The First Avenger: Civil War – OT: Captain America: Civil War (2016) (WS1)

Der Countdown läuft. Der Urlaub nähert sich dem Ende und ich spüre schon wieder den Stress in mir aufwallen. Hinzu kommt, dass Frau bullion immer noch mit den Nachwirkungen ihrer Operation zu kämpfen hat und alles ab nächster Woche nicht einfacher wird. In bester Eskapismus-Tradition habe ich mich deshalb mit „The First Avenger: Civil War“ zurück ins MCU begeben. 🆚

The First Avenger: Civil War (2016) | © Walt Disney

The First Avenger: Civil War (2016) | © Walt Disney

Mehr „Avengers: Civil War“ als ein alles andere

Ich hatte mich richtig auf die Sichtung gefreut, denn schon beim ersten Mal hatte mir „The First Avenger: Civil War“ ausgezeichnet gefallen. Ich fand ihn nicht nur besser als seinen direkten Vorgänger, sondern auch gelungener als den vorhergehenden letzten  offiziellen „Avengers“-Film. Zu beiden Einschätzungen stehe ich auch noch heute. Die Rahmenhandlung rund um den Konflikt zwischen Iron Man und Captain America finde ich nach wie vor sehr gelungen. Die zentrale Schlacht am Leipziger Flughafen ist einfach nur bombastisch. Das Seitenverhältnis zieht hier von Cinemascope auf 1,85:1 auf, was den Kampf noch einmal immersiver wirken lässt. Ich habe wirklich jede Sekunde davon genossen.

Alles andere darum herum, inklusive Daniel Brühls (seinen Rollennamen habe ich schon wieder vergessen) großer Plan, kommt dagegen nicht wirklich an. Die moralische Frage ist dagegen durchaus relevant und wird hier für einen Marvel-Film ausreichend aufgearbeitet. Beeindruckend ist, dass in „The First Avenger: Civil War“ nicht nur Spider-Man, sondern auch Black Panther ins MCU eingeführt werden. Das wird ganz gerne mal vergessen. Auch Ant-Man erhält den ersten Auftritt zusammen mit den Avengers. Es ist schon ziemlich verrückt, was alles in diesen einen Film gepackt wird. Das ist nicht alles komplett rund, aber doch eine Freude anzuschauen und funktioniert deutlich besser als es hätte dürfen.

Fazit

Auch heute hat mir „The First Avenger: Civil War“ ausgezeichnet gefallen. Wäre dies ein offizieller Avengers-Film gewesen, ich hätte das sofort akzeptiert. Von den Kindern war ausgerechnet das Zappelinchen extrem begeistert, obwohl es anfangs so gar keine Lust auf den Film hatte. Der Zwergofant hätte sich noch mehr Spider-Man gewünscht. Und ich? Ich war sehr zufrieden mit diesem Einstand in die dritte Phase des MCU: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Ant-Man (2015) (WS1)

Ein anstrengender Tag geht zu Ende. Die zweite Urlaubswoche hatte ich mir wahrlich anders vorgestellt und doch bin ich wirklich froh, dass Frau bullion den Schritt gewagt hat uns sich langsam auf dem Weg der Besserung befindet. Nach der Vorfeiertagspizza  (ja, das ist ein Ding) haben wir uns vor dem Fernseher versammelt und mit „Ant-Man“ endlich einmal wieder einen Film zu viert geschaut. 🐜

Ant-Man (2015) | © Walt Disney

Ant-Man (2015) | © Walt Disney

Ein wunderbar spaßiges Abenteuer im MCU

Mir hat „Ant-Man“ bereits bei der ersten Sichtung sehr gut gefallen. Auch heute war das nicht anders. Dennoch hatte ich gerade in der ersten Hälfte so meine Anlaufschwierigkeiten mit dem Film. Warum auch immer. Mit zunehmender Laufzeit steigerte sich auch der Spaßfaktor und speziell der Endkampf im Kinderzimmer zählt für mich immer noch zu den Marvel-Highlights. Eben weil er so klein und persönlich ist. Wie gerne hätte ich hier die komplette Vision von Edgar Wright (bekannt für „Spaced“ oder „Shaun of the Dead“) gesehen, doch dazu ist es ja leider nicht gekommen. Doch auch unter Peyton Reeds Regie ist ein mehr als ordentlicher Film entstanden. Vor allem der Look in den Effektszenen ist besonders. Die perfekte Mischung aus „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ und dem typischen Marvel-Look.

