Die Vampirschwestern 3: Reise nach Transsilvanien (2016)

Letztes Wochenende ist der Filmabend aufgrund des guten Wetters ausgefallen. Heute hat es jedoch wieder viel geregnet und somit waren die Kinder heiß darauf, sich „Die Vampirschwestern 3: Reise nach Transsilvanien“ anzuschauen. Ich selbst war etwas träge, da ich meine zweite Corona-Impfung zwar gut vertragen habe, mich jedoch nicht super fit gefühlt habe. Doch kein Grund, den Filmabend ausfallen zu lassen, zumal ich ja auch den ganzen Tag gearbeitet habe… 🦇🏰

Die Vampirschwestern 3: Reise nach Transsilvanien (2016) | © Sony Pictures Home Entertainment

Die Vampirschwestern 3: Reise nach Transsilvanien (2016) | © Sony Pictures Home Entertainment

Ein runder Abschluss der Filmreihe

Nachdem ich vor dem ersten Teil noch sehr skeptisch war, konnte mich „Die Vampirschwestern 2: Fledermäuse im Bauch“ überzeugen, es hier mit einer doch recht gelungenen Kinderfilmreihe zu tun zu haben. Der dritte Teil führt den positiven Eindruck gekonnt weiter: Dieses Mal verschlägt es die titelgebenden Schwestern nach Transsilvanien, wo Dakaria einen „Star Wars“-Moment erlebt und von der Vampirkönigin Antanasia verleitet wird, zur dunklen Seite zu wechseln. Naja, nicht so richtig, doch der Vergleich hat sich mir förmlich aufgedrängt.

Ansonsten gibt es etliche Slapstick-Szenen, viel kindgerechten Humor und ein paar schöne Abenteuermomente. Das hat mir alles recht gut gefallen und die Kinder waren natürlich begeistert. Da die jungen Schauspieler*innen langsam aber sicher ihren Rollen entwachsen, wird das wohl auch der letzte Teil der Reihe gewesen sein. Das macht aber auch nichts, denn der Abschluss ist rund und in jeder Hinsicht gelungen. Mein Favorit der Reihe bleibt jedoch der Mittelteil.

Fazit

„Die Vampirschwestern 3: Reise nach Transsilvanien“ erweitert die Welt noch einmal und die Reise nach Transsilvanien ist gespickt mit skurrilen Figuren und netten Sets. Natürlich nicht für Erwachsene gemacht, funktioniert das Werk als Familienfilm jedoch wunderbar: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant:  8/10 Punkte.)

Sonic the Hedgehog (2020)

Ein voller und anstrengender Tag liegt hinter uns. Zuerst bin ich einen Halbmarathon gelaufen, dann war ich mit den Kindern schwimmen. Da wir gestern bis nachts auf der Terrasse saßen, hat sich der Filmabend auf heute verschoben und der Zwergofant konnte endlich seinen Wunschfilm „Sonic the Hedgehog“ einlösen… 🦔

Sonic the Hedgehog (2020) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Sonic the Hedgehog (2020) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Deutlich besser als zu Beginn erwartet

Zuerst hatte ich von „Sonic the Hedgehog“ gehört als das erste Trailer mit dem ursprünglichen Design aufgetaucht ist und das Internet quasi implodierte. Das Kreativteam hat sich die Kritik zu Herzen (oder zum Geldbeutel) genommen und das Design des blauen Igels noch einmal überarbeitet. Auch ich fand den ursprünglichen Look befremdlich, war aber überrascht wie laut die Stimmen diesbezüglich waren. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich seit jeher ein Nintendo-Kind war und damals auch nie eine Sega-Konsole in der Hand hatte. Sonic kannte ich höchstens von Spielstationen im Kaufhaus und mir war das Gameplay stets zu hektisch. Dennoch bin ich mir der popkulturellen Bedeutung der Figur durchaus bewusst, auch wenn ich vermutet hätte, dass diese inzwischen bereits abgeflacht sei.

