Ghostbusters – OT: Ghostbusters: Answer the Call – Extended Edition (2016)

Eine weitere anstrengende Arbeitswoche geht zu Ende. Zeit für einen Film. Am besten für einen der Neuzugänge in meiner Sammlung. Die Wahl fiel letztendlich auf den Reboot von „Ghostbusters“ in der erweiterten Fassung und somit auf einen der am meisten diskutierten Filme des letzten Jahres. Als großer Fan des Franchises war ich auch eher skeptisch, doch wollte ich möglichst unbefangen an die Neuauflage herangehen. Ob das geklappt hat?

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Ich liebe den originalen „Ghostbusters“ und seine Fortsetzung. Beide Filme waren damals ein Mythos auf dem Schulhof der Grundschule. Angst vor Spoilern kannte man noch nicht und bevor ich die Filme zum ersten Mal sah, habe ich bereits jedes Detail gekannt. Die Erzählungen und bildhaften Schilderungen ließen die Grusel-Komödien zur Legende werden. Zuletzt habe ich sie vor über 10 Jahren gesehen und sie funktionierten immer noch. Es sind Filme, die ich stets nahe an meinem Herzen tragen werde. Umso skeptischer hätte ich nach der Ankündigung, dass Paul Feig die Regie des Reboots übernimmt, eigentlich sein müssen. Seinen „Brautalarm“ fand ich allenfalls nett und hatte Angst vor einer Überdosis Fäkalhumor.

Als bekannt wurde, dass es einen weiblichen Cast geben solle, ging ein Shitstorm durch das Internet. An mir ging dieser glücklicherweise vorüber, da ich mich größtenteils unter euch bewege, der netten Ecke der filmischen Blogosphäre. Ich fand den Ansatz spannend, denn wenn es schon keine offizielle Fortsetzung geben sollte (eine solche war spätestens mit Harold Ramis‘ Ableben keine Option mehr), dann doch bitte etwas Neues. Ich mag Kristen Wiig und selbst Melissa McCarthy hat ihre Momente. Also einfach einmal abwarten. Dann kam der erste Trailer und erneut flippte das Internet aus, dann irgendwann der Film und die Besprechungen gingen in alle nur erdenklichen Richtungen. Nun gut. Also musste ich mir doch selbst eine Meinung bilden…

Zunächst einmal war ich erstaunt, wie sehr sich der Film teils wie die damalige Reihe anfühlt. Ich kann das nicht einmal an etwas Konkretem festmachen, denn weder die Effekte, noch die Musik oder die Darstellerinnen haben sonderlich viel mit den Originalen gemeinsam. Nein, es liegt auch nicht an den erzwungenen Referenzen. Vermutlich ist es Paul Feig und Co. einfach gelungen – Achtung, Wortspiel! – den Geist von „Ghostbusters“ einzufangen: Ja, ich hatte Spaß mit dem Film. Ich mochte die Dynamik unter den Geisterjägerinnen und auch der Humor hat größtenteils gezündet. Nein, die Geschichte nicht und der Song von Fall Out Boy war eine Katastrophe (und ich mag Fall Out Boy). Wo ist nur Ray Parker, Jr. wenn man ihn braucht?

Was für ein Wirbel wurde um diesen Film gemacht! Dabei zerstört er weder das Original, noch ist er eine Beleidigung für Neueinsteiger. Tatsächlich ist der 2016er „Ghostbusters“ eine unterhaltsame Fantasy-Komödie, die einfach Spaß macht. Ich würde mich tatsächlich über eine Fortsetzung freuen, auch wenn diese vermutlich nie gedreht werden wird. Wie kann man einen Film nur so hassen? Dafür ist er viel zu belanglos und nein, er wird keine neue Welle für die Geisterjäger lostreten. Schade eigentlich: 7/10 Punkte.

