WALL·E (WALL-E) (2008) (WS1)

Eine ziemlich auslaugende Woche ist zu Ende. Gar nicht mal so sehr aufgrund der äußeren Umstände, als im ganz Kleinen. Zudem schlägt mir das regnerisch kalte Wetter aufs Gemüt. Zeit also für den wöchentlichen Filmabend. Dieses Mal stand „WALL·E“ auf dem Programm, den sich der Zwergofant schon länger gewünscht hatte. Wie das Pixar-Werk ankam, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🌍🚀

WALL·E (2008) | © Walt Disney

WALL·E (2008) | © Walt Disney

Eher ein Film für das erwachsene Publikum?

Meine letzte Sichtung von „WALL·E“ liegt bereits 14 Jahre zurück. Sprich der Film hat schon 14 Jahre auf dem Buckel. Das ist für mich gerade ein wenig unfassbar, gehört „WALL·E“ in meinem Kopf doch immer noch zu den jüngeren Filmen von Pixar. Davon abgesehen, dass ich mich gerade unglaublich alt fühle, funktioniert diese Romanze zwischen zwei Robotern immer noch unglaublich gut. Auch audiovisuell merkt man dem Film sein Alter kaum an. Gerade die Szenen auf der zerstörten Erde sehen immer noch überragend gut aus. Auch die mechanischen Protagonist*innen sind großartig in Szene gesetzt. Einzig bei der Darstellung der Menschen merkt man, dass die Technik in den letzten 14 Jahren doch einige Fortschritte gemacht hat. Aber vielleicht liegt das auch am Look an sich, denn ich fand die comichafte Anmutung im Kontrast zu den Realaufnahmen bereits bei der ersten Sichtung befremdlich.

Auch ansonsten hat sich meine Einschätzung des Films kaum geändert: Die erste Hälfte auf der Erde, WALL·Es Umherstreifen und nostalgisches Erkunden, das Kennenlernen zwischen ihm und EVE, das ist wirklich alles großartig. Hier ist „WALL·E“ einfach Film pur. Der Geschichte wird hier viel Zeit eingeräumt und alles geschieht ohne Worte und nur durch Handlung. Auf dem Raumschiff wird das Tempo deutlich erhöht und der Film handlungsgetriebener. Auch das funktioniert wunderbar, ist unterhaltsam und mitreißend. Allerdings nicht mehr ganz so gelungen, wie noch der erste Teil. Die Botschaft des Films ist heute noch relevanter als damals, was sie vielleicht ein wenig zu forciert wirken lässt. Aber das sind nur kleine Aspekte, die der Qualität des Films nicht abträglich sind.

Fazit

Auch bei meiner zweiten Sichtung konnte mich „WALL·E“ begeistern. Den Kindern hat er nicht so gut gefallen. Der Zwergofant hatte sich etwas anderes darunter vorgestellt (was genau muss ich morgen noch herausfinden) und das Zappelinchen saß eher unbeteiligt auf dem Sofa. Vielleicht spricht der Film thematisch und inszenatorisch einfach ein eher erwachsenes Publikum an? 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte;  Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1228)

Heute bin ich noch einmal beim kranken Zwergofanten zu Hause geblieben, sprich der Mittagslauf ist ausgefallen. Bisher ist die Magen-Darm-Infektion noch nicht auf mich übergesprungen, so dass ich einen frühen Feierabendlauf angegangen bin. Es lief auch deutlich besser als gestern. 🏃‍♂️

Ein früher Feierabendlauf im Regen

Ein früher Feierabendlauf im Regen

Distanz: 11.07 km
Zeit: 01:01:47
Anstieg: 77 m
Ø Pace: 5:35 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.7 km/h
Ø Herzfrequenz: 155 bpm
Ø Schrittfrequenz: 149 spm
Temperatur: 2.2 °C
Kalorien: 775 kcal

2022: 773 km
April: 11 km
KW 13: 35 km

Doof war natürlich der anhaltende Regen und die zurückgekehrte Kälte. Da war das Laufen in Shorts und Shirt vor ein paar Tagen doch deutlich angenehmer. Aber zumindest hat mich das Wetter angetrieben, einen Zahn zuzulegen. 🌧