Nun aber zum Film: Zunächst einmal erinnert er mit seinem Mix aus Realfilm und animierten Charakteren ein wenig an „Die Schlümpfe“ oder auch „Hop: Osterhase oder Superstar?“, in dem James Marsden ebenfalls unfreiwillig einen animierten Partner an die Seite gestellt bekommt. Nicht sonderlich innovativ und eher auf die 08/15-Kinderfilmformel setzend, als eine wirkliche Adaption des Spiels zu sein. Ich muss aber zugeben, dass eine solche auch nicht umzusetzen gewesen wäre. Mit Dr. Robotnik (fantastisch gespielt von Jim Carrey) und den Ringen werden Kernelemente aber übernommen und geschickt mit unserer Welt kombiniert. Das Drehbuch ist zudem sympathisch und die Gags selbst in der Synchro gelungen.

Fazit

„Sonic the Hedgehog“ ist eine extrem unterhaltsame Actionkomödie, die mir erstaunlich viel Spaß gemacht hat. Die Kinder waren beide begeistert und ich freue mich jetzt schon auf den kommenden zweiten Teil. Das war doch wirklich einmal eine positive Überraschung: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant:  10/10 Punkte.)

The Farewell (2019)

Der letzte Urlaubsabend. Nach einem Tag, der ganz im Zeichen von flügge gewordenen Gartenrotschwänzchen stand, habe ich abends einen Film gewählt, der ganz zur etwas wehmütigen Ferienendstimmung passen sollte: Das Familiendrama „The Farewell“, dessen Blu-ray erst einen Tag zuvor bei mir eingetroffen ist. Ob der Film meine an ihn gerichteten Erwartungen erfüllen konnte? 🤵👰⚰

The Farewell (2019) | © DCM Film Distribution GmbH (Vertrieb LEONINE)

The Farewell (2019) | © DCM Film Distribution GmbH (Vertrieb LEONINE)

Eine Hochzeit und (k)ein Todesfall

„The Farewell“ erzählt eine, zumindest für mich, ungewöhnliche Geschichte und bewegt sich dabei in einem angenehm kleinen Rahmen: Eine tödliche Krankheit, die vor der erkrankten Großmutter geheim gehalten wird. Um dennoch Abschied nehmen zu können, wird eine Hochzeit fingiert, so dass alle Verwandten sie noch einmal sehen können. Unter diesen befindet sich auch Billi, welche eine ganz besondere Beziehung zu ihrer Großmutter besitzt. Aus dieser Prämisse hätte man ein zutiefst schmalziges Werk machen können, das nur so auf die Tränendrüse drückt. Regisseurin Lulu Wang hat diese höchst emotionale Geschichte, die zudem autobiographisch inspiriert ist, jedoch herrlich unsentimental erzählt.

Die Dynamik innerhalb der Großfamilie ist interessant und spannend zu verfolgen. Hinzu kommt eine gewisse Culture-Clash-Komponente, da ein Spannungsfeld zwischen den USA und China (und zu einem deutlich geringeren Maß auch Japan) aufgemacht wird. Hier kann man viel über die unterschiedlichen Kulturen, gerade was ihren Umgang mit Krankheit und Tod angeht, lernen. Lulu Wangs Geschichte richtet dabei nicht, welche Herangehensweise nun die bessere ist, sondern lässt die Frage ziemlich offen. Auch wenn am Ende ein bestimmter Weg beschritten wird. Die kurze Mid-Credit-Szene der echten Nai Nai kam für mich ziemlich überraschend und hat mir ein großes Lächeln auf das Gesicht gezaubert.

Fazit

„The Farewell“ ist ein ruhiger und bedächtig erzählter Film. Man taucht als Zuschauer in eine fremde Familie und Kultur ein, der man sich nur schwer entziehen kann. Trotz des ernsten Themas ist der Film nie bedrückend. Aufgrund der unterschiedlichen Sprachen, kann ich nur empfehlen, ihn im O-Ton zu sehen. Ein bewegendes und doch stets auch humorvolles Drama, das ich nur wärmstens empfehlen kann: 9/10 Punkte.

