Die Tribute von Panem: Catching Fire – OT: The Hunger Games: Catching Fire (2013)

Heute haben wir es endlich einmal wieder ins Kino geschafft. Geplant war der Besuch von „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ schon lange, da sowohl meine Frau als auch ich Suzanne Collins‘ Romantrilogie regelrecht verschlungen haben. Da mir bereits Gary Ross‘ Verfilmung des Vorgängers ausgezeichnet gefallen hat, war ich umso gespannter wie denn mein Lieblingsteil der Trilogie unter neuer Regie umgesetzt wurde…

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Bereits die ersten paar Minuten haben mich sofort in die Welt von Panem eintauchen lassen. Ich war wirklich erstaunt, wie sehr die Bilder des Films den Bildern meiner Vorstellung entsprechen. Als hätte Regisseur Francis Lawrence (u.a. „Constantine“ und „I Am Legend“) sie 1:1 auf die Leinwand übertragen. Ein ähnliches Gefühl hatte ich bereits beim ersten Teil, doch bei dessen erster Sichtung kannte ich die Bücher noch nicht. Insofern wurde mein Eindruck von Panem wohl von beiden Medien stark beeinflusst.

Die Handlung des Films entspricht nahezu unverändert der Vorlage. Bevor es erneut in die Arena geht, machen sich Katniss und Peeta während der Tour der Sieger auf den Weg durch die 12 Distrikte, was größtenteils der Charakterentwicklung und der Darstellung der beginnenden Revolution dient. Diese Szenen werden in der Vorlage zwar noch genauer beschrieben, doch der Kern ist auf jeden Fall auch im Film vorhanden. Die dynamisch erzählte Trainingssequenz eröffnet anschließend einen wunderbar unterhaltsamen Blick auf die Konkurrenz unserer Tribute, die wahrlich fantastisch besetzt ist.

Die Arena selbst hatte mir bereits im Buch ausgezeichnet gefallen und der Film schafft es tatsächlich den Schrecken visuell eindrucksvoll abzubilden. Gerne hätte ich mich noch länger darin aufgehalten. Im Gegensatz zum Vorgänger fallen Kürzungen der Arena-Szenen weniger ins Gewicht. Zudem hat man auf unpassende Änderungen, wie z.B. die Darstellung der Mutationen, dieses Mal verzichtet. Für mich stellt der Film folglich tatsächlich eine qualitative Steigerung zum ohnehin schon gelungenen Vorgänger dar.

Freunde der Romantrilogie werden sich die Verfilmung ohnehin anschauen. Doch ich kann auch allen anderen, die sich nur am Rande für Sci-Fi-Dystopien begeistern können, nur empfehlen, sich der Welt von Panem zu öffnen. Mit Jennifer Lawrence, Woody Harrelson, Donald Sutherland, Stanley Tucci und ab diesem Teil auch Philip Seymour Hoffman gibt es zudem schauspielerische Schwergewichte, denen der Film absolut gerecht wird – und andersherum. Ein rundum gelungenes Kinoerlebnis. Am liebsten hätte ich sofort den nächsten Teil gesehen: 8/10 Punkte.

40 Gedanken zu “Die Tribute von Panem: Catching Fire – OT: The Hunger Games: Catching Fire (2013)

    • Die Synchro fand ich teils ein wenig doof und die Vorlage war einfach runder erzählt, deshalb zunächst eine leichte Abwertung im Vergleich. Steigerungspotential ist bei einer Wiederholungssichtung im Originalton aber auf jeden Fall vorhanden.

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  1. Überall schon Kritikern zu „Catching Fire“ und ich geh erst am Mittwoch ins Kino! Ich muss mir erst noch die letzten paar Minuten vom Hörbuch anhören … Bin schon auf die Arena und die Tribute gespannt und darauf ob ich mir das auch so Vorstelle wie Francis Lawrence!

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    • Die Arena hatte Lawrence bei mir wirklich so getroffen, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Bis ins Detail. Wenn ich mich korrekt erinnere, gab es in der Arena auch kaum Abweichungen zum Buch, doch dazu kannst du vielleicht mehr sagen, da bei dir das Hören dann ja noch nicht so lange zurückliegt…

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  2. Pingback: Media Monday #126 | Tonight is gonna be a large one.

  3. Die Hungerspiele in Teil 2 fand ich eher etwas anstrengend. Dafür fand ich gerade den Anfang großartig, wenn man – auch viel mehr als im ersten Teil – diese Unterschiede in der Gesellschaft zu spüren bekommt und sieht, dass die ersten Funken der Revolution bereits glühen. Das fand ich super… da hätte man sich von mir aus diese Hungerspiele sparen können.

    Ich find’s nur auch wieder irgendwie schade, dass das Finale unbedingt in 2 Filme aufgeteilt werden muss.

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    • Du kennst wahrscheinlich die Vorlage nicht, oder? Vielleicht konntest du deshalb mit den Hungerspielen nicht so viel anfangen. Ich war von der Umsetzung ziemlich begeistert. Dafür kannst du dich schon einmal auf die Fortsetzung freuen, da diese komplett in der dystopischen Welt spielt.

      Ich glaube auch nicht, dass man für das Finale zwei Filme (besonders in dieser Länge) benötigt, doch bin ich sehr zuversichtlich, da sich der Regisseur nun ja bereits bei der Umsetzung des Stoffes bewiesen hat.

