Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 – OT: Cloudy with a Chance of Meatballs 2 (2013)

Es sind Ferien und somit durfte es auch unter der Woche einen Filmabend im Kreise der Familie geben. Die Wahl fiel auf „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“, dessen erster Teil uns vor ein paar Wochen schon ausgezeichnet zu unterhalten wusste. Ob es eine gute Idee war, den Film hungrig zu sehen? 🍓🍔🥞

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 (2013) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 (2013) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Eine leckere Fortsetzung, die Spaß macht

Ich bin sehr gerne in die Welt des Flint Lockwood zurückgekehrt. Auch mochte ich den Ansatz des Films, eine Monstergeschichte zu erzählen, die an „King Kong“ und Co. erinnert. Dabei wird die beinahe schon hyperaktive Erzählgeschwindigkeit von „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ noch einmal erhöht. Für mich hat das größtenteils recht gut funktioniert, auch wenn ich es dieses Mal ein wenig anstrengender fand. Die Geschichte selbst ist noch flacher als im ersten Teil, was aber aufgrund der geschmacksverstärkenden und bonbonbunten Bilder kaum auffällt.

Herausragend fand ich erneut den Animationsstil, der zwischen cartoonhaft (Figuren und Schauplätze in der Stadt) und fotorealistisch (jegliche Lebensmittel) schwankt, was in der Mischung aber fabelhaft funktioniert. Am Ende geht natürlich alles gut aus und die enthaltene Botschaft ist nett, aber auch recht oberflächlich. So wie der gesamte Film. Nicht sonderlich nährstoffreich, aber eben doch schmackhaft.

Fazit

Das Fazit zu „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“ fällt nicht wirklich eindeutig aus: Der Zwergofant hat den Film geliebt und fand ihn noch besser als den ersten Teil. Das Zappelinchen hat sich von Frau bullion bequatschen lassen, die den Film ziemlich doof fand. Ich selbst mochte ihn nicht so gern, wie den Vorgänger, fand ihn aber immer noch ziemlich gut. Wer also einen kontroversen Film sehen möchte, der sollte hier wohl zugreifen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Spuren – OT: Tracks (2013)

Karfreitag liegt hinter uns. Wir hatten das Treffen mit einer der Omas bereits auf heute vorgezogen, da das Wetter okay sein sollte und wir zumindest eine Runde spazieren gehen konnten. Besser als nichts. Dennoch sehr wenig Familie außerhalb des Kerns momentan. Abends kamen wir recht spät zur Ruhe, weshalb ich mit „Spuren“ zu einem Film gegriffen habe, der uns auf eine Reise entführen sollte… 🐪🏜

Spuren (2013) | © Ascot Elite Home Entertainment

Spuren (2013) | © Ascot Elite Home Entertainment

Die abenteuerliche Reise der Kamel-Frau

„Spuren“ ist einer dieser Filme, die eine reale Geschichte erzählen, von einem besonderen Menschen, der aus dem Alltag ausbricht. Robyn Davidson ist solch eine bemerkenswerte Person. Wie auch Christopher McCandless in „Into the Wild“ oder Cheryl Strayed in „Wild: Der große Trip“. Hinter all diesen Filmen stehen wahre Geschichten, wie sie das Leben perfekt zu schreiben weiß. Auch im Fall von „Spuren“ saß ich mehrfach vor dem Fernseher und habe Robyn einerseits bewundert, andererseits aber auch für verrückt erklärt. Vermutlich trifft beides zu einem gewissen Grad zu und doch überwiegt bei mir die Bewunderung.

Regisseur John Curran fängt die australische Wildnis in bestechenden Bildern ein und schafft es, die Motivation hinter Robyns Reise zu erklären, ohne dass dies belehrend oder zu plakativ wirken würde. Das hat mir wirklich gut gefallen. Robyn ist mit Mia Wasikowska großartig besetzt und auch Adam Driver als Fotograf Rick wirkt einfach passend in seiner Rolle. Auch wenn es eine epische Reise ist, so ist der Film nicht übermäßig dramatisiert oder auf den Effekt hin inszeniert. Es wirkt im Fluss, was wunderbar zu Robyns Reise passt.

