Der unglaubliche Hulk – OT: The Incredible Hulk (2008) (WS1)

Endlich Urlaub! Ich habe mich mit letzter Kraft durch diese Arbeitswoche gekämpft und nun fühle ich mich, als würde ich gesundheitlich zusammenklappen. Ist ja oft so, wenn es dann ruhiger wird. Aber ich mach es wie „Der unglaubliche Hulk“ und setze alle meine Hoffnung auf Ruhe und eine Nacht voll erholsamen Schlafes. Sonst muss ich am Ende doch noch wütend werden. Doch genug der blumigen Worte und nach „Iron Man“ zu unserem zweiten MCU-Film im Kreise der Familie. 💉

Der unglaubliche Hulk (2008) | © Walt Disney

Der unglaubliche Hulk (2008) | © Walt Disney

Viel (zu viel) Action und Militär-Gedöns

Während meiner ersten Sichtung hat mir „Der unglaubliche Hulk“ ziemlich gut gefallen. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich auch noch nicht allzu viele Marvel-Filme. Deshalb bin ich heute wohl auch etwas kritischer. Ich finde es spannend, dass man es hier tatsächlich mit einem düstereren Ansatz versucht hat. Humor gibt es kaum und die Geschichte wird enorm actionreich erzählt. Der Look ist (noch) weniger comichaft als bei „Iron Man“ und bildet einen ziemlich großen Kontrast zu den späteren MCU-Filmen. So spannend ich es finde, dass die Marvel-Formel 2008 noch so unausgereift war, so wenig konnte mich das alles heute abholen. Mich hat auch der starke Fokus auf das Militär genervt, der mir insgesamt viel zu maskulinistisch vorkam, selbst wenn es in diesem Film die Bösewichte stellt.

Auch der Endkampf zwischen Abomination und dem Hulk war übertrieben hart und weder interessant noch geschickt umgesetzt. Hinzu kommt der düstere Look, der mir stets etwas aufgesetzt vorkam. Das klingt nun alles nur negativ, ist es aber nicht. Ich mochte erneut die Schauspieler:innen und so manche Actionszene ist durchaus imposant. Letztendlich fand ich die Geschichte aber zu dünn und auch den inneren Konflikt Bruce Banners zu wenig ausgearbeitet. Louis Leterrier mag ein guter Handwerker sein, doch ein Gefühl für seine Figuren scheint er nur bedingt zu besitzen. Für mich ist Ang Lees „Hulk“, trotz fragwürdigen VFX, auf jeden Fall die interessantere Adaption des Comics. Mich wundert es nicht, dass dies die einzige Standalone-Geschichte des grünen Riesen innerhalb des MCU geblieben ist.

Fazit

Lustigerweise habe ich „Der unglaubliche Hulk“ heute am kritischsten gesehen. Die Kinder waren doch recht angetan, aber selbst ihnen war der Film zu actionreich. Damit haben wir den, meiner Meinung nach, schwächsten Beitrag zum MCU auch abgehakt und ich freue mich auf die kommenden Filme – und ja, auch das Wiedersehen mit dem grünen Wüterich in „The Avengers“ in ein paar Wochen: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Iron Man (2008) (WS2)

Nach einem langen Nachmittag auf dem Musikschulfest, habe ich mich abends auf einen Filmabend gefreut. Es stand schon lange auf dem Plan und heute haben wir mit „Iron Man“ endlich den ersten Schritt ins Marvel Cinematic Universe (MCU) gewagt. Darüber hat sich speziell der Zwergofant gefreut, doch auch die restliche Familie fühlte sich gut unterhalten. 🤖

