Jurassic World: Neue Abenteuer – OT: Jurassic World: Camp Cretaceous – Staffel 1 und 2

Nach „Gortimer Gibbon: Mein Leben in der Normal Street“ war ich auf der Suche nach einer neuen Serie, die ich zusammen mit den Kids schauen kann. Somit sollte von allen drei Seiten zumindest Interesse am Thema da sein. Ohne größere Diskussionen haben wir uns recht schnell auf „Jurassic World: Neue Abenteuer“ einigen können. Ich erwartete mir nicht viel, war aber zumindest neugierig. Was die Serie letztendlich kann, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🦕🦖

Jurassic World: Neue Abenteuer | © Netflix

Jurassic World: Neue Abenteuer | © Netflix

Ich liebe „Jurassic Park“! Für mich vielleicht der auslösende Kinomoment für meine Filmleidenschaft. Umso gespannter war ich, wie sich dieser Nachzügler zum bereits verwässerten „Jurassic World“-Franchise gestalten würde:

Staffel 1: Welcome to Jurassic World (for Kids)

Zunächst einmal habe ich ein wenig gebraucht, um mich mit dem Animationsstil anzufreunden. Oder gar nicht so sehr mit dem Stil, sondern eher damit, dass es sich um eine Animationsserie handelt. Das passt nicht so wirklich zu meiner Vorstellung des Franchise. Allerdings habe ich mir nach der ersten Episode darüber keine Gedanken mehr darüber gemacht und es hat für mich funktioniert. Inhaltlich startet die Serie recht harmlos und kindgerecht, nur um ab der vierten Episode in eine, für die Reihe typische, „Dinos brechen aus und fressen Menschen!“-Geschichte umzuschlagen. Zwar wird keine explizite Gewalt gezeigt, doch dass der Dino hinter dem Busch gerade eine zuvor eingeführte Figur (an ihrem Geburtstag!) frisst, ist klar ersichtlich. Das fand ich schon happig, zumal die Serie auch ab sechs Jahren freigegeben ist. Zudem bin ich mir auch nicht sicher, ob dieses erzwungene „Wir produzieren für alle Zielgruppen!“ für mich funktioniert. Dennoch hat uns die Serie insgesamt sehr gut unterhalten und die Faszination der Kids ist auf jeden Fall vorhanden (auch wenn sich der Zwergofant ab und zu hinter einem Kissen verstecken musste). Wir sprechen viel darüber, der Zwergofant träumt davon (keine Albträume) und auch das Zappelinchen ist begeistert und kann gar nicht erwarten, wie es denn nun weitergeht. Auch ich hatte, gerade in der zweiten Hälfte der Staffel, wirklich viel Spaß mit der Serie: 8/10 (7.5) Punkte.

Staffel 2: Der Fluchtversuch aus dem Park

Die zweite Staffel macht dort weiter, wo die erste aufhört. Inzwischen hatten sich alle Zuschauer an die härtere Gangart gewöhnt und konnten den Abenteuercharakter der Serie voll und ganz genießen. Nachdem Ben in der ersten Staffel von der restlichen Truppe getrennt wurde, sieht man ihn bis zur vierten Episode nicht mehr. Sein überraschender Auftritt am Ende der Folge ist ein famoser Cliffhanger, dem sich ein Rückblick auf seine Erlebnisse, bis zu diesem Zeitpunkt, anschließt. Solch erzählerische Kniffe kennt man sonst nur aus Serien wie „Lost“ und die Kinder waren sichtlich verwirrt, ob der springenden Handlung. Das habe ich sehr gemocht, wie überhaupt die gesamte serielle Erzählung der Serie. Gegen Ende wird die Handlung auch noch einmal richtig dramatisch und drei prominente Figuren werden von Dinos gefressen. Obwohl man auch hier nichts Explizites sieht, hat das definitiv Eindruck hinterlassen. Mit sechs Jahren wären meine Kids noch nicht soweit gewesen, das wegzustecken. Der Cliffhanger am Ende der Staffel macht Lust auf mehr und ich konnte den Kindern nur schwer vermitteln, dass wir nun erstmal mindestens ein Jahr auf die Fortsetzung warten müssen: 8/10 (7.9) Punkte

