Thor: Tag der Entscheidung (2017) | © Walt Disney

What We Do on Other Planets

Wow, Marvel hat das Humor-Level doch glatt auf 11 gedreht. Im Gegensatz zu den direkten Vorgängern „Thor“ und „Thor: The Dark World“ fühlt sich „Thor: Ragnarok“ eher wie eine Fortsetzung von „Guardians of the Galaxy“ an. Auch die vielen Fantasy- und Sci-Fi-Elemente tragen zu diesem Effekt bei. Die Erde spielt fast keine Rolle und Waititi darf sich auf den fremden Welten so richtig austoben. Der Humor funktioniert gerade in der ersten Hälfte des Films fantastisch und ich habe Lust bekommen, noch einmal Waititis „What We Do in the Shadows“ zu sehen. Einfach herrlich!

In der zweiten Hälfte nimmt die Action zu und auch die Geschichte wird weiter vorangetrieben. Der Film wirkt dadurch generischer und auch viel näher an der typischen MCU-Formel dran, als noch in den absurderen Momenten davor. Selbst wenn „Thor: Ragnarok“ nur wenig Handlung bietet, so ist das doch gerade seine Stärke. Denn, wenn wir einmal ehrlich sind, verlaufen alle Superhelden-Filme doch ohnehin nach dem gleichen Schema. Der differenzierende Faktor sind die Charaktere und in diesem Fall eben der Humor. Diese Mischung funktioniert gar ausgezeichnet und sorgt für äußerst unterhaltsame zwei Stunden.

Fazit

Es freut mich, dass Taika Waititi dem MCU, zumindest in weiten Teilen, seinen Stempel aufdrücken konnte. Damit gehört „Thor: Ragnarok“ für mich auch zu den Highlights des Franchises. Nachdem James Gunn von Disney gefeuert wurde, ist hier der letzte Regisseur am Start, der eine gewisse Eigenständigkeit mitbringt. Mal sehen, ob er das MCU auch weiterhin positiv beeinflussen kann: 8/10 Punkte.

Spider-Man: Homecoming (2017)

Aktualisierung: Ich habe „Spider-Man: Homecoming“ am 6. September 2024 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Nach einem recht entspannten zweiten Feiertag, an dem ich hauptsächlich mit der Einrichtung der neuen Xbox gekämpft habe, stand abends natürlich auch ein Film auf dem Programm. Die Wahl ist auf „Spider-Man: Homecoming“ gefallen, sprich nach meiner Sichtung von „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ im Januar, kehre ich beinahe ein Jahr später zum Marvel Cinematic Universe (MCU) zurück…

Spider-Man: Homecoming (2017) | © Sony Pictures Home Entertainment

Spider-Man: Homecoming (2017) | © Sony Pictures Home Entertainment

Die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft #3

Ja, mit Spider-Man habe ich schon die eine oder andere Stunde verbracht. Tatsächlich war es auch der erste Superheld, der mich an das damals fast noch verpönte Genre glauben ließ. Die Rede ist hier natürlich von Sam Raimis „Spider-Man“, der mit dem zweiten Teil seinen Höhepunkt erreichte, welcher für mich bis heute zu den besten Superhelden-Filmen überhaupt zählt. Um das erste Reboot „The Amazing Spider-Man“ hatte ich lange einen großen Bogen gemacht, doch letztendlich bot auch dieses sehr unterhaltsames Action-Kino. Nun also schon der dritte Auftritt der freundlichen Spinne. Dieses Mal ganz offiziell innerhalb des MCU. Auch mit dieser Sichtung habe ich mir Zeit gelassen und welcher Zeitpunkt könnte besser gewählt sein, als der parallele Kinostart von „Into the Spider-Verse“, einer weiteren Iteration dieses Superhelden?