Die 5 sehenswertesten Liebesbeziehungen in Filmen

Nachdem die Umstände letzte Woche alles andere als optimal waren, beantworte ich Die 5 BESTEN am DONNERSTAG heute beinahe schon entspannt. Frau Margarete hat sich dieses Mal eine schöne Frage ausgedacht, welche Gorana an uns weitergibt. Nun denn, lasst uns die sehenswertesten Liebesbeziehungen küren! ❤

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Das Thema für Ausgabe #31 lautet:

Die 5 sehenswertesten Liebesbeziehungen in Filmen

  1. Celine & Jesse in „Before Sunrise“, „Before Sunset“ und „Before Midnight“ (1995-2013) – Wir begleiten die beiden vom knisternden Kennenlernen, über das aufregende Wiederfinden bis hin zur bitteren Routine. Celine und Jesse sind für mich das Filmpaar überhaupt.
  2. Andrew & Sam in „Garden State“ (2004) – Eine wunderbare Liebesgeschichte versteckt sich in diesem Indie-Klassiker: Andrew und Sam finden sich zur richtigen Zeit und geben sich genau das was sie brauchen.
  3. Theodore & Samantha in „Her“ (2013) – Wohl die ungewöhnlichste Liebesbeziehung in dieser Liste: Ein Mann verliebt sich in ein Betriebssystem. So etwas hat man zuvor noch nicht gesehen und ist doch glaubwürdig und wunderbar umgesetzt.
  4. Satin & Christian in „Moulin Rouge!“ (2001) – Es wird tragisch: Bei dieser völlig überstilisierten Liebe bleibt kein Auge trocken. Baz Luhrmann hat mit Satin und Christian eine der großen, tragischen Liebesbeziehungen geschaffen.
  5. Clarence & Alabama in „True Romance“ (1993) – Das Filmpaar, das mich bereits am längsten begleitet: Auch wenn die Geschichte völlig abgedreht ist, so finde ich die Beziehung zwischen Clarence und Alabama nach wie vor wunderbar. Fast wie ein modernes Märchen. Nur eben mit viel Blut und Gangstern. Aber ja, doch irgendwie ein Märchen.

Media Monday #293

Was hatte ich mich nach vier extrem anstrengenden Arbeitswochen auf dieses lange, dreitägige Wochenende gefreut. Wir hatten so viele Pläne: Jahrestag, Geburtstag und vieles mehr. Doch es sollte anders kommen: Mittwochabend ereilte das Zappelinchen ein Magen-Darm-Infekt (ich berichtete) und am Samstag lag der Zwergofant mit 40 °C Fieber flach. Unser Jahrestag ist somit ins Wasser gefallen und den morgigen Geburtstag werden wir beim Kinderarzt beginnen. Aber ich will mich ja nicht beschweren: Bei Ausfällen an freien Tagen muss zumindest die Arbeit nicht organisiert werden. So oder so hatte ich mir das alles ganz anders vorgestellt und werde nun mit den Fragen des Medienjournals immerhin einen festen Programmpunkt abhaken. In diesem Sinne: Habt einen guten Start in die neue Woche!

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  1. Fällt der Begriff „Indie“, denke ich immer zuerst an Bands wie Death Cab for Cutie, die mir zuletzt in der zweiten Staffel von „The O.C.“ wiederbegegnet ist.
  2. Der Pacific Crest Trail ist mir schlichtweg zu weit entfernt, denn sonst hätte ich durchaus Lust ihn bzw. Abschnitte davon einmal – wie die Protagonistin in „Wild: Der große Trip“ – zu bewandern.
  3. Prädikat Hassfilm: Puh, um so negative Emotionen in einen Film zu stecken, ist meine Vorselektion wohl zu gut.
  4. Werden Filme später erneut als Director’s oder Extended Cut veröffentlicht, ist dies manchmal ein Marketing-Schachzug, etliche Filme (z.B. „Der Herr der Ringe“ oder „Königreich der Himmel“) gewinnen dadurch aber tatsächlich.
  5. Wenn es um Serien geht ist alleine die Zeit ein beschränkender Faktor, dennoch habe ich in den letzten Jahren so einiges gesehen.
  6. „BFG: Big Friendly Giant“ bzw. „Sophiechen und der Riese“ ist mehr als ungewöhnliche Lektüre, schließlich katapultiert einen das Buch zurück in die Kindheit: Man kann auch als Vorleser gar nicht anders als die Sprache der Riesen anzunehmen.
  7. Zuletzt habe ich „Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste“ gesehen und das war durchaus brauchbare Unterhaltung, weil sich Regisseur Wes Ball weit genug von der Vorlage entfernt hat, um sein eigenes Ding auf die Beine zu stellen.

Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste – OT: Maze Runner: The Scorch Trials (2015)

Aktualisierung: Ich habe „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ am 18. August 2020 und am 11. Januar 2025 erneut gesehen und jeweils eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

An diesem langen Wochenende, an dem alles anders kommt als geplant, habe ich es zumindest auch heute geschafft einen Film zu schauen. Wenn auch mit mehreren Unterbrechungen. Die Wahl fiel auf „Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste“, der bereits seit geraumer Zeit ungesehen im Regal stand. Seit meiner Sichtung des ersten Teils „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ habe ich auch die Trilogie fertig gelesen und war somit gespannt, wie Regisseur Wes Ball den zweiten Teil auf die große Leinwand transportiert…

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Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste (2015) | © 20th Century Fox

Bereits im Vorfeld habe ich davon gelesen, dass der Film ziemlich von James Dashners Vorlage „Die Auserwählten in der Brandwüste“ abweicht. Dies hat meine Vorfreude nicht gerade gesteigert, speziell da ich auch von den Änderungen des ersten Films im Vergleich zur Vorlage nicht sonderlich begeistert war. Und ja, außer den Figuren, dem Setting und der groben Rahmenhandlung hat „The Scorch Trials“ nicht mehr viel mit dem Roman gemein. Erstaunlicherweise funktioniert der Film dennoch – oder gerade deshalb? – ziemlich gut und ließ auch mich als Buchkenner mitfiebern. Hier zeigt sich einmal mehr, dass es kaum einen richtigen oder falschen Weg gibt, wenn Romane adaptiert werden. Der Kern der Geschichte muss rüberkommen, alles andere richtet sich wohl nach der Art des Buches und der Vision des Regisseurs.

Im Grunde erzählt auch die Verfilmung eine typische Dystopie, streut ein paar Monster ein, die einmal mehr an Zombies erinnern, und lässt uns an der Reise unserer Helden zum vermeintlich sicheren Hafen teilhaben. Das alles ist flott inszeniert und zu keiner Sekunde langweilig. Speziell möchte ich die Spezialeffekte loben, für die Wes Ball definitiv ein Händchen hat. Obwohl vieles dem Computer entspringt, wirkt die Welt doch echt und dreckig. Auch wenn keine komplett neuen Bilder geschaffen werden, so habe ich mich daran doch nicht satt gesehen. Unser Ensemble wird durch etliche neue Schauspieler ergänzt, so geben unter anderem Aiden Gillen („Game of Thrones“), Giancarlo Esposito („Breaking Bad“) und Alan Tudyk („Firefly“) ihr Stelldichein.

Fazit

Auch wenn die Verfilmung in Teilen stark von ihrer Vorlage abweicht, so hatte ich doch das Gefühl eine würdige Umsetzung zu sehen. Viel Neues gibt es nicht in der Young-Adult-Welt, doch hatte ich damit mehr Spaß als mit dem Finale der „The Hunger Games“-Reihe. Wenn sich auch der dritte Teil seine Eigenständigkeit bewahrt, könnte er mir sogar besser gefallen als der Abschluss der Vorlage. Ich werde auf jeden Fall reinschauen und hoffe auf ebenso gelungene Unterhaltung: 7/10 Punkte.

Wild: Der große Trip – OT: Wild (2014)

Der erste Monat des Jahres ist vorüber. Es war ein beruflich sehr anstrengender Monat. Auf privater Seite hätten es gerne weniger Krankheitsphasen sein können. Immerhin habe ich fünf Filme gesehen, was zumindest ein Anfang ist. Also gleich weitermachen: Heute Abend fiel die Wahl mit „Wild: Der große Trip“ auf einen weiteren Wanderfilm. Ist das überhaupt ein Genre? Dies ist wohl auch ein Ausdruck davon, dass ich manchmal selbst einfach gerne draufloslaufen würde…

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Bei filmischen Selbstfindungstrips, die den Helden in die Wildnis führen, denke ich immer sofort an den großartigen „Into the Wild“ – und tatsächlich erinnert der namensverwandte „Wild“ in einigen Szenen durchaus an Sean Penns Meisterwerk. Auch hatte ich mich an „Dein Weg“ erinnert gefühlt, in dem auf dem Jakobsweg ebenfalls eine Eltern-Kind-Beziehung verarbeitet wird. Die Motive von „Der große Trip“ sind also nicht neu, doch wirklich eindringlich und sehr emotional erzählt, was wohl auch an der engen Beteiligung der echten Cheryl Strayed lag.

