Review: DUNE (2021)

Aktualisierung: Ich habe „Dune: Part One“ am 23. Februar 2024 zum zweiten Mal gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Es ist schon lange her, seit ich mich das letzte Mal wirklich heiß auf einen Kinofilm war. Zuletzt dürfte das wohl „Star War: The Last Jedi“ gewesen sein, der mich dann doch ziemlich enttäuscht hat. Beim Nachfolger war es noch schlimmer. Die letzten wirklich gelungenen Kinoerlebnisse waren für mich „Alita: Battle Angel“ und davor „Blade Runner 2049“ von Denis Villeneuve. Da dieser mit „Arrival“ auch einen der besten Sci-Fi-Filme der letzten Jahre inszenierte, war die Vorfreude auf seine Interpretation von „DUNE“ umso größer… 🏜

DUNE (2021) | © Warner Bros (Universal Pictures)

DUNE (2021) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Meine Vorgeschichte zu „DUNE“

Wenn ich an „DUNE“ denke, dann vor allem an David Lynchs Verfilmung aus dem Jahr 1984. Inzwischen weiß ich, dass diese nicht sonderlich angesehen ist. Für mich hat sie jedoch stets zu den großen Sci-Fi-Filmen gezählt. Ich mag das Produktionsdesign sehr, die Atmosphäre und die Schauspieler*innen. Allerdings habe ich den Film in den letzten 20 Jahren auch nicht mehr gesehen, weshalb mich meine Erinnerungen trügen mögen. Die TV-Miniserie ist mir dagegen als nicht sonderlich gelungen im Gedächtnis geblieben. Aber auch diese würde mich inzwischen fast einmal wieder reizen. Schon alleine für den Vergleich. Und dann natürlich habe ich angefangen, Frank Herberts Roman zu lesen. Ich bin noch ziemlich am Anfang (kurz nach dem Attentatsversuch durch den Hunter-Seeker bzw. Jäger-Sucher), doch macht mir das Lesen schon jetzt extrem viel Freude:

Für „DUNE“ lohnt sich der Kinobesuch

So sehr ich mich gefreut habe, den Film mit netten Kollegen im Kino zu sehen, so genervt war ich von dem Umstand, dass ich in der Nacht zuvor so gut wie keinen Schlaf abbekommen habe. Nach der Arbeit bin ich also schon ziemlich müde in die Stadt gefahren und hatte Sorge, dass ich auf den bequemen Sitzen des Deluxe-Kinos wegnicken würde. Diese Sorge sollte allerdings völlig unbegründet sein. Davor jedoch war ich zunächst einmal erstaunt, wie ernst das Kino inzwischen die 3G-Regel nimmt. Das war vor ein paar Wochen noch anders. Auch wenn das beim Einlass ein wenig nervig war, so hat sich dieser Kinobesuch für mich doch deutlich entspannter und sicherer angefühlt, was natürlich auch am großzügigen Platzangebot des Deluxe-Kinos liegen mag. Ohnehin eine Empfehlung dafür. Bild, Sound und Luxus sind den Aufpreis auf jeden Fall wert. Zumindest die 2-3 mal, die ich noch im Jahr ins Kino gehe. Doch nun endlich zum Film:

Zunächst einmal muss ich versuchen wiederzugeben, wie unglaublich bildgewaltig Denis Villeneuve „DUNE“ umgesetzt hat. So langsam ist seine Bildsprache auch eindeutig erkennbar: Manche Raumschiffe haben an „Arrival“ erinnert, manche Schauplätze samt Lichtinszenierung an „Blade Runner 2049“ – und doch ist „DUNE“ noch einmal etwas ganz eigenes. Gerade die Ankunft auf Arrakis wirkt unfassbar episch. Lange Kamerafahrten, sich langsam absenkende Raumschiffe und dazu der stets präsente, dröhnende Score von Hans Zimmer. Eigentlich eher ein Klangteppich, der stark an Villeneuves leider viel zu jung verstorbenen Hauskomponisten Jóhann Jóhannsson erinnert. Kein Score, den ich mir abseits des Films anhören würde, doch im Zusammenspiel mit den Bildern eine Wucht.

