Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks – OT: Astérix: Le secret de la potion magique (2018)

Beim Teutates! Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Aufmerksamen Lesern meines Blogs dürfte nicht entgangen sein, dass der Zwergofant oftmals ein rechter Angsthase ist, wenn es um Filme geht. Mit der bewährten Asterix-Methode™ habe ich ihn jedoch über die letzten Monate für seinen ersten Kinobesuch fit gemacht. Heute war es endlich soweit: Wir haben „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ im Kino gesehen – und ja, der Zwergofant hat bis zum Ende durchgehalten… 😀

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks (2018) | © Universum Film GmbH

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks (2018) | © Universum Film GmbH

Funktioniert Asterix in 3D und ohne Vorlage?

Normalerweise achte ich ja sehr darauf, Filmreihen in der richtigen Reihenfolge zu sehen. Obwohl uns noch „Asterix in Amerika“, „Asterix und die Wikinger“ und „Asterix im Land der Götter“ (der erste 3D-animierte Asterix-Film) fehlen, wollte ich die einmalige Gelegenheit eines Kinobesuchs nicht verstreichen lassen. Für uns war es somit auch das erste Mal Asterix und Obelix in moderner 3D-Technik. Ob der Sprung in die 3D-Welt gelungen ist? Oh ja! Ich bin wirklich ziemlich begeistert, wie gut der Film in der zusätzlichen Dimension funktioniert. Alle Charaktere sind noch eindeutig erkennbar, das gallische Dorf fühlt sich immer noch so an, wie man es kennt, und doch wirkt die Welt noch viel lebendiger. Einfach toll! Und das schreibe ich in dem vollen Bewusstsein, dass der Charme der klassisch animierten Filme ein wenig fehlt.

Auch inhaltlich konnte mich „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ wirklich überzeugen, auch wenn er keine klassische Comic-Vorlage hat. Interessanterweise haben mich einige Elemente der Geschichte (Miraculix hat einen Unfall, Experimente mit dem Zaubertrank und eine düstere Gestalt, die mit den Römern kollaboriert) stark an den erst jüngst von uns gesehenen „Asterix: Operation Hinkelstein“ erinnert. Allerdings finde ich, dass die Elemente hier noch einmal besser funktionieren. Einzig das Finale mit den übergroßen Kontrahenten fand ich ein wenig übertrieben. Jedoch hat gerade dieses den Kindern ausgezeichnet gefallen.

Fazit

Nun liegt er also hinter uns, der erste Kinobesuch mit der ganzen Familie. Der Zwergofant hatte viel Spaß und hat sich kein einziges Mal gefürchtet. Die Asterix-Methode™ hat perfekt funktioniert! Ich muss allerdings zugeben, dass der erste Kinobesuch mit dem Zappelinchen noch ein wenig magischer war, was vielleicht auch dem gewählten Film zuzuschreiben ist. Für den Zwergofant war „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ jedoch die perfekte Wahl und auch ich kann den Film kaum objektiv bewerten, was ich hier glücklicherweise auch nicht muss: 8/10 Punkte.

Tremors 2: Die Rückkehr der Raketenwürmer – OT: Tremors II: Aftershocks (1996)

Eine weitere Woche geht zu Ende. Eine Woche mit viel Arbeit, unbefriedigenden Neuigkeiten und zu viel Schmerzmittel. Eine Woche, die geradezu nach einem entspannten filmischen Abschluss schreit: Nachdem es erst letzte Woche den grandiosen Vorgänger gab, hat heute natürlich „Tremors 2: Die Rückkehr der Raketenwürmer“ den Weg in den Blu-ray-Player gefunden…

Tremors 2: Die Rückkehr der Raketenwürmer (1996) | © Universal Pictures Germany GmbH

Tremors 2: Die Rückkehr der Raketenwürmer (1996) | © Universal Pictures Germany GmbH

Als die Graboiden laufen lernten

Ich weiß noch genau, wie sehr ich mich damals gefreut habe, als ich erfuhr, dass es eine Fortsetzung von „Tremors: Im Land der Raketenwürmer“ gibt. Tatsächlich habe ich die Nachfolger des Kultfilms erst mit ihrem DVD-Release kennengelernt, doch war ich schon damals positiv überrascht von ihnen. Für eine Direct-to-Video-Produktion konnte „Tremors 2: Die Rückkehr der Raketenwürmer“ wunderbar an den Vorgänger anschließen und hat sogar ganz eigene Elemente in die Reihe eingebracht. Für mich war es damals eine große Überraschung, die nächste Entwicklungsstufe der Graboiden zu sehen – und wie wir heute wissen, sollte dies nicht die letzte gewesen sein.

