Boss Level (2021)

Nachdem wir heute den Kindergeburtstag des Zappelinchens gefeiert haben und das ein wirklich schöne Fest war (Bericht folgt), war ich abends fast zu platt für einen Film. Aber nur fast. Ich habe deshalb einen Film gesucht, der eher anspruchslos und actionreich sein sollte: Die Wahl ist somit auf „Boss Level“ gefallen, der mich alleine aufgrund seiner Zeitschleifenthematik gereizt hat… 🕑

Boss Level (2021) | © LEONINE

Boss Level (2021) | © LEONINE

Und täglich grüßt der Actionkracher

Was soll ich sagen? Ich liebe das Subgenre der Zeitschleifenfilme. Gerade wenn es noch einen zusätzlichen Genretwist gibt. Hat „Happy Death Day“ Zeitschleife plus Horror kombiniert und „The Map of Tiny Perfect Things“ Zeitschleife plus Romanze, so setzt „Boss Level“ ganz auf Zeitschleife plus Action. Und zwar Action à la „Crank“ oder „Shoot ’Em Up“. Kein Wunder, zeichnet sich hier doch „Smokin’ Aces“-Regisseur Joe Carnahan für den Film verantwortlich. Diese Mischung funktioniert erstaunlich gut und „Boss Level“ schafft es gerade aufgrund seiner übertriebenen und doch ungewöhnlichen Action zu begeistern.

Inhaltlich setzt „Boss Level“ eher auf eine Standardgeschichte. Tatsächlich wird der Grund für die Zeitschleife erklärt, aber das auch eher auf Sci-Fi-MacGuffin-Art-und-Weise. Im Zentrum steht eindeutig die Action und eventuell noch die Beziehung zwischen Roy und seinem Sohn, welche von einem tatsächlichen Vater/Sohn-Duo gespielt werden. Der ständige Nebendarsteller Frank Grillo (u.a. „The Purge: Anarchy“) macht seine Sache als Lead ziemlich gut, auch wenn ihn die Videospielhaftigkeit der Handlung bestimmt zugute kommt. Ansonsten sind noch Naomi Watts und Mel Gibson eine Erwähnung wert, welche jedoch nicht weiter auffallen.

Fazit

Ich hatte wirklich viel Spaß mit „Boss Level“. Wenn ihr auf Zeitschleifenfilme steht und einmal sehen möchtet, wie eine solche im übertriebenen Actionkino funktioniert, dann kann ich euch den Film nur ans Herz legen. Viel hängen bleiben wird aber vermutlich nicht: 7/10 Punkte.

Hanni & Nanni 2 (2012)

Eine ziemlich anstrengende Woche geht zu Ende. Meine Laune könnte besser sein. Zumal morgen der Kindergeburtstag des Zappelinchens ansteht und es natürlich regnen soll. Einen Filmabend sollte es dennoch geben: Das Zappelinchen hat sich „Hanni & Nanni 2“ aus der Bücherei ausgeliehen und somit war die Wahl schnell getroffen…🐔

Hanni & Nanni 2 (2012) | © Universal Pictures Germany GmbH

Hanni & Nanni 2 (2012) | © Universal Pictures Germany GmbH

Netter, deutscher Kinderfilmkitsch

Nachdem mich schon der Vorgänger „Hanni & Nanni“ nicht sonderlich zu begeistern wusste, waren meine Erwartungen gedämpft. Das war auch ganz gut so, denn somit konnte mich die kaum vorhandene Geschichte nicht enttäuschen. Jedes Problem löst sich spätestens am Ende in Wohlgefallen auf, was nicht weiter schlimm ist, doch der Weg dahin ist auch nicht sonderlich spannend. Die eingebaute Kriminalgeschichte ist nett, aber das hat man in vergleichbaren Filmen schon bedeutend besser gesehen.

Die Schauspieler*innen sind mit viel Freude dabei, weshalb man ihnen auch so manche Albernheit verzeiht. Gerade die gestandenen, erwachsenen Darsteller*innen rund um Katharina Thalbach und Suzanne von Borsody. Das war schon ein Vergnügen, den Over-the-Top-Performances zuzuschauen. Die Kinder hatten ebenfalls ihren Spaß damit und somit war für knapp 90 Minuten Unterhaltung gesorgt.