Natürlich haben wir Tom Holland als Spider-Man bereits in „Captain America: Civil War“ kennengelernt. Bereits dort hatte er mir gut gefallen und dieser positive Eindruck bestätigt sich auch in „Spider-Man: Homecoming“. Die Szenen, die nur ihn beim Bekämpfen der Kleinkriminellen in Queens zeigen, sind großartig. Auch mochte ich die ganz bewusst an John Hughes angelehnten Highschool-Szenen. Coming-of-Age und Superhelden-Film in perfekter Kombination. Die Szenen mit Tony Stark dagegen fühlten sich für mich zu sehr nach Schema F an. Zwar ist die Action hier, wie immer bei Marvel, fast schon zu perfekt inszeniert, aber man hat das inzwischen eben doch schon tausendmal gesehen.

Fazit

Insgesamt hat mir die Eingliederung von Spider-Man in das MCU ziemlich gut gefallen. Leider jedoch wirkt die Mischung auf mich etwas unausgegoren und ich hätte gerne mehr Zeit mit Peter Parker als Spider-Man und weniger mit Peter Parker als Möchtegern-Avenger verbracht. Dennoch freue ich mich auf weitere Auftritte dieser freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft: 7/10 Punkte.

Small Soldiers (1998)

Welcher Film soll kurz vor Weihnachten noch in den Player wandern? Die Auswahl an in diesem Jahr noch nicht gesehenen Weihnachtsfilmen wäre groß gewesen und doch habe ich mich für „Small Soldiers“ entschieden. Warum das eine gute Entscheidung war, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Small Soldiers (1998) | © Koch Media GmbH

Small Soldiers (1998) | © Koch Media GmbH

Wenn „Gremlins“ auf „Toy Story“ trifft…

…dann dürfte das Ergebnis ziemlich nahe an „Small Soldiers“ dran sein. Man merkt von der ersten Sekunde, dass es sich hierbei um einen Film von Joe Dante handelt. Der Vater der „Gremlins“ treibt seine satirischen Querschläge hier auf die Spitze und geht dabei erneut nicht sonderlich subtil vor. Der Film wirkt somit über weite Strecken wie eine weitere Fortsetzung von „Gremlins“, was jedoch nur einen Teil der Geschichte ausmacht. Der andere erinnert eher an Jugendabenteuer à la Spielberg, was für die späten 90er Jahre eher ungewöhnlich erscheint. Die Mischung funktioniert nicht immer, doch mir waren beide Aspekte sehr sympathisch.

Man merkt dem Drehbuch an, dass man sich teils wohl bewusst zurückgehalten hat. Die Geschichte besitzt zwar düstere Anklänge, doch richtig dramatisch wird es für die menschlichen Figuren nie. Auch wenn die Unentschlossenheit, was den Ton der Geschichte angeht, teils unangenehm auffällt, so wurden die technischen Aspekte grandios gemeistert. Die Mischung aus praktischen Effekten und CGIs funktioniert auch heute noch tadellos. Vermutlich auch, weil die gerenderten Elemente tatsächlich aus Plastik sein sollen. Auch die abgehackt wirkende Animation passt perfekt zum Thema Spielzeug. Aus technischer Hinsicht wirklich sehr gut gealtert.

Fazit

Ich finde es schade, dass „Small Soldiers“ kein größerer Hit wurde. Auch wenn er kein perfekter Blockbuster ist, so würde ich ihm doch einen gewissen Kultstatus nicht absprechen. Vielleicht ist er ein paar Jahre zu spät gekommen. So oder so kann man sich diese „Gremlins“-Variante auch heute noch sehr gut anschauen: 8/10 Punkte.

Planet der Affen: Survival – OT: War for the Planet of the Apes (2017)

Aktualisierung: Ich habe „Planet der Affen: Survival“ am 7. Juni 2025 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Ehe man es sich versieht, ist auch der zweite Urlaubstag vorbei – und mit ihm auch der letzte Schultag. Das bedeutet, es ging heute morgen für alle noch einmal früh raus (und der unvernünftig lang wach bleibende Papa hat wieder nur knapp fünf Stunden Schlaf abbekommen), doch das wird sich nun hoffentlich ändern. Abends waren wir noch zum großen Chorauftritt auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt, doch danach stand erneut ein Besuch des „Planet der Affen: Survival“ auf dem Programm… 🐵