Iron Man (2008) | © Walt Disney

Iron Man (2008) | © Walt Disney

Auch nach 16 Jahren ein toller Einstieg ins MCU

Aus heutiger Perspektive ist es schwer vorstellbar, dass „Iron Man“ damals wohl ein ziemliches Glücksspiel für Marvel gewesen sein muss. Die Konzentration auf nur eine Figur und die langsame, bedächtige Origin-Story wirken fast schon fehl am Platz im gegen Ende doch recht wilden und überbordenden MCU. Jon Favreaus  Film ist ziemlich geerdet und selbst die Action nicht allzu übertrieben. Das mag damals, speziell bei meiner ersten Sichtung, noch anders gewirkt haben, doch heute kann man „Iron Man“ schon als Meilenstein des modernen Kinos bezeichnen. Als den Film, der alles losgetreten hat. Zumindest offiziell, denn ich bleibe dabei: Ohne Sam Raimis „Spider-Man“ hätte es das heutige Superheldenkino bzw. MCU nie gegeben.

Herausragend für mich waren heute speziell die Szenen in Tony Starks Labor, in denen er seinen Anzug verfeinert. Das ist wirklich sehr unterhaltsam und extrem wichtig, um uns Zuschauer:innen die Fähigkeiten seines Anzugs als realistisch zu verkaufen. Auch die erstaunlich düster erzählte Gefangenschaft fand ich packend; gerade das Kriegssetting war für die Kinder schon wirklich unangenehm anzuschauen. Am schwächsten fand ich, so wie bereits in meiner letzten Sichtung, die finale Konfrontation zwischen Obadiah Stane in seinem Kampfanzug und Tony Stark. Aber nicht weiter schlimm, denn selbst dieser große Endkampf ist, gerade wenn man weiß, was im MCU noch so auf uns zukommt, erstaunlich bodenständig inszeniert. Mit der Offenlegung von Tonys Geheimidentität besitzt „Iron Man“ dann auch einen fantastischen Schluss, der nur noch von der selbstbewussten End-Credit-Szene mit Nick Fury getoppt wird. Auch so ein Ding, das bereits in diesem Film etabliert wurde.

Fazit

Ich bin froh, die Büchse MCU nun aufgemacht zu haben. Damit sind die Filmabende des nächsten Jahres gesichert (auch wenn ich zwischendurch bestimmt ein wenig Abwechslung reinbringen werde). Am meisten freut mich, dass auch das Zappelinchen viel Spaß mit „Iron Man“ hatte. Der nächste Film, „Der unglaubliche Hulk“, wird wohl am schwersten zu verkaufen sein. Ich freue mich schon auf unsere lange Reise, deren erste Station abermals ein großes Vergnügen war: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Dune: Part Two (2024)

Gut zweieinhalb Jahre nach meinem Kinobesuch von „Dune: Part One“ hat es mich heute erneut auf den Wüstenplaneten verschlagen. Dieses Mal in leicht veränderter Besetzung, doch das Deluxe-Kino ist geblieben. Wie in meiner kürzlich erschienenen Besprechung der Wiederholungssichtung von „Dune: Part One“ geschrieben, war ich schon lange nicht mehr so heiß auf einen Kinobesuch. Ist „Dune: Part Two“ nun also tatsächlich der Sci-Fi-Meilenstein und übertrifft seinen Vorgänger um Längen? 🪱

Dune: Part Two (2024) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Dune: Part Two (2024) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Ein Film wie gemacht für die große Leinwand

Zunächst einmal muss ich festhalten, dass „Dune: Part Two“ nicht mehr in 3D im Kino lief. Das fand selbst ich als 3D-Fan nicht schlimm, denn bereits der erste Teil hat von 3D nicht wirklich profitiert. Kein Vergleich zu z.B. der fantastischen, nachträglichen 3D-Konvertierung von „Titanic“ oder anderen speziell darauf ausgelegten Filmen, wie „Avatar: The Way of Water“. Denis Villeneuves Film beeindruckt durch die Bildsprache an sich. Lange und ruhige Einstellungen des Wüstenplaneten prägen den Film, jedoch kommt in den richtigen Momenten eine unfassbare Dynamik ins Spiel, der man sich nur schwer entziehen kann. Teils hatte ich das Gefühl beim Ritt auf Shai-Hulud selbst den peitschenden Sand im Gesicht zu spüren. Auch Hans Zimmers Score trägt viel zur brachialen Wucht bei, die „Dune: Part Two“ innewohnt. Dabei fand ich es faszinierend, dass der Film trotz seiner Naturgewalten und geerdeten Used-Future-Ausstattung emotional eher distanziert bleibt. Zumindest war das mein Eindruck.

