Searching (2018)

Der zweite Tag des langen Wochenendes ist bereits vorbei. Nachmittags haben die Kids und ich Räder geputzt und gegen Abend bin ich mit dem Zwergofanten noch zu einem Erkundungsspaziergang in den Wald aufgebrochen. Nach dem Abendessen gab es noch eine kurze Runde Xbox und im Anschluss haben wir die Kids zu ihrem selbst erwählten Nachtlager auf dem Dachboden gebracht. Somit war es bereits kurz vor 21 Uhr, bis wir mit „Searching“ einen Film in den Player geschoben haben… 💻👨‍💻

Searching (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Searching (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Die Form steht hier (zurecht!) im Mittelpunkt

Ich hatte im Vorfeld meiner Sichtung schon viel Gutes über „Searching“ gelesen. Dennoch war ich sehr skeptisch, ob mich ein gesamter Film, der nur über Geschehnisse am Bildschirm erzählt wird, packen können würde. Dies hat Regisseur Aneesh Chaganty jedoch gekonnt aufgelöst, indem er uns in den ersten 10 Minuten durch das Leben von Familie Kim inklusive aller Lebenshöhepunkte und Schicksalsschläge führt. Emotional unfassbar stark und ich musste, trotz des unterschiedlichen Genres und einer komplett anderen Inszenierung, an die ersten Minuten aus Pixars famosem „Oben“ denken. Auch im weiteren Verlauf ist die ungewöhnliche Form nicht störend, sondern eher spannend. Und unglaublich immersiv. Dies habe ich vor allem nach dem Film gemerkt, als ich mich selbst an den Computer gesetzt habe. Sofort war dieses vertraute Gefühl wieder da. Wirklich sehr stark eingefangen.

Inhaltlich erleben wir eine ziemlich klassische Kriminalgeschichte, die mit der einen oder anderen Wendung zu überraschen weiß. Auch wenn diese teils ein wenig an den Haaren herbeigezogen wirkt, so gibt es für jedes Setup doch ein Payoff und die Details passen wie Puzzle-Teile zusammen. Dennoch ist die Form des Film zweifellos das Element, was ihn so besonders macht. Und ja, ich bin wirklich begeistert. Oft wird über mangelnde Innovation gejammert und „Searching“ ist innovativ. Und nicht nur das, er ist auch smart erzählt. Wenn der Vater (gespielt von John Cho) eine Nachricht wieder löscht und umformuliert, dann sagt das unglaublich viel über die Figur und ihre Beziehung zum Empfänger bzw. der Empfängerin aus. Man merkt dem Film an, dass sich die Autoren und der Regisseur viel Mühe gegeben und auf die Details geachtet haben. Sehr beeindruckend.

Fazit

Ich hätte nicht vermutet, dass mich „Searching“ so komplett begeistern würde. Auch wenn im Grunde nur eine teils übertriebene Kriminalgeschichte erzählt wird, so hat man die Umsetzung in dieser Art und Weise noch nicht gesehen. Einfach nur famose Unterhaltung: 9/10 Punkte.

Downton Abbey (2019)

Nach einem verdienten freien Tag, an dem es eigentlich gar nichts zu tun gab, ich aber irgendwie doch die ganze Zeit am rennen war, sind wir abends recht spät aufs Sofa gekommen. Deshalb wollte ich mich auch nicht mit der Filmwahl aufhalten und habe direkt „Downton Abbey“ in den Player geschoben. Die Serie hatten wir erst vor knapp zwei Wochen beendet und ja, es hat sich angefühlt, wie nach Hause zu kommen… 🏰

Downton Abbey (2019) | © Universal Pictures Germany GmbH

Downton Abbey (2019) | © Universal Pictures Germany GmbH

Wie eine übergroßes Weihnachts-Special

Schon während der ersten Klänge des Scores hatte ich eine Gänsehaut. Diese hat sich gesteigert, bis zum ersten Mal das Anwesen selbst in einer wunderschönen Kamerafahrt ins Bild kam. Hach. Einfach nur toll! Der Rahmen der Handlung, dass die die britische Monarchie zu Gast auf Downton Abbey sein würde, war perfekt gewählt, um das Leben der Figuren ordentlich aufzuwirbeln. Dabei hat man es tatsächlich geschafft, den gesamten Cast wieder zusammenzutrommeln und zwar sowohl oben als auch unten. Dabei entwickeln sich die Figuren weiter und ich habe mich speziell für Thomas Barrow gefreut, der zum ersten Mal seit Beginn der Serie ein wenig persönliches Glück erfährt. Doch auch viele andere Figuren (z.B. Violet Crawley oder Tom Branson) werden konsequent weitererzählt. Das mochte ich sehr.