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  4. Eine Übersicht zu den Unterschieden zwischen Film und Buch (voller Spoiler!) gibt es bei Cinemablend http://www.cinemablend.com/new/Eight-Big-Differences-Between-Hunger-Games-Catching-Fire-Book-Movie-40427.html – ein wenig interpretativ, aber ich fand es ganz interessant.

    Ansonsten bin ich ja gar nicht ein so großer Fan von SciFi-Dystopien-Action-Irgendetwas-Filmen, aber die „Hunger Games“ sind da eine ganz klare Ausnahme. Schon den ersten Teil fand ich toll, der zweite hat mir ebenfalls gut gefallen – und ich freue mich ebenfalls auf die beiden Fortsetzungen. Allerdings bin ich von der Idee, den letzten Teil auf zwei Filme zu splitten, nicht so begeistert.

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    • Danke für den Link. Ein paar Sachen sind mir dann doch schon entfallen (z.B. die Sache mit dem Brot). Allerdings fand ich, dass die Adaption trotz der Änderungen sehr gut gelungen ist und das Gefühl des Buches wirklich 1:1 wiedergegeben wird.

      Die Aufteilung des dritten Bandes auf zwei Filme sehe ich auch noch skeptisch. Allerdings steckt auch einiges im Buch, was man ein wenig ausführlicher darstellen könnte. Vielleicht zwei 100 Minuten-Filme anstelle eines 150 Minuten-Films. Könnte funktionieren, auch wenn es natürlich reine Geldmacherei ist.

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  5. @bullion: gnihihi, beim ersten Teil der „Tribute von Panem“ hätte ich beinahe damals den Kinosaal meines Vertrauens in Oberhausen verlassen. Das lag vor allem daran, das der erste Teil seine grausame Ideologie, also Kinder abschlachten, zu keiner Zeit zu legitimieren wußte. Es blieb am Ende also nur eine geschmacklose Metzelei ohne Sinn und Verstand zurück. 😉

    http://blockbusterandmore.blog.de/2012/03/23/tribute-panem-kritik-13293659/

    Gab damals auch ein bisschen Diskussions-Beef unter meinem Review…Kann dir abet momentan nicht antworten, nächste Woche ist mein Profil bei blog.de erst wieder funktionstüchtig… Aber wenn du Lust hast kannst du ja mal meine Meinung nachlesen, wir können uns ja noch später austauschen… Ich hoffe wirklich inständig, das der zweite Teil besser als der erste sein wird. Werd ich ja dann sehen, wenn ich mir die Fortsetzung am WE oder nächste Woche reingezogen habe.

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    • Ich habe deine Kritik nun auch gelesen, konnte aber nicht eindeutig erkennen, ob du die Vorlage nun gelesen hast, auf die du dich ja öfter beziehst. Falls du die Bücher gelesen hast, verstehe ich die Kritik an dem Film nicht, da sich die Adaption recht nah an der Vorlage bewegt und gesellschaftskritische Aspekte bzw. eine Erklärung für die Spiele, die Dekadenz der Gesellschaft usw. durchaus in beiden Medien stark herausgearbeitet wurden. Metzelei ja, aber durchaus mit Sinn und Verstand… 😉

      Ich würde mal behaupten, dass dir der zweite Teil auch nicht gefällt, da er sich stilistisch sehr nahe an dem Vorgänger orientiert und auch die Geschichte konsequenz weitererzählt. Die Reihe ist vermutlich einfach nichts für dich, da würde ich mir das Geld, die Zeit und die Energie sparen.

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  6. Die Tribute von Panem zu mögen, müsste dir im Normalfall eigentlich ziemlich schwer fallen. Es wundert mich, das dir der erste Film so gut gefällt. Das der Film in Wirklich eigentlich schwer zu goutieren ist, liegt eigentlich nicht an der zu Grunde liegenden, grausamen Tatsache, von denen Regie und Drehbuchautoren erzählen. Nein, mit den Tributen von Panem wird das Recht des stärkeren auf recht geschmacklose Art und Weise behandelt. Denn die Frage „warum“ das Panem-Spektakel überhaupt existiert, kann schon im Laufe des ersten Panem Films, da man kaum zum späteren luftholen kommen darf, nicht mehr gestellt werden. Und auch wenn man diese nach Ende des Film beantworten MÖCHTE, geht man leer aus. Die Tribute von Panem sind eigentlich nur aus bereits zur Genüge durchdeklinierten römischen Dikator-Analogien zusammengezittert worden, die man in Gladiator schon optisch hübscher und nicht im überkandidelten Yipppie Yeah F… Yeah Style in Szene gesetzt gesehen hat. Das alles wäre auch irgendwie zu verkraften, würden Die Tribute von Panem nicht auf die zwischenmenschlichen Grautöne der Vorlage verzichten. Und nicht ein schwarz-weißes Feindbild im Film installieren, das jeglicher Beschreibung spottet. Denn bereits nach wenigen Minuten muß man sich ganz der Perspektive von Heldin Catness verschrieben, die wie eine Mischung aus Kampfamazone und fürsorglicher Betschwester nur die Rebellion des Guten in namen des Bösen anführen darf: Es gibt am Ende keine Tat an nicht Bösen, sondern in Wahrheit unschuldige Gegnern, also den Kindern, die Katness bekämpfen. Und nicht zu rechtfertigen wäre. Die Unschuld und die Gründe, warum die Kinder / minderjährigen Gegner in den Hungerspielen auf Katness gehetzt werden, kommen im Gegensatz zur Vorlage gar nicht richtig zum Ausdruck, und erzähl mir jetzt bitte nichts anderes. Ich hab das Buch gelesen…

