Der Hobbit: Smaugs Einöde – OT: The Hobbit: The Desolation of Smaug (2013)

Wo soll ich nur anfangen? Mir fehlen immer noch die Worte. Dabei habe ich es tatsächlich versucht. Aber zurück zum Anfang: Heute Nachmittag habe ich endlich „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ gesehen – auf der ganz großen IMAX-Leinwand in technisch brillianter 4K-Projektion und HFR 3D. Hatte ich mich bei der Kinosichtung des Vorgängers noch nicht an die 48 fps herangewagt, wollte ich mir dieses Mal selbst ein Bild von HFR machen. Warum dies mein Kinoerlebnis zerstörte, lest ihr in der folgenden Besprechung…

the_hobbit_smaug

Viele Zuschauer kennen den Unterschied zwischen Video und Film nicht. Es sind ja alles bewegte Bilder. Ich dagegen reagiere auf den sogenannten Videolook extrem empfindlich. Inzwischen sind auch digitale Kameras in der Lage Filmlook detailgetreu zu replizieren. Selbst DSLRs mit korrekt gewählter Verschlusszeit und ein wenig Nachbearbeitung lassen uns an Film glauben. Nicht nur für Hobbyfilmer der Anbruch eines neuen Zeitalters. Man sieht jedoch immer wieder Filme, in denen die Videoästhetik bewusst beibehalten wird (z.B. Michael Manns „Public Enemies“). Für mich ein ebensolches No-Go, wie die Verschandelung von Filmen durch Berechnung von Zwischenbildern, wie 100+ Hz – und exakt an diesen verhassten Effekt hat mich HFR im Vorfeld erinnert. Glauben konnte ich es – besonders da es auch immer wieder begeisterte Stimmen gab – jedoch kaum. Was ich zu sehen bekam, bestätigte allerdings meine schlimmsten Befürchtungen.

Peter Jacksons Mittelerde sieht in HFR aus wie ein billiges Homevideo. Grotesk, trotz 3D flach und einfach nur unrealistisch realistisch. Sicher sind die langsamen Kamerafahrten butterweich und sehen toll aus, doch solche Szenen waren auch mit 24 fps nie das Problem. Sobald sich Personen bewegen, schnelle Kampfhandlungen o.ä. gezeigt werden, kommt es zu Beschleunigungseffekten, die mich jedes Mal komplett aus dem Film gerissen haben. Eingewöhnung nach ca. 10 Minuten? Selbst nach 160 Minuten war ich immer noch verstört von dieser schönen neuen Kinowelt. Es mag daran liegen, dass 48 fps noch zu wenig sind (James Cameron träumt ja von 120 fps), doch es kann mir niemand erzählen hier realistische Bewegungsabläufe gesehen zu haben. Die Kombination aus 48 Bildern pro Sekunde und der gewählten Verschlusszeit ist irgendwie daneben. Zumindest für meine Wahrnehmung. Sollte das wirklich die Zukunft des Kinos sein, suche ich mir ein anderes Hobby.

Den Film abseits seiner technischen Aspekte zu bewerten, fällt mir nun unglaublich schwer. Ich bin einfach nicht reingekommen. Nicht der Hauch von Immersion. Suspension of disbelief my ass! Zwar wurde jede Station der Vorlage abgehakt, es gab ein paar interessante Bilder zu sehen, doch war ich zu keiner Sekunde bei den Charakteren. Eine Schande. Hinzu kommt die Synchro, die mich noch weiter aus dem Film gerissen hat. Dabei wäre es bestimmt toll gewesen Stephen Fry als Bürgermeister von Seestadt zu hören! Insgesamt schien mir der Film noch aufgeblähter als „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ und seine Actionszenen noch forcierter. Insgesamt also auch ein inhaltlicher Rückschritt, wobei ich das nur schwer bewerten kann.

Was bleibt mir nun noch zu schreiben? Den Kinobesuch hätte ich mir sparen können. Auch meine bessere Hälfte war entsetzt ob des visuellen Eindrucks. Das restliche Publikum schien sich nicht im Geringsten daran zu stören. Vielleicht bin ich einfach zu alt für den Scheiß. Sorry Peter, sorry James, so bleiben wir keine Freunde. Versuche ich die Kulissenhaftigkeit auszublenden und mich nur auf die Handlung zu konzentrieren, würde der Film irgendwo zwischen 6 und 8 Punkten landen. Nächstes Jahr um diese Zeit wird mein Eindruck der 2D/24 fps-Fassung nachgereicht. Entschuldigt diese etwas andere Art der Besprechung, doch ich bin immer noch entsetzt. Schade um Mittelerde: 6/10 Punkte (unter Vorbehalt).