Planet der Affen: Survival (2017) | © 20th Century Fox

Planet der Affen: Survival (2017) | © 20th Century Fox

Das Finale einer großartigen Trilogie

Nachdem mich „Dawn of the Planet of the Apes“ gestern erst extrem begeistert hat, habe ich mir zu viel zu später Stunde noch das faszinierende Making-of-Material angeschaut. Das hat dazu geführt, dass ich noch mehr von dieser Welt aufgesogen wurde. Somit war ich voller Vorfreude auf „War for the Planet of the Apes“ – und diese sollte sich auch auszahlen. Erneut saß Matt Reeves auf dem Regiestuhl, was man dem Film auch anmerkt. Die Charaktere (allen voran Caesar) werden konsequent weiterentwickelt, die Geschichte steuert auf ein konsequentes Finale zu und die Inszenierung ist ebenso hochwertig und stilsicher, wie bereits beim Vorgänger.

Zwischen Western und Gefängnisthriller

In der ersten Hälfte fühlt sich „Planet der Affen: Survival“ beinahe wie ein Western an, nur um in der zweiten Filmhälfte zu einem knallharten Gefängnisthriller zu wechseln. Das erklärt vielleicht auch die Wahl des Bildformats (2,40:1 im Gegensatz zu 1,85:1 wie beim Vorgänger), welches die weiten Landschaften vermutlich besser zur Geltung bringt, als die noch eher vertikalen Hochhausschluchten des zweiten Teils.

Inhaltlich gibt es etliche Überraschungen, welche uns genauso hart treffen, wie die Charaktere. Wenn ein Kriegsgefangener, den Caesar zwei Stunden vorher verschont hat, der Soldat ist, der ihn letztendlich niederstreckt, dann ist das eine ziemlich bittere Pille. Überhaupt ist „War for the Planet of the Apes“ ein sehr düsterer Film, der kaum Erholung für seine Figuren bietet. Einzig der als Comic-Relief eingesetzte Bad Ape sticht hier heraus, was aber auch nur bedingt gut funktioniert. Trotz dieser kleineren Schwächen, überwiegen die emotionalen Tiefschläge. Umso erstaunlicher, dass es Matt Reeves gelingt, ein zugleich schönes und doch tieftrauriges Ende zu inszenieren. Ich hatte zumindest nicht damit gerechnet, dass ich am Schluss heulend auf dem Sofa sitze. Der Beweis, dass Caesars Handlungsbogen einfach großartig erzählt war. Vom Anfang bis zum Ende.

Fazit

Letztendlich bestätigt sich meine gestern getroffene Vermutung und die Reboot-Trilogie rund um den „Planet der Affen“ ist eine der stärksten Blockbuster-Filmreihen, die in den letzten Jahren entstanden sind. Packend erzählt, technisch absolut auf der Höhe und inhaltlich relevant. Da stimmt wirklich (fast) alles. Ich bin restlos begeistert und wische mir mit diesen Zeilen noch die letzten Tränen aus den Augen: 9/10 Punkte.

Planet der Affen: Revolution – OT: Dawn of the Planet of the Apes (2014)

Aktualisierung: Ich habe „Planet der Affen: Revolution“ am 17. Mai 2025 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Mein erster Urlaubstag ist schon wieder vorbei. Und wie produktiv er war: Morgens habe ich unseren Weihnachtsbaum aufgestellt und das Haus geputzt, nachmittags war ich zwei Stunden mit den Kindern beim Zahnarzt und in der Bücherei. Danach haben wir den Baum geschmückt und am Abend blieb sogar noch Zeit für einen Film. Natürlich ist „Planet der Affen: Revolution“ in den Blu-ray-Player gewandert, da ich nach der gestrigen Wiederholungssichtung des ersten Teils extrem heiß auf die Fortsetzung war…

Planet der Affen: Revolution (2014) | © 20th Century Fox

Planet der Affen: Revolution (2014) | © 20th Century Fox

So muss Blockbuster-Kino aussehen!

