The LEGO Ninjago Movie (2017)

Nachdem Frau bullion und das Zappelinchen heute Abend strawanzen sind und sich ein Konzert anschauen, hatten der Zwergofant und ich einen Männerabend. Wie so etwas aussieht? Zuerst haben wir uns mit „The LEGO Ninjago Movie“ einen lang ersehnten Film angeschaut und uns dann zusammen ins Bett gekuschelt, um noch ein wenig einem Ninjago-Hörspiel zu lauschen. Männerabend eben. Inzwischen hört der Zwergofant das Hörspiel alleine zu Ende (wenn er nicht dabei einschläft) und ich berichte euch, wie uns der Film gefallen hat… 🥋🔥💧🥶🥬

The LEGO Ninjago Movie (2017) | © Warner Home Video

The LEGO Ninjago Movie (2017) | © Warner Home Video

Ein Franchise für die Kids von heute

Nicht erst seit unserem Besuch im Legoland liebe ich die beiden „The LEGO Movie“-Filme. Mit Ninjago hatte ich selbst noch nicht allzu viele Berührungspunkte, doch der Zwergofant ist großer Fan. Er besitzt etliche Spielsachen, ein paar Hörspiele und schaut mit Vorliebe die Serie. Mich erinnert das bunte Ninja-Treiben immer ein wenig an die „Teenage Mutant Ninja Turtles“ meiner Kindheit, weshalb ich durchaus eine Verbindung zum LEGO-Franchise herstellen kann. Bereits im Vorfeld hat mir der Zwergofant genauestens erklärt, was er von der Geschichte weiß und wer die Figuren sind. Somit habe ich mich einigermaßen in der Welt zurechtgefunden, zumal der Film ohnehin kein Vorwissen voraussetzt. Allerdings kann es auch nicht schaden, denn die Hintergründe und Figuren bleiben doch ziemlich flach.

Der Stil des Films steht den anderen beiden LEGO-Movies in nichts nach. Auch die Verknüpfung mit Realszenen (u.a. mit Jackie Chan) ist wieder sehr gelungen. Somit war der Einsatz der ultimativen Waffe samt auftauchendem Monster auch mein Highlight des Films. Davon abgesehen sind die Gags sehr nett, die Geschichte bietet einige imposante Kampfszenen (war mir schon fast zu viel) und einen amüsanten Vater-Sohn-Konflikt. An die Innovationskraft, die vor allem der erste „The LEGO Movie“ ausstrahlt, kommt „The LEGO Ninjago Movie“ jedoch nicht ran. Dennoch mochte ich den Film schon alleine weil der Zwergofant am Ende des Abends verlauten ließ:

„Papa, diesen Abend werde ich nie vergessen!“

Wie soll man da noch objektiv über einen Film urteilen?

Fazit

Auch wenn sich die LEGO-Formel inzwischen ein wenig abnutzt und die Ninjago-Welt deutlich beschränkter ist, als das komplett freie Universum der bisherigen Filme, so hatte ich doch viel Spaß mit „The LEGO Ninjago Movie“. Am meisten freut es mich jedoch, die Begeisterung meines Sohns mitzuerleben und daran teilhaben zu können: 7/10 Punkte.

In einem Land vor unserer Zeit – OT: The Land Before Time (1988) (WS1)

Ich wünsche euch ein gesundes neues Jahr! Wie es sich für einen 1. Januar gehört, haben wir lange geschlafen und einen ausführlichen Neujahrspaziergang (über 7 km!) gemacht. Da die Geduld der Kinder dadurch ziemlich strapaziert wurde, haben wir ihnen einen Filmabend versprochen. Um „In einem Land vor unserer Zeit“ sind wir schon lange herumgeschlichen und haben irgendwann sogar schon einmal das Buch dazu vorgelesen. Heute haben sich alle Mitschauer getraut, sich dem Scharfzahn gegenüberzustellen… 🦖🦕