Was die Schauspielleistungen angeht hat mir gerade das Zusammenspiel zwischen Paul Rudd, Michael Douglas und Evangeline Lilly ausgesprochen gut gefallen. Es ist eine Freude ihnen beim Spielen zuzusehen. Auch die Nebenfiguren werden von starken Schauspieler:innen verkörpert. Ganz egal ob Michael Peña, Judy Greer oder Bobby Cannavale. Hier werden schon alle Register gezogen. Auch das ist eben das MCU. Im großen Kontext der Infinity-Saga ist „Ant-Man“ eher eine kleine Origin-Story, doch es kommt immerhin zu einer Begegnung mit dem Falcon, welche in einem irrwitzigen Kampf gipfelt.

Marvel Cinematic Universe: Phase 2

Mit „Ant-Man“ ist nun erneut die zweite Phase des MCU abgeschlossen. Wie bereits nach der ersten Phase, gibt es hier mein Ranking der sechs Filme:

  1. „Guardians of the Galaxy“ (9/10 Punkte)
  2. „Ant-Man“ (8/10 Punkte)
  3. „Avengers: Age of Ultron“ (8/10 Punkte)
  4. „The Return of the First Avenger“ (8/10 Punkte)
  5. „Iron Man 3“ (8/10 Punkte)
  6. „Thor: The Dark Kingdom“ (7/10 Punkte)

Fazit

„Ant-Man“ war erneut ein großes Vergnügen für mich. Noch mehr hat der Film allerdings den Kids gefallen, die wirklich außerordentlich begeistert waren. Das freut mich deshalb besonders, weil das Zappelinchen nach den beiden Ausflügen zu erwachseneren Filmen eigentlich keine sonderliche Lust hatte, schon wieder zum MCU zurückzukehren: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Avengers: Age of Ultron (2015) (WS1)

Wir sind zurück aus unserem Kurzurlaub im Europa-Park (Bericht folgt) und hatten einen entspannten Samstag. Die Kids sind zu den Großeltern geradelt und ich war eine Runde laufen, habe gebloggt und Fotos bearbeitet. Abends stand mit „Avengers: Age of Ultron“ ein Film auf dem Programm, auf den ich mich schon sehr gefreut habe. Zum einen, weil es einmal wieder einen Filmabend gibt, zum anderen weil ich mich kaum noch an den Film erinnern konnte. 🤖

Avengers: Age of Ultron (2015) | © Walt Disney

Avengers: Age of Ultron (2015) | © Walt Disney

Gute Ideen treffen auf ermüdende Action

Nach dem fantastischen ersten „The Avengers“ waren die Erwartungen an Joss Whedon hoch. Leider jedoch blieb „Avengers: Age of Ultron“ hinter eben jenen Erwartungen zurück. Auch ich war bei der ersten Sichtung nicht sonderlich begeistert. Selbst heute fallen mir die Schwächen als erstes auf: Warum muss Ultron unbedingt einen weiteren, generischen Roboter-Körper haben? Warum müssen die Gegner erneut unzählige Roboter sein? Hat man das in „Iron Man 3“ und Co. nicht bereits ausreichend oft gesehen? Auch die Dynamik zwischen den Avengers ist in vielen Szenen nicht mehr so gelungen, wie im ersten Teil. Darüber hinaus musste das Seitenverhältnis unbedingt auf Cinemascope geändert werden, was einiges an Wucht, speziell in der 3D-Präsentation, vermissen lässt. Warum hat der Film für mich heute dennoch deutlich besser funktioniert?

Gerade die ruhigen Szenen haben mir abermals ausgesprochen gut gefallen. Auch die Idee, Hawkeyes Haus und Familie zu zeigen und in mögliche Lebensentwürfe unserer Superheld:innen einzutauchen, fand ich extrem spannend. Davon hätte ich mir mehr gewünscht. Auch Ultron als Bösewicht ist faszinierend und hätte richtig viel Potenzial gehabt. Leider jedoch sehe ich hier direkt die Produzent:innen vor mir, wie sie die immer gleich ablaufenden Action-Szenen diktieren. Alles andere wäre ja zu abstrakt. Tatsächlich hat mir die viel gescholtene Action dieses Mal ganz gut gefallen. Sie sieht immer noch fantastisch aus und ist einfach unterhaltsam. Allerdings war sie auch zu viel des Guten. Kein Vergleich zum ersten „The Avengers“, der deutlich ausgewogener und reicher an Highlights war.