Da ich parallel zum Kinobesuch des ersten Teils Frank Herberts Roman gelesen hatte, wusste ich was inhaltlich auf mich zukommt. In der Vorlage fand ich die zweite Hälfte deutlich schwächer, da die Handlung gefühlt nur in den Sietches der Fremen spielt und viel, was das (falsche) Prophetentum angeht, eher in inneren Dialogen verhandelt wird. Diesen Teil fand ich in Villeneuves Adaption viel klarer und plakativer abgebildet und für mich damit auch deutlich unterhaltsamer. Den tieferen Einblick in die Welt der Harkonnen fand ich ebenso spannend. Dabei muss ich jedoch sagen, dass ihre auf elf gedrehte Ästhetik des absoluten Bösen, im Vergleich zum realistisch anmutenden Stils des restlichen Films, beinahe schon comichaft wirkt. Dennoch sehr beeindruckend und auch eindrücklich. Speziell Austin Butler als Feyd-Rautha, dem der Sadismus aus jeder Pore zu tropfen scheint, ist großartig. Überhaupt konnten mich alle Schauspieler:innen ausnahmslos überzeugen und haben Frank Herberts Figuren Leben eingehaucht.

Das lange Warten auf den dritten Teil von „Dune“

Leser:innen der Vorlage wissen, dass der Roman ziemlich im luftleeren Raum endet. Der heilige Krieg hat begonnen und damit scheinen sich die Schreckensvisionen von Paul Muad’dib erfüllt zu haben. Dementsprechend wirkt auch das Finale von „Dune: Part Two“ so, als hätte man gerade den Mittelteil einer Trilogie gesehen. Denis Villeneuve hat wohl schon bestätigt, dass er Frank Herberts Romanfortsetzung „Dune Messiah“ als Abschluss seiner Filmreihe adaptieren möchte. Weiterhin plant Warner eine Prequel-Serie rund um den Orden der Bene Gesserit. Steht uns also das Dune-Cinematic-Universe ins Haus? Ich freue mich über einen dritten Teil, jedoch wird das ein langes Warten werden, denn vor 2027 werden wir diesen wohl nicht in den Kinos erblicken. Danach sollen die Bücher zu esoterisch und abgedreht werden, weshalb Denis Villeneuve von einer Adaption absieht. Gut so. Ob Warner jedoch davon ablassen kann, solange das Spice noch fließt? Es bleibt spannend. Für „Dune: Part Two“ ins Kino zu gehen, kann ich an dieser Stelle auf jeden Fall empfehlen:

Fazit

Für mich ist „Dune: Part Two“ nicht besser oder schlechter als „Dune: Part One“, sondern die konsequente Fortführung der Geschichte. Ich war im Kino teils schon überfordert ob der Wucht der Bilder und des Scores. Deshalb freue ich mich jetzt schon auf die Sichtung im Heimkino. Auch bin ich nun neugierig, nach vielen Jahren einmal wieder die David-Lynch-Adaption zu sehen. Meine Faszination für den Wüstenplaneten ist wieder frisch entfacht. Lasst es euch genauso mitreißen und geht ins Kino. Es lohnt sich: 9/10 Punkte.

Dune – OT: Dune: Part One (2021) (WS1)

Die Kinder sind heute für einen Chorauftritt ausgeflogen, den sich Frau bullion und ich erst am Samstag anschauen werden. Folglich waren wir bereit für einen Filmabend ohne Kinder. Bevor es für mich übernächste Woche in den Nachfolger geht, wollte ich mich noch einmal „Dune“ zuwenden. Denis Villeneuves Sci-Fi-Epos hatte mir vor drei Jahren im Kino ausgesprochen gut gefallen und ich hatte auch nicht die Befürchtung, dass sich dies inzwischen geändert hat. 🪱