Ich bin sehr begeistert. So viel kann ich schon einmal verraten. „Dawn of the Planet of the Apes“ setzt dort an, wo man „Rise of the Planet of the Apes“ verlassen hat: Die Welt der Menschen ist dem Virus zum Opfer gefallen. Die Affen rund um Caesar haben sich im Wald vor San Francisco eine neue Heimat aufgebaut und leben harmonisch zusammen – bis eben die ersten Menschen auftauchen. Ab hier beginnen auch in der scheinbar friedfertigen Affenwelt Risse zu entstehen, die für innere Konflikte sorgen, welche sich durch den gesamten Film ziehen. Am Ende sind es nicht die Rassen, die für gut oder böse stehen, sondern die Charaktereigenschaften einzelner Individuen. Eine simple Botschaft, doch gerade heute vielleicht umso wichtiger.

War schon der erste Teil kein reiner Sci-Fi-Action-Film, sondern hat die Geschichte um eine überaus emotionale und dramatische Komponente ergänzt, geht der zweite Teil diesen Weg konsequent weiter. Gerade die Gespräche zwischen Caeser, seinem Konkurrenten Koba und seinem Sohn Blue Eyes sind großartig. Hier wird auch klar, wie weit die Technik in nur drei Jahren gekommen ist, denn der Sprung, was Motion-Capturing und die Qualität der CGIs angeht, ist enorm. Extrem beeindruckend und wunderbar anzuschauen. Auch das 3D empfand ich als Mehrwert, da es dem Bild, sowohl im Wald als auch im überwucherten San Francisco, deutlich mehr Tiefe gibt. Einfach ein audiovisueller Hochgenuss.

Fazit

Was für ein gelungener Film. Genau so stelle ich mir den perfekten Blockbuster vor: unzählige Schauwerte, eine packende Geschichte und relevante Themen. All das verpackt in Unterhaltung, die den Zuschauer nicht für dumm verkauft. Für mich hat Matt Reeves damit alles richtig gemacht und ich freue mich nun schon extrem auf den Abschluss der Trilogie: 9/10 Punkte.

Planet der Affen: Prevolution – OT: Rise of the Planet of the Apes (2011) (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Planet der Affen: Prevolution“ am 3. Mai 2025 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Unglaublich, aber wahr: Ich habe endlich Urlaub! Der letzte Arbeitstag war noch einmal anstrengend, doch nun ist bis Januar erst einmal Ruhe. Auch wenn ich heute später als geplant auf das Sofa gekommen bin, habe ich mit „Planet der Affen: Prevolution“ dennoch einen Film eingelegt. Selbst wenn der Wecker morgen schon wieder um 6 Uhr klingelt. Schließlich habe ich ja Urlaub.

Planet der Affen: Prevolution (2011) | © 20th Century Fox

Planet der Affen: Prevolution (2011) | © 20th Century Fox

Ein gelungenes Reboot der klassischen Filmreihe

Auch wenn ich „Rise of the Planet of the Apes“ bereits 2012 zum ersten Mal gesehen habe und davon ziemlich begeistert war, kam ich nie dazu mir die Fortsetzungen anzuschauen. Dieses Versäumnis wollte ich schon lange ändern, doch waren meine Erinnerungen an den ersten Teil bereits zu sehr verblasst, als dass ich direkt mit „Dawn of the Planet of the Apes“ hätte einsteigen wollen. Wie schon bei der Erstsichtung, hat mich die Geschichte um Caesar und seine Ersatzfamilie ziemlich bewegt. Aufgrund des radikalen Neuanfangs ist der Film für mich auch eines der wenigen wirklich gelungenen Reboots: Er kann völlig eigenständig neben dem Original „Planet der Affen“ aus dem Jahr 1968 existieren.

