Media Monday #602

Kaum habe ich noch frohe Weihnachten in die Runde geschrieben, sind die zwei Wochen Urlaub auch schon wieder vorbei. Gerade hätte die Entspannung eingesetzt und schon geht es wieder los mit Arbeit, Schule und sonstigen Verpflichtungen. Ist normal und jedes Jahr so, doch ein wenig mehr Freizeit wäre schon wünschenswert gewesen. Zur Routine gehören auch die Fragen des Medienjournals, die ich natürlich auch im Jahr 2023 fleißig beantworten möchte. In diesem Sinne wünsche ich euch einen gelungenen Wochenstart! 🙂

Media Monday #602

  1. Was ich dieses Jahr anders machen würde: Nicht mitten im Sommerurlaub Corona bekommen.
  2. Gäbe es nur die Möglichkeit, um wieder schmerzfrei laufen zu können, das wäre wundervoll! Immerhin habe ich es letzte Woche auf sechs Läufe gebracht, wenn auch nicht ohne Schmerzen.
  3. Der neueste Disney-Film „Strange World“ ist in der Hinsicht bahnbrechend, dass er einen offen schwulen Charakter hat und das für alle anderen Figuren ganz normal ist. Fand ich toll, wie den gesamten Film (diverser Cast, starke Botschaft und dennoch leider ein Flop).
  4. Filme von oder mit Jordan Peele haben einen ganz eigenen Stil, wie auch „Nope“ gezeigt hat.
  5. Jack Black ist für mich eigentlich ein Garant dafür, dass der Film doch recht unterhaltsam ist, wie auch „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ beweist.
  6. Es wäre regelrecht typisch, wenn ich die tolle Sammlerausgabe von Arrow Video zu einem meiner Lieblingsfilme (siehe Foto unten) verpasst hätte. Glücklicherweise konnte ich jedoch noch eine Ausgabe ergattern.
  7. Zuletzt habe ich den letzten Teil meiner Jahresrückblicke geschrieben und das war „Jahresrückblick Teil 4: Analyse und Interpretation meiner Blog-Statistik 2022“, weil ich es spannend finde, mindestens einmal im Jahr genauer auf meine Blog-Zahlen zu schauen.

Diese Veröffentlichung von „True Romance“ (Bilder lassen sich durchklicken) ist das neueste Schmuckstück in meiner Sammlung (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (1420)

Der letzte freie Tag. Ich kann und mag das noch gar nicht wirklich glauben. Deshalb bin ich letzte Nacht wohl auch erst gegen 2:30 Uhr ins Bett gekommen und habe viel zu wenig geschlafen. Dennoch war ich morgens direkt im Folterkeller und danach gleich noch eine Runde laufen. 🏃‍♂️

Die erste Laufwoche des Jahres endet mit 51 km und Regen

Die erste Laufwoche des Jahres endet mit 51 km und Regen

Distanz: 7.33 km
Zeit: 00:43:14
Anstieg: 63 m
Ø Pace: 5:54 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.2 km/h
Ø Herzfrequenz: 149 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: 7.2 °C
Kalorien: 528 kcal

2023: 62 km
Januar: 62 km
KW 1: 51 km

Somit habe ich zum ersten Mal seit Anfang Oktober die 50 Kilometer in der Woche geknackt. Schon verrückt. Vor einem halben Jahr war das noch die Minimaldistanz und ich war eher 60-70 km unterwegs. Aber so ändern sich eben die Zeiten.