Nick Hornbys Drehbuch (genau, der Autor von „About a Boy“) bricht die Geschichte in unzählige kurze Rückblenden auf, die auch für uns Zuschauer wie spontane Erinnerungsschnipsel wirken. Ebenso werden Dialogzeilen, Zitate und Musikstücke eingebunden, die fragmentarisch entlang des Pacific Crest Trails verstreut wirken. Dadurch entfaltet der eigentlich sehr geradlinige Film (eben eine Reise von A nach B) eine ziemlich imposante Sogwirkung. Vergessen darf man auch nicht das famose Spiel Reese Witherspoons: Ihre gefallene Heldin ist völlig uneitel und doch wunderbar kraftvoll und bewahrt sich trotz ihrer Vergangenheit einen durchaus positiven Blick auf das Leben. Ich glaube ihr, dass diese Wanderung ihr Leben verändert.

Auch wenn „Wild“ nicht ganz an die vergleichbaren Filme heranreicht, so hat er mich doch tief bewegt und über zwei Stunden famos unterhalten. Auch mag ich die Idee sehr, dass man seine Vergangenheit durch solch eine Erfahrung verarbeiten kann und daran wächst. Letztendlich kann ich auf jeden Fall eine Empfehlung für all diejenigen aussprechen, die diesen Gedanken nachvollziehen können und selbst gerne in der Natur unterwegs sind: 8/10 Punkte.

The O.C. – Season 2

Gerade einmal zwei Wochen habe ich für meine Rückkehr nach Orange County benötigt. So schnell bin ich in letzter Zeit kaum durch eine Serie gesprintet. Bedeutet dies nun, dass „The O.C. – Season 2“ eine unfassbar herausragende Serie ist? Das leider nicht. Es zeichnet eher ein trauriges Bild von meinen momentanen Abenden. Die Arbeit ist fordernd, viele Familienmitglieder gesundheitlich angeschlagen und ich schlafe regelmäßig ab 21 Uhr auf dem Sofa ein – und für diese Konstellation ist „O.C., California“ wahrlich die perfekte Serie…

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Nachdem der Status quo am Ende der ersten Staffel ein wenig durcheinander gewürfelt wurde, befindet sich bereits in der zweiten Episode wieder (fast) alles beim Alten. Sowieso klar. Das ist auch gar nicht so schlimm, denn etwas anderes hätten wir Zuschauer ja eh nicht sehen wollen. Im Laufe der Staffel wird dieser Aspekt ganz meta auch von den Charakteren, allen voran Seth Cohen, aufgegriffen und kommentiert. In solchen Momenten macht mir die Serie unglaublich viel Spaß. Da kann ich auch gerne über das beständige Soap-Opera-Gefühl und das Auf und Ab der Beziehungen unserer Hauptfiguren hinwegsehen. Zudem hat die Serie in ihrem zweiten Jahr auch noch andere Highlights zu bieten.

Was Fall Out Boy für „One Tree Hill“ waren, sind Death Cab for Cutie für „The O.C.“ – kaum wurde ein Club als Schauplatz eingeführt, geben sich mehrere Indie-Bands die Klinke in die Hand. Na, wem kommt das bekannt vor? Mir scheint als hätten diese zwei parallel laufenden Teen-Dramen ziemlich exakt auf die gleichen Trends gesetzt, nur in unterschiedlicher Geschmacksrichtung. Funktioniert hat es auf jeden Fall und ich bin mir sicher, die popkulturelle Relevanz war einer der Erfolgsfaktoren für beide Serien. Auch heute ist das noch sehr angenehm zu schauen. George Lucas höchstpersönlich hat übrigens auch einen Gastauftritt.

