Cold Storage (2026)

Heute Abend wollte ich unser Programm ein wenig vom MCU weglenken, um in den Horroctober bzw. Schocktober einzusteigen. Meine Wahl fiel auf „Cold Storage“, da der Film eher von der humorvollen Sorte sein sollte und er mit Joe Keery einen bei uns beliebten Schauspieler in einer der Hauptrollen hat. Wie die Quasi-Zombie-Komödie letztendlich bei uns angekommen ist, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🧟

Cold Storage (2026) | © Studiocanal (Plaion Pictures)

Cold Storage (2026) | © Studiocanal (Plaion Pictures)

Viel Humor, noch mehr Ekel und wenig Horror

Schon wenn man sich den Trailer (siehe unten) anschaut, bekommt man ein recht gutes Gespür für den Film. Außerdem lässt sich danach die Handlung exakt vorhersagen. Überhaupt ist das Drehbuch erstaunlich generisch. Umso verwunderlicher, dass es von David Koepp nach seinem gleichnamigen Roman geschrieben wurde. Aber vielleicht auch nicht, denn spätestens seit „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ ist auch sein Ruf nicht mehr der beste. Auf jeden Fall bekommen wir die generischste Zombie- bzw. Pilzinfektionsgeschichte erzählt, die man sich nur vorstellen kann. Erinnerungen an „The Last of Us“ werden wach, doch ist „Cold Storage“ eher wie ein B-Movie inszeniert. Viel Humor, flapsige Sprüche und etliche Ekelszenen.

Neben Joe Keery, der eine ganz gute Chemie mit Georgina Campbell besitzt, ist natürlich Liam Neeson der größte Name. Er spielt eine typische Liam-Neeson-Rolle und das funktioniert auch wieder recht gut. Am spaßigsten sind natürlich die durch den Pilz hervorgerufenen Effekte. Herrlich eklig! Ich musste hier häufiger an die dritte Staffel von „Stranger Things“ denken, was natürlich auch an Joe Keery und den verwendeten Neonfarben lag. Horror oder Spannung gibt es dagegen kaum, denn die Geschichte ist absolut vorhersehbar und geht dann auch ziemlich genauso aus, wie man sich das ab der ersten Minute denken kann. Nicht weiter schlimm, aber eben auch typisch für einen Film, der nicht lange im Gedächtnis bleiben wird. Wie gesagt, schaut den Trailer und ihr bekommt eine gute Vorstellung vom Film:

Fazit

Ich hatte viel Spaß mit „Cold Storage“. Der Zwergofant wurde auch gut unterhalten, doch dem Zappelinchen war er zu eklig. Ich glaube, für Halloween muss ich mir einen ernsthafteren Grusel- bzw. Horrorfilm überlegen. Aber das war schon einmal ein guter Einstieg: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Thor: Love and Thunder (2022)

Endlich einmal wieder ein Filmabend. Eigentlich hätten Frau bullion und ich lieber etwas anderes geschaut, doch bei den Kids war der Wunsch nach dem MCU groß. Also haben wir mit „Thor: Love and Thunder“ weitergemacht. Das war vielleicht auch nicht verkehrt, denn so steigt die Chance, bis zum Kinostart von „Avengers: Doomsday“ die bisherigen Filme aufgeholt zu haben. Nun aber erst einmal nach New Asgard… ⚒️

Thor: Love and Thunder (2022) | © Walt Disney

Thor: Love and Thunder (2022) | © Walt Disney

Albern und ernst gesellt sich gern?

Lustigerweise liegt unsere Sichtung von „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ heute exakt einen Monat zurück. Hat sich dieser als sehr wichtig für die aktuelle MCU-Saga angefühlt, scheint „Thor: Love and Thunder“ eher eine unwichtige Nebenhandlung zu erzählen. Das fand ich auch nicht weiter schlimm. Mit Taika Waititi saß nach „Thor: Tag der Entscheidung“ abermals einer meiner liebsten Regisseure am Ruder. Ich hatte jedoch bereits im Vorfeld eher negative Kritiken mitbekommen, sodass meine Erwartungshaltung nicht die höchste war. Schon bald zeigt sich, dass „Thor: Love and Thunder“ eher auf der albernen Seite steht. Vermutlich ist er der bisher sogar quatschigste aller MCU-Filme. Das funktioniert teilweise, teilweise aber auch nicht bzw. ist es einfach zu viel des Guten. Da hatte Taika Waititi im Vorgänger mehr Fingerspitzengefühl bewiesen.