    Jeder Tod an Katniss gleichermaßen wie sie unschuldigen Gegner müsste also eigentlich nach jedem Tod zu entschuldigen sein. Das passiert aber im Laufe des ersten Films aber nicht. Für das Gute (auch die Liebe) muß in den Hungerspielen halt am Ende auf die verlogene Art und Weise gemetzelt werden..Und damit wird halt unsere groteske Art nach Manipulation durch die Massenmedien bedient, die in den Tributen von Panem herausgearbeitet wird. Es gibt also in den Tributen von Panem im Endeffekt nur auf die Fresse, aber auf die Idee, mal seine Taten an unschuldigen während der SHOW zu hinterfragen, also etwas Moral walten zu lassen kommt schon im ersten Teil niemand. Du hast vermutlich Recht, auch der zweite Teil wird wohl nichts für mich sein, wenn verlogene Abschlachtereien uns, dem Publikum, wieder goutierbar gemacht werden sollen. Problem mit den Filmen erkannt? Gut.

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    • Ich haben dein Problem mit dem Film erkannt, habe aber selbst keines mit ihm. Auch im Film wird erklärt, was es mit den Hungerspielen auf sich und dass durch sie die Distrikte in ihre Schranken verwiesen werden sollen, als Erinnerung an den Aufstand gegen das Capitol usw. Mich wundert es tatsächlich, dass du das Buch anscheinend gelesen hast und besser fandest als den Film, denn gerade das Buch lässt uns aufgrund der Ich-Erzählerin ja nur durch die Augen von Katniss blicken. Da kann ich wahrlich keinen großen Unterschied in der Aussage erkennen.

      Was das Recht des Stärkeren angeht, so wird doch gerade dies nicht zelebriert, da speziell die vermeintlich Starken versagen, weil sie sich nur auf Muskelkraft und Tötungswillen verlassen. Katniss gewinnt durch Empathie und weil sie ihre Familie wiedersehen will.

      Was die Inszenierung angeht, so verstärkt die anbiedernde Kombination aus Brot und Spiele und der völlig übertriebenen Caesar Flickerman-Show doch gerade die Abneigung gegen das Gezeigte. Das ist doch eindeutig Satire auf unsere TV-Sendungen à la Deutschland sucht den Dschungelstar im Big Brother-Haus. Ich glaube nicht, dass irgendjemand aus dem Film kommt und denkt, dass die Gewalt gegen Kinder hier glorifiziert worden wäre.

      Schon interessant, wie unterschiedlich man Filme aufnehmen kann. Ich für meinen Teil finde ihn eine sehr gelungene Adaption des Buches und freue mich bereits auf den Abschluss der Reihe.

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  7. @bullion: [Was das Recht des Stärkeren angeht, so wird doch gerade dies nicht zelebriert, da speziell die vermeintlich Starken versagen, weil sie sich nur auf Muskelkraft und Tötungswillen verlassen. Katniss gewinnt durch Empathie und weil sie ihre Familie wiedersehen will..] < Das siehst du völlig falsch, denn die einzig wirklich starke Figur im Film ist zwar nun einmal, da muß ich dir Recht geben, Katness. Aber sie gewinnt nicht nur durch Empathie, sondern durch alle ihre Fähigkeiten, die in ihr vereint werden und zum tragen kommen. Zu denen ihre Kampfkraft, ihre Ausdauer, ihr Mut, ihre Schnelligkeit, ein gutes Auge für den Bogen und ihre Intelligenz zählen.

    Das Recht des Stärkeren, also überlegenen, zahlt sich am Ende des Films sehr wohl aus. Sie muss alle ihre Gegner töten, sonst würde sie natürlich nicht überleben und in die nächsten Runden (Teil 2 und 3) einziehen können. Zwischendurch wird ihren Gegner aber nicht ein anständiges, ehrenvolles Begräbnis gewährt. Gelinde gesagt ist der erste Teil ein unter moralischen Gesichtspunkten ziemlicher Scheiß-Film. Und ist daher für viele, nicht nur mich als Zuschauer gescheitert.

    Natürlich gewinnt Katness auch teilweise durch Empathie da hast du Recht, aber die Empathie fliegt ihr halt automatisch zu, weil sie sich mit jedem ihrer Siege, wenn sich gegen ihre Häscher durchsetzt, auch gegen das Kapitol auflehnt. Und eine Revolution anzettelt, also in den Menschen den Wunsch nach Freiheit weckt. Was Donald Sutherland in seiner Rolle als Präsident zu Beginn von Teil 2 erzürnt. Ebenso siegt sie Dank ihrer höheren Intelligenz, denn sie rettet im letzten, folgenden Storytwist Peeta. Und schlägt ihren Gegnern Dank eines Tricks ein Schnippchen. Katness ist am Ende in JEDER Hinsicht also die Stärkere, sprich die überlegene. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, welchen Film du dir damals aus einer ehrlich gesagt recht komischen Perspektive angeschaut hast…Der erste Teil der Tribute von Panem ist ein ziemlich geradliniger inszenierter Blockbuster, der nach der Hälfte der Laufzeit keine Gefangenen macht. Also einfach nur Popcorn-Kino von der Stange, das zwar, wie du mit deinem aufgeführtem Beispiel ganz richtig sagst, manchmal versucht in die thematisch Tiefe zu gehen, aber an seiner schalen Oberfläche jedesmal kleben bleibt. Schaut man einmal hinter die Fassade der Tribute von Panem Filme, sieht es ziemlich schnell düster aus im Katniss-Everdeen Wald.

