The Goldbergs – Season 1

Wie lange habe ich gewartet, endlich diese Serie zu sehen. Seit ich 2013 das erste Mal auf Inishmores Blog davon gelesen habe, war ich heiß auf die Show. In Deutschland gibt es nur die erste Staffel (völlig überteuert) auf DVD und auch Streaming-Dienste haben sie nicht im Programm. Doch in UK wurde ich endlich fündig und habe mir voller Zuversicht „The Goldbergs – Season 1“ sowie die folgenden drei Staffeln gekauft. Ob sich diese Investition in meine Serien-Zukunft auch wirklich gelohnt hat?

The Goldbergs – Season 1 | © Sony Pictures Home Entertainment

The Goldbergs – Season 1 | © Sony Pictures Home Entertainment

„Wunderbare Jahre“ in den 80ern

Selten habe ich mich in einer Serie so schnell zu Hause gefühlt. Charaktere, Ton und Humor haben bei mir sofort geklickt. Ich bin unglaublich schnell Teil der Familie Goldberg geworden. Das ist bei der Serie auch bitter nötig, denn viele Running Gags zünden erst, wenn man wirklich drin ist. Zum Lachen gesellte sich dann auch schnell der Gedanke: „Ach, typisch Murray (oder Beverly oder…)!“ Man wird als Zuschauer in viele Insider-Gags mit einbezogen, was sich durch die kurzen Video-Clips aus der Kindheit des echten Adam F. Goldberg am Ende jeder Episode noch einmal verstärkt. Auch wenn bestimmt viele Geschichten dramatisch überhöht wurden, so entsteht dadurch ein Gefühl von Authentizität. Ich habe mich teils stark an meine eigene Kindheit erinnert gefühlt, die natürlich viel weniger amerikanisch, jüdisch und leider auch weniger popkulturell abgelaufen ist, doch eine Verbindung ist definitiv vorhanden.

Die Serie wird durch die Erzählstimme des erwachsenen Adam Goldberg – gesprochen von Patton Oswalt (Spence Olchin, „The King of Queens“) – begleitet, was uns ohne Zweifel an eine andere große Coming-of-Age-Serie erinnert: „Wunderbare Jahre“. Dieses Kleinod hat es in Deutschland, aufgrund von Rechteproblemen, ja bis heute nicht auf DVD geschafft. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass es „The Goldbergs“ gelingt, den Geist des Vorbilds zu treffen und gar wunderbar in die 1980er Jahre zu übertragen. Ich liebe es, dass der Humor manchmal zwar platt ist, aber dennoch stets echte Emotionen im Vordergrund stehen. Die Serie nimmt ihre Charaktere ernst und man fühlt als Zuschauer mit ihnen. Hinzu kommt, dass die popkulturellen Referenzen nie aufgesetzt wirken, sondern ein elementarer Teil der Handlung sind. Ich denke hier alleine an die großartige Episode „Goldbergs Never Say Die!“, welche eine liebevolle Hommage an „Die Goonies“ darstellt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war es um mich geschehen… ❤

Fazit

Ja, „The Goldbergs“ ist genau die Serie, die ich mir erhofft hatte. Umso mehr freue ich mich darüber, dass ich die verrückte Familie über mindestens drei weitere Staffeln begleiten kann. Genau die richtige Dosis an popkulturellen Referenzen, gepaart mit teils herzergreifenden Momenten und einem wunderbar eingefangenen Zeitkolorit der 1980er Jahre. Für mich zweifellos die beste Half-Hour-Comedy-Serie der letzten Jahre: 9/10 (9.1) Punkte.

11 Gedanken zu “The Goldbergs – Season 1

  1. Nach all den Jahren des Wartens ein Happy End! Ich freue mich so sehr mit, dass die Goldbergs bei dir gezündet haben (obwohl mir das spätestens mit dem Goonies-Tribute klar gewesen hätte sein müssen). Freu dich auf die nächsten zwei Staffeln, die weiter auf höchstem Niveau das 80er-Jahre-Feeling hochleben lassen. Erst in den letzten zwei Jahren merkt man leider, dass alle großartigen Themen des Jahrzehnts schon abgegrast worden sind.

    Frage: Welche Figur hat dich bisher am meisten unterhalten?
    Haben alle ihre Momente, klar, das ist auch eine der großen Stärken der Serie. Ich sehe Beverly Goldberg dezent vorne, weil mich sämtliche Episoden, in denen sie ihren Sprößling Adam in der Schule blamiert, großartig unterhalten haben.

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    • Ja, die Serie ist wirklich ganz großartig. Ich bin inzwischen schon in der zweiten Staffel und habe immer noch ganz viel Liebe dafür. Gerade auch weil die Serie auch ganz klassisch eine Familienserie ist mit all den schmalzigen Momenten und eben doch auch ganz viel Humor. Wirklich die perfekte Mischung.

      Hmm, gute Frage! Ich finde ja, dass die Serie allen Charakteren ähnlich viel Gutes angedeihen lässt. Beverly und Murray sind beide großartige Figuren, doch auch Barry weiß mich immer wieder perfekt zu unterhalten. Herrlich! 😀

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    • Da die Serie schon seit 5 Jahren läuft und nicht gestreamt wird, besteht zu befürchten, dass sie den Sprung erst einmal gar nicht schafft. Mit nicht einmal 10 Euro pro Staffel plus Erlös durch möglichen Wiederverkauf ist die Sichtung aber auch zu Streaming-Kosten möglich… 😉

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  3. Ich freue mich auch immer wieder auf jede neue Folge und selbst die aktuelle Staffel schaffst es immer noch überraschen, wie zuletzt mit einem Auftritt von Robert Englund in seiner Paraderolle als Freddy. Schön, dass die Serie bei die gezündet hat!

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