Insgesamt sollte man von „Downton Abbey“, dem Film, aber nicht erwarten, dass er etwas anderes wäre als eine Sonderfolge der Serie. Er fühlt sich an wie ein noch einmal pompöseres Weihnachts-Special, was ich aber nicht schlimm finde. Wie sollte er auch etwas komplett Neues erzählen? Ich habe diese Rückkehr nach Downton Abbey auf jeden Fall sehr genossen und würde mich auch sehr über eine Fortsetzung freuen. Als wir den letzten Blick auf das Anwesen geworfen haben, war ich sogar ein wenig traurig, denn im Gegensatz zum Finale der Serie, gibt es aktuell kein weiteres Kapitel. Der Film im Regal (in einer wunderschönen Edition, siehe Foto unten) war immer noch das Versprechen einer baldigen Rückkehr:

Fazit

Vermutlich werden sich ohnehin nur Fans der Serie an den Film „Downton Abbey“ heranwagen. Und diese werden keinesfalls enttäuscht sein. Ich hatte enorm viel Spaß, den liebgewonnen Figuren erneut einen Besuch abzustatten. Deshalb gibt es von mir komplett subjektive 9/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (694)

Das war irgendwie keine gute Nacht. Lange umhergewälzt und dann irgendwann nach zwei Uhr endlich eingeschlafen. Entsprechend schwer bin ich heute aus dem Bett gekommen. Und dann hatte ich mir noch vorgenommen zu laufen. Die Motivation hielt sich in Grenzen, aber natürlich bin ich dennoch raus… 🙄

Dunkle Wolken über dem Alten Kanal

Dunkle Wolken über dem Alten Kanal

Distance: 13.26 km
Duration: 01:18:43
Elevation: 198 m
Avg Pace: 5:55 min/km
Avg Speed: 10.1 km/h
Heart Rate: 165 bpm
Stride Frequency: 153 spm
Energy: 1126 kcal

2020: 408 km
Mai: 13 km

Nachdem ich den letzten Lauf am Alten Kanal genossen hatte, wollte ich mir heute ein wenig weiter vorne einen neuen Zugang zum Kanal suchen. Im Idealfall nicht an der Straße entlang, sondern über die Felder. Gesagt, getan. Leider hörte der Weg irgendwann auf und ich stand im Wald und musste durch Matsch und über umgestürzte Bäume klettern, bis ich wieder einigermaßen festen Boden unter den Füßen hatte. Also leider kein geeigneter Zugang, doch es gibt noch eine weitere Alternative, die ich demnächst einmal testen werde. Ansonsten war es ein guter Lauf, ich bin zuvorkommenden Hundehaltern begegnet, worüber ich mich sehr gefreut habe, und war am Ende ziemlich platt. Eben so wie es nach knapp 200 Höhenmetern sein muss. Ein gelungener Einstieg in den Mai. 😅

Im ersten Ohr: Sneakpod #626 – Betonrausch
Im zweiten Ohr: The Wohlstandskinder

Fünf Freunde (2012)

Hatte diese Arbeitswoche wirklich nur vier Tage? Mir kam sie mindestens doppelt so lang vor. Die Emotionen sind teils hoch gekocht und ich bin einfach nur noch durch. Somit habe ich mich auch auf den Filmabend mit der Familie gefreut, für den wir kurzentschlossen „Fünf Freunde“ auf Prime Video ausgewählt haben. Der Zwergofant war zunächst nicht begeistert, doch letztendlich hatten wir alle viel Spaß… 🚲🐶

Fünf Freunde (2012) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde (2012) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ein wunderbar kindgerechtes Abenteuer

Meine Kinder lieben es, „Die drei ??? (Kids)“ auf CD oder via Streaming zu hören. Ich dagegen habe als Kind nur „TKKG“ (eher selten) oder „Fünf Freunde“ (sehr häufig) gehört. Natürlich nicht auf CD, sondern MC (auch bekannt als Kassette). Noch heute befinden sich davon etliche im Keller, leider ohne passendes Abspielgerät. Ich habe die Abenteuer-Geschichten von Enid Blyton geliebt und auch ihre Bücher, wie z.B. „Das Tal der Abenteuer“, verschlungen. TV-Adaptionen ihrer Werke habe ich als Kind jedoch nie gesehen. Somit war ich gespannt auf die moderne Verfilmung, gerade auch weil es eine deutsche Produktion ist. Tatsächlich funktioniert die Verlagerung an die norddeutsche Küste recht gut. Nur seltsam, dass alle Figuren dennoch englische Namen haben.