In einem Land vor unserer Zeit (1988) | © Universal Pictures Germany GmbH

In einem Land vor unserer Zeit (1988) | © Universal Pictures Germany GmbH

Ein nostalgisches Meisterwerk von Don Bluth

Wie bereits in meiner ersten Besprechung vor 11 Jahren(!) geschrieben (damals war ich noch nicht einmal Vater), verbinde ich mit „In einem Land vor unserer Zeit“ viele nostalgische Gefühle. Gar nicht so sehr, weil ich den Film als Kind so oft gesehen hätte, sondern weil ich die Hörspielkassette, welche die Tonspur des Films verwendet, unzählige Male gehört habe. Somit sind mir die Erzählstimme, die Musik sowie die Dialoge zwischen Littlefoot, Cera, Ducky, Petrie (und Spike) bestens vertraut. Speziell die emotionalen Szenen rund um den Tod der Mutter sind mir im Gedächtnis geblieben und diese waren es auch, die meine Kinder am meisten bewegt haben. Don Bluths Animationsfilm ist hier wirklich sehr emotional und teils auch ziemlich düster erzählt. Auch die Konfrontation mit Scharfzahn ist nicht ohne, jedoch ist selbst der Zwergofant inzwischen so abgehärtet, dass er diesen Szenen mit zumindest einem halb geöffnetem Auge folgen konnte.

Hatte ich mich damals beschwert, dass die Qualität der DVD mangelhaft sei, so bin ich mit der Blu-ray durchaus zufrieden. „In einem Land vor unserer Zeit“ wurde zwar nicht perfekt restauriert, und man kann die analoge Herkunft des Films spüren, was jedoch auch den Charme der Produktion ausmacht. Die Animationen sind extrem hochwertig und Don Bluth ist das Kunststück gelungen, die Geschichte auf 68 Minuten so zu verdichten, dass nur noch ihre Essenz übrig bleibt. Gerade in der heutigen Zeit, in der Filme unter 120 Minuten Laufzeit die Ausnahme sind, ist das sehr beeindruckend. Überhaupt ist die Geschichte von Don Bluth und seinem Animationsstudio sehr spannend. Wenn ihr euch näher dafür interessiert, schaut doch zum Beispiel einmal hier rein (nicht vom Click-Bait-Titel abschrecken lassen):

Mein Fazit zu „In einem Land vor unserer Zeit“

Nicht nur für den trägen 1. Januar war „In einem Land vor unserer Zeit“ die perfekte Wahl. Die Kinder konnten sich so richtig in die Geschichte fallen lassen und wir haben selbst den atmosphärischen Abspann bis zum Schluss durchlaufen lassen. Für mich einer der ganz großen Animationsfilme: 9/10 Punkte.

Schöne Bescherung – OT: Christmas Vacation (1989) (WS10)

Ich sehe „Schöne Bescherung“ jedes Jahr und bespreche den Film danach auf meinem Blog. Du möchtest die komplette Dosis Griswolds? Du findest alle Besprechungen hier!

Dieses Jahr sind wir erst spät dazu gekommen, das wichtigste Ritual in der Vorweihnachtszeit anzugehen. Gestern hat uns ein Unfall samt Notarzt und nachwirkendem Schock noch ein wenig um die Weihnachtsstimmung gebracht (dazu vielleicht an anderer Stelle mehr), doch nun ist das Gröbste überstanden und die Zeit reif, „Schöne Bescherung“ endlich in den Blu-ray-Player zu schieben. Wenn die Griswolds nicht für die richtige Stimmung sorgen können, dann weiß ich auch nicht…

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Inzwischen ein festes Weihnachtsritual 🎄🎅

Es ist erst drei Jahre her, dass ich „Schöne Bescherung“ zum ersten Mal zusammen mit den Kindern geschaut habe. Seitdem ist die gemeinsame Sichtung ein festes Ritual in unserer Familie und die Vorfreude beim Nachwuchs mindestens ebenso groß, wie bei mir. Das Zappelinchen hat über weite Strecken einfach nur noch laut gelacht und der Zwergofant hat die kommenden Highlights stets vorhergesagt. Und die Frau des Hauses? Die hat nach den zehrenden letzten Tagen wohlverdient die Augen zu gemacht und Energie getankt. So hatte jeder etwas von dem Filmerlebnis, das im Schein des frisch geschmückten Weihnachtsbaums stattfand. Die bisher fehlende Weihnachtsstimmung hat sich bei uns allen nun definitiv eingestellt.