Fazit

Nein, auch „Hanni & Nanni 2“ hat mich nicht vom Hocker gehauen. Der Film tut nicht weh, doch war er für mich über weite Strecken zu kitschig, rosarot und harmlos. Kann man sich aber durchaus anschauen, selbst wenn es nicht mein liebstes Kinderfilm-Franchise wird: 5/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte;  Zwergofant:  7/10 Punkte.)

Jurassic World: Neue Abenteuer – OT: Jurassic World: Camp Cretaceous – Staffel 3

Wer hätte gedacht, dass wir nach den ersten beiden Staffeln so schnell eine Fortsetzung bekommen? Die Kinder (und ich) waren darüber ziemlich glücklich und natürlich haben wir „Jurassic World: Neue Abenteuer – Staffel 3“ nahezu sofort nach der Veröffentlichung verschlungen. Aber wir haben uns Zeit gelassen, denn es gab nur 10 Episoden und diese wollten schließlich genossen werden… 🦕🦖

Jurassic World: Neue Abenteuer – Staffel 3 | © Netflix

Jurassic World: Neue Abenteuer – Staffel 3 | © Netflix

Rückkehr zur monströsen Dino-Insel

Wie zu erwarten, waren wir sofort wieder in der Serie drin. Hatte ich während der ersten Staffeln noch das Ungleichgewicht zwischen Kinderserie und Dino-Horror bemängelt, so hat „Jurassic World: Neue Abenteuer“ inzwischen den richtigen Ton gefunden. Vermutlich ist Jugendabenteuer die richtige Bezeichnung, denn für die ganz jungen Kids ist die Serie definitiv nichts. Mit dem Auftreten des Scorpius Rex (siehe Bild oben) wird das umso deutlicher, denn dieser ist weniger Dinosaurier als gruseliges Monster. Ein ähnlicher Ansatz wurde ja bereits in „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ versucht, jedoch hat mir der Gruseldino hier bedeutend besser gefallen. Doch auch alte Bekannte, wie der Tyrannosaurus Rex haben natürlich ihren Auftritt.

Die Serie lebt größtenteils wieder von der Gruppendynamik und dem Abenteuergefühl, welches wirklich famos eingefangen wurde. Es gibt einige schöne nostalgisch angelegte Szenen, die im Besucherzentrum des originalen „Jurassic Park“ spielen. Klar, das ist etwas gewollt, hat mich aber dennoch gut abgeholt. Weiterhin wird es teils durchaus dramatisch und am Ende steht ein kleiner, aber feiner Cliffhanger. Die Fortsetzung sollte somit in trockenen Tüchern sein. Ich freue mich!

Fazit

Auch wenn die dritte Staffel zwei Episoden länger lief, als die beiden vorhergehenden, so hätten wir drei locker noch weiterschauen können. Die Serie mag nicht perfekt sein, doch bietet sie wunderbare Abenteuerunterhaltung und ist damit momentan gelungener, als das Franchise auf der großen Leinwand: 8/10 (8.1) Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Die Unglaublichen – OT: The Incredibles (2004)

Eigentlich war die Aussicht auf einen Filmabend heute eher schlecht, da es die Kids heute morgen schon vor der Schule übertreiben mussten. Im Laufe des Tages hat sich die Stimmung aber gebessert, so dass sich der Zwergofant abends „Die Unglaublichen“ aussuchen durfte. Bisher hatte er nur durch das Xbox-Spiel „Rush: A Disney-Pixar Adventure“ dazu Kontakt. Umso gespannter war er auf den Film… 🦸‍♂️🦸‍♀️