„Fünf Freunde“ ist ein absolut kindgerechtes Abenteuer, das auch erfrischend wenig amerikanisiert wurde. Erinnerungen an „Die Goonies“ oder „Stand by Me“ werden also eher nicht wach. Doch das macht nichts, denn das Gefühl der Hörspiele wird gekonnt eingefangen. Die Spannung ist genau auf einem solchen Level, dass die Kinder sich in das Sofa gekrallt und beim erlösenden Lacher sichtlich aufgeatmet haben. Eben ein wahrhaftiger Kinderfilm. Und das muss ja nichts Schlechtes sein.

Fazit

Nachdem ich zu Beginn durchaus ein wenig skeptisch war, habe ich Gefallen an „Fünf Freunde“ gefunden. Auch der Zwergofant und das Zappelinchen waren begeistert und somit dürften die nächsten Filmabende mit der ganzen Familie bereits verplant sein: 7/10 Punkte.

Die 5 besten Filmdramen

Nach den fünf besten Fantasy-Filmen geht es bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG heute um die besten Filmdramen. Ein Genre, das äußerst weit gefächert ist, weshalb mir die Wahl nicht leicht fiel. Dennoch habe ich fünf Lieblingsfilme herausgepickt und bin schon gespannt auf eure Listen… 🙂

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #173

Das Thema für Ausgabe #173 lautet:

Die 5 besten Filmdramen

  1. „Absolute Giganten“ (1999) – Nicht nur eines meiner liebsten Dramen, sondern auch einer der besten deutschen Filme. Für mich vermutlich sogar der beste. Noch vor Sebastian Schippers großem Erfolg „Victoria“ hat der Regisseur hier einen der wohl schönsten Coming-of-Age-Filme inszeniert.
  2. „Almost Famous“ (2000) – Vermutlich eher ein Musikfilm, denn ein klassisches Drama. Aber die Geschichte besitzt auch etliche dramatische Elemente, so dass sein Platz auf dieser Liste definitiv berechtigt ist.
  3. „Arrival“ (2016) – Auch Denis Villeneuves Film wird wohl eher dem Sci-Fi-Genre zugerechnet, doch im Grunde ist er ein Drama. Und was für eines. Hier bleibt kein Augen trocken.
  4. „Beautiful Girls“ (1996) – Schon wieder Coming-of-Age aus den 1990er Jahren. Dieses Mal geht es, so wie auch im nächsten Film, in eine US-amerikanische Kleinstadt, in der Mittzwanziger zu sich selbst finden.
  5. „Nobody’s Fool: Auf Dauer unwiderstehlich“ (1994) – Dieser Klassiker mit Paul Newman wirkt wie der stilistische Zwilling von „Beautiful Girls“, denn die Atmosphäre beider Filme ähnelt sich sehr stark. Und das ist für beide Werke ein großes Lob.

Run, Fatboy, Run (693)

Heute habe ich mich nicht nach laufen gefühlt. Viele Termine, schwere Beine und überhaupt hatte ich keine Lust raus zu gehen. Zudem hat es noch geregnet. Aber als Läufer läuft man halt, wenn man es sich vorgenommen hat. Also schnell raus, laufen, duschen und nach 75 Minuten wieder am Rechner sitzen… 😅

Heute einmal wieder ein Lauf im Regen...

Heute einmal wieder ein Lauf im Regen…

Distance: 7.04 km
Duration: 00:38:43
Elevation: 42 m
Avg Pace: 5:30 min/km
Avg Speed: 10.9 km/h
Heart Rate: 162 bpm
Stride Frequency: 152 spm
Energy: 592 kcal

2020: 395 km
April: 142 km

Mit dem heutigen Lauf habe ich auch meinen letzte Aktivität im April absolviert und stehe somit bei 142 km. Das ist nun sogar mein bester Laufmonat überhaupt (bisher war es der Juni 2018 mit 141 km). Habe ich mich damit übernommen? Meinen Fuß spüre ich manchmal wieder heftiger, allerdings nicht so schlimm als dass ein Tag Pause nicht ausreichen würde. So oder so bin ich sehr gespannt, wie mein Sportjahr 2020 weitergehen wird. Die Radfahrten ins Büro fallen momentan ja leider weg.