Auf der anderen Seite erzählt „Thor: Love and Thunder“ allerdings eine eher tragische Geschichte. Wenn sich Jane (fand ich als Mighty Thor übrigens großartig!) zwischen Krebsbehandlung und einem letzten Abenteuer entscheiden muss, dann trifft das einen ganz akut wunden Punkt bei mir. Hätte ich das im Vorfeld gewusst, hätte ich den Film vermutlich nicht geschaut. Aber es war schon okay und hat die Geschichte für mich emotionaler gemacht, als sie im Normalfall vermutlich gewesen wäre. Passt das mit den Albernheiten zusammen? Tatsächlich erstaunlich gut. Hinzu kommen ein paar schöne Actionszenen (auch hier funktionieren bei Weitem nicht alle), die auch den Kindern viel Spaß gemacht haben:

„Weißt du, was ich das Beste an dem Film fand? Dass sie Gold geblutet haben.“

– Das Zappelinchen nach dem Film

Erwähnen möchte ich auch noch Christian Bale als Bösewicht Gorr, der wie immer eine gute Figur macht. Und natürlich Matt Damon als Theaterdarsteller, der Loki spielen darf. Auch extrem albern, aber auch extrem witzig.

Fazit

„Thor: Love and Thunder“ macht vieles falsch, aber auch vieles richtig. Ich hatte eine gute Zeit mit dem Film, doch wird er mir nicht lange im Gedächtnis bleiben. Die Kids waren etwas begeisterter und Frau bullion ist direkt eingeschlafen. Mal sehen, wann wir wieder Zeit für einen Filmabend finden und ob es uns dann wieder ins MCU verschlagen wird: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Bad Apples (2025)

Wir hatten dieses Wochenende kinderfrei, sprich die Kinder waren mit ihren beiden Cousins und ihrer Cousine zum Übernachten bei den Großeltern. Frau bullion und ich hatte uns vorgenommen, endlich einen Essensgutschein einzulösen und das direkt mit einem Kinobesuch zu verbinden. Eigentlich hatte ich „Das Ende der Sterne“ geplant, doch stolperte ich über „Bad Apples“, der sogar im Originalton lief und dank Kinofest selbst im Deluxe-Saal für einen annehmbaren Preis. Der Hauptgrund war allerdings die Prämisse des Films, doch dazu mehr in der folgenden Besprechung… 🍎👩‍🏫

Bad Apples (2025) | © Sony Pictures

Bad Apples (2025) | © Sony Pictures

Unfassbar bedrückend, verstörend und witzig

„Bad Apples“ ist das perfekte Gegenstück zu Zack Creggers „Weapons: Die Stunde des Verschwindens“. Im Zentrum der Geschichte steht eine Lehrerin (unfassbar gespielt von Saoirse Ronan), die mit einem schwierigen Schüler zu kämpfen hat. Danny macht nicht nur ihr das Leben schwer, er sorgt dafür, dass die gesamte Klasse aus dem Gleichgewicht gerät. Eine Situation, die traurig nah an der Realität ist, wie Frau bullion zu bestätigen wusste. Aufgrund einer Eskalation kommt es dazu, dass die Lehrerin Danny bei sich zu Hause im Keller einsperrt. Dies mag unrealistisch klingen, doch ist es so nachvollziehbar erzählt, dass ich dies dem Film hoch anrechne. Es ist immer klar, dass das Verhalten der Lehrerin falsch ist. Auch Marie, so heißt Saoirse Ronans Figur, ist sich dessen bewusst. Aber es bleibt stets nachvollziehbar. Durch diesen Kniff und das behutsam und durchdacht geschriebene Drehbucht, bleibt „Bad Apples“ in einer möglichen Realität verankert.