DUNE (2021) | © Warner Bros (Universal Pictures)

DUNE (2021) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Beim zweiten Mal fast noch beeindruckender

Seit meiner ersten Sichtung von „Dune“ hat sich eine Tatsache geändert: Ich habe inzwischen die Vorlage von Frank Herbert komplett gelesen. Das Buch war sehr interessant, doch fand ich den ersten Teil der Geschichte deutlich gelungener. Deshalb bin ich auch sehr gespannt auf die filmische Fortsetzung von Denis Villeneuve. Erste Kritiken überschlagen sich regelrecht und der Film soll noch besser sein als dieser erste Teil. Das macht mich mehr als nur neugierig und ich freue mich schon sehr auf den Kinobesuch in zwei Wochen. Was das Lesen des Buches auch noch bewirkt hat: Ich hatte im Kopf, dass „Dune: Part One“ deutlich weiter in der Handlung voranschreitet als der Film dies tatsächlich tut. Da habe ich wohl in Gedanken schon das Buch weitergesponnen. Schon interessant, dass ich dieses letztendlich noch präsenter im Kopf hatte, als Denis Villeneuves beeindruckende Adaption.

Audiovisuell ist „Dune“ eine Hochgenuss. Man könnte sich jedes Bild einrahmen und an die Wand hängen. Denis Villeneuves Stil ist unverkennbar und trotz fantastischer Elemente, erzähl der Regisseur seinen „Dune“ doch eher realistisch. Hinzu kommen fast schon religiös anmutende Bilder, die durch einen choralen Score unterlegt werden. Diese Mischung ist äußerst faszinierend und prägt Arrakis und die angebundenen Welten. Inhaltlich passt die Inszenierung zu der sich anbahnenden Erlösergeschichte bzw. dem heiligen Krieg der daraus entstehen wird. Ein wirklich rundes Paket, das in seiner bedeutungsschwangeren Perfektion manchmal fast schon zu schwer wiegt. Als Kontrast sollte ich nun wirklich noch einmal David Lynchs Adaption „Dune: Der Wüstenplanet“ sehen, der sich ebenfalls in meiner Sammlung befindet:

Fazit

Falls „Dune: Part Two“ wirklich so gut wird, wie man vielerorts lesen kann, dann ist Denis Villeneuve mit seinem Zweiteiler ein Sci-Fi-Meilenstein gelungen. Nicht immer leichte Kost, doch in jeder Hinsicht imposant. Kritikpunkte habe ich kaum: Teils fehlt mir der emotionale Zugang und der Film wirkt manchmal zu bedeutungsschwanger. Das kratzt aber nicht viel am extrem positiven Gesamteindruck: 9/10 Punkte.

Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem (2023)

Da sich Frau bullion und das Zappelinchen heute außer Haus rumtreiben, haben der Zwergofant und ich mit „Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem“ einen entspannten Filmnachmittag veranstaltet. Der jüngste Turtles-Film stand ohnehin auf meiner Liste und dies schien mir die perfekte Gelegenheit, um ein wenig Zeit mit den vier ungewöhnlichen Teenagern zu verbringen… 🐢

Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem (2023) | © Paramount Pictures

Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem (2023) | © Paramount Pictures

Kann man Schildkröten melken?

Nachdem wir erst letztes Jahr die Michael-Bay-Adaptionen gesehen haben, und immer noch mit der 2012er Nickelodeon-Serie beschäftigt sind, war es für uns wie nach Hause zu kommen. Dabei hatte uns der Look des Trailers erst ein wenig irritiert. Klar, nach „Spider-Man: A New Universe“ ist diese Art von Comic-Look recht angesagt, doch „Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem“ geht noch zwei Schritte weiter und häufig wirken einzelne Bilder wie grobe Skizzen. Allerdings wie Skizzen, die unglaublich viel Dynamik und Charakter besitzen. Nach den ersten paar Minuten war ich komplett drin in diesem Stil und er könnte nicht besser zu diesem frischen Ansatz der Turtles passen. Denn auch was die Figuren angeht, beschreitet Jeff Rowes Adaption neue Wege, indem er das Teenagertum der vier Schildkröten herausstellt. Auch Splinters Charakter ist ein anderer und April, wie bereits in der oben erwähnten Serienadaption, ebenfalls eine Teenagerin.

