Die Schöne und das Biest – OT: Beauty and the Beast (2017)

In der letzten Woche habe ich schon mehr Filme gesehen, als in den zwei Monaten zuvor. Was eine Abkühlung um 15 °C doch ausmacht. Gestern stand mit der Neuverfilmung von „Die Schöne und das Biest“ ein Film auf dem Programm, den wir schon lange sehen wollten. Auch weil mir das Live-Action-Remake von „The Jungle Book“ ausgezeichnet gefallen hat, war ich sehr hoffnungsvoll…

Die Schöne und das Biest (2017) | © Walt Disney

Die Schöne und das Biest (2017) | © Walt Disney

How Does a Moment Last Forever

Im Gegensatz zu vielen anderen Disney-Klassikern, habe ich „Die Schöne und das Biest“ in meiner Jugend nicht sonderlich häufig gesehen. Ich kann mich tatsächlich nur an eine oder zwei Sichtungen erinnern. Der Film besitzt für mich demnach keinen überaus großen Stellenwert, wenngleich ich das Zeichentrick-Musical auch sehr mag und die meisten Songs wiedererkannt habe. Im Gegensatz zu „The Jungle Book“ orientiert sich Bill Condons Version sehr nahe am Animationsfilm, weshalb er sich noch mehr als Jon Favreau die Frage gefallen lassen muss: Warum überhaupt ein Remake? (Klar, für Disney ist viel Geld im Spiel.) Wenn man sich für den Film interessiert, sollte man diese Frage jedoch zunächst hintenanstellen. Schon alleine um nicht beständig zu vergleichen. Für mich hat diese neue Version tatsächlich einen Mehrwert geschaffen und das ohne den Zeichentrickfilm abzuwerten:

Auch wenn viel CGI im Spiel ist, so liebe ich den Look des Films. Das Dorf, das düstere  Schloss und speziell seine Bewohner haben es mir wirklich angetan. Auch die Musical-Nummern funktionieren größtenteils extrem gut und die inhaltlichen Erweiterungen geben den Figuren mehr Tiefe. Andere Elemente, wie z.B. die Ausgestaltung von „Be Our Guest“, haben auf mich ein wenig befremdlich gewirkt. Hier hätte der Film für mich besser funktioniert, wenn sich die Inszenierung mehr vom Original gelöst hätte. Die neuen Songs dagegen fügen sich wunderbar in die Geschichte ein.

Beauty and the Beast

Über die Besetzung, gerade von Emma Watson, wurde viel geschimpft. Ich kann das nicht nachvollziehen. Sicher entspricht sie nicht der Belle aus dem Animationsfilm, doch begrüße ich diese Änderung. Der Film bekommt dadurch einen frischen Wind und man löst sich vom beständigen Vergleich. Auch die anderen Schauspieler füllen ihre Rollen gekonnt aus, wobei ich am meisten Zeit benötigt habe, um mich mit Dan Stevens (David, „The Guest“) anzufreunden. Das Duo Luke Evans und Josh Gad fand ich herrlich. Und die CGI-Versionen von Lumière und Cogswort, dargestellt durch Ewan McGregor und Ian McKellen, sind perfekt getroffen.

Fazit

Auch wenn man sich über den Existenzgrund des Films trefflich streiten kann, so konnte ich mich der Magie von „Die Schöne und das Biest“ auch in der Neuverfilmung nicht entziehen. Es ist nicht alles perfekt und eine freiere Interpretation wäre teils wünschenswert gewesen. Davon abgesehen konnte mich Bill Condons Film jedoch überzeugen und ich habe jede (gesungene) Minute genossen: 8/10 Punkte.

Media Monday #375

Nun sind wir schon seit einer Woche aus dem Urlaub zurück und auch zu Hause fliegen die freien Tage, trotz des durchwachsenen Wetters, nur so an uns vorbei. Was ist inzwischen passiert? Wir waren im Playmobil Funpark (siehe Foto unten) und mein Auto, das vor zwei Wochen schlapp gemacht hat, fährt wieder. Die Reparatur war auch auch „nur“ eineinhalb mal so teuer, wie unser Urlaub. Oh Freude! Und unser anderes Auto wurde gestern angefahren. Wieder Werkstatt. Hmpf. Aktuell scheinen wir kein Glück mit den fahrbaren Unterätzen zu haben. Doch nun stehen erst noch zwei Tage Urlaub an, bevor mich der Alltag wieder einholt. In diesem Sinne viel Spaß mit meinen Antworten auf die Fragen des Medienjournals! 🙂