Der Ton des Films ist dabei stets satirisch, aber nie übertrieben. Die Inszenierung ist extrem geerdet und man weiß dadurch nie, in welche Richtung die Geschichte schlägt. Es hätte genauso gut in Richtung Thriller oder sogar Horror kippen können. Doch „Bad Apples“ wird eher zu einer schwarzen Komödie. Im späteren Verlauf spielt noch Pauline, die Musterschülerin der Klasse, eine größere Rolle. Diese wird grandios von Nia Brown verkörpert, welche im letzten Drittel für gleichzeitig verstörende als auch unfassbar witzige Szenen sorgt. Ich musste teils laut lachen und war damit weit nicht der Einzige im Kino. Die Romanadaption sagt viel über das Schulsystem, Lehrer:innen, Eltern und Gesellschaft aus. Ich möchte nicht alles vorwegnehmen, doch kann ich nur noch einmal meinen Punkt vom Anfang bestärken: „Bad Apples“ würde sich perfekt zu einem Double-Feature mit „Weapons“ eignen. Ein wahrlich herausragender Film, der leider nur einen sehr kleinen Kinostart bekommen hat.

Fazit

Ich bin schwer begeistert von „Bad Apples“ und kann ihn euch nur ans Herz legen, sollte der Film bei euch laufen. Er ist absolut packend und besitzt so einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, auch wenn sie im Verlauf des Films bereits angelegt sind. Saoirse Ronan und die Kinderdarsteller:innen sind fantastisch und Jonatan Etzler Regie auf den Punkt. Ein wirklich großartiger Film. Solltet ihr euch unbedingt anschauen: 9/10 Punkte.

Renfield (2023)

Nachdem wir heute Nachmittag die Kids bei den Großeltern abgesetzt hatten, habe ich noch ein wenig gearbeitet. Gegen 18 Uhr haben Frau bullion und ich beschlossen, noch einen Abendspaziergang zu machen. Dieser wurde mit über 6 km etwas länger, und mittendrin haben wir uns noch Döner bzw. Falafel geholt. Danach habe ich mit „Renfield“ einen Film ausgesucht, den wir mit den Kindern (noch) nicht hätten schauen können und der nach seichter Unterhaltung aussah. Wie er uns gefallen hat? 🧛

Renfield (2023) | © Universal Pictures

Renfield (2023) | © Universal Pictures

Sehr kurzweilig, doch viel zu überdreht

Wenn man die Serie „What We Do in the Shadows“ (und natürlich auch den Film) gesehen hat, dann ist der Goldstandard moderner Vampir-Komödien bereits bekannt. Ich kann es direkt vorwegnehmen: „Renfield“ kommt nicht annähernd an den Humor der beiden Werke heran. Damit will ich es auch beim Vergleich belassen, denn „Renfield“ kann durchaus für sich stehen. Den Aufhänger, die Beziehung zwischen Dracula und Renfield als toxisches Arbeitsverhältnis darzustellen, fand ich schon recht witzig. Auch Nicolas Cage und Nicholas Hoult harmonieren wunderbar miteinander. Da hätte der Film gerne noch mehr in die Tiefe gehen können. Mehr ruhige Szenen. Weniger übertriebene Action. Aber dann wären wir ja doch wieder bei „What We Do in the Shadows“, wo die Beziehung zwischen Vampir und Familiar ebenfalls ein wichtiger Handlungsstrang ist. Nur eben viel besser umgesetzt.

