Die Miami Cops – OT: Poliziotti dell’ottava strada (1985)

Nach einem freien Abend samt Kinobesuch, haben wir die Kids heute zurückerwartet. Letztendlich ist nur der Zwergofant zurückgekehrt, während das Zappelinchen ihren Kurzurlaub spontan um eine Nacht verlängert hat. Dafür durfte sich der Junior das Abendprogramm aussuchen und die Wahl ist natürlich auf einen Spencer/Hill-Film gefallen. Nachdem wir es zunächst mit „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ versucht hatten, der ihm dann doch zu ernsthaft war, ist mit „Die Miami Cops“ einer der letzten Filme des Prügelduos in den Player gewandert… 👮‍♂️🚔🔫

Die Miami Cops (1985) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

Die Miami Cops (1985) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

„Sein Oberstübchen ist schlecht möbliert.“

Schon während des Intros ist uns aufgefallen, dass der Ton des Films beständig zwischen Mono und Mehrkanal hin- und herwechselt. Sehr nervig. Auch die Bildqualität schwankt, wenngleich ich doch überrascht war, wie viel man aus der wohl nicht optimalen Kopie herausgeholt hat. Auch von den technischen Einschränkungen einmal abgesehen, ist „Die Miami Cops“ zweifellos einer der schwächsten Filme des Duos. Ich konnte mich selbst nur noch an wenige Szenen erinnern und man merkt deutlich, dass die beiden Haudegen doch schon ziemlich in die Jahre gekommen sind. Dabei wurde der Film auch nur zwei Jahre später produziert als der wesentlich gelungenere „Zwei bärenstarke Typen“. Konkret zeichnet sich dies durch weniger Schlägereien und mehr Feuergefechte aus, was ich sehr schade fand.

„Wir sind halbausgebildete Sanitöter.“

Im direkten Vergleich zu „Zwei außer Rand und Band“, dem anderen Cop-Film des Prügelduos, stinkt dieser erneute Aufguss der Thematik dann so richtig ab. Weder die verwirrende Geschichte, die einfallslose Inszenierung, noch die mangelnde Spielfreude oder die nervige musikalische Untermalung können auch nur im geringsten mit dem großen Hit aus dem Jahr 1977 mithalten. Der Zwergofant war dennoch begeistert und speziell die letzte große Schießerei/Prügelei hatte es ihm angetan.

Fazit

Leider reicht „Die Miami Cops“ nicht mehr an die Hochphase von Bud Spencer und Terence Hill heran. Dennoch hatte ich durchaus Spaß mit dem Film und muss auch zugeben, dass ich schon vor der Sichtung ziemlich müde war. Die bessere Besprechung hätte wohl ohnehin der Zwergofant schreiben können. Von mir gibt es 5/10 Punkte.

Knives Out: Mord ist Familiensache (2019)

Nachdem es diese Woche auf meinem Blog recht ruhig war, gibt es heute eine neue Besprechung – und das sogar zu einem Film, der aktuell noch im Kino läuft. Für meine Frau und mich hatte sich spontan ein kinderfreier Abend ergeben, woraufhin wir auf der Suche nach einem passenden Kinofilm waren. Leider liefen die Favoriten (z.B. „Jojo Rabbit“) nirgends zu einer passenden Zeit, weshalb unsere Wahl auf „Knives Out: Mord ist Familiensache“ gefallen ist. Ob das eine gute Entscheidung war, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Knives Out: Mord ist Familiensache (2019) | © Universum Film

Knives Out: Mord ist Familiensache (2019) | © Universum Film

Ein formidabel gefilmtes Krimi-Vergnügen 🕵️‍♂️🔍

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht groß auf Rian Johnson eingehen. Seine Filme „Brick“ und „Looper“ fand ich ziemlich großartig, seinen „Star Wars: The Last Jedi“ schwierig, aber im Vergleich zu J. J. Abrams Nachfolger immerhin recht spannend. Nun gibt es mit „Knives Out“ also den ersten Film nach seinem mehr als nur kontrovers aufgenommenen Franchise-Mittelteil. Ich war sehr überrascht, als das Genre bekannt wurde: Ein klassischer, Agatha-Christie-esquer Whodunit mit einem unfassbaren Star-Aufgebot. Der Trailer sah witzig aus, doch wie nichts was ich unbedingt sehen müsste. Da ich in jüngerer Vergangenheit doch ein paar positive Stimmen zum Film vernommen hatte, war ich letztendlich durchaus voller Vorfreude.