Fazit

Auch wenn „Avengers: Age of Ultron“ kein weiterer, perfekter Meilenstein innerhalb des MCU geworden ist, so setzt er doch ein paar Weichen und schneidet bereits einige Themen an, die im Folgenden noch eine Rolle spielen werden. Ich hatte heute sehr viel Spaß mit dem Film und die Kinder ebenso. Dennoch sind wir uns einig, dass es insgesamt ein kleiner Rückschritt zum ersten Teil ist: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Guardians of the Galaxy (2014) (WS2)

Der erste Urlaubstag liegt hinter mir: Ich war eine Runde laufen und habe ansonsten nur Fotos bearbeitet und Videos sortiert. Eben Dinge, für die ich im Alltag keine Zeit finde. Abends sind wir dann vor dem Fernseher versackt und haben etliche Videos aus der Zeit geschaut, als die Kinder noch klein waren. Danach ging es mit „Guardians of the Galaxy“ nach dem gestrigen Ausflug direkt wieder zurück ins MCU. 🚀

Guardians of the Galaxy (2014) | © Walt Disney

Guardians of the Galaxy (2014) | © Walt Disney

Das Highlight der zweiten Phase des MCU

Nach meiner Erstsichtung vor 10 Jahren im Kino und der Wiederholungssichtung vor acht Jahren, habe ich dem ersten Abenteuer der „Guardians of the Galaxy“ heute bereits zum dritten Mal beigewohnt. Audiovisuell war der Film ein Traum und ich kann kaum glauben, dass er schon 10 Jahre auf dem Buckel hat. Die Effekte sehen teils besser aus, als das was heute in Marvel-Filmen zu sehen ist. Wirklich beeindruckend. Die 3D-Blu-ray ist ein Genuss in jeder Hinsicht. Das Cinemascope-Bildformat öffnet sich in bestimmt der Hälfte aller Szenen auf 16:9-Fullscreen, was in Kombination mit dem herausragenden 3D für einen extrem immersiven Bildeindruck sorgt. Auch der Ton des Films ist fantastisch und der Awesome Mix Vol. 1 weiß im Kontext des Films zu begeistern. Man merkt, dass mit James Gunn (u.a. bekannt für „Slither“) ein extrem fähiger Regisseur am Steuer sitzt.

Auch inhaltlich hat mich „Guardians of the Galaxy“ erneut begeistert: Schon alleine die emotionale Einstiegsszene, dann das Kennenlernen der Crew und ihr glaubwürdiges Zusammenwachsen. All das ist noch ein bis zwei Level über den meisten anderen MCU-Filmen. Gerade die Mischung aus Humor, übersichtlicher Action und echten Emotionen, ist James Gunn fantastisch gelungen. Auch die Figuren sind wunderbar und werden durch großartige Schauspieler:innen zum Leben erweckt. Für mich das bisher rundeste Paket aller bisherigen Marvel-Einzelfilme. Definitiv auch ein Film, den ich mir nicht nur im Rahmen des großen Ganzen ansehen würde.

Fazit

„Guardians of the Galaxy“ ist ein wunderbar spaßiges Weltraumabenteuer. Er sieht nicht nur fantastisch, comichaft und bunt aus, er lässt uns auch nahe an seine Figuren heran und rührt teils zu Tränen. Definitiv der beste Film der zweiten MCU-Phase und vielleicht sogar der stärkste der gesamten Reihe. Ich kann es bereits jetzt kaum wieder erwarten, mit dieser Truppe die nächsten Abenteuer zu erleben. Die Kids waren ganz ähnlich begeistert: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

The Return of the First Avenger – OT: Captain America: The Winter Soldier (2014) (WS1)

Der halbe Mai ist vorbei und heute gab es den ersten Filmabend. So viel wie momentan habe ich selten gearbeitet, doch nun sehe ich zwei Wochen Urlaub entgegen. Ich kann es kaum glauben und bin nach dem Feierabend um 17 Uhr beinahe direkt auf dem Sofa eingeschlafen. Eine Pizza hat mich letztendlich gestärkt, so dass ich für den Filmabend mit „The Return of the First Avenger“ die Rückkehr ins MCU einläuten konnte.