Das alles funktioniert wunderbar und ich hatte unfassbar viel Spaß mit dieser Neuinterpretation der Figuren. Einzig die Geschichte wirkt so, als wäre sie schon unzählige Male erzählt worden. Mal wieder geht es um das Ooze und eine Armee von Mutanten. Alles alte Bekannte, was schon wieder schön war. Wenn sich Superfly in bester Kaiju-Manier durch New York City kämpft, dann hat sich bei mir fast schon ein Ermüdungseffekt eingestellt. Dafür war das Finale so übertrieben positiv, dass ich auf dem Sofa einen dicken Seufzer ausgestoßen habe: Die Turtles sind endlich angekommen und werden akzeptiert. Zu schön, um wahr zu sein. Stil und Figuren schlagen die Geschichte somit um Längen und doch passt das alles wunderbar zusammen. Die in der Mid-Credit-Szene angedeutete Fortsetzung darf von uns aus gerne kommen!

Fazit

Sowohl der Zwergofant als auch ich hatten sehr viel Spaß mit „Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem“. So viel gelacht haben wir bisher bei kaum einer Turtles-Adaption. Nach den beiden 90er-Jahre-Filmen wohl meine bisher liebste Adaption (von den Serien einmal abgesehen). Ein großer Spaß und stilistisch wirklich eine Wucht. Gerne mehr davon: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: war mit Frau bullion außer Haus; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2 – OT: The Hunger Games: Mockingjay – Part 2 (2015) (WS1)

Eine weitere wilde Woche geht zu Ende. Nachdem Frau bullion fast die ganze Woche krank war, kommt sie langsam wieder zu Kräften. Ich habe wieder zu viel Zeit auf der Arbeit verbracht und die Kids sind reif für die Ferien. Diese haben wir natürlich mit einem Filmabend und „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ eingeläutet. Bei meiner letzten Sichtung fand ich ihn schwächer als den Vorgänger und ich war gespannt, ob sich meine Wahrnehmung geändert hat… 🐦

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2 (2015) | © Studiocanal

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2 (2015) | © Studiocanal

Ein erstaunlich erwachsener Abschluss der Reihe

Erneut war ich erstaunt, dass sich „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ nicht mit irgendwelchen Erklärungen aufhält. Es wirkt tatsächlich so, als hätte Regisseur Francis Lawrence seinen Film einfach in der Mitte geteilt. Da wir den ersten Teil erst letzte Woche gesehen haben, ist uns der Einstieg nicht schwer gefallen. Ich fand die Geschichte erneut packend und hatte gar nicht mehr im Kopf, wie actionreich der Abschnitt im Kapitol doch ist. Speziell die Attacke der Mutanten hatte ich wohl verdrängt, denn ich war ob der explodierenden Gewalt genauso schockiert, wie die Kinder. Puh, wenn das einmal keine Albträume gibt. Abgesehen von der Action nimmt sich auch dieser Teil viel Zeit für seine Figuren und die ruhigeren Szenen. Das ist dann wohl der Vorteil dieser etwas aufgesetzt wirkenden Zweiteilung.

Das endgültige Finale hatte ich auch nicht mehr so recht im Kopf. Es ist erstaunlich düster und macht ein paar treffende, wenn auch extrem plakative, Aussagen über Korruption durch Macht. Alle Figuren gehen gezeichnet aus der Geschichte heraus. Selbst die Idylle in der letzten Einstellung wirkt wie von einem dunklen Schleier überzogen. Auch den anderen Figuren ist es wohl nicht besser ergangen, doch der positive Wandel erfordert wohl auch hier persönliche Opfer. Somit es es letztendlich doch eine typische Heldinnengeschichte. Ich kann verstehen, warum gerade das Zappelinchen so begeistert war. Mit Katniss Everdeen hat Suzanne Collins wahrlich eine starke Identifikationsfigur erschaffen. Auch für mich.