Fazit

Wenn ihr ein Faible für Reiseabenteuer mit biographischen Selbstfindungsaspekten habt, dann ist „Spuren“ ein perfekter Film für euch. Ich kann aber verstehen, wenn man ihn nicht sonderlich spannend findet. Darum geht es aber auch nicht. Von mir gibt es eine dicke Empfehlung: 8/10 Punkte.

TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang (2019)

Nachdem der gestrige Filmabend mit der ganzen Familie ausgefallen ist, haben wir diesen heute mit „TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang“ nachgeholt. Da der Film nicht im Streaming läuft, hat sich einmal mehr die lokale Bücherei bewährt. Eine wirklich schöne Einrichtung (von den unzähligen Büchern und Comics, die alle paar Wochen ihren Weg zu uns finden, einmal gar nicht zu sprechen). Aber ich schweife ab…

TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang (2019) | © Warner Bros (Universal Pictures)

TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang (2019) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Eine gelungene Modernisierung der Reihe

Von all den Kinderkrimis bzw. Kinderabenteuern habe ich früher am häufigsten die Hörspiele der „Fünf Freunde“ gehört. Doch auch „TKKG“ habe ich bestimmt bei einer Handvoll Abenteuer begleitet. Die Reihe ist anscheinend nicht sonderlich gut gealtert, so dass ich besonders gespannt war, wie sie sich heute zwischen der Neuauflage von „Fünf Freunde“ und „Die drei !!!“ behaupten würde. Tatsächlich war ich positiv überrascht, wirkt die Inszenierung samt Score doch einerseits recht retro (teils musste ich sogar an „Stranger Things“ denken) und doch angenehm modern und zugleich passend kindgerecht umgesetzt.

Der zu lösende Fall selbst ist zwar überhaupt nicht spektakulär oder sonderlich verzwickt, aber darum geht es ja auch nicht. Schließlich steht die Origin-Geschichte von TKKG im Mittelpunkt und also solche funktioniert der Film tadellos. Die Schauspieler*innen sind allesamt sympathisch und füllen ihre Figuren wunderbar mit Leben. Die Chemie stimmt und jeder Charakter macht eine gewisse Entwicklung durch. Zudem ist der Film zwar durchaus humorvoll, aber er driftet nicht in komplette Albernheit ab. Eine gelungene Mischung.

Fazit

Insgesamt hat uns allen „TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang“ wirklich gut gefallen. Eine gelungene Adaption, die Lust auf mehr macht. Beim zweiten Abenteuer der Bande sind wir also bestimmt wieder mit am Start: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen – OT: Cloudy with a Chance of Meatballs (2009)

Eine weitere Woche ist zu Ende. Jeden Freitag das gleiche. Puh. Die Entscheidungen der Politik werden immer dämlicher. So langsam ist es zum Verzweifeln. Aber uns bleibt ja immer noch der wöchentliche Filmabend, bei dem wir uns heute für „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ entschieden haben… 🍔🥓🥞

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (2009) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (2009) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Ein wirklich abgefahrenes Abenteuer

Ich weiß noch genau, dass ich den Trailer damals im Kino gesehen habe und dachte ‚Wow, was für ein unfassbarer Mist!‘ Tatsächlich ist die Geschichte, runtergedampft auf das Wesentliche, auch ziemlich dämlich. All das sah mir zu sehr nach einem 40-minütigen IMAX-Special aus, als nach einem abendfüllenden Animationsfilm. Dann allerdings habe ich erfahren, dass die Macher hinter „The LEGO Movie“ auch die kreativen Köpfe hinter „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ sind. Meine Neugier war geweckt.

Tatsächlich lässt sich die Handlung auf einem halben Blatt Papier skizzieren, doch ist der Film nur so vollgestopft mit visuellen Gags, haarsträubenden Actionszenen und generell einem unfassbaren Einfallsreichtum. Das Tempo ist wahnwitzig hoch und speziell im letzten Drittel driftet die Handlung dann auch noch in (ja, in was eigentlich?) etwas wie ein Food-Horror-Abenteuer ab. Die Animation besitzt einen ganz eigenen Stil und ich war auch vom epischen Score ziemlich beeindruckt. Da steckt definitiv mehr Geschmack drin, als man nach dem ersten Bissen vermuten würde.