Im ersten Ohr: Sneakpod #753 – Wendell & Wild
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Jumanji: Willkommen im Dschungel – OT: Jumanji: Welcome to the Jungle (2017) (WS1)

Der vorletzte Urlaubstag ist vorbei und er war noch einmal richtig vollgestopft: Ich war laufen, habe den Weihnachtsbaum abgebaut, die Außenbeleuchtung abmontiert und war Spielleiter im ersten Rollenspiel der Kinder. Abends wollte ich noch unbedingt einen Filmabend veranstalten; zum Abschluss der Ferien. Da den Kids kürzlich der 1995er „Jumanji“ so gut gefallen hat, wanderte direkt „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ in den Player. 🐍💎

Jumanji: Willkommen im Dschungel (2017) | © Sony Pictures Home Entertainment

Jumanji: Willkommen im Dschungel (2017) | © Sony Pictures Home Entertainment

Erneut ein extrem unterhaltsames Reboot

Meine letzte Sichtung von „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ liegt ziemlich genau zwei Jahre zurück. Damals hatte ich schon vermutet, mit den Kindern einmal wieder das Original sehen zu wollen. Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass wir danach auch das Reboot wieder angehen würden. Die Kinder haben es sich aber gewünscht und auch ich hatte wieder Lust darauf. Tatsächlich hat mir der Film bei der zweiten Sichtung noch einmal besser gefallen. Trotz Synchro. Wer hätte das gedacht? Vermutlich liegt es an der Begeisterung der Kinder, die teils wirklich gejohlt haben vor Freude. Sei es die Teenie-Romanze oder der Videospiel-Aspekt. Ist eben näher an der Zielgruppe dran, auch wenn sowohl das Zappelinchen sowie der Zwergofant das Original sehr mochten.

Bei meiner damaligen Besprechung bin ich mit der Tatsache, dass es sich hierbei um ein Reboot handelt, härter ins Gericht gegangen. Dieses Mal hat es mich nicht sonderlich gestört bzw. war ich eher angetan, wie viel Mühe man sich gegeben hat einerseits neue Elemente zu etablieren und andererseits dem Original Tribut zu zollen. Letztendlich macht „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ einfach extrem viel Spaß. Der Twist auf das Original ist durchaus innovativ und führt das Franchise erfolgreich ins Heute, selbst wenn die Actionsequenzen teils selbst an ein Videospiel erinnern.

Fazit

Für mich war „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ der perfekte Film zum Urlaubsende. Eskapismus ist manchmal eben doch wichtig. Auch die Kinder waren begeistert. Speziell das Zappelinchen hat sich richtig in den Film verliebt. Ich freue mich nun bereits auf den kommenden Filmabend am Ende der ersten Arbeitswoche des Jahres. Dann geht es zurück nach Jumanji8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1419)

Schon der fünfte Lauf diese Woche. So unvernünftig! Und ja, die Wade zetert schon. Während des Laufens ist sie aber meist still. Eine gefährliche Kombination. Aber nächste Woche wird die Zeit für Sport eh auf ein Minimum schrumpfen. Insofern sehe ich es als vorgezogenes Kilometer machen. 😬

Heute wollte ich es nochmal wissen

Heute wollte ich es nochmal wissen

Distanz: 8.30 km
Zeit: 00:50:05
Anstieg: 65 m
Ø Pace: 6:02 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.9 km/h
Ø Herzfrequenz: 154 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 8.9 °C
Kalorien: 644 kcal

2023: 55 km
Januar: 55 km
KW 1: 44 km

Ich hatte heute keine Lust auf die gleichen Strecken in der Umgebung und bin deshalb an der Straße gelaufen. Dann kam noch die Sonne raus. War ganz schön. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 291: Robin Siegert
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Run, Fatboy, Run (1418)

Die letzten Urlaubstage brechen an. Jetzt gerade würde die Entspannung langsam einsetzen. Aber das ist ja irgendwie immer so. Ich erlaube es mir noch unvernünftig zu sein und gehe entgegen meiner Planungen zu häufig laufen. Aber ich trinke und esse momentan auch zu viel. Soll ja ausgeglichen sein. 🏃‍♂️

Ein weiterer Regenlauf

Ein weiterer Regenlauf

Distanz: 8.52 km
Zeit: 00:49:51
Anstieg: 65 m
Ø Pace: 5:51 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.3 km/h
Ø Herzfrequenz: 160 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 10.0 °C
Kalorien: 676 kcal