Fazit

Heute hat mir „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2“ deutlich besser gefallen als bei der ersten Sichtung. Den Auftakt der Reihe samt Fortsetzung mag ich allerdings immer noch am liebsten. Als Gesamtgeschichte funktioniert „The Hunger Games“ perfekt und ist auch im letzten Jahrzehnt nicht unangenehm gealtert. Fast schon ein Klassiker des modernen Young-Adult-Kinos: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1 – OT: The Hunger Games: Mockingjay – Part 1 (2014) (WS1)

Der heutige Samstag ist wieder einmal viel zu schnell vergangen und ehe ich mich versehen habe, war es schon abends. Das Programm war mit „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ gesetzt. Die Kinder haben sich sehr auf den Film gefreut und auch ich war gespannt, waren meine Erinnerungen an die erste Sichtung vor 8 Jahren doch eher blass. Wie also hat der Spotttölpel dieses Mal auf mich gewirkt? 🐦

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1 (2014) | © Studiocanal

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1 (2014) | © Studiocanal

Vom Young-Adult-Abenteuer zum Kriegsfilm

Der Übergang von „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ zum ersten Teil des großen Finales wirkt durchaus hart. Keine große Show mehr, kein Training, kein Kampf in der Arena. Willkommen in der harten Realität, in der Krieg herrscht. Gut die Hälfte von „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ spielt in eintönigen Bunkern und der Rest des Films findet an Kriegsschauplätzen statt. Das ist ungewohnt und doch ein konsequenter Schritt. Für die Kinder war das Setting schon fast zu trostlos. Dennoch hat sie ein anderer Punkt noch mehr gestört: die Zweiteilung der Geschichte. Auch ich bin immer noch nicht überzeugt, ob diese wirklich nötig gewesen ist. Bestimmt hätte man das Finale auch in gut zweieinhalb Stunden erzählen können.

Sehr spannend fand ich erneut den Aspekt, Katniss als Propagandafigur zu inszenieren. Gerade im Kampf gegen Präsident Snows Propagandamaschinerie besitzt der Film hier viel Potenzial. Unter den Schauspielern, die das Kamerateam verkörpern, befindet sich übrigens Wes Chatham, was mich sehr gefreut hat. Es ist immer schön, jemanden aus „The Expanse“ wiederzusehen. Mit Peetas Rettung und dem Twist, warum Präsident Snow seine Rettung gelingen ließ, endet „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ recht abrupt. Das wirkt nicht sonderlich elegant und doch freue ich mich nun schon wieder auf die Fortsetzung. Die erzählte Welt hat es mir immer noch angetan.

Fazit

Für mich ist „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“ der bisher schwächste Teil der Reihe. So geht es auch den Kindern und gerade der Zwergofant möchte das an dieser Stelle explizit betont wissen. Dennoch hat uns der erste Teil des Finales insgesamt sehr gut gefallen. Mal sehen, ob wir kommendes Wochenende Zeit für den einstweiligen Abschied von Panem finden werden: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Die Tribute von Panem: Catching Fire – OT: The Hunger Games: Catching Fire (2013) (WS1)

Nach einem recht faulen Samstag sind wir recht spät aufs Sofa gekommen. Der Cousin der Kinder war lange da und die Kids haben schön zusammen gespielt. Dennoch waren sich alle einig, dass wir auch zu fortgeschrittener Stunde noch „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ in den Player schieben. Somit gab es heute schon die nächste Iteration der Hungerspiele zu sehen… 🐦