Im ersten Ohr: Sneakpod #722 – The Adam Project
Im zweiten Ohr: Jimmy Eat World, Skye Wallace

Run, Fatboy, Run (1227)

Magen-Darm hat uns in Teilen erwischt. Eine recht schlaflose Nacht liegt hinter mir. Bett und Teppiche müssten eigentlich verbrannt werden. Ich selbst bin zwar müde, aber noch fit. Also bin ich für eine kurze Runde raus… 🥱

Trüber Lauf nach schlafloser Nacht

Trüber Lauf nach schlafloser Nacht

Distanz: 8.04 km
Zeit: 00:47:08
Anstieg: 60 m
Ø Pace: 5:52 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.2 km/h
Ø Herzfrequenz: 161 bpm
Ø Schrittfrequenz: 149 spm
Temperatur: 6.1 °C
Kalorien: 638 kcal

2022: 762 km
März: 263 km
KW 13: 24 km

Der Lauf hat mich deutlich mehr angestrengt als sonst. Entweder liegt mir die schlaflose Nacht noch in den Knochen oder ich kämpfe gerade selbst mit der Infektion. Das wird sich wohl heute noch zeigen. Magen-Darm. Das ist wirklich etwas, das ich meinen schlimmsten Feinden nicht wünsche. 🤢

Im ersten Ohr: Radio Nukular – Episode 168 – Das Buch von Boba Fett, Max und Dominik
Im zweiten Ohr: Frank Turner, Alkaline Trio, Feeder

Die 5 besten Serien, die ich schaue, wenn ich herzhaft lachen will

Nach den besten Filmen, bei denen ich herzhaft lachen kann, geht es heute bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG mit den besten Serien mit großem Humorfaktor weiter. Auch in diesem Fall habe ich mich an Serien gehalten, die ich geschaut habe, seit die lustigsten Serien zuletzt Thema waren. Da ist wieder einiges zusammengekommen. Was bringt euch herzhaft zum Lachen? 🤣

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #254 | © Passion of Arts Design, Marvel, Disney, 20th Century Fox, BBC

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #254 | © Passion of Arts Design, Marvel, Disney, 20th Century Fox, BBC

Das Thema für Ausgabe #254 lautet:

Die 5 besten Serien, die ich schaue, wenn ich herzhaft lachen will

  1. „Modern Family“ (2009 bis 2020) – Eine der am längsten laufenden Comedy-Serien der letzten Jahre. Auch wenn die Serie gegen Ende etwas nachlässt, so habe ich in Summe doch viel und herzhaft gelacht.
  2. „Shameless“ (2011 bis 2021) – Drama und Humor gehen hier Hand in Hand. Auch wenn es oft sehr schwarzer Humor ist, habe ich doch mehrfach herzhaft gelacht, auch weil mir die Figuren über die Jahre doch ans Herz gewachsen sind.
  3. „The Goldbergs“ (2013 bis heute) – Eine äußerst sympathische Familien-Comedy, welche einen großen Platz in meinem Herzen einnimmt und oft wirklich witzig ist. Leider hierzulande kaum zu greifen.
  4. „The Good Place“ (2016 bis 2020) – Ich liebe diese famose, ungewöhnliche Comedy-Serie rund um das jenseitige Leben. Innovativ erzählt mit spannenden Figuren angereichert und unglaublich lustig. Eine dicke Empfehlung!
  5. „The Marvelous Mrs. Maisel“ (2017 bis heute) – Aktuell läuft die vierte Staffel und bin immer wieder überrascht, wie unfassbar gut diese Serie doch geschrieben ist. Selten habe ich eine höhere Taktung an Wortwitz erlebt. Ganz großes Kino.

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme sind jeweils über den Titel verlinkt.