44 Gedanken zu “Der Hobbit: Smaugs Einöde – OT: The Hobbit: The Desolation of Smaug (2013)

  1. Ohje, das hört sich nicht wirklich gut an. Habe ich mir „Eine unerwartete Reise“ doch tatsächlich bis zum diesjährigen Weihnachtsurlaub aufgespart, um ihn direkt in der Extended-Fassung genießen zu können (Rezension folgt irgendwann im Januar oder so), bestärkt mich deine Kritik darin, beim zweiten Teil ebenso zu verfahren, auch wenn es mich schmerzt.

    Wenn mich dieses ganze 48 fps-Ding nie sonderlich gereizt hat – so viel sehe ich in einer Sekunde sowieso nicht 😉 – habe ich mir andersherum auch nicht vorstellen können, dass es einem das Film-Erlebnis so kaputtzumachen imstande ist. Ohne mir anmaßen zu wollen, dass auf einer ähnlich professionellen Ebene beurteilen zu können wie du bin ich doch froh, auf die 2D-Bluray-Variante gewartet zu haben und erneut zu warten, denn an der gab es optisch zumindest nichts auszusetzen. Gut für mich, dass ich nie der euphorischste Kinogänger war.

    Wollen wir, gemessen an deinen Aussagen, darauf hoffen, dass 48 fps alsbald wieder verschwindet oder zumindest erst wieder hervorgekramt wird, wenn die Möglichkeit gegeben ist, wieder „echtes“ Kino-Feeling zu erzeugen und nicht diesen halbgaren, das (Kino-)Erlebnis zerstörenden Quatsch, von dem du hier berichtet hast.

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    • Jeder muss sich natürlich seine eigene Meinung bilden. Mag also sein, dass du ganz begeistert davon bist. Gibt ja viele. Ein guter Indikator ist auf jeden Fall, wie du sonst auf Videolook reagierst. Für mich eben ein K.O.-Kriterium, wenn es um Filmgenuss geht. Aber ich wollte mir eben selbst meine Meinung bilden – und siehe da: nicht mein Ding.

      Den dritten Teil werde ich auch wieder in 24 fps sehen. Hoffentlich findet sich noch ein Kino, das den Film so zeigt. Dann gerne auch wieder im Originalton. Ansonsten werde ich auch ein weiteres Jahr auf die Blu-ray warten. Übrigens bin ich schon auf deine Kritik gespannt und hoffe du hast mit dem ersten Teil viel Spaß!

      Wie gesagt: Das hier ist meine persönliche Meinung. Technisch weiß ich zwar etwas Bescheid, doch maße ich mir gar nicht an, hier komplett auf dem Laufenden zu sein. Es ist ein gefühlter Eindruck – und dieser ist bei mir eben vernichtend ausgefallen. Mehr Meinungen zu dem Thema sind natürlich gerne gelesen (wenngleich ich auch den Eindruck habe, dass es ca. 50/50 pro und contra HFR ist).

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  2. Endlich jemand, der nicht so angetan war! Als der Regisseur selbst in den ersten Sekunden auftrat, hatte ich schon so ein ungutes Gefühl. Auch wenn ich die Karotte als Idee ganz nett fand. Er hat ja wieder etwas zugenommen.

    Am Ende hätte ich durchaus noch länger im Film sitzen können. Vor allem, weil das Ende sehr abrupt ist. Mitten in der Aktion. Aber so richtig hat der Film eher aufgeregt. Das Bild (das immer wie eine Computeranimation aussah), die ruckelnde Kamera, die Auflösungen in den Konflikten, wieder dieselben Schauplätze und Namen (auch wenn es dazu gehört), Legolas Augen, diese vielen Zwerge… und diese Tauriel!!!