Lippels Traum (2009)

Die letzte Nacht hatte ich unglaublich schlecht geschlafen. Ich war viel wachgelegen und habe zu viel nachgedacht. Und das im Urlaub. Jedenfalls sind nicht mehr als vier Stunden Schlaf zusammengekommen. Da der heutige Tag mit Tiergartenbesuch und kurzem Lauf doch eher anstrengend war, war ich schon vor dem Filmabend hundemüde. Aber die Kids haben ihn sich so sehr gewünscht, weshalb „Lippels Traum“ (dank DVD aus der Bücherei) seinen Weg in den Player gefunden hat… 🐫🐕

Lippels Traum (2009) | © LEONINE

Lippels Traum (2009) | © LEONINE

Eine gelungene Kinderbuchverfilmung

Paul Maars Kinderbuch „Lippels Traum“ gehört zu meinen absoluten Lieblingen, an die ich mich noch aus meiner eigenen Kindheit erinnern kann. Eigentlich war ich damals schon etwas zu alt für das allabendliche Vorlesen, doch habe ich natürlich auch gelauscht als meine Schwester in den Genuss der Geschichte kam. Und an „Lippels Traum“ kann ich mich noch besonders gut erinnern. Vermutlich aufgrund der Erzählstruktur mit dem Wechsel zwischen Realität und Traumwelt samt Kapiteln, die sich nach den Wochentagen richten. Somit ist das Buch auch in meine eigene Realität mit eingeflossen. Vor inzwischen schon ein paar Monaten, habe ich Paul Maars Buch auch noch einmal für unsere Kids angeschafft. Allerdings kommen wir nicht mehr so oft zum Vorlesen, weshalb wir noch nicht ganz damit durch sind. Allerdings befinden wir uns schon im letzten Traum und wurden nun durch den Film überholt.

Die Verfilmung macht ihre Sache tatsächlich ziemlich gut. Zwar entfernt sie sich an manschen Stellen von der Vorlage, doch den Kern fängt sie gekonnt ein. Vielleicht auch, weil Paul Maar am Drehbuch mitgeschrieben hat. Durch die Verfilmungen seiner „Das Sams“-Reihe war er ja auch schon geübt, was das Kinogeschäft angeht. Mit Moritz Bleibtreu, Anke Engelke und Christiane Paul (zuletzt haben wir sie in „Die Vampirschwestern“ gesehen) ist „Lippels Traum“ wirklich gut besetzt. Die Inszenierung samt Score von Konstantin Wecker können zudem überzeugen. Einzig, dass sich größtenteils auf die großen Actionszenen konzentriert wird, und die kleinen Details (z.B. die Essenseinladung bei den neuen türkischen Freunden) wegfallen, mag ich dem Film ankreiden.

Fazit

Auch wenn ich teils mit dem Schlaf zu kämpfen hatte (wie passend für diesen Film), so bin ich doch wach geblieben und habe „Lippels Traum“ wirklich genossen. Keineswegs so besonders wie das Buch, doch eine absolut gelungene Adaption, mit der man nichts falsch macht: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte;  Zwergofant:  8/10 Punkte.)

Die Vampirschwestern (2012)

Was für ein ereignisloser Tag. Eigentlich wollte ich heute ein wenig in den Garten, doch es hat fast ausnahmslos geregnet, so dass ein Spaziergang am Nachmittag schon das Highlight war. Nachdem der Familienfilmabend gestern ausgefallen ist, haben wir diesen heute nachgeholt. Dieses Mal war wieder das Zappelinchen an der Reihe und hat sich „Die Vampirschwestern“ ausgesucht. Mal wieder die Verfilmung einer deutschen Jugendbuchreihe. Ich war gespannt… 🦇

Die Vampirschwestern (2012) | © Sony Pictures Home Entertainment

Die Vampirschwestern (2012) | © Sony Pictures Home Entertainment

Der Vampirmythos kindgerecht inszeniert

Inzwischen wurde alles durch den Kinder- bzw. Jugendbuchfleischwolf gedreht. Magie, Hexen und Zauberer sind abgegrast. Nun sind also Vampire an der Reihe. Wobei es ja bereits in meiner Kindheit „Der kleine Vampir“ gab, was ich durchaus mochte. Für die heutige Generation jetzt also „Die Vampirschwestern“. Nun gut. Solange es kein zweites „Twilight“ werden würde, sollte es mir recht sein. Tatsächlich handelt es sich um einen typischen deutschen Kinder- bzw. Jugendfilm, wie ich ihn in den letzten Jahren gefühlt bereits dutzende Male gesehen habe. Inklusive Umzug, neuer Schule, Außenseitertum und dem Finden neuer Freunde. Dennoch ist das Fantasy-Element bzw. der Vampiraspekt hier etwas Besonderes und macht durchaus Spaß.

Wirklich gruselig ist der Film natürlich nicht, doch gibt es Blut zu sehen und die Kinder werden sacht an den Vampirmythos herangeführt. Daneben gibt es unsägliche Albernheiten, welche sich meist in Fäkalhumor manifestieren. Muss das sein? Davon abgesehen mochte ich jedoch die Geschichte, die Figuren und ja, auch die Botschaft des Films. Somit ist „Die Vampirschwestern“ über weite Strecken harmlose Unterhaltung, doch ich kann durchaus den Reiz verstehen, den die Reihe auf Kinder ausübt. Zumindest auf das Zappelinchen, welche natürlich auch die Vorlage kennt.

Fazit

„Die Vampirschwestern“ ist eine typische, deutsche Jugendbuchadaption. Nett inszeniert, gut besetzt und auch inhaltlich gelungen. Nur der Humor mag leider so gar nicht zünden. Das Zappelinchen war begeistert, der Zwergofant hat dagegen eine Protestbewertung gezogen. Für mich war es nette Unterhaltung und ich finde es stets spannend, durch die gemeinsamen Filmabende an die angesagten Franchises der Kinder herangeführt zu werden: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant:  5/10 Punkte.)

Faster (2010)

Was für ein aufregender Tag! Den Brückentag heute hatte ich mir freigenommen und gleich morgens wurde ich geimpft. Hurra! So euphorisch war ich schon lange nicht mehr. Bisher halten sich die Impfreaktionen auch in Grenzen: Mein Arm schmerzt und ich fühle mich ein wenig schlapper als sonst. Also auch nicht anders als nach einer Grippeimpfung. Abends hatte ich Lust auf einen Thriller und mit „Faster“ somit einen Film gewählt, den ich schon länger einmal sehen wollte. Nur dass ich eigentlich „Snitch: Ein riskanter Deal“ im Kopf hatte. Die Poster beider Filme sehen aber auch zu ähnlich aus. Ich schiebe es auf Impfverwirrung… 🙄

Faster (2010) | © Sony Pictures Home Entertainment

Faster (2010) | © Sony Pictures Home Entertainment

Ein (fast) schnörkelloser Action-Thriller

Als ich meinen Fehler feststellte, war ich schon eine Viertelstunde im Film und habe dann natürlich weitergeschaut. Ein Actionkracher mit Dwayne Johnson sollte doch so gut wie der nächste sein. Zu Beginn hat mir „Faster“ auch wirklich viel Spaß gemacht. Dreckige Bilder, harte Action und ein schweigsamer Antiheld. Ja, dafür bin ich durchaus zu haben. Dann Auftritt eines gelangweilten Killerpärchens, was den Grindhouse-Faktor gleich deutlich nach oben getrieben hat. Warum auch nicht? Hier hat der Film jedoch so langsam begonnen in zu viele Versatzstücke zu zerfasern. Immer noch sehr unterhaltsam, doch letztendlich eben nicht mehr so schön schnörkellos, wie noch zu Beginn gedacht.

Neben Dwayne Johnson sticht vor allem Billy Bob Thornton heraus, dessen Rolle sich mir leider viel zu früh offenbart hat. Gegen Ende wird „Faster“ dann plötzlich moralisch und ich hätte mir ein Beibehalten der kompromissloseren Gangart gewünscht. Das hat dann nicht mehr so wirklich zum Rest der Geschichte gepasst. Am Ende war der Film dann vorbei und ich beginne jetzt schon, ihn zu vergessen. So unterhaltsam er auch während der Sichtung gewesen sein mag.

Fazit

„Faster“ bietet harte und größtenteils schnörkellose Action, wie ich sie gerne sehe. Über seine Laufzeit leistet sich der Film jedoch so manche Spielerei und setzt auf gewollte Coolness. Das hätte es nicht gebraucht. Letztendlich dann doch nichts Besonderes. Kann man sich ruhig geben, wenn man sonst nichts zu schauen hat und mal wieder einen härtere Dwayne Johnson erleben will: 5/10 Punkte.

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 – OT: Cloudy with a Chance of Meatballs 2 (2013)

Es sind Ferien und somit durfte es auch unter der Woche einen Filmabend im Kreise der Familie geben. Die Wahl fiel auf „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“, dessen erster Teil uns vor ein paar Wochen schon ausgezeichnet zu unterhalten wusste. Ob es eine gute Idee war, den Film hungrig zu sehen? 🍓🍔🥞

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 (2013) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 (2013) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Eine leckere Fortsetzung, die Spaß macht

Ich bin sehr gerne in die Welt des Flint Lockwood zurückgekehrt. Auch mochte ich den Ansatz des Films, eine Monstergeschichte zu erzählen, die an „King Kong“ und Co. erinnert. Dabei wird die beinahe schon hyperaktive Erzählgeschwindigkeit von „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ noch einmal erhöht. Für mich hat das größtenteils recht gut funktioniert, auch wenn ich es dieses Mal ein wenig anstrengender fand. Die Geschichte selbst ist noch flacher als im ersten Teil, was aber aufgrund der geschmacksverstärkenden und bonbonbunten Bilder kaum auffällt.

Herausragend fand ich erneut den Animationsstil, der zwischen cartoonhaft (Figuren und Schauplätze in der Stadt) und fotorealistisch (jegliche Lebensmittel) schwankt, was in der Mischung aber fabelhaft funktioniert. Am Ende geht natürlich alles gut aus und die enthaltene Botschaft ist nett, aber auch recht oberflächlich. So wie der gesamte Film. Nicht sonderlich nährstoffreich, aber eben doch schmackhaft.

Fazit

Das Fazit zu „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“ fällt nicht wirklich eindeutig aus: Der Zwergofant hat den Film geliebt und fand ihn noch besser als den ersten Teil. Das Zappelinchen hat sich von Frau bullion bequatschen lassen, die den Film ziemlich doof fand. Ich selbst mochte ihn nicht so gern, wie den Vorgänger, fand ihn aber immer noch ziemlich gut. Wer also einen kontroversen Film sehen möchte, der sollte hier wohl zugreifen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Hop: Osterhase oder Superstar? – OT: Hop (2011)

Nachdem ich heute nur einen Halbmarathon gelaufen bin und sonst nicht viel gemacht habe, stand abends natürlich noch die Wahl des Films für den Filmabend an. Ob es denn noch Osterfilme gäbe, fragten die Kinder. Tatsächlich habe ich mit „Hop: Osterhase oder Superstar?“ einen weiteren Osterfilm gefunden… 🐰

Hop: Osterhase oder Superstar? | © Universal Pictures Germany GmbH

Hop: Osterhase oder Superstar? | © Universal Pictures Germany GmbH

Ein turbulentes Osterabenteuer für Kinder

Ich liebe Weihnachtsfilme. Für mich gehören „Schöne Bescherung“ oder „Kevin: Allein zu Haus“ fest zur Vorbereitung auf die Feiertage. Doch Osterfilme? Nicht, dass es davon sonderlich viele geben würde, aber gibt es dafür wirklich Bedarf? Tatsächlich muss ich jedoch zugeben, dass ich an „Die Häschenschule: Jagd nach dem goldenen Ei“ ziemlich gute Erinnerung habe. Vermutlich, weil es der erste Film war, den wir als komplette Familie zusammen geschaut haben. Ob sich „Hop: Osterhase oder Superstar?“ auch einen Platz in unserer familiären Filmhistorie sichern konnte?

„Hop“ ist eine typische US-Produktion. Super kitschig, übertrieben und mit ziemlich flachen Figuren. Etwas anderes hatte ich aber auch nicht erwartet. Dafür mochte ich die Osterfabrik in ihrer übertriebenen Farbenpracht recht gerne. Warum man allerdings die Mechanik des Weihnachtsmanns, inklusive Schlitten und Gespann an Flugtieren, kopieren musste? Das fand ich richtig dämlich, zumal die Osterhasen eigentlich ein wunderbares Transportsystem hatten. Aber vermutlich ist das der falsche Film, um Logik zu hinterfragen. Die Animationen waren süß gemacht und die Geschichte so nett wie vorhersehbar. Tut nicht weh, ist aber auch nichts Besonderes.