Vermutlich hätte mir „Renfield“ auch (noch) besser gefallen, wenn die Welt nicht so comichaft übertrieben gewesen wäre. Auch das macht die oben bereits mehrfach erwähnte Serie so viel besser. Aber ich wollte ja nicht mehr vergleichen. Nicholas Hoult spielt Draculas Diener großartig, nur das Mutieren zum Superhelden fand ich seltsam. Die damit verbundene Action, die splattermäßig ordentlich zur Sache geht (leider mit viel CGI-Blut), macht Spaß und war mir teils dennoch zu viel des Guten. Auch hier wieder zu comichaft. Besser haben mir die ruhigeren Szenen gefallen, wenn das Bild mal länger stehen bleibt und wir Draculas Verlies z.B. länger zu sehen bekommen. Leider peitscht Regisseur Chris McKay die Geschichte ziemlich durch, was gar nicht nötig gewesen wäre. Ansonsten spielen sich Awkwafina und Ben Schwartz selbst bzw. so, wie sie all ihre Rollen spielen. Dafür hat es mich gefreut, Shohreh Aghdashloo zu sehen, die ich seit „The Expanse“ liebe.

Fazit

„Renfield“ ist ein netter und sehr kurzweiliger Film. Leider zündet der Humor nicht immer und die Action ist zu übertrieben. Mit einer balancierteren Inszenierung hätte er deutlich besser sein können. Nun sag ich es doch noch einmal: Zur Not lieber zu „What We Do in the Shadows“ greifen. Hat man Film und Serie aber schon x-mal gesehen, dann macht auch „Renfield“ durchaus Spaß: 6/10 Punkte.

Spider-Man: Brand New Day (2026)

Der letzte Arbeitstag vor meinem Urlaub ist fast schon angenehm unspektakulär verlaufen. Danach hatten wir noch einen Zwischenfall mit einer verwirrten Person, der wir helfen mussten, bevor wir zu meiner Mama aufgebrochen sind. Da sie sich heute nicht so gut gefühlt hat, sind wir nach dem Besuch nur zu viert ins Kino gegangen, wo wir uns „Spider-Man: Brand New Day“ angeschaut haben. 🕸️

Spider-Man: Brand New Day (2026) | © Sony Pictures Home Entertainment

Spider-Man: Brand New Day (2026) | © Sony Pictures Home Entertainment

Wunderbar sympathisch erzählte kleine Kartoffeln

Ich hätte ja nicht gedacht, dass wir es nach „Toy Story 5“ noch einmal so bald ins Kino schaffen würden. Nur mit „Die Odyssee“ wird das wohl nichts mehr. Doch ich bin auch sehr froh, „Spider-Man: Brand New Day“ auf der großen Leinwand gesehen zu haben. Ich kann schon einmal vorwegnehmen, dass der Film ein Erlebnis war, speziell in 3D. Die Handlung setzt direkt nach den Ereignissen von „Spider-Man: No Way Home“ ein und wir erleben einen einsamen Peter Parker. Hier hat mich der Film von der Stimmung etwas an Sam Raimis „Spider-Man 2“ erinnert. Danach folgen Sequenzen, welche an die Origin-Stories aus „Spider-Man“ und „The Amazing Spider-Man“ erinnern, sprich Peter Parker erlernt den Umgang mit seinen (in diesem Fall erweiterten) Kräften. Das alles fühlt sich wunderbar organisch an und wie eine echte Weiterentwicklung der Figur. Weniger oberflächlicher Fanservice, als noch im Vorgänger, und mehr echtes Drama. Das hat mir wirklich ausgezeichnet gefallen.

Es gibt eine wunderbare Szene, in der beschreibt Black Widow (Florence Pugh), dass sich Spider-Man ja nur um kleine Kartoffeln kümmern würde. Und genauso ist es auch: Die Geschichte des Films fühlt sich wie ein fast schon intimes Drama an. Selbst die Action bleibt angenehm geerdet. Der Auftritt des Punishers unterstreicht dieses Gefühl noch einmal. Auch die Bösewichtin ist nicht klischeehaft böse, sondern besitzt eine ganz eigene Geschichte und entpuppt sich als Überraschung, welche für den weiteren Verlauf des MCU wohl noch von Bedeutung sein dürfte. Davon abgesehen hatte ich nicht das Gefühl durch das Überspringen der MCU-Filme nach „Spider-Man: No Way Home“ irgendetwas verpasst zu haben. Auch sehr angenehm. Die Geschichte steht für sich und dreht sich im Kern um Peter Parkers Einsamkeit und seinem Umgang damit. Auch MJ und Ned sind wunderbar eingeflochten. Hier gibt es kein einfaches Happy End. All das ist so wunderbar emotional, dass ich in manchen Szenen Tränen in den Augen hatte. Kein Wunder also, dass „Spider-Man: Brand New Day“ für mich der bisher beste Film mit der aktuellen Besetzung ist:

  1. „Spider-Man: Brand New Day“ (2026) | 9/10 Punkte
  2. „Spider-Man: Far From Home“ (2019) | 8/10 Punkte
  3. „Spider-Man: Homecoming“ (2017) | 8/10 Punkte
  4. „Spider-Man: No Way Home“ (2021) | 8/10 Punkte

Ein überaus lohnender Kinobesuch:

Fazit

Ich hätte es nicht erwartet, dass mich „Spider-Man: Brand New Day“ so begeistern würde. Bereits die drei vorherigen Filme mit Tom Holland als freundliche Spinne aus der Nachbarschaft waren beste Unterhaltung. Dieser vierte Teil besitzt jedoch mehr Tiefe und weiß noch mehr aus seinen Figuren rauszuholen. Die Kinder waren begeistert, Frau bullion war extrem angetan und auch mir hat der Film ausgezeichnet gefallen. Der perfekte Start in den Urlaub: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Toy Story 5 (2026)

Nachdem wir momentan nicht so recht planen können, habe ich erst heute Morgen recht spontan Kinokarten für „Toy Story 5“ gekauft. Der Zwergofant wollte den Film ohnehin sehen und auch ich habe mich darauf gefreut. Da auch meine Mama heute einen guten Tag hatte, und der Rest der Familie ausgeflogen war, sind wir zu dritt ins Kino gegangen. In eine Kindervorstellung am Nachmittag. Warum das durchaus lohnenswert war, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🐎

Toy Story 5 (2026) | © Walt Disney

Toy Story 5 (2026) | © Walt Disney

Mit drei Generationen zu „Toy Story 5“ ins Kino

Normalerweise hätte ich die Nachmittagsvorstellung gemieden, doch es war gar nicht so schlimm. Natürlich waren die jungen Zuschauer:innen etwas laut, aber auch nicht nerviger als ein lautes Erwachsenenpublikum. So saßen wir nun also zu dritt in der Kindervorstellung von „Toy Story 5“ mit einer Altersspanne von 13 bis 80 Jahren. Das Schöne dabei war: Jeder von uns hatte Spaß mit dem Film. Meine Mama hatte bisher noch keinen Teil der Reihe gesehen, doch wir hatten ihr davor einen kurzen Abriss gegeben. „Toy Story 5“ funktioniert durchaus auch für sich genommen. In Teilen bestimmt schlechter, in anderen aber auch bestimmt besser, denn Andrew Stantons Fortsetzung wirkt in manchem Momenten eher schon wie ein Best-of der bisherigen Filme. Sowohl was Action-Szenen als auch was Emotionen angeht.

Mit Lilypad als Versinnbildlichung des Vormarschs digitaler Spielzeuge greift „Toy Story 5“ ein durchaus relevantes Thema auf und erweitert die Welt sinnvoll. Das hat mir besser gefallen als beim direkten Vorgänger. Dennoch wird der Konflikt zwischen klassischem Spielzeug bzw. der digitalen Welt bisweilen schon eher platt dargestellt. Gerade Bonnie fand ich zu passiv und fast schon negativ gezeichnet. Natürlich hat das die Geschichte einfacher gemacht, aber mehr Nuancen hätte mir besser gefallen. Auch die Buzz-Lightyear-Armee hätte ich nicht gebraucht. Das hat mich zu sehr an „Toy Story 2“ erinnert, war damals jedoch charmanter inszeniert. Das Ende ist dann auch übertrieben glatt. Insgesamt hatte ich ein ähnliches Gefühl wie bei „Toy Story 4“: Ich hatte Spaß mit dieser Fortsetzung, doch nötig war sie nicht. Die Magie der Andy-Trilogie hat gefehlt und doch bin ich froh, den Film in dieser Konstellation im Kino gesehen zu haben. Spaß für drei Generationen. Das schaffen auch nicht alle Filme. Hier mein aktuelles Ranking der bisherigen „Toy Story“-Filme:

  1. „Toy Story 3“ (2010) | 10/10 Punkte
  2. „Toy Story 2“ (1999) | 10/10 Punkte
  3. „Toy Story“ (1995) | 10/10 Punkte
  4. „Toy Story 5“ (2026) | 8/10 Punkte
  5. „Toy Story 4“ (2019) | 8/10 Punkte

Der Kinobesuch hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt:

Fazit

Ich habe es sehr genossen, „Toy Story 5“ mit zwei meiner liebsten Menschen im Kino zu sehen. Das gemeinsame Erlebnis wertet den Film für mich unbedingt auf. Doch auch für sich genommen erzählt er eine sehenswerte Geschichte. Nötig wäre diese nicht unbedingt gewesen, doch macht Disney/Pixar wohl das Beste draus. Ich mochte die neuen Figuren und habe mich über den Jessie-Fokus gefreut. Vielleicht nicht der Sommerblockbuster, aber allemal sehenswerte Unterhaltung: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: war mit einer Freundin im Schwimmbad; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Spider-Man: No Way Home (2021)

Heute war die Vorfreude auf den Filmabend sehr groß. Schon den ganzen Tag redete der Zwergofant davon, endlich „Spider-Man: No Way Home“ sehen zu wollen. Da wir morgen sehr früh aufstehen müssen, wollten wir nicht zu spät anfangen und waren beinahe pünktlich um 19:00 Uhr vor dem Fernseher. Es ist schon toll, wenn Filme solch ein Ereignis sind. Ob der dritte Spider-Man-Film mit Tom Holland die an ihn gestellten Erwartungen auch erfüllen konnte? 🕷️🕷️🕷️

Spider-Man: No Way Home (2021) | © Sony Pictures Home Entertainment

Spider-Man: No Way Home (2021) | © Sony Pictures Home Entertainment

Ins Multiversum des sympathischen Fanservice

Damals war der Hype um „Spider-Man: No Way Home“ enorm. Spoiler drangen schnell nach draußen und uns war im Vorfeld natürlich klar, worum es gehen sollte. Falls man es damals ohne diese Informationen ins Kino geschafft hatte, war das bestimmt ein unglaubliches Erlebnis. Doch auch mit Vorkenntnis der Ereignisse sollten wir gut unterhalten werden. Für mich persönlich war es jedoch nicht das große popkulturelle Ereignis, das ich vielleicht erwartet hatte. Die Zusammenführung der ikonischen Bösewichte samt der drei Spider-Man-Varianten wirkte auf mich ein wenig wie hochwertig produzierte Fanfiction. Das soll nicht abwertend klingen, doch war die gesamte Geschichte schon ziemlich konstruiert und auch so manche Interaktion wirkte so geschrieben, dass sich Fans darüber freuen. Fanservice eben.

Ich liebe Sam Raimis erste „Spider-Man“-Trilogie und davon speziell den zweiten Teil. Auch „The Amazing Spider-Man“ hatte durchaus Aspekte, die ich sehr mochte. Nun alle zusammen zu sehen? Das war wirklich ein großer Spaß! Was jedoch die eigentliche Geschichte rund um den MCU-Peter-Parker angeht, so fand ich „Spider-Man: Far From Home“ fast noch interessanter. Somit reiht sich auch „Spider-Man: No Way Home“ in die unfassbar unterhaltsame Tom-Holland-Reihe ein. Er ist jedoch nicht so überragend bahnbrechend, wie ich im Vorfeld teils gelesen hatte. Das macht ihn jedoch nicht weniger unterhaltsam und ich hatte wirklich viel Spaß mit dem Film. Da juckt es mich fast in den Fingern, „Spider-Man: Brand New Day“ einen Besuch im Kino abzustatten, auch wenn wir mit dem MCU noch weit nicht dort angekommen sind.