Im ersten Ohr: Sneakpod #625 – Rocketman
Im zweiten Ohr: The Wohlstandskinder

Run, Fatboy, Run (692)

Aufgrund eines recht vollen Arbeitstages, bin ich heute Mittag weder zum Spazieren noch zum Laufen gekommen. Also habe ich mich abends nach der Arbeit auf den Weg gemacht. Und zwar eine neue Laufstrecke mitten durch den Wald… 🌲🌳🌲

Heute einfach mal wild durch den Wald gerannt...

Heute einfach mal wild durch den Wald gerannt…

Distance: 7.44 km
Duration: 00:40:57
Elevation: 103 m
Avg Pace: 5:30 min/km
Avg Speed: 10.9 km/h
Heart Rate: 162 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 617 kcal

2020: 388 km
April: 135 km

Eigentlich wollte ich wieder einen richtig schnellen Lauf angehen. Mit 5:10er Pace auf den ersten Kilometern bin ich dann auch flott gestartet, doch dieses Tempo konnte ich spätestens ab den ersten Steigungen (immerhin gut 100 Höhenmeter auf 7 km) nicht mehr halten. Am Ende war ich ziemlich K.O. und dennoch froh, noch draußen gewesen zu sein. 😅

Im ersten Ohr: Sneakpod #625 – Rocketman
Im zweiten Ohr: The Wohlstandskinder

Media Monday #461

Die siebte Home-Office-Woche steht vor der Tür. Meine Lust hält sich in Grenzen, doch immerhin ist es eine kurze Woche mit Feiertag am Freitag und ich werde hoffentlich ein paar Themen voranbringen bzw. abschließen können. Leider soll das momentan famose Wetter umschlagen, was ich gar nicht gut finde, denn die täglichen Spaziergänge, Läufe oder Radtouren retten mich (bzw. meine Familie) gerade durch diese schwierige Zeit. Aber uns wird schon etwas einfallen. Nun gibt es mit den Fragen des Medienjournals jedoch erst einmal einen medialen Wochenrückblick. Viel Spaß damit und bleibt gesund! 💙💚💛

Media Monday #461

  1. Ich glaube die meiste Zeit verbringe ich im Moment damit, zu arbeiten und davon geht wohl die meiste Zeit für Teams- oder Zoom-Calls drauf.
  2. In Zeiten geschlossener Kinos und verschobener Starts bedeutet das immense – und oftmals kostenlos zu testende – Streaming-Angebot der diversen Anbieter für mich doch einmal in der virtuellen Videothek zuzugreifen, so wie am Samstag erst mit Luc Bessons „Lucy“ geschehen.
  3. Nun, da es die Zeit erlaubt, bin ich schlussendlich schwach geworden und habe die komplette Serie „Downton Abbey“ wohl noch schneller geschaut, als wenn auch mal ein Abend dabei gewesen wäre, den wir außerhalb unserer vier Wände verbracht hätten.
  4. Ginge es nach mir, dürfte das Tragen einer Maske kein sich etablierender Fashion-Trend werden (siehe Foto unten); da es aber sinnvoll ist und die Ausbreitung des Coronavirus zu verringern hilft, werde auch ich in entsprechenden Situationen natürlich eine Maske anlegen. 😷
  5. Sich online zum gemeinsamen Filmeschauen zu verabreden macht für mich nur wenig Sinn, da ich Filme ohnehin am liebsten mit meiner Familie schaue, so wie am Freitag den Kurzfilm „Sanjay’s Super Team“ gefolgt vom Hauptfilm „Arlo & Spot“, der uns ausnahmslos gut gefallen hat.
  6. Bereits mittags laufen zu gehen ist auch so etwas, wozu ich sonst – wenn überhaupt – nur im Urlaub Zeit finde, denn normalerweise sitze ich ja um diese Zeit in der Arbeit.
  7. Zuletzt habe ich mich mit meiner Familie auf eine ca. 32 km lange Radtour begeben und das war ein tolles Erlebnis, weil wir neue Wege in der wunderschönen Landschaft um uns herum entdeckt haben.

