Drachenzähmen leicht gemacht – OT: How to Train Your Dragon (2010)

Wenn es um Animationsfilme geht, dann geht für mich nichts über Pixar. Die Filme anderer Studios sind meist nett anzusehen, doch bleiben sie meist nicht wirklich lange im Gedächtnis. Mit „Drachenzähmen leicht gemacht“ hat DreamWorks Animation jedoch einen ziemlich heißen Kandidaten ins Rennen geschickt, um Pixar die Stirn zu bieten.

Die Geschichte ist simpel: Ein Stamm von Wikingern muss sich gegen die örtliche Plage – die titelgebenden Drachen – zur Wehr setzen. Der Sohn des Häuptlings ist jedoch nicht aus dem Holz geschnitzt, aus dem Drachentöter gemacht sind. Doch gerade dieser wird im Kampf gegen die Drachen die entscheidende Wendung herbeiführen. Entscheidend ist weniger was erzählt wird, als wie die Geschichte umgesetzt wurde. Mit viel Herz, Humor und noch mehr mitreißender Action.

„How to Train Your Dragon“ ist wohl der actionreichste Animationsfilm, der mir bisher untergekommen ist. Es kracht und scheppert an jeder Ecke, das Tempo ist unglaublich hoch und man weiß oft gar nicht an welche Stelle des Bildschirms man zuerst schauen soll. Diesen Film hätte ich wahrlich gerne in der 3D-Fassung gesehen. Doch glücklicherweise funktioniert er ebenso auf dem heimischen Fernseher, da man sich mit selbstzweckhaften 3D-Szenen glücklicherweise zurückgehalten hat.

Die Charaktere sind liebenswert trottelig, die Drachen feurig skurril und die computergenerierte Landschaft eine Augenweide. Hinzu kommt ein stimmungsvoller Score, der den Film auch emotional auf die richtigen Bahnen lenkt. Ein rundum stimmiges Paket. Stößt DreamWorks Animation damit Pixar vom Thron? Soweit ist es noch nicht, doch ist „Drachenzähmen leicht gemacht“ endlich einmal ein Film, der nicht auf allzu ausgetretenen Animationspfaden wandelt. Einfach nur ein großer, actionreicher Spaß für die ganze Familie (wenn auch nicht die ganz Kleinen).

Anfangs dachte ich noch, dass hiermit ein neues Franchise aufgebaut werden sollte, doch letztendlich wirkt die Geschichte des Films sehr abgeschlossen. Vielleicht ist das auch besser so. Dies würde zumindest die Sonderstellung des Films unter seinen Genrekollegen kräftigen. Bravo, DreamWorks Animation! Bitte weiter so: 8/10 Punkte.

20 Gedanken zu “Drachenzähmen leicht gemacht – OT: How to Train Your Dragon (2010)

  1. Lustigerweise habe ich den auch erst heute Mittag gesehen, da ein Kumpel gefragt hat, ob wir den anschauen sollen.
    War ne gute Entscheidung, fand den ebenfalls sehr gelungen.
    Wenn auch nicht gerade innovativ, aber (und das haben wir ebenfalls heute festgestellt): wenn man so viele Filme kennt, gibt es nur noch sehr wenig Innovation.

    Dennoch, cooler Film, grandiose BluRay, hat wirklich Spaß gemacht. Hoffentlich macht DreamWorks so weiter.

    Bald kommt dann auch „Planet 51“ zu mir. Soll ebenfalls sehr lustig sein und die BD auch sehr gut (ist zwar nicht DreamWorks, aber da wir schon beim Thema Animation sind…)

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  2. Natürlich ist sind Innovationen immer so eine Sache. Für meinen Geschmack hat sich „How to Train Your Dragon“ aber genug vom Animationseinerlei abgesetzt, um mir ein äußerst positives Filmerlebnis zu bescheren. Die fantastische Blu-ray hat natürlich ihren Teil dazu beigetragen.

    Bei „Planet 51“ bin ich übrigens auch fast schwach geworden. Wirklich ein guter Preis. Dann habe ich noch ein paar Kritiken gelesen und doch von einem Kauf abgesehen. Sag doch mal Bescheid, wie der Film letztendlich war! 🙂

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  3. So actionreich fand ich ihn gar nicht. Und das ist nun sicher sehr pingelig, aber warum Wikinger mit schottischem Akzent reden sollten, war mir schleierhaft. Warum ihre Kinder wiederum keinen schottischen Akzent hatten, ebenso. Und Jay Baruchels Stimme wollte zumindest für mich so gar nicht zu Hiccup passen (Alterstechnisch). Aber die Handlung selbst war ganz nett, jedoch nicht mal in Reichweite von Pixars großen Werken.

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  4. Naja, den Wikingern hat man eben irgendeinen nordisch klingenden Akzent gegeben. Schottisch hat sich wahrscheinlich nur wegen Gerard Butler aufgedrängt. Solche Unstimmigkeiten haben – zumindest in meinen Augen – dem Film nicht geschadet.

    Jay Baruchels Stimme fand ich sehr passend für Hiccup. Allerdings bin ich auch erst am Schluss dahinter gekommen, wer ihn spricht. Davor hatte ich u.a. Johnny Galecki in Verdacht.

    Insgesamt sicher keine Pixar-Qualität, aber ein riesiger Schritt in die richtige Richtung für DreamWorks Animation.

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  5. Ich war mir zwischendrin nie ganz sicher, obs ein irischer oder ein schottischer Akzent ist, denn: nach dem ersten erfolgreichen Flug ruhen sich die beiden an einer Stelle aus, die verdammt nach dem Giants Causeway in Nordirland aussieht… (muss ja auch mal klugscheißen)
    Generell fand ich die Sprecher recht gelungen.

    Das waren eben britische Wikinger.
    Hat mich auch nicht wirklich gestört.

    Und im Vergleich zu anderen Animationsfilmen war der schon verdammt actionreich.

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  6. Ich hatte ja stets noch erwartet Ewan McGregor zu hören, aber man hätte es ja auch übertreiben können mit den schottischen Sprechern… 😉

    Oh ja, Action hatte der Film wahrlich zu bieten. Nicht nur einmal hätte ich mir einen größeren Bildschirm gewünscht. Mein nächster TV muss sich deutlich Richtung 60 Zoll bewegen… 😀

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  7. Habe vorhin „Planet 51“ gesehen.
    Im Großen und Ganzen recht nett, sehr amüsant. Einige popkulturelle Referenzen, vor allem auf Star Wars. Er erfindet das Animationskino nicht neu, das mit Sicherheit nicht. Aber alles in allem durchaus anschaubar. Die BluRay war Ihre 7,97€ durchaus wert 🙂 (Bild ziemlich gut, Sound teilweise echt klasse).

    ABER: Die Drachenzähmer haben mir besser gefallen.

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