Die Tribute von Panem: Catching Fire (2013) | © Studiocanal

Die Tribute von Panem: Catching Fire (2013) | © Studiocanal

Ein packender Mittelteil der dystopischen Reihe

Man merkt dem Film inszenatorisch den Wechsel des Regisseurs durchaus an. Die dokumentarische Wackelkamera von „Die Tribute von Panem: The Hunger Games“ wurde deutlich zurückgenommen. Dafür ist sich Francis Lawrence der größeren Tragweite der Geschichte bewusst und setzt auf epischere Bilder. Das passt wunderbar zu dieser Fortsetzung, die ich bisher nur einmal im Kino gesehen habe. Die Romanvorlage war mein Lieblingsteil der Trilogie und auch den Film würde ich, nach heutigem Wissensstand, knapp als den stärksten der Reihe einordnen. Vermutlich liegt das am sich gerade formierenden Widerstand sowie der ausgeklügelten Arena dieser Hungerspiele. Leider wird hier im Film vergleichsweise wenig Zeit verbracht, was dem Zwergofanten etwas sauer aufgestoßen ist.

Durch den stärkeren Fokus auf den Widerstand in den Distrikten, wirkt „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ noch erwachsener als sein Vorgänger. Speziell die Auspeitschszene ist wirklich hart. Das Finale kam mir auch heute etwas überstürzt vor und hat den Zwergofanten, der im Gegensatz zum Zappelinchen die Vorlage nicht kennt, sichtlich verwirrt. Wir haben noch sehr lange geredet, um all die Fragen zu klären, die er hatte. Das Zappelinchen war sehr begeistert und hat sich noch recht genau an die Romanvorlage erinnern können. Der Cliffhanger am Ende war damals im Kino schon hart und ich freue mich darauf, nächstes Wochenende vermutlich schon mit der Filmreihe fortfahren zu können.

Fazit

Auch heute hat mir die Fortsetzung wieder einen Tick besser gefallen, als der ohnehin schon sehr gelungene Vorgänger. Der Zwergofant hat betont, dass er wiederum den ersten Teil etwas mehr mochte. Beim Zappelinchen ist der Fall eindeutig. Einig sind wir uns, dass „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ ein sehr unterhaltsamer und inhaltlich gehaltvoller Film ist, speziell auch abseits der großen Show rund um die Hungerspiele: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Die Tribute von Panem: The Hunger Games (2012) (WS2)

Eine abermals sehr anstrengende Woche ist zu Ende. Auf den heutigen Filmabend und auch den Film der Wahl habe ich mich somit sehr gefreut. Nur wenn ich daran denke, dass „Die Tribute von Panem: The Hunger Games“ bereits 12 Jahre auf dem Buckel hat, dann komme ich mir so richtig alt vor. Wie kann das sein? Er lief doch erst neulich im Kino. Aber nein, die Kinosichtung liegt tatsächlich schon 12 Jahre zurück. Wie ist die Geschichte also gealtert? 🐦

Die Tribute von Panem (2012) | © Studiocanal

Die Tribute von Panem (2012) | © Studiocanal

Ein immer noch extrem mitreißender Film

„Die Tribute von Panem: The Hunger Games“ ist erneut auf meinem Radar gelandet, weil ich das Zappelinchen letztes Jahr genötigt hatte, die Bücher zu lesen. Ich finde die Vorlage des Films sehr gelungen und war der Meinung, dass sie auch der Tochter gefallen könnte. Nach einigen Diskussionen hatte sie sich letztendlich breitschlagen lassen und mochte die Buchreihe auch sehr gerne. Da der Zwergofant inzwischen auch alt genug ist, war nun der perfekte Zeitpunkt, dass wir uns der Adaption zuwenden. Meine letzte Sichtung liegt bereits 11 Jahre zurück und somit war ich auch neugierig, wie mir der Film heute gefällt. Tatsächlich sieht man ihm sein Alter, einmal abgesehen von ein paar Effektszenen, nicht an. Die naturalistische Inszenierung wirkt frisch und die Geschichte ist wunderbar zeitlos.

