Ride, Fatboy, Ride (005)

Heute wollte ich in die nächstgrößere Stadt fahren, um mich nach einem neuen Fernseher umzusehen (Tipps in der 60-Zoll-Größe sind willkommen). Da habe ich mir gedacht: Warum nicht Radeln? Gesagt, getan. Also habe ich meinen CamelBak mit Wasser befüllt und mich aufs Rad geschwungen. Eine knappe Stunde später war ich auch am Ziel angekommen – und es wäre noch schneller gegangen, wenn ich mich nicht verfahren hätte:

Ride, Fatboy, Ride #005: Mit dem Rad unterwegs

Kurz bevor ich mich verfahren habe…

Distance: 43.75 km
Duration: 01:56:33
Elevation: 373 m
Avg Pace: 2:40 min/km
Avg Speed: 22.54 km/h
Heart Rate: 152 bpm
Energy: 1530 kcal

Die Stecke war recht angenehm zu fahren, ich fühle mich jetzt gut ausgepowert, aber auch nicht überanstrengt. Und das Beste: Ich war noch ein wenig schneller, als bei meiner letzten sportlichen Radtour. Aufgrund der Länge der Strecke, habe ich heute versucht mit Podcast im Ohr zu fahren, was auch wirklich gut geklappt hat. So kann ich mir nun auch längere Touren vorstellen. Wird definitiv wiederholt. Achja, einen neuen Fernseher habe ich natürlich nicht gekauft… 😉

Im Ohr: Second Unit #215: Die Truman Show

Vacation: Wir sind die Griswolds (2015)

Aktualisierung: Ich habe „Vacation: Wir sind die Griswolds″ am 1. Mai 2026 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Nach einer ziemlich aufregenden Arbeits- und turbulenten ersten Ferienwoche, waren am Abend alle Familienmitglieder ziemlich platt. Als die Kids gegen 20:30 Uhr im Bett waren, haben wir uns vor den Fernseher zurückgezogen und mit „Vacation: Wir sind die Griswolds“ einen Film eingelegt, von dem ich mir nicht viel erwartete. Dennoch war ich neugierig, wie denn die Fortsetzung einer der beliebtesten Filmreihen der 80er Jahre heute aussieht…

Vacation: Wir sind die Griswolds (2015) | © Warner Bros. (PLAION PICTURES)

Vacation: Wir sind die Griswolds (2015) | © Warner Bros. (PLAION PICTURES)

Eine Fortsetzung, kein Reboot

Die Originale rund um die Familie Griswold habe ich als Kind und Jugendlicher unzählige Male gesehen. Speziell „Christmas Vacation“ liegt mir sehr am Herzen und ich schaue und bespreche den Film jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit. Doch auch den ersten verfilmten Urlaub der Griswolds aus dem Jahr 1983 mag ich sehr (wenngleich ich ihn bei der letzten Besprechung ein wenig harsch bewertet habe). Wie man es auch dreht und wendet: Ich verbinde etliche schöne Erinnerungen mit der Reihe. Dementsprechend skeptisch war ich (speziell nach den teils desaströsen Kritiken), wie sich denn der Reboot anschickt, die Griswold-Tradition aufrecht zu erhalten.

Mit der Besetzung bin ich schon einmal sehr zufrieden: Ich sehe sowohl Christina Applegate als auch Ed Helms sehr gerne. Für mich hätte es keine bessere Besetzung geben können. Ein weiterer Pluspunkt: Es handelt sich beim 2015er „Vacation“ nicht um ein inhaltliches Reboot (wie es z.B. „Ghostbusters“ gemacht hat), sondern um eine Fortsetzung. Im Zentrum der Geschichte steht dieses Mal Rusty, der Sohn von Clark und Ellen Griswold. Das lässt dem Film auch die Möglichkeit ganz natürlich die beiden Stars von damals in die Handlung zu integrieren, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Ich mochte das wirklich sehr. Auch die weiteren Referenzen, die stets mit einem Kniff im Film zu sehen sind. Man merkt deutlich, dass das Regie- und Autoren-Duo das Original nicht nur gut kennt, sondern auch schätzt.