Run, Fatboy, Run (1226)

Heute konnte ich mich morgens vor der Arbeit zu keinem Lauf aufraffen. Eigentlich hätte ich es komplett sein lassen können, habe ich mein Monatsziel doch bereits erreicht, aber das wäre ja zu einfach gewesen. 🏃‍♂️

Abendlauf im Regen

Abendlauf im Regen

Distanz: 8.08 km
Zeit: 00:42:20
Anstieg: 58 m
Ø Pace: 5:14 min/km
Ø Geschwindigkeit: 11.5 km/h
Ø Herzfrequenz: 156 bpm
Ø Schrittfrequenz: 150 spm
Temperatur: 15.0 °C
Kalorien: 557 kcal

2022: 754 km
März: 255 km
KW 13: 16 km

Also kaum zur Tür rein und schon wieder raus. Nicht ideal, denn die Zeit mit den Kids schrumpft so auf ein Minimum. Aber wird ja wohl eine Ausnahme bleiben. Zudem hat es geregnet. Gerade nach den letzten schönen Läufen doof. 🌧

Im ersten Ohr: Radio Nukular – Episode 168 – Das Buch von Boba Fett, Max und Dominik
Im zweiten Ohr: Tilt, Alkaline Trio, blink-182

Run, Fatboy, Run (1225)

Heute hatte ich von Start der Mittagspause bis zum nächsten Termin nur knapp 55 Minuten Zeit. Laufen oder nicht? Natürlich laufen! Also schnell umgezogen und los ging es. Ich habe ca. 3 Minuten vor dem Meeting zurückgeschafft. Timing ist alles. 🌞

Heute eine kurze, schnelle Mittagsrunde

Heute eine kurze, schnelle Mittagsrunde

Distanz: 8.09 km
Zeit: 00:43:00
Anstieg: 60 m
Ø Pace: 5:19 min/km
Ø Geschwindigkeit: 11.3 km/h
Ø Herzfrequenz: 162 bpm
Ø Schrittfrequenz: 151 spm
Temperatur: 15.0 °C
Kalorien: 588 kcal

2022: 746 km
März: 247 km
KW 13: 8 km

Duschen war ich erst nach dem Termin. Ein Vorteil von Home Office ist eben auch Geruchsneutralität für die restlichen Meeting-Teilnehmer*innen. 😅

Im ersten Ohr: Radio Nukular – Episode 168 – Das Buch von Boba Fett, Max und Dominik
Im zweiten Ohr: Jimmy Eat World, Skye Wallace

Media Monday #561

Das Wochenende ist vorbei. Schon wieder. Und es war wettermäßig so herrlich, dass ich mich zu einem weiteren Halbmarathon hinreißen ließ (siehe Frage 3). Ansonsten war ich etwas im Garten, habe zum ersten Mal dieses Jahr gegrillt und war noch eine Runde entspannt radeln. Die nächste Woche verspricht eher voll zu werden. Aber das ist natürlich nichts gegen die immer noch katastrophale weltpolitische Lage und die Corona-Situation (bei uns Inzidenz um 3.000); doch nun erst einmal zu den aktuellen Fragen des Medienjournals. Euch einen guten Start in die Woche! 💙💛

Media Monday #561

  1. Jetzt, da wieder Oscar-Wochenende ist, werde ich vermutlich morgen früh im Radio von den Gewinner*innen erfahren.
  2. Mich für einen deutschen Teenie-Film zu begeistern ist durchaus eine beachtliche Leistung, schließlich habe ich mir zu Beginn eher schwer mit „Das schönste Mädchen der Welt“ getan. Letztendlich war ich aber doch recht angetan von dem Werk.
  3. Es ist beruhigend zu sehen, dass selbst jemand wie ich sehr spontan einen Halbmarathon in unter zwei Stunden laufen kann.
  4. Von den vielen Serien, die ich zuletzt gesehen habe, ist „The Book of Boba Fett“ eindeutig die schwächste. Dennoch mochte ich viele Aspekte, denn es ist eben nicht alles schwarz und weiß.
  5. Frank Herbert verdient schon höchsten Respekt dafür, dass ihm das Worldbuilding in „DUNE“ (siehe Foto unten) so großartig gelungen ist.
  6. Es gibt sicherlich genug, wofür man sich begeistern könnte, aber für mich sind das in erster Linie erzählerische Medien (eben Bücher, Filme und Serien).
  7. Zuletzt habe ich über unsere Wanderung entlang des Plecher Höhlenwegs gebloggt und das war sinnvoll investierte Zeit, weil ich in ein paar Jahren gerne daran zurückdenken werde.