    Die Probleme von Teil 1 und 2 hat im übrigen auch Wolfgang M. Schmitt Junior in seinen Reviews besprochen, einfach hier mal reinschauen, er hat das wirklich gut gemacht:

    Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=JcXbVvyjoYo

    Teil 2: Video unter Movie-Pilot öffnen…
    http://www.moviepilot.de/news/gewalt-zum-geniessen-126373

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    • Natürlich besitzt Katniss auch Fähigkeiten, die ihr letztendlich zum Sieg verhelfen, gar keine Frage. Zu Beginn ist sie aber eindeutig eine Außenseiterin, was sie natürlich auch für uns als Zuschauer interessant macht, denn wer ist bitte schon für den bzw. die Favoriten? Das Töten der Gegenspieler ist in der Geschichte begründet und kann folglich weniger dem Film, als dem Buch angelastet werden. Aus Perspektive der Hauptfigur ist aber zu keinem Zeitpunkt eine Hurra-ich-zieh-in-den-Kampf-und-töte-sie-alle-Mentalität zu spüren, sie versteckt sich und verlässt sich auf ihre anderen Fähigkeiten. Somit bekommt man als Zuschauer eine selbstbestimmte und durchaus moralisch integere weibliche Identifikationsfigur zu sehen. Klasse!

      Ich habe zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass „The Hunger Games“ kein Blockbuster wäre. Natürlich ist er es – und was für einer! Aus der Reihe wird kein neuer Filmklassiker hervorgehen oder Geschichte geschrieben, der Film ist eine unterhaltsame Sci-Fi-Dystopie, die – nicht nur meiner Meinung nach – gekonnt in Szene gesetzt wurde. Nicht mehr und nicht weniger.

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  8. @bullion: P.S: Wenn jemand NUR durch Empathie einen Sieg erringt, dann erleidet derjenige einen gewaltsamen Tod durch seinen Gegner (Märtyrertum). Und führt durch seinen Tod seinen Gegenspieler vor, entlarvt also all dessen Schlechtigkeiten (Braveheart = Longshanks, Gladiator = Commodus) Um einmal die erwachsen wirkenden Brot, Tod und Spiele der letzten 20 Jahren zum Vergleich zu den Kinderfilmen wie den Tributen von Panem heranzuziehen. 😉

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    • Das Märtyrertum von Katniss Everdeen hat Präsident Snow ja am Ende des Films verhindert, insofern wurde dieses Ansinnen von der Autorin durchaus bedacht. Wäre aber natürlich auch dämlich gewesen, die Hauptperson am Ende des ersten Teils einer erfolgversprechenden Trilogie sterben zu lassen, oder? Außerdem ist es ja immer noch ein Jugendbuch mit entsprechender Zielgruppe, da passen die von dir gezogenen Vergleiche meiner Meinung nach nur bedingt. Man will die begeisterten LeserInnen ja nicht abschrecken – und sie sollen auch wahrlich mehr von Identifikationsfiguren, wie Katniss Everdeen haben.

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  9. @bullion: [Natürlich besitzt Katniss auch Fähigkeiten, die ihr letztendlich zum Sieg verhelfen, gar keine Frage. Zu Beginn ist sie aber eindeutig eine Außenseiterin, was sie natürlich auch für uns als Zuschauer interessant macht, denn wer ist bitte schon für den bzw. die Favoriten? ] < Für die Favoriten ist sie natürlich nichts, nur etwas böses als Außenseiterin, das man bekämpfen muß, weil es einen einfach so umbringen möchte, das ist schon richtig. Aber für uns, das Publikum selber, wird so von Anfang an vom sogenannten Underdog zu einer Heldin degradiert, Denn sie wird nach ihrem unfreiwilligen Einstieg in die Tribute von Panem, also nach ihrer Auslosung dazu gezwungen, an den Spielen teilzunehmen und alles auf sie einstürzende zu überleben. Durch das gewollte auslöschen ihrer wahren Gegner, dem Regime also, wird Katniss nämlich auf die für uns, das Publikum, richtige Fährte geführt.. Katniss vollzieht somit einen "From Rags to Riches" Werdegang in den Tributen von Panem, den du gar nicht von der Hand weisen kannst, In den zwischendurch eingestreuten Show Interviews wird sie auch immer wieder mittels diesen Werdegangs als Heldin des Tages in den Mittelpunkt gerückt. Wuhuu. Also von Stanley Tucci als schrillem Talkmaster entsprechend zu diesem befragt. Und dann als Heldin dem Publikum verkauft: Katniss Everdeen, das Mädchen, das in Flammen steht. In Teil Zwei wird der gesamte From Rags To Riches Werdegang so gar noch einmal verstärkt. Und bitte versuch nicht eine richtige Perspektive eines Films so zu verdrehen, das er dir einfach gefällt… Sonst kann ich gerne noch Diskussionsteilnehmer / Rezensenten anderer Blogs des Films zu dieser konstruktiven Auseinandersetzung dazuholen, welche die in den Tributen von Panem für uns, das Publikum, also nachvollziehbar gestaltete vom Underdog zur Heldin Perspektive des Films bestätigen werden. Andere Perspektiven zum Geschehen sind eine reine Lüge oder resultieren aus einer verzerrten subjektiven Wahrnehmung heraus.