The Return of the First Avenger (2014) | © Walt Disney

The Return of the First Avenger (2014) | © Walt Disney

Actionreiches Spionagekino mit Superheld:innen

„The Return of the First Avenger“ gehört zu den anerkanntesten MCU-Filmen. Weil er eher geerdet ist und eine recht klassische Spionagegeschichte erzählt. Bei meiner ersten Sichtung vor sieben Jahren hatte ich schon viel Spaß mit dem Film, jedoch wollte sich die große Begeisterung nicht so recht einstellen. Wie sieht es heute aus? Ich glaube, ich konnte den Actionkracher noch mehr genießen. Gerade auch aufgrund seiner fulminanten Actionszenen, bei denen ich häufiger an die Straßengefechte aus „Heat“ oder „The Dark Knight“ denken musste. Hinzu kommt mit dem Winter Soldier ein wunderbar persönlicher Antagonist, der dem Captain durchaus ebenbürtig ist. Alles in allem ein wirklich rundes Paket.

Die Kunst des MCU liegt wohl auch darin, unterschiedliche Stile im Rahmen eines größeren Ganzen zu verbinden. Der vorhergehende „Thor: The Dark Kingdom“ war eine ganz andere Art von Film und doch wirken beide Geschichten wie aus einem Guss. Das finde ich immer wieder bemerkenswert. Kevin Feige hat hier wahrlich Großes geleistet und dann noch kommerziell so unfassbar erfolgreich. Mit „Guardians of the Galaxy“ folgt nun einer meiner absoluten Lieblinge aus dem Marvel-Universum und auch der Zwergofant ist schon extrem heiß darauf.

Fazit

„The Return of the First Avenger“ ist wirklich ein sehr gelungener MCU-Beitrag. Den Russo-Brüdern ist ihr Einstand in das Superhelden-Universum so gut gelungen, dass sie ab diesem Zeitpunkt alle ganz großen Filme der Infinity-Saga inszenieren durften. Eines der Highlights der zweiten Phase: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Thor: The Dark Kingdom – OT: Thor: The Dark World (2013) (WS1)

Ein träger Samstag geht zu Ende. Ich war dauermüde, habe einen harten Lauf absolviert und die Wäsche der vergangenen drei Wochen gebügelt. Eigentlich wollte ich im Wohnzimmer lesen, doch der Zwergofant hat mit einem Freund „Fortnite“ gespielt. Somit sind nun wenigstens die Kleiderschränke wieder gefüllt. Abends ging es dann mit „Thor: The Dark Kingdom“ endlich aufs Sofa. Dabei war ich eigentlich schon recht müde. 🔨

Thor: The Dark Kingdom (2013) | © Walt Disney

Thor: The Dark Kingdom (2013) | © Walt Disney

Eine Fortsetzung mit Fokus auf Fantasy

Ich muss gestehen, dass ich mich an die erste Sichtung von „Thor: The Dark Kingdom“ kaum noch erinnern kann. Kein Wunder, denn diese liegt auch schon neun Jahre zurück. Schon verrückt, wie weit selbst diese fortgeschrittene Phase des MCU inzwischen zurückliegt. Ich wusste nur noch, dass hier der Fantasy-Aspekt ziemlich prominent im Vordergrund steht und ja, das ist tatsächlich auch so. Dabei springt der Film, wie bereits der Vorgänger „Thor“, immer wieder auf die Erde und wir kehren zurück zu Jane Foster und ihren Kolleg:innen. Die Ereignisse der Schlacht von New York City werden am Rande aufgegriffen, doch davon abgesehen steht der Film ziemlich für sich.

Am besten haben mir wohl die Szenen mit Loki gefallen, die abermals extrem unterhaltsam sind. Auch die Chemie zwischen Thor und Jane ist weiterhin vorhanden. Gar nicht mehr auf dem Schirm hatte ich, dass in der Mid-Credit-Szene bereits „Guardians of the Galaxy“ angeteasert wird und die Infinity Stones erwähnt werden. Alles in allem macht „Thor: The Dark Kingdom“ wirklich viel Spaß, auch wenn er unter den MCU-Filmen wohl einer der schwächeren ist.