Fazit

„Spider-Man: No Way Home“ ist ein extrem unterhaltsamer Film, der sich in den schwächsten Momentan anfühlt wie Fanfiction, die als Fanservice umgesetzt wurde. In seinen stärksten Szenen ist er unfassbar unterhaltsam, witzig und besitzt viel Herz. Die Kinder schätzen das recht ähnlich ein und ich bin nun gespannt, wie es mit dem MCU weitergeht. Dann gerne auch wieder mit nur einer freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Younger – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 7)

Nach der kurzlebigen Serie „English Teacher“ war ich auf der Suche nach einer neuen Half-Hour-Comedy bzw. Dramedy. Da die neue Staffel von „Abbott Elementary“ noch nicht komplett verfügbar war, bin ich kurzerhand zu Netflix abgebogen, wo ich auf  die Serie „Younger“ gestoßen bin. Eine abgeschlossene Dramedy mit sieben Staffeln? Da wollte ich doch mal einen Blick riskieren… 📚

Younger | © TV Land

Younger | © TV Land

Während der ersten paar Episoden der ersten Staffel, wollte ich eigentlich schon wieder ausschalten. Zu viel Seifenoper. Aber genau dieser Aspekt hat mich bzw. uns dann doch am Ball gehalten und letztendlich haben wir die 84 Episoden der sieben Staffeln innerhalb von nur drei Monaten durchgesuchtet. Selbst im Urlaub auf dem Tablet haben wir ein paar Folgen geschaut, obwohl ich das sonst nie mache. Die Serie ist am ehesten wohl eine Workplace-Dramedy im Verlagsgeschäft mit starkem Romantik-Fokus. Die seichteste Unterhaltung, die man sich vorstellen kann, welche dennoch ein paar relevante Themen (Altersdiskriminierung, Sexismus usw.) behandelt. Ich hätte nie und nimmer gedacht, dass mich die Serie so hookt:

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Glennkill: Ein Schafskrimi – OT: The Sheep Detectives (2026)

Wir waren wieder einmal im Kino. Eigentlich hätte ich mir diesen Film nicht unbedingt für eine Kinovorstellung ausgesucht, doch war die Altersspanne von 13 bis 80 Jahren recht groß und auf „Glennkill: Ein Schafskrimi“ konnten sich alle einigen. Nachmittags haben wir also meine Mama abgeholt und sind mit ihr zum Kino spaziert. Danach sind wir noch lecker essen gegangen und es war ein rundum schöner Tag mit viel nötiger Ablenkung. Ob auch der Film dazu beigetragen hat? 🐑

Glennkill: Ein Schafskrimi (2026) | © Sony Pictures

Glennkill: Ein Schafskrimi (2026) | © Sony Pictures

Mehr mäh als meh: Tierisch gute Unterhaltung

Vom Trailer war ich durchaus recht angetan. Großartige Unterhaltung hatte ich mir allerdings nicht erwartet. Frau bullion hat die Vorlage irgendwann um 2006 gelesen und fand das Buch nett. An viel konnte sie sich allerdings nicht mehr erinnern. Es ist wohl ein gutes Zeichen, wenn sich mit einer Verfilmung so viel Zeit gelassen wird. Der Hype ist vorbei und das schnelle Geld ist wohl nicht mehr der entscheidende Faktor. Für mich kam die Verfilmung von „Glennkill: Ein Schafskrimi“ auch ziemlich aus dem Nichts, zumal es eine große, internationale Produktion ist und das Buch in deutscher Sprache verfasst wurde. Andererseits: Hugh Jackman und sprechende Schafe? Was kann da schon schief gehen? Tatsächlich erstaunlich wenig.