Rückkehr nach Walley World

Die Rahmenhandlung erzählt ziemlich genau die Geschichte des Original-„Vacation“ nach. Dessen ist sich der Film aber bewusst und es gibt ein paar schöne Meta-Gags, die diesen Aspekt aufgreifen. Die Stationen der Reise sind jedoch andere und lassen Raum für allerlei Albernheit, von denen einige zünden, andere nicht. Der Humor mäandert stets um die Gürtellinie herum, jedoch muss ich gestehen, dass ich öfter lauf lachen musste und mir teils sogar – sehr zum Amüsement meiner Frau – die Tränen im Gesicht standen. Speziell der Tartan Prancer hat es mir angetan. Da mag ich einfach gestrickt sein. Auf jeden Fall hatte ich meinen Spaß.

Fazit

Auch wenn es die meisten anders sehen, so halte ich den 2015er „Vacation“ für eine gelungene Fortsetzung, die den Geist des Originals wunderbar einfängt. Weniger Fäkalhumor wäre wünschenswert gewesen, doch stehen dem gegenüber etliche Witze, die bei mir wirklich gezündet haben. Ich mag zudem die Entwicklung, die die Figuren durchmachen – zwar wenig subtil und ziemlich offensichtlich, doch immerhin. Kein großes Kino, doch für mich als Fan der Reihe ein großes Vergnügen. Ich würde mir noch weitere Sequels rund um Rusty und seine Familie ansehen: 7/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (451)

Schon gestern fragte mich mein  Schwager, ob ich nicht Lust hätte eine Runde mit ihm zu laufen. Allerdings war ich erst am Tag zuvor laufen und ich musste für das Zeltlager des Zappelinchens noch Zelte aufbauen. Also haben wir es auf heute verschoben. Auf den Tag, den es komplett durch regnen sollte. Nur als wir dann aufgebrochen sind, kam die Sonne raus. Somit hatten wir bei 27 °C eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit, was mich ziemlich fertig gemacht hat. Puh, war das anstrengend!

Meine Laufschuhe

Kurz vor dem Start…

Distance: 10.09 km
Duration: 00:58:10
Elevation: 97 m
Avg Pace: 5:46 min/km
Avg Speed: 10.43 km/h
Heart Rate: 171 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 844 kcal

Es war wirklich nett, einmal wieder in Gesellschaft zu laufen. In Gegensatz zum letztjährigen Versuch, haben wir unser Tempo auch besser im Griff gehabt. Wenn überhaupt, hätte ich gegen Ende fast nicht mehr gekonnt. Der Tag (mit Meetings durchgehend von 9:00 bis 16:30 Uhr) und das Wetter haben einfach ihren Tribut gezollt. Deshalb bin ich mit der Leistung insgesamt auch wirklich zufrieden. Wir werden das wiederholen… 🙂

Im Ohr: Gespräche rund ums Laufen

Die 5 schönsten Filmtitel

Gerade habe ich das Zappelinchen zum Zeltlager verabschiedet (und zwei Zelte aufgebaut), weshalb nun nicht mehr viel Zeit für Die 5 BESTEN am DONNERSTAG bleibt. Gorana bleibt den Filmtiteln treu und möchte von uns in dieser Ausgabe die schönsten Filmtitel wissen. Gar nicht so einfach, was meint ihr?

