Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer (2018)

Nachdem der erste Urlaubstag recht vielversprechend begonnen hat, kam am frühen Nachmittag der Wolkenbruch und seitdem hat es nur noch geregnet. Somit gab es keinen lauschigen Abend auf der Terrasse, sondern zum ersten Mal seit einem Monat wieder einen Filmabend. Heute durfte sich das Zappelinchen den Film aussuchen und ihre Wahl ist auf „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ gefallen… 🐶🐧🐘

Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Als reiner Kinderfilm gerade noch brauchbar

Nachdem mich schon der Trailer recht wenig zu begeistern wusste, hat der Film meine Befürchtungen letztendlich bestätigt: „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ erzählt eine 08/15-Geschichte mit Versatzstücken, die man in anderen deutschen Kinderfilmen (z.B. „Fünf Freunde“ oder „Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“) bereits viel gelungener und vor allem charmanter gesehen hat. Hinzu kommen CGI-Effekte, die offenbar mit viel zu wenig Budget umgesetzt wurden, was zumindest mich jedes Mal wieder aus dem Film gerissen hat. Die viel zu laute und hektische Inszenierung sowie der völlige Verzicht darauf, die Motivation der Figuren zu erklären, hat die Sache nicht besser gemacht. Da konnten für mich selbst tolle Schauspieler, wie Meret Becker oder Christoph Maria Herbst, nichts mehr retten.

Was ich dem Film allerdings zugute halten muss: Den Kindern hat er gefallen. Sie haben oft sogar wirklich laut gelacht. Und nein, nicht aufgrund des völlig unnötigen Fäkalhumors. Aus Kinderperspektive betrachtet funktioniert „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ demnach wohl ganz gut. Aber ich bin mir sicher, dass er auch bei meinen Kindern nicht sonderlich lange nachwirken wird.

Fazit

Unter den vielen deutschen Kinderfilmen, die ich mit den Kindern in den letzten Jahren gesehen habe, ist „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ zweifellos der schwächste. Schade drum: 4/10 Punkte.

Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo! (2019)

Heute beginnen auch für mich endlich die Ferien. Eigentlich Pfingstferien, auch wenn das Wetter eher an den Herbst erinnert. Heute Abend durfte sich das Zappelinchen einen Film aussuchen und ihre Wahl ist auf „Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“ gefallen, den sie eigentlich schon im Kino sehen wollte. Nun läuft der Film auf Prime Video und somit war die Gelegenheit günstig… 🦩

Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo! (2019) | © LEONINE

Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo! (2019) | © LEONINE

Ein wundervoll inszenierter Kinderfilm

Ähnlich wie „Gregs Tagebuch“ sind auch die „Mein Lotta-Leben“-Bücher angereichert mit Comic-Elementen. Im Gegensatz zur Verfilmung von „Gregs Tagebuch“ hat Regisseurin Neele Leana Vollmar dieses Stilmittel jedoch viel organischer in ihren Film übernommen. Überhaupt ist „Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“ formal eine Wucht: Die Kameraführung ist lebendig, Sets und Kostüme wirken wunderbar natürlich und die jungen Schauspielerinnen sind allesamt famos. Der Humor zündet und überhaupt ist diese Coming-of-Age-Komödie so bezaubernd frech, dass es einfach eine Freude ist. Herrlich!

Leider jedoch kann die Geschichte nicht mit den positiven Aspekten mithalten. Ja, im Grunde geht es um die Freundschaft zwischen Lotta und Cheyenne, doch dem Gegenüber steht die Handlung rund um Popstar Marlon, welche viel zu sehr ausgewälzt wird. Für die Kinder war das durchaus ein großer Spaß, doch ich hätte nicht so viel davon sehen müssen. Zumal die Moral von der Geschichte am Ende doch ein wenig aufgesetzt wirkt. Aber nun gut, dafür gab es davor viele gar wunderbare Szenen. Unterbrochen haben wir den Film übrigens nur einmal aufgrund dieses wunderschönen, doppelten Regenbogens:

Irgendwie passend für den Film, finde ich. 🌈

Fazit

„Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“ besitzt richtig starke Elemente und ich hätte gerne einen Punkt mehr gegeben. Doch am Ende hat mich die Geschichte nicht so wirklich packen können. Es sind letztendlich aber wirklich tolle Ansätze vorhanden und es ist definitiv ein Film, den man mit seinen Kindern wunderbar zusammen schauen kann: 7/10 Punkte.

Fünf Freunde 4 (2015)

Wir befinden uns mitten im langen Wochenende. Da das Wetter ziemlich famos war, hat sich dieses nicht auf meinen Filmkonsum ausgewirkt, sprich ich habe die letzten Abende auf der Terrasse verbracht. Heute wurde es jedoch merklich kühler, weshalb die Kinder einen Filmabend und damit „Fünf Freunde 4“ eingefordert hatten. Wie uns der letzte Teil mit der ursprünglichen Besetzung gefallen hat, lest ihr hier… 🐫

Fünf Freunde 4 (2015) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde 4 (2015) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Beinahe schon „Indiana Jones“ für Kinder

Hat bereits „Fünf Freunde 3“ mit einem exotischen Schauplatz und mehr Dramatik aufgetrumpft, wirkt der vierte Teil der Reihe noch einmal deutlich erwachsener. Es gibt kein dusseliges Gangster-Pärchen mehr als Gegenspieler, sondern knallhart agierende Bösewichte. Das Leben der Kinder steht mehr als nur einmal auf dem Spiel, was in wirklich dramatischen Szenen gipfelt. Der Zwergofant war sichtlich mitgenommen. Nein, mit den beschaulichen Abenteuern von „Fünf Freunde“ oder „Fünf Freunde 2“ hat dieser Teil nur noch wenig gemeinsam.

Diese Änderung mag zunächst ein wenig befremdlich wirken, aber es ist irgendwie auch ein logischer Schritt. Die Kinder sind inzwischen Teenager und ein weiteres, etwas naives Abenteuer hätte vermutlich nicht mehr gepasst. Mit Verfolgungsjagden über Dächer und dramatischer Grabräuberei sowie tödlichen Fallen erinnert „Fünf Freunde 4“ oft eher an „Indiana Jones“ als an einen Fall einer Kinderkrimi-Reihe.

Fazit

Auch wenn ich die ersten drei Teile wohl etwas lieber mochte, so hat mir der fulminante Abschluss der Reihe doch gut gefallen. Den Kindern ging es ähnlich und ich bin jetzt schon gespannt, ob wir uns mit den neuen Schauspielern des fünften Teils anfreunden können werden: 7/10 Punkte.

Fünf Freunde 3 (2014)

Schon die ganze Woche freuen sich unsere Kinder auf den wöchentlichen Filmabend. Natürlich haben wir ihnen ihren Wunsch erfüllt und „Fünf Freunde 3“ eingeschaltet. Der Abenteuerfilm wurde sehnlichst erwartet und auch mir stand nach einer anstrengenden Woche der Sinn nach eskapistischer Unterhaltung. Mit seinem Urlaubssetting war der Film dafür auch bestens geeignet… 🌊🌴

Fünf Freunde 3 (2014) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde 3 (2014) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Das Abenteuer wird noch abenteuerlicher

Hat bereits „Fünf Freunde 2“ die Schauplätze im Vergleich zum ersten Teil deutlich erweitert, geht es im dritten Abenteuer nach Thailand auf eine exotische Insel. Inklusive Sandstrand, einem Schiffswrack im türkisblauen Meer und einer mysteriösen Höhle. Mit dem etwas betulichen Abenteuer an der Nordsee hat der jüngste Fall der Fünf Freunde nicht mehr viel gemein. Zwar ist die Kulisse wirklich sehenswert, doch wäre meiner Meinung nach gar nicht so viel Exotik nötig gewesen. Dennoch hatte auch ich wieder viel Spaß mit dem Film. Für den Zwergofant war der Tauchgang ins Wrack samt Hai-Angriff dann doch etwas zu spannend:

„Ich bin nicht so der Wrack-Mensch.“
– Der Zwergofant

Insgesamt bietet auch „Fünf Freunde 3“ eine nette Geschichte mit einem etwas doofen Verbrecherduo, einer neu gewonnenen Freundin und wahrlich abenteuerlichen Schauplätzen. Die Kids hatten sehr viel Spaß mit dem Film (trotz Wrack).

Fazit

Auch der dritte Teil der Reihe bietet die bereits bekannte Kinderunterhaltung, die in diesem Fall noch größer und exotischer erzählt wird als bisher. Das lässt ein wenig Charme vermissen, ist aber für das jüngere (und auch das ältere) Publikum dennoch einen Blick wert: 7/10 Punkte.

Fünf Freunde 2 (2013)

Nachdem wir den Freitagabend mit Kartenspiel und gemütlichem Tischfeuer auf der Terrasse verbracht hatten, ist der wöchentliche Filmabend ausgefallen. Ausgefallen? Nein, nur verschoben. Auch wenn wir heute sehr  spät auf das Sofa gekommen sind, so hatten wir den Kindern doch die Sichtung von „Fünf Freunde 2“ versprochen. Das Abenteuer hat bis weit nach 22 Uhr gedauert, doch von Müdigkeit war (zumindest während des Films) nichts zu spüren… 🏰🐶

Fünf Freunde 2 (2013) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde 2 (2013) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Eine wirklich gelungene Fortsetzung

Über „Fünf Freunde 2“ kann ich eigentlich genau das gleiche sagen, wie über den ersten Teil der Reihe: Der Film bietet ein wunderbar kindgerechtes Abenteuer, das mit viel Humor und spannenden Schauplätzen aufgewertet wird. Die Dynamik zwischen den jungen Schauspielern ist zudem wirklich gelungen, so dass der Spaß selbst bei uns erwachsenen Zuschauern nicht zu kurz kam. Mit Oliver Korittke und Peter Lohmeyer dürfen auch wieder zwei bekannte deutsche Darsteller die Bösewichte mimen. Für alle Beteiligten offensichtlich ein großes Vergnügen.

Ich persönlich fand das Setting auf der Burg sowie das an „Indiana Jones“ erinnernde Finale samt entsprechenden Fallen sehr gelungen. Ansonsten wirkt alles noch einmal größer und schneller als noch im eher betulichen ersten Teil. Das macht aber auch nichts, denn somit liefert „Fünf Freunde 2“ so ziemlich genau das, was man von einer Fortsetzung erwarten würde.

Fazit

Die Kinder waren begeistert und auch ich hatte sehr viel Spaß mit „Fünf Freunde 2“. Eine absolut gelungene Filmreihe, die Kinder wunderbar an das Abenteuer- und Krimi-Genre heranführt. Der dritte Teil wird bei unseren Filmabenden nicht lange auf sich warten lassen: 7/10 Punkte.

Fünf Freunde (2012)

Hatte diese Arbeitswoche wirklich nur vier Tage? Mir kam sie mindestens doppelt so lang vor. Die Emotionen sind teils hoch gekocht und ich bin einfach nur noch durch. Somit habe ich mich auch auf den Filmabend mit der Familie gefreut, für den wir kurzentschlossen „Fünf Freunde“ auf Prime Video ausgewählt haben. Der Zwergofant war zunächst nicht begeistert, doch letztendlich hatten wir alle viel Spaß… 🚲🐶

Fünf Freunde (2012) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde (2012) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ein wunderbar kindgerechtes Abenteuer

Meine Kinder lieben es, „Die drei ??? (Kids)“ auf CD oder via Streaming zu hören. Ich dagegen habe als Kind nur „TKKG“ (eher selten) oder „Fünf Freunde“ (sehr häufig) gehört. Natürlich nicht auf CD, sondern MC (auch bekannt als Kassette). Noch heute befinden sich davon etliche im Keller, leider ohne passendes Abspielgerät. Ich habe die Abenteuer-Geschichten von Enid Blyton geliebt und auch ihre Bücher, wie z.B. „Das Tal der Abenteuer“, verschlungen. TV-Adaptionen ihrer Werke habe ich als Kind jedoch nie gesehen. Somit war ich gespannt auf die moderne Verfilmung, gerade auch weil es eine deutsche Produktion ist. Tatsächlich funktioniert die Verlagerung an die norddeutsche Küste recht gut. Nur seltsam, dass alle Figuren dennoch englische Namen haben.

„Fünf Freunde“ ist ein absolut kindgerechtes Abenteuer, das auch erfrischend wenig amerikanisiert wurde. Erinnerungen an „Die Goonies“ oder „Stand by Me“ werden also eher nicht wach. Doch das macht nichts, denn das Gefühl der Hörspiele wird gekonnt eingefangen. Die Spannung ist genau auf einem solchen Level, dass die Kinder sich in das Sofa gekrallt und beim erlösenden Lacher sichtlich aufgeatmet haben. Eben ein wahrhaftiger Kinderfilm. Und das muss ja nichts Schlechtes sein.

Fazit

Nachdem ich zu Beginn durchaus ein wenig skeptisch war, habe ich Gefallen an „Fünf Freunde“ gefunden. Auch der Zwergofant und das Zappelinchen waren begeistert und somit dürften die nächsten Filmabende mit der ganzen Familie bereits verplant sein: 7/10 Punkte.

Die kleine Hexe (2018)

Nach einen wirklich schönen und harmonischen Tag, an dem ich eine lange Runde laufen war und sonst nur gefaulenzt habe, stand abends abermals ein Filmabend auf dem Programm. Die Verfilmung von „Die kleine Hexe“ wollten wir schon lange sehen und heute schien uns dafür ein guter Zeitpunkt zu sein… 🧙‍♀️🧹

Die kleine Hexe (2018) | © STUDIOCANAL

Die kleine Hexe (2018) | © STUDIOCANAL

Was ist nur aus der Wetterhexe geworden?

An Otfried Preußlers Buch kann ich mich noch sehr gut erinnern: Als Kind wurde es mir mehrfach vorgelesen, einmal habe ich es mindestens selbst gelesen und vor ein paar Jahren haben wir mit unseren Kindern „Die kleine Hexe“ besucht. Nachdem ich die ersten Bilder der Verfilmung gesehen hatte, war ich skeptisch, denn so farbenfroh habe ich mir die Welt der kleinen Hexe nicht vorgestellt. Doch schließlich konnte ich selbst der anderen großen Preußler-Verfilmung „Krabat“ aus dem Jahr 2008 etwas abgewinnen. Also mal sehen, was die Filmemacher hier so gezaubert haben.

Mit Karoline Herfurth ist die kleine Hexe ungewöhnlich und doch irgendwie passend besetzt. Zumindest nach einer gewissen Eingeöhnungszeit. Auch die kunterbunte Welt mit vielen beinahe schon übersättigten Naturbildern hat mir gut gefallen, selbst wenn sie überhaupt nicht meinen Vorstellungen der Vorlage entsprach. Die bösen Hexen dagegen kamen mir viel zu klischeehaft und dumpf vor. Zwar war die Hexe Rumpumpel durchaus gut besetzt, doch warum war sie keine Wetterhexe mehr? Ich habe den ganzen Film darauf gewartet, dass man nur eine dunkle Wolke sieht, in der man einen Hexenbesen hätte erahnen können… doch nichts! Für mich war das die einprägsamste Szene des gesamten Buches und hier taucht Rumpumpel einfach stets platt in Person auf. Wirklich sehr, sehr schade.

Der restliche Film hatte ein paar nette Szenen, doch war er mir teils zu weit vom Buch entfernt. Und damit meine ich nicht, dass die Handlung hätte 1:1 wiedergegeben werden sollen, sondern die Atmosphäre der Vorlage. So nett die Geschichte hier war, so wenig hatte ich doch das Gefühl, eine Verfilmung von Preußlers Buch zu sehen. Meine Kinder waren dagegen ziemlich begeistert und das ist wohl die Hauptsache.

Fazit

„Die kleine Hexe“ ist ein schöner Kinderfilm, der Spaß macht und stets unterhaltsam ist. Ich hätte ihn mir ein wenig düsterer und werkstreuer gewünscht. Einen Punkt muss ich glatt für die fehlende Rumpumpel-Wolke abziehen. Hier überwiegt einfach die Enttäuschung, auch wenn der restliche Film durchaus sehenswert ist: 6/10 Punkte.

Banana Joe (1982)

Endlich Wochenende! Nach zwei harten Wochen ist diese kurze Pause auch dringend nötig. Da der Rest der Familie ab Montag zudem Herbstferien hat, habe ich mit einem Filmabend gleich einmal das Ferienprogramm eingeläutet: Wir haben uns mit „Banana Joe“ nach längerer Zeit einmal wieder einen Bud-Spencer-Klassiker angeschaut. Dieses Mal ohne Terence Hill, was dem Vergnügen jedoch keinen Abbruch tat…

Banana Joe (1982) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

Banana Joe (1982) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

„An meinem Arm wird nicht gepuffert!“

„Banana Joe“ gehört, wie viele andere Werke des Prügelduos, zu den Filmen, die ich als Kind recht häufig gesehen habe. Gerade der Titelsong war mir noch bestens im Ohr. Ansonsten konnte ich mich am ehesten noch an die Szenen im Dschungel und auf dem Fluss erinnern. Den gesamten Mittelteil hatte ich nicht mehr so richtig im Kopf, war aber letztendlich begeistert, wie sehr die Handlung doch an so diverse Asterix-und-Obelix-Geschichten erinnert. Konkret kommen mir hier „Asterix erobert Rom“, samt Passierschein A38, sowie „Asterix: Sieg über Cäsar“ mit seinem Ausflug in die Fremdenlegion in den Sinn. Ob sich Carlo Pedersoli (ja, Bud Spencer hat unter seinem bürgerlichen Namen das Drehbuch verfasst) sich da wohl hat inspirieren lassen? 🤔

„Du läufst bequem unterm Teppich.“

Nicht nur ich, auch die Kinder hatten viel Spaß mit „Banana Joe“. Zunächst waren sie ja ein wenig skeptisch, da sie Terence Hill vermisst hatten. Dieses Gefühl ist jedoch schnell verflogen und gerade die wenigen Prügelszenen waren erneut ein Highlight für sie (und das obwohl sie ansonsten recht friedfertig sind). Mir selbst haben die oben angesprochenen Szenen nach dem Fish-out-of-Water-Prinzip am meisten Freude bereitet. Sicherlich nicht sonderlich innovativ, und inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen, doch für mich nach wie vor beste Unterhaltung.

Fazit

Wenn mir vor 10 bis 20 Jahren jemand erzählt hätte, dass ich einmal mit meinen Kindern zusammen die alten Spencer/Hill-Filme schaue, dann hätte ich ihn oder sie vermutlich für verrückt erklärt. Es ist aber wirklich so gekommen und wir alle haben viel Spaß damit. Ist das nicht famos? Meine rein subjektive Bewertung lautet folglich: 8/10 Punkte.

Asterix in Amerika – OT: Asterix in America (1994)

Nachdem ich mich kaum vom heutigen #AbenteuerArbeitsweg erholt hatte, ist meine bessere Hälfte auch schon wieder zur Tür hinaus, um zu strawanzen. Da das Wetter eher bescheiden ist (sprich heute kein Spieleabend auf der Terrasse), stand mit „Asterix in Amerika“ ein weiterer Filmabend auf dem Programm. Sehr zur Begeisterung des Zwergofanten, der sich schon lange eine Fortführung unserer Komplettsichtung der Filmreihe wünscht… 🤜🐗🤛

Asterix in Amerika (1994) | © STUDIOCANAL

Asterix in Amerika (1994) | © STUDIOCANAL

Kommt leider nicht an „Die große Überfahrt“ ran

Mit der Comic-Vorlage „Die große Überfahrt“ verbinde ich eine ganz besondere Erinnerung: Ich war 10 Jahre alt und lag nach meiner Blinddarmoperation im Krankenhaus. Jedes Husten oder Lachen hat mir körperliche Schmerzen verursacht. Bei einem Besuch schenkten mir meine Eltern den oben genannten Asterix-Band. Das Ergebnis: Ich habe mich wortwörtlich vor Lachen gekrümmt. Freiwillig. Bis heute ist er einer meiner liebsten Asterix-Bände. Ein paar Jahre später hörte ich von der Verfilmung und war natürlich extrem heiß darauf. Die tatsächliche Sichtung war jedoch eine große Enttäuschung, da es gerade die unfassbar lustigen Szenen des Comics nicht auf die Leinwand geschafft haben. Wie der Film nun etliche Jahre später auf mich und meine Kids gewirkt hat?

Die Animation ist nett anzuschauen, selbst wenn die frühen CGI-Elemente aus heutiger Sicht mehr als befremdlich wirken. Da war der direkte Vorgänger „Asterix: Operation Hinkelstein“ deutlich stilsicherer inszeniert. Inhaltlich wurde das Comic um etliche Elemente erweitert, was nicht weiter schlimm wäre, hätte man den großartigen Humor der Vorlage mit übernommen. Leider jedoch ist davon kaum etwas übrig geblieben. Selbst die Gurugurus heißen nicht mehr Gurugurus. Und werden auch nicht mit Bär gefüllt. So viele verpasste Chancen. Dafür gibt es unpassende Gesangseinlagen, die eher wie gewollt und nicht gekonnt wirken. Schade.

Fazit

Speziell die Kinder hatten viel Spaß mit dem Film und auch ich muss zugeben, dass er über weite Strecken doch recht gut funktioniert. Warum man die brillante Vorlage jedoch so sträflich ignoriert hat, mag sich mir einfach nicht erschließen. Kein Totalausfall, aber bestimmt der schwächste unter den bisher von uns gesehenen Asterix-Filmen: 6/10 Punkte.

Das Sams im Glück (2012)

Heute hat es zum erstem Mal seit Wochen deutlich unter 30 °C. Kühl ist es immer noch nicht, doch die Voraussetzungen für einen Filmnachmittag waren schon lange nicht mehr so gut. Da wir aktuell „Das Sams im Glück“ aus der Bücherei geliehen haben, packten wir die Gelegenheit beim Schopfe und haben endlich den letzten Teil der Realfilmreihe rund um das Sams und die Familie Taschenbier geschaut.

Das Sams im Glück (2012) | © Universum Film GmbH

Das Sams im Glück (2012) | © Universum Film GmbH

Ein durchaus gelungener Abschluss der Trilogie

Im Gegensatz zum direkten Vorgänger „Das Sams in Gefahr“ aus dem Jahr 2003 orientiert sich der Film über weite Strecken wieder näher am ersten Teil: Der Sohn der Familie Taschenbier spielt keine Rolle mehr und die Schauspielerin Aglaia Szyszkowitz, die Frau Taschenbier bereits in „Das Sams“ verkörpert hat, kehrt zurück. Ansonsten wirkt „Das Sams im Glück“ noch einmal moderner inszeniert und wir Zuschauer bekommen einen kleinen Einblick in die Welt der Samse. Dies wäre nicht unbedingt nötig gewesen, hat aber die Kinder nicht weiter gestört.

Auch wenn die beiden Vorgänger oft schon reichlich albern waren, so wird der kindgerecht überzogene Slapstick hier auf die Spitze getrieben. Den Kindern hat das gefallen, für mich wäre weniger mehr gewesen. Das Finale wirkt recht endgültig und ich vermute, dass das Kapitel Sams, zumindest was diese Realfilmreihe angeht, nun endgültig abgeschlossen ist.

Fazit

Auch wenn „Das Sams im Glück“ für mich eindeutig der schwächste Film der Trilogie ist, so bietet er doch nette und kindgerechte Unterhaltung. Insgesamt wirklich empfehlenswert, da das „Das Sams“ zurecht zu den deutschen Kinderbuchklassikern zählt. Bamberg als Schauplatz ist zudem immer eine Reise wert, auch in diesem Teil: 6/10 Punkte.