Dieses Jahr wird „Schöne Bescherung“ wohl auch der einzige Weihnachtsfilm bleiben, doch ich bin zuversichtlich, dass eines der nächsten Jahre wieder mehr Gelegenheit für vorbereitende Besinnlichkeit bieten wird. Umso schöner, dass das Drehbuch aus der Feder von John Hughes alles vereint, was man in einem Weihnachtsfilm braucht: Satire auf das verrückte, kommerzielle Treiben, kalkulierten Familienwahnsinn, viel zu hohe Erwartungen aber auch Besinnlichkeit und herzerwärmende Momente. ❤

Fazit

Mit dieser inzwischen schon elften Besprechung von „Schöne Bescherung“ läute ich auch offiziell die Weihnachtszeit im Hause bullion bzw. moviescape ein. Habt ihr den Film dieses Jahr schon gesehen? Wenn nicht, dann wird es Zeit: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Das Krokodil und sein Nilpferd – OT: Io sto con gli ippopotami (1979)

Der letzte Tag im November. Morgen ist der erste Advent. Unglaublich, oder? Somit stand heute noch einmal Plätzchen backen auf dem Programm. Obwohl es dabei recht spät wurde, hatten wir den Kindern einen Filmabend versprochen, bei dem die Wahl ziemlich einheitlich auf „Das Krokodil und sein Nilpferd“ gefallen ist. Ob dieser Spencer/Hill-Streifen ebenso eingeschlagen hat, wie die vergangenen, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🐊🦛

Das Krokodil und sein Nilpferd (1979) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

Das Krokodil und sein Nilpferd (1979) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

„Wenn Du mich nochmal duzt, haue ich Dir ’ne Delle in die Gewürzgurke.“

Da „Das Krokodil und sein Nilpferd“ einer der beiden Spencer/Hill-Filme war, die ich bereits auf DVD besessen habe, liegt die letzte Sichtung noch gar nicht so lange zurück. Also nur ca. 15 und nicht 25 Jahre. Als Kind hat der Film zum Standardprogramm gehört, der sich vor allem durch sein exotisches Setting vom restlichen Œuvre des Prügelduos abhebt. Im direkten Vergleich mit den zuletzt gesehenen „Zwei Asse Trumpfen auf“ und „Zwei bärenstarke Typen“ fällt auf, dass die Schlägereien noch mehr im Zentrum stehen und die Geschichte noch reduzierter daherkommt. Der Humor ist dabei allerdings ziemlich absurd, was sich speziell in der Szene rund um das Mittagessen mit Kaviar, Hummer und Co. manifestiert. Die deutsche Übersetzung schien mir auch eine Spur derber als in den anderen Filmen, was vielleicht auch die leicht höhere Freigabe erklärt.

„Das klingt als wenn Du ’ne Dachrinne frisst.“

Die Kinder hatten enorm viel Spaß an dem Film. Das exotische Setting mit den Tieren war hierbei definitiv ein Faktor, doch letztendlich haben erneut die übertriebenen Prügeleien für die größten Lachanfälle gesorgt. Oder die Konfrontation der beiden Helden mit dem Truck samt anschließender Kamikaze-Fahrt rückwärts den Berg hinab. Großartig infantiler Slapstick.

Fazit

Auch wenn „Das Krokodil und sein Nilpferd“ bestimmt nicht der beste Spencer/Hill-Streifen ist, so weiß er doch durch sein exotisches Setting und den teils völlig absurden Humor zu überzeugen. Wir alle hatten enorm viel Spaß mit dem Film: 8/10 Punkte.