Auch wenn Kevin Bacon nicht mehr mit von der Partie ist, gelingt es Fred Ward erneut, seiner Figur des ersten Teils ihren typischen rauen Charme zu verleihen. Christopher Gartin als neuer Sidekick nervt zu Beginn ein wenig, jedoch entwickelt sich zwischen den beiden Graboiden-Jägern durchaus eine unterhaltsame Dynamik. Auch Michael Gross ist als Burt Gummer wieder mit von der Partie und legt mit seinem überzogenen Auftritt den Grundstein für seine wiederkehrende Paraderolle.

Fazit

Auch wenn „Tremors II: Aftershocks“ weit nicht mehr der perfekte Monsterfilm ist, wie es der Vorgänger war, so ist er eine wirklich gelungene Fortsetzung. Gerade in diesem Genre ist das wahrlich nicht selbstverständlich. Ich hatte erneut sehr viel Spaß mit der bunten Monsterhatz und freue mich jetzt schon auf die bald anstehende Rückkehr nach Perfection: 7/10 Punkte.

Tremors: Im Land der Raketenwürmer (1990)

Da heute der letzte Ferientag war, haben wir mit den Kindern noch einen spontanen Spieleabend veranstaltet. Auch wenn deshalb recht spät Ruhe eingekehrt ist, wollte ich nicht auf den Film am Freitagabend verzichten. Die Wahl ist aus Gründen, die ich weiter unten erörtern werde, auf „Tremors: Im Land der Raketenwürmer“ gefallen. Was, ihr kennt den Film nicht? Dann schleunigst weiterlesen…

Tremors: Im Land der Raketenwürmer (1990) | © Universal Pictures Germany GmbH

Tremors: Im Land der Raketenwürmer (1990) | © Universal Pictures Germany GmbH

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Asterix: Operation Hinkelstein – OT: Astérix et le Coup du menhir (1989)

Da meine bessere Hälfte einmal wieder strawanzen ist, haben die Kinder und ich es uns vor dem Fernseher gemütlich gemacht und bereits den zweiten Asterix-Film innerhalb einer Woche gesehen: Mit „Asterix: Operation Hinkelstein“ beginnt für mich die Ära der Filmreihe, zu der ich keinen großen Bezug mehr habe und die nostalgischen Gefühle größtenteils ausbleiben. Wie sich das auf die Bewertung auswirkt, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Asterix: Operation Hinkelstein (1989) | © STUDIOCANAL

Asterix: Operation Hinkelstein (1989) | © STUDIOCANAL

Der Film kommt nicht gegen die Vorlage an

„Der Seher“ gehört für mich zu den großen „Asterix & Obelix“-Bänden. Ich habe den Comic damals unzählige Male gelesen und vielleicht ist auch das einer der Gründe, warum „Asterix: Operation Hinkelstein“ für mich nicht so gut funktioniert, wie die vorhergehenden Filme. Obwohl „Asterix bei den Briten“ drei Jahre zuvor entstanden ist, wirkt die Animation und auch die musikalische Untermalung hier ein wenig wie ein Rückschritt. Vielleicht liegt es an der geballten Ladung psychedelischer Sequenzen und dem poppigen 80er-Jahre-Soundtrack, aber für mich besitzt der Film nicht mehr so viel Charme. Auch die Geschichte wirkt kleiner: Es gibt kein großes Abenteuer, keine Reise, keine exotischen Länder und Figuren.

Fast wirkt „Asterix: Operation Hinkelstein“ wie eine Rückbesinnung auf „Asterix der Gallier“, nur dass es in diesem noch keine weiblichen Figuren gab, während hier die Frauen in der finalen Schlacht eigenhändig das römische Lager in Schutt und Asche legen. Zumindest auf dieser Ebene ein deutlicher Fortschritt. Ansonsten mag ich immer noch die Geschichte rund um den Seher, wenngleich sie für mich in der Vorlage deutlich besser funktioniert hat. Ansonsten gibt es viele Albernheiten und visuelle Spielereien zu sehen, was zwar nett anzusehen ist, die Handlung aber nicht wirklich weiterbringt.