Fazit

Auch wenn ich es zu Beginn nicht für möglich gehalten hätte, so hatte ich doch viel Spaß mit „Jurassic World: Neue Abenteuer“. Noch mehr begeistert waren jedoch meine Kinder und zwar alle beide, was ich auch nicht so vermutet hätte. Insofern freuen wir uns schon jetzt auf die Rückkehr ins „Camp Cretaceous“: 8/10 (7.7) Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Eighth Grade (2018)

Heute habe ich einen Film gesehen, von dem ich schon viel Gutes (in Podcasts) gehört habe. Nach der erfolglosen Suche nach einer DVD oder Blu-ray war ich umso erfreuter, dass Netflix „Eighth Grade“ ins Programm aufgenommen hat. Höchste Zeit also, mich selbst von der Qualität des Coming-of-Age-Dramas zu überzeugen… 👩‍🎓

Eighth Grade (2018) | © Sony Pictures

Eighth Grade (2018) | © Sony Pictures

Die unangenehme Seite von Coming-of-Age

Aufgrund meines Vorwissens hatte ich vermutet, dass „Eighth Grade“ komplett bei mir einschlagen würde. Tatsächlich aber habe ich etwas gebraucht, bis ich mich mit dem Film angefreundet hatte. Obwohl wir sehr nah an der Protagonistin Kayla (großartig gespielt von Elsie Fisher) dran sind, war mir die Inszenierung zu Beginn ein wenig zu verkünstelt. Auch fand ich die Überpräsenz von digitalen Kommunikationsmitteln anstrengend. Allerdings merke ich selbst, dass es auch bei den eigenen Kindern immer mehr in diese Richtung geht. Weit nicht so extrem, doch die Tendenzen sind da. Auch in diesem Aspekt zeigt sich, dass mich „Eighth Grade“ häufig die Perspektive des Vaters hat einnehmen lassen. Ich hatte oft einen sorgenvollen Blick auf das Geschehen. Was steht meinen Kindern (und uns Eltern) da in den nächsten Jahren noch bevor?

Die andere Perspektive ist natürlich die von Kayla selbst. Manche Szenen waren schmerzhaft nah an der eigenen Erinnerung dran. Gerade der Zeitraum zwischen 7. und 8. Klasse ist auch für mich einer, der mir nur noch unbestimmt im Kopf ist und der mit viel Unsicherheit verbunden war. Ich bin damals eher in Videospiele und Bücher geflüchtet. Die Welt war einfacher und langsamer. Heute möchte ich wirklich kein Teenager mehr sein. Und da sind wir wieder bei meiner Perspektive als Vater angekommen. Wie wird das Zappelinchen mit all diesen (neuen) Herausforderungen umgehen? Bei all den unangenehmen bis düsteren Szenen, ist „Eighth Grade“ doch ein Film, der seine Figuren mag und nach hinten raus eine positive Entwicklung aufzeigt. Nicht aufgesetzt und eher realistisch, aber doch positiv. All das macht „Eighth Grade“ zu einer (für mich) eher anstrengenden Erfahrung, aber doch einer, die nachwirkt.

Fazit

Wirklich viel Spaß hatte ich nicht mit „Eighth Grade“, doch darum geht es dem Film vermutlich auch nicht. In dieser Hinsicht kam er mir teils wie ein Gegenentwurf zu „Booksmart“ vor, bei dem ich mich teils ähnlich gefühlt habe, doch eher auf lustige Art und Weise. Wie ihr merkt, fällt es mir schwer, den Film konkret einzuordnen. Ich mochte ihn und würde den Film und Kayla am liebsten in den Arm nehmen und sagen: Es wird alles gut. Wie eben so ein Vater. Anstrengend aber sehenswert: 8/10 Punkte.

Turtles 3 – OT: Teenage Mutant Ninja Turtles III (1993)

Heute war es endlich soweit und auf Wunsch des Zwergofanten ist „Turtles 3“ in den Player gewandert! Davor gab es natürlich selbstgemachte Pizza und überhaupt sind wir momentan wieder komplett im Turtles-Fieber. Auch mich hat der Zwergofant angesteckt, was darin resultiert, dass wir momentan die Nickelodeon-Serie zusammen schauen. Sehr gelungen, das muss selbst ich als Fan der alten Serie sagen… 🍕🐢

Turtles III (1993) | © Alive - Vertrieb und Marketing/DVD

Turtles III (1993) | © Alive – Vertrieb und Marketing/DVD

Ein netter Abschluss der klassischen Filmreihe

Im Gegensatz zu „Turtles“ und „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ war mir der Abschluss der Reihe bisher noch unbekannt. Außerdem wusste ich, dass die Kritiken eher bescheiden waren und auch Fans nichts mit dem Film anfangen können. Meine Erwartungen waren also ziemlich niedrig, was vielleicht auch die positive Überraschung erklärt, die „Turtles 3“ letztendlich für mich war. Hinzu kommt die Begeisterung des Zwergofanten, die zweifellos auf mich abgestrahlt hat.