Eines muss man dem Regisseur auf jeden Fall lassen: „Knives Out“ sieht unfassbar gut aus. Er wirkt nicht nur inhaltlich wie aus der Zeit gefallen, sondern auch was Ausstattung und Kostüme angeht. Dabei wirkt er allerdings nicht angestaubt, sondern sehr modern und frisch inszeniert. Audiovisuell ein wahres Vergnügen. Auch inhaltlich ist es spannend, und vor allem unterhaltsam, dem bunten Treiben zu folgen. Insgesamt war ich aber ein wenig enttäuscht, wie oberflächlich die einzelnen Charaktere doch gezeichnet sind. Letztendlich geht es wirklich nur um die Auflösung. Nachdem ich diese nun kenne, habe ich kein Bedürfnis, den Film irgendwann noch einmal zu sehen. Sicher, das ist vermutlich auch dem Genre an sich geschuldet, doch hätte ich mir hier einfach mehr erwartet.

So spielfreudig alle Schauspieler auch sind, so wenig ist der Humor auch bei mir angekommen, was ich zu großen Teilen der deutschen Synchronisation zuschreibe. Diese wirkt, wie so oft, extrem steril und ich hätte mir so sehr gewünscht, den Film im Original sehen zu können. Leider ist das Angebot hier bei uns in der Region immer noch ziemlich beschränkt. Sehr, sehr schade.

Fazit

Insgesamt hatte ich viel Spaß mit Rian Johnsons „Knives Out“ (im Gegensatz zu meiner Frau, die ein paar Mal fast eingeschlafen ist). Leider werde auch ich den Film wohl schnell wieder vergessen haben. Wer jedoch auf der Suche nach einem netten Kinoabend ist (und im Idealfall eine Originalversion erwischt), der kann sich dieses moderne Murdery-Mystery durchaus mit Gewinn anschauen: 7/10 Punkte.

Asterix und die Wikinger – OT: Astérix et les Vikings (2006)

Heute ist ein aufregender Tag: Zum ersten Mal übernachten unsere Neffen und Nichte bei uns. Der Nachmittag stand also ganz im Zeichen Brett- und Videospielen. Nach dem Abendessen war der einhellige Wunsch, einen Filmabend zu veranstalten. Noch einiger waren sich die fünf Kinder bei der Wahl des Films, weshalb „Asterix und die Wikinger“ den Weg in den Player fand. Auch für mich war das die erste Sichtung.

Asterix und die Wikinger (2006) | © LEONINE

Asterix und die Wikinger (2006) | © LEONINE

Der letzte klassisch animierte Asterix-Film

Bereits der Vorgänger „Asterix in Amerika“ kam mir immer unglaublich modern vor. Dabei liegen zwischen den beiden Filmen noch einmal 12 Jahre. Unglaublich. Selbst „Asterix und die Wikinger“ hat inzwischen 14 Jahre auf dem Buckel. Doch ich muss schon sagen, dass er ziemlich gut aussieht. Animationen und Hintergründe sind deutlich sauberer gezeichnet und es macht Spaß, den beiden Galliern bei ihren Abenteuern zuzusehen. Auch inhaltlich wirkt die Geschichte moderner, was damals ein wenig forciert gewirkt haben mag, doch heute ist mir, bis auf die unpassenden Musikeinlagen, nichts wirklich negativ aufgefallen. Selbst SMSix fand ich durchaus witzig bzw. Gags dieser Art nicht halb so schlimm wie befürchtet.