Fazit

Insgesamt ist „Asterix: Operation Hinkelstein“ keinesfalls ein schlechter Film, aber für mich doch ein deutlicher Rückschritt, was auch an meiner fehlenden Beziehung zu ihm liegen mag. Und doch hatte ich meinen Spaß damit. Auch den Kindern hat er, gerade in der actionreicheren zweiten Hälfte, sehr gut gefallen, was meiner unentschlossenen Wertung den nötigen Ausschlag nach oben gegeben hat: 7/10 Punkte.

Shameless (US) – Season 8

Jedes Jahr steht ein neuer Besuch bei der Familie Gallagher an. Jedes Jahr erwarte ich, dass die Qualität einbricht. Jedes Jahr werde ich aufs Neue positiv überrascht, was sich die Autoren haben einfallen lassen. Auch „Shameless – Season 8“ bricht nicht aus dem gewohnten Muster aus, was schon jetzt die Vorfreude auf das nächste Jahr steigert…

Shameless – Season 8 | © Warner Home Video

Shameless – Season 8 | © Warner Home Video

Sex, Drugs & the Church of Gay Jesus

Schon nach ein paar Minuten war ich wieder voll drin in der absurd komischen und doch auch tragischen Welt der Gallaghers. Die in der siebten Staffel begonnenen Handlungsstränge werden konsequent weitergeführt und ich war wieder einmal erstaunt, wie viele unterschiedliche Geschichten die Autoren in den einzelnen Episoden unterbringen. Andere Serien würden damit ganze Staffeln füllen.

Der große Vorteil an dieser Vielfalt ist der enorme Unterhaltungswert. Auch wenn nicht jeder Handlungsstrang perfekt ausgearbeitet ist, und nicht jede Figur eine enorme Entwicklung durchmacht, so ist jeder doch zumindest maximal unterhaltsam:

  • Frank, der eine Turbo-Karriere in der Arbeitswelt durchläuft, dann den Job verliert und über einen Umweg als Schleuser bzw. Fluchthelfer wieder dort ankommt, wo man ihn kennt.
  • Fiona, die ihr neues Leben als Vermieterin genießt und dabei mit ganz speziellen Herausforderungen klarkommen muss.
  • Debbie, die ihre Ausbildung als Schweißerin abschließt und durch einen unglücklichen Job drei Zehen verliert (fachmännisch entfernt durch Frank).
  • Carl, der Junkies entführt, von ihren Familien Geld erpresst, dadurch seine zukünftige Frau kennenlernt, die sich als komplett verrück entpuppt.
  • Lip, der alle wichtigen Personen (außerhalb seiner Familie) verliert und sich dabei selbst findet.
  • Ian, der als YouTube-Star die Church of Gay Jesus ins Leben ruft und damit für enormes Aufsehen sorgt.
  • Kev, der gegen Brustkrebs kämpft und dadurch indirekt mit seiner Hillbilly-Familie wiedervereint wird.

…und das waren weit noch nicht alle Geschichten aus der inzwischen bereits achten Staffel von „Shameless“. Auch wenn es am Ende keinen großen Cliffhanger gibt, so verlasse ich die Gallaghers nur sehr wehmütig und freue mich jetzt bereits auf das neunte(!) Jahr mit dieser chaotischen und doch irgendwie liebenswerten Familie.

Fazit

So schnell ich wieder im Chaos der Gallaghers versunken bin, so schnell sind die 12 Episoden auch schon wieder vorbei. Das ist weiterhin ein extrem gutes Zeichen, haben sich selbst im achten Jahr immer noch keine Abnutzungserscheinungen gezeigt. Die jährliche Frequenz ist vermutlich auch genau die richtige Dosis. Also werte Serienfans, dann packt eure Koffer und quartiert euch bei den Gallaghers ein: 9/10 (9.4) Punkte.