Inhaltlich bewegt sich Villeneuve sehr nahe an der Vorlage. Teils erweitert er diese sogar, um den Zuschauer*innen mehr Kontext zu geben, teils sind ganze Szenen 1:1 aus Frank Herberts Buch übernommen. Auch Details, die im Buch ausführlich erklärt werden, finden sich auf der Leinwand wieder, wenn auch oft nur im Hintergrund als Detail der Ausstattung. Diese sind dann meist nicht unmittelbar handlungsrelevant, verstärken aber das Worldbuilding und erfreuen Leser*innen des Romans natürlich. Für mich ein guter Weg, um eine vorlagentreue Adaption abzuliefern und dennoch im Zeitrahmen eines Kinofilms zu bleiben. Hier auch mein einziger Kritikpunkt: Am Ende hätte ich gerne noch weitergeschaut, denn wir springen mittendrin einfach aus der Geschichte raus. Dennoch ist „DUNE“ weit mehr als nur ein Prolog und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Dann auch garantiert wieder im Kino.

Fazit

Ich hätte noch viel mehr schreiben können: Über die famose Besetzung, das Gefühl der flirrenden Hitze, das der Film verbreitet, über die wundervollen Kostüme oder das Set-Design. Aber ich mache es wie Denis Villeneuve und springe aus der Besprechung, wenn es am schönsten ist. Ich freue mich nun extrem darauf, den Roman weiterzulesen und auch die David-Lynch-Version einmal wieder zu sehen, welche in ein paar Wochen einen neuen 4K-Release erfährt. So glücklich war ich schon lange nicht mehr, im Kino gewesen zu sein: 9/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (1078)

Gestern Nacht wurde es etwas später, da ich „DUNE“ im Kino gesehen habe (Besprechung folgt noch). Somit konnte ich nach der katastrophalen Nacht zuvor nicht viel Schlaf nachholen. Die Mittagsrunde war heute nur eine kurze und viel länger hätte ich auch nicht laufen wollen. 🏃‍♂️

Lief schonmal besser...

Lief schonmal besser…

Distanz: 8.19 km
Zeit: 00:48:43
Anstieg: 62 m
Ø Pace: 5:57 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.1 km/h
Ø Herzfrequenz: 159 bpm
Ø Schrittfrequenz: 152 spm
Temperatur: 15.0 °C
Kalorien: 633 kcal

2021: 2185 km
September: 186 km
KW 39: 18 km

Immerhin ein Schnitt unter 6:00 min/km und ein einigermaßen gutes Gefühl, laufen gewesen zu sein. Die 200 km im September werde ich wohl noch knapp knacken und danach hoffe ich auf einen Oktober ohne Erkältungen… 😬

Im Ohr: Fortsetzung folgt S11E15 – Mediathek FSK 18

Run, Fatboy, Run (1077)

Letzte Nacht habe ich kaum geschlafen. Es gibt wohl nichts, das ich mehr hasse, als mich nachts im Bett herumzuwälzen und alle paar Minuten auf die Uhr zu schauen. Entsprechend platt habe ich mich heute früh gefühlt. Den Lauf wollte ich dennoch nicht ausfallen lassen…

Schon herbstlich und dennoch warm

Schon herbstlich und dennoch warm

Distanz: 10.09 km
Zeit: 01:00:18
Anstieg: 68 m
Ø Pace: 5:58 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.0 km/h
Ø Herzfrequenz: 157 bpm
Ø Schrittfrequenz: 151 spm
Temperatur: 20.0 °C
Kalorien: 755 kcal

2021: 2177 km
September: 178 km
KW 39: 10 km

Für die äußeren Umstände kam ich ganz gut voran. Zumindest flotter als gestern. Ideal ist das alles noch nicht. Aber wieder ein Anfang. 🏃‍♂️

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 253: Ben

Media Monday #535

Es schönes Spätsommerwochenende liegt hinter uns. Die vergangene Woche war wegen Erkältung und beruflicher Termine ziemlich anstrengend, so dass ich froh war, auf andere Gedanken zu kommen (siehe Frage 7). Dazu haben auch ein paar schöne Filme beigetragen und nun bricht die Realität mit dem Wahlsonntag wieder über uns herein. Momentan sitze ich fassungslos vor den ersten Hochrechnungen und hoffe, dass sich da noch etwas tut (siehe Fragen 4-6). Aber weg von der Politik und hin zu den aktuellen Fragen des Medienjournals, welche das Wochenende ausklingen lassen und die neue Woche auf diesem Blog einläuten… ☀

