Run, Fatboy, Run (715)

Das Wetter ist leider immer noch nicht besser. Somit haben wir die Wanderung, die wir eigentlich für den heutigen Feiertag geplant hatten, verschoben. Da ich nach dem letzten langen Lauf aufgrund schmerzender Oberschenkel zwei Tage Pause gemacht hatte, war bei mir heute auf jeden Fall ein Lauf fällig. Ich hatte keine Lust auf die üblichen Strecken und somit bin ich die Runde unserer Vatertagswanderung noch einmal abgelaufen. 🏃‍♂️

Durch das schöne Schwarzachtal...

Durch das schöne Schwarzachtal…

Distance: 15.15 km
Duration: 01:29:36
Elevation: 212 m
Avg Pace: 5:54 min/km
Avg Speed: 10.1 km/h
Heart Rate: 160 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 1289 kcal

2020: 633 km
Juni: 81 km

Mit über 200 Höhenmetern auf 15 km war die Strecke ganz schön hügelig, aber immer noch gut machbar. Eigentlich wollte ich es heute ganz bewusst langsam angehen lassen, doch letztendlich wurde es dann doch wieder ein Pace knapp unter 6 min/km. Im Juni stehen jetzt schon gut 80 km auf der Uhr. So kann es weitergehen… 💪

Im Ohr: Radio Nukular – Episode 118: Die Xbox 360 Teil 1

Star Wars: Eine neue Hoffnung (Krieg der Sterne) – OT: Star Wars: A New Hope (1977)

Heute ist es endlich soweit: Ich schreibe die tausendste Filmbesprechung auf meinem Blog. Welcher Film könnte dafür geeigneter sein als dieser? Der Zwergofant ist schon lange heiß darauf in die „Star Wars“-Welt einzutauchen. Heute war der perfekte Zeitpunkt gekommen und wir haben uns zusammen „Star Wars: Eine neue Hoffnung“ angeschaut. Wie der Film bei den Kindern ankam und ob er dieselbe Begeisterung entfachen konnte, wie damals bei mir, als er unter „Krieg der Sterne“ bekannt war, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🤖👽🚀

Star Wars: Eine neue Hoffnung (1977) | © Lucasfilm

Star Wars: Eine neue Hoffnung (1977) | © Lucasfilm

Es war einmal vor langer Zeit…

Wann meine erste Sichtung von „Krieg der Sterne“ stattgefunden hat, kann ich gar nicht mehr sagen. Vermutlich war es damals bei einem Freund, der einen VHS-Rekorder und unzählige Aufzeichnungen von Filmen besaß. Im Fernsehen lief die Reihe leider nicht sonderlich häufig, so dass man schon Glück haben musste, um eine Ausstrahlung zu erwischen. Deshalb blieb die Trilogie auch immer etwas Besonderes und die Wiederaufführung 1997 im Zuge der Special Editions war für mich ein echtes Highlight. Endlich „Star Wars“ im Kino. Für mich bis heute mit die besten Stunden, die ich je in einem Kino verbracht habe. Seitdem habe ich die Original-Trilogie noch ein paarmal auf DVD gesehen. Die erste Blu-ray-Auflage hat den Weg in den Player jedoch nie gefunden. Mit Veröffentlichung der 4K-UHD-Edition habe ich mir, vor allem aufgrund der neuen Bonus-Features sowie des restaurierten Bildes, die neue Blu-ray-Ausgabe zugelegt. Diese bildet nun auch den aktuellen technischen Stand für die Bewertung des Filmes:

…in einer weit, weit entfernten Galaxis

Nach „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ hatte ich erst einmal genug vom Franchise. Disney hat zwar nicht alles kaputt gemacht, doch gerade die Skywalker-Saga wirkt inhaltlich ein wenig wie Frankensteins Monster. Doch genug davon und zurück zur Original-Trilogie und damit zu „Star Wars: Eine neue Hoffnung“: Schon während des ikonischen Opening-Crawls hat der Zwergofant Fragen über Fragen gestellt. Natürlich hat er auch jedes Wort davon gelesen. Inzwischen sind die Kinder durchaus erfahren, was Filme angeht, doch so mitgefiebert haben sie selten. Selbst das Zappelinchen war voll drin, obwohl sie zu Beginn eher skeptisch war. Es sei ja doch eher ein Jungsding. Von wegen! Gerade Leia ist bereits in Episode IV weit mehr als nur die zu rettende Prinzessin, sondern reißt die Führung sofort an sich und zeigt Luke und Han, wie der Hase läuft. Beim Flug auf den Todesstern waren beide dann gar nicht mehr zu halten und haben bei jedem Angriffsversuch mitgefiebert:

„Oh Papa, das ist ja sooo spannend!“
– Zappelinchen und Zwergofant während des Angriffs auf den Todesstern

Ich selbst war ja anfangs ein wenig skeptisch, ob mir „Krieg der Sterne“ noch so gut gefallen würde wie damals. Die letzte Sichtung liegt gut 15 Jahre zurück. Da kann sich vieles ändern. Aber ich habe mir umsonst Sorgen gemacht: „Star Wars: Eine neue Hoffnung“ ist nach wie vor wunderbar handgemachte Unterhaltung, die sich viel Zeit lässt und einen Sog entfaltet, wie es ihn nur selten gibt. Ja, das ist die Magie des Kinos. Selbst in der nicht immer gelungenen Special Edition. Die Schauspieler sind extrem spielfreudig, die Effekte immer noch besser als Vieles was man heute sieht und John Williams‘ Score einfach nur göttlich. Ja, die alte Liebe ist wieder entflammt. 💘

Fazit

Nach dem Film war der Zwergofant ganz verdutzt und hat mich gefragt, wann denn nun die Szene mit dem Absturz im Sumpf käme. Da musste ich ihm erklären, dass diese erst im zweiten Teil kommt und wir uns mit diesem (da viel düsterer und FSK 12) noch ein wenig Zeit lassen werden. Das wird eine lange, lange Zeit des Wartens werden. Ein größeres Kompliment kann dem Film gar nicht machen, denn „Star Wars“ ist und war schon immer Sehnsucht. Damals, weil die Filme nicht jederzeit greifbar waren, und heute, weil man vielleicht noch zu jung ist. Da muss auch der Papa durch, selbst wenn es schwer wird. Die Vorfreude ist dafür umso größer: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Long Shot: Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich (2019)

Nach einem komplett verregneten Urlaubstag, der bis auf ein paar Brettspiele völlig ungenutzt an uns vorbeigezogen ist, habe ich mich abends auf seichte Unterhaltung gefreut. Somit hat es mit „Long Shot: Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“ einmal wieder eine romantische Komödie auf den Fernseher geschafft…

Long Shot: Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich (2019) | © STUDIOCANAL

Long Shot: Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich (2019) | © STUDIOCANAL

Eine moderne Version von „Notting Hill“

Okay, der Vergleich mag ein wenig hinken, zumal „Notting Hill“ eine der ikonischen romantischen Komödien der 90er Jahre ist. Der Film, auf dessen Basis wir unsere Hochzeitseinladungen gestaltet haben. Nein, diesen Stellenwert wird „Long Shot“ nie einnehmen. Weder für mich persönlich, noch für die Popkultur. Die Prämisse ist jedoch ähnlich und ja, auch zeitgemäßer als in der britischen Variante. Charlize Theron spielt die Außenministerin der USA, die über diverse Verstrickungen auf einen von Seth Rogen gespielten Journalisten trifft. Beide kennen sich noch aus ihrer Kindheit und aus der gemeinsamen Arbeit entwickelt sich eine Beziehung, bei der das ungleiche Paar diverse Hürden überwinden muss.