In unserer heutigen Welt kann man sich leider besser denn je in das Gedankenspiel, in einem totalitären Staat zu leben, hineinversetzen. Das Konzept der Hungerspiele ist natürlich ein sehr fantastisches, doch gerade in der Überhöhung und der damit verbundenen Mediensatire funktioniert „Die Tribute von Panem: The Hunger Games“ immer noch tadellos. Trotz seiner langen Laufzeit vergeht die Zeit wie im Flug und ich hätte den Spielen sowie dem Weg dorthin auch noch länger zugeschaut. Jennifer Lawrence hat mit ihrer Interpretation von Katniss Everdeen eine Ikone geschaffen. Überhaupt mag ich den gesamten Cast sehr gerne und freue mich jetzt schon darauf, ihn in drei weiteren Filme zu begleiten. Auch die Kinder waren begeistert, doch die ziemlich harte Gewaltinszenierung hat Eindruck hinterlassen. In dieser realistisch anmutenden Form war das wohl ein neuer Level. Die Konsequenzen der Gewalt waren stet spürbar und das ist, im Vergleich zu comichaft inszenierter Gewalt, auch eine wichtige Erfahrung.

Fazit

Mich hat „Die Tribute von Panem: The Hunger Games“ auch bei der inzwischen dritten Sichtung wieder begeistert. Wohl der Young-Adult-Fiction-Film überhaupt. Ich freue mich nun schon auf die Fortsetzungen und bin auch auf das Prequel neugierig. Hat den Test der Zeit definitiv gut überstanden: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Sonic the Hedgehog 2 (2022)

Nach einer anstrengenden Woche habe ich mich auf den Filmabend am Freitag gefreut. Meine Stimmung war nicht die beste, doch die Pizza hat geholfen. Danach haben wir uns vor dem Fernseher versammelt, um „Sonic the Hedgehog 2“ zu sehen, auf den wir bereits seit der Sichtung des ersten Teils gewartet haben. Speziell der Zwergofant, denn meine eigenen Erinnerungen sind schon ziemlich verblasst. 🦔

Sonic the Hedgehog 2 (2022) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Sonic the Hedgehog 2 (2022) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Eine (leider zu) actionreiche Fortsetzung

„Sonic the Hedgehog“ hat mich damals positiv überrascht. Der Film war kein Meisterwerk, doch ich mochte die Herangehensweise und den überdrehten Jim Carrey als Dr. Robotnik. Der zweite Teil beginnt ganz im Sinne des Vorgängers: Er führt ein paar neue Figuren ein und wir kehren zu Sonic und seinem Ziehvater Tom (gespielt von James Marsden, den ich seit „Jury Duty“ nicht mehr ernst nehmen kann) zurück. Die erste Hälfte des Films setzt wunderbar das Setting und ich mochte speziell die kleinen Gags als Sonic alleine zu Hause ist. Auch das darauf folgende Abenteuer im Schnee mit Sonic und Tails fand ich noch sehr unterhaltsam. Hier hatte der Film genau das richtige Maß an kinderfreundlicher Action und absurder Komik, welche vor allem durch Jim Carrey in den Film gebracht wird.

Zum Start in die zweite Filmhälfte halten wir uns viel zu lange bei der fingierten Hochzeit auf, welche wie ein Fremdkörper im Film wirkt. Hier hätten gut und gerne 15 Minuten rausgekürzt werden können. Das Abenteuer in der versunkenen Pyramide hat mir wiederum recht gut gefallen, doch dann geht es auf den Showdown zu und dieser erstickt völlig im Effektgewitter. Das fand ich nur noch anstrengend für Kopf und Augen. Leider typisch für den modernen Actionfilm. Mich hat das Finale nur noch gelangweilt und ich war froh, als es letztendlich vorbei war. Sehr schade drum, denn der Film hatte schöne Ansätze und ich mochte auch das Zusammenspiel zwischen Sonic, Tails und Knuckles. Da wäre weniger mehr gewesen.

Fazit

Ich mochte „Sonic the Hedgehog 2“  durchaus. Er hat ein paar schöne Sequenzen und guten Humor. Leider läuft er gut 20 Minuten zu lang und das übertrieben actionreiche Finale ist einfach zu viel des Guten. Die Kinder mochten den ersten Teil auch lieber, doch Spaß hat uns auch das Sequel gemacht: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant:  8/10 Punkte.)