Media Monday #535

  1. Ein Familienfilm par excellence ist, wie bereits der Vorgänger „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“, die Fortsetzung „Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby“, den ich am Freitag (natürlich zusammen mit meinen Kindern) gesehen habe.
  2. „Good Will Hunting“ hat mich schon vor Jahren begeistert, schließlich ist das Drehbuchdebüt von Ben Affleck und Matt Damon einfach großartiges Erzählkino, das mit Robin Williams zudem fantastisch besetzt ist.
  3. Hingegen „Jay und Silent Bob schlagen zurück“ habe ich deutlich besser in Erinnerung gehabt, denn in diesem Film wird eine fiktive Fortsetzung namens „Good Will Hunting 2: Hunting Season“ persifliert.
  4. Es scheint heutzutage auch gar nicht mehr normal zu sein, sich an Fakten zu orientieren und das Gemeinwohl sowie das der zukünftigen Generationen im Blick zu haben.
  5. Ich würde mir ja wünschen, dass sich die aktuellen Hochrechnungen nach Auszählung der Briefwahl noch ein wenig (mehr) verändern.
  6. Ein gutes Buch reizt mich ja immer wieder und „Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben“ von Dr. Eckart von Hirschhausen war ein solches Buch, das vor der Wahl wohl ein paar mehr Menschen hätten lesen sollen.
  7. Zuletzt habe ich ein wenig Sport gemacht, sprich ich war Inlineskaten (siehe Foto unten) und Laufen und das war überfällig, weil ich zuvor eine Woche Erkältungspause einlegen musste.

Am Samstag bin ich mit der Familie um den Altmühlsee geskatet (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Skate, Fatboy, Skate (013)

Erinnert ihr euch noch? Zu Beginn meiner sportlichen Betätigungsversuche bin ich auch regelmäßig Inlineskaten gegangen. Der letzte Eintrag liegt inzwischen 12 Jahre zurück. Dabei war ich zwischendurch immer mal wieder Skaten, doch eben nur kurze Runden mit den Kids. Gestern allerdings sind wir zum Altmühlsee gefahren und haben diesen komplett umrundet. Das hat wirklich Spaß gemacht und wird bestimmt zeitnah wiederholt. Zumindest wenn denn das Wetter noch mitspielt. 🌅

Eine Runde Inlineskaten um den Altmühlsee

Eine Runde Inlineskaten um den Altmühlsee

Distanz: 13.21 km
Zeit: 01:08:08
Anstieg: 17 m
Ø Pace: 5:09 min/km
Ø Geschwindigkeit: 11.6 km/h
Ø Herzfrequenz: 112 bpm
Temperatur: 22.2 °C
Kalorien: 437 kcal

2021: 19 km
September: 13 km
KW 38: 13 km

Die Strecke ist wirklich sehr schön und für alle gut machbar. Auch wenn es recht voll war, hat sich alles ganz gut verlaufen. Toll ist wirklich, dass es einen komplett geteerten Weg gibt, so dass wir ohne Unterbrechung fahren konnten. Meine K2-Inlineskates sind inzwischen übrigens 24 (oder sogar 25?) Jahre alt und fahren mich immer noch prima. Wohl eine meiner besten Langzeitinvestitionen. 😅

Run, Fatboy, Run (1076)

Mein letzter Lauf liegt bereits über eine Woche zurück. So lange habe ich schon seit über einem Jahr nicht mehr pausiert, doch die Erkältung hatte mich ziemlich böse erwischt. Nachdem ich mich gestern beim Inlineskaten schon langsam wieder in höhere Pulsregionen vorgewagt hatte, stand heute ein langsamer Lauf auf dem Programm. Eben zum Rantasten… 🤧

Der erste Lauf nach langer Pause

Der erste Lauf nach langer Pause

Distanz: 10.41 km
Zeit: 01:09:35
Anstieg: 90 m
Ø Pace: 6:41 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.0 km/h
Ø Herzfrequenz: 156 bpm
Ø Schrittfrequenz: 149 spm
Temperatur: 21.1 °C
Kalorien: 879 kcal

2021: 2166 km
September: 168 km
KW 38: 10 km

Ich kam gut voran und habe mich auch gut gefühlt. Mein Puls ist trotz des langsamen Tempos wieder in die üblichen Regionen hochgeschossen. Aber das geht mir ja auch so, wenn ich komplett fit im Training bin. Mal sehen, ob ich die 200 km diesen Monat noch voll bekomme. Dürfte knapp werden. 🏃‍♂️

Im Ohr: Sneakpod #697 – Kate

Good Will Hunting (1997)

