Run, Fatboy, Run (1641)

Wenn ich am Wochenende noch weniger schlafe, als unter der Woche, dann ist das kein gutes Zeichen. Auch heute ging es wieder früh raus, da der Kindergeburtstag des Zwergofanten anstand. Dazu jedoch später mehr. Danach wollte ich noch raus und eine Runde laufen. Laut Garmins Body-Battery war ich schon scheintot. 😅

Post-Kindergeburtstagslauf mit entsprechender Pace

Post-Kindergeburtstagslauf mit entsprechender Pace

Distanz: 10.07 km
Zeit: 01:01:02
Anstieg: 72 m
Ø Pace: 6:04 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.9 km/h
Ø Herzfrequenz: 146 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: 13.9 °C
Kalorien: 844 kcal

2023: 2242 km
November: 150 km
KW 46: 48 km

Ich kam auch nicht sonderlich gut voran. Der wenige Schlaf und die vollen Tage stecken mir in den Knochen. Zudem war das Wetter leider ziemlich mies. Der Sonnenschein auf dem Foto trügt. Dennoch bin ich froh, draußen gewesen zu sein, denn die kommende Woche wird, wenn überhaupt, nur Nachtläufe bieten. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod #795 – Hidden Strike
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, blink-182

Pitch Perfect (2012)

Nach einem langen und vollen Tag, haben wir es heute doch noch aufs Sofa geschafft. Als guter Vater nehme ich das Feedback meiner Kinder natürlich ernst und habe mich deshalb speziell für das Zappelinchen auf die Suche nach einem passenden Film abseits von „Ghostbusters“ und Co. gemacht: Meine Wahl ist auf „Pitch Perfect“ gefallen, weil das Zappelinchen Musik über alles liebt und selbst mit viel Elan im Chor singt. Ob ich mit meiner Vermutung richtig gelegen habe, dass dies genau ihr Film sein könnte? 🎶

Pitch Perfect (2012) | © Universal Pictures Germany GmbH

Pitch Perfect (2012) | © Universal Pictures Germany GmbH

Ein mitreißender Musikfilm mit Herz und Humor

Wie ich überhaupt auf den Film gekommen bin? Ich konnte mich noch dunkel an diverse Besprechungen im Sneakpod erinnern, die allesamt recht positiv waren. Zudem sehe ich Anna Kendrick, so wie kürzlich in „Stowaway: Blinder Passagier“, immer sehr gerne. Ich hatte also die Hoffnung, dass „Pitch Perfect“ ein Film sein könnte, der uns allen ganz gut gefällt oder zumindest keine Schmerzen verursacht. Ich hatte ein Highschool-Setting im Kopf, doch tatsächlich spielte der Film am College. Doch dem Schauplatz kommt gar nicht so viel Bedeutung zu, denn im Vordergrund steht die A-capella-Gruppe, Freundschaft und romantische Verwicklungen. Das alles wird mit viel Herz und Humor miteinander verwoben, so dass „Pitch Perfect“ wirklich viel Spaß macht.

Besonders die musikalischen Auftritte sind beeindruckend und eine große Freude. Zumindest wenn man Musikfilme mag. Dann kennt man auch die Struktur, die man z.B. bereits in „School of Rock“ und anderen Filmen in ähnlicher Form gesehen hat. Die Geschichte ist somit ziemlich nach Schema F erzählt und Überraschungen bleiben aus. Sieht man einmal von den tatsächlich überraschenden Projectile-Vomiting-Szenen ab. Auch wenn ich nicht alles an „Pitch Perfect“ perfekt fand, so funktionieren die wichtigen Elemente doch richtig gut. Bonuspunkte gibt es von mir für den Filme liebenden Love-Interest, der „The Breakfast Club“ als handlungstreibendes Element einführt. John Hughes eben. Passt perfekt zu diesem Film.