2023: 47 km
Januar: 47 km
KW 1: 36 km

Es hat wieder geregnet, doch das stört mich nicht. Der Lauf hat gut getan. Heute Nachmittag geht es auf einen weiteren Geburtstag, d.h. es wird wieder geschlemmt. Morgen ein weiterer Lauf? 😬

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 291: Robin Siegert
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, The Weakerthans

Run, Fatboy, Run (1417)

Das Krafttraining gestern war wohl zu viel und mir schmerzt der gesamte Rücken. Da habe ich mich vermutlich verhoben. Heute stand eh ein Lauf auf dem Programm und somit habe ich mich im leichten Regen aufgemacht. 🏃‍♂️

Regnerischer Mittagslauf

Regnerischer Mittagslauf

Distanz: 11.34 km
Zeit: 01:08:20
Anstieg: 76 m
Ø Pace: 6:02 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.0 km/h
Ø Herzfrequenz: 157 bpm
Ø Schrittfrequenz: 152 spm
Temperatur: 10.0 °C
Kalorien: 905 kcal

2023: 38 km
Januar: 38 km
KW 1: 27 km

Mein Tagesrhythmus ist momentan wirklich kaputt. Ich komme selten vor 2 Uhr morgens ins Bett und schlafe meist bis 10 Uhr. Die Nächte sind von viel zu viel Alkohol, Süßkram und salzigen Snacks geprägt. Wird Zeit, dass der Urlaub vorbei ist. 😅

Im ersten Ohr: Nerdtalk Sendung 618 – Multivers-Transfluide Schatten
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Frank Turner

Top 5 beste Filme, die ich 2022 (zum ersten Mal) gesehen habe

Wir lassen die Weihnachtswochen bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG hinter uns und wenden uns im Januar den Best-of-Listen des Jahres 2022 zu. Den Start machen die besten Filme, die ich 2022 gesehen habe. Um mich nicht zu sehr zu wiederholen, habe ich mir nur Filme ausgesucht, die ich 2022 zum ersten Mal gesehen habe. Diese und weitere Einblicke bekommt ihr auch im Jahresrückblick zu meinem Filmjahr 2022. Schaut gerne vorbei. 🎥

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #293 | © Passion of Arts Design, Marvel, Disney, 20th Century Fox, BBC

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #293 | © Passion of Arts Design, Marvel, Disney, 20th Century Fox, BBC

Das Thema für Ausgabe #293 lautet:

Top 5 beste Filme, die ich 2022 (zum ersten Mal) gesehen habe

  1. „Avatar: The Way of Water“ (2022) – Ein bombastisches Kinoerlebnis, das man auch im Kino sehen sollte. Inhaltlich mag ich die Welt von Pandora und auch die Sully-Großfamilie ist mir ans Herz gewachsen. Immer haarscharf am Ethnokitsch vorbei, dennoch mit sinnvoller Botschaft und einem fantastischen Look. James Cameron hat es immer noch drauf. (Gesehen am 29. Dezember 2022)
  2. „Encanto“ (2021) – Auch wenn ich es nicht erwartet hätte, so war „Encanto“ für mich doch das erste Filmhighlight des Jahres. Im Originalton hätte er mir vermutlich noch etwas besser gefallen, doch auch in der Synchro konnte er mich, und vor allem die Kids, restlos überzeugen. Ein großes, buntes Vergnügen. (Gesehen am 3. Januar 2022)
  3. „Hamilton“ (2020) – Mich hat „Hamilton“ genauso begeistert, wie die meisten anderen Zuschauer*innen, die sich dem Musical zugewandt haben. Auch die formale Präsentation war für mich genau die richtige und ich bin gespannt, ob aufgrund des Erfolgs noch irgendwann eine filmischen Adaption folgen wird. Sollte Lin-Manuel Miranda involviert sein, würde ich auf jeden Fall reinschauen, denn er Mann ist einfach ein Künstler. (Gesehen am 5. Februar 2022)
  4. „Rot“ (2022) – „Rot“ ist anders, als die meisten anderen Animationsfilme von Pixar. Der Film hat mich berührt und auch zum Nachdenken gebracht. Wenn in den nächsten Tagen der rote Panda einmal wieder aus dem Zappelinchen herausbricht, dann werde ich vielleicht nachsichtiger sein. Auf jeden Fall eine dicke Empfehlung. (Gesehen am 11. März 2022)
  5. „The Empty Man“ (2020) – „The Empty Man“ beschreitet ungewöhnliche Pfade und ich kann den Film allen, zumindest ein wenig am Horrorkino interessierten Zuschauer*innen, nur ans Herz legen. Definitiv kein Film, der sich leicht in eine Schublade stecken lässt. Der Horror ist zudem nicht sonderlich plakativ, sondern schleichend. Sprich, ich als alter Angsthase habe mich auch wirklich gefürchtet. (Gesehen am 31. Oktober 2022)