Die Unglaublichen (2004) | © Walt Disney

Die Unglaublichen (2004) | © Walt Disney

Ein erstaunlich erwachsener Superheldenfilm

Ich habe „Die Unglaublichen“ damals tatsächlich im Kino gesehen. Vor 17 Jahren. Das ist doch unglaublich! Tatsächlich merkt man dem Film zu Beginn sein Alter auch an, doch bereits nach ein paar Minuten hatte ich mich an den Look gewöhnt und durch die dynamische Inszenierung macht Brad Bird einiges wett. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch wieder der konsequent durchgezogene Stil, der an die „James Bond“-Filme der späten 1960er Jahre erinnert. Schon alleine deshalb wirkt „Die Unglaublichen“ nicht so sehr auf Kinder zugeschnitten, wie andere Animationsfilme. Doch auch inhaltlich ist die Gangart deutlich härter: Suizid, tödliche Waffen oder überspitzte Gewalt. Der Film macht wahrlich keine Gefangenen.

Die Handlung selbst ist nicht sonderlich originell, sondern lebt von der Dynamik innerhalb der Familie sowie den unglaublich dynamischen Actionszenen. Insgesamt ergibt sich im Pixar-Kanon ein besonderer Stellenwert für „Die Unglaublichen“, denn der Film wirkt anders und erwachsener als die anderen Werke des Animationsstudios. Den zweiten Teil habe ich bisher noch nicht gesehen, doch bin ich mir sicher, dass sich dies in den nächsten Wochen ändern wird.

Fazit

„Die Unglaublichen“ wird oft übersehen, wenn man von den besten Pixar-Filmen liest. Auch für mich spielt er nicht ganz vorne mit, doch nimmt er auf jeden Fall einen besonderen Platz in meinem Herzen ein. Durch die Superheldenthematik wirkt er gerade heute sehr relevant, aufgrund seines Stils bleibt er jedoch zeitlos. Definitiv empfehlenswert: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Die Vampirschwestern 3: Reise nach Transsilvanien (2016)

Letztes Wochenende ist der Filmabend aufgrund des guten Wetters ausgefallen. Heute hat es jedoch wieder viel geregnet und somit waren die Kinder heiß darauf, sich „Die Vampirschwestern 3: Reise nach Transsilvanien“ anzuschauen. Ich selbst war etwas träge, da ich meine zweite Corona-Impfung zwar gut vertragen habe, mich jedoch nicht super fit gefühlt habe. Doch kein Grund, den Filmabend ausfallen zu lassen, zumal ich ja auch den ganzen Tag gearbeitet habe… 🦇🏰

Die Vampirschwestern 3: Reise nach Transsilvanien (2016) | © Sony Pictures Home Entertainment

Die Vampirschwestern 3: Reise nach Transsilvanien (2016) | © Sony Pictures Home Entertainment

Ein runder Abschluss der Filmreihe

Nachdem ich vor dem ersten Teil noch sehr skeptisch war, konnte mich „Die Vampirschwestern 2: Fledermäuse im Bauch“ überzeugen, es hier mit einer doch recht gelungenen Kinderfilmreihe zu tun zu haben. Der dritte Teil führt den positiven Eindruck gekonnt weiter: Dieses Mal verschlägt es die titelgebenden Schwestern nach Transsilvanien, wo Dakaria einen „Star Wars“-Moment erlebt und von der Vampirkönigin Antanasia verleitet wird, zur dunklen Seite zu wechseln. Naja, nicht so richtig, doch der Vergleich hat sich mir förmlich aufgedrängt.

Ansonsten gibt es etliche Slapstick-Szenen, viel kindgerechten Humor und ein paar schöne Abenteuermomente. Das hat mir alles recht gut gefallen und die Kinder waren natürlich begeistert. Da die jungen Schauspieler*innen langsam aber sicher ihren Rollen entwachsen, wird das wohl auch der letzte Teil der Reihe gewesen sein. Das macht aber auch nichts, denn der Abschluss ist rund und in jeder Hinsicht gelungen. Mein Favorit der Reihe bleibt jedoch der Mittelteil.

Fazit

„Die Vampirschwestern 3: Reise nach Transsilvanien“ erweitert die Welt noch einmal und die Reise nach Transsilvanien ist gespickt mit skurrilen Figuren und netten Sets. Natürlich nicht für Erwachsene gemacht, funktioniert das Werk als Familienfilm jedoch wunderbar: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant:  8/10 Punkte.)