Die BESTEN am DONNERSTAG #56

Das Thema für Ausgabe #56 lautet:

Die 5 schönsten Filmtitel

  1. „Back to the Future“ (1985) – Ob der Titel nun im klassische Sinne schön ist, darüber lässt sich wohl streiten. Er fasst den Inhalt des Films allerdings perfekt zusammen und macht unglaublich Lust auf die Geschichte. Zudem ist er knackig und rollt gut von der Zunge. Perfekt!
  2. „Before Sunrise“ (1995) – Man hätte allerlei Titel für diesen Film wählen können. „Before Sunrise“ ist jedoch wunderbar poetisch und setzt den Schwerpunkt auf die Zeit und damit auch das Setting des nächtlichen Wiens. Gerade im Hinblick auf die Fortsetzungen ein wunderschöner Titel.
  3. „The Curious Case of Benjamin Button“ (2008) – Ein epischer Film, den leider nicht viele mochten. Für mich war er jedoch nahezu perfekt und der Titel fängt die märchenhafte Atmosphäre der Geschichte wunderbar ein. Ein Film(titel) zum Fallenlassen und Genießen.
  4. „Sky Captain and the World of Tomorrow“ (2004) – Wenn ein Titel Abenteuer versprüht, dann wohl dieser. Leider ist der Film ziemlich untergegangen, was ihn nur umso besonderer macht. Am Titel kann es nicht gelegen haben.
  5. „What We Do in the Shadows“ (2014) – Der Titel wirkt so wunderbar harmlos und ist dennoch die perfekte Beschreibung für diesen abgedrehten Film. Dabei ist er dennoch – ja, so ist es wirklich – poetisch. Einfach schön.

Run, Fatboy, Run (450): Spezialausgabe

„Warum tue ich mir das an?“ Das habe ich mich heute tatsächlich gefragt, als ich bei viel zu heißen 34 °C zu meinem Lauf aufgebrochen bin. Dabei hätte ich entspannt mit meiner Familie zu Abend essen und mir von ihrem Ferientag berichten lassen können. Aber nein, ich muss ja laufen gehen. Ja, der Ausgleich von der Arbeit war dringend nötig, doch wäre mir da nicht etwas Besseres eingefallen?

Run, Fatboy, Run #450: Dem Sonnenuntergang entgegen...

Dem Sonnenuntergang entgegen…

Distance: 7.10 km
Duration: 00:42:08
Elevation: 99 m
Avg Pace: 5:55 min/km
Avg Speed: 10.11 km/h
Heart Rate: 163 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 586 kcal

Nach dem Lauf habe ich festgestellt, dass ich einmal wieder die 25 Läufe vollgemacht habe. Dieses Mal habe ich weniger als vier Monate dafür gebraucht, was für die stabilere Gesundheit in den Sommermonaten spricht:

2008 2009 2010 2011 2012
Länge 130,60 143,53 382,31 426,62 291,15
Laufzeit 15:32:00 15:37:00 38:48:45 41:55:03 28:39:25
kCal 12.416 11.838 32.184 33.147 22.415
min/km 7:05 6:31 6:05 5:53 5:54
2013 2014 2015 2016 2017
Länge 388,03 319,01 243,70 670,52 478,76
Laufzeit 39:02:57 31:23:04 24:24:25 63:12:58 47:33:04
kCal 29.878 24.563 18.930 54.316 39.569
min/km 6:02 5:54 06:00 05:39 5:57
Gesamt
Länge 3.474,24
Laufzeit 346:08:22
kCal 279.256
min/km 5:58

Natürlich muss nun auch die Bilanz folgen, was meinen Kalorienverbrauch durch das Laufen angeht: Ich habe dieses Jahr bereits 72 Tafeln Schokolade bzw. 166 Flaschen Bier runtertrainiert. Das ist doch schon einmal eine Ansage – und auch bitter nötig, da ich abends auf der Terrasse dem einen oder anderen Bier nicht abgeneigt bin… 😉

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 93: Home2Home – Tag 11

Media Monday #318

Das erste Ferienwochenende ist schon wieder vorüber. Für mich ändert sich erst einmal nicht viel, doch für meine Familie beginnen nun sechs Wochen voll Sommer, Sonne und Unternehmungen. Bin ich neidisch? Durchaus. Doch immerhin habe ich es dieses Wochenende geschafft, einmal wieder zwei Filme zu sehen und war heute sogar noch laufen. Nun lasse ich den Sonntag mit den Fragen des Medienjournals ausklingen und wünsche euch einen guten Start in die neue Woche, egal ob ihr frei habt oder auch die Arbeit auf euch wartet… 🙂