Neulich hatte ich mit zwei befreundeten Kollegen ein Gespräch, was denn wohl die besten Filme wären. Voraussetzung war eine gewisse Massenkompatibilität und dass wir alle drei hinter der Wahl stehen könnten. Als irgendwann der Titel „Good Will Hunting“ fiel, konnten wir uns alle recht schnell darauf einigen. Auch ich, obwohl meine letzte Sichtung schon bestimmt knapp 20 Jahre zurückliegt. Zeit also für eine Auffrischung… 👱‍♂️🧔

Good Will Hunting (1997) | © STUDIOCANAL

Good Will Hunting (1997) | © STUDIOCANAL

Ein mehr als beeindruckendes Drehbuchdebüt

Noch mehr als der Film selbst, begeistert mich vor allem deine Entstehungsgeschichte: Wo in Hollywood wären Matt Damon und Ben Affleck heute ohne ihr oscarprämiertes Drehbuch? Man kann es sich nur schwer vorstellen. Klar waren sie auch vor „Good Will Hunting“ einem Nischenpublikum durch die frühen Kevin-Smith-Filme bekannt. Doch erst nach diesem Indie-Hit ging es mit ihrer Karriere steil nach oben. Kein Wunder, denn es ist wirklich beeindruckend, was die beiden Jungautoren hier auf die Beine gestellt haben. Das Drehbuch wirkt extrem authentisch, die Geschichte ist emotional und die enorme Präsenz der beiden Schauspieler auf der Leinwand unterstreicht, dass es sich bei „Good Will Hunting“ zweifellos um ihren Film handelt.

Gus Van Sants zurückhaltend dokumentarischer Filmstil fängt die Authentizität zudem gekonnt ein und der Soundtrack, der durchsetzt ist mit Songs von Elliott Smith, atmet 90er-Jahre-Indie-Luft zur Perfektion. Doch der eigentliche Star, neben Affleck und Damon, ist natürlich Robin Williams, der hier einfach die Rolle seines Lebens spielt. Wenn davon geredet wird, dass Williams irgendwann den Sprung ins ernsthafte Fach geschafft hat, was ohnehin eine engstirnige Definition ist, dann werden stets Filme wie „One Hour Photo“ oder „Insomnia“ genannt, doch für mich wird sein Sean Maguire stets eine seiner beeindruckendsten Rollen bleiben. Auch weil er Matt Damons Spiel durch seine Darbietung auf ein höheres Level bringt. Den beiden könnte ich wirklich stundenlang zusehen. Einfach nur herausragend.

Einen großen Kritikpunkt habe ich nicht: So manche Subplots hätten vielleicht noch etwas besser ausgearbeitet werden können (das hätte dann aber wohl vom Fokus des Films abgelenkt) und so manche Sprüche wirken heute schon etwas dated. Aber ich mag das ja, wenn man den zeithistorischen Kontext der Filme in Look und Drehbuch erkennt. „Good Will Hunting“ hat inzwischen ja auch schon 24 Jahre auf dem Buckel. Unfassbar. Dabei war er doch einer von den jungen, wilden Filmen. Als ich auch noch jung (aber eher nicht wild) war…

Fazit

Was soll ich schreiben? „Good Will Hunting“ ist tatsächlich einer dieser besonderen Filme, die zu den ganz großen Werken ihrer Zeit gehören und auf den man sich im Kreise von Filmfreunden schnell einigen kann. Nun warte ich bestimmt nicht noch einmal 20 Jahre, bis zu einem Wiedersehen: 9/10 Punkte.

Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby – OT: Honey, I Blew Up the Kid (1992)

Was habe ich mich diese Woche schon auf den Filmabend am Freitag gefreut. Meine Erkältung hatte mich am Dienstag so zerlegt, dass ich nicht einmal aus dem Home Office hatte arbeiten konnte. Nach einem Tag Pause habe ich mich dann wieder an die Arbeit gemacht, denn die letzten zwei Tage war ein Strategie-Offsite angesetzt, das ich keinesfalls missen wollte. Auch wenn dieses wirklich anstrengend war, geht es mir inzwischen deutlich besser. Zudem ist ja Freitag und damit Filmabend angesagt, bei dem wir „Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby“ ausgewählt haben… 👶

Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby (1992) | © Walt Disney

Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby (1992) | © Walt Disney

Eine typisch-untypische Fortsetzung

Der erste Teil „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ konnte mich vergangene Woche wirklich begeistern. An den zweiten Teil hatte ich nur noch wenige Erinnerungen. Allerdings wusste ich, dass mir dieser nicht so gut gefallen hat. Schon alleine, weil ich es spannender finde, in der Welt der Riesen Abenteuer zu erleben als wie „Godzilla“ durch Las Vegas zu stampfen. Dabei muss ich zugeben, dass ich die Prämisse für eine 90er-Jahre-Fortsetzung beinahe schon innovativ finde, denn es werden nicht einfach noch einmal Figuren geschrumpft, was wohl das naheliegendste  Szenario gewesen wäre. Somit besitzt „Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby“ einen anderen Look und auch eine andere Dynamik als der Vorgänger.