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    • Inhaltlich kann ich, wie geschrieben, noch nicht sonderlich viel sagen. Die Punkte, die du erwähnst, sind natürlich durchaus legitim, doch hatte ich ja bereits mit dem ersten Teil viel Spaß. Eine Steigerung (was die reinen Punkte angeht) ist also theoretisch durchaus drin. Aber das kann ich eben nicht mit HFR beurteilen.

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  3. Oha… 😀
    Wie gesagt, inhaltlich fand ich ihn ziemlich scheiße. Vorlage? Was für eine Vorlage?
    Rein technisch fand ich ihn auf dem Level wie Thor (der erste) vor ein paar Jahren. Bei mir sah das wenig nach Videolook aus, sondern eher nach schlecht nachträglich in 3D konvertiertem Filmmaterial.
    Ganz im Gegensatz zum ersten Teil, den ich im genau gleichen Kino gesehen habe, und da war ich begeistert. Da war auch nichts von Videolook. Sah aus wie bei jedem anderen digital gedrehten Film der letzten Jahre, nur wirklich beeindruckend. Bei den anderen Filmen hat sich aber nie jemand beschwert.

    War euer Kino vielleicht einfach scheiße eingestellt? 😉

    Aber im großen und ganzen kann ich der Bewertung fast zustimmen (hätte sogar noch weniger gegeben), aber eher aus inhaltlichen Punkten.

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    • Inhaltlich fand ich ihn durchaus an der Vorlage orientiert, wenngleich Jackson natürlich viel unnötiges Zeug dazugedichtet hat. Wäre aber (vielleicht) okay für mich gewesen.

      „Thor“ war ja ein klassischer 24 fps-Film. Bisher wurden nur die beiden „Der Hobbit“-Teile in HFR gedreht. Ich glaube nächstes Jahr bedient sich der neue „X-Men“ ebenfalls dieser Technik.

      3D war gut bis sehr gut. Aber unnötig. Eingestellt war da nichts falsch. Wir haben hier eines der technisch am besten ausgestattetsten Kinos im Lande und das Bild war knackscharf. Mag sein, dass du unempfindlich HFR gegenüber bist. Gibt da genügend Leute, doch für mich und meine Frau war es eine mittelschwere Katastrophe.

      Eine ausführlichere inhaltliche Besprechung kann ich dir für kommendes Jahr an dieser Stelle versprechen… 😉

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  4. Mir hat der Film – wie ich glaube ich schon mal erwähnte – inhaltlich mit zunehmender Dauer gar nicht gefallen. Ich habe den Film bewusst in 2D gesehen, dafür im Originalton. Aber dennoch hat mich eine Sache enorm gestört: Peter Jackson, gerade in der LotR-Trilogie noch für seine illustren Setbauten bekannt und gelobt, setzt im HOBBIT viel zu sehr auf CGI.

    So viele reden davon, dass es schön ist, wieder in Mittelerde eintauchen zu können. Ich hatte leider zu keiner Minute dieses Gefühl. Dieses Mittelerde wirkt fremd. Grausig.

    Trotzdem wurde ich vom Film gut unterhalten. Eine Katastrophe ist es nicht geworden.

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    • Da bist du mir mit 2D und Originalton einiges vorraus. Die Kritik am übermäßigen CGI-Einsatz kann ich dennoch nachvollziehen, da Jackson in den „Der Herr der Ringe“-Filmen ja so stolz war auf seine Bigatures und diese auch exzellent im Film eingesetzt wurden. Wahrlich eine Schande.

      Auch wenn sich zumindest der erste Teil für mich bedingt nach Mittelerde anfühlt (die sonnendurchfluteten CGIs erkläre ich mir notdürftig mit der Zeit vor Ausbruch des Krieges), so kann ich den zweiten Teil in dieser Hinsicht noch nicht bewerten.

      2D und 24 fps war auf jeden Fall die richtige Wahl!

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  5. Wie schon bei mir geschrieben ist mir selbst HFR nicht allzu negativ aufgefallen. Als immer noch DVD-und-nicht-nur-BD-Gucker bin ich aber vielleicht auch mit zu wenig technischer Verwöhnung gesegnet, als dass ich da allzu kritisch bin. 😉
    Ich kann (in 2D) durchaus zwischen Video- und Kinoästhetik unterscheiden, habe aber generell mit 3D mein Problem. Mein Hirn sagt mir ständig, dass ich da einen Pappaufsteller vor einem Hintergrund sehe. Das passiert weniger bei rein computeranimierten Filmen (vor allem Pixar/Dreamworks-Kram, aber auch Gravity fand ich gelungen), dafür umso mehr bei Realfilm-CGI-Mix.