Die Zusammenfassung der Handlung klingt nun weder innovativ, noch überraschend, doch wie Regisseur Jonathan Levine die Geschichte umgesetzt hat, ist bemerkenswert witzig und sympathisch. Tatsächlich habe ich schon lange nicht mehr so viel bei einem Film gelacht. Charlize Theron ist unglaublich gut und überzeugt sowohl als smarte Politikern als auch als Krisenbewältigerin auf Drogen. Auch Seth Rogen konnte mich voll und ganz überzeugen, was wichtig ist, um die Prämisse zu kaufen. Nebenfiguren, wie der von Bob Odenkirk gespielte Trump-Verschnitt oder ein nicht wieder zu erkennender Andy Serkis, geben dem Film die nötige Würze. Dabei schafft es die Geschichte wunderbar zwischen zotigem Humor und anrührenden Szenen zu wechseln und dabei auch politische Spitzen nicht unter den Tisch fallen zu lassen.

Fazit

Insgesamt hatte ich wirklich viel Spaß mit „Long Shot“ und bin nun fast geneigt, wieder einmal öfter zu romantischen Komödien zu greifen. Habt ihr Empfehlungen? Auch wenn ich zwischen dieser und der niedrigeren Punktzahl schwanke, möchte ich bei meiner 999. Filmbesprechung auf diesem Blog einmal nicht so sein: 8/10 Punkte.

Peter Pan (1953)

Gestern Abend war ich nach meinem langen Lauf ziemlich platt. Die Kinder hatten dennoch Lust auf einen Filmabend und da es schon spät war, hat sich die Wahl des Films nach der Laufzeit gerichtet. Mit Disneys „Peter Pan“ ist somit einmal mehr ein Klassiker in den Player gewandert, der uns viel Freude bereitet hat…

Peter Pan (1953) | © Walt Disney

Peter Pan (1953) | © Walt Disney

Wunderbar altmodisches Animationskino

Ich habe zu „Peter Pan“ von Walt Disney keine besonders enge Beziehung. Die Welt rund um den Jungen, der nie erwachsen werde will, Captain Hook und Nimmerland ist mir vor allem durch Steven Spielbergs „Hook“ ein Begriff. Das zugehörige Hörspiel habe ich als Kind unzählige Male gehört und kann den Film bis heute mitsprechen. Die Disney-Version von J. M. Barries Geschichte hatte ich zuvor höchstens ein- oder vielleicht zweimal gesehen. Demzufolge war ich auch sehr gespannt, inwiefern es diesem 67 Jahre alten Film gelingen würde, unsere Kinder mitzureißen.

Es ist beeindruckend zu sehen, wie modern und ausgefeilt die Animation wirkt. Kein Wunder, hat Disney doch bereits damals auf eine Art von Motion-Capture-Technik zurückgegriffen, indem die meisten Szenen inklusive Ausstattung und wichtigster Set-Elemente abgedreht und nachgezeichnet wurden. Man kann sogar die Schauspieler in den Gesichtern der gezeichneten Figuren erkennen. Am meisten merkt man an den Songs und dem Ton, dass der Film schon etliche Jahre auf dem Buckel hat. Diese wirken heute ein wenig aus der Zeit gefallen. Meine Kinder haben übrigens viel gelacht und sich an der abenteuerlichen Geschichte erfreut. Insofern ein voller Erfolg. Der nächste Schritt ist dann „Hook“, der mir persönlich deutlich mehr bedeutet.

Fazit

Auch wenn „Peter Pan“ für mich persönlich nicht der große Disney-Klassiker ist, so hatte ich doch viel Spaß damit. Gerade aus technischer Sicht ist der Animationsfilm eine Meisterleistung und ich kann Filmfreunden nur die Making-of-Dokus ans Herz legen: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (714)

Wie bereits befürchtet ist das Wetter in meiner Urlaubswoche ziemlich mies. Heute hat es immerhin nicht den ganzen Tag geregnet, so dass wir die Oma besucht haben und nett spazieren gegangen sind. Der krönende Abschluss war ein großer Eisbecher, was sich als fataler Fehler herausstellen sollte. Denn ich ich wollte die schöne Strecke am Alten Kanal einmal wieder nach Hause laufen… 🏃‍♂️

