Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze – OT: Teenage Mutant Ninja Turtles II: The Secret of the Ooze (1991)

Nach einer (für alle) anstrengenden Woche haben wir uns sehr auf den heutigen Filmabend gefreut. Besonders der Zwergofant, der sich natürlich „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ ausgesucht hat. Nach dem Erfolg des ersten „Turtles“-Films ist er im Schildkrötenfieber und auch ich habe mich sehr auf die Sichtung gefreut… 🍕🐢

Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze (1991) | © Alive - Vertrieb und Marketing/DVD

Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze (1991) | © Alive – Vertrieb und Marketing/DVD

Für mich eine absolut gelungene Fortsetzung

Mit „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ geht es mir ein wenig wie mit „Ghostbusters II“. In Fankreisen sind die beiden Fortsetzungen deutlich weniger beliebt, als die ersten Teile der jeweiligen Franchises, doch ich mag sie beinahe genauso gerne wie die Originale. Vermutlich weil ich sie als Kind nahezu immer gemeinsam geschaut habe und sie in meiner Erinnerung miteinander verschmelzen. Ob es ein Zufall ist, dass in beiden Fortsetzungen eine leuchtende, gefährliche Flüssigkeit eine Rolle spielt? Ob jetzt Schleim oder Ooze ist da fast schon nebensächlich.

Tatsächlich hatte ich mit dem zweiten Realfilmabenteuer der Turtles auch heute noch so viel Spaß wie damals. Die Welt wird ein wenig größer, doch der Kern der Geschichte bleibt der gleiche: Alberne Teenager-Sprüche, spaßige Kampfszenen und noch mehr (mutierte) Gegner. Auch wenn es unterhaltsam war, die vier Schildkröten zu Beginn in April O’Neils (übrigens neu besetzt) Wohnung zu sehen, so mochte ihren neuen Unterschlupf in der alten U-Bahn-Station doch besonders gerne. Überhaupt ist auch „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ wieder herrlich handgemacht, was ihn zwar nicht zeitlos, aber doch wunderbar sympathisch wirken lässt.

Fazit

Für mich gehören die ersten beiden Turtles-Abenteuer nahtlos zusammen und ich mag beide beinahe gleich gerne. Der Zwergofant war erneut extrem begeistert und das Zappelinchen zumindest ein wenig mehr als noch beim ersten Teil. Die letzte Fortsetzung der klassischen Reihe habe ich selbst noch nie gesehen und bin deshalb ziemlich gespannt darauf. Nach wie vor ein tolles Abenteuer: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Breaking Surface: Tödliche Tiefe (2020)

Nach dem Filmjahr 2020 ist vor dem Filmjahr 2021. Um dieses zu starten, habe ich mir gestern „Breaking Surface: Tödliche Tiefe“ angeschaut, der noch ganz frisch in meiner Sammlung ist. Da ich bekanntermaßen auf Unterwasserfilme stehe, ist auch dieser auf meinem Radar aufgetaucht und wollte sogleich gesehen werden… 🤿

Breaking Surface (2020) | © Koch Media GmbH

Breaking Surface (2020) | © Koch Media GmbH

Tolles Setting und spannend, aber maues Drama

Wie toll sieht bitte „Breaking Surface“ aus? Die norwegische Landschaft wird großartig eingefangen. Da habe ich direkt Fernweh bekommen. Kein Wunder nach diesem Jahr. Wir werden schnell mit den Figuren vertraut gemacht, es gibt einen kurzen Flashback, der die Konstellation in der Familie klar macht und los geht es. Und zwar mit einem Tauchtrip, den zwei Schwestern, da die Mutter krank ist, alleine unternehmen. Die jüngere Schwester ist Berufstaucherin und gerade diese wird von einem herabfallenden Felsbrocken auf 33 Meter Tiefe eingeklemmt. Die ältere Schwester, eine reine Hobbytaucherin, muss nun für Hilfe sorgen. Soweit die simple, aber ungeheuer effektive Prämisse. Genau meine Art von Film, oder?