Media Monday #375

  1. Diese ewigen Vergleiche zwischen verschiedenen NAS-Systemen nerven, aber ich muss mich damit auseinandersetzen. Habt ihr einen Tipp für mich?
  2. Unser Urlaub an der Nordsee (hier der erste Reisebericht) hat mich weitaus mehr begeistert, als ich das erwartet hätte, denn die Landschaft ist famos, die Leute entspannt und das Essen lecker.
  3. Wäre ja schon klasse, wenn einmal der Urlaub nicht so schnell verfliegen würde.
  4. „Angels‘ Share: Ein Schluck für die Engel“ kann ich mir – glaube ich – so schnell nicht wieder ansehen, schließlich lädt der Film geradezu dazu ein, einen Whisky nach dem anderen zu trinken.
  5. Es hat ja durchaus seine Vorteile, dass es wieder kühler wird, denn dann ist das Laufen wieder angenehmer.
  6. Der zweite Teil der Southern-Reach-Trilogie ist jetzt zwar nicht die „klassische“ Urlaubs- oder Sommerlektüre, aber großartig, weil Jeff Vandermeer auch darin eine ganz spezielle Atmosphäre heraufbeschwört.
  7. Zuletzt habe ich meinen Geburtstag gefeiert und das war toll, weil viele (leider nicht alle) Menschen da waren, die mir wirklich wichtig sind.

Piratenabenteuer im Playmobil Funpark (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (542)

Nachdem Herr moep0r den September mal eben so mit 17 km eingeläutet hat, musste ich heute auf jeden Fall auch raus und laufen. Die Zeit war begrenzt und das Wetter sehr herbstlich, weshalb ich mich nur für eine 10-km-Runde entschieden habe:

Ah, der Herbst ist da!

Ah, der Herbst ist da!

Distance: 10.05 km
Duration: 00:57:11
Elevation: 78 m
Avg Pace: 5:41 min/km
Avg Speed: 10.55 km/h
Heart Rate: 161 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 801 kcal

Ich war weder sonderlich schnell, noch langsam unterwegs. Einfach nur laufen. Und das auch ohne Begleitung, was ich fast ein wenig vermisst habe. Ein weiterer Schritt zurück in den Alltag, der uns nur allzu bald schon wieder einholen wird…

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 131: EM Recap

Nordsee 2018 #1: Seehundstation Friedrichskoog und Ankunft in Dagebüll

Es folgt der erste Eintrag zu unserem Urlaub an der Nordsee. Da wir so unglaublich viel erlebt haben, werde ich für jeden der 10 Tage einen eigenen Artikel verfassen. Ihr könnt euch schon einmal auf viele Fotos und Eindrücke gefasst machen. Auch deshalb, weil ich den Urlaub zum Anlass genommen habe, meine neue Kamera (die Lumix DMC-FZ1000) ausführlich zu testen. Aber keine Sorge, ihr findet hier nur eine kleine Auswahl der insgesamt über 600 aufgenommenen Fotos… 😉

Die Seehundstation Friedrichskoog von oben

Die Seehundstation Friedrichskoog von oben

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Angels‘ Share: Ein Schluck für die Engel (2012)

Nach einem Tag im Playmobil Funpark waren wir alle ziemlich platt. Nachdem die Kids endlich im Bett waren, kamen wir spät auf die Couch und haben mit „Angels‘ Share: Ein Schluck für die Engel“ einen nicht immer leicht verdaulichen, aber doch sehr guten Film gesehen. Details lest ihr in der folgenden Besprechung…

Angels' Share: Ein Schluck für die Engel (2012) | © Prokino (Vertrieb EuroVideo Medien GmbH)

Angels‘ Share: Ein Schluck für die Engel (2012) | © Prokino (Vertrieb EuroVideo Medien GmbH)

Sozialdrama trifft auf Heist-Komödie

Ken Loach ist für bittere, oft jedoch auch hoffnungsvolle Sozialdramen bekannt. Auch „Angels‘ Share“ bildet hier keine Ausnahme. Gerade die erste halbe Stunde ist schon harter Tobak, der uns die Lebensrealität in Glasgow schonungslos vor Augen führt. Dabei bleibt es aber nicht lange, denn schon bald führt der Sozialarbeiter Harry unseren Protagonisten in die faszinierende Welt des Whiskys ein. Damit ändert sich auch der Ton des Films und das Sozialdrama verwandelt sich in einen ungewöhnlichen Heist-Movie, was auf den ersten Blick vielleicht nicht so ganz zusammenpassen mag, letztendlich aber doch erstaunlich gut funktioniert.