Dramatisches Wolkenspiel über dem Alten Kanal

Dramatisches Wolkenspiel über dem Alten Kanal

Distance: 16.79 km
Duration: 01:39:02
Elevation: 194 m
Avg Pace: 5:53 min/km
Avg Speed: 10.2 km/h
Heart Rate: 160 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 1454 kcal

2020: 618 km
Juni: 65 km

Ich war richtig motiviert und hatte Lust auf die schöne Strecke. Nach ca. 5 km hat sich jedoch der Eisbecher bemerkbar gemacht und ich war heilfroh, dass ich nach weiteren 5 km ein abgelegenes Stück Wald entdeckt habe. Puh, sowas ist mir auch noch nicht passiert. Nach der Erleichterung habe ich mich deutlich wohler gefühlt und bin den Endspurt entspannt nach Hause gelaufen. Das nächste Mal werde ich vor einem längeren Lauf nicht so leichtsinnig sein. 😬🍨🚫

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 205: Eisen und Natrium mit Caroline Rauscher

Media Monday #467

Juhu, ich habe eine Woche Urlaub! Sprich ich werde mich morgen früh nicht an den Arbeitsrechner setzen und den Tag im Home Office verbringen. Pünktlich zum Urlaub ist auch die Sonne gewichen und hat Starkregen bei knapp über 10 °C Platz gemacht. Die Pflanzen freuen sich (siehe Frage 4), doch ich hätte das Timing anders gewählt. Aber ich will mich nicht beschweren, da es mir gut geht und ich mich momentan privilegierter fühle denn je. Deshalb beantworte ich zumindest den ersten Teil der Fragen des Medienjournals heute ein wenig ernsthafter als gewohnt. Doch es führt kein Weg daran vorbei. Bleibt weiterhin gesund! 💚

Media Monday #467

  1. Hätte ich die Möglichkeit etwas an der Welt bzw. dem Verhalten der Menschen zu ändern, wüsste ich momentan gar nicht wo ich zuerst anpacken würde, so viel liegt im Argen. 😔
  2. Auf alle Fälle würde ich Wert darauf legen, dass rechte Gewalt, und der mehr oder weniger stark verklausulierte Aufruf gewisser Politiker dazu, nicht mehr einfach so hingenommen wird.
  3. Klischees und Stereotypen wie etwa einfach alles, was sonst leider schwarze Figuren betrifft, vermeidet Jordan Peel in seinen großartigen Filmen „Get Out“ und „Wir“ (erst gestern gesehen und sehr begeistert) komplett.
  4. Trockenheit und Hitze hat es auch schon einmal zu oft gegeben und deshalb bin ich momentan ganz froh über den Regen, zumal er auch Schönes hervorbringt (siehe Foto unten).
  5. Endlich einmal Kinder als Kinder zu sehen, und nicht als völlig überzeichnete Kunstfiguren (siehe „Bibi & Tina“ und Co.), bekommt der schöne Kinderfilm „Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“ wunderbar hin.
  6. Warum nicht schon längst jemand darauf gekommen ist, ein Computer-Spiel und eine TV-Serie zu verheiraten? Aber das haben die Macher der Serie „Defiance“ ja bereits versucht und zumindest die Serie ist tolle Sci-Fi-Unterhaltung.
  7. Zuletzt habe ich über das 14. Jubiläum meines Blogs geschrieben und das war ein wenig wehmütig, weil ich auf das viel entspanntere und schönere Jahr 2019 zurückblicken konnte.

Seit Tagen regnet es hier nur noch, was immerhin diesen schönen Regenbogen hervorgebracht hat (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Wir – OT: Us (2019)

Auch wenn ich kein schwarzes Quadrat gepostet und mich nicht zu #BlackLivesMatter geäußert habe, so habe ich in den vergangenen Tagen viel über institutionellen Rassismus gelesen und gelernt. Auch die heutige Filmwahl ist davon beeinflusst, denn in vielen Filmen und Serien sind Schwarze nur Nebenfiguren. Nachdem ich Jordan Peeles „Get Out“ schon famos fand, erhoffte ich mir auch von „Wir“ so einiges. Und ja, mir ist bewusst dass meine Filmwahl kein Betrag ist. Dennoch war sie mir wichtig. Spoiler sind zu erwarten.