Es waren nicht viele Seiten, doch war ich zum ersten Mal auf der Terrasse gesessen und habe gelesen (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Das Buch von Boba Fett – OT: The Book of Boba Fett – Staffel 1

Nachdem ich spät auf den „The Mandalorian“-Zug aufgesprungen bin, war ich davon letztendlich doch recht begeistert. „The Book of Boba Fett“ hätte ich dagegen nicht unbedingt sehen müssen, fand ich die Figur doch schon in „The Mandalorian“ nicht sonderlich spannend. Aber inhaltlich sollte die Serie wohl sehr mit der Mutterserie verknüpft ein. Und genau so war es letztendlich auch… 🏜

The Book of Boba Fett | © Walt Disney

The Book of Boba Fett | © Walt Disney

All Filler, Almost No Killer oder Mando 2.5

In vielerlei Hinsicht wirkt „The Book of Boba Fett“ auf mich so, als wäre die Entscheidung, diese Serie zu produzieren, recht spontan getroffen worden. Das Writing schwankt oft zwischen platt und befremdlich. Als hätte man ein Kind beim Spielen mit seinen Kenner-Figuren beobachtet. Gerade während der ersten vier Episoden wirkt die Struktur der Serie auch so, als würde man versuchen zwanghaft bekannte Schauplätze/Ereignisse aus „Star Wars“ zu integrieren. Aber das liegt wohl auch in der Natur der Figur Boba Fett. Auch die Erzählung in zwei Zeitebenen wirkt strukturell unbeholfen und forciert. Als hätte man ein paar lose Ideen gehabt und diese zusammengeworfen. All das ist durchaus unterhaltsam und ich hatte meinen Spaß damit, aber so richtig rund wirkt es nicht. Und was sollte das mit dem Spice auf Tatooine? Sollte das ein Crossover mit „DUNE“ werden? (Ja, ich weiß, das wurde schon früher in „Star Wars“ erwähnt, doch so wie es hier dargestellt wird, wirkt es einfach befremdlich.)

Die besten Episoden sind zweifellos die rund um den Mandalorianer. Hier wird deutlich, dass die Serie eigentlich nur ein Vehikel ist, um die Zeit bis zur dritten Staffel  von „The Mandalorian“ zu überbrücken. Gerade die fünfte und sechste Episode fand ich rundum gelungen. Natürlich viel Fanservice, aber schöne emotionale Momente und technisch wirklich beeindruckend. Boba Fett spielt in diesen Episoden nahezu keine Rolle und ich habe ihn und seinen Konflikt auch nicht wirklich vermisst. Im äußerst actionreichen Finale kommen dann beide Erzählstränge zusammen. Mir war es fast schon zu viel Action und auch hier haben mich eher die Szenen um den Mandalorianer gefesselt. Auch handlungstechnisch passiert einiges, das eigentlich Voraussetzung für die Fortführung der Hauptserie ist. Gesehen haben sollte man die Serie als Fan des Franchises also durchaus. Schon allein, um auf dem Laufenden zu sein.

Fazit

Es ist schwierig mit „The Book of Boba Fett“ und mir. Aber ich bin ja nicht der einzige, dem es so geht. Die ersten vier Episoden fühlen sind nicht rund und wie Flickwerk an, danach macht die Serie einen qualitativen Sprung, was vermutlich auch daran liegt, dass hier eher die dritte Staffel von „The Mandalorian“ vorbereitet wird. Vermutlich wäre es sinnvoller gewesen, diese zwei bis drei Episoden direkt vor die dritte Staffel der Hauptserie zu stellen: 7/10 (6.9) Punkte.

