Dune – OT: Dune: Part One (2021) (WS1)

Die Kinder sind heute für einen Chorauftritt ausgeflogen, den sich Frau bullion und ich erst am Samstag anschauen werden. Folglich waren wir bereit für einen Filmabend ohne Kinder. Bevor es für mich übernächste Woche in den Nachfolger geht, wollte ich mich noch einmal „Dune“ zuwenden. Denis Villeneuves Sci-Fi-Epos hatte mir vor drei Jahren im Kino ausgesprochen gut gefallen und ich hatte auch nicht die Befürchtung, dass sich dies inzwischen geändert hat. 🪱

DUNE (2021) | © Warner Bros (Universal Pictures)

DUNE (2021) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Beim zweiten Mal fast noch beeindruckender

Seit meiner ersten Sichtung von „Dune“ hat sich eine Tatsache geändert: Ich habe inzwischen die Vorlage von Frank Herbert komplett gelesen. Das Buch war sehr interessant, doch fand ich den ersten Teil der Geschichte deutlich gelungener. Deshalb bin ich auch sehr gespannt auf die filmische Fortsetzung von Denis Villeneuve. Erste Kritiken überschlagen sich regelrecht und der Film soll noch besser sein als dieser erste Teil. Das macht mich mehr als nur neugierig und ich freue mich schon sehr auf den Kinobesuch in zwei Wochen. Was das Lesen des Buches auch noch bewirkt hat: Ich hatte im Kopf, dass „Dune: Part One“ deutlich weiter in der Handlung voranschreitet als der Film dies tatsächlich tut. Da habe ich wohl in Gedanken schon das Buch weitergesponnen. Schon interessant, dass ich dieses letztendlich noch präsenter im Kopf hatte, als Denis Villeneuves beeindruckende Adaption.

Audiovisuell ist „Dune“ eine Hochgenuss. Man könnte sich jedes Bild einrahmen und an die Wand hängen. Denis Villeneuves Stil ist unverkennbar und trotz fantastischer Elemente, erzähl der Regisseur seinen „Dune“ doch eher realistisch. Hinzu kommen fast schon religiös anmutende Bilder, die durch einen choralen Score unterlegt werden. Diese Mischung ist äußerst faszinierend und prägt Arrakis und die angebundenen Welten. Inhaltlich passt die Inszenierung zu der sich anbahnenden Erlösergeschichte bzw. dem heiligen Krieg der daraus entstehen wird. Ein wirklich rundes Paket, das in seiner bedeutungsschwangeren Perfektion manchmal fast schon zu schwer wiegt. Als Kontrast sollte ich nun wirklich noch einmal David Lynchs Adaption „Dune: Der Wüstenplanet“ sehen, der sich ebenfalls in meiner Sammlung befindet:

Fazit

Falls „Dune: Part Two“ wirklich so gut wird, wie man vielerorts lesen kann, dann ist Denis Villeneuve mit seinem Zweiteiler ein Sci-Fi-Meilenstein gelungen. Nicht immer leichte Kost, doch in jeder Hinsicht imposant. Kritikpunkte habe ich kaum: Teils fehlt mir der emotionale Zugang und der Film wirkt manchmal zu bedeutungsschwanger. Das kratzt aber nicht viel am extrem positiven Gesamteindruck: 9/10 Punkte.

Titanic (1997)

Mein erster freier Tag war nicht sonderlich produktiv. Ich war laufen und habe sonst nur gelesen bzw. bin dabei fast eingeschlafen. Abends haben wir uns dann alle auf dem Sofa versammelt, um endlich „Titanic“ zu sehen. Das Zappelinchen wünscht sich den Film schon lange und da wir in den Weihnachtsferien viel Zeit in Mittelerde verbracht haben, hat sich diese Sichtung stets verzögert. Heute jedoch war es soweit und ich habe zum ersten Mal die 2012er 3D-Konvertierung gesehen. 🚢

Titanic (1997) | © 20th Century Fox

Titanic (1997) | © 20th Century Fox

Immer noch in jeder Hinsicht ein Meisterwerk

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als „Titanic“ damals im Kino lief. Als männlicher Teenager konnte ich dafür nur moderates Interesse aufbringen. Dann jedoch kam der große Hype und plötzlich waren alle Vorstellungen ausverkauft. Es war ohne größere Vorplanungen unmöglich an Karten zu kommen. So etwas hatte ich noch nicht erlebt. In einer Woche habe ich es tagelang versucht an Karten für meine Begleitung und mich zu kommen. Keine Chance. Somit habe ich „Titanic“ erst gesehen, als er wieder langsam aus den Kinos verschwand. Sehr spät also. Wenn ich mich recht erinnere auch ohne weibliche Begleitung, sondern im kleinen Dorfkino mit Freunden. Trotz der nicht idealen Umstände hatte mich der Film schon damals begeistert, wobei ich mit meiner Meinung in meinem Freundeskreis lange Zeit recht alleine dastand. In späteren Jahren hat James Camerons historisches Liebesdrama dann auch in der breiteren Masse an Respekt gewonnen. Heute kann ihm seinen Klassikerstatus niemand mehr absprechen.

„Titanic“ ist unfassbar geschickt erzählt: Der Start am Wrack, die Ankunft der alten Rose und dann der monumentale Rückblick auf diesen alles verändernden Ausschnitt ihres Lebens samt tragischem Ende. Das ist einfach brillant und drückt so viele Knöpfe. Zuvor kannte ich James Cameron nur von seinen Action-Filmen und auch wenn er hier das Genre wechselt, so fühlen sich die ersten 20 Minuten sehr typisch für den Regisseur an, gerade wenn man „The Abyss“ gesehen hat. Die in der Rückblende folgende Liebesgeschichte ist unfassbar ergreifend und mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio perfekt besetzt. Jack Dawson war für mich stets die perfekte Identifikationsfigur. Vermutlich weil die Figur so ganz anders ist als ich selbst. Die verbotene Liebe (James Cameron hat den Film als Romeo & Julia auf der Titanic gepitcht) ist reizvoll und drückt all die richtigen Knöpfe. Dabei geht Cameron alles andere als subtil vor, doch das stört kein bisschen und lässt uns mit einem Seufzer in diese nostalgische Geschichte abtauchen. Extrem ergreifend. Wer hätte gedacht, dass Mr. Terminator so etwas hinbekommt?

Eine herausragende 3D-Konvertierung

Den Untergang der Titanic erzählt James Cameron in technischer Brillanz und extremer Spannung. Die Kinder waren so unruhig und ergriffen, wie bei kaum einem zweiten Film. Zur großen Immersion in diesen Szenen hat auch die herausragende 3D-Konvertierung beigetragen, die 2012 für die Wiederaufführung im Kino angefertigt wurde. Besseres 3D habe ich selten gesehen, wozu auch die Öffnung des Bildformats von 2,39:1 auf 1,78:1 (16:9) ihren Teil beiträgt. Das tränenreiche Finale beendet den Film wunderbar bittersüß, was das Zappelinchen überhaupt nicht verstehen wollte. Warum konnte Jack nicht auch gerettet werden? Eine Diskussion, so alt wie der Film selbst. Apropos Alter: Man sieht „Titanic“ die inzwischen 27 Jahre wirklich nicht an. Der Film ist sehr gut gealtert. Ich möchte fast sagen zeitlos.

Fazit

Auch bei meiner inzwischen bestimmt vierten Sichtung hat „Titanic“ nichts von seiner Faszination verloren. Jede Szene belegt, dass er zurecht ein Hit war und ist. Das Zappelinchen hat sich komplett mitreißen lassen, der Zwergofant noch nicht 100% bereit für diese emotionale Liebesgeschichte. Ich selbst liebe den Film noch immer und werde bestimmt nicht zum letzten Mal mit der Titanic gereist sein: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant:  8/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2 – OT: The Hunger Games: Mockingjay – Part 2 (2015) (WS1)

Eine weitere wilde Woche geht zu Ende. Nachdem Frau bullion fast die ganze Woche krank war, kommt sie langsam wieder zu Kräften. Ich habe wieder zu viel Zeit auf der Arbeit verbracht und die Kids sind reif für die Ferien. Diese haben wir natürlich mit einem Filmabend und „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ eingeläutet. Bei meiner letzten Sichtung fand ich ihn schwächer als den Vorgänger und ich war gespannt, ob sich meine Wahrnehmung geändert hat… 🐦

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2 (2015) | © Studiocanal

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2 (2015) | © Studiocanal

Ein erstaunlich erwachsener Abschluss der Reihe

Erneut war ich erstaunt, dass sich „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ nicht mit irgendwelchen Erklärungen aufhält. Es wirkt tatsächlich so, als hätte Regisseur Francis Lawrence seinen Film einfach in der Mitte geteilt. Da wir den ersten Teil erst letzte Woche gesehen haben, ist uns der Einstieg nicht schwer gefallen. Ich fand die Geschichte erneut packend und hatte gar nicht mehr im Kopf, wie actionreich der Abschnitt im Kapitol doch ist. Speziell die Attacke der Mutanten hatte ich wohl verdrängt, denn ich war ob der explodierenden Gewalt genauso schockiert, wie die Kinder. Puh, wenn das einmal keine Albträume gibt. Abgesehen von der Action nimmt sich auch dieser Teil viel Zeit für seine Figuren und die ruhigeren Szenen. Das ist dann wohl der Vorteil dieser etwas aufgesetzt wirkenden Zweiteilung.

Das endgültige Finale hatte ich auch nicht mehr so recht im Kopf. Es ist erstaunlich düster und macht ein paar treffende, wenn auch extrem plakative, Aussagen über Korruption durch Macht. Alle Figuren gehen gezeichnet aus der Geschichte heraus. Selbst die Idylle in der letzten Einstellung wirkt wie von einem dunklen Schleier überzogen. Auch den anderen Figuren ist es wohl nicht besser ergangen, doch der positive Wandel erfordert wohl auch hier persönliche Opfer. Somit es es letztendlich doch eine typische Heldinnengeschichte. Ich kann verstehen, warum gerade das Zappelinchen so begeistert war. Mit Katniss Everdeen hat Suzanne Collins wahrlich eine starke Identifikationsfigur erschaffen. Auch für mich.

Fazit

Heute hat mir „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ deutlich besser gefallen als bei der ersten Sichtung. Den Auftakt der Reihe samt Fortsetzung mag ich allerdings immer noch am liebsten. Als Gesamtgeschichte funktioniert „The Hunger Games“ perfekt und ist auch im letzten Jahrzehnt nicht unangenehm gealtert. Fast schon ein Klassiker des modernen Young-Adult-Kinos: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1 – OT: The Hunger Games: Mockingjay – Part 1 (2014) (WS1)

Der heutige Samstag ist wieder einmal viel zu schnell vergangen und ehe ich mich versehen habe, war es schon abends. Das Programm war mit „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ gesetzt. Die Kinder haben sich sehr auf den Film gefreut und auch ich war gespannt, waren meine Erinnerungen an die erste Sichtung vor 8 Jahren doch eher blass. Wie also hat der Spotttölpel dieses Mal auf mich gewirkt? 🐦

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1 (2014) | © Studiocanal

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1 (2014) | © Studiocanal

Vom Young-Adult-Abenteuer zum Kriegsfilm

Der Übergang von „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ zum ersten Teil des großen Finales wirkt durchaus hart. Keine große Show mehr, kein Training, kein Kampf in der Arena. Willkommen in der harten Realität, in der Krieg herrscht. Gut die Hälfte von „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ spielt in eintönigen Bunkern und der Rest des Films findet an Kriegsschauplätzen statt. Das ist ungewohnt und doch ein konsequenter Schritt. Für die Kinder war das Setting schon fast zu trostlos. Dennoch hat sie ein anderer Punkt noch mehr gestört: die Zweiteilung der Geschichte. Auch ich bin immer noch nicht überzeugt, ob diese wirklich nötig gewesen ist. Bestimmt hätte man das Finale auch in gut zweieinhalb Stunden erzählen können.

Sehr spannend fand ich erneut den Aspekt, Katniss als Propagandafigur zu inszenieren. Gerade im Kampf gegen Präsident Snows Propagandamaschinerie besitzt der Film hier viel Potenzial. Unter den Schauspielern, die das Kamerateam verkörpern, befindet sich übrigens Wes Chatham, was mich sehr gefreut hat. Es ist immer schön, jemanden aus „The Expanse“ wiederzusehen. Mit Peetas Rettung und dem Twist, warum Präsident Snow seine Rettung gelingen ließ, endet „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ recht abrupt. Das wirkt nicht sonderlich elegant und doch freue ich mich nun schon wieder auf die Fortsetzung. Die erzählte Welt hat es mir immer noch angetan.

Fazit

Für mich ist „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ der bisher schwächste Teil der Reihe. So geht es auch den Kindern und gerade der Zwergofant möchte das an dieser Stelle explizit betont wissen. Dennoch hat uns der erste Teil des Finales insgesamt sehr gut gefallen. Mal sehen, ob wir kommendes Wochenende Zeit für den einstweiligen Abschied von Panem finden werden: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere – OT: The Hobbit: The Battle of the Five Armies – Extended Edition (2014) (WS2)

Nach einem angenehm faulen Tag mit einem sonnigen Lauf und einem Resümee der Weihnachtstage folgte heute mit „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ der Abschluss von Peter Jacksons Fantasy-Saga. Nach dem harten Cliffhanger des Vorgängers waren die Kinder extrem gespannt und auch ich hatte mich auf die erst zweite Sichtung der erweiterten Fassung gefreut… 🐗

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (2014) | © Warner Home Video

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (2014) | © Warner Home Video

Ein actionreicher und auch emotionaler Abschluss

„Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ ist eindeutig der düsterste Teil dieser Mittelerde-Trilogie. Es gibt keine abenteuerlichen Reisen mehr, sondern nur noch Krieg und Gewalt. Diese wurde so sehr nach oben geschraubt, dass ich fast schon Sorge hatte, es könnte zu viel für die Kinder sein. Tatsächlich haben ihnen die Schlachtszenen auch zu viel Raum eingenommen, was ich durchaus nachvollziehen kann. Peter Jackson hat diese ziemlich brutal inszeniert und auch der Handlungsstrang rund um Thorin, der in Erebor langsam aber sicher seinen Verstand verliert, ist nicht sonderlich erbaulich. Als es gegen Ende dann auch einige emotionale Verluste zu beklagen gab, hat das nicht mehr viel vom beschwingten Abenteuer eines „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“.

All das macht den Film nicht schlechter, zumal die Action wirklich bombastisch und abwechslungsreich ist, jedoch ist es eben eine andere Art von Film als die beiden Vorgänger. Im großen Kontext passt es auch, dass sich das Finale eben auf die große Schlacht konzentriert und dabei die Dramatik anzieht. Dafür war mir der Abschied von Bilbo zu abrupt erzählt, aber ich gehöre ja auch zu jenen, welche die unzähligen Enden in „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ lieben. Jede einzelne Minute davon. Nun steht tatsächlich die Frage im Raum, wie wir nun weitermachen. Am liebsten würde ich zeitnah „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ einlegen, doch haben wir in letzter Zeit schon viel Zeit vor dem Fernseher verbracht und die neuen Brettspiele wollen auch gespielt werden. Zur Not einfach nächstes Jahr…

Fazit

Nun ist unser erster Ausflug nach Mittelerde auch schon wieder vorbei. Für mich war er großartig, wie immer. Am meisten habe ich mich über die Begeisterung der Kids gefreut. Sie sind nun langsam bereit für das nächste große Abenteuer. Darauf freue ich mich schon sehr, doch auch die gemeinsame Sichtung von „Der Hobbit“ wird für mich stets einen ganz besonderen Stellenwert besitzen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Der Hobbit: Smaugs Einöde – OT: The Hobbit: The Desolation of Smaug – Extended Edition (2013) (WS3)

Dank einem ausführlichen Weihnachtsbrunch mit der Familie meiner Schwägerin war der zweite Feiertag wieder äußerst kalorienhaltig. Bewegt habe ich mich kaum und dann stand abends mit „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ auch noch ein Filmabend auf dem Programm. Nicht der gesundheitsförderlichste Tag, aber das muss an Weihnachten auch nicht sein. Dafür war die Vorfreude auf den Film groß. Wie er uns gefallen hat, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🐉

Der Hobbit: Smaugs Einöde (2013) | © Warner Home Video

Der Hobbit: Smaugs Einöde (2013) | © Warner Home Video

Packendes Duell zwischen Halbling und Drache

Dies war meine inzwischen vierte Sichtung von „Der Hobbit: Smaugs Einöde“. Den nahezu katastrophalen ersten Kinobesuch in HFR habe ich so gut wie verdrängt. Somit war ich heute guter Dinge und habe mich auf das Abenteuer gefreut. Auch der Rest der Familie war heiß auf den Film, für den wir uns zeitig auf dem Sofa eingefunden haben. Ein sehr fauler Tag, wie ich bereits erwähnte. Im Gegensatz zu „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“, den ich in der ersten Hälfte am stärksten finde, gewinnt die Fortsetzung gegen Ende deutlich. Speziell das Duell zwischen Bilbo und Smaug ist unglaublich packend inszeniert. Kein Wunder, denn die Chemie zwischen Martin Freeman und Benedict Cumberbatch (beide bekannt aus „Sherlock“) ist einfach herausragend. Von den immersiven Bildern erst gar nicht zu reden.

Die Stationen davor (Beorns Hütte, die Reise durch den Düsterwald, die Flucht vor den Waldelben und die Ankunft in Seestadt) wirken im Vergleich deutlich schwächer. Dabei machen auch diese Schauplätze und Actionszenen viel Spaß. Speziell die Flussfahrt in den Fässern finde ich von Mal zu Mal unterhaltsamer. Auch der Handlungsstrang rund um Dol Guldur konnte mich heute überzeugen: Auch wenn die eigentliche Buchvorlage dadurch aufgebläht wirkt, so ist es Peter Jackson doch gelungen, durchaus sinnvolle Anknüpfpunkte an „Der Herr der Ringe“ zu finden. Sein filmisches Universum gewinnt in meinen Augen somit zweifellos. Ob das auch in diesem Umfang nötig gewesen ist? Darüber lässt sich vortrefflich streiten. Auch wenn Rhythmus und so manche Schwerpunkte nicht immer perfekt gesetzt sind, so machen die Stärken des Films für mich doch alles andere wett. Dazu gehört auch Howard Shores abermals fantastischer Score, ohne den Mittelerde für mich nicht Mittelerde wäre.

„Iiihhh, also der Film ist manchmal ganz schön eklig!“

– Zappelinchen und Zwergofant nach dem x-ten abgetrennten Kopf

Fazit

„Der Hobbit: Smaugs Einöde“ ist für mich eine äußerst gelungene Fortsetzung, zumindest wenn man sich für Peter Jacksons Herangehensweise an die Adaption anfreunden kann. Zwergorant und Zappelinchen waren begeistert und haben sich speziell über Evangeline Lillys Tauriel gefreut. Endlich die vermisste Frauenpower! Dennoch hat zumindest dem Zwergofanten, ebenso wie mir, der erste Teil ein wenig besser gefallen. Wir sind uns aber einig, dass dies ein sehr starker Mittelteil der Filmreihe ist: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise – OT: The Hobbit: An Unexpected Journey – Extended Edition (2012) (WS4)

Am heutigen ersten Weihnachtsfeiertag waren wir mit der Familie meiner Schwester und der meines Bruders bei meiner Mutter eingeladen. Ein voller und schöner Tag also. Leider war ich nicht sonderlich erholt, da ich die letzte Nacht sehr schlecht geschlafen hatte. Abends habe ich dennoch alles daran gesetzt, dass wir es pünktlich auf das Sofa schaffen, um „Der Hobbit: Eine unterwartete Reise“ zu schauen. Meinen Kindern das filmische Mittelerde nahezubringen stand ganz oben auf meiner To-Do-Liste für diesen Weihnachtsurlaub. Ob ich erfolgreich war? ⚔

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (2012) | © Warner Home Video

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (2012) | © Warner Home Video

Als „Der Herr der Ringe“-Prequel sehr gelungen

Ich weiß schon, dass mit dieser Aussage nicht viele mitgehen können. Ich selbst habe den Film über die Jahre zu lieben gelernt. Bei meiner inzwischen fünften Sichtung hat mir „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ erneut ausgesprochen gut gefallen. Zuletzt habe ich den Film 2015 gesehen, also vor exakt acht Jahren, was mir unglaublich lange her vorkommt. Ein wenig näher ist meine letzte Sichtung von „Der Herr der Ringe“, welche im Jahr 2016 stattfand. Dies war allerdings nicht mein letzter Besuch in Mittelerde, denn die Amazon-Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ befand sich erst 2022 in meinem Programm. Wenn ich schon beim Aufzählen meiner Mittelerde-Begegnungen bin, kann ich erwähnen, dass „Der Hobbit“ zu meinen Lieblingsbüchern zählt und ich den Roman zuletzt 2016 gelesen habe. Soweit zum Vorgeplänkel. Obwohl ich sehr müde war und ich mich auch nicht sonderlich fit fühlte, war ich sowas von bereit nach Mittelerde zurückzukehren.

Natürlich hatte ich auch Sorge, ob mich meine Erinnerungen trügen. Auch, ob der „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ bei den Kindern gut ankommen würde, zumal das Zappelinchen im Vorfeld nicht sonderlich viel Lust auf den Film hatte. Doch schon nach ein paar Minuten war ich wieder komplett drin in dieser Welt. Auch fühlte ich mich bestätigt und liebe das filmische Prequel, auch wenn es eigentlich die Vorgeschichte ist, immer noch sehr. Der Look ist zwar moderner und irgendwie auch digitaler, doch ist es Peter Jackson durchaus ziemlich gut gelungen, an seine epische „Der Herr der Ringe“-Trilogie anzuknüpfen. Speziell die Szenen in Beutelsend liebe ich über alles. Der Film nimmt sich hier beinahe eine Stunde Zeit und das funktioniert großartig. Ich war erstaunt, dass es den Kindern nicht zu langsam vorwärts ging. Dabei ist nicht alles perfekt an diesem ersten Teil und doch hat Peter Jackson, gerade wenn man die schwierige Produktionsgeschichte bedenkt, alles aus ihm herausgeholt. Er ist für mich keine Sekunde zu lang und dank 3D-Fassung des Extended Cuts gab es einen Blu-ray-Wechsel, den wir für das dritte Frühstück (bzw. Abendessen) des Tages genutzt haben.

Als wir nach dem Film noch kurz diskutiert haben, musste ich bei folgender Aussage des Zwergofanten fast eine Träne verdrücken. Das Zappelinchen hat nur vehement zugestimmt. Was habe ich für tolle Kinder:

„Das ist einer meiner Lieblingsfilme! Schreibst du das bitte in deinem Blog? Doof fand ich nur, dass es keine Frauen im Team gab. Eine gute Abenteuergruppe braucht doch Frauen.“

– Der Zwergofant nach „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“

Fazit

Meine Müdigkeit war bei der Sichtung wie weggeblasen. Das rechne ich „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ hoch an. Am meisten freut mich, dass er bei den Kindern so gut ankam (selbst das Zappelinchen war begeistert) und dass den kommenden beiden Teilen nun nichts im Wege steht. Oh, du schöne Vorfreude! Danach stellt sich nur noch die Frage, ob wir direkt im Anschluss mit „Der Herr der Ringe“ weitermachen sollen oder bis zum nächsten Jahr warten? Ein starker Auftakt: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Gänsehaut – OT: Goosebumps (2015)

Da beide Kinder an Halloween unterwegs sind, habe ich den ersten Ausflug Richtung Gruselfilm bereits heute eingeleitet. Da der Zwergofant „Ghostbusters“ noch zu unheimlich fand (aufgrund von Trailer, Büchern und Erzählungen), fand „Gänsehaut“ in der 3D-Fassung den Weg in den Blu-ray-Player. Ich kannte den Film auch noch nicht und war gespannt, wie er bei den Kindern ankommt… 🎃

Gänsehaut (2015) | © Sony Pictures Home Entertainment

Gänsehaut (2015) | © Sony Pictures Home Entertainment

Kindgerechter Grusel mit Jack Black

Zunächst einmal muss ich darauf eingehen, wie sehr ich den langsamen Einstieg in die Geschichte mochte. Die erste halbe Stunde gibt es weder Monster noch Grusel, sondern wir begleiten Zack und seine Mutter dabei, wie sie sich nach einem Umzug in der neuen Umgebung zurechtfinden. Da gibt es einiges an Charakteraufbau und auch die ersten Schritte in Richtung der Haupthandlung des Films, in der Nachbarin Hannah noch eine größere Rolle spielen wird. Das alles ist herrlich unaufgeregt erzählt, die Figuren bekommen Tiefe und die ersten Setups werden eingeführt. Vermutlich war das auch mein liebster Teil des Films.

Als dann die Monster aus R. L. Stines Büchern ausbrechen, wird ordentlich an der Effektschraube gedreht. Das war mir manchmal schon zu viel des Guten und auch ein Grund, warum bei mir kein rechter Grusel aufkommen wollte. Sobald praktische Effekte ins Spiel kommen (z.B. bei den Zombies), sah das schon anders aus. Für den Zwergofanten hätte es auch gar nicht mehr Spannung sein dürfen. Die Kombination aus seichtem Grusel und Humor gepaart mit Teenie-Romanze hat letztendlich perfekt funktioniert. Garniert wird all das mit einem recht zurückgenommen agierendem Jack Black (u.a. „School of Rock“), der wunderbar in diese Rolle passt.

Fazit

„Gänsehaut“ (ich kenne übrigens keinen Band der die Vorlage) bietet wunderbar kindgerechten Grusel und eine nette Geschichte. Im Hauptteil war mir der Film ein wenig zu überladen, was die Effekte angeht, doch das machen die schön geschriebenen Figuren wett. Der perfekte Film für den Einstieg ins Gruselkino: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows (2016)

Nach einem Tag, den ich komplett draußen verbracht habe (erst eine Runde laufen, dann den Garten auf Vordermann gebracht), habe ich mich abends aufs Sofa gefreut. Natürlich gab es einen Filmabend und wir (also der Zwergofant und ich) haben uns für „Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows“ entschieden. Das war auch meine erste Sichtung des Films und ich war gespannt, wie er mir gefallen würde. 🐢🐀

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows (2016) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows (2016) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Eine gelungene Fortsetzung der Real-Schildkröten

Nach dem mich der Vorgängerfilm bei der letzten Sichtung doch erstaunlich gut zu unterhalten wusste, hatte ich mich auf „Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows“ tatsächlich ziemlich gefreut. Zumal aus dem Trailer schon bekannt war, dass es ein Wiedersehen mit alten Bekannten geben würde. Tatsächlich macht dieser Aspekt auch den Reiz des Films aus: Es gibt unfassbar viel Fanservice für Freund*innen der vier Ninja-Schildkröten. Rocksteady und Bebop mischen sich unter die Bösewichte, Casey Jones stößt zu unseren Helden und Krang samt Technodrom treffen pünktlich zum großen Finale ein. Das macht schon wirklich viel Spaß.

Davon abgesehen besitzt der Film genau die gleichen Schwächen, wie sein Vorgänger. Alles wirkt viel zu groß und übertrieben actionreich. Das Drehbuch ist nicht gehaltvoller als eine Episode der 1987er Zeichentrickserie und die billig wirkende Pseudo-Coolness, am besten erkennbar an Megan Fox, funktioniert für mich nach wie vor nicht. Ich bleibe dabei: Das sind nicht meine Turtles. Und doch hatte ich erneut viel Spaß mit dem groben Unfug. Als dann beim Abspann der klassische Titelsong der TV-Serie über den gezeichneten Charakteren des Films lief, hatte mich der Film dann endgültig. Billiger Nostalgieangriff, aber dennoch schön.

Fazit

Wie beim ersten Teil bin ich mir vollkommen bewusst, dass dies kein sonderlich guter Film ist. Dennoch hatte ich viel Spaß damit. Auch den Kids hat „Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows“ gut gefallen, wenngleich unsere Version der Turtles wohl stets die der 2012er Nickelodeon-Serie sein wird, zu der irgendwann auch eine Besprechung auf diesem Blog folgen wird. Das hier war dennoch gute Unterhaltung: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Teenage Mutant Ninja Turtles (2014) (WS1)

Eine unfassbar anstrengende Woche liegt hinter mir. Frau bullion war abends strawanzen, also haben die Kids und ich einen Film gewählt, der sie nicht unbedingt interessiert. Somit ist der 2014er „Teenage Mutant Ninja Turtles“ im Blu-ray-Player gelandet, der mir bei der Erstsichtung vor acht Jahren nicht wirklich gefallen hat. Seitdem ist viel Zeit ins Land gegangen und wir befinden uns noch in der finalen Staffel der 2012er Nickelodeon-Serie. Konnte der Film bei der Zweitsichtung gewinnen? 🐢

Teenage Mutant Ninja Turtles (2014) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Teenage Mutant Ninja Turtles (2014) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Beim zweiten Mal erstaunlich unterhaltsam

In meiner ersten Besprechung bin ich auf meine besondere Beziehung zu den Turtles und meine düstere Vorahnung in Bezug auf den Film eingegangen:

„Die damals in Deutschland noch als Teenage Mutant Hero Turtles bezeichneten Figuren waren die Helden meiner Kindheit. Die ursprüngliche Zeichentrickserie aus den späten 80er Jahren habe ich geliebt, die Actionfiguren fand ich großartig und auf dem SNES habe ich Konamis „Turtles in Time“ bis zum Umfallen gespielt. Der 1990er „Turtles“-Film dürfte zudem zu einem meiner ersten Kinobesuche zählen. Ich bin mit den Turtles aufgewachsen – und umso schmerzhafter war es zu sehen, dass sich ausgerechnet Michael Bay dem Franchise annimmt.“

Tatsächlich fand ich den Film damals ziemlich schlecht und weder Design noch Charaktere, Story oder Inszenierung mochten meine Vorstellung von den Turtles treffen. Heute wusste ich allerdings, was auf mich zukommt. Es ist eine komplett andere Interpretation der vier Ninja-Schildkröten, als wie ich sie mir ausgesucht hätte. Aber es ist eben eine Interpretation und wenn man nicht versucht, diese mit dem bereits bekannten Bild abzugleichen, dann macht der Film erstaunlich viel Spaß.

Die Action ist komplett drüber, jedoch durchaus packend inszeniert. Speziell mit dem Abenteuer im Schnee hatte ich viel Spaß. Selbst Megan Fox als April O’Neil ist mir heute nicht auf die Nerven gegangen. Irgendwie passt sie in diese Version der Welt der Turtles. Die 3D-Fassung von „Teenage Mutant Ninja Turtles“ macht zudem richtig Spaß und der Zwergofant konnte sich vor Begeisterung kaum halten. Auch trotz oder aufgrund seiner Kenntnis der anderen Filme sowie der Serie. Selbst die aufgesetzte Coolness passt zu all dem, doch vielleicht ist all das in der Influencer-Welt der 2020er Jahre noch viel schlimmer geworden, so dass die 2010er Coolness fast schon klassisch wirkt. Wie man es auch dreht und wendet: Ich hatte viel Spaß mit dem Film.

Fazit

Anfangs dachte ich noch, dass ich mich hier ein wenig durchquälen muss und wollte es nur erledigt haben, da ich den zweiten Teil noch nicht kenne und einmal nachholen will. Letztendlich war es jedoch ein sehr gelungener Filmabend, bei dem wir alle (mit Abstrichen) durchaus viel Spaß hatten, auch wenn mir bewusst ist, dass es objektiv kein sonderlich guter Film ist. Nun freue ich mich tatsächlich noch mehr auf die Fortsetzung und den neuen Animationsfilm: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)