    Im Moment bekommt man HFR imho nur im Verbund mit 3D und massig CGI, dazu nur bei Filmen von derselben Produktionsmannschaft. Da sind für mich zu viele Parameter vorhanden, als dass man das Problem allein dem HFR zuschreiben könnte. Vielleicht kommt bei einigen dann auch noch ein psychologisches Moment hinzu, weil man seinen ersten oder zweiten HFR-Film schaut und das ja enorm promotet wurde. Ich habe anfangs jedenfalls krampfhaft versucht, das HFR herauszusehen.
    Mich würde ein Bildvergleich eines normalen, nichtanimierten 2D-Films interessieren.

    Fest steht nur, dass man HFR (und 3D) nicht zwangsläufig für die Narration braucht. Aber solange man durch die Ärgerei über die Technik nichts von der mittelprächtigen Handlung mitgekommt, hat das ja doch etwas Gutes. 😀

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    • Film- bzw. Videoästethik hat ja nichts mit DVD oder Blu-ray zu tun. Aber es scheint wohl tatsächlich Leute zu geben, denen der Unterschied kaum auffällt udn auch nicht stört. Manche bevorzugen den scharfen Videolook ja auch und schalten sich z.B. bei DVDs oder Blu-rays die künstliche Zwischenbildberechnung (100 Hz, 200 Hz, 600 Hz usw.) ein. Ich habe für so etwas schon Videoabende verlassen… 😉

      Da ich den ersten Teil des Hobbits in klassischem 3D (24 fps) gesehen habe, kann ich den Unterschied ziemlich genau definieren und der Videolook entspringt tatsächlich nur HFR. Was nicht heißen soll, dass 3D hier der Weisheit letzter Schluss ist. Am meisten Spaß hatte ich auch mit der 2D-Fassung.

      Bisher gibt es ja erst diese zwei Filme mit HFR, nächstes Jahr dann der neue „X-Men“ und spätestens mit „Avatar 2“ soll wohl HFR60 bzw. HFR120 Einzug in die Kinos halten. Ob ich da noch einmal reinschaue? Im Moment glaube ich nicht.

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  6. Autsch! Ich werde mir das morgen auch antun müssen. Hab schon geschaut ob er irgendwo anders gezeigt wird, aber ne … man kommt nicht dran vorbei ihn auf diese Weise zu sehen. Ich hoffe nur dass ich weniger empfindlich darauf reagiere, aber ich bin auch kein großer Herr der Ringe Anhänger, zumindest noch nicht … ich hab ja vor mir die Trilogie demnächst in aller Ruhe nochmals reinzuziehen …

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    • Ich bin wirklich gespannt, was du dazu sagst, denn du hast – wenn ich mich richtig erinnere – ja die gleichen Voraussetzungen (IMAX, 4K, HFR 3D). Ich würde dir wünschen, dass du weniger empfindlich bist, was den visuellen Eindruck eingeht. Mit einem Bericht kann ich ja wohl so oder so rechnen, bist da ja immer recht fleißig was Blogeinträge angeht… 🙂

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      • Ja ich hab fast die gleichen Voraussetzungen … Bei uns wird er komischer weise entweder im IMAX oder HFR 3D gezeigt. Meine bessere Hälfte hat sich aber für das neue HFR 3D Erlebnis entschieden, man muss es ja selbst gesehen haben. 😉

        Ich werde berichten!

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      • Ich bin gespannt! IMAX wäre prinzipiell toll gewesen aufgrund der großen Leinwand und des kristallklaren 4K-Bildes. Doch leider hat HFR das alles kaputt gemacht. Drücke dir die Daumen, dass du ein besseres Erlebnis hattest!