Asterix bei den Briten – OT: Astérix chez les Bretons (1986)

Haben wir erst letztes Wochenende mit „Sams in Gefahr“ einen Filmabend im Kreise der Familie veranstaltet, forderten die Kinder zum Beginn der Faschingsferien sogleich eine Fortsetzung. Wir Eltern haben uns breitschlagen lassen und nach einer hitzigen Diskussion fiel die Entscheidung letztendlich auf „Asterix bei den Briten“. Der Wunsch des Zwergofanten kam nicht bei allen gut an, wurde letztendlich aber akzeptiert…

Asterix bei den Briten (1986) | © STUDIOCANAL

Asterix bei den Briten (1986) | © STUDIOCANAL

Die spinnen, die Briten!

Lagen zwischen den bisherigen „Asterix & Obelix“-Filmen stets mehre Jahre, so schließt „Asterix bei den Briten“ zeitlich nahtlos an den direkten Vorgänger „Asterix: Sieg über Cäsar“ an. Der Stil hat sich nicht weiterentwickelt, höchstens noch weiter perfektioniert. Man hat inzwischen wirklich das Gefühl, einen lebendig gewordenen Comic-Band zu sehen. Ich mag diesen Stil sehr und auch inhaltlich hat der fünfte Film der Reihe so einiges zu bieten: Die Jagd durch Großbritannien und speziell Londinium weiß auch heute noch mitzureißen und es ist zwar klischeehaft, aber auch recht amüsant wie die Eigenheiten der Briten aufs Korn genommen werden.

„Asterix bei den Briten“ gehört nach „Asterix erobert Rom“ zu den von mir als Kind am häufigsten gesehenen Asterix-Abenteuern. Entsprechend bekannt sind mir viel Szenen und Sprüche vorgekommen. Damit hat es sich mit den nostalgischen Gefühlen, was diese Filmreihe angeht, aber auch erübrigt, denn die Filme ab „Asterix: Operation Hinkelstein“ habe ich höchstens ein- oder zweimal gesehen. Wenn überhaupt.

Fazit

Für mich beschließt „Asterix bei den Briten“ die klassische Reihe an Asterix-Filmen. Ich hatte bei der Sichtung nostalgische Gefühle, doch auch meine Kinder, speziell der Zwergofant, hatten wieder Spaß an der bunten Geschichte. Ich für meinen Teil bin nun gespannt, wie mir die kommenden Filme gefallen werden, auch wenn der nächste Familienfilmabend bestimmt ein wenig auf sich warten lassen wird: 8/10 Punkte.

Sams in Gefahr (2003)

Nach einem guten Monat Pause, haben wir heute einmal wieder einen Filmabend veranstaltet. Das war auch bitter nötig, denn die Woche war sehr anstrengend und überhaupt ziemlich doof. Die Kinder haben sich „Sams in Gefahr“ gewünscht und somit sind wir erneut ins benachbarte Bamberg gereist, um neue Abenteuer mit der Familie Taschenbier und ihrem Sams zu erleben…

Sams in Gefahr (2003) | © Constantin Film

Sams in Gefahr (2003) | © Constantin Film

Eine durchweg sympathische Fortsetzung

Obwohl „Sams in Gefahr“ nur zwei Jahre nach „Das Sams“ erschienen ist, so wirkt der Film in vielerlei Hinsicht doch um einiges moderner. Dies ist einerseits ein Vorteil, wenn es generell um den Look des Films geht, andererseits aber auch ein Nachteil, wenn der Regisseur zu sehr auf eher unausgereifte CGI-Effekte setzt. Alles in allem erzählt aber auch der zweite Teil, der übrigens elf Jahre nach den Geschehnisses des Vorgängers spielt, eine sympathische Geschichte, in deren Zentrum der Sohn von Herrn Taschenbier steht. Mit Sportlehrer Daume gibt es zudem einen klassischen Bösewicht, der herrlich überzogen von Dominique Horwitz verkörpert wird.

Neben den, gerade für Kinder, sehr amüsanten Szenen mit dem Sams und seinen Wunschpunkten, überzeugt gerade die ein wenig absurde Geschichte rund um den Rollschuhverein samt etlicher skurriler Charaktere. Ja, daran konnten auch wir Eltern Vergnügen finden. Davon abgesehen ist der Film schön inszeniert und für den Handlungsort des idyllischen Bamberg gibt es gleich noch ein paar Bonuspunkte.