„Angels‘ Share“ lebt eindeutig von seinen Charakteren und der naturalistischen Inszenierung. Die Geschichte ist mitreißend und man möchte, dass sie für die Figuren einen positiven Ausgang nimmt. Was sich im weiteren Verlauf abspielt ist ziemlich konstruiert und offensichtlich geschrieben, was mich allerdings nicht sehr gestört hat. Durch das Grundthema Whisky hatte der Film bei mir zudem schon halb gewonnen.

Fazit

Wer eine angenehmen und leicht dahin plätschernde Komödie sehen möchte, der ist mit „Angels‘ Share“ nicht sonderlich gut beraten. Ken Loachs Film ist dramatischer als uns das Marketing weismachen will. Gerade dieser Aspekt hebt ihn aber auch über die typische Gute-Laune-Komödie heraus. Hat mir ziemlich gut gefallen: 7/10 Punkte.

Findet Nemo – OT: Finding Nemo (2003) (WS1)

Nach unserem Urlaub an der Nordsee sind unsere Kinder voll auf dem Meerestrip. Kein Wunder, haben sie doch das Wattenmeer erkundet und dort Krebse, Krabben und Seesterne in der Hand gehalten. Schon seit Beginn der Ferien steht der Wunsch nach einem Kinoabend auch ganz oben auf der Liste, allerdings war das Wetter immer zu gut. Nun hat es abgekühlt und somit stand der gemeinsamen Sichtung von „Findet Nemo“ nichts mehr im Wege. Natürlich stilecht in 3D, um die komplette Immersion in die bunte Unterwasserwelt zu ermöglichen…

Findet Nemo (2003) | © Walt Disney

Findet Nemo (2003) | © Walt Disney

Ein 15 Jahre altes Animationswunder

Erst bei Beginn der Sichtung wurde mir klar, dass „Findet Nemo“ inzwischen auch schon 15 Jahre auf dem Buckel hat. 15 Jahre! Kann das sein? Ich weiß noch, dass ich den Film im Kino gesehen habe, als wäre es gestern gewesen. Einfach unfassbar. Die Zeit ist nicht spurlos an mir vorübergegangen, schließlich saß ich mit zwei Kindern vor dem Fernseher, doch was ist mit dem Film? Er sieht auch heute immer noch unfassbar gut aus. Die Unterwasserwelt lebt, die Geschichte ist emotional mitreißend und die Entwicklung der Figuren glaubhaft. Nicht sonderlich komplex, aber bis ins kleinste Detail durchkomponiert und liebevollst ausgestaltet. Herrlich!

Wie ist der Film bei unseren Kindern angekommen? Das Zappelinchen war begeistert und ist komplett in das Abenteuer eingestiegen. Unser Zwergofant jedoch hatte bei den spannenderen Szenen sichtlich Angst, was das Filmerlebnis für ihn doch leider getrübt hat. Schließlich wollte er doch unbedingt mitschauen und war stets zwischen Interesse und Furcht hin und hergerissen. Sehr schade, doch einen Filmabend mit „Findet Dorie“ wird es somit erst einmal nicht geben. Ich bin wirklich gespannt, wann der Knoten bei ihm platzt. Bis es soweit ist, werden wir es ab und zu immer wieder versuchen, denn das Interesse an Filmen ist definitiv vorhanden.

Fazit

Pixars „Findet Nemo“ ist nach wie vor ein perfekter Unterhaltungsfilm, der Klein und Groß zu begeistern weiß. Sein inzwischen durchaus reifes Alter sieht man ihm in keinem Frame an und das 3D sieht so aus, als wäre der Film damals bereits dafür produziert worden. Ein echter Mehrwert. Lange Rede, kurzer Sinn: immer noch beste Unterhaltung. Ob die Fortsetzung auch etwas kann? 10/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (541)

Heute hat es sich recht spontan ergeben, dass ich noch zu einem Lauf aufgebrochen bin. Den Kids war langweilig und somit sind wir einmal wieder zur Tartanbahn gelaufen bzw. geradelt. Dort angekommen, habe ich ein paar Runden gedreht, während das Zappelinchen und der Zwergofant auf dem dortigen Spielplatz geklettert sind und mir von weit oben gut zugeredet haben…

Der erste Lauf im neuen Lebensjahr... :)

Der erste Lauf im neuen Lebensjahr… 🙂

Distance: 8.93 km
Duration: 00:49:02
Elevation: 65 m
Avg Pace: 5:28 min/km
Avg Speed: 10.93 km/h
Heart Rate: 155 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 745 kcal

Durch den Lauf habe ich die 120 km im August geknackt. Mehr werden es auch nicht mehr werden. Damit bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden. Zudem war es der erste Lauf im neuen Lebensjahr – es klappt also auch noch im hohen Alter… 😀