    Für andere Gegner ist Katness die böse, weil ihre Gegenspieler von ihr ohne einen für sie ersichtlichen Grund getötet werden sollen. Das ist aber vollkommen normal, wenn man kurz darüber nachdenkt. Aber für uns, den Zuschauer ist Katniss nichts schlechtes. Wir wissen doch, was schon seit Filmen wie Gladiator im namen des guten folgen muß, um ein autoritäres Regime zu stürzen. Und das ist im Verlaufe des ersten Teils durch Katniss errungene Siege nicht anders. Wir wissen auch mit den Lesen der Bücher, was hinter ihren Taten in Wirklichkeit steckt. Denn am Ende aller 3-5 Filme, die dann wohl noch kommen werden, muß doch schließlich die Welt verändert werden. Um die Gerechtigkeit in der Gesellschaft wieder her zu stellen. Katniss wird nach ihrem unfreiwilligem Einstieg immer mehr zu einer Auserwählten, die wieder einmal die Welt vor dem Untergang retten muß. Katness IST der Star, so wird sie uns auch im zweiten Teil auf einem rauschhaften Ball vorgeführt. Sie wird in den Mittelpunkt gerückt. Das IST die typische Blockbuster-Hauruck-Mentalität Hollywoods. Und unbezwingbare Helden sind wie in Teil 1 der Tribute von Panmen gelinde gesagt nur eines: ziemlich langweilig.

    [Das Töten der Gegenspieler ist in der Geschichte begründet und kann folglich weniger dem Film, als dem Buch angelastet werden. ] . Das töten der Gegner, das niemals richtig hinterfragt wird, IST zum einen die Schwäche der Vorlage, die ich gelesen habe. In der Vorlage wurde dieser Aspekt bereits deutlich außer Acht gelassen. An anderen Stellen des Buches wurden der Heldin dafür wieder moralische Grautöne mittels diverser zu führender Monologe untergejubelt. Gleichzeitig wurde die angesprochene Schwäche auch eins zu eins in den Film transportiert.. Die Geschichte der Vorlage wurde lediglich nahezu sklavisch, ohne einen Hauch von eigenen Ideen / Esprit adaptiert, der größte Fehler, den man als Produzent / Regisseur / Autor eines Films eigentlich machen kann

    [Das Märtyrertum von Katniss Everdeen hat Präsident Snow ja am Ende des Films verhindert, insofern wurde dieses Ansinnen von der Autorin durchaus bedacht..] < Eben, deswegen ist ein durch dich bereits erwähnter Sieg durch reine Empathie am Ende von Teil eins vollkommen ausgeschlossen. Deine Argumentation ist also hinfälli.g Der Sieg durch den Tod, also durch Empathie wird erst folgen, wenn die Reihe komplett abgeschlossen ist. Und das Regime dann gestürzt ist. Es sei denn es passiert etwas unvorhergesehenes.

    [Sie versteckt sich und verlässt sich auf ihre anderen Fähigkeiten. Somit bekommt man als Zuschauer eine selbstbestimmte und durchaus moralisch integere weibliche Identifikationsfigur zu sehen. Klasse! ] Nein, sie ist auf eine eingeschränkte Art zwar selbstbestimmt, aber ihre Gegner wurden genau wie sie ins Kapitol eingesperrt. Und sind genau so unschuldig wie sie und sollen von ihr getötet werden. Und die Gründe dafür sind gelinde gesagt ziemlich banal ausbuchstabiert wurden: das töten während der Spiele wird nur vollzogen um die Distrikte von einem Aufstand abzuhalten, wie du oberhalb in der Diskussion erwähnt hast? Das ist alles? Das ist die gesamte, thematische Komplexität, die den Tributen von Panem zu Grunde liegt, eine ein bis 3 Satz Abhandlung? Viel zu schlecht und viel zu einfach. Was aber steckt wirlich hinter den Spielen, außer um die Gesellschaft im Zaum zu halten, sind Katniss Gegner vom Regime also in Wahrheit vielleicht keine Menschen? Siehst du, auf was ich hinaus möchte, was schon dem ersten Teil an thematischer Auseinandersetzung fehlt? Es bleibt einfach zuviel ungeklärt. Und das ist einfach nur grottenschlecht. Jennifer Lawrence tötet ihre Gegner als Katniss mit einem unsympathischen Gesichtsausdruck bzw. guckt während des ganzen so, als hätte sie permanent ein eiskaltes Fieberthermometer im Hintern stecken. Etwas was sich auch mit Teil 2 wohl nicht gebessert hat, folgt man einigen bereits existierenden Reviews. Wie soll einem eine junge und gute Schauspielerin wie Jennifer Lawrence so emotional mitreißen? Sie vergißt während des ganzen Film nicht eine Träne, für diejenigen die sie einfach eiskalt umlegt hat, obwohl diese das genau so wenig wie sie verdient haben. Und marschiert einfach weiter. Für die, die sie umgenietet hat, hat sie einfach nichts übrig, sie denkt nicht mal über diese nach. Die einzige, die Katniss betrauern darf, ist lediglich das kleine, später noch auftauchende Mädchen, das einfach durch die Hand ihrer Gegner stirbt. Die erste Panem Verfilumg offenbart sich bereits als ein einfach nur selbstgerechter und moralisch heuchlerischer Kotzbrocken von Film, den ich nicht leiden kann. Katness Everdeen ist also KEINE moralisch integre Figur, wenn sie nur unschuldige im Namen des guten abschlachtet und uns ihre Trauer im falschen Moment bei den falschen Personen unterjubeln möchte. Nie und nimmer…