Run, Fatboy, Run (1224)

Herrliches Wetter hat mich heute nach draußen gelockt. Zum ersten Mal in diesem Jahr in Minimalausstattung, sprich Shorts und leichtem Shirt. Ich bin hoch zum Alten Kanal gelaufen und hatte so 14 km angepeilt, um die 50 km diese Woche vollzumachen. Dann jedoch war ich so im Flow, dass ich einfach weitergelaufen bin: mein zweiter Halbmarathon im März. Glücklicherweise hatte ich meine Soft Flask dabei, sonst wäre das nicht so leicht gegangen. 🌞

Das famose Wetter hat zu einem Halbmarathon verlockt

Das famose Wetter hat zu einem Halbmarathon verlockt

Distanz: 22.08 km
Zeit: 02:04:59
Anstieg: 164 m
Ø Pace: 5:40 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.6 km/h
Ø Herzfrequenz: 160 bpm
Ø Schrittfrequenz: 151 spm
Temperatur: 16.1 °C
Kalorien: 1592 kcal

2022: 738 km
März: 239 km
KW 12: 58 km

Das war einfach nur ein Genusslauf und ich liebe es, dass ich aus dem Stand einfach so einen Halbmarathon in unter zwei Stunden laufen kann. Hätte man mir das vor ein paar Jahren erzählt, ich hätte ungläubig den Kopf geschüttelt. Morgen dann Pause und die kommende Woche werde ich auch eher entspannt angehen. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Radio Nukular – Episode 168 – Das Buch von Boba Fett, Max und Dominik
Im zweiten Ohr: blink-182, Frank Turner, Skye Wallace

Das schönste Mädchen der Welt (2018)

Der Zwergofant weilt bereits seit heute Mittag auf einem Kindergeburtstag. Somit war der perfekte Zeitpunkt für das Zappelinchen, sich mit „Das schönste Mädchen der Welt“ endlich den Film anschauen, von dem sie schon ewig träumt und für den ihr Bruder noch zu jung ist. Als guter Vater habe ich mich natürlich mit ihr vor dem Fernseher eingefunden… 🎤❤

Das schönste Mädchen der Welt (2018) | © Tobis (Vertrieb LEONINE)

Das schönste Mädchen der Welt (2018) | © Tobis (Vertrieb LEONINE)

Eine schöne Teenie-Romanze aus Deutschland

Bisher haben wir mit den Kindern an Filmabenden eher Kinderfilme angeschaut. Irgendwie logisch. Mit dem Sprung in der Altersfreigabe ging es auch ab in die Teenie-Welt mit zotigen Sprüchen, Sex und Liebe. Auch das war zu erwarten. Ich habe mich dabei fast etwas alt gefühlt und mir vorgestellt, wie es gewesen wäre, hätten unsere Eltern damals „American Pie“ und Co. mit uns zusammen gesehen. Doch der Vergleich hinkt, denn „Das schönste Mädchen der Welt“ ist weit nicht so auf Sex und Fäkalhumor fokussiert, wie der US-Teenie-Klamauk, und ich hatte meine Teenager-Jahre damals schon so gut wie hinter mir. Außerdem hätten meine Eltern auch keine solchen Filme mit mir angeschaut. Auf jeden Fall habe ich mich sehr bewusst in der Rolle des Vaters gefühlt und eine beobachtende Perspektive im Hinblick auf das, was für das Zappelinchen noch ansteht, eingenommen.

Hinter all dem übertrieben coolen Jugendgehabe versteckt sich eine wirklich sehenswerte, moderne Cyrano-de-Bergerac-Adaption mit viel Musik, Humor und Herzschmerz. Die Schauspieler*innen, allen voran Luna Wedler als Roxy und Aaron Hilmer (u.a. „Sløborn“) als Cyril, harmonieren wunderbar miteinander und bringen eine enorme Energie mit. Natürlich ist die Handlung alles andere als überraschend und der Film endet so, wie eben jede andere Cyrano-de-Bergerac-Variante. Macht aber nichts, denn „Das schönste Mädchen der Welt“ hat das Herz am rechten Fleck.

Fazit

Mir hat „Das schönste Mädchen der Welt“ tatsächlich ziemlich gut gefallen. Ohne die (jetzt klinge ich wie der größte Boomer) übertrieben vulgäre Sprache vermutlich noch besser. Das Zappelinchen war auch begeistert, wobei man ihr schon angemerkt hat, dass dies (glücklicherweise!) auch noch nicht so richtig ihre Welt ist. Da stehen uns noch ein paar interessante Jahre bevor. Den Film an sich kann ich durchaus empfehlen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant: auf einem Kindergeburtstag)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.