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme und/oder Serien sind jeweils über den Titel verlinkt.

Strange World (2022)

Heute wollte ich noch einmal einen Filmabend veranstalten. Eigentlich wäre der dritte Teil der „Die Chroniken von Narnia“-Trilogie dran gewesen, aber darauf hatte ich keine Lust. Vielmehr hat mich mit „Strange World“ der jüngste Disney-Film gereizt, der noch nicht einmal richtig aus dem Kino raus ist und dort leider ein ziemlicher Flop war. Wen wundert das, wenn man ihn nahezu parallel auf Disney+ sehen kann? 🐢❤

Strange World (2022) | © Walt Disney

Strange World (2022) | © Walt Disney

Ein klassischer und doch moderner Abenteuerfilm

Ich liebe die Aufmachung von des Films. Schon alleine die Titelsequenz erinnert an die Pulp-Hefte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auch die Struktur von „Strange World“ ist daran angelehnt: Eine klassische Abenteuergeschichte, die Steampunk-Elemente enthält und unseren Held*innen gefährliche Landschaften und Kreaturen in den Weg stellt. Was Figuren, Motivation usw. angeht, ist „Strange World“ allerdings extrem modern, gerade für Disney. Das erklärt vielleicht auch, warum der Film so ein Flop war: Gewisse Zuschauerschichten würden ihn bestimmt abwertend als Produkt der Woke-Kultur bezeichnen: „Strange World“ besitzt einen sehr diversen Cast, der Sohn unserer Hauptfigur ist offen schwul und das ist okay für alle und wird nicht weiter thematisiert. Frauen sind in Führungsrollen und technisch versierter als die männlichen Charaktere. Die Botschaft des Films ist auch überdeutlich: Hört auf die Erde für technischen Fortschritt auszubeuten und besinnt euch auf die wirklich wichtigen Dinge. Kein Wunder, dass hier ganze Zuschauergruppen wegfallen.

Von all dem abgesehen ist „Strange World“ wunderbar unterhaltsames Abenteuerkino mit wirklich beeindruckenden Bildern und einer innovativ gestalteten Welt. Schon vor der großen Enthüllung hatte ich den Verdacht, dass wir uns hier im Inneren eines Lebewesens befinden. Am Ende macht alles Sinn und auch die Konflikte zwischen den Figuren werden aufgelöst. Mich hat der doppelte Vater-Sohn-Konflikt gekriegt und auch wenn es tiefergehende Disney-Filme gibt, so mochte ich die Figuren und die angesprochenen Themen. Davon abgesehen sieht der Film einfach bombastisch aus!

Fazit

„Strange World“ ist sicherlich nicht der beste Disney-Film, doch warum er solch ein Flop war, erschließt sich mir nicht. Tatsächlich vermute ich den schnelle Streaming-Release sowie die progressivere Figurenzeichnung. Ein neues Franchise wäre hier vermutlich sowieso nicht entstanden, insofern hoffe ich nur, dass Disney nicht die falschen Schlüsse daraus zieht. Hat mir und den Kindern doch sehr gut gefallen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1416)

Da der Rest der Familie unterwegs ist, habe ich mich zu einem weiteren Lauf aufgemacht. Morgen dann aber Pause. Ganz sicher. Zu 99% mindestens. 🙈