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  7. Ich habe gerade noch mal meinen Kommentar zum Vorgänger gelesen, den ich ja in HFR im Kino gesehen habe. Der von mir etwas beklagte „Verlust der Magie“ hat bei dir wohl voll eingeschlagen. Sehr schade. Aber es tröstet vielleicht ein wenig, dass die beiden Filme von der inhaltlichen Qualität eh nicht so der Knaller sind. Eher der langgezogene Böller. Ich stelle mir gerade vor, wie ein Prometheus 2 in dem Format aussehen würde *schüttel*

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    • Ja, Verlust der Magie trifft es schon sehr gut. Hinzu kommt bei mir noch, dass HFR eben nicht die Unübersichtlichkeit in schnellen Actionszenen nimmt (wie oft behauptet wird), sondern diese um seltsame Beschleunigungseffekte ergänzt. Not my cup of tea. Da „Prometheus“ zu den wenigen Filmen zählt, bei denen 3D tatsächlich einen Mehrwert darstellt, kann ich nur hoffen, dass Sir Ridley Scott sich da von Cameron und Jackson nicht reinreden lässt… 😉

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  8. Komisch. Mich hat die 48fps-Variante gar nicht gestört und ich fand den Film sehr ästhetisch. Mir hat er jedenfalls sehr viel besser als der erste Hobbit Teil gefallen und ich kann ihn nur empfehlen. Dazu muss ich aber gestehen, dass ich das Buch (im Gegensatz zu HdR) nicht mehr vor dem Film gelesen habe/werde. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß im Kino.

    Sicherlich wird die Hobbit-Reihe nicht die Faszination schüren, wie es einst die HdR-Filme taten, aber wenn der dritte Teil sich nochmal steigert, ist es zumindest eine solide und durchaus öfter anschaubare Fantasy-Filmreihe.

    Ich habe den Film übrigens im Cinemaxx am Potsdamer Platz (Kino 7) gesehen und saß recht mittig. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass mich 48fps oder der gesamte Look nicht gestört hat, bzw. ich den Film als ästhetisch empfand?

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    • Es empfindet ja auch nicht jeder HFR so wie ich bzw. wir. Es gibt genügend Zuschauer, die sehen keinen Unterschied zwischen Film und Video. Für mich unverständlich, doch es ist eben so. Da schaue ich mir lieber körnige 16 mm-Bilder an, als HD-Video oder eben HFR. Aber das muss noch lange nicht allgemeingültig sein und freut mich ja, dass du den Look mochtest.

      Inhaltlich sehe ich es übrigens ähnlich (zumindest was Teil 1 angeht): eine nette Fantasyreihe, die ich bestimmt auch noch öfter sehen werde.

      Was die Plätze angeht, so waren unsere auch ideal und die Technik außenrum hätte nicht besser sein können. Was ich so gestört hat war einfach HFR. Damit muss ich mich wohl abfinden…

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  9. Nachdem ich HFR schon beim ersten Mal ziemlich unnötig fand, habe ich mit „Smaugs Einöde“ dann auch gleich in 24 fps (3D) angesehen.

    Bullion, was hältst du denn von den zeitraubenden, albernen Nebenhandlungen (Sozialdrama in Seestadt, Liebesdreieck um Tauriel)?

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    • Wenn ich HFR doch nur unnötig gefunden hätte. Seltsam, wie sich die Wahrnehmung hier zu unterscheiden scheint. Für mich hat es das Filmerlebnis zerstört.

      Die von dir genannten Nebenhandlungen fand ich auch überflüssig und teils nervig. Besonders in Seestadt haben sie zu viel Tempo rausgenommen. Allerdings muss ich für eine endgültige Bewertung den Film noch einmal als Film sehen – und nicht als Homevideo.

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  10. Ich habe Teil 1 in HFR gesehen und fand ihn erst ungewohnt, dann aber gut. Ein Problem mit der Technik habe ich nicht. Vielmehr mit dem 3D an sich. Das ist nämlich äußerst unnötig und sollte bitte schnellstens wieder verschwinden. Teil 2 hier habe ich zwar auch in 3D gesehen, allerdings nicht die HFR-Variante. War halt ein typischer 3D-Film. Ein bisschen plastischer und Ende. Zwecks dem Film an sich: Sehr unterhaltsam, aber einen Deut schlechter als Teil 1.

