Mein Lehrer, der Krake – OT: My Octopus Teacher (2020)

Nachdem ich schon einiges darüber gelesen und gehört hatte, hat mich eine weitere Besprechung im aktuellen Podcast von Nerdtalk dazu gebracht, mir den für einen Oscar nominierte Dokumentarfilm „Mein Lehrer, der Krake“ direkt einmal anzusehen. Praktisch, dass es sich um eine Netflix-Produktion handelt und der Zugang somit extrem einfach ist… 🤿🐙

Mein Lehrer, der Krake (2020) | © Netflix

Mein Lehrer, der Krake (2020) | © Netflix

Ein wunderbar persönlicher Dokumentarfilm

Nüchtern betrachtet, ist die Geschichte reichlich unspektakulär: Ein ehemaliger Tierfilmer begegnet quasi vor seiner Haustüre einer Krake und dokumentiert ihr Leben für ca. ein Jahr. Diese Beschreibung würde dem Film jedoch nicht gerecht werden, denn Craig Fosters Leben stand vor dem Zusammenbruch und durch seine Verbindung zur Wildnis, das er durch die Krake aufgebaut hat, bekam sein Leben wieder einen Sinn. Der Titel des Films „Mein Lehrer, der Krake“ bzw. im Original „My Octopus Teacher“ trifft es schon sehr gut. Der Dokumentarfilm sagt viel über Hingabe, Offenheit und Sanftmut aus. Auch über Akzeptanz dem Lauf der Dinge gegenüber. Dingen, die man nicht ändern kann oder sollte.

Neben der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen Mensch und Krake, lernen auch wir Zuschauer viel über diese fremdartigen Wesen und ihren Lebensraum. Auch wenn „Mein Lehrer, der Krake“ durchaus Elemente einer klassischen Naturdokumentation besitzt, so macht ihn seine Dramaturgie, welche vor allem durch den ewigen Kreislauf des Lebens geprägt wird, zu etwas Besonderem. Neben der faszinierenden Geschichte und den tollen Einblicken in diese fremde Welt, mochte ich vor allem die Botschaft des Films: Respekt selbst für die kleinsten Lebewesen haben, sich Zeit nehmen, Details  zu entdecken, und das Wissen um die Natur weitergeben. Und das alles wunderbar pragmatisch und überhaupt nicht esoterisch erzählt. Fand ich großartig!

Fazit

Ihr habt es vielleicht schon rausgelesen: Mir hat „Mein Lehrer, der Krake“ wirklich außergewöhnlich gut gefallen. Am Ende musste ich sogar die eine oder andere Träne verdrücken. Auch wenn ich die Konkurrenz nicht kenne, so wäre eine Auszeichnung mit einem Oscar für mich definitiv gerechtfertigt. Ein herrlich positiver Film, der gerade in diesen Zeiten unfassbar gut tut: 10/10 Punkte.

Die Schlümpfe – OT: The Smurfs (2011)

Schon sind die Osterferien wieder zu Ende. Damit gab es auch den vorerst letzten Filmabend. Zumindest für diese Woche. Eigentlich hätte ich nicht schon wieder einen Kinderfilm gebraucht, aber der Wunsch der Kids war stark. Die Wahl fiel auf „Die Schlümpfe“, deren Comic-Vorlage von Peyo der Zwergofant sehr gerne liest. Auch ich war gespannt, wie sich die Reihe in modernisierter Form präsentieren würde… 🍄🐈🏙

Die Schlümpfe (2011) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Die Schlümpfe (2011) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Von nervig bis witzig ist alles dabei

Ich selbst verbinde mit den Schlümpfen vor allem die Animationsserie aus den 1980er Jahren. Diese lief damals im Rahmen von „Bim Bam Bino“ bei Tele 5 und auch wenn es nicht meine liebste Zeichentrickserie war, so habe ich doch unzählige Folgen der Serie gesehen. Der 2011er „Die Schlümpfe“ ist ein Realfilm, der die bekannten Figuren aus ihrem Dorf hinaus in unsere Realität transportiert. Ganz ähnlich dem vor Ostern gesehenen „Hop: Osterhause oder Superstar?“ und ebenso kindgerecht erzählt. Die gesamte Geschichte wirkt somit recht generisch und anstelle der Schlümpfe hätten es auch irgendwelche anderen Fantasy-Figuren (oder Osterhasen) sein können.

