Mindhunter – Staffel 1 und 2

Nach meiner Sichtung von „Making a Murderer“ bin ich dem kriminalistischen Thema treu geblieben. Trotz der inhaltlichen Parallelen ist David Finchers „Mindhunter“ eine ganz andere Serie. Sie wirkt extrem filmisch und man kann die Handschrift des Regisseurs erkennen. Leider war sie wohl zu sperrig, so dass der große Erfolg beim breiten Publikum ausblieb und die eigentlich auf fünf Staffeln angelegte Serie ihr Ende bereits nach zwei Staffeln fand. Warum sich das Reinschauen dennoch lohnt, lest ihr in der folgenden Besprechung… 👮‍♂️🔪

Mindhunter | © Netflix

Mindhunter | © Netflix

Der kreative Kopf hinter „Mindhunter“ ist David Fincher. Also der Regisseur, der das Serienmörder-Genre mit „Sieben“ und „Zodiac“ maßgeblich geprägt hat. Diese Serie ist zweifellos näher an dem sperrigeren der beiden Werke dran, was einem als Zuschauer am besten bereits im Vorfeld klar sein sollte. Es geht weniger um die bestialischen Taten der Serienmörder, als um die Psychologie hinter den Taten. Wenn man sich darauf einlässt, bietet „Mindhunter“ extrem spannendes und verstörendes Serienkino:

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Making a Murderer – Staffel 1 bis 2

Nach dem vorläufigen Abschied aus Hawkins, habe ich mich einer weiteren Serie zugewandt, die kurz nach ihrer Ausstrahlung auf Netflix einen großen Hype erfahren hat. Die Rede ist von „Making a Murderer“, einer Dokumentarserie, die einen unglaublichen Kriminalfall begleitet. Eine ganz andere Art von Unterhaltung also und manchmal sogar fraglich, ob es denn überhaupt Unterhaltung ist… 👨‍⚖️

Making a Murderer | © Netflix

Making a Murderer | © Netflix

Vorab schon einmal der Hinweis, dass „Making a Murderer“ auch nach seinen zwei Staffeln nicht auserzählt ist. Oder vielleicht doch? Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Warum sich die Sichtung dennoch lohnt, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung:

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Designated Survivor – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 3)

Auch seit ich ein Netflix-Abo habe, hat sich mein Serienkonsum nicht verändert. Immer noch kein Binge-Watching, nur die Quelle ist eben eine andere geworden. Nachdem ich mit „Dark“ in die Welt der Netflix-Eigenproduktionen eingestiegen bin, stand mit „Designated Survivor“ eine (zumindest zunächst) klassische Network-Serie auf dem Programm. Das bedeutet auch deutlich längere Staffeln, weshalb sich die Sichtung beinahe zwei Monate hingezogen hat. Warum es sich durchaus lohnen kann, der Serie eine Chance zu geben, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🗳

Designated Survivor | © ABC & Netflix

Designated Survivor | © ABC & Netflix

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Dark – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 3)

Lange hatte ich mich geweigert, ein Netflix-Abo abzuschließen. Dabei lag bereits seit Jahren ein Gutschein im Regal und den Probemonat hätte es ja auch gegeben. Aber mir ging es nicht ums Geld, sondern die Zeit. Wie passend für diese Serie. Da sich meine lieben Kollegen stets über „Dark“ ausgetauscht haben, und ich nicht mitreden konnte, bekam ich zum Geburtstag einen (weiteren) Netflix-Gutschein, gekoppelt an den Auftrag, nun auch endlich „Dark“ zu sehen. Da konnte ich nun nicht mehr nein sagen. Ob mich meine erste Netflix-Serie, abgesehen von der ersten Staffel „House of Cards“ und drei Staffeln „Narcos“, letztendlich zu begeistern wusste? 🕰

Dark | © Netflix

Dark | © Netflix

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Weeds – Staffel 1 bis 5

Heute gibt es die Besprechung einer nur teilweise geschauten Serie. Nachdem ich bereits 2019 hoffnungsvoll mit „Weeds“ begonnen hatte, haben sich bereits während der 5. Staffel deutliche Abnutzungserscheinungen gezeigt. Die sechste Staffel ist dann endgültig unter den magischen Wert von 6 Punkten im Bewertungsschnitt gefallen. Dennoch hat mir die Serie in den ersten Staffeln viel Spaß gemacht und ich möchte euch meine Besprechung deshalb nicht vorenthalten:

Weeds | © Sony Pictures Home Entertainment

Weeds | © Sony Pictures Home Entertainment

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Sneaky Pete – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 3)