Fazit

Wie ihr lesen könnt, hatte ich viel Spaß mit „Pitch Perfect“. Sogar mehr als ich erwartet hätte. Am meisten freut es mich jedoch, wie begeistert das Zappelinchen ist. Da habe ich einen Glücksgriff gelandet, von dem es sogar noch zwei weitere Teile gibt. Famos! Auch der Zwergofant war angetan. Konnte also nicht viel besser laufen, der heutige Filmabend: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1640)

Im Gegensatz zu sonstigen Samstagen, bin ich heute erst kurz vor Anbruch der Dunkelheit losgekommen. Morgens war ich mit dem Zappelinchen für den Kindergeburtstag des Zwergofanten einkaufen. Danach habe ich sie zum Reiten gefahren, was sich bis nachmittags gezogen hat. Ein voller Tag und dennoch wollte ich auf das Laufen nicht verzichten. 🏃‍♂️

Später Samstagslauf nach vollem Tag

Später Samstagslauf nach vollem Tag

Distanz: 10.47 km
Zeit: 01:00:13
Anstieg: 50 m
Ø Pace: 5:45 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.4 km/h
Ø Herzfrequenz: 149 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 7.2 °C
Kalorien: 856 kcal

2023: 2232 km
November: 140 km
KW 46: 38 km

Es war ziemlich frisch und ungemütlich. Vermutlich habe ich auch gemerkt, dass ich zuvor fast zwei Stunden vor und in der kalten Reithalle rumgestanden bin. Morgen werde ich auch erst nachmittags loskommen und dann ist das Wochenende auch schon wieder vorbei. Neeeeiiiin! 😩

Im ersten Ohr: Sneakpod #795 – Hidden Strike
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, blink-182

Ghostbusters: Legacy – OT: Ghostbusters: Afterlife (2021)

Wilde Wochen sind das zurzeit. Ich verbringe viel zu viel Zeit mit Arbeiten und auch privat stehen einige Termine an. Somit habe ich mich heute schon sehr auf einen entspannten Filmabend gefreut. Größtenteils in Abwesenheit von Frau bullion, denn die ist leider krank. In den Player wanderte „Ghostbusters: Legacy“, den ich schon seit Erscheinen sehen wollte. Wie sich die späte Fortsetzung geschlagen hat?  👻

Ghostbusters: Legacy (2021) | © Sony Pictures Entertainment

Ghostbusters: Legacy (2021) | © Sony Pictures Entertainment

Retro-Charme trifft auf Fanservice-Hammer

Zuletzt habe ich ja erst dargelegt, wie sehr ich sowohl „Ghostbusters: Die Geisterjäger“ als auch „Ghostbusters 2“ liebe. Als 2016 dann das Reboot kam, war der allgemeine Aufschrei groß. Leider auch häufig aus den falschen Gründen. Schon alleine deshalb wollte ich „Ghostbusters: Answer the Call“ lieben. Habe ich letztendlich nicht, aber ich fand ihn unterhaltsam, auch wenn sein Hard-Reboot-Ansatz von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Nun also eine echte Fortsetzung bzw. (und das ist vermutlich keine Überraschung) doch eher ein Soft-Reboot des Klassikers. Die Kritiken waren größtenteils sehr positiv bis überschwänglich. Was hatte ich Lust auf diesen Film!

Schon alleine die Geschichte hinter den Kulissen passt: Jason Reitman, Sohn des legendären Ivan Reitman, der das Original inszeniert hat, sitzt bei der Fortsetzung auf dem Regiestuhl. Dan Aykroyd hat das Drehbuch mitgeschrieben. Was soll da noch schiefgehen? Nach dem Debakel des 2016er Films ist Sony natürlich auf Nummer sicher gegangen und genau so fühlt sich „Ghostbusters: Legacy“ auch an. Im Guten, wie im Schlechten. Ich mochte die neuen Figuren sehr und auch das ländliche Setting. Die Besetzung ist top und mit Carrie Coon (bekannt aus „The Leftovers“) und Paul Rudd (bekannt aus den „Ant-Man“-Filmen) gibt es zwei formidable Stars. Auch die jugendlichen Darsteller*innen konnten mich überzeugen. Podcast ist der Kracher!