Fazit

Noch kann ich nicht ganz beurteilen, ob „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ wirklich lange satt macht. Für den schnellen Freitagsfilmhunger war er auf jeden Fall eine exzellente Wahl, speziell in 3D, das hier wirklich bombastisch war: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.

Dora und die goldene Stadt – OT: Dora and the Lost City of Gold (2019)

Ich sollte häufiger einen Tag frei nehmen. Da ist die Stimmung doch gleich besser. Auch wenn ich heute, außer meinem Halbmarathon, nur ein wenig das Haus geputzt habe. Abends gab es dann Pizza und einen Filmabend mit den Kids, da Frau bullion auf einer virtuellen Feier weilt. Die Wahl ist uns heute schwer gefallen. Nach einer längeren Trailer-Show, haben wir uns letztendlich „Dora und die goldene Stadt“ ausgewählt. Auch wenn der Zwergofant davon zu Beginn nicht sonderlich begeistert war. 🐵🦊

Dora und die goldene Stadt (2019) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Dora und die goldene Stadt (2019) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Ein wunderbarer Abenteuerfilm für Kinder

Von „Dora und die goldene Stadt“ habe ich vor einigen Jahren etwas Positives auf dem Kinderfilmblog gelesen und das ist irgendwie bei mir hängen geblieben. Deshalb haben wir einen Blick in den Trailer geworfen und waren durchaus angetan. Ansonsten habe ich keinen Bezug zu „Dora“ und auch keine Episode der TV-Serie gesehen. Diese richtet sich anscheinend eher an jüngere Kinder und hat eine erzieherische Komponente. Der Einstieg in den Film stellt uns die sechsjährige Dora vor, nur um kurz danach einen Zeitsprung von 10 Jahren zu vollführen. Dadurch wird die Brücke zur Serie geschlagen und gleichzeitig klar gemacht, dass wir uns eher in einem Teenager-Abenteuer befinden. Dieser Kniff hat erstaunlich gut funktioniert und uns gekonnt auf den Film eingestimmt. Michael Peña als Doras Vater ist zudem extrem witzig.

Nach ein paar Highschool-Szenen, in denen der grenzenlose Optimismus und die schiere Lebensfreue Doras (fantastisch gespielt von Isabela Moner) auf die Spitze getrieben wird, werden wir in ein kunterbuntes Dschungelabenteuer geworfen. Dieses erinnert im besten Sinne an eine „Indiana Jones“-Variante für Kinder und strotzt nur so vor Einfallsreichtum und irrwitzigen Szenen. In „Dora und die goldene Stadt“ gibt es zwei computeranimierte Figuren, den Affen Boots (im Original gesprochen von Danny Trejo) und den Fuchs Swiper (im Original gesprochen von Benicio del Toro). Dies fand ich zu Beginn sehr befremdlich und fast schon störend. Die Kids haben die Figuren jedoch geliebt und spätestens ab der Hälfte hat der grobe Unfug im Dschungel dann auch für mich funktioniert. Warum auch nicht? Ein riesengroßer Spaß!

Fazit

Ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass mich „Dora und die goldene Stadt“ so gut unterhalten würde. Es war eine Freude dem Abenteuer beizuwohnen. Der Optimismus der Hauptfigur ist ansteckend und der nahezu ausschließlich lateinamerikanische Cast extrem einnehmend. Ein perfektes Beispiel, wie ein Abenteuerfilm für Kinder sein sollte: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Jurassic World: Neue Abenteuer – OT: Jurassic World: Camp Cretaceous – Staffel 1 und 2

Nach „Gortimer Gibbon: Mein Leben in der Normal Street“ war ich auf der Suche nach einer neuen Serie, die ich zusammen mit den Kids schauen kann. Somit sollte von allen drei Seiten zumindest Interesse am Thema da sein. Ohne größere Diskussionen haben wir uns recht schnell auf „Jurassic World: Neue Abenteuer“ einigen können. Ich erwartete mir nicht viel, war aber zumindest neugierig. Was die Serie letztendlich kann, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🦕🦖

Jurassic World: Neue Abenteuer | © Netflix

Jurassic World: Neue Abenteuer | © Netflix

Ich liebe „Jurassic Park“! Für mich vielleicht der auslösende Kinomoment für meine Filmleidenschaft. Umso gespannter war ich, wie sich dieser Nachzügler zum bereits verwässerten „Jurassic World“-Franchise gestalten würde:

Staffel 1: Welcome to Jurassic World (for Kids)

Zunächst einmal habe ich ein wenig gebraucht, um mich mit dem Animationsstil anzufreunden. Oder gar nicht so sehr mit dem Stil, sondern eher damit, dass es sich um eine Animationsserie handelt. Das passt nicht so wirklich zu meiner Vorstellung des Franchise. Allerdings habe ich mir nach der ersten Episode darüber keine Gedanken mehr darüber gemacht und es hat für mich funktioniert. Inhaltlich startet die Serie recht harmlos und kindgerecht, nur um ab der vierten Episode in eine, für die Reihe typische, „Dinos brechen aus und fressen Menschen!“-Geschichte umzuschlagen. Zwar wird keine explizite Gewalt gezeigt, doch dass der Dino hinter dem Busch gerade eine zuvor eingeführte Figur (an ihrem Geburtstag!) frisst, ist klar ersichtlich. Das fand ich schon happig, zumal die Serie auch ab sechs Jahren freigegeben ist. Zudem bin ich mir auch nicht sicher, ob dieses erzwungene „Wir produzieren für alle Zielgruppen!“ für mich funktioniert. Dennoch hat uns die Serie insgesamt sehr gut unterhalten und die Faszination der Kids ist auf jeden Fall vorhanden (auch wenn sich der Zwergofant ab und zu hinter einem Kissen verstecken musste). Wir sprechen viel darüber, der Zwergofant träumt davon (keine Albträume) und auch das Zappelinchen ist begeistert und kann gar nicht erwarten, wie es denn nun weitergeht. Auch ich hatte, gerade in der zweiten Hälfte der Staffel, wirklich viel Spaß mit der Serie: 8/10 (7.5) Punkte.

Staffel 2: Der Fluchtversuch aus dem Park

Die zweite Staffel macht dort weiter, wo die erste aufhört. Inzwischen hatten sich alle Zuschauer an die härtere Gangart gewöhnt und konnten den Abenteuercharakter der Serie voll und ganz genießen. Nachdem Ben in der ersten Staffel von der restlichen Truppe getrennt wurde, sieht man ihn bis zur vierten Episode nicht mehr. Sein überraschender Auftritt am Ende der Folge ist ein famoser Cliffhanger, dem sich ein Rückblick auf seine Erlebnisse, bis zu diesem Zeitpunkt, anschließt. Solch erzählerische Kniffe kennt man sonst nur aus Serien wie „Lost“ und die Kinder waren sichtlich verwirrt, ob der springenden Handlung. Das habe ich sehr gemocht, wie überhaupt die gesamte serielle Erzählung der Serie. Gegen Ende wird die Handlung auch noch einmal richtig dramatisch und drei prominente Figuren werden von Dinos gefressen. Obwohl man auch hier nichts Explizites sieht, hat das definitiv Eindruck hinterlassen. Mit sechs Jahren wären meine Kids noch nicht soweit gewesen, das wegzustecken. Der Cliffhanger am Ende der Staffel macht Lust auf mehr und ich konnte den Kindern nur schwer vermitteln, dass wir nun erstmal mindestens ein Jahr auf die Fortsetzung warten müssen: 8/10 (7.9) Punkte

Fazit

Auch wenn ich es zu Beginn nicht für möglich gehalten hätte, so hatte ich doch viel Spaß mit „Jurassic World: Neue Abenteuer“. Noch mehr begeistert waren jedoch meine Kinder und zwar alle beide, was ich auch nicht so vermutet hätte. Insofern freuen wir uns schon jetzt auf die Rückkehr ins „Camp Cretaceous“: 8/10 (7.7) Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Die drei !!! (2019)

Die Woche kann so langsam echt weg: Zahnprobleme, viel zu viele Stunden vor dem Rechner und private Herausforderungen. Gut dass es den freitäglichen Filmabend gibt, bei dem heute endlich, endlich „Die drei !!!“ den Weg in den Player fand. Der Film war schon lange der große Traum des Zappelinchens und dank Click-and-Collect-Angebot der örtlichen Bücherei, konnten wir ihn endlich sehen… 🕵️‍♀️🕵️‍♀️🕵️‍♀️