Die Tricktechnik wirkt nach sieben Jahren in manchen Einstellungen bereits ein wenig angestaubt, doch kann der Film in seiner wunderbar emotionalen Handlung nach wie vor komplett überzeugen. Ich hatte mehrfach Tränen in den Augen und konnte die Beziehung zwischen Caesar und Will sowie seinem Vater wunderbar nachfühlen – selbst wenn die Geschichte teils ein wenig forciert wirkt und nicht wirklich subtil inszeniert wurde. Auch die großen Actionszenen gegen Ende überzeugen durch einen nachvollziehbaren Aufbau und emotionale Momente. Das Finale, das im Abspann wunderbar effizient weitererzählt wird, erinnerte mich gar an einen anderen Film mit Affen im Titel, nämlich Terry Giliams großartigen „12 Monkeys“.

Fazit

Nachdem ich meine Erinnerungen an den Film wieder aufgefrischt habe, bin ich a) erneut ziemlich begeistert und freue mich b) nun umso mehr auf die beiden Fortsetzungen. Zu diesen könnt ihr hoffentlich in den nächsten Tagen Besprechungen auf meinem Blog finden: 8/10 Punkte.

Schöne Bescherung – OT: Christmas Vacation (1989) (WS9)

Ich sehe „Schöne Bescherung“ jedes Jahr und bespreche den Film danach auf meinem Blog. Du möchtest die komplette Dosis Griswolds? Du findest alle Besprechungen hier!

Mein Urlaub steht kurz bevor. Der perfekte Zeitpunkt also, von der ersten richtig fiesen Erkältung des Jahres heimgesucht zu werden. Somit habe ich den ersten Schnee des Jahres nicht für einen Lauf genutzt, sondern den Nachmittag dösend auf dem Sofa verbracht. Der krönende Abschluss war die Sichtung von „Schöne Bescherung“, worauf sich der Großteil der Familie schon sehr gefreut hat. So früh vor Weihnachten haben wir den Film selten gesehen. Ob das der Weihnachtsstimmung zuträglich war?

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Ein Besuch bei den Griswolds lohnt sich immer!

Lustigerweise hat es sich so ergeben, dass ich mit diesem Film nach „Ein Ticket für Zwei“ und „Allein mit Onkel Buck“ im Dezember nun schon den dritten Film aus der Feder von John Hughes gesehen habe. Eigentlich fehlen nur noch „Kevin: Allein zu Haus“ und „Kevin: Allein in New York“, um die Hughes’schen Feiertagskomödien vollzumachen. Doch werde ich diese zeitlich wohl nicht mehr unterbringen. Insofern warte ich damit lieber noch ein paar Jahre, bis dann auch die Kinder bereit sind, um Kevin bei seinen Abenteuern zu begleiten.

Wie bereits im letzten Jahr hat sich das Zappelinchen bei den Slapstick-Szenen förmlich weggeschmissen. Auch der Zwergofant wurde mutiger und hat inzwischen den größten Teil des Films gesehen. Ich liebe diese Familientradition schon jetzt und freue mich darauf, sie mit vielen weiteren Filme auszubauen. Das Highlight wird dann irgendwann die Reise nach Mittelerde, doch das wird noch ein paar Jahre dauern.

Fazit

Auch meine zehnte Sichtung von „Schöne Bescherung“ in den letzten zwölf Jahren hat mir sehr viel Freude bereitet. Die Weihnachtsstimmung ist bei mir nun zudem deutlich gesteigert und ich freue mich sehr auf den Urlaub. Weihnachten kann also kommen: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Wie ist es bei euch? Welche Filme plant ihr dieses Jahr noch zu sehen und ist dieser Klassiker dabei? Schaut ihr Weihnachtsfilme alleine oder mit eurer Familie?