Zoomania – OT: Zootopia (2016) (WS1)

Was für eine Woche. Sehr auslaugend. Auch meine Erkältung ist wieder auf dem Vormarsch. Hmpf. Da Frau bullion heute strawanzen ist, haben die Kids und ich die Gelegenheit genutzt und einen Filmabend veranstaltet. In den Player ist dieses Mal „Zoomania“ gewandert, den ich zuletzt vor gut drei Jahren gesehen habe. Damals konnte er mich nicht vollends überzeugen. Ob sich dieser Eindruck im Beisein der Kinder verändert hat?

Zoomania (2016) | © Walt Disney

Zoomania (2016) | © Walt Disney

Eine tierische Buddy-Cop-Comedy 🐰🦊🚔

Nachdem ich den Kids drei Filme zur Wahl gestellt hatte, konnten sie sich letztendlich auf „Zoomania“ einigen. Das ist schon einmal positiv zu bewerten. Beide kennen die Hörspielfassung, was gerade beim Zwergofanten doch einiges an Skepsis nahm. Dennoch hatte er Sorge wegen ein paar unheimlichen Szenen. Was das angeht hat er im letzten Jahr aber einen deutlichen Sprung gemacht: Zwar musste er auch während dieser Geschichte ein paar Mal wegschauen, doch insgesamt ist Spannung im Film kein wirkliches Problem mehr für ihn. Das Zappelinchen ist mit ihren neun Jahren eh schon viel weiter und konnte sich komplett auf die kunterbunte Geschichte einlassen. Auch mir ist das dieses Mal leichter gefallen, da ich ja bereits von meiner ersten Sichtung wusste, was ich von „Zoomania“ zu erwarten habe.

Was soll ich sagen? Heute hat mir der Film um das ungleiche Ermittlerduo aus Hase und Fuchs deutlich besser gefallen. Die Geschichte ist immer noch einfach und wenig überraschend, doch die unzähligen kleinen Details und auch die offensiv eingewobene Toleranzbotschaft fand ich bei der heutigen Sichtung einfach wundervoll. Zudem konnte die detailreiche Optik des Films noch mehr auftrumpfen, da die unzähligen Ebenen, durch die „Zootopia“ aufgebaut ist, durch das 3D noch eine enorme Tiefe ins Bild gebracht haben. Großartig!

Fazit

Ja, „Zoomania“ hat bei der ersten Wiederholungssichtung wirklich gewonnen. Die Kinder waren begeistert und auch ich konnte mich so richtig schön in diese Welt fallen lassen. Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich Filmabende mit der Familie liebe? Gerade nach anstrengenden Wochen. Für den bereits geplanten zweiten Teil ist ein Kinobesuch schon jetzt fest eingeplant: 8/10 Punkte.

Die Hüter des Lichts – OT: Rise of the Guardians (2012)

Zum Ende der Ferien wollten wir den Kindern noch einen Filmabend gönnen. Nach längeren Diskussionen konnte wir uns letztendlich auf „Die Hüter des Lichts“ einigen, was auch eine wirklich gute Wahl war. Ob der bunte Abenteuerspaß rund um den Weihnachtsmann, den Osterhasen, die Zahnfee, den Sandmann und Jack Frost auch uns Eltern zu überzeugen wusste, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🎅🐰🦷⌛❄

Die Hüter des Lichts (2012) | © Twentieth Century Fox

Die Hüter des Lichts (2012) | © Twentieth Century Fox

Die Avengers des kindlichen Staunens

Eigentlich ist diese Idee so Banane, dass sie schon wieder gut ist: Weihnachtsmann, Osterhase, Zahnfee, Sandmann und Jack Frost kämpfen als Superheldentruppe zusammen gegen den schwarzen Mann, der Angst und Schrecken verbreiten will. Falsch umgesetzt hätte das wahrlich ein Desaster werden können, doch die auf der Buchreihe „The Guardians of Childhood“ basierende Geschichte ist wunderbar fantasievoll, temporeich und modern erzählt. Die bekannten Figuren haben ein glaubwürdiges und durchaus realistisches Update bekommen und die Action ist mitreißend, ohne jedoch zu übertrieben zu sein. Dabei lebt der Film ganz klar von seinen Schauplätzen und den mitreißend inszenierten Jagdszenen über die ganze Welt. Bei all dem Trubel bleiben auch die Emotionen nicht auf der Strecke und gerade Jack Frosts Geschichte weiß durchaus zu berühren.