Fazit

Wie bereits den ersten Teil, hat der Zwergofant auch die Fortsetzung durchgehalten, was ja wahrlich keine Selbstverständlichkeit ist. Ich fand „Sams in Gefahr“ aufgrund der ein wenig übertriebenen Effekte nicht ganz so stark wie den altmodischeren Vorgänger, aber immer noch sehr sympathisch. Tatsächlich freue ich mich bereits auf unseren Filmabend mit dem dritten Teil der Reihe: 7/10 Punkte.

The Goldbergs – Season 3

Oh nein, nun habe ich schon das dritte Jahr mit meiner neuen Lieblings-TV-Familie verbracht. Das heißt nach „The Goldbergs – Season 3“ bleibt vorerst nur eine Staffel übrig. Puh, das wird hart! Ganz anders als diese wunderbare Serie, die mich abermals bestens unterhalten hat. Wie eine Zeitmaschine in die durch Steven-Spielberg-Filme verklärten 80er Jahre…

The Goldbergs – Season 3 | © Sony Pictures Home Entertainment

The Goldbergs – Season 3 | © Sony Pictures Home Entertainment

Stimmbruch, Schnurrbärte und „Dirty Dancing“

Schon in der ersten Episode der Staffel merkt man, dass Hauptdarsteller Sean Giambrone im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Sprung in Richtung Pubertät gemacht hat. Dies hat zur Folge, dass auch seine Serienfigur Adam Goldberg mitten im Stimmbruch steckt und immer mehr mit den Herausforderungen des Heranwachsens zu kämpfen hat. Dies sind manchmal recht plakative und offensichtliche Dinge, manchmal dagegen wunderbar emotionale Gegebenheiten, bei denen man als Zuschauer merkt, dass Adam das Kindsein noch nicht ganz hinter sich lassen will. In diesen Momenten hat mich die Serie immer wieder voll erwischt. Gerade weil ich solche Beobachtungen auch schon bei meinen eigenen Kindern gemacht habe.

Neben den ernsteren und emotionalen Themen, bietet auch das dritte Jahr von „The Goldbergs“ wieder etliche popkulturelle Anspielungen: Von „Risky Business“ über „Nummer 5 lebt!“ bis „Dirty Dancing“ ist alles dabei. Auch die inzwischen etablierten Insider-Gags leben weiter und es ist eine große Freude, Beverly und Murray Goldberg bei ihren verzweifelten und liebevollen Versuchen zu begleiten, ihre Kinder auf den richtigen Weg zu führen. Das alles ist zwar sehr typisch für Familien-Comedys, aber steckt hier deutlich mehr Herz dahinter, als bei 08/15-Sitcoms.

Fazit

Auch wenn es nur Nuancen sind, so hat mir das dritte Jahr mit „The Goldbergs“ noch einmal besser gefallen als die ersten beiden Staffeln. Ich liebe das Gefühl, das die Serie verströmt, den unschuldigen Humor und die emotionalen Elemente. Durch den Einsatz popkultureller Referenzen sowie den Bezug zur eigenen Kindheit des Autoren, weht ein frischer Wind durch diese wundervolle Retro-Serie: 9/10 (9.2) Punkte.

L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn – OT: Weird Science (1985)

Nach einem unsteten Samstag, der von etlichen Aktivitäten der Kids geprägt war, habe ich den Abend genutzt, um mit „L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn“ eine weitere filmische Lücke zu schließen. Nachdem ich vor ein paar Monaten bereits „Ein Ticket für Zwei“ nachgeholt hatte, stand damit ein weiterer Film von John Hughes auf dem Programm.

L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn (1985) | © Universal Pictures Germany GmbH

L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn (1985) | © Universal Pictures Germany GmbH

Be careful what you wish for…

„L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn“ ist mir in meiner eigenen Teenager-Zeit häufig in der Fernsehzeitschrift über den Weg gelaufen. Schon damals wollte ich ihn unbedingt sehen, denn mir erschien – ganz der Teenager – die Prämisse äußerst reizvoll. Zu einer Sichtung gekommen ist es nie. Aus heutiger Sicht ist die Geschichte völlig absurd: Zwei Teenager bauen sich ihre Traumfrau. Geht es sexistischer? Ich mag mir auch gar nicht ausmalen, wie diese Idee noch Anfang der 2000er Jahre als Film ausgesehen hätte. John Hughes‘ Teenie-Version von „Frankensteins Braut“ atmet den Geist der naiven 1980er Jahre und, noch viel mehr, den seines eigenen Coming-of-Age-Kinos.