Die erste Hälfte ist toll, die zweite nur ein Remake

Die Geschichte allerdings ist, gerade in der zweiten Filmhäfte, eine 1:1 Nacherzählung des ersten Films. Torwächter, Schlüsselmeister, Gozer. Gähn. Warum nicht wenigstens etwas Variation? Auch der Auftritt der vier originalen Geisterjäger, inklusive CGI-Geister-Double von Harold Ramis, hat sich für mich fast schon unangenehm aufgesetzt angefühlt. Klar sollte das der Ritterschlag sein, wenn sich sogar Bill Murray noch einmal für einen Auftritt als Peter Venkman hergibt. Allerdings hat das alles recht uninspiriert gewirkt. Glücklicherweise hat Jason Reitman davor einiges an Eigenständigkeit bewiesen und seine neuen Figuren bringen den Film dann auch nach Hause. Hier wäre weniger Fanservice mehr gewesen.

Damit ist die letzte Scheibe des schönen „Ghostbusters“-Komplett-Sets (zumindest bis kommendes Jahr der vierte Teil ins Kino kommt) im Player gelandet:

Fazit

Ich hatte viel Spaß mit „Ghostbusters: Legacy“ und war mir nach der Hälfte eigentlich sicher, dass dies die Fortsetzung ist, die alle Fans zufrieden stellen wird. Tatsächlich bin auch ich zufrieden, auch wenn ich mir mehr Eigenständigkeit gewünscht hätte. Die Kids hatten viel Spaß mit dem Film, doch sogar der Zwergofant mochte die alten Teile insgesamt lieber. Fest steht jetzt schon, dass wir im April 2024 ein Kino-Date haben werden: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1639)

Ein weiterer Mittagslauf. Heute an einem Tag mit nur wenigen Terminen um die Mittagszeit, sprich ich habe mir bei dem famosen Wetter direkt 10 km gegönnt. ☀️

Sonniger Lauf in der Mittagspause

Sonniger Lauf in der Mittagspause

Distanz: 10.62 km
Zeit: 01:00:48
Anstieg: 102 m
Ø Pace: 5:44 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.5 km/h
Ø Herzfrequenz: 152 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 5.0 °C
Kalorien: 877 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 65%

2023: 2222 km
November: 129 km
KW 46: 27 km

Ich bin sehr zufrieden mit dem Lauf. Am Wochenende werde ich wohl erst in den Abendstunden zum Laufen kommen, da die Tage schon ziemlich verplant sind. Und an nächste Woche mag ich gar nicht denken. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 329: Hörer:Innen-Talk mit Dirk Gandecki
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Alkaline Trio, Tilt

Niederlande: Zeeland 2023 #6 – Strandspaziergang Richtung Nieuwvliet-Bad

Nach unserem letzten größeren Ausflug ins Sea Life nach Blankenberge, blieben nur noch Strandtage übrig. Diese haben wir, je nach Wetterlage, für Badetage oder, wie in diesem Fall, für ausgedehnte Strandspaziergänge genutzt. Nachdem wir zuvor den Strand Richtung Belgien erkundet hatten, ging es für uns nun Richtung Nieuwvliet-Bad und damit den Badeort, in dem wir im Sommer 2022 Urlaub gemacht hatten. Diesen haben wir zwar nicht komplett erreicht und doch sind wir bis dorthin gelaufen, wohin wir im Vorjahr aus entgegengesetzter Richtung spaziert sind. Eine fast schon surreale Erfahrung. Alles Weitere im folgenden Artikel. 🦀🐚

Möwen waren unsere ständige Begleitung

Möwen waren unsere ständige Begleitung

Da es morgens etwas geregnet hat und windig war, sind wir mit Sack und Pack, aber ohne Bollerwagen, Richtung Strand aufgebrochen. Natürlich musste das brandneue Skimboard des Zwergofanten auch mit.