Die drei !!! (2019) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Die drei !!! (2019) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ein durchaus sehenswertes Jugendabenteuer

Meine Kids verschlingen die Fälle der drei jungen Detektivinnen. Gerade beim Zappelinchen sind die Geschichten extrem beliebt und ich kann gar nicht zählen, wie viele Bücher sie schon gelesen hat. Und natürlich CDs gehört. Mit dem einprägsamen Titelsong. Ich selbst habe mich nie groß damit beschäftigt, aber finde es durchaus begrüßenswert, dass es auch eine Gruppe rein weiblicher Spürnasen gibt. Am liebsten mag ich aus den unterschiedlichen Reihen vermutlich immer noch „Fünf Freunde“, weil hier das Abenteuer im Vordergrund steht und nicht so sehr auf Liebeleien eingegangen wird. In dieser Hinsicht hat mich „Die drei !!!“ ein wenig an die späteren Verfilmungen von „Die wilden Hühner“ erinnert.

Was „Die drei !!!“ für mich wirklich sehenswert macht, ist das herrlich überzogene Spiel Jürgen Vogels (u.a. „Stereo“). Jede Szene mit ihm ist ein Genuss. Auch die Jungschauspielerinnen in den Hauptrollen fand ich gut besetzt, wenngleich die eindeutige Zuweisung von Charaktereigenschaften (die Schlaue, die Sportliche, die Coole) ziemlich altbacken wirkt. Dafür ist der restliche Film schön flott inszeniert, so dass keine Langeweile aufkommt.

Fazit

Am meisten begeistert hat mich wohl, dass meine Kinder so begeistert waren. Deshalb kann ich über so manche Ungereimtheit oder nervige Stelle leicht hinwegsehen. Ein zwar sehr auf die Zielgruppe zugeschnittenes, aber immer noch sehr sehenswertes Jugendabenteuer: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Ostwind: Aufbruch nach Ora (2017)

Nachdem letzte Woche der Zwergofant mit „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ an der Reihe war, hat sich das Zappelinchen heute „Ostwind: Aufbruch nach Ora“ ausgesucht. Mir selbst war das ziemlich egal, denn ich war schon vor dem Film extrem müde. Die Woche hat ihre Spuren hinterlassen und das Fresskoma durch die Pizza wohl ebenso. Also dann, aufgesattelt… 🐴

Ostwind: Aufbruch nach Ora (2017) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ostwind: Aufbruch nach Ora (2017) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ein Pferdeabenteuer in Andalusien

Nachdem „Ostwind 2“ sich sehr stark am ersten Teil der Reihe orientiert hat, kehrt mit „Ostwind: Aufbruch nach Ora“ frischer Wind ein: Mika reist mit Ostwind nach Spanien, um seine Wurzeln zu entdecken. Dabei ist der Start der Reise ziemlich hanebüchen. Es kommt zu mystischen Traumsequenzen und auch ansonsten muss man als (erwachsener) Zuschauer ziemlich viel guten Willen mitbringen, um den Realismus der Situation nicht gehörig in Frage zu stellen. In Andalusien angekommen, nimmt die Geschichte dann auch Fahrt auf und das frische Setting tut der Reihe gut.

Im weiteren Verlauf der Handlung wird die Grenze zum Pferdekitsch ein paar Mal beinahe überschritten, doch fängt sich der Film durch humorige Einlagen und die sympathischen Schauspieler immer wieder. Die Botschaft ist auch schön, weshalb ich ihm die übertrieben bedeutungsschwangeren Montagen auch gar nicht ankreiden will. Zudem mochte ich das (zugegebenermaßen wenig überraschende) Ende.