Ich mochte, dass sich die Handlung nicht nur ins Japan des 17. Jahrhunderts verlegt wurde, sondern der Bezug zum modernen New York jederzeit vorhanden ist. Natürlich fehlen die ikonischen Gegenspieler der vier Kampfschildkröten, doch immerhin gibt es Casey Jones zu begrüßen. Die Szenen in der Vergangenheit sind zwar durchaus opulent inszeniert, doch wirkt der Film irgendwie kleiner und unbedeutender, als die beiden vorherigen Teile. Wie eine überbrückende Episode der TV-Serie. Hinzu kommt, dass die Kostüme der Turtles geändert wurden und alles nicht mehr ganz so charmant wirkt, wie zuvor. Am Ende hatte ich aber dennoch sehr viel Spaß mit dem Film.

Fazit

Nun ist dieser Ausflug in die Vergangenheit (also meine persönliche) mit den Turtles wieder vorbei. Dennoch bin ich mir sicher, dass uns die vier Schildkröten noch länger begleiten werden. Auch den 2007er „TMNT: Teenage Mutant Ninja Turtles“ werde ich demnächst wohl noch einmal schauen. Wie gesagt: Auch ich bin wieder hooked und mochte selbst diesen nicht wirklich angesehenen Abschluss der Reihe: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Making a Murderer – Staffel 1 bis 2

Nach dem vorläufigen Abschied aus Hawkins, habe ich mich einer weiteren Serie zugewandt, die kurz nach ihrer Ausstrahlung auf Netflix einen großen Hype erfahren hat. Die Rede ist von „Making a Murderer“, einer Dokumentarserie, die einen unglaublichen Kriminalfall begleitet. Eine ganz andere Art von Unterhaltung also und manchmal sogar fraglich, ob es denn überhaupt Unterhaltung ist… 👨‍⚖️

Making a Murderer | © Netflix

Making a Murderer | © Netflix

Vorab schon einmal der Hinweis, dass „Making a Murderer“ auch nach seinen zwei Staffeln nicht auserzählt ist. Oder vielleicht doch? Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Warum sich die Sichtung dennoch lohnt, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung:

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Die drei !!! (2019)

Die Woche kann so langsam echt weg: Zahnprobleme, viel zu viele Stunden vor dem Rechner und private Herausforderungen. Gut dass es den freitäglichen Filmabend gibt, bei dem heute endlich, endlich „Die drei !!!“ den Weg in den Player fand. Der Film war schon lange der große Traum des Zappelinchens und dank Click-and-Collect-Angebot der örtlichen Bücherei, konnten wir ihn endlich sehen… 🕵️‍♀️🕵️‍♀️🕵️‍♀️

Die drei !!! (2019) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Die drei !!! (2019) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ein durchaus sehenswertes Jugendabenteuer

Meine Kids verschlingen die Fälle der drei jungen Detektivinnen. Gerade beim Zappelinchen sind die Geschichten extrem beliebt und ich kann gar nicht zählen, wie viele Bücher sie schon gelesen hat. Und natürlich CDs gehört. Mit dem einprägsamen Titelsong. Ich selbst habe mich nie groß damit beschäftigt, aber finde es durchaus begrüßenswert, dass es auch eine Gruppe rein weiblicher Spürnasen gibt. Am liebsten mag ich aus den unterschiedlichen Reihen vermutlich immer noch „Fünf Freunde“, weil hier das Abenteuer im Vordergrund steht und nicht so sehr auf Liebeleien eingegangen wird. In dieser Hinsicht hat mich „Die drei !!!“ ein wenig an die späteren Verfilmungen von „Die wilden Hühner“ erinnert.

