Manche Ereignisse im Leben wiederholen sich. Manche jährlich, wie Geburtstage oder Weihnachten, andere sind dann doch ein- oder auch zweimaliger, wie zum Beispiel der erste Schultag. Nachdem wir vor zwei Jahren unser Zappelinchen auf diesem Weg begleitet haben, stand heute der erste Schultag unseres Zwergofanten auf dem Programm. Schon die Zeit davor war extrem aufregend, doch nun endlich war der große Tag gekommen:
Monat: September 2018
Run, Fatboy, Run (547)
Schon der dritte Tag laufen in Folge. Daran könnte ich mich gewöhnen. Es wird nur nicht immer klappen. Heute jedoch musste es sein. Obwohl es eher ruhig auf der Arbeit war, war es irgendwie anstrengend. Ein seltsamer Tag. Auch der Zwergofant ist aufgeregt und nachdem ich am Vorabend der Einschulung unseres Zappelinchens laufen war, musste ich auch heute los – und das hat uns beiden gut getan:
Distance: 7.27 km
Duration: 00:43:21
Elevation: 60 m
Avg Pace: 5:58 min/km
Avg Speed: 10.06 km/h
Heart Rate: 148 bpm
Stride Frequency: 145 spm
Energy: 609 kcal
2018: 715 km
September: 50 km
Wir sind eine ganz ähnliche Runde gelaufen wie gestern, nur dass das Zappelinchen heute lieber zu Hause geblieben ist. Natürlich mussten wir auch wieder an der Seilbahn vorbei und der Zwergofant hat es sichtlich genossen, diese nun ganz alleine für sich zu haben (inklusive Rückholservice durch den Papa). Nun sind alle trotz Aufregung im Bett. Bei uns Eltern wird es noch etwas dauern, denn nicht nur für die Kids ist morgen ein großer Tag…
Im Ohr: „Ach Papa, am meisten freue ich mich natürlich auf meine Schultüte!“
Media Monday #376
Wie schnell Wochenenden doch verfliegen, merkt man erst, wenn man nach einem längeren Urlaub wieder im Alltag angekommen ist. Kann es das schon gewesen sein? Vielleicht liegt es auch am herrlichen Spätsommerwetter, doch ich könnte gut und gerne noch eine Woche Freizeit gebrauchen. Schon alleine, um die etlichen Neuzugänge in meiner Sammlung (siehe Foto unten) entsprechend zu bewundern. Welche Filme ich am Wochenende gesehen habe, und noch viel mehr, erfahrt ihr in meinen Antworten auf die aktuellen Fragen des Medienjournals. Viel Spaß! 🙂

- Geschichten aus anderen Epochen sind teils sehr faszinierend, so wie Park Chan-wooks „Die Taschendiebin“, der im Korea der 1930er Jahre während der japanischen Besatzung spielt.
- Zu einem tollen Abenteuerfilm gehören für mich exotische Schauplätze wie beispielsweise in „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“.
- Figuren- und Set-Design bei „Valerian: Die Stadt der tausend Planeten“ sind einfach unvergleichlich/einmalig, schließlich erinnert der Film nicht von ungefähr an „Das fünfte Element“.
- „A Quiet Place“ hat mich regelrecht das Fürchten gelehrt, denn die Prämisse, über Geräusche Horror zu erzeugen, ist gar famos.
- Spiele, die wie interaktive Filme funktionieren oder alternativ Filme, die das spezifische Flair eines Spiels nachzubilden versuchen können durchaus interessant sein. Ich erinnere mich hier an „Under a Killing Moon“ aus dem Jahr 1994 (also schon uralt).
- „Her“ fasziniert mich allein schon von der Prämisse her, dass sich ein Mensch in ein Betriebssystem verliebt.
- Zuletzt habe ich das Musik-Drama „Whiplash“ gesehen und das war absolut mitreißend, weil Regisseur Damien Chazelle jede Note nahezu perfekt trifft.