Richtig gut gefallen hat mir Hank Azarias Gargamel, der mit die besten Szenen des Films hat. Doch fand ich es auch schön Neil Patrick Harris und Sofía Vergara zu sehen. Leider nicht zu hören, denn wir haben den Film mit den Kindern natürlich in der deutschen Synchronisation geschaut. Neben den netten und humorvollen Szenen gab es auch einige, die wirklich schmerzhaft waren, wie z.B. das Guitar-Hero-Spielen samt Gesang der Schlümpfe. Brrr. Insgesamt mochte ich aber den Slapstick und die nette New-York-City-Atmosphäre.

Fazit

Wie zu erwarten, kam „Die Schlümpfe“ bei den Kindern extrem gut an. Ausgerechnet das Zappelinchen war sehr begeistert, was mich fast ein wenig gewundert hat. Der Zwergofant mag die Comics lieber, hat den Film aber dennoch lautstark genossen. Und ich? Habe mich an meine alten Begegnungen mit den Schlümpfen zurückerinnert und die Freude der Kids genossen: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Man lernt nie aus – OT: The Intern (2015)

Eigentlich wollte ich einmal wieder einen bombastischen Blockbuster oder einen Horrorfilm sehen. Irgendetwas mit Wumms. Aber die letzten Tage waren emotional anstrengend. Der Sinn stand mir somit mehr nach einem Wohlfühlfilm und irgendwie war mir ein Tweet von PixelParc im Hinterkopf, der „Man lernt nie aus“ lobte. Da der Film eh auf meiner Liste stand, war die Wahl schnell getroffen…   🗃💻

Man lernt nie aus (2015) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Man lernt nie aus (2015) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Der (fast) perfekte Wohlfühlfilm

Was soll ich sagen? „The Intern“, so der englische Originaltitel, ist richtig wholesome. Einfach ein nahezu perfekter Wohlfühlfilm. Dabei ist die Prämisse eher dünn und auch das Drehbuch gewinnt keine Preise. Mit anderen Schauspieler*innen hätte das eine ganz öde Nummer werden können, doch Anne Hathaway und Robert De Niro spielen so großartig zusammen, dass es eine wahre Freude ist. Hinzu kommt, dass es kein aufgesetztes Drama à la gesundheitliche Probleme, Unfälle oder sonst etwas gibt. Nancy Meyers (u.a. „Liebe braucht keine Ferien“) konzentriert sich komplett auf die zentrale Beziehung zwischen Startup-Gründerin Jules Ostin und dem 70-jährigen Praktikanten Ben Whittaker. Und das funktioniert wunderbar!

Ich habe wirklich nahezu jede Szene des Films genossen. Der Film ist humorvoll, anrührend und einfach schön. Alleine das Zusehen hat mir gut getan. Einzig eine Szene in den letzten 5 Minuten fand ich richtig doof und zwar als Jules die Affäre ihres Mannes einfach so weglächelt. Damit hat das Drehbuch ihrer Figur keinen Gefallen getan. Für mich hätte es nicht unbedingt auf eine Trennung rauslaufen müssen, aber diese Reaktion war mir zu schwach. Schade drum.

Fazit

Ja, „Man lernt nie aus“ ist sicherlich kein Meisterwerk. Wenn ihr aber die Schauspieler*innen mögt (wie kann man Anne Hathaway und Robert De Niro nicht lieben?) und einfach einen netten Film für euren Gemütszustand sucht, dann kann ich euch „The Intern“ nur dringend ans Herz legen. Tut einfach gut: 8/10 Punkte.