Media Monday #318

  1. Trailer, die einem den gesamten Film vorwegnehmen, haben ihren Sinn verfehlt bzw. einen sehr kurzfristig denkenden Verleih im Nacken.
  2. Aufgrund von Problemen mit den Musikrechten ist die TV-Serie „Wunderbare Jahre“ ja leider völlig von der Bildfläche verschwunden, was eine Schande ist!
  3. Ich würde ja gern öfter mehr als nur schnell noch zwei bis drei Seiten vor dem Einschlafen lesen, aber leider findet sich vorher nur selten die Zeit dafür.
  4. „Train to Busan“ war für mich eine echte Überraschung, denn Yeon Sang-ho gewinnt mit seinem Film dem Zombie-Genre noch einmal neue Facetten ab und weiß insgesamt wirklich zu begeistern.
  5. Kann mal bitte jemand Nathan Fillion so eine richtig tolle Hauptrolle zuschustern? Immerhin ist er ein charismatischer Charmebolzen, der selbst ein 08/15-Krimi-Procedural wie „Castle“ noch im siebten Jahr mühelos trägt.
  6. In Sachen Konsolen-Spiele hoffe ich dieses Jahr einen SNES Classic Mini zu ergattern.
  7. Zuletzt habe ich den Hai-Thriller „The Shallows“ gesehen und das war wirklich extrem kurzweilig, weil der Film sein reduziertes Setting voll auszuspielen weiß und selbst der übertriebene Showdown Unterhaltungswert besitzt.

Run, Fatboy, Run (449)

Eigentlich hätte ich heute morgen schon Sport machen wollen. Ich hatte mir sogar eine längere Radtour in den Kopf gesetzt. Doch die Kinder waren beide auf einem Kindergeburtstag, weshalb wir die freie Zeit auf der Terrasse genutzt haben: Lesen, leckere Burger grillen, ein Nickerchen. Wir haben es uns für vier Stunden gut gehen lassen und außerdem wäre es bei 30 °C und Sonne auch viel zu heiß für Sport gewesen. Also habe ich diesen auf den Nachmittag verschoben und bin gestartet als bereits die ersten Gewitterwolken am Himmel standen:

Run, Fatboy, Run #449: Kurz vor dem Gewitter

Kurz vor dem Gewitter…

Distance: 10.39 km
Duration: 01:01:50
Elevation: 81 m
Avg Pace: 5:57 min/km
Avg Speed: 10.08 km/h
Heart Rate: 166 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 911 kcal

Da ich mich beim Firmenlauf diese Woche ziemlich verausgabt hatte, wollte ich es langsamer angehen lassen. Dies hat auch ziemlich gut geklappt, doch so richtig erholsam war der Lauf dennoch nicht. Das drohende Gewitter war drückend und hat sich dann auch auf den letzten zwei Kilometern entladen, wobei ich ganz froh über den Regen war. Mit diesem Lauf habe ich 100 km im Juli knapp geknackt (exakt bin ich 102,4 km gelaufen), was mich doch freut. Somit war das der zweitbeste Monat in diesem Jahr und der drittbeste überhaupt. Das müsste jeden Monat klappen…

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 92: Home2Home – Tag 10
Im zweiten Ohr: Radio Nukular – Episode 60: Der große Playstation-1-Podcast

The Shallows: Gefahr aus der Tiefe (2016)

Eigentlich war das Wetter heute nach einer Woche Dauerregen endlich einmal wieder gut genug, um einen gemütlichen Abend auf der Terrasse zu verbringen. Da wir aber wieder den ganzen Tag unsere alte Wohnung gestrichen haben, sind wir erst spät und total platt nach Hause gekommen. Also schnell geduscht und aufs Sofa gefallen. Um wenigstens ein wenig Sommer zu haben, sind wir mit „The Shallows: Gefahr aus der Tiefe“ ans Meer gefahren, wo uns ein fieser Weißer Hai überraschte. Ob das eine gute Alternative zum Bier auf der Terrasse war?