Nach dem Ausflug in deutsche Seriengefilde sowie einer dicker Ladung Comedy, bin ich mit „Sneaky Pete“ wieder zu einer amerikanischer Drama-Serie zurückgekehrt. Dabei war die Serie zunächst eine Notlösung, da ich über den Sommer kein riesiges Projekt (z.B. „Justified“) angehen wollte und nach einer kürzeren, bereits abgeschlossenen Serie Ausschau gehalten habe. Wer hätte gedacht, dass ich ein solches Kleinod entdecken würde? 💸

Sneaky Pete | © Amazon Prime Video

Sneaky Pete | © Amazon Prime Video

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Upload – Season 1

In den letzten Wochen habe ich einmal wieder eine aktuelle Serie geschaut. Vermutlich weil mich die Prämisse ziemlich gereizt hat – und weil die Serie ganz bequem auf Prime Video läuft. Die Rede ist von „Upload – Season 1“, welche inzwischen auch den Weg in ein paar von mir abonnierte Blogs und Podcasts gefunden hat. Was die Serie rund um den Upload in den kostenpflichtigen Social-Media-Himmel kann, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 💀⛪👨‍💻

Upload – Season 1 | © Amazon Prime Video

Upload – Season 1 | © Amazon Prime Video

Das Social Network für frisch Verstorbene

„Upload“ besitzt eine Prämisse, wie ich mir einzelne Episoden von „Black Mirror“ immer vorgestellt habe (ohne die Serie je gesehen zu haben): In der nahen Zukunft kann die Seele von Verstorbenen digitalisiert und in die Cloud geladen werden, wo sie (je nach Bankkonto) allen Luxus des digitalen Himmels erfährt. Dabei können die Verstorbenen mit ihren Hinterbliebenen kommunizieren und somit quasi weiterhin am Leben teilhaben. Aus dieser Idee hätte man alles mögliche stricken können: Ein Sci-Fi-Drama, einen High-Tech-Thriller oder eben, wie in diesem Fall, eine romantische Komödie mit satirischen Elementen. Teils erinnert die Serie ein wenig an „The Good Place“, was ich erst nach „Upload“ begonnen habe zu schauen, geht letztendlich aber doch einen ganz eigenen Weg.

Was hat für mich den Reiz von „Upload“ ausgemacht? Neben ziemlich treffenden Gags auf Kosten unseres Nutzungsverhaltens digitaler Medien, mochte ich die gesamte Zukunftsvision und die Liebesgeschichte sehr gerne. Weniger gut funktioniert haben für mich die Thriller-Elemente. Gerade das Staffelfinale war in dieser Hinsicht wirklich eine Enttäuschung. Davon abgesehen hatte ich aber stets viel Spaß in Lakeview und den darin agierenden Personen – und das sowohl on- also auch offline.

Fazit

„Upload“ ist eine wirklich erfrischende Comedy-Serie, die ihren Finger oft treffend in die Wunde legt. Dabei erzählt sie eine erfrischende Liebesgeschichte und stellt ein paar spannende Fragen. Leider gibt es auch ein paar Elemente, die nicht so wirklich funktionieren wollen. Ich freue mich dennoch auf die zweite Staffel: 8/10 (8.2) Punkte.

Narcos – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 3)

Nach ein paar einzelnen Staffeln, habe ich mich wieder einmal einem etwas größeren Projekt gewidmet. Dabei handelt es sich um eine Netflix-Serie. Habe ich mir nun etwa doch einen Zugang besorgt? Natürlich nicht. Die Serie „Narcos“ gehört zu den Netflix-Produktionen, denen tatsächlich eine klassische DVD- bzw. Blu-ray-Veröffentlichung zuteil wurde. Insofern bin auch ich in den Genuss gekommen und ob es ein solcher war, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

Narcos | © Netflix

Narcos | © Netflix

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Vinyl – Die komplette Serie (Staffel 1)

Nach dem letzten großen Serienmarathon habe ich mich einmal wieder einer kürzeren Show zugewandt, die mit 10 Episoden auch mehr oder weniger abgeschlossen ist. „Vinyl“ war 2016 neben „Westworld“ einer der großen HBO-Neustarts und konnte mit großen Namen wie Mick Jagger, Martin Scorsese und Terence Winter aufwarten. Letztere hatten mit „Boardwalk Empire“ bereits abgeliefert. Wieso floppte „Vinyl“ also und lohnt sich die Sichtung trotz der frühen Absetzung? 📀🎵🎸

Vinyl | © HBO

Vinyl | © HBO

Sex, Drugs & Rock’n’Roll (and More Drugs)