Ein neues Lieblingsstück der Sammlung (mehr davon auf meinem Instagram-Account):
Run, Fatboy, Run (546)
Nach einem Tag voll Schlemmerei und viel Rumsitzen (die Oma hat ihren Geburtstag nachgefeiert), war bei den Kids und mir der Bewegungsdrang noch groß. Also haben wir uns am Spätnachmittag noch zu einer kurzen Runde aufgemacht:
Distance: 6.43 km
Duration: 00:36:24
Elevation: 52 m
Avg Pace: 5:40 min/km
Avg Speed: 10.60 km/h
Heart Rate: 155 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 529 kcal
2018: 708 km
September: 43 km
Normalerweise nehme ich nur ein Kind zum Laufen mit, da auf zwei Kamikazeradler zu achten nicht immer ganz einfach ist. Auch heute sind wir nur knapp einem Unfall entgangen (der Pfosten ist bestimmt ganz plötzlich auf den Gehsteig gesprungen). Dafür haben wir dann bei einer Seilbahn Halt gemacht, um die Gemüter zu beruhigen. Alles in allem ein netter Lauf, der für ein wenig Puffer gesorgt hat. Die kommende Woche ist nämlich schon wieder irrsinnig voll.
Im Ohr: „Was? Papa! Dann bist du ja fast 30 Jahre älter als ich…“
Whiplash (2014)
Was für ein herrlicher Spätsommertag doch hinter uns liegt: Morgens mit einem Lauf gestartet, haben ich den restlichen Tag im Garten verbracht, Rasen gemäht und mit Nichten, Neffen und den eigenen Kids getobt. Herrlich! Am Abend war ich dann recht durch und habe Ausschau nach einem kompakten Film gehalten – da kam „Whiplash“ mit seinen 107 Minuten gerade recht…

Whiplash (2014) | © SONY PICTURES HOME ENTERTAINMENT GmbH
„There are no two words in the English language more harmful than good job.„
Wow, was für ein intensiver Film. Ich habe schon viel über „Whiplash“ gehört und gelesen, doch mit welcher Kraft Damien Chazelle sein Debüt inszeniert, war dennoch eine Überraschung. Neben dem treibenden Tempo der Schlagzeugsoli, reißen vor allem die beiden Hauptdarsteller J.K. Simmons und Miles Teller mit, die spielen als ginge es um ihr Leben. Im Grunde wird eine recht einfache Geschichte erzählt, die man in jedes Setting hätte packen können. Solche Schüler-Lehrer-Beziehungen kennt vermutlich jeder in abgeschwächter Form, egal ob in der Schule, im Studium oder im Job mit Vorgesetzten. Das Identifikationspotenzial ist groß.
J.K. Simmons‘ Fletcher ist unfassbar in seiner Kompromisslosigkeit. Ein echter Soziopath. Und dennoch kann man Miles Tellers Andrew verstehen. Den geweckten Ehrgeiz. Das Bedürfnis nach Anerkennung. Das ist keine gesunde Beziehung, doch vermutlich ist sie genau deshalb so spannend und mitreißend. Einzig das Finale fand ich ein wenig zu wertend in seiner Aussage. Als wäre Fletchers Ansatz der richtige gewesen. Ich weiß nicht, ob ein anderer Ausstieg aus der Geschichte nicht kraftvoller gewesen wäre, so großartig das finale Schlagzeugsolo auch inszeniert ist.
Fazit
Man kann die Handschrift von Damien Chazelle eindeutig erkennen, ja selbst manche Songs erinnern an „La La Land“, selbst wenn dieser in einem ganz anderen Ton erzählt wird. Mich hat „Whiplash“ wirklich stark beeindruckt und ich kann ihn euch nur ans Herz legen, selbst wenn ihr mit Jazz nicht sonderlich viel anfangen könnt: 8/10 Punkte.
Run, Fatboy, Run (545)
Auch wenn es mir schwer fiel, bin ich heute gleich morgens zum Laufen aufgebrochen. Anfangs wusste ich noch nicht welche Distanz ich angehen werde, doch dann habe ich mich für eine 10-km-Runde entschieden:
Distance: 10.15 km
Duration: 00:56:51
Elevation: 75 m
Avg Pace: 5:35 min/km
Avg Speed: 10.71 km/h
Heart Rate: 160 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 829 kcal
2018: 701 km
September: 36 km
Anfangs war es noch sehr frisch (ca. 9 °C), weshalb ich schneller gelaufen bin, als ich eigentlich wollte. Ab der Hälfte der Strecke ging es dann besser, doch ich war so gut dabei, dass ich das Tempo halten konnte.
Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 133: UTMB
Im zweiten Ohr: blink-182
Die Taschendiebin – OT: Agassi – Extended Cut (2016)
Es hat sich recht spontan ergeben, dass beide Kinder heute außer Haus übernachten. Was also tun? Im Kino läuft zurzeit nichts Interessantes, also sind wir (wie die Rentner um 17:30 Uhr) essen gegangen und waren schon recht bald wieder zu Hause. Viel Zeit für eine passende Abendunterhaltung, weshalb wir uns für die Langfassung von Park Chan-wooks „Die Taschendiebin“ entschieden haben. Spoiler sind zu erwarten.

Die Taschendiebin (2016) | © Koch Media GmbH
Es kommt ganz auf die Perspektive an
Eigentlich weiß man über den Film bereits zu viel, wenn man die Inhaltsbeschreibung auf dem Cover liest. Die erste Wendung ereilt uns unwissende Zuschauer jedoch bereits nach ca. einer halben Stunde, weshalb das noch zu verschmerzen ist. Danach hält uns der Film mit seinen unterschiedlichen Erzählperspektiven jedoch gehörig auf Trab. Ich wurde wirklich mehrfach überrascht und bin trotz der Laufzeit von beinahe drei Stunden stets aufmerksam am Ball geblieben. Inhaltlich ist „Die Taschendiebin“ wahrlich ergiebig. Zusammen mit der eleganten bis pompösen Inszenierung ergibt sich ein faszinierendes Gesamtbild, das beständig zwischen Arthouse und Exploitation schwankt. Zumindest wenn man den Film auf seine Extreme beschränkt. Dazwischen bietet die Geschichte jedoch etliche ergiebige Details, die viel Freude bereiten.
Während der ersten halben Stunde hat sich „Die Taschendiebin“ für mich noch etwas sperrig angefühlt. Eher nach südkoreanischem Kostümdrama als einem mitreißenden Mystery-Drama. Wie bereits in „Oldboy“ begibt sich Park Chan-wook jedoch auch hier schon bald in Abgründe und bereitet seinen Figuren so manch schmerzhaften Moment. Dabei hält der Film für die beiden Hauptcharaktere ein glückliches Ende parat. Das war für mich letztendlich wohl auch die größte Überraschung an „Die Taschendiebin“.
Erotik als fester Bestandteil der Geschichte
Park Chan-wook inszenierte seinen Film ziemlich explizit, gerade was die Sexszenen angeht. Selten hatte ich jedoch das Gefühl, dass diese weniger dem Voyeurismus dienen, als ein essenzieller Bestandteil der Geschichte sind. Die Männer spielen in diesem Film, auch wenn es zu Beginn anders wirken mag, eine eher untergeordnete Rolle. Und sie kommen nie zum Zug, was den sexuellen Befreiungsschlag der beiden Protagonistinnen in der Mitte des Films umso eindringlicher wirken lässt. Neben seiner erotischen Komponente, besitzt der Film auch Humor, viel Drama und lässt uns Zuschauer an mehreren Mysterien teilhaben. Eine sehr ungewöhnliche Mischung, gerade wenn man, wie ich, eher Hollywood-Kino gewöhnt ist.
Fazit
Trotz seiner Andersartigkeit, oder gerade deshalb, konnte mich „Die Taschendiebin“ in vielerlei Hinsicht überraschen. Der Genremix ist ziemlich unvergleichlich und führt nicht nur seine Charaktere auf die falschen Fährten. Umso erstaunlicher, dass sich der Film zu keiner Sekunde zäh oder langatmig anfühlt. Für mich ein wahrlich besonderes Filmerlebnis, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird: 9/10 Punkte.