Was „Die drei !!!“ für mich wirklich sehenswert macht, ist das herrlich überzogene Spiel Jürgen Vogels (u.a. „Stereo“). Jede Szene mit ihm ist ein Genuss. Auch die Jungschauspielerinnen in den Hauptrollen fand ich gut besetzt, wenngleich die eindeutige Zuweisung von Charaktereigenschaften (die Schlaue, die Sportliche, die Coole) ziemlich altbacken wirkt. Dafür ist der restliche Film schön flott inszeniert, so dass keine Langeweile aufkommt.

Fazit

Am meisten begeistert hat mich wohl, dass meine Kinder so begeistert waren. Deshalb kann ich über so manche Ungereimtheit oder nervige Stelle leicht hinwegsehen. Ein zwar sehr auf die Zielgruppe zugeschnittenes, aber immer noch sehr sehenswertes Jugendabenteuer: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Bone Tomahawk (2015)

Der Samstag ist schon wieder vorbei. Was habe ich noch einmal gemacht? Kann ich gar nicht so genau sagen (außer eine Runde zu laufen natürlich). Auf dem Sofa angekommen, hatte ich Lust auf einen Film, den ich schon viel zu lange vor mir herschiebe. Weil er ziemlich unangenehm sein soll. Manchmal muss es aber auch das sein und somit ist „Bone Tomahawk“ in den Blu-ray-Player gewandert… 🤠

Bone Tomahawk (2015) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Bone Tomahawk (2015) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Die wilde Seite des Wilden Westens

Im Vorfeld wusste ich nur, dass der Debütfilm S. Craig Zahlers einen Genretwist beinhalten und am Ende äußerst brutal werden soll. Dazu kann ich gleich sagen, dass mir das gar nicht so vorkam. Also die Brutalität schon, der Genretwist weniger. Der Film steigert sich über seine Laufzeit und steuert auf eine Konfrontation hin, doch es ist wahrlich kein komplettes Umschwenken, wie z.B. in „From Dusk Till Dawn“, sondern eher die konsequente und drastische Weiterentwicklung. Am ehesten musste ich hier noch an „Der 13te Krieger“ denken, auch wenn sich beide Filme, bis auf wenige Elemente, nicht wirklich vergleichen lassen. Für mich funktioniert „Bone Tomahawk“ wunderbar als Western. Besser sogar als die meisten klassischen Western.

Was macht „Bone Tomahawk“ so besonders? Für mich wohl die ruhige Inszenierung, das wunderbare Drehbuch und die großartigen Schauspieler. Wenn ich die Stimmung und die Dialoge, die Zahler erzeugt, mit einem anderen Filmemacher vergleichen müsste, dann wohl am ehesten Quentin Tarantino. Die Dialoge sind auf den Punkt und ich hätte zuvor nie gedacht, dass sie so witzig sind. Ich musste mehrfach schmunzeln und sogar lachen. Hinzu kommt ein unfassbarer Cast: Angefangen bei Kurt Russell, über den stets großartigen Richard Jenkins, Patrick Wilson und Matthew Fox, besetzt Zahler (wie eben auch Tarantino) selbst Nebenfiguren mit Genregrößen à la Sid Haig oder James Tolkan. Das muss man in einem Debüt erst einmal hinbekommen.

Beinahe schon eine Western-Elegie

Ich lese immer wieder, dass Filme oder Serien zu ruhig erzählt seien und man sich dort durchkämpfen müssen. Ob dies auch auf „Bone Tomahawk“ zutrifft, kann ich nicht sagen, doch möchte ich an dieser Stelle eine Lanze für langsam erzählte Geschichten brechen: Zahler nimmt sich unfassbar viel Zeit für scheinbare Nebensächlichkeiten, wie z.B. das gemeinsame Essen der Suppe, wenn sich Sheriff Hunt und Deputy Chicory das erste Mal treffen. Hier wird jedoch schon so viel über die beiden Figuren und ihr Verhältnis zueinander gesagt, dass ich jede Sekunde genossen habe. Wie kann man so etwas als langweilig empfinden? (Und nein, ich weiß nicht, ob das in diesem Fall ein Kritikpunkt war.) Ich liebe solch einen langsamen Aufbau, die langen Einstellungen und den Schauspielern einfach beim Schauspielen zuzusehen.

