Eternals (2021)

Heute war endlich einmal wieder gutes Wetter, weshalb wir den Tag größtenteils draußen verbracht haben. Natürlich war ich eine Runde laufen, dann habe ich ungefähr fünf Tonnen rasengemäht (teils hätte ich eine Machete brauchen können) und war noch am Skatepark. Sogar mein Buch konnte ich danach noch fertig lesen. Trotz all dem haben wir uns abends noch für „Eternals“ vor dem Fernseher versammelt. Ein MCU-Film, der eigentlich nirgends gut wegkommt. Wie er uns gefallen hat? 🏛️

Eternals (2021) | © Walt Disney

Eternals (2021) | © Walt Disney

Trotz Götter-Action angenehm bodenständig

Nach „Black Widow“ und „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ war ich fast schon etwas müde, ob der stets gleichen Marvel-Formel. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich beide Filme schon kannte. Nun also „Eternals“ und damit eine Gruppe von Göttern, sprich zehn(!) neue Figuren. Puh, das kann ja etwas werden. Regisseurin Chloé Zhao gelingt das Unglaubliche und sie schafft es innerhalb von zweieinhalb Stunden, uns die neuen Held:innen ans Herz wachsen zu lassen (plus noch ein paar menschliche Figuren), eine komplett neue Mythologie zu erklären, existenzielle Fragen aufzuwerfen und nebenbei noch ein paar imposante Actionszenen zu inszenieren. Das alleine ist schon ein Kunststück, doch dass dies alles noch wunderbar ineinandergreift und funktioniert? Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

„Eternals“ ist kunterbunt besetzt, von Hollywood-Starts, wie Angelina Jolie oder Salma Hayek (witzigerweise erst gestern in „The Faculty“ gesehen), über prominente Serien-Schauspieler, wie Richard Madden oder Kit Harington (beide bekannt aus „Game of Thrones“) sowie Comedy-Schauspielern, wie Kumail Nanjiani (Dinesh aus „Silicon Valley“) oder Brian Tyree Henry (Alfred aus „Atlanta“), der Cast ist unfassbar. Am meisten hat mir wohl gefallen, dass Chloé Zhaos sich nicht einfach an die typische MCU-Formel klammert, sondern sich viel Zeit für ihre Figuren nimmt, wild durch die Zeit springt und Bilder auch einfach mal stehen lässt. Selbst die Actionszenen wirken geerdet, da die Kamera nicht stets um die Figuren kreist, sondern auf Augenhöhe bleibt. Die Verknüpfung zum restlichen MCU ist dabei eher lose und die Geschichte kann für sich alleine stehen. Diese wird mir bestimmt auch länger im Gedächtnis bleiben als viele andere aus dem Marvel-Kosmos. Chapeau, Frau Zhao.

Fazit

Erstaunlicherweise hat mir „Eternals“ ausgesprochen gut gefallen. Noch spannender fand ich, dass es den Kindern ganz genauso ging. Obwohl es plötzlich viele neue Figuren gab und keine bekannten Held:innen Gastauftritte hatten. Es wurde sofort die Frage nach einem zweiten Teil laut, doch diesen wird es ja wohl leider nicht geben. Schade drum, denn „Eternals“ tut der Phase 4 des MCU qualitativ richtig gut: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

6 Gedanken zu “Eternals (2021)

  1. Oh interessant! Der Film wurde ja sonst selten so gut bewertet und auch ich hatte ihm nur eine 6/10 gegeben. Allerdings bin ich auch alles andere als ein Marvel-Expterte 🙂 Um so besser, wenn er euch gut gefallen hat. Manchmal finde ich auch, man lässt sich von einer negativen Grundstimmung zu leicht in der eigenen Wahrnehmung beeinflussen.

    Like

  2. Pingback: Media Monday #781 – Notaufnahme, Bürowoche und Fußball-WM | moviescape

  3. Die Rolle der Eternals im MCU ist toll. Und auch, wie hier mit dem Thema Diversität umgegangen wird. Leider ist die Geschichte für mich dann doch etwas zu aufgeblasen und vor allem die CGI macht den Film leider schlechter als er ist. Diese CGI-Angelina ist dabei so richtig furchtbar. Es scheint aber eh, dass du ein Faible für die schwächeren Filme im MCU hast. 😉

    Gefällt 1 Person

    • Ich muss ja sagen, dass ich das CGI in „Eternals“ um Welten besser fand als in „Black Widow“ oder „Shang-Chi…“, da ist mir nichts groß negativ aufgefallen. Sicher kein perfekter Film, aber doch einer, der sich angenehm anders als die letzten angefühlt hat.

      Gefällt 1 Person

  4. Ihr überrascht mich jetzt auch. Ich fand ihn etwas seltsam… ich finde es zwar auch schade, dass die Geschichte am Ende nicht weiter gesponnen wurde, gerade weil es ja genug Andeutungen für weitere Handlungen gab… aber ja, er war anders.

    Gefällt 1 Person

    • Ich hatte auch eher erwartet, dass uns der Film nicht so gut gefällt. Am meisten hat es mich erstaunt, dass die Kids auch so begeistert waren. Nun freuen wir uns schon auf „Spider-Man: No Way Home“, doch aufgrund des Wetters (und der Termine im Sommer) werden wir wohl erstmal nicht zum Schauen kommen.

      Like

Deine Meinung? (Indem du die Kommentarfunktion nutzt, erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner angegebenen Daten durch Automattic, Inc. sowie den Dienst Gravatar einverstanden.)

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..