Deep Blue Sea (1999)

Nachdem unser Running Sushi-Abend gestern spontan ins Wasser gefallen ist, habe ich mich auf andere Art und Weise an Fischen erfreut: Mit Renny Harlins „Deep Blue Sea“. Dieser Film verbindet alles, was ich mir von einem reinen Unterhaltungsfilm erhoffe. Da wird ein Wissenschaftsthriller mit Tierhorror gemixt und all das spielt am, im und unter Wasser. Popcornherz, was willst du mehr?

deepbluesea.jpg

„Deep Blue Sea“ ist sicherlich nicht der intelligenteste und subtilste Film seiner Art, doch bestimmt einer der Filme mit dem perfektesten Spannungsaufbau. Harlin zieht hier wirklich alle Register. Auch inszenatorisch. Man fühlt sich selbst gefangen auf dieser fremdartigen Konstruktion mitten im Ozean. Den Elementen und den Haien ausgeliefert. Die Geschehnisse, die letztendlich in der großartigen Hubschrauberszene gipfeln, lassen mich – selbst nach der bestimmt dritten Sichtung – immer noch unruhig werden.

Erfreulich ist auch die Konstellation des Fischfutters. Zwar gibt es – wie immer in diesem Genre – nur Stereotypen, doch sind diese wenigstens einigermaßen glaubwürdig und sympathisch gezeichnet. Auch die Schauspieler wissen die Rollen gut auszufüllen. Selbst LL Cool J (was für ein Name) fällt als comic relief nicht sonderlich negativ auf und zeigt – im Gegensatz zu sonstigen Rapperkollegen – sogar ansatzweise Schauspieltalent.

Neben teils toll inszenierten Wasser- und Haiszenen, fallen allein ein paar CGI-Attacken negativ auf: Zu offensichtlich als Fremdkörper erkennbar. Ganz im Gegensatz zu den animatronischen Haien. Der Film hat allerdings auch schon 8 Jahre auf dem Buckel. Das darf man nicht vergessen.

Für mich ist „Deep Blue Sea“ immer noch einer der unterhaltsamsten Monsterfilme überhaupt. Renny Harlin hat seine Sache ausgezeichnet gemacht und ich finde es schade, dass er nicht mehr an die großen Budgets herangelassen wird – und ja, ich finde „Die Piratenbraut“ (OT: „Cutthroat Island“) klasse! Ich wünschte es gäbe mehr spaßige guilty pleasures, wie diesen Film: 8/10 Punkte.

12 Gedanken zu “Deep Blue Sea (1999)

  1. Hrhr, den Film hab ich mal nachts allein gesehen und mir dann geschworen, nie wieder im Ozean zu planschen.

    Uah… aber spannend war er, keine Frage.

    Gefällt mir

  2. Für mich ist das jetzt eher kein Film, der mich ängstigt, da die Ausgangssituation so völlig realitätsfremd ist. Vermutlich finde ich ihn auch deswegen so unterhaltsam. 😉

    Gefällt mir

  3. Ich seh den Film auch total gern, hab den damals auch im Kino gesehen. Beim Kino-Stöckchen wollte ich auch fast schon LL Cool J als guten (Nicht-)Schauspieler anführen, aber dann ist mir nix außer DBS mit ihm eingefallen…

    Der Film will vielleicht nicht viel, aber das, was er will, macht er richtig gut. Könnte ich mir auch mal wieder ansehen.

    Gefällt mir

  4. Meine erste Sichtung war damals auch im Kino. Dann ein paarmal im TV und nun endlich auf DVD. Schön ist auch: Ich vergesse jedesmal wieder wer letztendlich überlebt. Dieses Mal war ich mir sicher – und lag doch wieder daneben.

    Gefällt mir

  5. Pingback: Essen am laufenden Band « Tonight is gonna be a large one.

  6. Pingback: bis samstag! « strukturiert fernsehen

  7. Pingback: Top 10: Guilty Pleasures « Tonight is gonna be a large one.

  8. Pingback: Die Piratenbraut – OT: Cutthroat Island (1995) | Tonight is gonna be a large one.

  9. Pingback: Blogparade: 10 Guilty Pleasure-Filme | Tonight is gonna be a large one.

  10. Pingback: Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #24 | Tonight is gonna be a large one.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s