Sonic the Hedgehog (2020)

Ein voller und anstrengender Tag liegt hinter uns. Zuerst bin ich einen Halbmarathon gelaufen, dann war ich mit den Kindern schwimmen. Da wir gestern bis nachts auf der Terrasse saßen, hat sich der Filmabend auf heute verschoben und der Zwergofant konnte endlich seinen Wunschfilm „Sonic the Hedgehog“ einlösen… 🦔

Sonic the Hedgehog (2020) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Sonic the Hedgehog (2020) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Deutlich besser als zu Beginn erwartet

Zuerst hatte ich von „Sonic the Hedgehog“ gehört als das erste Trailer mit dem ursprünglichen Design aufgetaucht ist und das Internet quasi implodierte. Das Kreativteam hat sich die Kritik zu Herzen (oder zum Geldbeutel) genommen und das Design des blauen Igels noch einmal überarbeitet. Auch ich fand den ursprünglichen Look befremdlich, war aber überrascht wie laut die Stimmen diesbezüglich waren. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich seit jeher ein Nintendo-Kind war und damals auch nie eine Sega-Konsole in der Hand hatte. Sonic kannte ich höchstens von Spielstationen im Kaufhaus und mir war das Gameplay stets zu hektisch. Dennoch bin ich mir der popkulturellen Bedeutung der Figur durchaus bewusst, auch wenn ich vermutet hätte, dass diese inzwischen bereits abgeflacht sei.

Nun aber zum Film: Zunächst einmal erinnert er mit seinem Mix aus Realfilm und animierten Charakteren ein wenig an „Die Schlümpfe“ oder auch „Hop: Osterhase oder Superstar?“, in dem James Marsden ebenfalls unfreiwillig einen animierten Partner an die Seite gestellt bekommt. Nicht sonderlich innovativ und eher auf die 08/15-Kinderfilmformel setzend, als eine wirkliche Adaption des Spiels zu sein. Ich muss aber zugeben, dass eine solche auch nicht umzusetzen gewesen wäre. Mit Dr. Robotnik (fantastisch gespielt von Jim Carrey) und den Ringen werden Kernelemente aber übernommen und geschickt mit unserer Welt kombiniert. Das Drehbuch ist zudem sympathisch und die Gags selbst in der Synchro gelungen.

Fazit

„Sonic the Hedgehog“ ist eine extrem unterhaltsame Actionkomödie, die mir erstaunlich viel Spaß gemacht hat. Die Kinder waren beide begeistert und ich freue mich jetzt schon auf den kommenden zweiten Teil. Das war doch wirklich einmal eine positive Überraschung: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant:  10/10 Punkte.)

4 Blocks – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 3)

Nach der Hochglanzserie „The Crown“ habe ich mich mit „4 Blocks“ in ganz andere Gefilde begeben. Eine deutsche Gangsterserie, welche gerade in der ersten Staffel noch ziemlich low budget wirkt, unfassbar dreckig und roh daherkommt und eine enorme Sogwirkung entfaltet. Ursprünglich von TNT Serie produziert, könnt ihr „4 Blocks“ übrigens komplett auf Prime Video schauen. 😎

4 Blocks | © TNT Serie

4 Blocks | © TNT Serie

Ich bin mit US-Gangsterfilmen aufgewachsen und kenne die übliche Struktur, die Tropes und die Figuren. Von „Der Pate“ über „Hexenkessel“ und „GoodFellas“ bis hin zu „Carlito’s Way“ oder „The Sopranos“. Ich liebe das Genre und war gespannt, was eine in Berlin-Neukölln verortete Serie dazu beitragen kann:

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The Farewell (2019)

Der letzte Urlaubsabend. Nach einem Tag, der ganz im Zeichen von flügge gewordenen Gartenrotschwänzchen stand, habe ich abends einen Film gewählt, der ganz zur etwas wehmütigen Ferienendstimmung passen sollte: Das Familiendrama „The Farewell“, dessen Blu-ray erst einen Tag zuvor bei mir eingetroffen ist. Ob der Film meine an ihn gerichteten Erwartungen erfüllen konnte? 🤵👰⚰