    [Außerdem ist es ja immer noch ein Jugendbuch mit entsprechender Zielgruppe, da passen die von dir gezogenen Vergleiche meiner Meinung nach nur bedingt. Man will die begeisterten LeserInnen ja nicht abschrecken – und sie sollen auch wahrlich mehr von Identifikationsfiguren, wie Katniss Everdeen haben…. ] Eben du sagst es, die Tribute von Panem sind Bücher NUR für jugendliche, Kinder. Und das ist es, was wir an Hollywood mittlerweile so auf den Geist geht, um die mittlerweile explodierenden Produktionskosten eines Films wieder hereinzuholen. Man sieht nur noch lächerliche, auf Masse getrimmt KInderfilme, ob Transformers oder sonst irgend einen Bullshit. Eine KInofilmverfilmung der Tribute soll aber etwas für das gesamte Publikum sein. Die Verfilmung der Tribute von Panem ist genau wie ihre Vorlage nämlich nur eines: formelhaftes Kinder-Kino ohne moralische Eier in der Hose. Gut das du in deiner Argumentation bereits drauf hingewiesen hast, welche Zielgruppe mit den Verfilmung angesprochen wird. Es wundert mich, das du ausgerechnet als Erwachsener auf so etwas anspringst. Und wwie gesagt wird das Töten im Film wie in der Vorlage niemals richtig hinterfragt. Wo bleibt da der tiefere, aufgeklärerische, gewollte Sinn auch für das jüngere Publikum? Man muß die Gewalt in solch wichtigen Phasen ja nicht ZU explizit darstellen, wie es in der ersten Verfilmung neben zuviel Cam-Gewackel und Hektik in den entscheidenden Momenten der Fall ist, aber sich wenigstens mit ihr auseinandersetzen. Nope, davon ist aber nichts zu spüren. Die Tribute von Panem: EPIC FAIL!

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    • Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich deine Meinung respektiere und sich auch etliche valide Punkte in deiner Argumentation befinden. Allerdings ist die Wahrnehmung eines Films immer subjektiv (von eher formalen Aspekten einmal abgesehen) – somit sind deine Ansichten über den Film genauso subjektiv geprägt, wie meine und somit weder mehr richtig noch mehr falsch. Da nützt es auch nichts andere Filmblogger für diese Diskussion mit ins Boot zu holen, denn ich wüsste auch eine ganze Menge, die den Film ebenso positiv wahrgenommen hat, wie ich.

      Auch wenn ich nicht glaube, dass wir hier irgendwie weiterkommen, so möchte ich dennoch auf noch ein paar deiner Punkte eingehen:

      Den From Rags to Riches-Aspekt sehe ich genauso, den will ich auch gar nicht von der Hand weisen. Ist für mich eine legitime Möglichkeit die Sympathie der Zuschauer (sowohl in der Welt von Panem, als auch unserer Welt) auf ihre Seite zu ziehen. Geht dann am Ende nur eben einen Schritt weiter, als sich Snow und die Spielemacher erhofft hatten.

      Was du über die Kaltherzigkeit des Tötens durch Katniss dagst, kann ich so nicht unterschreiben. Sie entzieht sich dem aktiven Töten so gut es geht, und wenn es dann soweit ist, kommt das Töten stets als Reaktion (z.B. Verteidigung, Rächen von Rues Tod). Auch kommt durch Lawrences Schauspiel durchaus ihre Zerrissenheit und Trauer über den gesamten Vorgang dieser inszenierten Perversität heraus. Für mich zumindest. Ein weiterer Punkt, dass ihre Opfer eher als klassische Bösewichte inszeniert sind, d.h. in der Welt von Panem sind es Karieros, die sich freiwillig gemeldet haben und richtig heiß auf das Töten sind. Ist natürlich ein einfacher dramaturgischer Trick, doch durch diesen lassen sich Katniss‘ ohnehin nicht leichtfertigen Tötungen einfacher legitimisieren.

      Natürlich ist „The Hunger Games“ ein Blockbuster, der auf alle möglichen Zielgruppen schielt. Als ich für den zweiten Teil im Kino war, konnte man im Publikum alles von 12 bis 82 erleben. Warum sollte ich mich da schämen von dem Film unterhalten zu werden? Wenn ich eine erwachsene Dystopie sehen will, schaue ich mir lieber „1984“ oder „Brazil“ an – und werde von diesen ebenso gut, wenn auch auf komplett andere Art und Weise, unterhalten.

      Die Gewaltdarstellung fand ich übrigens, trotz Wackelkamera, wirklich hart und abschreckend – und ich bin da normalerweise nicht zimperlich.

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  10. @bullion: Seit wann hat sich die Protagonistin jemals im Film der Auseinandersetzung entzogen? Sie kann es seit ihrer Gefangennahme und schon während des Trainings mit anderen nicht. Alleine schon durch die Blickkontakte mit ihren Gegnern während des Trainings wird uns immer wieder im Film unterschwellig (subtil psychologisch) deutlich gemacht, was uns noch bevor steht. Jennifer Lawrence hat im Film als Katniss nicht nur einmal beschämt weggeschaut, als sie von ihren Gegnern schon während des Trainings gemustert wurde. Nein, sie hat ihren Gegner schon im Training bereits gezeigt, was eine Harke ist, als mit bei Trainingsübungen mit dem Bogen besser als diese getroffen hat. Und auch entsprechend dann zur Tribüne geblickt, um den Regime zu demonstieren: hey, schaut mal hier, mit mir müsst ihr rechnen. Zu euch komme ich noch. Die Konfrontation wird im Film wird ab einem gewissen Zeitpunkt also immer gesucht, ob erst im spielerischen oder später im ernsten Sinne.