Von den modernisierten Elementen einmal abgesehen, ist die Geschichte nicht sonderlich innovativ. Sie wirkt sogar recht altbacken. Eben ein typisches Asterix-und-Obelix-Abenteuer. Insgesamt muss ich jedoch sagen, dass mir dieses ein wenig besser gefallen hat, als „Asterix in Amerika“. An die großen Klassiker der Reihe, kommt jedoch auch dieser Teil bei weitem nicht heran. Nun bin ich doch gespannt, wie sich der erste 3D-animierte Teil „Asterix im Land der Götter“ gibt. Den zweiten Film „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ fand ich ja recht sehenswert.

Fazit

Sowohl die eigenen Kids als auch die Gäste waren ziemlich begeistert von „Asterix und die Wikinger“. Zumindest gab es die einen oder anderen Lachanfälle. Ich selbst hatte auch meinen Spaß, doch gehört dieser Teil für mich zu den schwächeren Asterix-Filmen. Insgesamt dennoch nette Unterhaltung: 6/10 Punkte.

Tremors 5: Blutlinien – OT: Tremors 5: Bloodlines (2015)

Faschingsferien! Also nicht für mich, aber für den Rest der Familie. Das kommende Wochenende wir turbulent, weshalb ich den heutigen Abend mit „Tremors 5: Blutlinien“ entspannt vor dem Fernseher verbracht habe. Die Entspannung war letztendlich so groß, dass ich mit dem Schlaf zu kämpfen hatte. Aber vielleicht liegt das auch am beständigen Wahnsinn, der unter der Woche so los ist… 🙄

Tremors 5: Blutlinien (2015) | © Universal Pictures Germany GmbH

Tremors 5: Blutlinien (2015) | © Universal Pictures Germany GmbH

Tremors: The Next Generation

Man merkt deutlich, dass zwischen „Tremors 4: Wie alles begann“ und „Tremors 5: Blutlinien“ über 10 Jahre liegen. Das Sequel aus dem Jahr 2015 sieht viel moderner aus und setzt auch bei den Graboiden zu großen Teilen auf CGI. Dabei geht viel Charme verloren, doch können sich die Effekte durchaus sehen lassen. Die Verlagerung des Settings nach Südafrika ist gewöhnungsbedürftig, macht aber irgendwie auch Spaß. Ansonsten gibt es neben Burt Gummer keine Figur mehr, die es in diese Fortsetzung geschafft hat. Die neue Konstellation wirkt ein wenig unbeholfen und gewollt, was den Trash-Faktor zusätzlich steigert.

Leider bietet „Tremors 5: Blutlinien“ keinerlei neue Ideen und kopiert sogar Szenen und Sprüche aus Klassikern wie „Jurassic Park“ oder „Predator“. Die Küchenszene wurde wirklich 1:1 aus Steven Spielbergs Dino-Hit übernommen, kann ihr jedoch zu keiner Sekunde das Wasser reichen. Leider wirkt das weniger wie eine Hommage, sondern eher wie, nunja, eine billige Kopie.

Fazit

Trotz meiner Kritikpunkte macht „Tremors 5: Blutlinien“ immer noch Spaß. Ich mag dieses Franchise einfach und habe mich gefreut, dass es damit weitergeht. Richtig gut ist das alles nicht mehr, aber für Freunde der Graboiden kann sich ein Reinschauen durchaus lohnen: 5/10 Punkte.