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Run, Fatboy, Run (1638)

Nach einem vollen Workshop-Tag gestern galt es heute einiges aufzuholen. Mein Kopf ist sehr voll und demnach war ich froh, mittags eine Runde laufen zu können. 🏃‍♂️

Mittagslauf mit zu vollem Kopf

Mittagslauf mit zu vollem Kopf

Distanz: 8.60 km
Zeit: 00:49:26
Anstieg: 68 m
Ø Pace: 5:45 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.4 km/h
Ø Herzfrequenz: 150 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 8.9 °C
Kalorien: 710 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 69%

2023: 2211 km
November: 119 km
KW 46: 17 km

Der Kopf ist nun nicht viel leerer, doch immerhin habe ich mich einmal wieder bewegt. Das letzte Quartal des Jahres ist in dieser Hinsicht wirklich schlimm. Und damit meine ich nicht das Wetter. 🤯

Im ersten Ohr: Sneakpod #794 – Kill Boksoon
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Frank Turner, blink-182

Top 5 spannende Krimi-Serien mit brillanten Detektiv*innen

Nach den besten Mystery-Serien bleibt es weiterhin mysteriös, denn bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG stehen heute die spannendsten Krimi-Serien mit brillanten Detektiv*innen im Fokus. Auch wenn Krimis nicht zu meinen bevorzugten Genres gehören, so ist es mir doch leicht gefallen, die Top 5 zu füllen. Wie ist es euch mit der Aufgabe ergangen? 🕵️

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #338 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Studiogstock (Freepik.com)

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #338 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Studiogstock (Freepik.com)

Das Thema für Ausgabe #338 lautet:

Top 5 spannende Krimi-Serien mit brillanten Detektiv*innen

  1. Harry Bosch aus „Bosch“ (2014 bis 2021) – Auch wenn Harry Bosch wohl kein Vorzeigedetektiv ist, so ist die Serie zweifelsfrei spannend und die Figur hat seine brillanten Momente. Gerade weil mich die Show so positiv überrascht hat, wollte ich sie mit auf der Liste haben.
  2. Kim Jülich, Franziska Winkler und Marie Grevenbroich aus „Die drei !!!“ (seit 2023) – Eine weitere positive Überraschung auf der Liste ist diese Serie, die vermutlich niemand von euch Leser*innen gesehen hat. Richtet sich ja auch an Kinder und Jugendliche und bietet dafür sympathische Krimi-Unterhaltung  mit brillanten Detektivinnen.
  3. Holden Ford und Bill Tench aus „Mindhunter“ (2017 bis 2019) – Bei diesen beiden Herren handelt es nicht um klassische Detektive, sondern eher um Wissenschaftler, die auf einem damals neuen Gebiet forschen. Eine sehr ungewöhnliche und gerade deshalb umso packendere Serie. Leider nach nur zwei Staffeln abgesetzt.
  4. Sherlock Holmes aus „Sherlock“ (2010 bis 2017) – Vermutlich die Figur, die in dieser Woche auf jeder Liste auftauchen wird. Gerade in der Fassung mit Benedict Cumberbatch ziemlich fantastisch. Das erinnert mich auch daran, dass ich die Serie nie zu Ende geschaut habe. Sollte ich vermutlich noch nachholen.
  5. Veronica Mars aus „Veronica Mars“ (2004 bis 2007) – Eine meiner liebsten Detektiv*innen ist Veronica Mars, die nicht nur an ihrer Highschool große Fälle löst. Eine extrem unterhaltsame und gut geschriebene Serie. Auch mit dem 2014er Film hatte ich viel Spaß. Schade nur, dass die nachgeschobene vierte Staffel nirgends gestreamt wird.

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme und/oder Serien sind jeweils über den Titel verlinkt.

Run, Fatboy, Run (1637)

Heute war meine Mittagspause zwischen zwei Terminen eingeklemmt, sprich ich habe es gerade noch so aus der Dusche vor den Rechner geschafft. Entspannt ist anders, aber ich bin froh nach dem Pausentag gestern heute wieder draußen gewesen zu sein.