Eine Playmobil-Maske, bei der man einfach ein Taschentuch als Filter einlegen kann (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Ride, Fatboy, Ride (038)

Aufgrund der aktuellen Situation achten wir noch mehr als sonst darauf, dass wir uns ausreichend bewegen. Und dass wir trotz allem schöne Erinnerungen sammeln. Somit war eine längere Radtour für heute fest eingeplant. Die Strecke hatte ich gestern via Komoot grob vorgeplant, was sich auch als sinnvoll herausgestellt hat. Wenn ich die Navigation komplett genutzt hätte, wäre uns die eine oder andere Sackgasse wohl erspart geblieben. Aber auch das war eben Teil dieses Abenteuers… 🚲

An dieser Stelle waren wird schon fast wieder am Ziel angekommen...

An dieser Stelle waren wird schon fast wieder am Ziel angekommen…

Distance: 32.48 km
Duration: 02:18:09
Elevation: 369 m
Avg Pace: 4:15 min/km
Avg Speed: 14.11 km/h
Heart Rate: 115 bpm
Energy: 971 kcal

2020: 119 km
April: 74 km

An den im April gesammelten Kilometern seht ihr, dass wir in letzter Zeit mal öfter mit dem Rad unterwegs waren. Allerdings sind das meist keine großen Radtouren, weshalb sich nicht jedes Mal ein extra Blogartikel lohnt. Heute waren wir jedoch wieder einmal richtig lange unterwegs. Schaut mal auf die Höhenmeter! Die Kinder haben ordentlich geschwitzt und waren dabei wirklich tapfer (auch wenn wir sie teils wirklich antreiben mussten). Insgesamt ein wirklich schöner Ausflug. 🌞

Im Ohr: „Papa, ich kann keinen Meter mehr fahren…“

Lucy (2014)

Nach einem vollen Samstag, den ich komplett draußen (erst ein langer Lauf, dann Rasenmähen und schließlich auf der Terrasse lesen) verbracht habe, sind wir abends erst spät auf das Sofa gekommen. Da wir auch schon recht müde waren, haben wir die Sichtung des „Downton Abbey“-Kinofilms verschoben und spontan „Lucy“ auf Prime Video eingeschaltet. Der Film hat mich schon immer gereizt, aber nie so sehr, als dass ich ihn mir hätte kaufen wollen… 🙅‍♀️🤷‍♀️🤦‍♀️

Lucy (2014) | © Universal Pictures Germany GmbH

Lucy (2014) | © Universal Pictures Germany GmbH

Kurzweiliger Action-Unfug von Luc Besson

Ich mag es sehr, wie schnell der Film zum Punkt kommt. Luc Besson hält sich nicht groß mit der Exposition auf, sondern schmeißt uns zusammen mit Hauptfigur Lucy direkt ins Geschehen. Der Film besitzt eine solch kinetische Energie, dass es eine wahre Freude ist. Dabei ist diese Art der Inszenierung nicht neu und ich musste an andere Produktionen des Regisseurs, wie z.B. „Taxi“ oder „Unleashed“, denken. Hier hat er jedoch einmal wieder selbst Regie geführt und das hat er wahrlich nicht verlernt. Die Action knallt und ist ziemlich direkt. Wie dieser recht gewalttätige Film zu einer FSK-12-Freigabe gekommen ist? Mal wieder eine äußerst fragwürdige Entscheidung.

Doch was hat der Film inhaltlich zu bieten? Die Prämisse rund um eine neue Droge, welche es ermöglicht, ungenutzte Areale des Gehirns zu nutzen, ist durchaus interessant und hat mich ein wenig an „Ohne Limit“ mit Bradley Cooper erinnert. Nur eben nicht als Thriller, sondern als völlig übertriebenen Action-Trip umgesetzt. Gerade im letzten Drittel dreht Luc Bessons Geschichte völlig ab, was durchaus unterhaltsam ist, aber dem Film das letzte Quäntchen Erdung nimmt. Glücklicherweise war mit Scarlett Johansson eine mehr als talentierte Schauspielerin am Steuer, wodurch der B-Movie-Plot nicht völlig ins Lächerliche abdriftet.

Fazit

Ich hatte viel Spaß während der ersten Stunde von „Lucy“. Danach dreht die Geschichte ein wenig zu sehr auf, was es für meinen Geschmack gar nicht gebraucht hätte. Kann man sich als Freund des französischen Action-Regisseurs aber dennoch gut anschauen: 6/10 Punkte.