Tremors 4: Wie alles begann – OT: Tremors 4: The Legend Begins (2004)

Nachdem ich die letzten zwei Nächte viel zu wenig geschlafen habe und viel zu früh aufgestanden bin, war ich heute eigentlich platt. Der Feierabendlauf war meiner Konstitution auch nicht zuträglich. Da der morgige Abend jedoch bereits verplant ist, wollte ich heute unbedingt einen Film schauen. Die Wahl fiel auf „Tremors 4: Wie alles begann“, da ich die Reihe schon länger fortsetzen wollte und Frau bullion bereits bei der vorherigen Tiersendung mit den Kids eingeschlafen ist… 🏜🤠

Tremors 4: Wie alles begann (2004) | © Universal Pictures Germany GmbH

Tremors 4: Wie alles begann (2004) | © Universal Pictures Germany GmbH

Episode I: Die unterirdische Bedrohung

Meine letzte Sichtung von „Tremors 4: Wie alles begann“ liegt schon mindestens 15 Jahre zurück. Entsprechend schwammig waren meine Erinnerungen daran. Ich wusste nur noch, dass ich ihn für den schwächsten Teil unter den ersten vier Filmen hielt. Dieses Bild hat sich auch heute bestätigt, was vor allem daran liegt, dass es sich um ein Prequel handelt, das weder neue Informationen liefert, geschweige denn die anderen Filme in irgendeiner Art und Weise übertrifft. Die Graboiden befinden sich wieder im Entwicklungsstadium von „Tremors: Im Land der Raketenwürmer“, was für Fans der Reihe fast schon ein wenig enttäuschend ist. Weder Kreischer noch Arschknaller haben hier einen Auftritt.

Einzig das Western-Setting und die Einführung von Hiram Gummer als Burt Gummers Vorfahre sind einigermaßen originell. Abgesehen davon lebt der Film erneut vom Kleinstadt-Feeling in Perfection Rejection, welches abermals ausgezeichnet funktioniert. Leider sind weder die weiteren Schauplätze sonderlich spannend, noch die Geschichte mitreißend. Aber der Film ist sympathisch und macht trotz seiner Schwächen Spaß.

Fazit

Nach „Tremors 3: Die neue Brut“ wird alles wieder auf Anfang gesetzt. Dieser vierte Film der Reihe ist somit zwar unnötig, besitzt aber doch einen gewissen Charme. Nun habe ich tatsächlich Lust auf die TV-Serie, die man sich inzwischen völlig legal auf YouTube ansehen kann, sowie die beiden jüngsten Fortsetzungen. Das ist durchaus eine Leistung dieses Prequels: 6/10 Punkte.

Gregs Tagebuch 3: Ich war’s nicht! – OT: Diary of a Wimpy Kid: Dog Days (2012)

Heute haben sich die Kinder einmal wieder einen Filmabend gewünscht. Tatsächlich konnten sich beide auf „Gregs Tagebuch 3: Ich war’s nicht!“ einigen, was speziell den Zwergofanten doch einiges an Überwindung kostete, da er gruselige Szenen im Film befürchtet hat. Dazu jedoch später mehr… 👻

Gregs Tagebuch 3: Ich war's nicht! (2012) | © 20th Century Fox

Gregs Tagebuch 3: Ich war’s nicht! (2012) | © 20th Century Fox

Inzwischen fast schon zu übertriebener Klamauk

Nachdem uns der erste und auch der zweite Teil der Reihe recht gut gefallen hat, war ich auch guter Dinge, was „Gregs Tagebuch 3: Ich war’s nicht!“ angeht. Tatsächlich ist der Film wieder eine typische Fortsetzung und bietet mehr von allem: Mehr absurde Witze, mehr ausgelotete Grenzen in Richtung Ekelhumor und mehr Fremdschämen. Auch wenn ich die Geschichte immer noch durchaus sympathisch fand, so verkommen die Charaktere doch immer mehr zu Karikaturen. Das war in den beiden Vorgängern teils auch schon so, doch inzwischen war es mir fast ein wenig viel des Guten. Meine Kinder hat das jedoch weniger gestört und sie haben sich beide blendend amüsiert.