Fazit

Mich hat „Bone Tomahawk“ sehr begeistert. Ja, er ist brutal und unangenehm, doch wer das akzeptiert, der wird mit starken Figuren, herrlichen Dialogen und wunderbaren Bildern belohnt. Ich bin nun schon gespannt auf Zahlers weitere Filme, die glücklicherweise schon im Regal warten: 9/10 Punkte.

Ostwind: Aufbruch nach Ora (2017)

Nachdem letzte Woche der Zwergofant mit „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ an der Reihe war, hat sich das Zappelinchen heute „Ostwind: Aufbruch nach Ora“ ausgesucht. Mir selbst war das ziemlich egal, denn ich war schon vor dem Film extrem müde. Die Woche hat ihre Spuren hinterlassen und das Fresskoma durch die Pizza wohl ebenso. Also dann, aufgesattelt… 🐴

Ostwind: Aufbruch nach Ora (2017) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ostwind: Aufbruch nach Ora (2017) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ein Pferdeabenteuer in Andalusien

Nachdem „Ostwind 2“ sich sehr stark am ersten Teil der Reihe orientiert hat, kehrt mit „Ostwind: Aufbruch nach Ora“ frischer Wind ein: Mika reist mit Ostwind nach Spanien, um seine Wurzeln zu entdecken. Dabei ist der Start der Reise ziemlich hanebüchen. Es kommt zu mystischen Traumsequenzen und auch ansonsten muss man als (erwachsener) Zuschauer ziemlich viel guten Willen mitbringen, um den Realismus der Situation nicht gehörig in Frage zu stellen. In Andalusien angekommen, nimmt die Geschichte dann auch Fahrt auf und das frische Setting tut der Reihe gut.

Im weiteren Verlauf der Handlung wird die Grenze zum Pferdekitsch ein paar Mal beinahe überschritten, doch fängt sich der Film durch humorige Einlagen und die sympathischen Schauspieler immer wieder. Die Botschaft ist auch schön, weshalb ich ihm die übertrieben bedeutungsschwangeren Montagen auch gar nicht ankreiden will. Zudem mochte ich das (zugegebenermaßen wenig überraschende) Ende.

Fazit

Insgesamt hat mir „Ostwind: Aufbruch nach Ora“ gut gefallen. Die Kinder waren wieder begeistert und das ist schließlich die Hauptsache. Mangels Nachschub endet für uns vorerst die Reihe, doch werden wir in die verbleibenden Fortsetzungen bestimmt irgendwann noch einmal reinschauen: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

The Gentlemen (2019)

Schon wieder ist der Samstag vorbei. Es ist wirklich faszinierend, wie schnell das Wochenende immer an einem vorüberzieht. Außer einem matschigen Lauf und ein wenig Beschäftigung mit den Kids war nicht viel zu holen. Abends ging es dann mit „The Gentlemen“ aufs Sofa. Ob das ein gelungener Ausklang des Tages war, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 💷🥊

The Gentlemen (2019) | © Concorde Video

The Gentlemen (2019) | © Concorde Video

Back to the Roots für Guy Ritchie

Was habe ich die frühen Guy-Ritchie-Filme geliebt! „Lock, Stock & Two Smoking Barrels“ war einer der Filme, die ich mir damals auf Kursfahrt nach London auf VHS gekauft hatte. Auch „Snatch“ hat mir extrem gut gefallen. Danach habe ich Ritchie aus den Augen verloren und bin erst mit seiner „Sherlock Holmes“-Verfilmung wieder eingestiegen. Zuletzt habe ich „Aladdin“ von ihm gesehen, welcher zwar nett anzusehen, aber doch eher ein 08/15-Disney-Remake war. Umso mehr war ich also auf „The Gentlemen“ gespannt, der wieder an seine älteren Werke anknüpfen sollte.

Tatsächlich ist „The Gentlemen“ ein typischer Guy-Ritchie-Gangsterfilm. Dabei gibt er sich um einiges polierter als seine ersten Ausflüge in das Genre. Teils ist er mir fast schon ein wenig selbstverliebt vorgekommen. Der Cast rund um Matthew McConaughey (u.a. „Mud: Kein Ausweg“) ist großartig! Speziell Charlie Hunnam (bekannt aus „Sons of Anarchy“) und Hugh Grant (u.a. „Tatsächlich… Liebe“) haben mir gut gefallen. Der Plot entfaltet sich durch einen unzuverlässigen Erzähler, ist ansonsten aber nicht sonderlich innovativ. Das fand ich aber auch völlig in Ordnung, denn nach all den Jahren war es erfrischend einmal wieder einen klassischen Gangsterfilm von Guy Ritchie zu sehen. Einfach extrem unterhaltsam und wunderbar flott inszeniert.