    Entzieht sich der Konfrontation, das ich nicht lache…Was für ein schwacher Minimal-Einwand Und Katniss Opfer, die Karrieros, sind keine klassischen Bösewichter. Klassische Bösewichter diverser Genres haben immer ein Motiv, das über das einfache töten nun mal hinaus geht, sei es die Welt-Herrschaft an sich reißen, Macht, übermäßig viel Reichtum. Auf diese möglichen Motive gehen Script und Regie bei der Konfrontation von Katness mit ihren Gegenspielern in der Arena aber zu keiner Zeit im richtigen Maße ein. Ihre Gegner werden auf die Spiel-Wiese gelassen, werdeen umgenietet, sterben nur und fertig. Und dann geht es auch schon weiter. Es bleibt für uns keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen.

    Und zum anderen: sind ihre lediglichen skrupellosen Karriero-Gegner, die ihr aus DEINER Sicht das töten leichter machen weil sie Arschlöcher sind, Erwachsene, bei denen man sacht, ach, pffff? Einfach zu legitimieren? Nein, es sind im Film dargestellte Kinder / Minderjährige. Womit wir wieder beim Punkt angelangt sind, warum schon der erste Film Scheiße ist. Man kann das töten niemals legitimieren, wenn Kinder im Spiel sind und keine Erwachsenen unserer nicht wirklich guten Welt getötet werden. Es ist und bleibt moralisch verwerflich. Karrieros hin oder her. Es ändert nichts daran.

    Das Kinder töten und getötet werden müssen, die als Karrieros Geld verdienen, ist das schlimmste, was es gibt. Das ist für die Heldin und fürs Publikum nicht leichter zu schlucken, sondern sehr viel schwerer, als wenn es gar kein Motiv wie Skrupellosigkeit aus Geldgier geben würde.
    Aber du siehst so etwas als legitim an, das sie getötet werden, nur um eine simple sind halt eh nur Arschlöcher-Rechtfertigung für deine heißgeliebte Heldin herstellen zu können, nur damit du wieder schon den ersten Scheiß-Film positiv goutieren darfst. Sorry…

    Nehms mir bitte nicht übel. Man hätte andere Mittel außer Geld und vor allem keine Kinder, also RICHTIG gute, also intelligente Gründe verwenden müssen, um die Abschlachterein in Panem irgendwie zu goutieren. Aber Ist doch alles halb so wild, was Katniss macht, nicht wahr, wenn sie geldgeile, halbstarke Muskelprotz-Kinder umbringt, sind halt eh nur Dummköpfe und nichts weiter, ODER? Es ist schon in Ordnung, was sie tut. Nein ist es nicht, sag ich dir, wenn die Scheiß-Erwachsenenwelt beim töten nicht aufs Korn genommen wird, sondern schon die jungen ihre Unschuld verloren haben, was man einfach nicht gut heißen kann. So sehr man sich auch bemüht.

    Es tut mir leid, das ich dir sagen muß, das deine Argumentation an vielen Stellen einfach nicht in Ordnung ist. KINDER werden also schon als skrupellose, militante Karrieros des eigentlichen Erwachsenen-Formats gezeichnet, die heiß auf das töten sind ? KINDER sind in Form unserer Massenunterhaltung heutzutage schon freiweillig HEIß AUF DAS TÖTEN? Soweit sind wir schon, und wir johlen und klatschen? Denk mal darüberüber diesen Zustand bitte nach, bevor du in deiner nächsten Antwort wieder dagegen argumentierst. Und wieder alles verdrehst und zurecht legitimierst und biegst, wie es dir gefällt. Man braucht sich für gute Unterhaltung auch gar nicht zu schämen, da geb ich dir recht: aber wir konfrontieren unseren Nachwuchs Dank den Tributen von Panem mit einer Ideologie, die einfach nur stumpfsinnig, gefährlich, verblödend und geschmacklos ist; eine die unsere Kinder selbst eigentlich nie sehen sollten und die wir als niveauvolle Unterhaltung und intelligent goutieren, bäh.. Es spielt eigentlich keine Rolle, ob sie Kinder, die im Film töten, eine Karriere im Sinn haben oder nicht. Das ist gar nicht der springende Punkt: Es ändert ja nichts daran, was unserem Nachwuchs auf der Leinwand vorgelebt wird: hey ist doch geil als vierzehnjähriger eine andere 13jährige eiskalt umzunieten weil sie mir was will. Mit der von dir erwähnten expliziten Gewaltdarstellung, die sogar dich als Erwachsener verschreckt. Wie verschreckt müssen unsere Kinder dann erst sein? Hast du mal darüber nachgedacht? Lass uns mal alle junge Söldner werden, ohne dass das ausreichend hinterfragt wird. Aber hey liebe Kinder als Zuschauer, es ist doch toll was wir gesehen habe, lass es uns mal selber irgendwann ruhig ausprobieren, so doof das ja auch im Endeffekt nun mal ist. Und uns wundert es immer, wenn solche Filme in Massen auf das auch z.B. amerikanische Publikum losgelassen werden. Und drüben immer mehr Leute Amok laufen (letztens überraschenderweise bei The Dark Knight Rises) worüber man dann bestürzt ist. Man macht sich einfach keine Gedanken mehr über das, was man sieht. Wir schauen alle. Und sehen nicht mehr hin. Aber ich mache dir einen Vorschlag: Ich gehe nächste mal auch zu meinem älteren Nachbarn und sag ihm: hey wenn dich die Blagen deiner Nachbarin demnächst wieder ärgern, nimm ruhig deinen fetten Schießprügel und knall sie einfach ab. Die wollen eh nur Geld haben…Moral, Anstand, Ehre, Skrupel? Vergiß es, die sind alle Scheiße. Was für eine Welt wird uns im US-amerikanischen Blockbuster-Kino mittlerweile eigentlich als reell verkauft? Wo haben wir eigentlich unseren Anstand gelassen? :p :p :p Schau dir mal die wirklich wenig-intelligente, hervorgebrachte US-amerikanische Blockbuster-Unterhaltung der letzten Jahre an, dann merkst du den Unterschied zu wirklich gutem Kino. Nee, die Tribute von Panem (auch die Fortsetzung, wenn sich in dieser Hinsicht nichts ändert) kann man einfach nicht mögen, so sehr man auch möchte.

