Felicity – Season 4

Alles hat ein Ende. Auch liebgewonnene Serien. Der Abschied ist dann oft wirklich ein solcher und fällt dementsprechend schwer. Als gestern Abend die letzte Episode von „Felicity – Season 4“ über den Bildschirm geflimmert ist, war das schon ein komisches Gefühl. Dabei liegt die Sichtung der ersten Folgen noch gar nicht so lange zurück.

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Die vierte Staffel beschreitet – zumindest anfänglich – bekannte Wege und setzt inhaltlich ziemlich direkt nach Staffel 3 an. Zwischen den Charakteren kommt es zu unausweichlichen Spannungen und man merkt als Zuschauer, dass sich Felicity nun endlich zwischen Ben oder Noel entscheiden muss bzw. wird. Ich selbst stellte zu diesem Zeitpunkt fest, wie wenig mich die doch etwas soapige Unentschlossenheit der Hauptfigur gestört hat. Man konnte es irgendwie nachvollziehen, was eindeutig für die Autoren von Noel und Ben spricht.

Mit der 17. Episode folgt schließlich ein Wendepunkt. Die Serie hätte hiermit ihr perfektes Ende gefunden – und ich bin könnte wetten, dass J.J. Abrams und Co. sich einer Verlängerung auf 22 Folgen zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher waren. Die letzten 5 Episoden fallen somit etwas aus dem Rahmen und wirken fast etwas aufgesetzt. Für sich genommen fand ich die Zeitreise-Idee allerdings grandios. Auch die Umsetzung (besonders in der Anstalt) hat deutlich gezeigt, wohin sich Abrams mit seinen Serien einmal bewegen wird.

Das letztendliche Finale wirkt auf mich nicht ganz so gelungen, wie das nach der 17. Folge hätte sein können. Auch das plötzliche Auftauchen einer eigentlich verstorbenen Figur, lässt die Sache etwas holprig erscheinen. Zwar wird diese Unstimmigkeit in den DVD-Extras erklärt – das Endergebnis wirkt dennoch etwas unfertig. Trotz der Mängel finde ich das Serienende gelungen. Es ist schön noch einmal alle bekannten Figuren zu sehen. Sich zu verabschieden: Es war eine schöne Zeit in New York!

Im Nachhinein müsste ich die vorangegangenen Staffeln – insbesondere die ersten beiden – aufwerten. Die vierte ist eindeutig die schwächste – aber selbst die schwächste Staffel einer grandiosen Serie ist immer noch 8/10 Punkte wert. Da ich Aufwertungen bis jetzt unterlassen habe, schiebe ich einfach eine Gesamtbewertung für „Felicity“ hinterher: 9/10 Punkte. Allen Freunden von J.J. Abrams Erzählstil sei die Serie noch einmnal besonders ans Herz gelegt.

8 Gedanken zu “Felicity – Season 4

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