Fazit

„The Gentlemen“ hat bei mir das Bedürfnis geweckt, einmal wieder zu Guy Ritchies Gangstergeschichten zurückzukehren und auch die mir noch unbekannten Filme „Revolver“ und „RocknRolla“ nachzuholen. Für einen entspannten Filmabend definitiv eine gute Wahl: 8/10 Punkte.

Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze – OT: Teenage Mutant Ninja Turtles II: The Secret of the Ooze (1991)

Nach einer (für alle) anstrengenden Woche haben wir uns sehr auf den heutigen Filmabend gefreut. Besonders der Zwergofant, der sich natürlich „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ ausgesucht hat. Nach dem Erfolg des ersten „Turtles“-Films ist er im Schildkrötenfieber und auch ich habe mich sehr auf die Sichtung gefreut… 🍕🐢

Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze (1991) | © Alive - Vertrieb und Marketing/DVD

Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze (1991) | © Alive – Vertrieb und Marketing/DVD

Für mich eine absolut gelungene Fortsetzung

Mit „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ geht es mir ein wenig wie mit „Ghostbusters II“. In Fankreisen sind die beiden Fortsetzungen deutlich weniger beliebt, als die ersten Teile der jeweiligen Franchises, doch ich mag sie beinahe genauso gerne wie die Originale. Vermutlich weil ich sie als Kind nahezu immer gemeinsam geschaut habe und sie in meiner Erinnerung miteinander verschmelzen. Ob es ein Zufall ist, dass in beiden Fortsetzungen eine leuchtende, gefährliche Flüssigkeit eine Rolle spielt? Ob jetzt Schleim oder Ooze ist da fast schon nebensächlich.

Tatsächlich hatte ich mit dem zweiten Realfilmabenteuer der Turtles auch heute noch so viel Spaß wie damals. Die Welt wird ein wenig größer, doch der Kern der Geschichte bleibt der gleiche: Alberne Teenager-Sprüche, spaßige Kampfszenen und noch mehr (mutierte) Gegner. Auch wenn es unterhaltsam war, die vier Schildkröten zu Beginn in April O’Neils (übrigens neu besetzt) Wohnung zu sehen, so mochte ihren neuen Unterschlupf in der alten U-Bahn-Station doch besonders gerne. Überhaupt ist auch „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ wieder herrlich handgemacht, was ihn zwar nicht zeitlos, aber doch wunderbar sympathisch wirken lässt.

Fazit

Für mich gehören die ersten beiden Turtles-Abenteuer nahtlos zusammen und ich mag beide beinahe gleich gerne. Der Zwergofant war erneut extrem begeistert und das Zappelinchen zumindest ein wenig mehr als noch beim ersten Teil. Die letzte Fortsetzung der klassischen Reihe habe ich selbst noch nie gesehen und bin deshalb ziemlich gespannt darauf. Nach wie vor ein tolles Abenteuer: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Spielzeug: Das war unsere Kindheit – OT: The Toys That Made Us – Staffel 1 bis 3

Nach meiner verspäteten Begegnung mit Netflix hatte ich etliche Serien nachzuholen, speziell natürlich Eigenproduktionen. Auf der Liste befand sich auch die Doku-Serie „Spielzeug: Das war unsere Kindheit“ bzw. im Original „The Toys That Made Us“, von der ich schon viel Gutes gehört hatte. Ob sich die Serie lohnt, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🧸🪀

Spielzeug: Das war unsere Kindheit | © Netflix

Spielzeug: Das war unsere Kindheit | © Netflix

Zum Zeitpunkt der Besprechung steht übrigens noch nicht fest, ob die Serie in eine vierte Staffel geht. Potenzial ist nach meinem Empfinden auf jeden Fall vorhanden. Auch wenn mit den folgenden vier Staffeln bereits 16 imposante Spielzeugmarken abgedeckt wurden:

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