Bei der Szene am Lagerfeuer (siehe Szenenbild oben) gab es dann einen Schockeffekt und das Zappelinchen hat so laut geschrien und ist vom Sofa gesprungen, dass wir gar nicht mehr wussten, wo oben und unten ist. Unfassbar. So geht es normalerweise nur mir bei Horrorfilmen. Das wird ein Spaß, wenn wir in ein paar Jahren zusammen die ersten Gruselfilme erkunden… 😁

Fazit

Insgesamt hat uns auch „Gregs Tagebuch 3: Ich war’s nicht!“ gut unterhalten. Da der vierte Teil komplett neu besetzt wurde und noch um einiges flacher sein soll, werden wir die Reihe wohl damit auch beenden. Wer Kinder im Schulalter hat, die vielleicht sogar die Vorlage kennen, der kann ruhig einmal reinschauen: 6/10 Punkte.

Zwei außer Rand und Band – OT: I due superpiedi quasi piatti (1977)

Hoch die Fäuste, Wochenende! So hieß es heute zumindest bei uns, denn Frau bullion war einmal wieder strawanzen, was den Kindern und mir einen Filmabend beschert hat. Nachdem sich die Kids auf keinen ihrer Favoriten einigen konnten, sind beide letztendlich einen Kompromiss eingegangen und haben sich für einen Spencer/Hill-Film entschieden. Mit „Zwei außer Rand und Band“ ist somit einer der großen Klassiker meiner Jugend in den Player gewandert… 👮‍♂️🚔👊👊

Zwei außer Rand und Band (1977) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

Zwei außer Rand und Band (1977) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

„Achtung, jetzt kommt der doppelte Hufschlag!“

Nachdem wir zuletzt „Das Krokodil und sein Nilpferd“ gesehen hatten, springen wir mit „Zwei außer Rand und Band“ noch einmal zwei Jahre zurück. Weiter in die Spencer/Hill-Historie wird es vorerst wohl nicht gehen, denn die FSK-16-Freigaben der älteren Werke schrecken mich doch ein wenig ab. Zwar habe ich damals in dem Alter meiner Kinder auch schon „Die rechte un die linke Hand des Teufels“ oder „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ gesehen, doch mag es gut sein, dass die TV-Fassungen damals geschnitten waren. Selbst in „Zwei außer Rand und Band“ gibt es wieder etliche Kraftausdrücke zu hören und eine Leiche zu sehen. Aber alles noch in einem vertretbaren Rahmen.

„Für jeden Flegel einen Kegel.“

Mir war speziell die legendäre Anfangsszene in Erinnerung samt Demolierung der Autos. Herrlich! Dazu die die großartige Musik von Guido & Maurizio De Angelis, welche mich in den nächsten Tagen wohl als Ohrwurm verfolgen wird. Auch die restliche Geschichte ist temporeich und wirklich witzig. Quasi eine italienische Variante von „Police Academy“ mit dem beliebten Prügelduo. Überhaupt sind die Schlägereien wieder völlig überzogen und eine artistische Meisterleistung. Gerade die finale Prügelei in der Bowling-Halle hat einige Kunststücke zu bieten.

Fazit

Vermutlich gehört „Zwei außer Rand und Band“ zu den von mir am häufigsten gesehenen Filmen des Duos. Aber so genau kann ich das nicht mehr sagen, denn in einem gewissen Alter habe ich jede Ausstrahlung ihrer Filme mitgenommen. Und diese waren quasi an der Tagesordnung. Auch heute noch hatten meine Kinder und ich extrem viel Spaß mit dem Film: 8/10 Punkte.

The LEGO Ninjago Movie (2017)

Nachdem Frau bullion und das Zappelinchen heute Abend strawanzen sind und sich ein Konzert anschauen, hatten der Zwergofant und ich einen Männerabend. Wie so etwas aussieht? Zuerst haben wir uns mit „The LEGO Ninjago Movie“ einen lang ersehnten Film angeschaut und uns dann zusammen ins Bett gekuschelt, um noch ein wenig einem Ninjago-Hörspiel zu lauschen. Männerabend eben. Inzwischen hört der Zwergofant das Hörspiel alleine zu Ende (wenn er nicht dabei einschläft) und ich berichte euch, wie uns der Film gefallen hat… 🥋🔥💧🥶🥬