Tatsächlich mochte ich das Setting und den Spannungsaufbau sehr gerne. Was für mich dagegen überhaupt nicht funktioniert hat, ist das Drama im Hintergrund bzw. haben die teils dämlichen Entscheidungen der großen Schwester stark an meinen Nerven gezerrt. Klar ist das eine Extremsituation, doch wurde die Gefahrensituation, so zumindest mein Gefühl beim Schauen, künstlich auf die Spitze getrieben, was überhaupt nicht nötig gewesen wäre. Fun fact am Rande: Der Regisseur wollte ursprünglich ein Kletterdrama inszenieren, aber hat ihm dort die tickende Bombe (also die zeitliche Komponente) gefehlt, weshalb er aus der Idee ein Tauchdrama machte.

Fazit

Trotz seiner Schwächen hatte ich viel Spaß mit „Breaking Surface“. Der Film dauert ja auch nur ca. 80 Minuten, was auch genau die richtige Laufzeit für diese Art von Film ist. Dennoch werde ich mir den Film kein zweites Mal anschauen, da die Spannung nun weg ist und der Weg zum Ziel leider nicht so gelungen gestaltet wurde, wie ich mir das erhofft hatte: 6/10 Punkte.

Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan (2006)

Wenn der Rest der Familie im Bett ist, versumpfe ich meist auf YouTube und hole die diversen US-Late-Night-Shows der Woche nach. Doch irgendwie ist das meist das gleiche und trägt auch nicht der Stimmung bei, so lustig die deprimierenden News auch verpackt werden. Gestern habe ich mit „Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan“ (oder auf deutsch „Borat: Kulturelle Lernung von Amerika, um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen“) jedoch noch recht spontan einen Film geschaut. Die gerade erschienene Fortsetzung ist zurzeit ja in aller Munde und ich kannte noch nicht einmal den ersten Teil. 🐔🐻

Borat (2006) | © 20th Century Fox

Borat (2006) | © 20th Century Fox

Abstoßend, unkorrekt und doch unfassbar witzig

Mir war Sacha Baron Cohens Kunstfigur natürlich ein Begriff und auch die grobe Geschichte des Films war mir im Vorfeld bewusst. Eben auch dieser Mix aus teils improvisierten Spielszenen und dokumentarisch umgesetzten Begegnungen. Die Grenze verschwimmt und ist nie hundertprozentig klar. Am ehesten lässt sich „Borat“ somit als Mockumentary beschreiben und als solche funktioniert der Film tadellos. Er ist oft unfassbar geschmacklos, teils entlarvend und bei all dem doch unfassbar lustig. Ich mochte ja die kleinen Details am liebsten: Wenn Borat z.B. seinen Koffer voller Enttäuschung hinschmeißt und es dann aus dem Inneren gackert. Oder der Kopf des Bären im Kühlschrank, der nur für ein paar Sekunden im Hintergrund zu sehen ist. Da merkt man, mit wie viel Bedacht dieser so spontan wirkende Film doch inszeniert wurde.

Auch wenn „Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan“ natürlich bewusst politisch unkorrekt ist und den Finger oft schmerzhaft in die Wunden legt, so ist die Intention Sacha Baron Cohens jedoch stets klar, nämlich seinem Gegenüber entlarvende Aussagen zu entlocken. Einzig den Umgang mit seinem kasachischen Heimatdorf sehe ich kritisch. Da diese Szenen ohnehin nicht in in Kasachstan gedreht wurden und die Leute den Medienrummel nicht einordnen konnten, hätte ich hier eine fiktive Nation mit Spielszenen als angemessener empfunden. Das trübt den Gesamteindruck etwas, doch der Hauptteils des Films, sprich Borats Trip durch die USA, ist schon großes Kino.