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 – OT: Cloudy with a Chance of Meatballs 2 (2013)

Es sind Ferien und somit durfte es auch unter der Woche einen Filmabend im Kreise der Familie geben. Die Wahl fiel auf „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“, dessen erster Teil uns vor ein paar Wochen schon ausgezeichnet zu unterhalten wusste. Ob es eine gute Idee war, den Film hungrig zu sehen? 🍓🍔🥞

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 (2013) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 (2013) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Eine leckere Fortsetzung, die Spaß macht

Ich bin sehr gerne in die Welt des Flint Lockwood zurückgekehrt. Auch mochte ich den Ansatz des Films, eine Monstergeschichte zu erzählen, die an „King Kong“ und Co. erinnert. Dabei wird die beinahe schon hyperaktive Erzählgeschwindigkeit von „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ noch einmal erhöht. Für mich hat das größtenteils recht gut funktioniert, auch wenn ich es dieses Mal ein wenig anstrengender fand. Die Geschichte selbst ist noch flacher als im ersten Teil, was aber aufgrund der geschmacksverstärkenden und bonbonbunten Bilder kaum auffällt.

Herausragend fand ich erneut den Animationsstil, der zwischen cartoonhaft (Figuren und Schauplätze in der Stadt) und fotorealistisch (jegliche Lebensmittel) schwankt, was in der Mischung aber fabelhaft funktioniert. Am Ende geht natürlich alles gut aus und die enthaltene Botschaft ist nett, aber auch recht oberflächlich. So wie der gesamte Film. Nicht sonderlich nährstoffreich, aber eben doch schmackhaft.

Fazit

Das Fazit zu „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“ fällt nicht wirklich eindeutig aus: Der Zwergofant hat den Film geliebt und fand ihn noch besser als den ersten Teil. Das Zappelinchen hat sich von Frau bullion bequatschen lassen, die den Film ziemlich doof fand. Ich selbst mochte ihn nicht so gern, wie den Vorgänger, fand ihn aber immer noch ziemlich gut. Wer also einen kontroversen Film sehen möchte, der sollte hier wohl zugreifen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Hop: Osterhase oder Superstar? – OT: Hop (2011)

Nachdem ich heute nur einen Halbmarathon gelaufen bin und sonst nicht viel gemacht habe, stand abends natürlich noch die Wahl des Films für den Filmabend an. Ob es denn noch Osterfilme gäbe, fragten die Kinder. Tatsächlich habe ich mit „Hop: Osterhase oder Superstar?“ einen weiteren Osterfilm gefunden… 🐰

Hop: Osterhase oder Superstar? | © Universal Pictures Germany GmbH

Hop: Osterhase oder Superstar? | © Universal Pictures Germany GmbH

Ein turbulentes Osterabenteuer für Kinder

Ich liebe Weihnachtsfilme. Für mich gehören „Schöne Bescherung“ oder „Kevin: Allein zu Haus“ fest zur Vorbereitung auf die Feiertage. Doch Osterfilme? Nicht, dass es davon sonderlich viele geben würde, aber gibt es dafür wirklich Bedarf? Tatsächlich muss ich jedoch zugeben, dass ich an „Die Häschenschule: Jagd nach dem goldenen Ei“ ziemlich gute Erinnerung habe. Vermutlich, weil es der erste Film war, den wir als komplette Familie zusammen geschaut haben. Ob sich „Hop: Osterhase oder Superstar?“ auch einen Platz in unserer familiären Filmhistorie sichern konnte?

„Hop“ ist eine typische US-Produktion. Super kitschig, übertrieben und mit ziemlich flachen Figuren. Etwas anderes hatte ich aber auch nicht erwartet. Dafür mochte ich die Osterfabrik in ihrer übertriebenen Farbenpracht recht gerne. Warum man allerdings die Mechanik des Weihnachtsmanns, inklusive Schlitten und Gespann an Flugtieren, kopieren musste? Das fand ich richtig dämlich, zumal die Osterhasen eigentlich ein wunderbares Transportsystem hatten. Aber vermutlich ist das der falsche Film, um Logik zu hinterfragen. Die Animationen waren süß gemacht und die Geschichte so nett wie vorhersehbar. Tut nicht weh, ist aber auch nichts Besonderes.

Fazit

Vermutlich hätte ich „Hop“ sogar einen Punkt weniger gegeben, doch wurde ich von meinen Kindern schon ins Kreuzverhör genommen, um zu klären, wie ich dem Film denn nur so wenige Punkte geben könne. Ihre Begeisterung ist somit auch mir noch einen Punkt wert. Insofern die perfekte Wahl für einen Filmabend mit Kindern, doch alleine braucht man sich „Hop“ nicht anschauen: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft (2015)

Ein Jahr Pandemie. Ein Jahr Home Office. Ein Jahr Unsicherheit und Verzicht. Aber auch ein Jahr wöchentliche Filmabende. So auch heute und die Wahl, vor allem die des Zappelinchens, ist auf „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ gefallen. Sie hatte den Film schon einmal mit einer Freundin gesehen und die Prämisse klang auch in meinen Ohren recht nett. Was hatte der Film also letztendlich zu bieten? 👩‍🏫

Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft (2015) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft (2015) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Nette Effekte und ein gelungenes Finale

Ich mag ja Filme, die ihre Figuren schrumpfen. Als Kind hat mich besonders „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ begeistert, an den sich „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ natürlich anlehnt. Inzwischen habe ich diesen schon seit Jahren nicht mehr gesehen, was ich wohl einmal ändern sollte. Doch auch „Der Indianer im Küchenschrank“ ist in meinen Augen ein wundervoller Kinderfilm und selbst der vom erwachsenen Publikum verschmähte „Downsizing“ hat mich durchaus fasziniert. Nun also eine deutsche Kinderbuchverfilmung, was das Spielfeld schon recht eng steckt.

Es gab etliche Elemente, die mir gut gefallen haben: Die Effekte sind überraschend gelungen und die Entwicklung des Films gegen Ende hat mir auch gefallen. Leider dauert es gerade zu Beginn ewig (fast 25 Minuten), bis die Geschichte ins Rollen kommt. Danach folgen erst einmal ziemlich doofe und billige Gags, bis sich der Film auf seine Stärken besinnt. Insgesamt also zu viel Otto (ja, Otto Waalkes hat einen Gastauftritt) und zu wenig Rick Moranis, doch letztendlich nette Unterhaltung für die ganze Familie.

Fazit

Die Kinder waren von „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ ziemlich begeistert, auch wenn der Zwergofant wieder recht oft die Hände vor den Augen hatte. Auch ich hatte meinen Spaß, wenngleich es doch einer der durchschnittlicheren deutschen Kinderfilme gewesen ist, die im letzten Jahr den Weg auf unseren Fernseher gefunden haben: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.

Ich: Einfach unverbesserlich 3 – OT: Despicable Me 3 (2017)

Eine weitere Woche neigt sich dem Ende. Wieder ist sie wie im Flug vergangen, wieder war sie nervtötend eintönig. Wieder stehen neue Lockerungen an. Trotz steigender Zahlen. Aber kein echter Fortschritt bei den Impfungen oder Testungen. Es ist zum Verzweifeln. Somit rettet uns nur der wöchentliche Filmabend, bei dem die Wahl heute recht einvernehmlich auf „Ich: Einfach unverbesserlich 3“ gefallen ist. Wenn ich daran denke, dass die Sichtung des zweiten Teils fast schon drei Jahre zurückliegt, dann wird mir ganz anders… 🤯

Ich: Einfach unverbesserlich 3 (2017) | © Universal Pictures Germany GmbH

Ich: Einfach unverbesserlich 3 (2017) | © Universal Pictures Germany GmbH

Eine nette Fortsetzung mit tollem Schurken

Die Geschichte rund um Gru und seinen Zwillingsbruder Dru ist nett anzusehen, aber letztendlich auch eher unspektakulär. Wirklich herausragend fand ich dagegen den Gegenspieler bzw. Schurken Balthazar Bratt, ein Ex-Kinderstar der 80er Jahre. Er bedient wirklich jedes Klischee und seine Auftritte werden stets mit den klischeehaftesten Songs der Ära unterlegt. Sein Design und seine Animation sind so herrlich übertrieben, dass es eine wahre Freude ist. Auch sein Zusammenspiel mit Gru und Dru macht extrem viel Spaß. Viele Tiefe ist aber auch in der Konstellation der Figuren nicht zu erwarten.

Die Minions spielen dieses Mal eine eher untergeordnete Rolle, was aber durchaus begrüßenswert ist. Grus Töchter und seine Frau Lucy haben auch nicht sonderlich viel zu tun. Insgesamt bietet „Ich: Einfach unverbesserlich 3“ mehr vom Gleichen: viel Slapstick, hervorragend animierte Actionszenen und ein wenig fürs Herz. Es ist aber definitiv kein Film, der mir länger im Gedächtnis bleiben wird. Von Balthazar Bratt einmal abgesehen. Herrlich!

Fazit

Für den heutigen Filmabend war „Ich: Einfach unverbesserlich 3“ genau die richtige Wahl. Entspannte Unterhaltung, die speziell den Kindern ausgezeichnet gefallen hat. Und das ist schließlich die Hauptsache. Ich selbst wurde gut unterhalten, nicht mehr und nicht weniger: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.

Die drei !!! (2019)

Die Woche kann so langsam echt weg: Zahnprobleme, viel zu viele Stunden vor dem Rechner und private Herausforderungen. Gut dass es den freitäglichen Filmabend gibt, bei dem heute endlich, endlich „Die drei !!!“ den Weg in den Player fand. Der Film war schon lange der große Traum des Zappelinchens und dank Click-and-Collect-Angebot der örtlichen Bücherei, konnten wir ihn endlich sehen… 🕵️‍♀️🕵️‍♀️🕵️‍♀️

Die drei !!! (2019) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Die drei !!! (2019) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ein durchaus sehenswertes Jugendabenteuer

Meine Kids verschlingen die Fälle der drei jungen Detektivinnen. Gerade beim Zappelinchen sind die Geschichten extrem beliebt und ich kann gar nicht zählen, wie viele Bücher sie schon gelesen hat. Und natürlich CDs gehört. Mit dem einprägsamen Titelsong. Ich selbst habe mich nie groß damit beschäftigt, aber finde es durchaus begrüßenswert, dass es auch eine Gruppe rein weiblicher Spürnasen gibt. Am liebsten mag ich aus den unterschiedlichen Reihen vermutlich immer noch „Fünf Freunde“, weil hier das Abenteuer im Vordergrund steht und nicht so sehr auf Liebeleien eingegangen wird. In dieser Hinsicht hat mich „Die drei !!!“ ein wenig an die späteren Verfilmungen von „Die wilden Hühner“ erinnert.

Was „Die drei !!!“ für mich wirklich sehenswert macht, ist das herrlich überzogene Spiel Jürgen Vogels (u.a. „Stereo“). Jede Szene mit ihm ist ein Genuss. Auch die Jungschauspielerinnen in den Hauptrollen fand ich gut besetzt, wenngleich die eindeutige Zuweisung von Charaktereigenschaften (die Schlaue, die Sportliche, die Coole) ziemlich altbacken wirkt. Dafür ist der restliche Film schön flott inszeniert, so dass keine Langeweile aufkommt.

Fazit

Am meisten begeistert hat mich wohl, dass meine Kinder so begeistert waren. Deshalb kann ich über so manche Ungereimtheit oder nervige Stelle leicht hinwegsehen. Ein zwar sehr auf die Zielgruppe zugeschnittenes, aber immer noch sehr sehenswertes Jugendabenteuer: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Ostwind: Aufbruch nach Ora (2017)

Nachdem letzte Woche der Zwergofant mit „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ an der Reihe war, hat sich das Zappelinchen heute „Ostwind: Aufbruch nach Ora“ ausgesucht. Mir selbst war das ziemlich egal, denn ich war schon vor dem Film extrem müde. Die Woche hat ihre Spuren hinterlassen und das Fresskoma durch die Pizza wohl ebenso. Also dann, aufgesattelt… 🐴

Ostwind: Aufbruch nach Ora (2017) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ostwind: Aufbruch nach Ora (2017) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ein Pferdeabenteuer in Andalusien

Nachdem „Ostwind 2“ sich sehr stark am ersten Teil der Reihe orientiert hat, kehrt mit „Ostwind: Aufbruch nach Ora“ frischer Wind ein: Mika reist mit Ostwind nach Spanien, um seine Wurzeln zu entdecken. Dabei ist der Start der Reise ziemlich hanebüchen. Es kommt zu mystischen Traumsequenzen und auch ansonsten muss man als (erwachsener) Zuschauer ziemlich viel guten Willen mitbringen, um den Realismus der Situation nicht gehörig in Frage zu stellen. In Andalusien angekommen, nimmt die Geschichte dann auch Fahrt auf und das frische Setting tut der Reihe gut.

Im weiteren Verlauf der Handlung wird die Grenze zum Pferdekitsch ein paar Mal beinahe überschritten, doch fängt sich der Film durch humorige Einlagen und die sympathischen Schauspieler immer wieder. Die Botschaft ist auch schön, weshalb ich ihm die übertrieben bedeutungsschwangeren Montagen auch gar nicht ankreiden will. Zudem mochte ich das (zugegebenermaßen wenig überraschende) Ende.

Fazit

Insgesamt hat mir „Ostwind: Aufbruch nach Ora“ gut gefallen. Die Kinder waren wieder begeistert und das ist schließlich die Hauptsache. Mangels Nachschub endet für uns vorerst die Reihe, doch werden wir in die verbleibenden Fortsetzungen bestimmt irgendwann noch einmal reinschauen: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Ostwind 2 (2015)

Nach einem sehr auslaugenden Tag, habe ich mich abends gar nicht mehr beim Wunsch der Kinder nach einem Filmabend gewehrt. Außerdem haben sie sich diesen nach der Woche Home-Schooling auch wirklich verdient. Heute war wieder das Zappelinchen an der Reihe und sie hat sich „Ostwind 2“ ausgesucht. Nachdem mir der erste Teil doch überraschend gut gefallen hatte, war ich durchaus gespannt… 🐴

Ostwind 2 (2015) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ostwind 2 (2015) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Mehr Abenteuer und (noch) mehr Pferde

Im Grunde erleben wir die konsequente Fortsetzung von „Ostwind“. Mika kehrt nach Kaltenbach zurück und ist wieder mit Ostwind vereint. Das Gestüt hat finanzielle Probleme und somit gilt es Ostwind für ein Reittournier fit zu machen. Parallel dazu taucht ein geheimnisvolles Pferd (und ein geheimnisvoller junger Mann) im Wald auf und stellt das Leben unserer Figuren auf den Kopf. Mehr muss man nicht wissen und hat doch schon die gesamte Handlung im Kopf.

Die vielfältigen Reitszenen sind wieder schön gefilmt, die Schauspieler weit besser als man es in einem Teenie-Pferdefilm erwarten würde und insgesamt hat auch „Ostwind 2“ das Herz am rechten Fleck. Doch so wirklich neu oder frisch ist die Handlung eben auch nicht und vieles hat sich eher wie ein Aufguss des ersten Teils angefühlt.

Fazit

Keine Frage, „Ostwind 2“ bietet für Fans der Reihe weiterhin gute Unterhaltung. Auch ich hatte meinen Spaß damit und die Kinder waren teils sogar regelrecht begeistert. Hundertprozentig aufmerksam war ich nach dem Tag vermutlich auch nicht mehr, was meinem Eindruck des Films wohl nicht zugute kam: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)