Wir (2019) | © Universal Pictures Germany GmbH

Wir (2019) | © Universal Pictures Germany GmbH

Jordan Peele: Ein Meister des modernen Horrors

Nachdem man „Get Out“ am ehesten noch als satirische Horror-Parabel auf Rassismus lesen konnte, so ist die Lage bei „Wir“ nicht ganz so eindeutig. Der Film ist offener und fühlt sich größer an. Er lässt mehr Interpretationsspielraum und ist dadurch auch weniger gut zu greifen. Wenn man sich die Bewertungen so anschaut, hat „Wir“ fast überall schlechter abgeschnitten als sein Vorgänger im Geiste. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass er mir stärker im Gedächtnis bleiben wird. Eben weil er offener ist und ich in den nächsten Tagen viel über die Handlung und die Details der Geschichte nachdenken werde. Ein Horrorfilm, wie ich ihn liebe.

Da stellt sich sogleich die Frage: Ist „Wir“ ein Horrorfilm? Er besitzt die typischen Elemente des Genres. Es gibt sogar ein paar Jump-Scare-Effekte, welche jedoch nie platt und unbedacht eingesetzt werden. Jordan Peele findet großartige Bilder, die sich in das Gedächtnis der Zuschauer brennen und der Score des Films ist einfach meisterhaft verstörend. Trotz der durchaus eingehaltenen Genre-Konventionen, ist „Wir“ teils unfassbar lustig und in seiner Brutalität nie selbstzweckhaft.

Doppelgänger ohne Griff in die Klischeekiste

Inhaltlich mag es gegen Ende so wirken, als würde sich Peele ein wenig im Untergrund verrennen, doch letztendlich hatte er den Ursprung seiner Doppelgänger bereits in der ersten Texttafel angekündigt. Wieso er die Gesellschaft auf diese Weise spiegelt, hat sich mir noch nicht ganz erschlossen, aber schon jetzt fallen mir etliche Möglichkeiten der Interpretation ein. Zudem mochte ich, dass die Geschichte ohne das typische Evil-Twin-Klischee ausgekommen ist. Sprich es wird nicht stets damit gespielt, dass man als Zuschauer (oder einer der Charaktere) nicht weiß, ob eine Figur nun die gute oder die böse Variante ist. Bis eben zum Finale, das ich so nicht habe kommen sehen. Lupita Nyong’o spielt einfach nur erschreckend gut. Der Wahnsinn.

Fazit

„Wir“ ist kein einfacher Film. Oberflächlich betrachtet ein recht typischer Home-Invasion-Thriller, der uns gegen Ende aber wortwörtlich in den Kaninchenbau führt. Ich fand ihn auf vielen Ebenen wirklich unheimlich und freue mich jetzt schon darauf, mich tiefer mit dem Film zu beschäftigen: 9/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (713)

Was macht man am ersten Urlaubstag, wenn man nirgends hin kann, das Wetter auch nicht mitspielt und der Artikel zum 14. Blog-Geburtstag schon geschrieben ist? Natürlich laufen gehen obwohl man bereits am Vortag 10 km laufen war. Ich hatte mir vorgenommen, am Wochenende die 50 km vollzumachen und musste mich entscheiden: zweimal je 7 km oder am Sonntag 14 km laufen. Da ich gerade Zeit hatte, bin ich heute schon raus, mit dem Plan die ersten 7 km abzuhaken… 🏃‍♂️

So langsam gewöhne ich mich an diese eher kühlen Regenläufe...