The Shallows (2016)

Der Weiße Hai kehrt zurück

Während des Prologs kam tatsächlich ein wenig Urlaubsstimmung auf. Die Werbeclip-Ästhetik trägt zudem ihren Teil dazu bei, dass man Nancy am liebsten bei ihrem Wellenritt begleiten würde – allerdings haben wir Zuschauer natürlich einen Wissensvorsprung, der jede Szene im Wasser von einem unguten Gefühl begleiten lässt: Da draußen lauert irgendwo ein Weißer Hai. Auch wenn sein Name nicht Bruce ist, so ist er doch mindestens ebenso schlecht gelaunt, wie sein großes Vorbild. In meinem Kopf wurde auch ständig John Williams‘ großartiges Theme angespielt, was deutlich zeigt, wie einflussreich Steven Spielbergs Klassiker auch heute noch ist. Ohne „Der Weiße Hai“ hätte es „The Shallows“ vermutlich nie gegeben.

Jaume Collet-Serras Film ist immer dann am stärksten, wenn es ums nackte Überleben geht bzw. wenn sich die Spannung in der Szene aufbaut. Der Hai selbst erinnert leider weniger an Bruce, als an die genetisch veränderten Artgenossen aus „Deep Blue Sea“ – das CGI  ist oft leider ziemlich offensichtlich und mag nicht zum ansonsten so realistischen Setting passen. Im letzten Drittel mutiert der tierische Gegenspieler sogar noch zum klassischen Bösewicht, da ihm mehr und mehr Charakter verliehen wird. Passend dazu entledigt sich unsere geschundene Heldin der Gefahr durch eine ziemlich lächerliche, aber doch unglaublich befriedigende Aktion.

Fazit

Nein, „The Shallows“ ist nicht die große Genre-Innovation, doch der Film ist unglaublich effektiv und unterhaltsam. Ein B-Movie in Hochglanzoptik, mit dem man für knapp 90 Minuten wirklich viel Spaß haben kann. Blake Lively mimt dabei sehr überzeugend die geschundene Surferin und ihr Charakter bietet genau das richtige Maß an Identifikationspotenzial, um uns Zuschauer bei der Stange zu halten. Kein großes Kino, doch wirklich mitreißende Unterhaltung: 7/10 Punkte.

Train to Busan – OT: Busanhaeng (2016)

Nach „The Box“ habe ich mit „Train to Busan“ bereits meinen zweiten Film im Monat Juli gesehen. Dauerregen sei Dank. Da es morgen schon wieder recht sommerlich werden soll, fiel die Entscheidung, den Abend vor dem Fernseher zu verbringen, auch wirklich leicht. Es war sogar recht gemütlich, wie ich auf meinem brandneuen – Achtung, Werbung! – Instagram-Account festgehalten habe. Und der Film selbst?

Train to Busan (2016)

Weit mehr als nur „Zombies on a Train“

Der südkoreanische Zombie-Film „Train to Busan“ hat bereits im Vorfeld erstaunlich gute Kritiken bekommen. Dabei hätte man bei der Prämisse wohl eher ein trashiges „Snakes on a Plane“-Derivat erwarten können. Yeon Sang-hos Film ist allerdings eine ziemlich ernsthafte Angelegenheit. Auch wenn es durchaus Spaß macht, den unterschiedlichen Charakteren bei ihrem Überlebenskampf zuzusehen, so steht jedoch das Drama im Vordergrund. Fun-Splatter sieht anders aus. Überhaupt können sich unsere Helden kaum gegen die rennenden Zombie-Horden zur Wehr setzen: keine Kopfschüsse, keine spitzen Gegenstände ins Gehirn. Da wird höchstens einmal mit dem Baseballschläger um sich geschlagen.