The Farewell (2019) | © DCM Film Distribution GmbH (Vertrieb LEONINE)

The Farewell (2019) | © DCM Film Distribution GmbH (Vertrieb LEONINE)

Eine Hochzeit und (k)ein Todesfall

„The Farewell“ erzählt eine, zumindest für mich, ungewöhnliche Geschichte und bewegt sich dabei in einem angenehm kleinen Rahmen: Eine tödliche Krankheit, die vor der erkrankten Großmutter geheim gehalten wird. Um dennoch Abschied nehmen zu können, wird eine Hochzeit fingiert, so dass alle Verwandten sie noch einmal sehen können. Unter diesen befindet sich auch Billi, welche eine ganz besondere Beziehung zu ihrer Großmutter besitzt. Aus dieser Prämisse hätte man ein zutiefst schmalziges Werk machen können, das nur so auf die Tränendrüse drückt. Regisseurin Lulu Wang hat diese höchst emotionale Geschichte, die zudem autobiographisch inspiriert ist, jedoch herrlich unsentimental erzählt.

Die Dynamik innerhalb der Großfamilie ist interessant und spannend zu verfolgen. Hinzu kommt eine gewisse Culture-Clash-Komponente, da ein Spannungsfeld zwischen den USA und China (und zu einem deutlich geringeren Maß auch Japan) aufgemacht wird. Hier kann man viel über die unterschiedlichen Kulturen, gerade was ihren Umgang mit Krankheit und Tod angeht, lernen. Lulu Wangs Geschichte richtet dabei nicht, welche Herangehensweise nun die bessere ist, sondern lässt die Frage ziemlich offen. Auch wenn am Ende ein bestimmter Weg beschritten wird. Die kurze Mid-Credit-Szene der echten Nai Nai kam für mich ziemlich überraschend und hat mir ein großes Lächeln auf das Gesicht gezaubert.

Fazit

„The Farewell“ ist ein ruhiger und bedächtig erzählter Film. Man taucht als Zuschauer in eine fremde Familie und Kultur ein, der man sich nur schwer entziehen kann. Trotz des ernsten Themas ist der Film nie bedrückend. Aufgrund der unterschiedlichen Sprachen, kann ich nur empfehlen, ihn im O-Ton zu sehen. Ein bewegendes und doch stets auch humorvolles Drama, das ich nur wärmstens empfehlen kann: 9/10 Punkte.

Die Vampirschwestern 2: Fledermäuse im Bauch (2014)

Die Pfingstferien neigen sich dem Ende zu und wir alle haben noch nicht wirklich Lust, in den Alltag zurückzukehren. Der Freibadbesuch heute hat sich noch einmal richtig nach Urlaub angefühlt, doch ab morgen soll das Wetter wieder schlechter werden. Somit haben wir die Ferien natürlich mit einem Filmabend ausklingen lassen, bei dem „Die Vampirschwestern 2: Fledermäuse im Bauch“ auf dem Programm stand… 🦇🤘

Die Vampirschwestern 2: Fledermäuse im Bauch (2014) | © Sony Pictures Home Entertainment

Die Vampirschwestern 2: Fledermäuse im Bauch (2014) | © Sony Pictures Home Entertainment

Ein gelungenes Vampirschwestern-Sequel

Nachdem mich „Die Vampirschwestern“ durchaus positiv überrascht hatte, war auch ich der Sichtung des Sequels nicht abgeneigt. Die ganze Welt und ihre Regeln waren bereits etabliert, weshalb die eigentliche Handlung des Films rund um eine Vampir-Rock-Band sowie einen Gegenspieler aus der Vergangenheit mehr Luft zum Atmen hatte, als noch die Handlung des ersten Teils. Das hat mir ziemlich gut gefallen. Insgesamt ist der Film auch noch eine Spur düsterer, was ich immer ganz gut am Indikator Zwergofant erkennen kann, der dann doch öfter mal den Kopf wegdrehen musste. Klar, es ist noch keine Young-Adult-Geschichte, doch eine mehr oder weniger behutsame Hinführung an den Vampir-Mythos.