Fazit

Auch wenn ich late to the party bin, so macht „Borat“ auch noch 14 Jahre später enorm viel Spaß. Sacha Baron Cohen ist unfassbar in seiner Rolle. Die brandneue Fortsetzung werde ich bestimmt auch zeitnah sehen. Borat in Trumps Amerika. Wenn da nicht zusammenkommt, was zusammengehört, dann weiß ich auch nicht. Doch auch schon der erste Teil war schmerzhaft unterhaltend: 8/10 Punkte.

Shrek: Der tollkühne Held (2001) (WS1)

Nach einer anstrengenden Woche liegt nun ein forderndes Wochenende vor mir, weshalb mir der Wunsch der Kinder nach einem Filmabend ganz recht kam. Heute konnte sich Frau bullion durchsetzen und wir haben mit „Shrek: Der tollkühne Held“ einen wahren Klassiker des Animationsfilms gesehen. Meine letzte Sichtung liegt bereits 14(!) Jahre zurück und insgesamt hat der grüne Oger bereits 19 Jahre auf dem Buckel. Unfassbar. Dabei war „Shrek“ damals topmodern und der letzte Schrei…

Shrek: Der tollkühne Held (2001) | © Universal Pictures Germany GmbH

Shrek: Der tollkühne Held (2001) | © Universal Pictures Germany GmbH

Eine herrliche Parodie auf animierte Märchenfilme

Sein Alter sieht man „Shrek“ inzwischen deutlich an. Die Texturen wirken verwaschen, die Animationen teils etwas holprig. Von den menschlichen Figuren wollen wir gar nicht erst anfangen. Selbst Fiona, die ich in der letzten Besprechung noch gelobt hatte, wirkt teils wie eine Puppe. Heute sehen in Echtzeit gerenderte Videospiele teils besser aus. Aber das macht nichts, denn schon nach ein paar Minuten hatte ich die Optik vergessen und war, bis auf einzelne Ausnahmen, wieder voll drin in dieser kunterbunten Geschichte mit ihren wunderbaren Gags und den mitreißenden Songs. Es ist schon ein Brett, was hier als Soundtrack abgefeuert wird. Diesem kann man wohl auch einen großen Teil des Erfolgs zurechnen. Gerade wenn man an die frühen 2000er Jahre zurückdenkt. Bombe!

Aus heutiger Sicht überzeugt mich tatsächlich hauptsächlich die Entwicklung der Charaktere und die schöne Botschaft des Films. Neben all den verspielten Gags und den schmissigen Songs verbirgt sich hinter „Shrek“ tatsächlich eine Geschichte über Außenseiter, Selbstliebe und Akzeptanz. Gerade in unserer heutigen Zeit wichtiger denn je. Die Figuren sind extrem liebenswert und auch wenn die Welt ein wenig steril wirken mag, so ist sie doch mit zauberhaften Details durchsetzt.

Fazit

„Shrek“ ist auch nach knapp 20 Jahren immer noch ein herausragender Märchenfilm. Technisch ein wenig in die Jahre gekommen, hat er jedoch fast nichts von seinem Charme verloren. Immer noch sehr extrem sehenswert: 8/10 Punkte.

Crawl (2019)

Da das Wetter heute leicht am kippen ist und es keine Geburtstagsvorbereitungen zu treffen gilt, habe ich die Gelegenheit genutzt und zum ersten Mal seit drei Wochen einen Film geschaut. Die Wahl ist auf „Crawl“ gefallen, der schon länger auf der Liste stand. Mit 88 Minuten war er auch angenehm kurz,  so dass es nicht schlimm war, dass wir doch erst wieder kurz vor 21 Uhr auf das Sofa gekommen sind… 🐊

Crawl (2019) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Crawl (2019) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Wunderbar kompromissloser Tierhorror

Bei Alexandre Aja horchen Horror-Fans natürlich auf. Der Franzose hatte mit „High Tension“ 2003 einen ultrabrutalen Überraschungshit gelandet, der sich unter Genrefans größter Beliebtheit erfreute. Mit seinem Wechsel nach Hollywood standen etliche Remakes auf dem Programm, die seinen Ruf als Horror-Regisseur festigten, wenngleich nach „The Hills Have Eyes“ auch keines mehr diese kompromisslose Wucht seines Debüts besaß. Nun hat sich Aja mit „Crawl“ dem Tierhorror zugewandt und ja, der Film läuft ziemlich genauso ab, wie man es von ihm erwarten würde: Die Inszenierung ist sehr stilsicher und die Kamera hält ordentlich drauf. Die gesamte Atmosphäre ist unglaublich dicht und man leidet wahrlich mit den Figuren.

Dabei ist das Setting (ein Kriechkeller während eines Hurrikans) durchaus frisch und unverbraucht. Der Rest der Geschichte hangelt sich dagegen von Genre-Konvention zu Genre-Konvention. Nett fand ich, dass man tatsächlich versucht hat, den Charakteren eine einigermaßen ausgearbeitete Hintergrundgeschichte zu geben. Diese ist zwar nicht sonderlich tiefschürfend, lässt uns aber doch stärker mit ihnen mitfiebern. Ansonsten spult der Film jedes Klischee ab, was dank der gelungenen Inszenierung dennoch unterhaltsam anzusehen ist. Ich mochte auch, dass er wunderbar ökonomisch erzählt wird und selbst keine Sekunde mehr für die Rettung der Protagonisten verschwendet. Auch hier merkt man Ajas Ankommen im System Hollywoods: Der positive Ausgang der Geschichte hat mich überrascht.

Fazit

Auch wenn „Crawl“ kein Film für die Ewigkeit ist, so bietet er für Tierhorror-Fans doch knapp 90 Minuten beste Unterhaltung. Vielleicht auch weil er Humor komplett ausspart, an dem der verwandte „Bait: Haie im Supermarkt“ gescheitert ist. Ein gelungener Film-Snack, nicht nur für die Alligatoren: 7/10 Punkte.

Fünf Freunde (2012)

Hatte diese Arbeitswoche wirklich nur vier Tage? Mir kam sie mindestens doppelt so lang vor. Die Emotionen sind teils hoch gekocht und ich bin einfach nur noch durch. Somit habe ich mich auch auf den Filmabend mit der Familie gefreut, für den wir kurzentschlossen „Fünf Freunde“ auf Prime Video ausgewählt haben. Der Zwergofant war zunächst nicht begeistert, doch letztendlich hatten wir alle viel Spaß… 🚲🐶

Fünf Freunde (2012) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde (2012) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ein wunderbar kindgerechtes Abenteuer

Meine Kinder lieben es, „Die drei ??? (Kids)“ auf CD oder via Streaming zu hören. Ich dagegen habe als Kind nur „TKKG“ (eher selten) oder „Fünf Freunde“ (sehr häufig) gehört. Natürlich nicht auf CD, sondern MC (auch bekannt als Kassette). Noch heute befinden sich davon etliche im Keller, leider ohne passendes Abspielgerät. Ich habe die Abenteuer-Geschichten von Enid Blyton geliebt und auch ihre Bücher, wie z.B. „Das Tal der Abenteuer“, verschlungen. TV-Adaptionen ihrer Werke habe ich als Kind jedoch nie gesehen. Somit war ich gespannt auf die moderne Verfilmung, gerade auch weil es eine deutsche Produktion ist. Tatsächlich funktioniert die Verlagerung an die norddeutsche Küste recht gut. Nur seltsam, dass alle Figuren dennoch englische Namen haben.

„Fünf Freunde“ ist ein absolut kindgerechtes Abenteuer, das auch erfrischend wenig amerikanisiert wurde. Erinnerungen an „Die Goonies“ oder „Stand by Me“ werden also eher nicht wach. Doch das macht nichts, denn das Gefühl der Hörspiele wird gekonnt eingefangen. Die Spannung ist genau auf einem solchen Level, dass die Kinder sich in das Sofa gekrallt und beim erlösenden Lacher sichtlich aufgeatmet haben. Eben ein wahrhaftiger Kinderfilm. Und das muss ja nichts Schlechtes sein.

Fazit

Nachdem ich zu Beginn durchaus ein wenig skeptisch war, habe ich Gefallen an „Fünf Freunde“ gefunden. Auch der Zwergofant und das Zappelinchen waren begeistert und somit dürften die nächsten Filmabende mit der ganzen Familie bereits verplant sein: 7/10 Punkte.

Lucy (2014)

Nach einem vollen Samstag, den ich komplett draußen (erst ein langer Lauf, dann Rasenmähen und schließlich auf der Terrasse lesen) verbracht habe, sind wir abends erst spät auf das Sofa gekommen. Da wir auch schon recht müde waren, haben wir die Sichtung des „Downton Abbey“-Kinofilms verschoben und spontan „Lucy“ auf Prime Video eingeschaltet. Der Film hat mich schon immer gereizt, aber nie so sehr, als dass ich ihn mir hätte kaufen wollen… 🙅‍♀️🤷‍♀️🤦‍♀️

Lucy (2014) | © Universal Pictures Germany GmbH

Lucy (2014) | © Universal Pictures Germany GmbH

Kurzweiliger Action-Unfug von Luc Besson

Ich mag es sehr, wie schnell der Film zum Punkt kommt. Luc Besson hält sich nicht groß mit der Exposition auf, sondern schmeißt uns zusammen mit Hauptfigur Lucy direkt ins Geschehen. Der Film besitzt eine solch kinetische Energie, dass es eine wahre Freude ist. Dabei ist diese Art der Inszenierung nicht neu und ich musste an andere Produktionen des Regisseurs, wie z.B. „Taxi“ oder „Unleashed“, denken. Hier hat er jedoch einmal wieder selbst Regie geführt und das hat er wahrlich nicht verlernt. Die Action knallt und ist ziemlich direkt. Wie dieser recht gewalttätige Film zu einer FSK-12-Freigabe gekommen ist? Mal wieder eine äußerst fragwürdige Entscheidung.

Doch was hat der Film inhaltlich zu bieten? Die Prämisse rund um eine neue Droge, welche es ermöglicht, ungenutzte Areale des Gehirns zu nutzen, ist durchaus interessant und hat mich ein wenig an „Ohne Limit“ mit Bradley Cooper erinnert. Nur eben nicht als Thriller, sondern als völlig übertriebenen Action-Trip umgesetzt. Gerade im letzten Drittel dreht Luc Bessons Geschichte völlig ab, was durchaus unterhaltsam ist, aber dem Film das letzte Quäntchen Erdung nimmt. Glücklicherweise war mit Scarlett Johansson eine mehr als talentierte Schauspielerin am Steuer, wodurch der B-Movie-Plot nicht völlig ins Lächerliche abdriftet.

Fazit

Ich hatte viel Spaß während der ersten Stunde von „Lucy“. Danach dreht die Geschichte ein wenig zu sehr auf, was es für meinen Geschmack gar nicht gebraucht hätte. Kann man sich als Freund des französischen Action-Regisseurs aber dennoch gut anschauen: 6/10 Punkte.

Paprika – OT: Papurika (2006)

Ich habe heute beinahe den gesamten Tag an der frischen Luft verbracht. Das war toll! Erst ein wenig auf der Terrasse lesen, draußen das Mittag- und Abendessen genießen und dazwischen ein 9-km-Spaziergang durch die Wälder. So kann man es aushalten. Um nicht zu sagen traumhaft. Und so sollte es mit „Paprika“ auch weitergehen… 🎎

Paprika (2006) | © Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Paprika (2006) | © Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Ein wahrlich traumhafter Animationsfilm

Ich habe vielerorts gelesen, dass „Paprika“ die intelligentere Version von „Inception“ sei. Ja, man kann diese Parallele ziehen, doch warum nicht auch noch „The Cell“ ins Rennen schicken, denn auch darin geht es um die Manipulation von Träumen. Die Grundidee ist somit ähnlich, doch davon abgesehen haben die Filme nicht viel gemein. Mich hat Satoshi Kons Anime eher an „The Congress“ erinnert. Speziell was die komplett überbordende Visualität angeht. Auch „Paprika“ wirkt oft wie ein Rausch, welcher jedoch inhaltlich in der Traumwelt verankert deutlich mehr Sinn macht als in Ari Folmans Sammelsurium wildester Ideen.

Audiovisuell ist „Paprika“ eine Wucht. Gerade die Übergänge in den Traumszenen sind beeindruckend. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken. Einfach nur bombastisch. Inhaltlich kann der Film leider nicht komplett mithalten, bekommt man letztendlich nur einen Thiller mit 08/15-Bösewicht zu sehen. Die formalen Aspekte sind jedoch so beeindruckend, dass diese den Animationsfilm auf ein deutlich besseres Niveau heben. Zudem mochte ich die Figuren, die allesamt ziemlich charismatisch sind.

Fazit

„Paprika“ ist ein recht ungewöhnlicher Animationsfilm, den man in erster Linie einfach nur genießen sollte. Die Geschichte wirkt anfangs noch komplex, entpuppt sich letztendlich aber als recht banaler Sci-Fi-Thriller. Das macht aber nichts, denn die traumhafte Atmosphäre ist wahrlich kongenial eingefangen: 8/10 Punkte.

Asterix im Land der Götter – OT: Astérix: Le Domaine des dieux (2014)

Hurra, endlich sind Ferien! Ja, auch in Zeiten der Corona-Krise ist das wichtig. Sehr sogar. Nicht nur die Kinder freuen sich auf die Pause vom Homeschooling, auch wir Eltern (besonders Frau bullion) sind froh, dass dieser Stressfaktor zumindest pausiert. A propos Stressfaktor: Auch ich bin mehr als Reif für das Wochenende und somit war die Vorfreude auf den gemeinsamen Filmabend groß. Leider jedoch gab es davor Zoff und letztendlich durfte nur der Zwergofant mitschauen. Die Wahl fiel deshalb auf „Asterix im Land der Götter“, den er schon seit langer Zeit sehen wollte…

Asterix im Land der Götter (2014) | © LEONINE

Asterix im Land der Götter (2014) | © LEONINE

Asterix und Obelix in der dritten Dimension

„Asterix im Land der Götter“ war der erste CGI-Film der Reihe. Aber nicht für uns, denn wir haben ziemlich genau vor einem Jahr bereits „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ im Kino gesehen. Somit war ich schon vorbereitet auf den Look, der mich auch hier wieder vollends zu überzeugen wusste. So und nicht anders muss eine zeitgemäße Modernisierung aussehen. Toll! Im Gegensatz zum direkten Nachfolger, hat „Asterix im Land der Götter“ jedoch eine Comic-Vorlage und zwar den Klassiker „Die Trabantenstadt“. Dies merkt man dem Film auch an, da er inhaltlich tiefer und irgendwie klassischer wirkt als sein Sequel. Vielleicht bilde ich das aber auch nur ein, da ich den Comic noch von früher kenne.

Mit „Asterix im Land der Götter“ habe ich nun tatsächlich jeden animierten Asterix-Film (erneut) gesehen und in diesem Blog besprochen. Nachdem Lufio erst vor ein paar Tagen sein großes Asterix-Ranking veröffentlicht hat, will ich es ihm gleich tun:

  1. „Asterix erobert Rom“ (1976) | 9/10 Punkte
  2. „Asterix bei den Briten“ (1986) | 8/10 Punkte
  3. „Asterix und Kleopatra“ (1968) | 8/10 Punkte
  4. „Asterix: Sieg über Cäsar“ (1985) | 8/10 Punkte
  5. „Asterix im Land der Götter“ (2014) | 8/10 Punkte
  6. „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ (2018) | 8/10 Punkte
  7. „Asterix: Operation Hinkelstein“ (1989) | 7/10 Punkte
  8. „Asterix der Gallier“ (1967) | 7/10 Punkte
  9. „Asterix und die Wikinger“ (2006) | 6/10 Punkte
  10. „Asterix in Amerika“ (1994) | 6/10 Punkte

Fazit

Ich muss sagen, dass so ein Familienfilmabend zu zweit nicht halb so schön ist wie zu viert. Aber manchmal muss man eben konsequent sein. Dennoch hatten der Zwergofant und ich viel Spaß. Das 3D war wieder einmal sehenswert und hat den Szenen eine angenehme Tiefe gegeben. Inhaltlich konnte mich „Asterix im Land der Götter“ wirklich überzeugen, weshalb er klar zu den gelungensten Asterix-Filmen zählt. Da freue ich mich doch direkt auf einen weiteren Teil: 8/10 Punkte.

Asterix in Amerika – OT: Asterix in America (1994)

Nachdem ich mich kaum vom heutigen #AbenteuerArbeitsweg erholt hatte, ist meine bessere Hälfte auch schon wieder zur Tür hinaus, um zu strawanzen. Da das Wetter eher bescheiden ist (sprich heute kein Spieleabend auf der Terrasse), stand mit „Asterix in Amerika“ ein weiterer Filmabend auf dem Programm. Sehr zur Begeisterung des Zwergofanten, der sich schon lange eine Fortführung unserer Komplettsichtung der Filmreihe wünscht… 🤜🐗🤛

Asterix in Amerika (1994) | © STUDIOCANAL

Asterix in Amerika (1994) | © STUDIOCANAL

Kommt leider nicht an „Die große Überfahrt“ ran

Mit der Comic-Vorlage „Die große Überfahrt“ verbinde ich eine ganz besondere Erinnerung: Ich war 10 Jahre alt und lag nach meiner Blinddarmoperation im Krankenhaus. Jedes Husten oder Lachen hat mir körperliche Schmerzen verursacht. Bei einem Besuch schenkten mir meine Eltern den oben genannten Asterix-Band. Das Ergebnis: Ich habe mich wortwörtlich vor Lachen gekrümmt. Freiwillig. Bis heute ist er einer meiner liebsten Asterix-Bände. Ein paar Jahre später hörte ich von der Verfilmung und war natürlich extrem heiß darauf. Die tatsächliche Sichtung war jedoch eine große Enttäuschung, da es gerade die unfassbar lustigen Szenen des Comics nicht auf die Leinwand geschafft haben. Wie der Film nun etliche Jahre später auf mich und meine Kids gewirkt hat?

Die Animation ist nett anzuschauen, selbst wenn die frühen CGI-Elemente aus heutiger Sicht mehr als befremdlich wirken. Da war der direkte Vorgänger „Asterix: Operation Hinkelstein“ deutlich stilsicherer inszeniert. Inhaltlich wurde das Comic um etliche Elemente erweitert, was nicht weiter schlimm wäre, hätte man den großartigen Humor der Vorlage mit übernommen. Leider jedoch ist davon kaum etwas übrig geblieben. Selbst die Gurugurus heißen nicht mehr Gurugurus. Und werden auch nicht mit Bär gefüllt. So viele verpasste Chancen. Dafür gibt es unpassende Gesangseinlagen, die eher wie gewollt und nicht gekonnt wirken. Schade.

Fazit

Speziell die Kinder hatten viel Spaß mit dem Film und auch ich muss zugeben, dass er über weite Strecken doch recht gut funktioniert. Warum man die brillante Vorlage jedoch so sträflich ignoriert hat, mag sich mir einfach nicht erschließen. Kein Totalausfall, aber bestimmt der schwächste unter den bisher von uns gesehenen Asterix-Filmen: 6/10 Punkte.