Wie bereits im ersten Teil, habe ich auch in der Fortsetzung vor allem über die fantastischen Effekte gestaunt. Es ist schon bemerkenswert, wie viel durch False-Perspective-Einstellungen herausgeholt werden konnte. In diesen Momenten wirkt „Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby“ auch überhaupt nicht veraltet, was abermals zeigt, dass das klassische Effektkino einfach deutlich besser altert als viele frühe oder auch nur ein paar Jahre zurückliegende CGI-Effekte. Die Rahmenhandlung fand ich dieses Mal deutlich schwächer, auch wenn es eine junge Keri Russell (u.a. bekannt aus der TV-Serie „Felicity“) zu sehen gibt.

Fazit

Insgesamt hatte ich auch mit „“Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby“ viel Spaß. Aufgrund der anstrengenden Woche war ich vermutlich auch nicht der aufmerksamste Zuschauer. Insofern vermutlich genau der richtige Film für diesen Abend. Die Kinder hatten ihren Spaß und nun steht noch das Finale der Reihe aus, das ich selbst noch nicht gesehen habe: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte;  Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben (Dr. Eckart von Hirschhausen)

Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben (Dr. Eckart von Hirschhausen)Als ich das Buch an meinem Geburtstag ausgepackt hatte, konnte ich es nicht richtig einordnen. Meine Mutter hat es mir auf Verdacht geschenkt, da wir in letzter Zeit immer häufiger über Politik und Klimathemen diskutieren. Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn eher skeptisch war, kenne ich den Autoren Dr. Eckart von Hirschhausen doch eher von etwas angestaubt wirkenden, öffentlich-rechtlichen Unterhaltungsshows. Wobei kennen der falsche Begriff ist. Da mir die Themen Klima und Umwelt am Herzen liegen, habe ich noch während meines Urlaubs in „Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben“ reingelesen. Seitdem sind nun knapp vier Wochen vergangen und die 520 Seiten liegen hinter mir. Wenn man weiß, wie wenig ich normalerweise zum Lesen komme, ist das ein eindeutiges und wirklich positives Signal… 🌍

„Wir müssen nicht die Erde retten – sondern uns.“

Die Klimakrise ist zweifellos das beherrschende Thema unserer Zeit. Ja, noch vor Corona. Mein Großvater war Förster und ich bin dem Verständnis aufgewachsen, stets Respekt vor der Natur zu haben. Auch meine Mutter war schon immer engagiert, was Umweltthemen angeht. Allerdings war die Bedrohung in den 1980ern immer noch eher abstrakt, sprich ich bin mit Fleisch (Leberkäse, Fleischküchle usw.) zu jedem Essen aufgewachsen und Recycling war schon das Höchste der Gefühle, was man eben so im Alltag gemacht hat. Ausnahme war eine Protestaktion gegen eine Mülldeponie, die in der Nähe gebaut werden sollte, doch das war eher ein Sonderfall (die Aktion war am Ende übrigens erfolgreich). Heute weiß ich viel mehr über die Zusammenhänge, lebe seit über zwei Jahren vegetarisch (immer öfter auch vegan) und nutze das Auto nur noch, wenn es gar nicht anders geht. Tatsächlich war die Corona-Pandemie in dieser Hinsicht fast schon ein Segen (Stichwort Home Office). Auch beschäftige ich mich seit ein paar Jahren privat und teils auch beruflich mit dem Themenfeld, sprich Dr. Eckart von Hirschhausen hat mit seinem Buch „Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben“ bei mir voll ins Schwarze getroffen.

