Community – Season 5

Nachdem ich mit der ersten Staffel eine neue Lieblingsserie gefunden hatte, war ich von der vierten Staffel der Serie fast schon enttäuscht – und es sollte beinahe drei Jahre dauern bis „Community – Season 5“ den Weg in mein Programm fand. Ich erwartete mir durchaus eine Steigerung zum Vorjahr, da Showrunner Dan Harmon nun endlich wieder mit an Bord war. Ob dies die Qualität der Geschichten tatsächlich positiv beeinflusst hat, lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Ja, tatsächlich legt „Community“ qualitativ wieder deutlich zu – und das trotz des Ausstiegs zweier Schauspieler: Chevy Chase und Donald Glover sind nicht mehr dabei. Dafür ist mit Jonathan Banks (Mike Ehrmantraut, „Breaking Bad“) ein Darsteller am Start, der eine naturgegebene Präsenz mitbringt und durchaus eine würdige Ergänzung des Ensembles darstellt. Dennoch merkt man den Verlust zweier liebgewonnener Charaktere deutlich, was auch in die für die Serie typischen Meta-Erzählung mit einfließt. Als roten Faden versammelt sich dieses Mal keine Lerngruppe (schließlich sind nicht mehr alle unsere Charaktere Studenten), sondern das Save Greendale Committee – im Prinzip bleibt aber alles beim Alten und wir erleben popkulturell etablierte Szenarien, welche ins Greendale-Setting transferiert und von Studenten und Professoren nachgespielt werden.

In ihrem fünften Jahr bietet die Serie ein paar Episoden, die sich absolut auf der Höhe befinden und denen der ersten drei Staffeln in kaum etwas nachstehen. Leider gibt es auch immer wieder ein paar durchschnittliche Folgen, die nur nett sind und eher an das vierte Jahr erinnern. An dieser Stelle möchte ich euch jedoch die Highlights vorstellen: In „Basic Intergluteal Numismatics“ gibt es großartige Parodie auf typische Krimi-Procedurals zu bewundern. Meine Lieblingsepisode dürfte wohl „Geothermal Escapism“ gewesen sein, die ganz Greendale in eine postapokalyptische Welt à la „Mad Max: Fury Road“ versetzt und qualitativ nahe an die prägenden Paintball-Episoden der ersten beiden Staffeln heranreicht. Ebenso großartig ist die Episode „App Development and Condiments“, in der wir eine dystopische Zukunft mit ganz eigenen Regeln kennenlernen – wirklich unglaublich, was die Autoren in gerade einmal 20 Minuten Laufzeit an Ideen unterbringen.

Auch bekannte Erfolgsformeln werden wieder aufgegriffen: In „Advanced Advanced Dungeons & Dragons“ dürfen wir erneut einem Rollenspiel-Abenteuer beiwohnen, was abermals ein großes Vergnügen ist. Mit „G.I. Jeff“ werden audiovisuell wieder alle Register gezogen und man findet sich in einem 80er Jahre Cartoon samt Werbeclips wieder. Herrlich! Das Finale gibt sich abermals ganz meta und es steht die Zukunft Greendales im Mittelpunkt. Inzwischen wissen wir, dass Greendale bzw. die Serie von Yahoo! Screen tatsächlich gerettet wurde. Juhu!

Trotz langer Abwesenheit von „Community“ hatte ich viel Spaß mit der fünften Staffel der Serie. Man merkt manchen Episoden deutlich an, dass Dan Harmon wieder mit an Bord ist – und dennoch schafft es die Serie nicht mehr ganz zu alter Form aufzulaufen. Pierce und Troy fehlen der Serie sehr, doch ich hatte das Gefühl, dass das Beste aus der Situation gemacht wurde: 8/10 (8.4) Punkte.

33 Gedanken zu “Community – Season 5

  1. Community ist generell absolut großartig, aber leider war ab Season 4 dann einfach die Luft raus. Die Serie konnte sich leider nicht mehr richtig aufrappeln. Vor allem der Abgang von Troy hinterließ eine gewaltige Lücke, durch die Abed irgendwie in der Luft hing. Ich mag die letzten beiden Staffeln auch noch, aber der Höhepunkt waren klar die ersten Staffeln. Die sollte aber wirklich jeder, der auch nur ansatzweise etwas mit Filmen und Serien bzw. Popkultur am Hut hat, gesehen haben.

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    • Zumindest wieder deutlich mehr Luft drin, als in der vierten Staffel. Ja, die Episode zitiert nicht wirklich „Fury Road“, sondern generell das Endzeit-Setting. Funktioniert aber so oder so wunderbar! 🙂

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  2. Da muss ich doch direkt mal nachschauen, ob wir bei den besten Folgen auf der gleichen Linie liegen. Natürlich. Wobei ich „G.I.Jeff“ und „App Development And Condiments“ ganz weit vorn gesehen habe, während „Advanced Advanced Dungeons & Dragons“ einfach nicht mehr an den Wahnsinn des Originals herangekommen ist. Insgesamt wieder eine richtig gute Staffel, aber das Fehlen von Troy und Pierce schmerzt ohne Zweifel.

    Wo du die eher okayen Folgen angesprochen hast: Geht es dir auch so, dass du am Ende einer solchen Episode denkst: „Habe ich vielleicht irgendwelche supertollen Anspielungen nicht verstanden und fand es deshalb nur in Ordnung?“. Dan Harmon müsste verpflichtet werden, im Creditabspann zu jeder Folge einen Communitypedia-Artikel zu verfassen .

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    • Haha, sehr schön, dass du es erwähnst, so ging es mir tatsächlich bei den schwächeren Episoden. Zwar waren auch in diesen ein paar Anspielungen, doch die größeren Themen haben gefehlt – oder mir ist eben die Anspielung entgangen. Liegt durchaus im Bereich des Möglichen. Insofern kann ich deine Forderung nur unterstützen! 😉

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