Fazit

Wir alle hatten mit „Thor: The Dark Kingdom“ viel Spaß. Speziell auch das Zappelinchen, das mit dem ersten Teil ja nicht so viel anfangen konnte. Das ist wohl auch immer ein wenig abhängig von der Tagesform. Mit den kommenden Filmen warten nun ein paar Highlights auf uns, auf die ich mich schon sehr freue. In diesem Fall bleibt meine Wertung vorerst unverändert: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Iron Man 3 (2013) (WS1)

Nach einem herrlich warmen Tag, den ich abermals mit Gartenarbeit zugebracht habe, versammelten wir uns am Abend zu „Iron Man 3“ vor dem Fernseher. Demnach ging es für uns erstmals nach „The Avengers“ zurück ins MCU und die Vorfreude war entsprechend groß. Auch ich war gespannt auf den Film, da ich ihn bei meiner ersten Sichtung teils verschlafen hatte. Heute jedoch war ich putzmunter. 🤖

Iron Man 3 (2013) | © Walt Disney

Iron Man 3 (2013) | © Walt Disney

Ein wunderbarer Abschluss der Trilogie

Dieses Mal von Shane Black inszeniert, wirkt „Iron Man 3“ teils noch humorvoller und doch auch dramatischer als seine Vorgänger. Die Schlacht von New York City steckt Tony Stark noch in den Knochen und wir begleiten ihn nicht nur bei einer Lebenskrise, sondern auch bei der Aufarbeitung einer persönlichen Geschichte aus seiner Vergangenheit. Es tut gut, dass hier der Maßstab deutlich intimer ist, als bei „The Avengers“ und sich die Geschichte eher um das Innenleben Tony Starks dreht. Wie er seine Dämonen bekämpft, ist doch recht typisch für das MCU, auch wenn gerade im Mittelteil des Films eher eine kleine Buddy-Komödie erzählt wird. Zwischen Tony und einem Kind. Shane Black (u.a. „The Nice Guys“) eben.

Der Twist um den Mandarin war mir dieses Mal natürlich schon bekannt und ich fand ihn abermals gelungen. Deutlich besser gefallen hat mir, heute in wachem Zustand, die Action-Sequenz am Hafen. Unfassbar, was hier abgefeuert wird. Wirklich toll inszeniert, stets übersichtlich und unterhaltsam. Bezüge zum restlichen MCU gibt es, bis auf die häufige Bezugnahme auf die Schlacht von New York City, nicht wirklich. Selbst die After-Credit-Szene ist eher ein humorvoller Abbinder und kein Anteasern des nächsten Teils. Auch ganz sympathisch.

Fazit

Mir hat „Iron Man 3“ heute bedeutend besser gefallen als beim ersten Durchgang. Auch die Kinder waren begeistert, speziell das Zappelinchen, der speziell Pepper Potts sehr gut gefällt. Kein Wunder, rettet sie am Ende auch Tony Stark und entwickelt sich zu einer wirklich starken Figur. Shane Black hat hiermit einen wirklich gelungenen Beitrag zum MCU abgeliefert: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

The Avengers (2012) (WS1)

Heute war es endlich soweit und nach der konzentrierten Vorarbeit der letzten Wochen, stand heute endlich „The Avengers“ auf dem Programm. Ich hatte mich schon sehr auf den Film gefreut und speziell der Zwergofant war völlig aus dem Häuschen. Ich verrate nicht zu viel wenn ich sage, dass dies unser bisheriger Höhepunkt des aktuellen MCU-Durchgangs war. Ein Brett  von einem Film! 🦸‍♂️🦸‍♀️

The Avengers (2012) | © Walt Disney

The Avengers (2012) | © Walt Disney

Ein Höhepunkt des Superheld:innen-Kinos

Bevor ich es vergesse, möchte ich vorab auf die 3D-Präsentation des Films eingehen: Mir haben schon die vorherigen zwei Filme in ihren 3D-Versionen gefallen, doch Joss Whedons Inszenierung im 16:9-Vollbild erweckt die Figuren noch einmal ganz neu zum Leben. Tatsächlich ein Highlight für 3D-Heimkino-Fans. Wenn wir schon bei der Optik sind, dann muss ich auch festhalten, dass „The Avengers“ selbst nach 12 Jahren immer noch unfassbar gut aussieht. Hier hat die Marvel-Qualität noch gestimmt. Speziell die Schlacht von New York City ist ein wahrer Augenschmaus. Vielleicht war das damals auch die stärkste VFX-Zeit als Studios noch etwas mehr Zeit hatten und sich Filme (und Serien!) noch nicht zu schlecht bezahlte Künstler:innen aufteilen mussten? Aber ich schweife ab (und damals war auch nicht alles Gold was glänzt).