The LEGO Ninjago Movie (2017) | © Warner Home Video

The LEGO Ninjago Movie (2017) | © Warner Home Video

Ein Franchise für die Kids von heute

Nicht erst seit unserem Besuch im Legoland liebe ich die beiden „The LEGO Movie“-Filme. Mit Ninjago hatte ich selbst noch nicht allzu viele Berührungspunkte, doch der Zwergofant ist großer Fan. Er besitzt etliche Spielsachen, ein paar Hörspiele und schaut mit Vorliebe die Serie. Mich erinnert das bunte Ninja-Treiben immer ein wenig an die „Teenage Mutant Ninja Turtles“ meiner Kindheit, weshalb ich durchaus eine Verbindung zum LEGO-Franchise herstellen kann. Bereits im Vorfeld hat mir der Zwergofant genauestens erklärt, was er von der Geschichte weiß und wer die Figuren sind. Somit habe ich mich einigermaßen in der Welt zurechtgefunden, zumal der Film ohnehin kein Vorwissen voraussetzt. Allerdings kann es auch nicht schaden, denn die Hintergründe und Figuren bleiben doch ziemlich flach.

Der Stil des Films steht den anderen beiden LEGO-Movies in nichts nach. Auch die Verknüpfung mit Realszenen (u.a. mit Jackie Chan) ist wieder sehr gelungen. Somit war der Einsatz der ultimativen Waffe samt auftauchendem Monster auch mein Highlight des Films. Davon abgesehen sind die Gags sehr nett, die Geschichte bietet einige imposante Kampfszenen (war mir schon fast zu viel) und einen amüsanten Vater-Sohn-Konflikt. An die Innovationskraft, die vor allem der erste „The LEGO Movie“ ausstrahlt, kommt „The LEGO Ninjago Movie“ jedoch nicht ran. Dennoch mochte ich den Film schon alleine weil der Zwergofant am Ende des Abends verlauten ließ:

„Papa, diesen Abend werde ich nie vergessen!“

Wie soll man da noch objektiv über einen Film urteilen?

Fazit

Auch wenn sich die LEGO-Formel inzwischen ein wenig abnutzt und die Ninjago-Welt deutlich beschränkter ist, als das komplett freie Universum der bisherigen Filme, so hatte ich doch viel Spaß mit „The LEGO Ninjago Movie“. Am meisten freut es mich jedoch, die Begeisterung meines Sohns mitzuerleben und daran teilhaben zu können: 7/10 Punkte.

One Cut of the Dead – OT: Kamera wo tomeruna! (2017)

Noch vor ein paar Tagen habe ich eine Liste mit meinen heiß erwarteten Filmen 2020 veröffentlicht. Unter diesen befand sich sich auch „One Cut of the Dead“. Dass es mit der Sichtung letztendlich so schnell ging, hätte ich nicht gedacht. Ob der Film meine hohen Erwartungen erfüllen konnte, lest ihr in der folgenden Besprechung. Spoiler sind zu erwarten. Wirklich. Schaut zuerst den Film!

One Cut of the Dead (2017) | © Koch Media GmbH

One Cut of the Dead (2017) | © Koch Media GmbH

Selten hat sich Durchhaltevermögen so ausgezahlt

Auf dem Cover wird die japanische Zombie-Komödie doch tatsächlich mit „Shaun of the Dead“ vergleichen. Damit wird sogleich nach den Sternen gegriffen. Umso enttäuschender wirken die ersten 35 Minuten des Films, in denen wir einen One-Take zu sehen bekommen. Eben wie „Victoria“ nur in der trashigen Zombie-Variante. Trashig ist hier auch das Stichwort, denn etliche Szenen wirken seltsam daneben. Ich wurde davon ganz gut unterhalten, aber war doch recht enttäuscht. Allerdings hatte ich davor schon gelesen, dass der Film nach seinem ersten Drittel einen ganz anderen Weg einschlagen sollte. Das hat mich einerseits darin bestärkt dranzubleiben, andererseits wäre die Überraschung ohne dieses Wissen vermutlich noch größer gewesen.