Run, Fatboy, Run (544)
Ich bin wieder vollständig in der Arbeit angekommen, habe mich durch 1382 E-Mails gewühlt und erste Problemchen beseitigt. Dennoch merkt man, dass es immer noch Urlaubszeit ist. Früh bin ich kurz nach 7 Uhr im Büro und kann somit entsprechend zeitig gehen, was uns noch zwei Nachmittage im Freibad beschert hat. Spaßig und anstrengend zugleich. Heute hätte ich danach nichts mehr gebraucht, doch ein Lauf stand fest auf dem Plan:
Distance: 6.29 km
Duration: 00:35:37
Elevation: 47 m
Avg Pace: 5:40 min/km
Avg Speed: 10.60 km/h
Heart Rate: 158 bpm
Stride Frequency: 147 spm
Energy: 537 kcal
2018: 691 km
September: 26 km
Da ich schon vor dem Lauf merkte, dass ich eigentlich durch bin, habe ich bewusst eine kurze Runde gewählt. Normalerweise laufe ich diese nur im Winter, doch sie funktioniert auch im Spätsommer. Warum auch nicht. Die Zeit ist durchschittlich und ich hätte bei dem Tempo danach eigentlich noch fitter sein müssen. Beim nächsten Mal vielleicht wieder…
Die 5 besten Filme, die vor meiner Geburt erschienen sind
Heute fragt Gorana in Die 5 BESTEN am DONNERSTAG nach den fünf besten Filmen aus der Zeit vor unserer Geburt. Seit letzter Woche muss ich da noch ein Jahr weiter zurückgehen und komme mir dabei unglaublich alt vor. Umso schöner, dass die unten genannten Filme immer noch so frisch sind, wie am ersten Tag… 🙂

Das Thema für Ausgabe #104 lautet:
Die 5 besten Filme, die vor meiner Geburt erschienen sind
- „Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979) – Für mich nach wie vor eine der intensivsten Filmerfahrungen, die man haben kann.
- „Der Pate“ (1972) – Der archetypische Gangsterfilm hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt. Großartig!
- „Der Zauberer von Oz“ (1939) – Angefangen bei den Songs bis hin zur farbenfrohen Inszenierung. Selbst fast 80 Jahre nach seiner Entstehung immer noch unfassbar unterhaltsam.
- „Die glorreichen Sieben“ (1960) – Vermutlich mein Lieblingswestern mit einem fantastischen Score, tollen Schauspielern und famosen Bildern. Und dann noch ein Remake. Unfassbar.
- „Mary Poppins“ (1964) – Bereits das zweite Musical in dieser Liste, das ich aufgrund seiner Songs und seiner wunderbaren Inszenierung liebe. Dazu Disney-Magie und fertig ist der Klassiker!
Run, Fatboy, Run (543)
Heute ist mein letzter Urlaubstag nach einem famosen Urlaub an der Nordsee sowie einer entspannten Woche zu Hause. Ich werde an solchen Tagen immer etwas (meine Frau würde sagen extrem) wehmütig. Die schönste Zeit des Jahres ist vorbei und morgen warten x-tausend E-Mails, begonnene Projekte usw. auf mich. Um die Wehmut nicht zu groß werden zu lassen, haben wir den Tag heute entsprechend vollgepackt: Wir haben unseren schönen Nürnberger Tiergarten besucht und sind danach am späten Nachmittag noch ins Freibad geradelt. Ein Lauf durfte zum Abschluss natürlich auch nicht fehlen:
Distance: 10.26 km
Duration: 00:56:52
Elevation: 89 m
Avg Pace: 5:32 min/km
Avg Speed: 10.83 km/h
Heart Rate: 158 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 861 kcal
Ich wollte zwar 10 km laufen, doch nicht meine übliche Runde. Also habe ich den schönen Weg über die Felder genommen, den ich viel zu selten laufe. Ich war deutlich schneller unterwegs als ich eigentlich geplant hatte, aber ich wollte mich heute auch nicht bremsen. Wer weiß, wann ich das nächste Mal zum Laufen komme? Vermutlich früher als ich jetzt noch befürchte… 😉