Mit Joss Whedon hatte „The Avengers“ auch den perfekten Regisseur am Start, um ein großes Ensemble zu jonglieren. Der von „Buffy the Vampire Slayer“ und „Firefly“ bzw. „Serenity“ bekannte TV-Veteran war damals auch auf dem Höhepunkt seines Schaffens und hat sein Können hier perfekt eingesetzt. Auch sein Glanz ist inzwischen verblasst, doch in diesem Film gelingt ihm das Unmögliche: Jede einzelne Figur hat ausreichend Screentime und durchlebt ihre eigene Geschichte. Spannend wird es immer dann, wenn es zu Interaktionen zwischen den Held:innen kommt und am Ende hatte ich wirklich das Gefühl, dass die Avengers als Team zusammengefunden haben. Somit macht auch die Gruppe eine Entwicklung durch und das bei solch einem actiongeladenen Film hinzubekommen, niemanden hinten runterfallen zu lassen und wirklich jedem Charakter gerecht zu werden: Das ist einfach Kunst.

Marvel Cinematic Universe: Phase 1

Nun bin ich zum zweiten Mal durch mit der ersten Phase des MCU. Mir hat dieser Durchgang noch besser gefallen als der erste. Dies mag auch daran liegen, dass die Kinder komplett mitgehen und beide sehr begeistert sind. Somit ergibt sich eine leicht veränderte Rangliste im Vergleich zum ersten Durchgang:

  1. „The Avengers“ (9/10 Punkte)
  2. „Iron Man“ (8/10 Punkte)
  3. „Captain America: The First Avenger“ (8/10 Punkte)
  4. „Iron Man 2“ (7/10 Punkte)
  5. „Thor“ (7/10 Punkte)
  6. „Der unglaubliche Hulk“ (6/10 Punkte)

Fazit

Mich hat „The Avengers“ bei diesem zweite Durchgang komplett weggeblasen. Der Film macht nicht nur enorm viel Spaß, er ist großartig inszeniert und weiß seine Figuren richtig zu nutzen. Auch wenn mir bewusst ist, dass die Welt und die Action noch größer werden, so kann ich mir das nun gerade kaum vorstellen. Spätestens hier war klar, dass das MCU das Kino verändern würde. Was für ein Film: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Captain America: The First Avenger (2011) (WS1)

Nachdem wir heute den ganzen Tag unterwegs waren (u.a. im Deutschen Museum Nürnberg), habe ich mich nach dem Reinfall gestern wieder auf einen gelungenen Filmabend gefreut. Mit „Captain America: The First Avenger“ sind wir nun auch fast schon durch mit der ersten Phase des MCU. Mir hatte der Film bereits bei der ersten Sichtung gefallen und heute war ich regelrecht begeistert. 🗽

Captain America: The First Avenger (2011) | © Walt Disney

Captain America: The First Avenger (2011) | © Walt Disney

Ein retrofuturistisches Kriegsabenteuer

Nachdem ich mir zuletzt einmal wieder Kritiken der ersten MCU-Phase durchgelesen habe, musste ich mich doch sehr wundern, dass „Captain America: The First Avenger“ häufig am unteren Ende der Skala zu finden ist. Ich musste heute für mich feststellen, dass es neben „Iron Man“ wohl meine liebste Origin-Geschichte ist. Mit Joe Johnston hatte Marvel auch einen Regisseur gefunden, der aus der klassischen Schule eines George Lucas und Steven Spielberg kommt und dabei bereits viel Erfahrung in Sachen Effektkino sammeln konnte (u.a. „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“, „Jumanji“ oder „Jurassic Park III“). Auch bei historischen Stoffen, wie „October Sky“, ist Johnston kein unbeschriebenes Blatt und so kommen hier einige Disziplinen zusammen, die einfach perfekt harmonieren. Ich erwähnte es bereits in meiner ersten Besprechung: „Captain America: The First Avenger“ erinnert stark an die „Indiana Jones“-Reihe oder den Retrofuturismus-Klassiker „Sky Captain and the World of Tomorrow“.