Etwas gehetzter Mittagslauf

Etwas gehetzter Mittagslauf

Distanz: 8.60 km
Zeit: 00:49:02
Anstieg: 77 m
Ø Pace: 5:42 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.5 km/h
Ø Herzfrequenz: 150 bpm
Ø Schrittfrequenz: 156 spm
Temperatur: 12.2 °C
Kalorien: 701 kcal

2023: 2202 km
November: 110 km
KW 46: 8 km

Es war nass, aber gar nicht so kalt. Sprich ich bin gut vorangekommen, was mir körperlich aber insbesondere mental gut getan hat. Laufen ist schon toll! 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod #794 – Kill Boksoon
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, blink-182

Jury Duty – Die komplette Reality-Comedy (2023)

Durch diverse Besprechungen in Podcasts, und da wir momentan ohnehin keine gemeinsame halbstündige Serie im Programm haben, fand „Jury Duty“ den Weg in mein Programm. Die Serie stellt nicht nur eine inhaltliche Premiere dar, dazu später mehr, sondern auch was den Anbieter angeht, denn es ist die erste Serie, die ich über Amazon Freevee gestreamt habe, den werbefinanzierten, kostenlosen Dienst der Amazon-Welt. Ob sich das gelohnt hat, erfahrt ihr in diesem Artikel. 👨‍⚖️

Jury Duty | © Amazon Freevee

Jury Duty | © Amazon Freevee

„Die Truman Show“ trifft auf „The Office“

Die Prämisse von „Jury Duty“ ist simpel und effektiv zugleich: Es werden Geschworene einberufen und wir begleiten diese über den Verlauf einer Gerichtsverhandlung bis hin zur Urteilsfindung. Soweit der gewöhnliche Teil. Der ungewöhnliche ist, dass alle agierenden Personen (Geschworene, Angeklagte, Anwälte, Richter usw.) von Schauspieler*innen dargestellt werden und eine Rolle spielen, was ähnlich wirkt wie in einer Workplace-Comedy à la „The Office“. Eine Person (Ronald Gladden; im Bild oben rechts zu sehen) jedoch ist ein ganz normaler Typ, der denkt zum Geschworenen berufen worden zu sein. Also ein wenig das Versteckte-Kamera-Prinzip, nur dass die anwesenden Kameras damit erklärt werden, dass ein Dokumentarfilm über den Prozess gedreht wird. Ich konnte mir das Prinzip aus den Podcast-Berichten nicht wirklich gut vorstellen, doch es funktioniert letztendlich ziemlich großartig.

Ein großer Faktor ist auch noch Schauspieler James Marsdon (bekannt u.a. aus „X-Men“, „The Box“ oder „Sonic the Hedgehog“), der eine übertriebene Version von sich selbst spielt. Es ist schon ein Kunststück, dass all das so gut funktioniert. Im Rahmen einer rein fiktiven Serie, ist kein Handlungsstrang oder Moment komplett drüber oder ungewöhnlich. Im wahren Leben allerdings überschreitet „Jury Duty“ schon öfter die Grenze der Glaubwürdigkeit bzw. schrammt eng an dieser entlang. Wenn man sich das Setting stets wieder ins Bewusstsein ruft, dann kann man unglaublich viel Spaß mit der Show haben. Zudem habe ich etwas in dieser Form noch nie gesehen. Bei Versteckte-Kamera-Shows werden Protagonist*innen häufig vorgeführt bzw. Scherze auf ihre Kosten gemacht, doch hier wird Ronald als Held inszeniert, was ich außergewöhnlich wertschätzend fand. Noch ein Satz zum Freevee-Erlebnis: Auf knapp 30 Minuten Laufzeit kamen 45 Sekunden Werbung, was ich als nicht groß störend empfand.

Fazit

„Jury Duty“ bringt frischen Wind in die Serienwelt. Als fiktive Show wäre die Handlung vermutlich eher unspektakulär, doch im Rahmen der Fake-Reality-Prämisse macht die Serie wirklich enorm viel Spaß. Gerade auch weil die Showrunner unseren Helden nicht vorführen, sondern der Humor einzig und allein aus den absurden Situationen entsteht, in die er geworfen wird. Kann ich nur empfehlen: 9/10 (8.8) Punkte.