Auch wenn L.I.S.A. nur als Katalysator für die persönliche Entwicklung von Wyatt und Gary dient, und sie nicht als feuchter Traum der beiden 15-jährigen agiert, so bleibt ob so mancher Szene doch ein seltsamer Nachgeschmack zurück. „Weird Science“ wird eindeutig aus der Perspektive von zwei männlichen Teenagern erzählt und John Hughes gelingt das Kunststück, die völlig irre Handlung mit einer tatsächlichen Entwicklung und viel Menschlichkeit zu verbinden. Das funktioniert auch heute noch ziemlich gut, selbst wenn man sich der zeitgeschichtlichen Einordnung stets bewusst sein sollte und, durch die Inszenierung, auch in jeder Sekunde ist. Neben dem John-Hughes-Standardschauspieler Anthony Michael Hall gibt es zudem die blutjungen Robert Downey Jr. und Bill Paxton zu sehen.

Fazit

Ja, „Weird Science“ ist deutlich in die Jahre gekommen und würde, durchaus zurecht, heute so nicht mehr gedreht werden. Der völlige Irrsinn des Films verlangt mir aber auch 2019 noch Respekt ab, denn wenn die Rockerbande aus „The Road Warrior“ in eine Teenie-Party einfällt und Bill Paxton in einen schleimigen Riesenfrosch verwandelt wird, dann kann solch ein Film nur in den 1980er Jahren entstanden sein. Wenn ihr bereit dafür seid, dann könnt ihr viel Spaß mit L.I.S.A. haben: 7/10 Punkte.

Das Sams (2001)

Wir sind treue Besucher der städtischen Bücherei. Dort leihen wir nicht nur viele Bücher, sondern auch CDs. Aktuell hört der Zwergofant liebend gerne „Eine Woche voller Samstage“ nach dem Kinderbuchklassiker von Paul Maar. Also habe ich mich auf die Suche nach einer Verfilmung gemacht und wurde mit „Das Sams“ aus dem Jahr 2001 auch bei Prime Video fündig. Der heutige Filmabend war also gesichert…

Das Sams (2001) | © Kinowelt Home Entertainment

Das Sams (2001) | © Kinowelt Home Entertainment

Eine altmodische Kinderbuchverfilmung

Ich weiß noch, dass ich damals, als ich noch öfter im Kino war, häufiger den Trailer zu „Das Sams“ gesehen habe. Dadurch kam es mir so vor, als wäre die Verfilmung noch recht aktuell. Allerdings hat Ben Verbongs Film inzwischen auch schon 18 Jahre auf dem Buckel. Kaum zu glauben! Entsprechend altmodisch wirkt die Adaption aus heutiger Sicht – und das meine ich durchaus positiv. Zwar gibt es etliche Effektszenen, doch im Vordergrund stehen eindeutig die Charaktere. Die Handlung ist dabei nicht sonderlich aufregend oder innovativ, aber stets unterhaltsam und lustig. Ich mag, wie selbstverständlich das Sams in die Welt des Herrn Taschenbier eingeführt wird. Dabei sind fast Erinnerungen an „Paddington“ wach geworden.

Neben der wunderbar amüsanten Geschichte, sticht für mich noch der Umstand heraus, dass der Film in Bamberg und damit in meiner fränkischen Heimat gedreht wurde. „Das Sams“ unterscheidet sich daher im Look von anderen typisch deutschen Produktionen, selbst wenn landesweite Stars, wie Ulrich Noethen, der übrigens auch das Hörbuch liest, oder Eva Mattes oder Armin Rohde, darin auftreten.

Fazit

Da der Zwergofant die Geschichte schon kannte, hat er „Das Sams“ tatsächlich komplett und (weitestgehend) ohne Angst gesehen. Er und seine Schwester hatten viel Freude daran und auch uns Eltern hat der Film gefallen. Vielleicht nicht der große Kinderfilmklassiker, aber doch sympathisch und unterhaltsam. Die Fortsetzungen werden bestimmt bald noch folgen: 7/10 Punkte.