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    • Was HFR angeht, so habe ich noch ein wenig recherchiert und ein paar interessante Artikel gefunden, die von einem Uncanny Valley auch in Bezug auf die Bildwiederholrate reden. Sehr interessant und aufschlussreich. Vielleicht schreibe ich dazu noch etwas. Auf jeden Fall bin ich immer wieder erstaunt, wie man sich an dieses Bild gewöhnen kann. Vielleicht bin ich aber auch nur ein hoffnungsloser Fall… 😉

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  12. In diesem Fall ist es doch etwas ärgerlich, dass wir uns recht häufig einig sind, was Filme angeht, werde ich den Film doch heute abend sehen – in HFR 3D, obwohl es mir beim ersten Teil schon nicht zusagte. Habe aber die Hoffnung, man gewöhnt sich dran, die Technik ist ausgereifter, sowas halt. Da der erste Teil bei mir schon sechs Punkte bekam, befürchte ich nn für Teil 2 das Schlimmste…

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  13. Mir ging es ähnlich wie dir mit dem HFR. Ich habe mir allerdings bewusst die Filme im Kino in HFR angeschaut, damit ich später die „normale“ Version im Heimkino betrachten kann, dort gibt es ja noch kein HFR. Muss auch sagen, das die Filme im Heimkino mal mehr Spaß gebracht haben, als im Kino und das soll schon was heißen!

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    • Ich bin also doch nicht allein. Sehr schön! 😀

      Den zweiten Teil habe ich auch bewusst in HFR gesehen, weil ich letztes Jahr so viele Meinungen dazu gelesen habe, die aber alle nicht aussagekräftig genug waren. Insofern wollte ich mir selbst eine Meinung bilden. Die habe ich nun. Nächstes Jahr also wieder die normale Version.

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  14. Hab den Film zwar noch nicht gesehen, aber habe auch erst vor knapp 6 Monaten auf einen neuen Fernseher umgestellt und durch Motion-Effekt und weiteren Schnick-Schnack dachte ich erst, er wäre kaputt, weil vor allem alte Filme ein extrem merkwürdiges Bild darstellten bzw. es so schien, als würde vor allem bei schnellen Bewegungen alles wie vorgespult und zu schnell wirkte. Erst als ich alle Effekte und „Bildverbesserer“ komplett alles ausgeschaltet sah es nach echten Fernseher aus. Ich kenne tatsächlich Leute, die alles so schauen und diesen merkwürdigen „Soapeffekt“ auch noch gut finden. Ich bekomme Kopfschmerzen davon und würde selbst Filme die ich liebe in der Form wohl als schlecht bewerten. Mancher Fortschritt, ist doch eher ein großer Rückschritt oder ich lebe ich der falschen Welt.

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    • Eine perfekte Beschreibung des Effekts. Ich kann auch nicht verstehen, warum manche TV-Hersteller diese Einstellungen als Default-Setting einrichten. Gibt aber immer mehr Leute, die das gut finden, was ich absolut nicht verstehen kann. Auf jeden Fall würde ich nun auch dir raten HFR zu meiden, da sich dieser Seheindruck mit dem von TV-Bild-Verschlimmbesserern ziemlich deckt. Manchmal frage ich mich, was Cameron oder Jackson da antreibt, da sie doch auch die ästhetischen Nachteile sehen müssen. Wirklich seltsam.

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  15. Hallo bullion,
    ich kann deinen Beitrag nur unterschreiben, das ging mir vor einem Jahr exakt genau so. Hier mal noch zwei Links, die ich von damals übrig habe (vielleicht kennst du sie ja auch schon).

    http://movieline.com/2012/12/14/hobbit-high-frame-rate-science-48-frames-per-second/
    http://blog.vincentlaforet.com/2012/12/19/the-hobbit-an-unexpected-masterclass-in-why-hfr-fails-and-a-reaffirmation-of-what-makes-cinema-magical/

    Schöne Grüße und ein gutes neues Jahr
    von der Fernseherin 🙂

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    • Hi Fernseherin, schön einmal wieder etwas von dir zu lesen!

      Danke für die beiden Links! Über den zweiten bin ich auch schon gestolpert und er hat mir die Augen in Sachen HFR noch weiter geöffnet. Ist doch immer wieder schön, wenn man die eigene Meinung auf so professionelle und nachvollziehbare Art und Weise bestätigt sieht… 😉

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      • Ja, das Uncanny-Valley ist ein wahrlich faszinierendes Phänomen. Ich kannte es bisher nur von immer menschlicher werdenden 3D-Figuren, doch was den Seheindruck angeht, macht diese Beschreibung auch absolut Sinn.

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