Fazit

Insgesamt hat mir „Ostwind: Aufbruch nach Ora“ gut gefallen. Die Kinder waren wieder begeistert und das ist schließlich die Hauptsache. Mangels Nachschub endet für uns vorerst die Reihe, doch werden wir in die verbleibenden Fortsetzungen bestimmt irgendwann noch einmal reinschauen: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Ostwind 2 (2015)

Nach einem sehr auslaugenden Tag, habe ich mich abends gar nicht mehr beim Wunsch der Kinder nach einem Filmabend gewehrt. Außerdem haben sie sich diesen nach der Woche Home-Schooling auch wirklich verdient. Heute war wieder das Zappelinchen an der Reihe und sie hat sich „Ostwind 2“ ausgesucht. Nachdem mir der erste Teil doch überraschend gut gefallen hatte, war ich durchaus gespannt… 🐴

Ostwind 2 (2015) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ostwind 2 (2015) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Mehr Abenteuer und (noch) mehr Pferde

Im Grunde erleben wir die konsequente Fortsetzung von „Ostwind“. Mika kehrt nach Kaltenbach zurück und ist wieder mit Ostwind vereint. Das Gestüt hat finanzielle Probleme und somit gilt es Ostwind für ein Reittournier fit zu machen. Parallel dazu taucht ein geheimnisvolles Pferd (und ein geheimnisvoller junger Mann) im Wald auf und stellt das Leben unserer Figuren auf den Kopf. Mehr muss man nicht wissen und hat doch schon die gesamte Handlung im Kopf.

Die vielfältigen Reitszenen sind wieder schön gefilmt, die Schauspieler weit besser als man es in einem Teenie-Pferdefilm erwarten würde und insgesamt hat auch „Ostwind 2“ das Herz am rechten Fleck. Doch so wirklich neu oder frisch ist die Handlung eben auch nicht und vieles hat sich eher wie ein Aufguss des ersten Teils angefühlt.

Fazit

Keine Frage, „Ostwind 2“ bietet für Fans der Reihe weiterhin gute Unterhaltung. Auch ich hatte meinen Spaß damit und die Kinder waren teils sogar regelrecht begeistert. Hundertprozentig aufmerksam war ich nach dem Tag vermutlich auch nicht mehr, was meinem Eindruck des Films wohl nicht zugute kam: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Jumanji: The Next Level (2019)

Aktualisierung: Ich habe „Jumanji: The Next Level“ am 13. Januar 2023 zum zweiten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Nachdem ich von „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ doch recht positiv überrascht wurde, habe ich mich schon die ganze Woche auf „Jumanji: The Next Level“ gefreut. Nach einem recht entspannten Samstag, an dem wir unseren Weihnachtsbaum entsorgt haben und ich eine herrliche Runde laufen war, kam der Film als Abschluss des Tages dann auch gerade recht… 🏜💎

Jumanji: The Next Level (2019) | © Sony Pictures Home Entertainment

Jumanji: The Next Level (2019) | © Sony Pictures Home Entertainment

Eine überraschend gelungene Fortsetzung

Bereits der erste Teil hat mich durch seine doch recht innovative Herangehensweise an das Reboot-Thema überrascht. Noch unglaublicher finde ich es aber, dass die rasch produzierte Fortsetzung des 2017er Erfolgs sich nicht nur auf dem Erreichten ausruht, sondern den einen oder anderen Kniff einbaut, um seinem Publikum ein frisches und doch vertrautes Erlebnis zu bieten. Das hat mir wirklich, wirklich gut gefallen. Hinzu kommt ein erweiterter Cast, der mit Danny DeVito und Danny Glover zwei stets gerne gesehene Altstars mit in die Geschichte einbaut.

Am meisten Spaß macht „Jumanji: The Next Level“ dann auch, wenn er mit den Erwartungen bricht, sprich die Avatare im Videospiel bunt durcheinanderwürfelt. Der Cast rund um Dwayne Johnson macht seine Sache hier auch wirklich gut, die unterschiedlichen Rollen einzunehmen. Gerade Kevin Hart als Danny Glover ist sehr überzeugend. Neben diesen Überraschungen wird die bekannte Formel noch weiter getrieben und der Videospielcharakter durch rasante Actionszenen und weitere tierische Angreifer auf die Spitze getrieben. All das wird in eine herzergreifende Geschichte eingebettet, was insgesamt zwar nicht sonderlich originell ist, aber letztendlich doch wunderbar funktioniert.

Fazit

Ich hatte mit „Jumanji: The Next Level“ ebenso viel Spaß, wie mit dem Vorgänger. Das hatte ich nicht kommen sehen. Im Abspann wird ein dritter Teil schon angedeutet und ich muss sagen, dass ich mich darüber freuen würde. Immer noch bzw. wieder ein großer, bunter Spaß: 7/10 Punkte.