Allein mit Onkel Buck – OT: Uncle Buck (1989)

Nach der geschäftlichen Weihnachtsfeier Freitagabend, ging es heute mit dem Weihnachtsbaumkauf und dem ersten Auftritt des Kinderchors am Weihnachtsmarkt entsprechend festlich weiter. Fast schon anstrengend. Mich hat inzwischen die erste richtig fiese Erkältung des Jahres fest im Griff, weshalb ich abends Lust auf leichte Unterhaltung hatte. Die Wahl ist auf „Allein mit Onkel Buck“ und damit auf einen weiteren John-Hughes-Klassiker gefallen…

Allein mit Onkel Buck (1989) | © Universal Pictures Germany GmbH

Allein mit Onkel Buck (1989) | © Universal Pictures Germany GmbH

Eine typische Komödie der 80er Jahre

Stand vor zwei Wochen erst „Ein Ticket für Zwei“ auf dem Programm, kam in „Allein mit Onkel Buck“ erneut das Traumpaar John Hughes und John Candy zusammen. Der Ton und der Humor des Films sind erneut so typisch für Hughes, dass es eine Freude ist. Auch wenn ich mich nur noch an wenige Szenen erinnern konnte, so muss ich „Uncle Buck“ in meiner Jugend doch zumindest einmal gesehen haben – zu ikonisch ist John Candy in der Rolle des sympathischen Junggesellen. Mit Macaulay Culkin (bekannt aus „Kevin: Allein zu Haus“, ebenfalls nach einem Drehbuch von John Hughes) gibt es einen weiteren Star der 80er zu sehen.

Die Handlung des Films ist weder sonderlich ausgefallen, noch überraschend. Nein, man bekommt einen Handlungsverlauf zu sehen, den man auch ziemlich exakt so erwarten würde. Das macht aber nichts, denn „Allein mit Onkel Buck“ lebt von seiner Situationskomik, seinen emotionalen Momenten und seinen Schauspielern. In Kombination ergibt das eine wunderbare 80er-Jahre-Komödie, die man sich auch heute noch wunderbar anschauen kann.

Fazit

Auch wenn „Allein mit Onkel Buck“ nicht mit den ganz großes John-Hughes-Klassikern mithalten kann, so ist es doch eine famoser Komödie – gerade für Fans von John Candy. Die schöne Botschaft des Films macht ihn zudem prädestiniert dafür, in der Vorweihnachtszeit geschaut zu werden: 8/10 Punkte.

The Goldbergs – Season 2

Kaum zu glauben! Nur ein knapper Monat ist ins Land gezogen und schon habe ich „The Goldbergs – Season 2“ durchgeschaut. Dabei habe ich mich noch zurückgehalten, denn ich hätte die Staffel problemlos an ein paar Abenden verschlingen können. Die Goldbergs zaubern mir einfach stets ein Lächeln ins Gesicht… ❤

The Goldbergs – Season 2 | © Sony Pictures Home Entertainment

The Goldbergs – Season 2 | © Sony Pictures Home Entertainment

Popkultur-Referenzen der 80er in Perfektion

Kennt ihr dieses mollig warme Gefühl, das einem manche Serien vermitteln? „The Goldbergs“ hat dies zweifellos zu bieten. In Hülle und Fülle. Dabei sind es nicht nur die wunderbar in die Handlung eingewobenen Popkultur-Referenzen der 80er, sondern vor allem die Dynamik innerhalb der Familie Goldberg selbst. Wusste mich schon die erste Staffel der Serie zu begeistern, so bin ich im zweiten Jahr noch viel mehr in dieser wunderbaren Fernsehfamilie angekommen. Ich verstehe die Insider-Gags, kann über individuelle Charaktereigenschaften lachen und mit den Figuren mitfühlen.

Der Filmliebe unseres Erzählers Adam Goldberg ist es zu verdanken, das wir wunderbar persönliche Anekdoten zu Klassikern der 80er Jahre, wie „Ferris macht blau“ oder „Die Braut des Prinzen“, erleben dürfen. Das hebt die Serie für mich auch deutlich über andere Comedy-Serien dieser Art. Hinzu kommt der emotionale Kern, der in all den wunderbaren Charakteren der Familie Goldberg liegt.

Fazit

Was soll ich sagen? Bis auf ein paar nur sehr gute Episoden, bietet die zweite Staffel von „The Goldbergs“ ein Komplettpaket an famoser Unterhaltung. Schade nur, dass die Serie hierzulande ein Schattendasein fristet. Sie sollte stets in einem Atemzug mit „Wunderbare Jahre“ genannt werden. Also schaut euch die Serie an und sprecht darüber. Es sollten mehr Serienfans Beverly, Murray, Erica, Barry, Adam und Pops kennen: 9/10 (9.0) Punkte.

Mr. Robot – Season 1

Wieder einmal habe ich eine Serie nachgeholt, die alle Serien-Fans schon vor Jahren gesehen haben. Die Kritiken waren überschwänglich, gerade aus den Reihen der sonst überaus kritischen IT-affinen Zuschauerschaft. Ob mich „Mr. Robot – Season 1“ aus ähnlichen oder ganz anderen Gründen zu begeistern wusste, lest ihr in der folgenden Besprechung. Spoiler sind zu erwarten.

Mr. Robot – Season 1 | © Universal Pictures Germany GmbH

Mr. Robot – Season 1 | © Universal Pictures Germany GmbH

Wenn Dexter Morgan Hacker wäre…

Schon ab den ersten Szenen der Serie musste ich mit „Dexter“ an eine andere populäre TV-Serie denken: Ein Charakter, der mit sich und seiner Umwelt nicht klar kommt, der sich als Rächer über dem Gesetz sieht und der eine Geheimidentität lebt. Hinzu kommt der Einsatz eines eindringlichen Voice-overs, das mit schwarzem Humor angereichert ist und uns Zuschauern einen Einblick in die Gedankenwelt des Protagonisten bietet. Und spätestens als klar wird (habe ich schon vor Spoilern gewarnt?), dass Elliot mit seinem toten Vater spricht und ein besonderes Verhältnis zu seiner Schwester hat, werden die Parallelen unübersehbar. Und wie bereits die erste Staffel von „Dexter“ besitzt auch das erste Jahr von „Mr. Robot“ einen ganz besonderen Reiz.

Tatsächlich war ich von der Art und Weise begeistert, wie mit IT-Themen generell und Hacking im Speziellen umgegangen wird. Die Technik in der Serie wirkt sehr glaubwürdig und auch der Social-Engineering-Aspekt wird beeindruckend in Szene gesetzt. Wirklich extrem gelungen. Weniger begeistert hat mich im Verlauf der Staffel die eigentliche Handlung bzw. die Charaktere abgesehen von Elliot selbst. Gerade der Bösewicht Tyrell Wellick samt Frau ist so übertrieben böse, dass es fast schon an eine Parodie grenzt. Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen. Sehr schade, da zu Beginn der Staffel auch in diesem Charakter deutlich mehr Potenzial geschlummert hat.

…und mit Tyler Durden befreundet

Die überraschende Wendung rund um Mr. Robot habe ich schon viel zu früh kommen sehen. Das ist nicht weiter schlimm, jedoch war die Umsetzung am Ende samt einer Piano-Version von „Where Is My Mind?“ dann doch ein wenig zu plakativ. Ja, natürlich ist „Fight Club“ für diese Serie eine sowohl inhaltliche als auch formale Referenz. Trotz der offensichtlichen Wendung und der nicht gerade subtilen Inszenierung, wusste mich „Mr. Robot“ emotional abzuholen. Zumindest was die Haupthandlung angeht. Einige Nebenschauplätze (z.B. den gesamten Gefängnisausbruch) hätte man sich sparen können. Das Finale dagegen samt seiner gesellschaftspolitischen Auswirkungen fand ich wiederum extrem spannend und auch glaubwürdig erzählt. Ich hoffe sehr, dass man sich in den folgenden Staffeln mehr auf die angerissenen Aspekte konzentriert, denn dranbleiben werde ich auf jeden Fall.

Fazit

Insgesamt betrachtet hatte ich viel Spaß mit „Mr. Robot“ und wusste auch zu schätzen, dass die Macher Ahnung von der Materie haben. Mit ein wenig mehr Feinschliff, was die Charaktere und ihre Motivation angeht, hätte es wirklich die perfekte Ergänzung zu David Finchers „Fight Club“ in Serienform werden können. Doch was nicht ist, kann ja noch werden: 9/10 (8.6) Punkte.