Der Fäkalhumor aus dem ersten Teil wurde zudem runtergefahren und die humoristischen Einlagen waren nicht mehr ganz so schmerzhaft. Stipe Erceg und Christiane Paul als Eltern der beiden Vampirschwestern sind weiterhin famos besetzt und auch die anderen Nebendarsteller*innen können überzeugen. So manche Gesangseinlage lädt zwar zum Fremdschämen ein, doch insgesamt war es ein Film, den auch ich mir als Erwachsener überraschend gut anschauen konnte.

Fazit

„Die Vampirschwestern 2: Fledermäuse im Bauch“ ist tatsächlich eine gelungene Fortsetzung der Jugendbuchadaption. Das Zappelinchen, das gerade wieder verstärkt die Hörbücher der Reihe hört, war wie zu erwarten begeistert und auch der Zwergofant hat dieses Mal keine Protestbewertung gezogen. Und ich? Ich freue mich tatsächlich schon ein wenig auf den dritten Teil: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant:  7/10 Punkte.)

Lippels Traum (2009)

Die letzte Nacht hatte ich unglaublich schlecht geschlafen. Ich war viel wachgelegen und habe zu viel nachgedacht. Und das im Urlaub. Jedenfalls sind nicht mehr als vier Stunden Schlaf zusammengekommen. Da der heutige Tag mit Tiergartenbesuch und kurzem Lauf doch eher anstrengend war, war ich schon vor dem Filmabend hundemüde. Aber die Kids haben ihn sich so sehr gewünscht, weshalb „Lippels Traum“ (dank DVD aus der Bücherei) seinen Weg in den Player gefunden hat… 🐫🐕

Lippels Traum (2009) | © LEONINE

Lippels Traum (2009) | © LEONINE

Eine gelungene Kinderbuchverfilmung

Paul Maars Kinderbuch „Lippels Traum“ gehört zu meinen absoluten Lieblingen, an die ich mich noch aus meiner eigenen Kindheit erinnern kann. Eigentlich war ich damals schon etwas zu alt für das allabendliche Vorlesen, doch habe ich natürlich auch gelauscht als meine Schwester in den Genuss der Geschichte kam. Und an „Lippels Traum“ kann ich mich noch besonders gut erinnern. Vermutlich aufgrund der Erzählstruktur mit dem Wechsel zwischen Realität und Traumwelt samt Kapiteln, die sich nach den Wochentagen richten. Somit ist das Buch auch in meine eigene Realität mit eingeflossen. Vor inzwischen schon ein paar Monaten, habe ich Paul Maars Buch auch noch einmal für unsere Kids angeschafft. Allerdings kommen wir nicht mehr so oft zum Vorlesen, weshalb wir noch nicht ganz damit durch sind. Allerdings befinden wir uns schon im letzten Traum und wurden nun durch den Film überholt.

Die Verfilmung macht ihre Sache tatsächlich ziemlich gut. Zwar entfernt sie sich an manschen Stellen von der Vorlage, doch den Kern fängt sie gekonnt ein. Vielleicht auch, weil Paul Maar am Drehbuch mitgeschrieben hat. Durch die Verfilmungen seiner „Das Sams“-Reihe war er ja auch schon geübt, was das Kinogeschäft angeht. Mit Moritz Bleibtreu, Anke Engelke und Christiane Paul (zuletzt haben wir sie in „Die Vampirschwestern“ gesehen) ist „Lippels Traum“ wirklich gut besetzt. Die Inszenierung samt Score von Konstantin Wecker können zudem überzeugen. Einzig, dass sich größtenteils auf die großen Actionszenen konzentriert wird, und die kleinen Details (z.B. die Essenseinladung bei den neuen türkischen Freunden) wegfallen, mag ich dem Film ankreiden.

Fazit

Auch wenn ich teils mit dem Schlaf zu kämpfen hatte (wie passend für diesen Film), so bin ich doch wach geblieben und habe „Lippels Traum“ wirklich genossen. Keineswegs so besonders wie das Buch, doch eine absolut gelungene Adaption, mit der man nichts falsch macht: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte;  Zwergofant:  8/10 Punkte.)