Tomb Raider (2018)

Nach einem recht entspannten Tag mit einer Einladung zum Grillen und viel Zeit draußen im Garten, stand uns abends der Sinn nach ebenso entspannter Unterhaltung. Die Wahl ist letztendlich auf die aktuelle Version von „Tomb Raider“ gefallen, die sich am 2013er Reboot der Spielereihe orientiert (welches ich übrigens immer noch nicht wirklich weit gespielt habe). Was die Neuauflage zu bieten hat, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

Tomb Raider (2018) | © Warner Home Video

Tomb Raider (2018) | © Warner Home Video

Lara Croft: Angelina Jolie vs. Alicia Vikander

Okay, die Überschrift ist vielleicht ein wenig plakativ. Aber auch angemessen, denn schließlich wurde Angelina Jolie bei der ersten Verfilmung im Jahr 2001 als die perfekte Besetzung angesehen. Auf die beiden Filme möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht weiter eingehen, liegt die Sichtung doch schon zu lange zurück. Viel mehr als Big-Budget-Trash mit Post-90er-Look waren sie in meiner Erinnerung aber nicht. Als Alicia Vikander, die ich in „Ex Machina“ großartig fand, als neue Lara Croft bekannt geben wurde, war ich sehr gespannt. Der Trailer sah mir zwar zu sehr nach CGI aus, doch mochte ich den geerdeteren Ansatz der Figur. Nachdem ich auch eine knappe Stunde in das erste Spiel der Reboot-Serie reingeschnuppert hatte, war ich umso mehr überzeugt, dass Alicia Vikander eine exzellente Lara Croft abgeben würde.

Die ersten Szenen des neuen „Tomb Raider“ hatten mich sogleich begeistert: Ich mochte den realistischen Ansatz sehr. Die Szenen in London mit Lara als Fahrradkurier haben mir extrem gut gefallen. Auch der langsame Aufbau bis hin zu ihrem Eintreffen in Hongkong war genau mein Ding. Doch mit Ankunft auf der Insel haben auch die übertriebenen Actionszenen zugenommen, die ich nach dem Trailer befürchtet hatte: viel zu viel CGI und viel zu wenig klassisches Abenteuer. Da springt der Greenscreen oft noch von der Leinwand (weil das Licht einfach nicht sitzt) und die Kamerafahrten sind übertrieben unrealistisch. Auch die Kampfszenen gegen Mathias Vogel (Walton Goggins) und Trinity waren mir zu viel. Doch spätestens mit Betreten der Grabmals hatte mich der Film wieder für sich eingenommen, denn hier wurden tatsächlich Erinnerungen an „Indiana Jones“ und Co. wach, wenngleich ich manchmal das Gefühl hatte, der Film hätte zu viel Budget gehabt, um gewisse Set-Pieces zu inszenieren. Man muss Regisseur Roar Uthaug aber zugute halten, dass er 3D teils wirklich effektiv einzusetzen wusste. Die 3D-Blu-ray hat sich somit gelohnt.

Fazit

Letztendlich ist „Tomb Raider“ ein typischer Blockbuster unserer Zeit: viel zu glatt und pompös inszeniert (auch wenn er dreckig und realistisch wirken soll), dabei aber sehr unterhaltsam und angenehm anzuschauen. Einen dicken Pluspunkt gibt es von mir tatsächlich für Alicia Vikander, die eine perfekte Verkörperung der neuen Lara Croft ist. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil, selbst wenn dieser erste nicht perfekt war: 7/10 Punkte.

21 Gedanken zu “Tomb Raider (2018)

  1. Pingback: Media Monday #415 | moviescape.blog

  2. Puh… lass mich erst mal sagen, dass ich weder eins der Spiele jemals gespielt, noch einen der alten Filmen jemals gesehen habe. Und dass ich Vikander mag.

    So. „Tomb Raider“ fand ich über weite Strecken extrem zäh und öde. Vor allem die Actionszenen (ich denke da an die auf dem Schiff während der Anfahrt auf die Insel) oder der Showdown am Ende waren sogar ziemlich doof. Von daher fand ich den Film bei weitem nicht so gut wie du.

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    • Schade, dass dir der Film nicht gefallen hat. Kann ich durchaus verstehen, denn perfekt war er bei weitem nicht. Ich mochte ihn aber trotz einer Schwächen, da er für mich das neue „Tomb Raider“ gut einfängt und Vikander in der Rolle wirklich zu überzeugen weiß.

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  3. Ich habe jetzt letztens die beiden Jolie-Filme noch mal geguckt. Der erste ist furchtbar, der zweite gar nicht mal schlecht.

    Den neuen mochte ich leider gar nicht. Die Spiele waren toll, den Film fand ich einfach nur langweilig. Dafür muss ich dir aber bei Vikander Recht geben. Sie war ziemlich gut besetzt…

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    • Ich habe die beiden alten Teile nur noch rudimentär im Kopf, weiß aber noch, dass mir der erste deutlich besser gefallen hat als der zweite. Vielleicht schau ich bald mal wieder rein.

      Schade, dass dir der neue Teil nicht gefallen hat. Ich fand ihn durchaus unterhaltsam und würde mich tatsächlich über ein neues Abenteuer freuen.

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  4. Ich fand den Film ganz okay, genau bis sie damit beginnen haben in das Grab einzudringen. Die Rätsel da drin waren mir einfach zu simpel und zu ähnlich wie schon oft Gesehenes. DIe Action hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Fand die Story aber halt auch sehr enttäuschend klassisch im Gegensatz zum Game. Eine interessante Truppe an Leuten wurde durch Daddy Issues und einen flachen Begleiter ersetzt, schade. Vikander hat aber definitv das Beste rausgeholt.

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    • Mir war der Film vor dem Grab zu actionreich, was die Schusswechsel anging. Da hätte ich mir mehr Abenteuer und weniger Krieg gewünscht. Im Grab selbst hatte ich wieder mehr Spaß mit dem Film, auch wenn es nicht wirklich etwas Neues war. Die Reboot-Spiele kenne ich noch nicht gut genug, um da einen Vergleich ziehen zu können.

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  5. Der hat meines Erachtens leider sehr viel unberechtigte Kritik einstecken müssen. Klar, wie du schon schreibst, ein sehr glatter und vergleichsweise generischer Film, der auch mehr als nur einen Fehler im Drehbuch hat. Aber nicht nur im Vergleich zu den reichlich miesen Jolie-Verfilmungen wirklich unterhaltsam – und zwar durchweg – und eine der besseren Videospielverfilmungen, die man sich antun kann. Und Vikander ist tatsächlich ein großartige Besetzung!

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