Neben all dem Staunen und Wunder, was beides in eine schöne Botschaft eingewoben wurde, hat der Film im Grunde jedoch nur eine klassische Superheldegeschichte mit eben ungewöhnlichen Helden zu bieten. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn die Welt wirkt lebendig und sowohl wir Eltern als auch die Kids hatten viel Spaß mit „Die Hüter des Lichts“. Fast schon verwunderlich, dass es noch keine Fortsetzung gibt.

Fazit

Nachdem unsere Kids meinten, nach dem Film beim Zähneputzen streiten zu müssen, ist der nächste Filmabend in weite Ferne gerückt (ja, auch das gehört leider dazu). Insofern bin ich froh mit „Die Hüter des Lichts“ zumindest davor eineinhalb schöne Stunden verbracht zu haben. Gerade weil man nicht viel über den Film liest, möchte ich ihn euch umso mehr ans Herz legen: 8/10 Punkte.

Banana Joe (1982)

Endlich Wochenende! Nach zwei harten Wochen ist diese kurze Pause auch dringend nötig. Da der Rest der Familie ab Montag zudem Herbstferien hat, habe ich mit einem Filmabend gleich einmal das Ferienprogramm eingeläutet: Wir haben uns mit „Banana Joe“ nach längerer Zeit einmal wieder einen Bud-Spencer-Klassiker angeschaut. Dieses Mal ohne Terence Hill, was dem Vergnügen jedoch keinen Abbruch tat…

Banana Joe (1982) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

Banana Joe (1982) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

„An meinem Arm wird nicht gepuffert!“

„Banana Joe“ gehört, wie viele andere Werke des Prügelduos, zu den Filmen, die ich als Kind recht häufig gesehen habe. Gerade der Titelsong war mir noch bestens im Ohr. Ansonsten konnte ich mich am ehesten noch an die Szenen im Dschungel und auf dem Fluss erinnern. Den gesamten Mittelteil hatte ich nicht mehr so richtig im Kopf, war aber letztendlich begeistert, wie sehr die Handlung doch an so diverse Asterix-und-Obelix-Geschichten erinnert. Konkret kommen mir hier „Asterix erobert Rom“, samt Passierschein A38, sowie „Asterix: Sieg über Cäsar“ mit seinem Ausflug in die Fremdenlegion in den Sinn. Ob sich Carlo Pedersoli (ja, Bud Spencer hat unter seinem bürgerlichen Namen das Drehbuch verfasst) sich da wohl hat inspirieren lassen? 🤔

„Du läufst bequem unterm Teppich.“

Nicht nur ich, auch die Kinder hatten viel Spaß mit „Banana Joe“. Zunächst waren sie ja ein wenig skeptisch, da sie Terence Hill vermisst hatten. Dieses Gefühl ist jedoch schnell verflogen und gerade die wenigen Prügelszenen waren erneut ein Highlight für sie (und das obwohl sie ansonsten recht friedfertig sind). Mir selbst haben die oben angesprochenen Szenen nach dem Fish-out-of-Water-Prinzip am meisten Freude bereitet. Sicherlich nicht sonderlich innovativ, und inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen, doch für mich nach wie vor beste Unterhaltung.

Fazit

Wenn mir vor 10 bis 20 Jahren jemand erzählt hätte, dass ich einmal mit meinen Kindern zusammen die alten Spencer/Hill-Filme schaue, dann hätte ich ihn oder sie vermutlich für verrückt erklärt. Es ist aber wirklich so gekommen und wir alle haben viel Spaß damit. Ist das nicht famos? Meine rein subjektive Bewertung lautet folglich: 8/10 Punkte.