Das zweite Drittel zeigt, wie es zu dem One-Take kam und damit quasi den ein Making-of der Vorproduktion. Hier musste ich an Filme wie „Living in Oblivion“ denken, denn es gibt unzählige schräge Charaktere und wir lernen auch die filmverrückte Familie des Regisseurs kennen. So richtig dreht „One Cut of the Dead“ allerdings im letzten Drittel auf, in der wir dem Dreh des One-Takes aus anderer Perspektive beiwohnen. Was hier abgefeuert wird, ist so herrlich absurd und kunstvoll, dass es eine wahre Freude ist. Zudem endet der Film auf einer so positiven und sympathischen Note, dass ich fast Lust bekommen habe, mich selbst einmal wieder mit dem Filmen zu beschäftigen.

Fazit

„One Cut of the Dead“ ist eine extrem sympathische und gut gemachte Komödie über das Filmemachen. Am besten ihr wisst davor noch gar nichts über die Handlung (jetzt ist es zu spät, sorry). Mit Kenntnis des gesamten Films gibt es vermutlich sogar im ersten Drittel viel Lustiges zu entdecken. Vielleicht also am besten gleich noch einmal schauen? Wenn das mal kein Lob ist: 8/10 Punkte.

Schöne Bescherung – OT: Christmas Vacation (1989) (WS10)

Ich sehe „Schöne Bescherung“ jedes Jahr und bespreche den Film danach auf meinem Blog. Du möchtest die komplette Dosis Griswolds? Du findest alle Besprechungen hier!

Dieses Jahr sind wir erst spät dazu gekommen, das wichtigste Ritual in der Vorweihnachtszeit anzugehen. Gestern hat uns ein Unfall samt Notarzt und nachwirkendem Schock noch ein wenig um die Weihnachtsstimmung gebracht (dazu vielleicht an anderer Stelle mehr), doch nun ist das Gröbste überstanden und die Zeit reif, „Schöne Bescherung“ endlich in den Blu-ray-Player zu schieben. Wenn die Griswolds nicht für die richtige Stimmung sorgen können, dann weiß ich auch nicht…

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Inzwischen ein festes Weihnachtsritual 🎄🎅

Es ist erst drei Jahre her, dass ich „Schöne Bescherung“ zum ersten Mal zusammen mit den Kindern geschaut habe. Seitdem ist die gemeinsame Sichtung ein festes Ritual in unserer Familie und die Vorfreude beim Nachwuchs mindestens ebenso groß, wie bei mir. Das Zappelinchen hat über weite Strecken einfach nur noch laut gelacht und der Zwergofant hat die kommenden Highlights stets vorhergesagt. Und die Frau des Hauses? Die hat nach den zehrenden letzten Tagen wohlverdient die Augen zu gemacht und Energie getankt. So hatte jeder etwas von dem Filmerlebnis, das im Schein des frisch geschmückten Weihnachtsbaums stattfand. Die bisher fehlende Weihnachtsstimmung hat sich bei uns allen nun definitiv eingestellt.

Dieses Jahr wird „Schöne Bescherung“ wohl auch der einzige Weihnachtsfilm bleiben, doch ich bin zuversichtlich, dass eines der nächsten Jahre wieder mehr Gelegenheit für vorbereitende Besinnlichkeit bieten wird. Umso schöner, dass das Drehbuch aus der Feder von John Hughes alles vereint, was man in einem Weihnachtsfilm braucht: Satire auf das verrückte, kommerzielle Treiben, kalkulierten Familienwahnsinn, viel zu hohe Erwartungen aber auch Besinnlichkeit und herzerwärmende Momente. ❤

Fazit

Mit dieser inzwischen schon elften Besprechung von „Schöne Bescherung“ läute ich auch offiziell die Weihnachtszeit im Hause bullion bzw. moviescape ein. Habt ihr den Film dieses Jahr schon gesehen? Wenn nicht, dann wird es Zeit: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm