Der Hobbit: Eine unerwartete Reise – OT: The Hobbit: An Unexpected Journey – Extended Edition (2012) (WS3)

Während alle Welt – und damit meine ich alle Welt – zurzeit völlig im „Star Wars“-Fieber zergeht, habe ich mich erneut einer anderen populären Saga angenommen. Meine inzwischen vierte Sichtung von „Der Hobbit: Eine unterwartete Reise“ markiert für mich auch dieses Jahr den Beginn der Weihnachtszeit und ich bin hoffnungsvoll die Trilogie noch 2015 zu beenden. Der Einstieg in diese mir inzwischen nur allzu bekannte Reise, war für mich schon einmal ein wunderbares Erlebnis…

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„The Hobbit: An Unexpected Journey“ war für mich bereits letztes Jahr zweifellos der stärkste Teil der Prequel-Trilogie. Dennoch hatte ich noch etliche Kritikpunkte, die auch dieses Mal nicht komplett verschwunden sind, doch inzwischen immer stärker in den Hintergrund treten. Negativ formuliert, gewöhne ich mich stetig an den Film und seine Schwächen. Positiv gesehen, konnten mich seine Stärken überzeugen, was wohl auch daran liegt, dass ich mich zum letzten Weihnachtsfest ausführlich mit der Entstehungsgeschichte des Films beschäftigt habe und somit nun tatsächlich alle Zwerge zweifelsfrei unterscheiden kann, in vielen Szenen besondere Details wahrnehme und so manche Design-Entscheidung besser verstehe.

Die erste Stunde des Films – und damit genau die oft verhasste Zeit in Beutelsend bis zum Aufbruch der Gefährten – finde ich immer noch perfekt. Hier hat Peter Jackson wirklich alles richtig gemacht und ich fühle mich so stark in Mittelerde zu Hause, wie bei „Der Herr der Ringe“ selbst. Auch hat sich abermals gezeigt, wie gut Jackson hier den Ton der eher kindgerechten Vorlage und die Bezüge zu seiner vorangegangenen Filmtrilogie verknüpft. In diesem ersten Teil funktioniert das für mich tatsächlich erstaunlich gut. Was die bestehenden Kritikpunkte (Radagast der Braune, Videospiel-Kamera in der Goblin-Höhle, Azog der Schänder usw.) angeht, so sind sie mir dieses Mal tatsächlich deutlich weniger negativ aufgefallen. In Erinnerung bleiben für mich ohnehin eher die wirklich starken Szenen, wie z.B. das Rätselraten zwischen Bilbo und Gollum. Einfach nur toll.

Bestimmt ist es keine objektive Wertung, doch ich liebe Peter Jacksons Mittelerde und während der vier Sichtungen von „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ hat sich der Film nun endgültig in mein Herz gespielt. Selbst wenn ich kommendes Jahr eher wieder zu „Der Herr der Ringe“ greifen werde, so werde ich dazwischen immer wieder gerne zu diesem chronologischen Anfang der Geschichte zurückkehren: 9/10 Punkte.

30 Gedanken zu “Der Hobbit: Eine unerwartete Reise – OT: The Hobbit: An Unexpected Journey – Extended Edition (2012) (WS3)

  1. Ich hab mir vorhin die erweiterte Fassung vom dritten Teil angeguckt (hab den nach dem unglaublich enttäuschenden zweiten Teil gar nicht erst im Kino gesehen).
    Und naja, was soll ich sagen… mir blutet das Buchfan-Herz. Was die da für nen Kack zusammengeschustert haben… 😦
    Der zweite hatte wenigstens noch Smaug und seine Unterhaltung mit Bilbo. Der dritte hat nur noch rollende Köpfe, und darauf wurde extrem viel Wert gelegt. Ich weiß nicht, was Peter Jackson da geritten hat…

    Aber um auch noch was zum Thema zu schreiben: ich fand den ersten im Kino so… naja… ganz ok. Die Extended hat dann auch nicht mehr viel rausgerissen, aber er hatte wirklich noch am meisten gute Szenen von den drei Filmen.

    Fazit: Meiner Meinung nach hätte man das ganze Projekt vor Drehbeginn wieder einstampfen sollen…

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    • Den zweiten Teil fand ich im Kino (besonders dank HFR) auch recht bescheiden. Die erweiterte Fassung fand ich dann deutlich stärker. Der dritte ist klar der schwächste Film, da eben nur die Schlacht im Zentrum steht. Ich finde es allerdings ok, dass Jackson die Buchhandlung erweitert hat, um Anknüpfungspunkte an seine Filmreihe zu schaffen.

      Die Extended Edition des ersten Teils macht nicht viel Unterschied, das stimmt. Allerdings mag ich die vielen kleinen Szenen doch ziemlich – selbst das Gesinge. Passt irgendwie schön zum Hobbit.

      Ich bin durchaus froh, dass wir Mittelerde noch einmal zu sehen bekommen, obwohl ich auch das Buch sehr mag. Eine Fassung von Guillermo del Toro wäre vermutlich die spannendere gewesen.

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      • HFR fand ich beim ersten phänomenal, bim zweiten scheiße. Vllt hat da nur das Kino die Einstellung versaut.
        Aber für mich war der 2. Teil schlimmer als der dritte.
        Die Sache mit Dol Guldur im 3. fand ich OK, das war wenigstens nix aus dem Buch, das bis zur Unkenntnis verändert wurde…
        Und das mit del Toro dachte ich mir gestern auch und hab es mir sogar gewünscht. 😀

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      • Mich hatte HFR damals komplett aus dem Film gerissen. Völlig daneben. Dann kann ich mir den Film gleich mit Zwischenbild-Interpolation auf einem x-hundert Hetrz TV anschauen.

        In der erweiterten Fassung vom zweiten Teil gibt es ja auch einige neue Szenen, die in Dol Guldur spielen. Diese haben den Film immens aufgewertet. Bin schon gespannt, wie er mir dieses Jahr gefallen wird… 🙂

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  2. Ich merke nicht so viel Kritik an, denn spannend und unterhaltend sind sie dennoch alle drei (der letzte war aber auch meiner Meinung nach der am wenigsten meinen Geschmack treffendste).
    Seit der 1 Film rauskam, treffe ich mich immer mit meinen Freunden bevor wir ins Kino gehen und gucken uns den Vorfilm/ die Vorfilme an. Fast schon Festeinstimmung. Vielleicht bin ich deswegen nicht so wirklich in Weihnachtslaune, es fehlt irgendetwas. 😉
    Liebe Grüße Itchy

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    • Ja, das kenne ich. So haben wir es bei „Der Herr der Ringe“ schon gehandhabt und nun bei „Der Hobbit“ auch wieder. Dieses Jahr gibt es eben erstmals die gesamte Trilogie in der erweiterten Fassung samt Bonusmaterial vom dritten Teil. Kommendes Jahr darf es dann wieder „Der Herr der Ringe“ sein. Eine schöne Tradition! 🙂

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