Die Schule der magischen Tiere 2 (2022)

Heute war ein komplett verregneter Tag, weshalb wir uns am späteren Nachmittag recht spontan zu einem Kinobesuch aufgemacht haben. Zum ersten Mal seit einem guten halben Jahr. Gesehen haben wir zufälligerweise die Fortsetzung des Films, den wir beim letzten Kinobesuch geschaut haben und zwar „Die Schule der magischen Tiere 2″. Wie uns der erneute Besuch der Wintersteinschule  gefallen hat? 🦊🐧

Die Schule der magischen Tiere 2 (2022) | © LEONINE

Die Schule der magischen Tiere 2 (2022) | © LEONINE

Wohlfühlkino für die ganze Familie

Da die Sichtung von „Die Schule der magischen Tiere“ noch nicht allzu lange her ist, habe ich mich sogleich heimisch gefühlt. Besonders deshalb, weil die Stadt Bamberg, welche ganz bei mir in der Nähe ist und deren Drehorte wir vor zwei Jahren besucht haben, die Kulisse für die Außenszenen abseits der Schule bildet. Das fand ich, wie immer wenn ich Drehorte kenne, großartig. Doch auch abseits davon konnte mich „Die Schule der magischen Tiere 2“ ausgezeichnet unterhalten. Also für einen typisch deutschen Kinderfilm mit sprechenden Tieren, Teenie-Romanzen und Gesang.

Man merkt der Geschichte und ihren Figuren an, dass mit der Vorlage von Margit Auer durchaus Substanz im Hintergrund ist. Die Welt und ihre Regeln wirkt durchdacht und ich mochte die Charaktere, auch wenn diese natürlich weiterhin extrem klischeehaft sind und agieren. Nein, große Überraschungen gibt es auch in Fortsetzung nicht, dafür wurden die Gesangsnummern natürlicher in die Handlung integriert. Das funktioniert alles schon recht gut und auch die Kinder hatten Spaß mit dem Film. Ob man ihn unbedingt im Kino sehen muss, ist dagegen fraglich. Schaden kann es aber auch nicht.

Fazit

Ich muss gestehen, dass mir „Die Schule der magischen Tiere 2“ besser gefallen hat, als er vermutlich sollte. Es war toll, einmal wieder im Kino gewesen zu sein und die strahlenden Augen der Kinder zu sehen. Der nächste Kinobesuch ist schon vorgeplant. Dann aber etwas Größeres. Das hier war rundum sympathisches Familienkino: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Abenteuer ʻOhana – OT: Finding ʻOhana (2021)

Normalerweise veröffentliche ich meine Filmbesprechungen direkt nach der Sichtung. Einfach weil ich ich danach Zeit zum Schreiben habe. Dieses Mal schiebe ich die Veröffentlichung jedoch nach hinten, denn ich habe „Abenteuer ʻOhana“ für die Besprechung im Sneakpod vorgeschlagen, wo ich zu Gast gewesen sein werde, wenn ihr diese Besprechung hier lest, und ich Stefan davor nicht spoilern möchte. 🎙🏴‍☠️

Abenteuer ʻOhana (2021) | © Netflix

Abenteuer ʻOhana (2021) | © Netflix

Die hawaiianische Version von „Die Goonies“

Wie bin ich überhaupt auf „Abenteuer ʻOhana“ gekommen? Eigentlich wollte ich den neuen Pixar-Film „Lightyear“ sehen und auch zur Besprechung im Sneakpod vorschlagen. Jedoch hatte ich das Veröffentlichungsdatum auf Disney+ falsch im Kopf und musste somit spontan neu wählen. Prämisse war ein Film, der nicht älter als 2021 sein durfte und der bei einem der großen Streaming-Anbieter läuft. Zudem hatte ich den Kindern ja einen Filmabend versprochen, sprich es musste in diesem Fall auch ein Kinderfilm sein. Nichts einfacher als das? Die neueren Disney- bzw. Pixar-Filme hatten wir alle schon gesehen und auch sonst war nichts mir Bekanntes und Aktuelles im Kopf. Doch dann ist mir spontan „Abenteuer ʻOhana“ untergekommen, dessen Titelbild mich an „Dora und die goldene Stadt“ erinnerte, den ich sehr mochte. Als ich beim Weiterlesen noch den Bezug zu „Die Goonies“ las, war der Film gesetzt.

Tatsächlich erzählt „Abenteuer ʻOhana“ ziemlich exakt die Geschichte von „Die Goonies“ nach: Der Opa droht das Haus zu verlieren, die Enkelin findet eine Schatzkarte und macht sich mit Bruder und Freund*innen auf, den Schatz zu finden und somit das Haus des Opas zu retten. Also quasi ein Remake? Nur bedingt, denn sowohl inhaltliche Schwerpunkte als auch Ton des Films sind andere. So gibt es z.B. keinen Gangster-Subplot, dafür steht die hawaiianische Kultur im Mittelpunkt. Die Hintergründe des Piratenschatzes werden stärker beleuchtet und durch den herrlichen Einsatz einer unzuverlässigen Erzähler*in verbildlicht. Im Gegensatz zum 80er-Jahre-Vorbild besitzt „Abenteuer ʻOhana“ weniger Ecken und Kanten und doch viel Herz. Zudem mochte ich die popkulturellen Anspielungen sehr. Am deutlichsten wird dies wohl durch die Besetzung von Jonathan Ke Quan, der nicht nur Data in „Die Goonies“ gespielt hat, sondern der vor allem auch als Short Round aus „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ bekannt ist.

Fazit

Ich hatte viel Spaß mit „Abenteuer ʻOhana“, doch noch begeisterter waren die Kinder: Das Zappelinchen mochte speziell den Humor und die Teenie-Romanze. Der Zwergofant hat bei der Vorstellung des Drehortes zu „Jurassic Park“ aufgehorcht und sich in den Höhlenszenen ziemlich gegruselt. Die FSK-0-Freigabe ist definitiv zu gering, aber das ist bei Streaming-Filmen ja leider häufig so. Ich hätte es tatsächlich schade gefunden, wäre dieser Film an mir vorübergegangen. Wenn ihr eine ausführlichere Besprechung mit mehr Stimmen zu „Abenteuer ʻOhana“ hören möchtet, dann verweise ich auf die aktuelle Episode des Sneakpods. Hier im Blog gibt es natürlich auch eine Wertung: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Oben – OT: Up (2009) (WS1)

Nach einer anstrengenden Woche und bevor der Zwergofant ins Schullandheim verschwindet, wollten wir noch einen Filmabend veranstalten. Die Wahl ist letztendlich auf Pixars „Oben“ gefallen, dessen Setting die Kinder bereits aus dem Videospiel „Rush: Ein Disney Pixar Abenteuer“ kennen. Höchste Zeit also, ihnen die Geschichte dieses wunderbaren Animationsfilms näherzubringen. 🎈

Oben (2009) | © Walt Disney

Oben (2009) | © Walt Disney

Eine perfekte Mischung aus Drama und Komödie

Ich war abermals überwältigt von der emotionalen Wucht, die „Oben“ uns Zuschauenden entgegenwirft. Die ersten 20 Minuten des Films sind ganz große Kunst und Pixar zieht hier wirklich alle Register, um uns die eine oder andere Träne zu entlocken. Das hat auch dieses Mal wieder geklappt. In dieser Sequenz habe ich gemerkt, dass die Kids noch nicht komplett mitgehen. Ich musste so manche eher subtile Andeutung (z.B. Ellie und Carl können keine Kinder bekommen) erklären. Auch was das Abenteuer als Sehnsucht bedeutet und dass es sich um die geraffte Darstellung eines ganzes Lebens handelt. Hier spricht „Oben“ eher die reiferen Zuschauenden an. Als dann das große Abenteuer startet, waren die Kids auch komplett mit an Bord.

Bei der heutigen Sichtung hat mich am meisten überrascht, wie unfassbar witzig „Oben“ doch in manchen Szenen ist. Die Kinder haben sich teils weggeschmissen vor Lachen und auch ich habe mich sehr amüsiert. Im weiteren Verlauf gelingt Pete Docter (u.a. „Soul“) immer wieder das Kunststück, tief emotionale Szenen mit absurder Action und herrlichem Slapstick zu kombinieren. Das habe ich in dieser Kombination nur selten gesehen. Vermutlich am ehesten in den anderen Filmen des Regisseurs (z.B. „Alles steht Kopf“). Wahrlich kunstvollen Storytelling.

Fazit

„Oben“ hat mir heute mindestens genauso gut gefallen, wie bei der ersten Sichtung. Damals war dies übrigens mein erster Film nach der Geburt des Zappelinchens. Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Heute sitze ich, fast 12 Jahre später, mit beiden Kindern vor dem Fernseher und schaue den gleichen Film. Manchmal kommt es mir so vor, als würde auch mein Leben im Zeitraffer an mir vorüberziehen: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Peter Hase – OT: Peter Rabbit (2018)

Nach einem recht ruhigen Karfreitag, an dem das Zappelinchen und ich die Oma besucht hatten, stand abends die Frage im Raum, ob der Zwergofant denn fit genug für einen Film sei. Die Antwort lag auf der Hand und somit gab es mit „Peter Hase“ zwar keinen Oster- aber einen Hasenfilm. Wenn sich der Rest der Familie nun nach den Hustenattacken während des Filmabends nicht angesteckt hat, dann grenzt das an ein Wunder. Doch wie war eigentlich der Film? 🐰

Peter Hase (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Peter Hase (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Ein erstaunlich unterhaltsamer Hasenfilm

Ich konnte „Peter Hase“ im Vorfeld überhaupt nicht einordnen. Klar kenne ich die Zeichnungen und vermutlich habe ich auch mal ein paar Bücher durchgeblättert, doch einen richtigen Bezug habe ich zur Vorlage nicht. Das Zappelinchen kannte den Film bereits und war überzeugt, dass er auch dem Rest gefallen würde. Ich hatte etwas in Richtung „Hop: Osterhase oder Superstar?“ erwartet, wurde dahingehend aber positiv überrascht. Letztendlich hat mich „Peter Hase“ wohl am ehesten an die „Paddington“-Filme erinnert, ohne dass er jedoch deren immens hohes Niveau erreicht.

Ich mochte die Animationstechnik, welche wunderbar reale Schauspieler*innen und CGI kombiniert, und den Humor wirklich sehr gerne. Im englischen Original funktioniert der Film bestimmt noch einmal besser, zumal Rose Byrne und Domhnall Gleeson eine wirklich gute Figur machen und der Voice-Cast der Tiere auch recht beeindruckend ist. Nicht so gut gefallen hat mir die Einbindung unzähliger Pop-Nummern, was oft ziemlich aufgesetzt wirkt. Da war die Schlagzahl einfach zu hoch und es wäre auch nicht nötig gewesen. Die nostalgisch angehauchte Landidylle gepaart mit modernem Humor und der Konfrontation zwischen Mensch und Tier hätte vollkommend ausgereicht.

Fazit

Mich hat „Peter Hase“ wirklich positiv überrascht. Ein rundum gelungener Familienfilm. Die Kinder haben oft lauthals gelacht, was ich stets als gutes Zeichen werte. Sobald die Fortsetzung im frei verfügbaren Stream läuft, werden wir bestimmt auch einen Blick darauf werfen. Macht Spaß: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

WALL·E (WALL-E) (2008) (WS1)

Eine ziemlich auslaugende Woche ist zu Ende. Gar nicht mal so sehr aufgrund der äußeren Umstände, als im ganz Kleinen. Zudem schlägt mir das regnerisch kalte Wetter aufs Gemüt. Zeit also für den wöchentlichen Filmabend. Dieses Mal stand „WALL·E“ auf dem Programm, den sich der Zwergofant schon länger gewünscht hatte. Wie das Pixar-Werk ankam, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🌍🚀

WALL·E (2008) | © Walt Disney

WALL·E (2008) | © Walt Disney

Eher ein Film für das erwachsene Publikum?

Meine letzte Sichtung von „WALL·E“ liegt bereits 14 Jahre zurück. Sprich der Film hat schon 14 Jahre auf dem Buckel. Das ist für mich gerade ein wenig unfassbar, gehört „WALL·E“ in meinem Kopf doch immer noch zu den jüngeren Filmen von Pixar. Davon abgesehen, dass ich mich gerade unglaublich alt fühle, funktioniert diese Romanze zwischen zwei Robotern immer noch unglaublich gut. Auch audiovisuell merkt man dem Film sein Alter kaum an. Gerade die Szenen auf der zerstörten Erde sehen immer noch überragend gut aus. Auch die mechanischen Protagonist*innen sind großartig in Szene gesetzt. Einzig bei der Darstellung der Menschen merkt man, dass die Technik in den letzten 14 Jahren doch einige Fortschritte gemacht hat. Aber vielleicht liegt das auch am Look an sich, denn ich fand die comichafte Anmutung im Kontrast zu den Realaufnahmen bereits bei der ersten Sichtung befremdlich.

Auch ansonsten hat sich meine Einschätzung des Films kaum geändert: Die erste Hälfte auf der Erde, WALL·Es Umherstreifen und nostalgisches Erkunden, das Kennenlernen zwischen ihm und EVE, das ist wirklich alles großartig. Hier ist „WALL·E“ einfach Film pur. Der Geschichte wird hier viel Zeit eingeräumt und alles geschieht ohne Worte und nur durch Handlung. Auf dem Raumschiff wird das Tempo deutlich erhöht und der Film handlungsgetriebener. Auch das funktioniert wunderbar, ist unterhaltsam und mitreißend. Allerdings nicht mehr ganz so gelungen, wie noch der erste Teil. Die Botschaft des Films ist heute noch relevanter als damals, was sie vielleicht ein wenig zu forciert wirken lässt. Aber das sind nur kleine Aspekte, die der Qualität des Films nicht abträglich sind.

Fazit

Auch bei meiner zweiten Sichtung konnte mich „WALL·E“ begeistern. Den Kindern hat er nicht so gut gefallen. Der Zwergofant hatte sich etwas anderes darunter vorgestellt (was genau muss ich morgen noch herausfinden) und das Zappelinchen saß eher unbeteiligt auf dem Sofa. Vielleicht spricht der Film thematisch und inszenatorisch einfach ein eher erwachsenes Publikum an? 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte;  Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Die Schule der magischen Tiere (2021)

Das Zappelinchen braucht ein neues Jugendzimmer, also sind wir heute durch diverse Möbelhäuser getingelt. Da sich mein letzter Kinobesuch gut angefühlt hat, habe ich vorgeschlagen, ob wir nach der Möbeltour nicht noch in „Die Schule der magischen Tiere“ gehen sollten. Immerhin waren wir ja eh schon in der Stadt. Somit war ich diese Woche zweimal im Kino. Verrückt. 🐢🦊

Die Schule der magischen Tiere (2021) | © LEONINE

Die Schule der magischen Tiere (2021) | © LEONINE

Kunterbuntes Kinoabenteuer mit Tier und Gesang

„Die Schule der magischen Tiere“ ist eine extrem populäre Buchreihe von Margit Auer und ich muss gestehen, dass ich die Vorlage nur am Rande kenne. Früher den Kids ein paar Kapitel vorgelesen und teils den Hörbüchern gelauscht. Aber nie richtig am Stück. Meine Kinder lieben die Bücher jedoch und somit waren sie heiß auf den Film, seit sie wussten, dass er ins Kino kommt. Inzwischen sind die Vorstellungen selten geworden, doch heute hat es einfach gepasst. Die Vorfreude war groß und ich habe mich mit den Kids gefreut. Schließlich waren wir schon ewig nicht mehr zusammen im Kino.

Der Film sieht aus wie ein typischer deutscher Kinderfilm: Eine idyllische Kleinstadt, die Farbsättigung schön nach oben gedreht, eine Schule in einem alten Schloss und eine Clique von Kids, die sich zusammenraufen muss. Nur eben statt Krimielementen, wie z.B. bei „Die drei !!!“, gibt es nun eben magische Tiere. Und diese sind wirklich toll animiert. Die Geschichte und Figuren funktionieren auch, selbst wenn es keinerlei Überraschungen gibt. Einzig befremdlich fand ich die Gesangnummern, die wie in einem Musical in den Film integriert waren. Das hätte es nicht gebraucht.

Fazit

Unser Kinobesuch von „Die Schule der magischen Tiere“ war toll, keine Frage. Das war überfällig nach zwei Jahren Pandemie. Der Film selbst ist auch nett, gerade für Kinder, welche die Vorlage kennen. Ich hatte auch meinen Spaß damit, selbst wenn weit nicht alles perfekt war: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte;  Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.

Shrek 2 (2004) (WS1)

Eine anstrengende Woche geht zu Ende. Mental Overload, wenn man so will. Eigentlich hatte ich heute einen Spieleabend im Kopf, doch dem Rest der Familie war eher nach einem Filmabend. Nach kurzer Diskussion ist die Wahl letztendlich auf „Shrek 2“ gefallen, womit ich auch recht zufrieden war. 🐱

Shrek 2 (2004) | © Universal Pictures Germany GmbH

Shrek 2 (2004) | © Universal Pictures Germany GmbH

Fantastische Zeitreise in die frühen 2000er

Meine letzte Sichtung von „Shrek 2“ liegt bereits unfassbare 15 Jahre zurück. Auch seit unserer jüngsten Sichtung des ersten Teils der „Shrek“-Reihe sind beinahe zwei Jahre vergangen. Die Zeit rennt, es ist unglaublich. Wie bereits seinem Vorgänger, merkt man auch „Shrek 2“ die starke Verwurzelung in den frühen 2000er Jahren an: Sei es die bereits ein wenig angestaubt wirkende 3D-Grafik, die popkulturellen Referenzen oder die bekannten Rock- und Pop-Songs der Jahrtausendwende. All das lässt den Film ein wenig altbacken wirken. Zumindest am Anfang, denn sobald die Geschichte ins Rollen kommt, ist die Technik doch besser als gedacht und die Handlung besitzt viel Herz, Humor und Tempo.

Die Welt von Shrek wird mit neuen Figuren, wie dem gestiefelten Kater oder der guten Fee, angereichert und gewinnt dadurch nochmals. Auch das Königreich Weit Weit Weg ist wunderbar gestaltet und überhaupt mochte ich die völlig überdrehte Fantasy-Atmosphäre erneut sehr gerne. Da macht es auch gar nichts, dass die Geschichte ziemlich geradlinig abläuft und das Happy End recht erwartbar um die Ecke kommt. Der Weg ist das Ziel und dieser ist gespickt mit tollen Gags, wahrhaftigen Momenten und einfach nur viel guter Laune.

Fazit

Tatsächlich hat mir „Shrek 2“ heute ebenso gut gefallen, wie sein Vorgänger. Auch die Kinder waren begeistert. Die verbleibenden Fortsetzungen fallen, so zumindest meine Erinnerung, ziemlich ab. Vermutlich werde ich mich bald davon überzeugen können, ob ich das richtig im Kopf habe. Hierfür gibt es verdiente 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte;  Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.

Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft (2018)

Schon wieder eine Woche vorbei, schon wieder Freitagabend. Heute gab es einen Film, auf den die Kinder schon lange heiß waren: „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“ stand auf dem Programm. Den ersten Teil haben die Kids geliebt und nun gab es auch die Fortsetzung endlich im Streaming-Abo. Meine Erwartungen waren nicht allzu hoch, doch habe ich mich natürlich überraschen lassen… 🏫🧙‍♀️

Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Nette Familienunterhaltung mit zu wenig Witz

Schon „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ konnte mich nicht sonderlich begeistern. Die Fortsetzung begeht nahezu die gleichen Fehler: Wieder dauert es beinahe eine halbe Stunde, bis die Geschichte richtig in Fahrt kommt und wieder wird danach kaum etwas aus der Prämisse der geschrumpften Eltern gemacht. Da hat selbst die Direct-to-Video-Fortsetzung „Liebling, jetzt haben wir uns geschrumpft“ des 1980er-Jahre-Hits „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ deutlich mehr aus der Idee herausgeholt. Wirklich schade, denn die Effekte können sich durchaus sehen lassen. Warum nicht ein wenig mehr Energie ins Drehbuch stecken?

Am besten hat mir noch die Dynamik innerhalb der Kindergruppe gefallen. Die geschrumpften Eltern waren dagegen eher nervig. Warum sich diese plötzlich wie Kleinkinder benehmen müssen? Nicht wirklich logisch. Die mystisch-gruselige Handlung in der Schule hat dieses Mal ein wenig besser für mich funktioniert. Aber auch nur, weil ich mich bereits darauf einstellen konnte. Albern bleibt dieses Vehikel, um die Geschichte zum Laufen zu bringen, dennoch weiterhin.

Fazit

„Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“ ist eine erwartbare Fortsetzung, die man sich durchaus anschauen kann. Die Inszenierung funktioniert ziemlich gut, das Drehbuch fällt dagegen leider ziemlich ab. Dafür hatten die Kinder wieder sehr viel Spaß und das ist ja schließlich die Hauptsache. Tut nicht weh, ist aber auch kein Muss: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Jim Knopf und die Wilde 13 (2020)

Die erste Arbeitswoche des Jahres liegt hinter mir. Es war schön, einige Kolleg*innen wieder live zu sehen und doch hat es sich angefühlt, als hätte man locker drei Wochen aus den fünf Tagen machen können. Zudem rückt Corona näher, gerade die Zahlen der positiven Fälle aus den Schulen sind erschreckend. Somit haben wir uns alle auf einen entspannten Filmabend gefreut, an dem ich „Jim Knopf und die Wilde 13“ in den Player geschoben habe… 🚂🧜‍♀️

Jim Knopf und die Wilde 13 (2020) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Jim Knopf und die Wilde 13 (2020) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Eine herrliche Fortsetzung für die ganze Familie

Der erste Teil „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ war mir noch gut im Kopf, auch wenn die Sichtung bereits ein halbes Jahr zurückliegt. Somit habe ich mich bei der Rückkehr nach Lummerland schnell heimisch gefühlt und mich zugleich auf ein neues Abenteuer gefreut. Auch dieses war für mich nicht neu, ist mir doch die Adaption der Augsburger Puppenkiste bestens bekannt. Dennoch konnte ich mich an den genauen Ablauf der Geschichte nicht mehr erinnern. Die Struktur des Films ist recht ähnlich zum ersten und doch gibt es genügend neue Schauplätze und Figuren, dass keine Langeweile aufkommt. Ich mochte das alles wieder sehr gerne.

Die Inszenierung ist absolut hochwertig und teils durchaus auf Hollywood-Niveau. Sehr beeindruckend für einen deutschen Kinderfilm. Dadurch besitzt auch „Jim Knopf und die Wilde 13“ etwas Episches, das an große Fantasy-Filme erinnert. Dennoch bleibt es im Kern ein Kinderfilm, in dem jede Figur einfach nur gut zueinander ist. Selbst die gar nicht so bedrohlichen Bösewichte. Das mag für Erwachsene naiv wirken, doch ist des so herzlich inszeniert, dass es eine Freude ist.

Fazit

Auch „Jim Knopf und die Wilde 13“ bietet famose Familienunterhaltung. Die Inszenierung ist beeindruckend und die Geschichte samt Figuren liebevoll ausgestaltet. Wahrlich perfekt für einen Filmabend mit der ganzen Familie: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Encanto (2021)

Heute dürfte, von einem weiteren Lauf abgesehen, wohl der gammeligste Urlaubstag bisher gewesen sein. Der Zwergofant war den ganzen Nachmittag ausgeflogen und das Zappelinchen hat sich selbst beschäftigt. Abends wurde dann jedoch der Wunsch nach einem Filmabend laut, bei dem wir mit „Encanto“ endlich den neuesten Disney-Film gesehen haben… 🕯

Encanto (2021) | © Walt Disney

Encanto (2021) | © Walt Disney

Ein großartiger, neuer Disney-Film

Als ich den ersten Trailer von „Encanto“ gesehen habe, war ich nicht sonderlich begeistert. Das schien mir alles zu bunt und zu schrill zu sein. Hinzu kam der Kniff mit den magischen Fähigkeiten der einzelnen Figuren, was mir doch recht abgedroschen erschien. Auch die ersten Besprechungen haben sich nicht überschlagen, weshalb ich auch keine großen Erwartungen hatte. Doch schon nach den ersten Minuten hatte mich der Film dann gepackt. Eben weil er so bunt, wild und aufbrausend ist. Weil wir, ähnlich wie in Pixars „Coco“, eine andere Kultur kennenlernen dürfen und die Charaktere nicht den üblichen Klischees entsprechen.

Es gibt hier keine Disney-Prinzessin und auch keine(n) Disney-Bösewicht*in. Im Zentrum steht die Familie und die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit und wie sie ihre Zukunft gestalten wollen. Die Songs von Lin Manuel-Miranda („tick, tick… BOOM!“) sind schmissig und mitreißend, die Geschichte packend und durchaus wendungsreich. Hinzu kommt eine audiovisuelle Pracht, die oft einfach nur atemberaubend ist. Bei all dem ist „Encanto“ durchaus humorvoll, aber vor allem emotional. Ich hatte öfter Tränen in den Augen, auch weil sich die Figuren gegenseitig Vergeben, Fehler eingestehen und zusammen wachsen. Schöne Botschaften, die tatsächlich zeitgemäß sind und, ähnlich wie „Vaiana: Das Paradies hat einen Haken“, für einen modernen Disney-Film stehen, wie ich ihn gerne sehen möchte.

Fazit

Auch wenn ich es nicht erwartet hätte, so war „Encanto“ für mich doch das erste Filmhighlight des Jahres. Im Originalton hätte er mir vermutlich noch etwas besser gefallen, doch auch in der Synchro konnte er mich, und vor allem die Kids, restlos überzeugen. Ein großes, buntes Vergnügen: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte;  Zwergofant: 10/10 Punkte.)