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    • Wow, da steigerst du dich für solchen einen – aus deiner Sicht – 08/15-Blockbuster-Film aber ganz schön rein. Ehrlich gesagt verstehe ich dein Problem damit, da du jegliches meiner Argumente als simpel falsch abtust. Um es auf den Punkt zu bringen: Katniss zieht als Heldin ja nicht freiwillig in diesen Kampf und denkt sich wie toll es wäre nun ein paar Kinder zu töten. Sie wird vom eigentlichen Feind gezwungen und versucht das Beste aus ihrer Situation zu machen. Natürlich demonstriert sie im Training Stärke, da dies notwendig ist, um entsprechende Sponsoren zu bekommen. In der Arena selbst weicht sie der Konfrontation und dem Töten solange aus, bis es eben nicht mehr geht. Töten oder getötet werden. Ich kenne keinen einzigen Zuschauer bzw. Leser (und ich habe schon mit einigen gesprochen), die nach dem Film bzw. Buch dachten das Töten von Kinden würde in irgendeiner Form legitimisiert werden. Man könnte fast den Eindruck bekommen, der Film würde dich persönlich beleidigen.

      Und was Filme bzw. goutierte Medien als Auslöser von Amokläufen angeht, so ist das eine ganz andere Diskussion, bei der wir – da bin ich mir ziemlich sicher – auch ganz andere Ansichten haben. Ich für meinen Teil kann mir nicht vorstellen, dass jemand aus „The Hunger Games“ rausgeht und denkt ‚Oh, was war das toll, als unsere strahlende Heldin andere Kinder gemeuchelt hat. Das will ich nun auch!‘ Sorry, aber da scheinen wir einen ganz anderen Film gesehen zu haben…

      Hast du eigentlich „Battle Royale“ gesehen? (Nein, ich nicht.)

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  11. @bullion: [Auch kommt durch Lawrences Schauspiel durchaus ihre Zerrissenheit und Trauer über den gesamten Vorgang dieser inszenierten Perversität heraus….] Ach wirklich? Über welche Pervisität denn? Das sie ihre Gegner umgebracht hat? Nein. Jennifer Lawrence darf in ihrer Rolle als Katniss lediglich theatralisch rumheulen, weil sie später viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Sie heult aus seelischer Verzweiflung heraus rum, weil sie keinen Ausweg aus ihrer misslichen Lage, also des Kampfes auf Leben und Tod, in den sie durch das Regime hineingezogen wurde, finden kann… Das ist alles. Und ganz normal. Als auch Banal, halt nichts besonderes, stink-langweilig und daher gelinde gesagt: einfach nur Scheiße.

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    • Dafür dass du den Film anscheinend als den Antichrist des modernen Kinos betrachtest, ist er bei dir mit 4 Punkten aber ganz schön gut weggekommen. Wirklich faszinierend. Achja, hast du jetzt eigentlich den zweiten Teil gesehen? 😉

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  12. @bullion: ob mich die erste Verfilmung der Tribute von Panem beleidigt habt? Nein, die Verfilmung hat mich genau wie unseren Sat 1 Kritiker Hans Ulrich Pönack beim anschauen ziemlich wütend gemacht. So wütend, das ich beinahe das Kino verlassen hätte…Das er vier 4 Punkte bekommen hatte, lag wohl daran, das ich mir die Laune von dem Film 3 Tage später beim schreiben des Reviews am Ende hab doch nicht komplett verderben lassen. Ich bin eigentlich kein Freund davon, Filme komplett zu zerreissen. Und ein paar kleine positive Sachen haben die Tribute von Panem noch gehabt. Den zweiten Teil der Tribute von Panem werd ich mir aller Voraussicht nach wohl am Samstag anschauen. Hast du eigentlich mal den Film Battle Royale gesehen, um den hab ich bisjetzt wegen seines nahezu identischen Themas zu den Tributen von Panmen einen Bogen gemacht, er soll ja das Vorbild für Die Tribute von Panem bzw. besser als die US-amerikanische Roman-Verfilmung sein. Findest du ihn besser oder schlechter als Panem, falls du ihn bereits gesehen hast?

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    • Hmm, mit Herrn Pönack als Kritiker kann ich ohnehin nur wenig anfangen. Wundert mich also nicht, dass ihn dieser Film wütend gemacht hat. Er hat ja die Tendenz dazu… 😉

      Bin schon gespannt, was du über „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ schreiben wirst. Ich bin mir aber fast sicher, dass er bei dir ähnliche Reaktionen hervorrufen wird, wie der erste Teil.

      Nein, „Battle Royale“ habe ich (wie oben schon geschrieben) auch noch nicht gesehen. Er wird aber im Zusammenhang mit den Hungerspielen stets genannt.

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