Gregs Tagebuch 2: Gibt’s Probleme? – OT: Diary of a Wimpy Kid: Rodrick Rules (2011)

Der Tag heute war hart. So richtig hart. Entspannung war also dringend nötig. Die Frau richtet heute zudem einen Mädelsabend aus, sprich ich habe mich mit den Kindern in den Keller zurückgezogen und einen Filmabend veranstaltet. In den (alten) Player und auf den (kleinen) TV ist „Gregs Tagebuch 2: Gibt’s Probleme?“ gewandert, was speziell beim Zappelinchen, die etliche Bücher der Reihe kennt, für Begeisterung sorgte. Auch ich hatte mich nach dem netten ersten Teil auf die Fortsetzung gefreut…

Gregs Tagebuch 2: Gibt’s Probleme? (2011) | © 20th Century Fox

Gregs Tagebuch 2: Gibt’s Probleme? (2011) | © 20th Century Fox

Ein gelungener zweiter Teil der Reihe

Schon nach ein paar Szenen haben wir uns sogleich wieder zu Hause gefühlt: Alle bekannten Figuren sind wieder dabei, die Schauplätze sind größtenteils identisch und auch inhaltlich baut „Diary of a Wimpy Kid: Rodrick Rules“ konsequent auf seinem Vorgänger auf. Im Zentrum der Geschichte steht Gregs Verhältnis zu seinem großen Bruder Rodrick, welches recht typisch für Geschwister ist. Eben nicht immer einfach. Daran ändern auch diverse Bestechungsmaßnahmen der Mutter nichts. Wie sich die beiden dennoch zusammenraufen bildet grob das Handlungsgerüst des Films. Das ist weder sonderlich spektakulär noch innovativ erzählt, aber eben nett anzuschauen und wirklich unterhaltsam. Eben Coming-of-Age für die jüngere Generation.

Während der Sichtung habe ich einen lustigen Effekt festgestellt: Sowohl das Zappelinchen als auch insbesondere der Zwergofant haben zum ersten Mal erlebt, was Fremdschämen bedeutet. Dabei muss man sich anscheinend genauso hinter einem Kissen verstecken, wie bei gruseligen Szenen. Ist es nicht fantastisch, wie intensiv Kinder Filme noch erleben? ❤

Fazit

„Gregs Tagebuch 2: Gibt’s Probleme?“ ist eine typische Fortsetzung mit netten Ideen und schöner, wenn auch platter, Botschaft. Mir hat er mindestens so gut gefallen, wie sein Vorgänger. Auch der dritte Teil steht bereits im Regal und ich weiß jetzt schon, wer bald nach dem nächsten Filmabend fragen wird: 7/10 Punkte.

Gregs Tagebuch: Von Idioten umzingelt! – OT: Diary of a Wimpy Kid (2010)

Neulich sind wir darauf gekommen, dass es von einer der beliebtesten Buchreihen des Zappelinchens auch mehrere Verfilmungen gibt. Somit habe ich „Gregs Tagebuch: Von Idioten umzingelt!“ und seinen Nachfolger kurzerhand gebraucht bestellt und erhielt dennoch zwei brandneue Blu-rays. Jackpot! Ob man das von dem Film auch behaupten kann, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🤓

Gregs Tagebuch: Von Idioten umzingelt! (2010) | © 20th Century Fox

Gregs Tagebuch: Von Idioten umzingelt! (2010) | © 20th Century Fox

Eine comichafte Coming-of-Age-Geschichte

Ich selbst kenne die Bücher nur vom Durchblättern und dachte tatsächlich stets, dass es sich um eine deutsche Buchreihe handelt. Jedoch weit gefehlt: „Diary of a Wimpy Kid“ ist anscheinend ein weltweites Phänomen und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es sich bei der Verfilmung um eine US-Produktion mit durchaus bekannten Schauspielern, wie Chloë Grace Moretz (u.a. „Let Me In“) oder Steve Zahn (u.a. „Joyride“), handelt. Der wortwörtliche Comic-Charakter der Vorlage wird mit in den Film übernommen, was sich größtenteils auf das Intro und Outro beschränkt. Dazwischen gibt es immer mal wieder Überblendungen, was jedoch kaum davon ablenkt, dass es sich bei „Gregs Tagebuch: Von Idioten umzingelt!“ um eine waschechte Coming-of-Age-Geschichte handelt. Nur eben ein wenig comichaft übersteigert.