Was den Inhalt angeht, so würde ich behaupten ca. 2/3 der genannten Fakten bereits an anderer Stelle gelesen oder gehört zu haben. Der Neuigkeitswert war für mich somit nicht sonderlich hoch. Die Verknüpfung der Zusammenhänge, was Klimakrise, Gesundheit, Artensterben, Kipppunkte usw. angeht, wurde mir jedoch nie zuvor so deutlich gemacht. Deutlich auf unterhaltsame Art und Weise. Denn obwohl der Autor stets auf wissenschaftliche Studien bzw. Interviews mit Wissenschaftler*innen Bezug nimmt, ist das Buch doch so geschrieben, dass es jede(r) verstehen kann. Und ja, das Buch ist komplett gegendert, was sich absolut konsequent und natürlich anfühlt.

„Jeder Schritt in die richtige Richtung zieht andere hinterher.“

Sehr gut gefallen hat mir, dass von Hirschhausen sowohl Politik als auch Wirtschaft in die Pflicht nimmt, aber auch klar sagt, dass jede(r) Einzelne etwas tun kann. Das ist bei vielen noch nicht angekommen. Es lohnt sich auch darüber zu reden und andere mitzureißen. Ich weiß selbst, wie schwierig das ist. Schon alleine die Tatsache, dass ich mich nun vegetarisch ernähre war für viele Bekannte und Verwandte im tiefsten Mittelfranken, wo Schweinebraten, Schnitzel, Schäufele und Bratwürste die Grundnahrung darstellen, nur schwer zu begreifen. Letztendlich geht es nur gemeinsam und das ist auch eine wichtige Aussage des Buches. Nun habe ich viel zu viel über mich und die Klimakrise an sich geschrieben und zu wenig über das Buch: Wenn ihr auch nur geringfügig das Gefühl habt, dazu noch nicht genug zu wissen (was völlig okay ist!) und auf unterhaltsame Art und Weise tiefer in das Thema einsteigen wollt, dann ist dieses Buch ein wunderbarer Einstieg.

Fazit

„Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben“ hat mich gepackt, wie schon lange kein Sachbuch mehr. Es ist wunderschön gestaltet und verpackt komplexe Zusammenhänge in leicht verständliche und humorvoll geschriebene Kapitel, welche mit etlichen Fotos und Schaubildern angereichert sind. Wenn ihr einen Gesamtblick auf das komplexe Thema haben wollt, Wissenslücken schließen oder auch, um einfach mal zu schauen, was denn so dramatisch sein soll an diesem Klimawandel, dann lest bitte einmal rein: 10/10 Punkte.

Media Monday #534

Die letzte Woche im Job war wirklich anstrengend, so dass ich mich sehr auf das Wochenende gefreut habe. Und wo ist es nun hin? Zudem hat mich noch eine Erkältung erwischt (ja, nur eine Erkältung, ich habe mich natürlich testen lassen), was all meine Laufpläne für die kommende Woche zerstört. Ende der Woche steht dann noch ein intensiver Zweitagestermin an und ich hoffe sehr, dass ich bis dahin wieder einigermaßen fit bin. Nun genug gejammert und auf zu den Fragen des Medienjournals, mit deren Beantwortung ich auf meine letzte Woche zurückblicke… 📺

Media Monday #534

  1. Selten habe ich ein so überzeugendes Ensemble erlebt wie in der Serie „Bosch“, deren Figuren allesamt von famosen Schauspieler*innen verkörpert werden.
  2. Ein Film steht und fällt ja oft mit seiner Besetzung und diese ist in der Zeitschleifen-Komödie „Palm Springs“ wirklich äußerst gelungen.
  3. Die traurige Tatsache, dass mich eine Erkältung ereilt hat, ist vermutlich durch den Morgenlauf letzte Woche zu erklären, für den ich viel zu luftig angezogen war.
  4. Die Miniaturwelt in „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ ist ja wohl spektakulär sondergleichen, schließlich sind alle Sets und Kreaturen handgemacht und deshalb auch sehr gut gealtert.
  5. Von all den angekündigten Serienprojekten bin ich am heißesten auf die Netflix-Adaption der „The Three-Body Problem“-Trilogie.
  6. Das Thema Buch-Adaptionen ist so präsent wie eh und je und ich bin gespannt, wie sich Denis Villeneuves „Dune“ im Vergleich zur Vorlage (siehe Foto unten) schlägt.
  7. Zuletzt habe ich einen Bericht über das „Klettern am Höhenglücksteig bei Hirschbach“ veröffentlicht und das war eine schöne, gedankliche Rückkehr zum Urlaub, weil mir dieses Erlebnis noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Passend zur Neuverfilmung, möchte ich mich nun auch einmal ans Buch wagen (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):