Fazit

Vermutlich hätte ich „Hop“ sogar einen Punkt weniger gegeben, doch wurde ich von meinen Kindern schon ins Kreuzverhör genommen, um zu klären, wie ich dem Film denn nur so wenige Punkte geben könne. Ihre Begeisterung ist somit auch mir noch einen Punkt wert. Insofern die perfekte Wahl für einen Filmabend mit Kindern, doch alleine braucht man sich „Hop“ nicht anschauen: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang (2019)

Nachdem der gestrige Filmabend mit der ganzen Familie ausgefallen ist, haben wir diesen heute mit „TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang“ nachgeholt. Da der Film nicht im Streaming läuft, hat sich einmal mehr die lokale Bücherei bewährt. Eine wirklich schöne Einrichtung (von den unzähligen Büchern und Comics, die alle paar Wochen ihren Weg zu uns finden, einmal gar nicht zu sprechen). Aber ich schweife ab…

TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang (2019) | © Warner Bros (Universal Pictures)

TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang (2019) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Eine gelungene Modernisierung der Reihe

Von all den Kinderkrimis bzw. Kinderabenteuern habe ich früher am häufigsten die Hörspiele der „Fünf Freunde“ gehört. Doch auch „TKKG“ habe ich bestimmt bei einer Handvoll Abenteuer begleitet. Die Reihe ist anscheinend nicht sonderlich gut gealtert, so dass ich besonders gespannt war, wie sie sich heute zwischen der Neuauflage von „Fünf Freunde“ und „Die drei !!!“ behaupten würde. Tatsächlich war ich positiv überrascht, wirkt die Inszenierung samt Score doch einerseits recht retro (teils musste ich sogar an „Stranger Things“ denken) und doch angenehm modern und zugleich passend kindgerecht umgesetzt.

Der zu lösende Fall selbst ist zwar überhaupt nicht spektakulär oder sonderlich verzwickt, aber darum geht es ja auch nicht. Schließlich steht die Origin-Geschichte von TKKG im Mittelpunkt und also solche funktioniert der Film tadellos. Die Schauspieler*innen sind allesamt sympathisch und füllen ihre Figuren wunderbar mit Leben. Die Chemie stimmt und jeder Charakter macht eine gewisse Entwicklung durch. Zudem ist der Film zwar durchaus humorvoll, aber er driftet nicht in komplette Albernheit ab. Eine gelungene Mischung.

Fazit

Insgesamt hat uns allen „TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang“ wirklich gut gefallen. Eine gelungene Adaption, die Lust auf mehr macht. Beim zweiten Abenteuer der Bande sind wir also bestimmt wieder mit am Start: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.

Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft (2015)

Ein Jahr Pandemie. Ein Jahr Home Office. Ein Jahr Unsicherheit und Verzicht. Aber auch ein Jahr wöchentliche Filmabende. So auch heute und die Wahl, vor allem die des Zappelinchens, ist auf „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ gefallen. Sie hatte den Film schon einmal mit einer Freundin gesehen und die Prämisse klang auch in meinen Ohren recht nett. Was hatte der Film also letztendlich zu bieten? 👩‍🏫

Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft (2015) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft (2015) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Nette Effekte und ein gelungenes Finale

Ich mag ja Filme, die ihre Figuren schrumpfen. Als Kind hat mich besonders „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ begeistert, an den sich „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ natürlich anlehnt. Inzwischen habe ich diesen schon seit Jahren nicht mehr gesehen, was ich wohl einmal ändern sollte. Doch auch „Der Indianer im Küchenschrank“ ist in meinen Augen ein wundervoller Kinderfilm und selbst der vom erwachsenen Publikum verschmähte „Downsizing“ hat mich durchaus fasziniert. Nun also eine deutsche Kinderbuchverfilmung, was das Spielfeld schon recht eng steckt.

Es gab etliche Elemente, die mir gut gefallen haben: Die Effekte sind überraschend gelungen und die Entwicklung des Films gegen Ende hat mir auch gefallen. Leider dauert es gerade zu Beginn ewig (fast 25 Minuten), bis die Geschichte ins Rollen kommt. Danach folgen erst einmal ziemlich doofe und billige Gags, bis sich der Film auf seine Stärken besinnt. Insgesamt also zu viel Otto (ja, Otto Waalkes hat einen Gastauftritt) und zu wenig Rick Moranis, doch letztendlich nette Unterhaltung für die ganze Familie.

Fazit

Die Kinder waren von „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ ziemlich begeistert, auch wenn der Zwergofant wieder recht oft die Hände vor den Augen hatte. Auch ich hatte meinen Spaß, wenngleich es doch einer der durchschnittlicheren deutschen Kinderfilme gewesen ist, die im letzten Jahr den Weg auf unseren Fernseher gefunden haben: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.