Seit ich Kinder habe sind etliche allabendliche Rituale entstanden. Eines der wichtigsten ist wohl das Vorlesen der Gutenachtgeschichte. Ich freue mich meist sehr darauf, weil dies einen ruhigen Abschluss des Tages bedeutet. Ohne Hektik und Streiterei. Meistens zumindest. Auch fällt diese Aufgabe mir zu, da ich die Kinder den ganzen Tag nicht sehe. Bisher haben wir eher kürzere Geschichten gelesen, doch nach dem Kinobesuch von „BFG: Big Friendly Giant“ mit dem Zappelinchen, habe ich direkt zur Vorlage gegriffen. Somit haben wir über die letzten Monate „BFG: Big Friendly Giant“ oder eben „Sophiechen und der Riese“ (so der eigentliche deutsche Titel) gelesen.
Da ich ab und zu doch länger arbeiten muss, hat sich das Buch ein wenig gezogen, weil meine Frau in Vertretung dankbarerweise zu einem anderen Vorlesebuch gegriffen hat. Nicht nur ich, auch meine Kinder werden Sophiechen und den GuRie nun vermissen. Der bekannte Kinderbuchautor Roald Dahl hat es mir als Vorleser sehr einfach gemacht in die unterschiedlichen Rollen zu schlüpfen und die Geschichte mit verschiedenen Stimmen zum Leben zu erwecken. Gerade die unter der Bezeichnung Gobblefunk bekannte Sprache der Riesen lädt zum Ausprobieren ein und ist so herrlich spielerisch, dass die Kinder öfter laut lachen mussten. Einzig die Passage, in der verschiedene Träume komplett in der falschen Sprache des GuRie beschrieben werden, fand ich ein wenig anstrengend.
Insgesamt ist Roald Dahls Buch ebenso wie Steven Spielbergs Verfilmung komplett auf Kinder ausgerichtet, bietet dabei aber dennoch die nötige Portion Spannung und Grusel. Das Ende ist in der Vorlage tatsächlich anders und hat mir besser gefallen als das der Adaption. Letztendlich kann ich „Sophiechen und der Riese“ nur empfehlen und werde Roald Dahl nun vermutlich öfter ins Spiel bringen, wenn es um neue Vorlese-Abenteuer geht: 8/10 Punkte.




Anfang September des letzten Jahres war ich auf der Suche nach einem neuen Buch und hatte nicht so recht Lust auf alles, was bei mir im Regal stand. Ich bin dann recht schnell über Ernest Clines „Ready Player One“ gestolpert, von dem ich schon einiges gehört hatte. Und was soll ich sagen? Bereits auf den ersten Seiten offenbarte sich, was ich mir erhofft hatte: Eine wunderbar erzählte Dystopie, die ihren Fokus nahezu komplett auf der Popkultur der 80er Jahre hat. Im November kam mir dann Jon Krakauers 