Ich mochte den Humor in „Glennkill: Ein Schafskrimi“ wirklich sehr gerne. Das Timing stimmt einfach und wir mussten mehrfach laut lachen. Ob es hilft, dass Regisseur Kyle Balda aus dem Animationsbereich (u.a. „Ich: Einfach unverbesserlich 3“) kommt? Auf jeden Fall war ich positiv überrascht, wie gut die Geschichte durchkomponiert ist und wie wenig mich die sprechenden Schafe gestört haben. Trotz viel CGI wirken die idyllischen Schauplätze erstaunlich echt und greifbar. Auch die menschlichen Figuren harmonieren wunderbar mit ihren tierischen Gegenstücken. Neben dem Humor können auch die emotionalen Aspekte überzeugen und ich musste teils ganz schön schlucken. Der Kriminalfall dagegen ist recht klischeehaft, was aber Teil des Konzepts ist. Da hat sich Drehbuchautor Craig Mazin (u.a. „The Last of Us“) einmal von seiner leichteren Seite gezeigt. Insgesamt ein tolles Kinoerlebnis:

Fazit

Wir alle fünf hatten wirklich enorm viel Spaß mit „Glennkill: Ein Schafskrimi“. Das hatte ich zuvor nicht erwartet. Man sollte einfach viel häufiger ins Kino gehen und nicht nur Filme schauen, die man dort unbedingt sehen will. Eigentlich hätte ich auch lieber die Originalfassung gesehen, doch auch die Synchro macht mit Anke Engelke und Bastian Pastewka in den tierischen Hauptrollen sehr viel Spaß. Ein rundum gelungener Kinospaß: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Shang-High Noon – OT: Shanghai Noon (2000)

Schon der zweite Tag in Folge, den ich komplett draußen verbracht habe. Herrlich! Da es abends noch zu kalt zum draußen Sitzen war, haben wir uns mit „Shang-High Noon“ noch einen Film angeschaut. Seit „Karate Kid“ und „Rush Hour“ ist Jackie Chan den Kindern ein Begriff und da ich die Westernkomödie früher sehr gerne mochte, war die Wahl schnell gefallen. Wie uns allen der Film heute gefallen hat? 🤠

Shang-High Noon (2000) | © Buena Vista Pictures / Filmjuwelen

Shang-High Noon (2000) | © Buena Vista Pictures / Filmjuwelen

Wenn Eastern auf Western trifft

„Shang-High Noon“ gehört zu jenen Filmen, die ich damals auf DVD rauf und runter gesehen habe. Ich weiß gar nicht mehr genau wieso. Vielleicht weil die Sammlung damals noch kleiner war und es einfach ein Wohlfühlfilm ist? Auf jeden Fall konnte ich mich noch an viele Szenen und Handlungselemente erinnern. Manches davon wirkt aus heutiger Sicht etwas angestaubt (besonders die Musik abseits des Scores), doch im Großen und Ganzen funktioniert „Shang-High Noon“ immer noch sehr gut. Dies liegt zu 99% an Jackie Chan und Owen Wilson, die wirklich eine fantastische Chemie besitzen. Wenn ich alleine an die Szene im Waschzuber denke oder die erste gemeinsame Kampfszene im Saloon, dann ist das einfach ein großer Spaß.

Die Handlung selbst ist ziemlich nach Schema F erzählt, doch das macht nichts. Mit Lucy Liu und Walton Goggins (u.a. bekannt aus „Fallout“) sind auch die Nebenrollen top besetzt und es macht unglaublich viel Spaß, dem Wildwest-Abenteuer mit Eastern-Einschlag beizuwohnen. Die Kämpfe sind abermals famos choreografiert, wirken aber leider etwas zerschnitten. Dennoch wunderbare Kampfkunst mit einem bestens aufgelegten Jackie Chan. Owen Wilson trägt mindestens ebenso viel zum Film bei, denn sein Roy O’Bannen hat so manch herrlichen Spruch auf den Lippen. Zudem wirkt „Shang-High Noon“, speziell heute, wunderbar handgemacht und es gibt viele schöne und ruhige Kameraeinstellungen.

Fazit

Ich hatte heute wieder viel Spaß mit „Shang-High Noon“ und auch die Kinder waren angetan. Umso schöner, dass es mit „Shanghai Knights“ noch einen zweiten Teil gibt. Auch wenn ich den Film nun nicht wieder regelmäßig einlegen werde, möchte ich mit meiner Wertung jedoch auch die unzähligen, bereits vergangenen Sichtungen würdigen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)