So langsam gewöhne ich mich an diese eher kühlen Regenläufe…

Distance: 12.56 km
Duration: 01:11:40
Elevation: 115 m
Avg Pace: 5:42 min/km
Avg Speed: 10.5 km/h
Heart Rate: 157 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 1073 kcal

2020: 601 km
Juni: 49 km

Irgendwie lief es, trotz Regen, ganz gut und ich habe meine Runde beständig erweitert. Wenn ich gewusst hätte, dass mir auf die 50 km nur noch 900 m fehlen, hätte ich diese auch noch vollgemacht. Aber das ist gut genug. Nun bin ich morgen flexibel und kann entweder noch eine kleine Runde laufen oder dann eben ab Montag wieder.

Im Ohr: Sneakpod #632 – Space Force

Happy Birthday Blog: 14 Jahre

Ist wirklich schon wieder ein Jahr vorbei? Nachdem ich den Blog-Geburtstag letztes Jahr beinahe vergessen hätte, war ich dieses Jahr vorbereitet. Nun blogge ich also schon seit 14 Jahren auf dieser Plattform. Unglaublich. Wie immer verlinke ich an dieser Stelle meinen ersten Artikel und blicke, vielleicht ein wenig wehmütig, auf einfachere Zeiten zurück. Das Internet hat sich verändert. In vielen Dingen ist es übermäßig professionalisiert, teils toxisch und doch erhellend und wichtig geworden. Ein fester Bestandteil unseres Lebens. Ich bin mir bewusst, mit meinem Blog inzwischen vollkommen in der Retro-Ecke angekommen zu sein. Ohne dass diese sonderlich cool oder angesagt wäre. Dennoch fühle ich mich wohl hier. Dank euch. Aber ich greife vor. Nun erst einmal viel Spaß mit meinem Rückblick…

Happy Birthday Blog 2020

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Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo! (2019)

Heute beginnen auch für mich endlich die Ferien. Eigentlich Pfingstferien, auch wenn das Wetter eher an den Herbst erinnert. Heute Abend durfte sich das Zappelinchen einen Film aussuchen und ihre Wahl ist auf „Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“ gefallen, den sie eigentlich schon im Kino sehen wollte. Nun läuft der Film auf Prime Video und somit war die Gelegenheit günstig… 🦩

Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo! (2019) | © LEONINE

Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo! (2019) | © LEONINE

Ein wundervoll inszenierter Kinderfilm

Ähnlich wie „Gregs Tagebuch“ sind auch die „Mein Lotta-Leben“-Bücher angereichert mit Comic-Elementen. Im Gegensatz zur Verfilmung von „Gregs Tagebuch“ hat Regisseurin Neele Leana Vollmar dieses Stilmittel jedoch viel organischer in ihren Film übernommen. Überhaupt ist „Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“ formal eine Wucht: Die Kameraführung ist lebendig, Sets und Kostüme wirken wunderbar natürlich und die jungen Schauspielerinnen sind allesamt famos. Der Humor zündet und überhaupt ist diese Coming-of-Age-Komödie so bezaubernd frech, dass es einfach eine Freude ist. Herrlich!

Leider jedoch kann die Geschichte nicht mit den positiven Aspekten mithalten. Ja, im Grunde geht es um die Freundschaft zwischen Lotta und Cheyenne, doch dem Gegenüber steht die Handlung rund um Popstar Marlon, welche viel zu sehr ausgewälzt wird. Für die Kinder war das durchaus ein großer Spaß, doch ich hätte nicht so viel davon sehen müssen. Zumal die Moral von der Geschichte am Ende doch ein wenig aufgesetzt wirkt. Aber nun gut, dafür gab es davor viele gar wunderbare Szenen. Unterbrochen haben wir den Film übrigens nur einmal aufgrund dieses wunderschönen, doppelten Regenbogens:

Irgendwie passend für den Film, finde ich. 🌈

Fazit

„Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“ besitzt richtig starke Elemente und ich hätte gerne einen Punkt mehr gegeben. Doch am Ende hat mich die Geschichte nicht so wirklich packen können. Es sind letztendlich aber wirklich tolle Ansätze vorhanden und es ist definitiv ein Film, den man mit seinen Kindern wunderbar zusammen schauen kann: 7/10 Punkte.