Im Gegensatz zur ersten Sichtung hat bei mir heute jedoch auch der emotionale Kern gezündet, sprich vor allem die Beziehung zu Bucky und speziell auch Peggy Carter (Hayley Atwell ist in dieser Rolle aber auch zum Verlieben). Die Bezüge zum restlichen MCU sind durchaus vorhanden und fügen sich wunderbar in diese Welt ein. Insgesamt mag ich den Look des Films, seine Figuren und das oftmals gemächliche Tempo. Die vielen Actionszenen sind zwar im Kriegssetting verortet, jedoch erinnern sie mich eher an oben genannte Abenteuerfilme, denn an Krieg. Wir befinden uns hier quasi schon in einem Marvel-Paralleluniversum zu unserer Welt und das ist gut so.

Fazit

Sowohl ich als auch die Kinder mochten „Captain America: The First Avenger“ wirklich sehr gerne. Das hätte ich so nicht erwartet. Nun sind wir alle heiß auf die erste große Zusammenkunft der Superheld:innen, welche wir hoffentlich noch in den nächsten Tagen schauen werden. Steve Rogers erster Auftritt wird von mir davor aber noch um einen Punkt aufgewertet: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Thor (2011) (WS1)

Nach einem recht drögen Urlaubstag, an dem sich meine schleichende Erkältung so weit in den Vordergrund gespielt hat, dass ich mir tatsächlich überlege, zum Arzt zu gehen, stand abends mit „Thor“ ein weiterer Filmabend auf dem Programm. Ich konnte mich noch recht gut an meine erste Sichtung des Films erinnern und habe mich auf den Einzug des Fantastischen ins MCU gefreut. 🔨

Thor (2011) | © Walt Disney

Thor (2011) | © Walt Disney

Fantastische Welten halten Einzug ins MCU

Ich sage es gleich zu Beginn: Nach dem eher geerdeten „Iron Man 2“ ist der doch recht ausgeprägte Fantasy-Einschlag nicht bei allen Zuschauenden gut angekommen. Speziell das Zappelinchen konnte damit leider nicht so viel anfangen. Ein interessanter Punkt und ich weiß noch, dass mich dieser seltsame Wandel damals auch überrascht hatte. Kenneth Branagh passt wie die Faust aufs Auge, um die Asgard-Szenen völlig abgedreht und übersteigert zu inszenieren. Dem gegenüber steht die Kleinstadtidylle und ein sehr persönliches Kennenlernen zwischen Jane und Thor. Das alles mag nicht so recht zusammenpassen und besitzt doch unglaublich viel Charme.

Gerade wenn man an die Fortführung des MCU denkt, dann ist „Thor“ auch stilprägend für die kommenden außerirdischen Welten, in die wir Einblick erhalten werden. Der Film hat das damals noch junge MCU ziemlich auf den Kopf gestellt und wichtige Elemente eingeführt, die später noch extrem wichtig werden sollten. Auch S.H.I.E.L.D. bekommt endlich eine größere Rolle und mir ist erst heute aufgefallen, dass Hawkeye in „Thor“ bereits einen Auftritt hat. Das hat mir doch sehr gut gefallen. Auch fand ich es witzig, Joshua Dallas als einen von Thors Weggefährten zu sehen, den ich erst kürzlich über vier Staffeln in der Serie „Manifest“ begleitet habe.

Fazit

Ich mag „Thor“ immer noch, wenngleich ich ihn auch mit den jüngeren Filmen des MCU vergleichen muss. Gegen diese kann er nicht vollständig punkten, zumal auch gerade die Figur des Thor in den späteren Iterationen deutlich mehr an Profil gewinnt. Der Zwergofant war recht angetan, das Zappelinchen eher verwirrt ob der Richtung, die hier eingeschlagen wird. Mit „Captain America: The First Avenger“ wird es demnächst wieder geerdeter werden. Für „Thor“ zücke ich auch heute 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)