Entspannter Mittagslauf

Entspannter Mittagslauf

Distanz: 8.13 km
Zeit: 00:47:21
Anstieg: 59 m
Ø Pace: 5:49 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.3 km/h
Ø Herzfrequenz: 152 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: 7.2 °C
Kalorien: 606 kcal

2023: 27 km
Januar: 27 km
KW 1: 16 km

Es war ein recht entspannter Lauf, zumindest bis zu den letzten 300 Metern, denn mich hat ein Lieferfahrer angerufen, dass er ein Paket für mich hat, das ich unterschreiben muss. Also Schlussspringt nach Hause, dort dann festgestellt, dass kein Fahrer vor Ort ist. Wild im Wohngebiet rumgelaufen, bis mir eingefallen ist, dass ich ein Paket an meine Mutter in einer ganz anderen Stadt habe liefern lassen. Diese dann angerufen und letztendlich ist das Paket dann angekommen. Puh. 😅

Im ersten Ohr: Nerdtalk Sendung 618 – Multivers-Transfluide Schatten
Im zweiten Ohr: blink-182, Skye Wallace, Alkaline Trio

Nope (2022)

Nachdem ich heute den letzten Jahresrückblick fertig gestellt habe, wollte ich abends unbedingt noch einen Film schauen. Tatsächlich hat es dann die neueste Blu-ray aus meiner Sammlung in den Player geschafft. Jordan Peeles „Nope“ lag bei mir unter dem Weihnachtsbaum und ich war schon sehr gespannt darauf. Was also hat Peeles Ausflug in das Sci-Fi-Genre zu bieten? 🛸

Nope (2022) | © Universal Pictures Germany GmbH

Nope (2022) | © Universal Pictures Germany GmbH

Ein fantastisch gefilmtes Sci-Fi-Rätsel

Zunächst einmal muss ich festhalten, wie unglaublich gut „Nope“ aussieht. Vor der Sichtung war mir nicht klar, dass der Film in Teilen im IMAX-Format gefilmt wurde. Das Format wechselt somit häufiger von Cinemascope auf 16:9-Vollbild, was den ohnehin schon bombastischen Look noch imposanter werden lässt. Ein wahrer Augenschmaus. Interessanterweise spiegelt sich die hochwertige Inszenierung auch im Inhalt, denn wir blicken zurück auf die ersten bewegten Bilder, wohnen einem Filmdreh bei und am Ende packt sogar einer der Protagonisten eine IMAX-Kamera aus, um die unbekannten, fliegenden Objekte festzuhalten. Wie jedoch sieht es um den Inhalt aus?

Ich mochte die bisherigen Filme Jordan Peeles sehr. „Get Out“ war noch recht einfach zu lesen, „Wir“ dagegen schon allegorischer, was ihn für mich zu einem der faszinierendsten Filme der letzten Jahre macht. Zudem war er unheimlich. Aber so richtig. „Nope“ dagegen konnte mich, was den Grusel angeht, nicht so richtig packen. Seine erzählerischen Ebenen finde ich dagegen sehr spannend. Was will uns Peele mit dem Film sagen? Ich habe ihn noch nicht wirklich entschlüsselt: Es scheint um das Verhältnis zwischen Mensch und Tier zu gehen. Um Ausbeutung und Urinstinkte. Die Kamera als erweitertes Auge des Menschen. Um Aufmerksamkeit und Bekanntheit. Es steckt einiges in „Nope“, das unter der Oberfläche aufblitzt. Ich freue mich jetzt schon darauf, den Film immer weiter zu entschlüsseln.

Fazit

„Nope“ hat mich über zwei Stunden blendend unterhalten. Er konnte mich allerdings nicht so komplett packen, wie Peeles letztes Werk. Was bleibt ist ein spannender Genrefilm, der extrem gut aussieht und der zum Nachdenken anregt. Was will man mehr? Nicht nur für Freunde von Jordan Peeles bisherigen Oeuvre definitive eine Empfehlung: 8/10 Punkte.