Auf der inhaltlichen Ebene ist das alles nicht sonderlich originell und weithin bekannt: Die Hauptfigur kommt in eine neue Jahrgangsstufe und muss dort ihren Platz finden. Das alles wird jedoch mit viel Herz erzählt und ist mit etlichen witzigen, kleinen Szenen angereichert, die wirklich Spaß machen. Speziell die Kinder hatten viel Spaß und haben in den spannenden Szenen (z.B. der Verfolgungsjagd an Halloween) auch sehr mitgefiebert. Der erlösende Humor schwankt dabei zwischen Kindergarten und vorpubertär, was aber durchaus zum Film passt.

Fazit

Auch ich hatte mit „Gregs Tagebuch: Von Idioten umzingelt!“ viel Spaß und sehe der Fortsetzung freudig entgegen. Sicher nicht der ganz große Wurf, doch eine schöne Coming-of-Age-Komödie für die nächste Generation: 7/10 Punkte.

The LEGO Movie 2: The Second Part (2019)

Schon seit unserem Besuch im Legoland und spätestens seit der letzten Sichtung des Vorgängers, freue ich mich (und nicht nur ich) schon extrem darauf, endlich „The LEGO Movie 2“ zu sehen. Heute war es endlich soweit! Der Film war noch ganz frisch in meiner Sammlung und da das Wetter inzwischen recht herbstlich ist (d.h. keine langen Abende mehr auf der Terrasse), haben wir einen längst überfälligen Filmabend mit der ganzen Familie veranstaltet. Toll!  😄

The LEGO Movie 2: The Second Part (2019) | © Warner Home Video

The LEGO Movie 2: The Second Part (2019) | © Warner Home Video

Welcome to the Systar System

Im Vorfeld habe ich nicht viel Gutes über „The LEGO Movie 2“ gehört. Genauer eingelesen hatte ich mich aber nicht. Nachdem ich über die grobe Handlung bereits durch die mehrfache Sichtung des Trailers im Legoland informiert war, freute ich mich tatsächlich auf das postapokalyptische Setting. Der Film funktioniert hier auch ganz wunderbar und wartet erneut mit beeindruckenden Bauten auf, die trotz CGI erstaunlich echt wirken. Die Geschichte wirkt dieses Mal (noch) größer, da das bekannte Lego-Setting teils verlassen wird. Auch diese Elemente fügen sich perfekt in den Film ein, so dass ich auf formaler Ebene keine Beanstandungen habe. Einzig so neu und frisch, wie im ersten Teil, wirkt die animierte Lego-Welt natürlich nicht mehr.

Auf inhaltlicher Ebene haben die Autoren ebenfalls alles herausgeholt, was man von einem Sequel erwarten konnte. Auch hier fehlt natürlich der Überraschungseffekt des Vorgängers. Man kennt die Meta-Ebene bereits und weiß von Anfang an, was hinter der von den Lego-Figuren rund um Emmet und Lucy erlebten Abenteuern steckt. Die hier erzählte Geschichte ist jedoch so nachvollziehbar und fast schon herzergreifend, dass bei mir sogar Erinnerungen an „Toy Story“ wach wurden. Insgesamt ist das alles nicht mehr so innovativ oder witzig, wie noch im ersten Teil, doch immer noch unglaublich charmant erzählt und voller toller Ideen.

Fazit

Auch mit „The LEGO Movie 2“ hatten wir alle viel Spaß. Eine wirklich würdige Fortsetzung von der Eröffnung bis zum famosen Abspann. Leider ist in Deutschland keine 3D-Fassung des Films erhältlich, was ich persönlich sehr schade finde. Aber typisch Warner Home Video, dem wohl schlimmsten Label für Filmfans. Davon abgesehen ist der Film ein großer Spaß und wir haben ihn garantiert nicht zum letzten Mal gesehen: 8/10 Punkte.