Im letzten Drittel der Staffel driftet „The O.C.“ leider ziemlich ab. Die Geschehnisse werden immer übertriebener, Charaktere brechen aus ihren Rollen aus und das Drama wird auf unangenehme Art und Weise auf die Spitze getrieben. Irgendwie immer noch unterhaltsam, aber weit nicht mehr so gelungen, wie während der ersten 15 Episoden. Was man so liest, scheint es in der dritten Staffel leider so weiterzugehen. Dies stimmt mich nicht gerade positiv. Ich lasse mich überraschen: 8/10 (7.7) Punkte.

Die 5 besten Zeichentrickfilme

So lange hat die Beantwortung von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG noch nie gedauert. Dies liegt allerdings nicht an der Fragestellung, sondern am Zappelinchen, das sich in der letzten Stunde dreimal übergeben hat. Armer Wurm. Da Frau bullion sich heute Abend sportlich betätigt, hatte ich das Vergnügen. Wann habe ich schon zuletzt dreimal innerhalb einer Stunde das Bad geputzt? Doch zurück zum Thema: Die gute Gorana hat sich nicht auf 3D-Animationsfilme oder klassische Zeichentrickfilme festgelegt, doch da mir ohnehin schon zu viele Filme eingefallen sind, habe ich mir selbst eine Einschränkung auferlegt und nennen nur Zeichentrickfilme…

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Das Thema für Ausgabe #30 lautet:

Die 5 besten Zeichentrickfilme

  1. „Das letzte Einhorn“ (1982) – Wohl der Zeichentrickfilm, der mir am meisten schlaflose Nächte bereitet hat. Was waren der rote Stier und das sprechende Skelett aber auch gruselig! Meine letzte Sichtung liegt definitiv schon zu lange zurück und es wird Zeit, die Blu-ray einmal aus dem Regal zu ziehen…
  2. „Der König der Löwen“ (1994) – Zweifellos mein Lieblingszeichentrickfilm. Ganz großes Kino! Nach meiner ersten Sichtung war ich wie verzaubert und der Film ist mir noch tagelang nachgegangen. Bis heute hatte ich wohl kaum ein zweites so ein intensives Filmerlebnis.
  3. „Der Schatzplanet“ (2002) – Ein zu Unrecht verschmähter Disney-Film. Dabei ist die futuristische Neuauflage von „Die Schatzinsel“ wunderbar emotional erzählt und mit einem fantastischen Soundtrack unterlegt. Kann ich jedem nur ans Herz legen, der bisher einen Bogen um den Film gemacht hat.
  4. „In einem Land vor unserer Zeit“ (1988) – Neben „Das letzte Einhorn“ einer der großen Klassiker meiner Kindheit. Dabei habe ich Don Bluths Film noch gar nicht so oft gesehen und meist nur der Hörspielkassette gelauscht. Hach, das waren noch Zeiten!
  5. „Titan A.E.“ (2000) – Auch dieses Sci-Fi-Abenteuer ist leider ziemlich untergegangen. Dabei hat Joss Whedon am Drehbuch mitgeschrieben, die Optik ist famos und der Soundtrack mitreißend. Wer Gefallen am Genre findet und animierte Filme mag, der sollte unbedingt einmal reinschauen.

Media Monday #292

Das Wochenende ist wieder wie im Flug vergangen: Freitag hatten wir den ersten kinderlosen Abend seit letztem August, was wir für einen Theaterbesuch genutzt haben. Am Samstag habe ich meine einjährige Nichte bespaßt und am heutigen Sonntag haben wir unsere Kinder zu einem „100 Kilometer langen“ (so der O-Ton) Winterspaziergang genötigt (tatsächlich waren es knapp sieben Kilometer). Bevor morgen nun die neue Arbeitswoche über uns hereinbricht, beantworte ich noch in aller Ruhe die aktuellen Fragen des Medienjournals. Euch eine gute Woche! 🙂