Im Zentrum der Geschichte steht eine Vater-Tochter-Beziehung, welche bei mir natürlich sofort etliche Knüpfe gedrückt hat. Identifikationspotenzial war also von Anfang an vorhanden. Speziell der Vater unternimmt auch eine charakterliche Reise, die zwar recht klischeehaft daherkommt, auf emotionaler Ebene aber wunderbar funktioniert. Da hatte ich an der einen oder anderen Stelle durchaus einen Kloß im Hals. Doch auch die anderen Figuren sind ausreichend charakterisiert und verkommen nicht zu reinem Zombie-Futter. Hinzu kommt das ungewöhnliche und begrenzte Setting, das natürlich an den Film „Snowpiercer“ von Yeon Sang-hos Landsmann Bong Joon-ho erinnert. Auch was die verarbeiteten Themen (Klassenkampf usw.) angeht, ähneln sich beide Filme durchaus. Das wäre ein nettes Double-Feature.

Fazit

Ich hatte auf einen unterhaltsamen Zombie-Actioner gehofft und bekam ein actionreiches Zombie-Drama, das mir wirklich sehr gut gefallen hat. Speziell die Bedrohung durch die rennenden Zombies fand ich abermals wirklich packend. Das ungewöhnliche Setting wird komplett ausgenutzt und auch wenn der Film auf einer melodramatischen Note endet, so fühlt er sich doch wunderbar rund an, was die Geschichte und die Reise seiner Figuren angeht. Empfehlenswert: 8/10 Punkte.

Castle – Season 7

Neben meinem sehr reduzierten Filmkonsum, schlägt sich das sommerliche Wetter auch auf meine geliebten TV-Serien nieder. Wenn überhaupt ist abends nur noch Zeit für leichte Unterhaltung. Somit hat es sich angeboten, mit „Castle – Season 7“ meinem liebsten Krimi-Procedural einmal wieder einen Besuch abzustatten…

Castle - Staffel 7 - Season 7

Mehr Comedy als Krimi

Mit „Castle“ habe ich mich für die perfekte Serie für den Sommer entschieden. Jeder Fall ist für sich abgeschlossen, was bedeutet, dass es auch egal ist, wenn man einmal ein paar Tage nicht weiterschaut. Der klassische Procedural-Gedanke also, der heute fast schon ausgestorben scheint. Hier funktioniert das Konzept aber noch, was wohl auch daran liegt, dass „Castle“ in großen Teilen eher wie eine Sitcom, denn wie ein Krimi funktioniert. Ich mochte das erneut sehr gerne, sind die Fälle zwar ganz nett, doch meist unglaublich konstruiert und nur das Vehikel für etliche Oneliner und Geplänkel zwischen den Figuren. Am besten haben mir wieder die Episoden gefallen, die sich komplett von der Krimi-Realität entfernt und unsere Charaktere in ein völlig überzogenes Setting (wie z.B. eine Western-Stadt oder eine Mars-Simulation) geworfen haben.

Sobald sich die Autoren verstärkt auf die einzelnen Fälle bzw. einen übergeordneten Handlungsfaden konzentrieren, fällt die Serie immer ein wenig in sich zusammen. So kann leider auch das große Mysterium rund um Richard Castles Verschwinden (der große Cliffhanger der sechsten Staffel) nicht überzeugen und speziell die Auflösung war letztendlich doch ein wenig beliebig. Aber nun gut. Dafür schaut man die Serie ja auch nicht. Castles Ausflug als Privatdetektiv hat mir dagegen sehr gut gefallen, weil auch dieser Handlungsstrang verstärkt auf Comedy gesetzt hat.

Fazit

In den ruhigen Sommermonaten hat sich „Castle“ als Übergangsserie abermals bestens bewährt. Auch wenn es seit drei Tagen ununterbrochen regnet, habe ich es nicht häufiger vor den Fernseher geschafft. Somit dominiert das Krimi-Procedural einsam meinen Bewegtbildkonsum im Juli – und da hätte ich es wahrlich schlechter treffen können. Wunderbar leichte Sommerunterhaltung: 8/10 (7.8) Punkte.