Bereits die erste Episode sprengt mit knapp 120 Minuten jegliche Grenzen. Wow. Inszeniert von niemand geringerem als Martin Scorsese fühlt man sich sogleich wie in einer musikalischen Variante von „Casino“ versetzt. Obwohl einerseits viel passiert und sich andererseits auch viel Zeit gelassen wird, sind die 10 Episoden wie im Fluge vergangen. Ich habe mich komplett abgeholt gefühlt und jede Sekunde dieser herrlich altmodischen Inszenierung genossen. Auch im weiteren Verlauf hat mich die Serie sehr an das klassische Gangsterkino von Scorsese und Co. erinnert: Erzählt wird eine typische Rise-and-Fall-Geschichte, nur dass wir erst kurz vor dem Fall der Hauptfigur in sie hineingeworfen werden. Es kommt zu einem gewalttätigen Todesfall, verbaler und physischer Gewalt sowie einem völlig übertriebenem Level an Drogenkonsum. Teils war dieser Handlungsstrang schon fast zu viel des Guten und manchmal scheint es schon fast nebensächlich, dass sich die Geschichte in der Musikindustrie der 1970er Jahre abspielt, was auch mein einziger Kritikpunkt an der Serie ist.

Hauptfigur Richie Finestra wird großartig von Bobby Cannavale verkörpert. Seine Performance lässt Erinnerungen an die großen Scorsese-Darsteller wach werden. An seiner Seite spielen u.a. Olivia Wilde (als Richies Ehefrau Devon Finestra) und Ray Romano in einer für ihn sehr ungewöhnlichen Rolle als Richies Geschäftspartner Zak Yankovich. Schauspieler und Inszenierung sind über jeden Zweifel erhaben. Hinzu kommen bekannte Musikgrößen der 70er-Jahre-Rock-Geschichte, welche teils durchaus imposante Auftritte hinlegen dürfen (u.a. die New York Dolls, David Bowie oder – weniger imposant – Elvis Presley). Audiovisuell ist „Vinyl“ wahrlich ein Hochgenuss und ich hätte gerne noch viel, viel mehr davon gesehen.

„Vinyl“ wurde leider viel zu früh abgesetzt

Auch wenn die zweite Staffel schon in trockenen Tüchern schien, wurde die Serie letztendlich abgesetzt. Anscheinend gab es Differenzen zwischen Showrunner Terence Winter und HBO. Der erhoffte Erfolg war „Vinyl“ wohl auch nicht. Normalerweise sind Zuschauerzahlen für den Pay-TV-Sender nicht unmittelbar ausschlaggebend (schon gar nicht nach nur einer Staffel), doch ein Wechsel an der Spitze des Senders war letztendlich der Sargnagel für die Serie. Für solch eine ambitionierte Produktion schon fast tragisch. Obwohl die Staffel nicht mit einem großen Cliffhanger endet, so bleibt am Ende doch das unschöne Gefühl, die Figuren gerade an einem Zeitpunkt in ihrem Leben zu verlassen, der große Veränderungen mit sich bringt. Es herrscht ein Gefühl des Aufbruchs – sowohl was die Musikwelt als auch die persönlicheren Entwicklungen angeht. Davon werden wir jedoch leider nichts mitbekommen.

Fazit

Teils als „Mad Men“ der Musikwelt bezeichnet, erinnert „Vinyl“ doch mehr an klassisches Scorsese-Gangsterkino mit weniger Gangstertum und mehr Musik. Die Wurzeln sind aber unverkennbar und diese Mischung ist für mich tatsächlich sehr attraktiv. Gerne hätte ich die weitere Entwicklung verfolgt, doch bin ich sehr froh, dieser zu unrecht viel zu früh abgesetzten Serie eine Chance gegeben zu haben. Wenn ihr ein Faible für Musikgeschichte habt und klassische Rise-and-Fall-Geschichten mögt, dann schaut unbedingt einmal bei American Century Records vorbei. Es lohnt sich: 9/10 (8.9) Punkte.

Preacher – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 4)

Schon seit Mitte August habe ich nicht mehr über Serien geschrieben. Warum die lange Pause? War ich etwa abstinent? Nein, ich habe nur ein weiteres Großprojekt gestartet und die komplette Serie „Preacher“ gesehen. Eigentlich war ich dieser Serie immer eher ein wenig skeptisch gegenübergestanden, doch da mir „The Boys“ des gleichen kreativen Teams ziemlich gut gefallen hatte, wollte ich dem ungewöhnlichen Priester doch eine Chance geben. Warum das eine exzellente Entscheidung war und mir die Serie samt Charakteren doch ziemlich ans Herz gewachsen ist, lest ihr in der folgenden Besprechung… ⛪👼😈

Preacher | © AMC

Preacher | © AMC

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