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  1. Die Oscar-Nominierungen habe ich nur am Rande mitbekommen. Macht aber nichts, da ich letztes Jahr eh kaum im Kino war. Einzig „Vaiana: Das Paradies hat einen Haken“ habe ich bereits gesehen und würde dem Film den Oscar auch aus vollstem Herzen gönnen.
  2. Sehr gespannt bin ich ja schon auf „Arrival“ und „La La Land“.
  3. Gemessen an dem Budget von Found-Footage-Filmen, muss ich ja sagen dass diese häufig enorm erfolgreich sind, wie man im Genre Spezial auf Schlopsis Blog nachlesen kann.
  4. „Alien: The Archive“ ist absolut fesselnde Lektüre, denn das Buch lässt mich in die Hintergründe meiner Lieblingsfilme „Alien“, „Aliens“, „Alien 3“ und „Alien: Die Wiedergeburt“ abtauchen.
  5. Ohne meine bessere Hälfte würde ich mein Heimkino nur halb so sehr genießen, immerhin schauen wir fast jeden Film zusammen.
  6. Das Finale von „Sophiechen und der Riese“ ist in meinen Augen sogar besser als das der Verfilmung von Steven Spielberg.
  7. Zuletzt habe ich den Klassiker „Manche mögen’s heiß“ gesehen und das war absolut famose Unterhaltung, weil der Film – im Gegensatz zu vielen heutigen Komödien – seine Charaktere nicht der Lächerlichkeit preisgibt und dennoch unglaublich witzig ist.

Manche mögen’s heiß – OT: Some Like It Hot (1959)

Ich sollte häufiger ins Theater gehen. Dadurch komme ich auch immer wieder dazu so manchen Filmklassiker nachzuholen. Vor ein paar Jahren hatte ich dies schon mit „Arsen und Spitzenhäubchen“ erlebt und nachdem ich gestern die Musical-Version gesehen hatte, wollte ich unbedingt den Vergleich zu Billy Wilders Original „Manche mögen’s heiß“ ziehen. Nach der Sichtung kann ich nur wieder feststellen, dass ich mich viel häufiger den Klassikern zuwenden sollte…

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Da die Musical-Fassung mit dem Titel „Sugar: Manche mögen’s heiß“ wohl nur den wenigsten bekannt sein dürfte, möchte ich gar nicht viele Worte dazu verlieren. Es sei nur soviel gesagt: Ich hatte meinen Spaß damit und sah Potenzial, dass eine filmische Inszenierung den Stoff noch einmal aufwerten könnte. Und so ist es tatsächlich. Es ist unglaublich, wie temporeich und gewitzt Billy Wilder diese Screwball-Komödie auf die Leinwand bringt. Die Actionszenen sind mitreißend und das Timing von Wortwitz und Slapstick absolut famos. Alles fügt sich zu einem runden Bild zusammen – und doch darf man nicht vergessen, dass der Film vor allem von seinen drei Hauptdarstellern getragen wird: Tony Curtis, Jack Lemmon und natürlich Marylin Monroe.

Tatsächlich musste ich während der Sichtung feststellen, dass dies wohl mein erster Film mit Marylin Monroe gewesen ist. Bisher kannte ich sie nur aus Dokumentationen und Geschichten, wie z.B. der Musical-Serie „Smash“, in denen sie als Ikone inszeniert wird. Sie passt perfekt in die Rolle der Sugar Kane ich kann gut verstehen, warum ihr Joe und Jerry (bzw. Josephine und Daphne) so schnell verfallen. Heutzutage wirken Travestie-Elemente in Komödien oft billig und sind ein Zeichen des flachsten Humors. In „Some Like It Hot“ dagegen macht dieser Themenschwerpunkt Sinn, sorgt für echte Lacher und ist wunderbar in die Geschichte eingewoben. Natürlich auch weil Tony Curtis und Jack Lemmon die beiden Damen einfach wunderbar mimen. Da kann sich so manche moderne Komödie die eine oder andere Scheibe abschneiden.

Ich bin wahrlich begeistert, wie frech und doch alles andere als platt Billy Wilder seine Geschichte erzählt. Ebenso davon wie ernst er seine Figuren trotz der irrwitzigen Ausgangssituation nimmt. Einfach famos. Auch habe ich mich gefreut, dass der Film bei Amazon Prime (im Gegensatz zu so manch anderen Filmen) tatsächlich im korrekten Bildformat (1,66:1) und im Orginalton läuft. Somit steht einer Sichtung, solltet ihr auch zu denjenigen gehören, die den Klassiker noch nicht kennen, nichts mehr im Wege. Also schleunigst anschauen, es lohnt sich: 9/10 Punkte.