Im Ohr: „Papa, nur noch eine Runde! Du gewinnst! Schneller!“

Nur noch zwei Jahre bis zur großen Vier

Der Sommer nähert sich seinem Ende, die Tage werden wieder kürzer. So langsam klingen die Ferien aus und auch mein Sommerurlaub ist langsam aufgebraucht. Wie jedes Jahr um diese Zeit, stand auch mein Geburtstag wieder an. Aufgrund von Urlaubszeit und unglücklichen Verletzungen, war die Feier mit 14 Personen recht überschaubar. Dennoch haben wir turbulent und mehr oder minder ausgelassen bis in den späten Abend gefeiert. Auch wenn es diese Woche schon bedeutend kühler war, so sind die Temperaturen gestern (extra für mich) noch einmal auf 30 °C geklettert.

Viele tolle Geschenke... :)

Viele tolle Geschenke… 🙂

Wie ihr seht, wurde ich wieder einmal reichlich beschenkt. Das größte Geschenk habe ich mir mit der Lumix DMC-FZ1000 selbst gemacht, die im Urlaub auch schon ausgiebig zum Einsatz kam. Weiterhin durfte ich mich über Karten für ein Filmmusik-Konzert, ein famoses Buch zu „Zurück in die Zukunft“, den Soundtrack zu „Sons of Anarchy“, ein weiteres Playmobil-Ghostbusters-Set, viele Leckereien sowie Bilder und Basteleien meiner Kinder freuen. Einfach famos!

Bevor der Urlaub nächste Woche nun zu Ende geht, werde ich mich hoffentlich noch ausführlich mit den neuen Spielsachen beschäftigen. Zumindest wenn uns der Sommer nun wirklich verlässt. Ansonsten stehen noch einige Ausflüge auf dem Programm und über unseren Urlaub möchte ich ja auch noch bloggen. Immer dieser Freizeitstress! 😉

5 Filme, die meine Filmleidenschaft beeinflusst haben

Nach einer langen Sommerpause, meldet sich Gorana mit Die 5 BESTEN am DONNERSTAG zurück. Heute ist es eine sehr persönliche Ausgabe, die uns am Ende des Sommers wieder in die filmischen Welten zurückführt…

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #103

Das Thema für Ausgabe #103 lautet:

5 Filme, die meine Filmleidenschaft beeinflusst haben

  1. „Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979) – Für mich der quintessenzielle Einstieg in das Horror-Genre.
  2. „Blade Runner“ (1982) – Hier habe ich gelernt, dass Film auch Arbeit sein kann und sich eine genauere Auseinandersetzung mit dem Werk lohnen kann.
  3. „Jurassic Park“ (1993)Der Blockbuster meiner Jugend.
  4. „Pulp Fiction“ (1994) – Tarantino hat mir hier das Tor zu Gangsterfilmen, Scorsese und Co. aufgestoßen, zudem war der Film Thema meiner Facharbeit im Englisch-Leistungskurs.
  5. „Zurück in die Zukunft“ (1985) – Mein erstes Mal Sci-Fi und vermutlich auch Jugendabenteuer; halte ich bis heute ganz nah am Herzen.

Run, Fatboy, Run (540)

Wir sind zurück aus dem Urlaub. Ich habe zwar noch ein paar Tage frei, doch letztendlich bedeutet das dennoch eine große Portion Alltag. Dazu gehört natürlich auch das Laufen. Jetzt wieder mit Höhenmetern und jenseits von 20 °C:

Eine dringend nötige Trinkpause...

Eine dringend nötige Trinkpause…

Distance: 10.57 km
Duration: 01:04:19
Elevation: 79 m
Avg Pace: 6:04 min/km
Avg Speed: 9.86 km/h
Heart Rate: 155 bpm
Stride Frequency: 147 spm
Energy: 903 kcal

Meine Beine waren heute irgendwie extrem schwer. Auch der Zwergofant ist auf dem Rad nicht so recht vom Fleck gekommen. Somit war ich beinahe eine Minute pro Kilometer langsamer als bei meinem letzten Lauf im hohen Norden. Dennoch war es gut, auch in der Heimat einmal wieder unterwegs gewesen zu sein. Immerhin habe ich mit dem heutigen Lauf meine Jahresdistanz 2017 geschlagen. Aktuell stehen 656 km auf der Uhr und da werden bestimmt noch ein paar dazu kommen… 🙂

Im Ohr: „Papa, ich bin so aufgeregt, weil wir erst aus dem Urlaub zurück sind!“