Lola auf der Erbse (2014)

Heute war ein recht entspannter Tag. Ich war eine Runde laufen und habe den Rasen gemäht, die Kinder haben draußen gespielt. Abends ist Frau bullion nun strawanzen, weshalb wir die Gelegenheit für einen Filmabend genutzt haben. In den Player ist mit „Lola auf der Erbse“ ein Film gewandert, den sich das Zappelinchen in der Bücherei ausgeliehen hat. Nachdem die DVD unfassbar zerkratzt war, wurde sie spontan gegen den Stream bei Prime Video ersetzt. Dennoch wären wir ohne die Bücherei wohl nie in den Genuss dieses schönen Films gekommen… ⛴

Lola auf der Erbse (2014) | © farbfilm Home Entertainment / Lighthouse Home Entertainment

Lola auf der Erbse (2014) | © farbfilm Home Entertainment / Lighthouse Home Entertainment

Ein unaufgeregter und schöner Kinderfilm

„Lola auf der Erbse“ wirkt in seiner ganzen Machart wie ein Fernsehfilm. Und das meine ich nicht einmal negativ. Nachdem „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ beim letzten Filmabend viel zu überdreht daherkam, habe ich mich gefreut, ein realistisches Setting zu sehen, das dennoch märchenhaft wirken darf. Getragen wird „Lola auf der Erbse“ von seiner Titelheldin Lola, die wunderbar natürlich von Tabea Hanstein verkörpert wird. Sehr sympathisch, auch wenn ich das Durchbrechen der Vierten Wand ein wenig aufgesetzt fand. Übrigens ist das auch dem Zappelinchen negativ aufgefallen. Auch ansonsten kann man über die Schauspieler nichts Schlechtes sagen und es lassen sich feste Größen wie Christiane Paul oder Antoine Monot Jr. („Absolute Giganten“) entdecken.

Die Geschichte ist nicht sonderlich innovativ, besitzt aber eine schöne Botschaft. Dabei wird zwar nicht die Lebensrealität illegaler Einwanderer abgebildet, doch das Thema zumindest kindgerecht aufbereitet. Die Handlung wird dabei nie wirklich dramatisch, doch die Bedrohung im Hintergrund ist stets spürbar. Sehr gelungen.

Fazit

Auch wenn „Lola auf der Erbse“ sicher kein perfekter Film ist, so ist er doch sympathisch und mit viel Freude inszeniert. Einfach ein rundum gelungener Kinderfilm, den man sich durchaus auch als Erwachsener anschauen kann: 7/10 Punkte.

Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone – OT: Maze Runner: The Death Cure (2018)

Aktualisierung: Ich habe „Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone“ am 17. Januar 2025 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Gestern haben wir unsere Kinder von den Großeltern geholt, die entsprechend platt waren. Ja, auch die Kinder. Entsprechend sind sie abends in Bett gefallen, was uns die Möglichkeit gab „Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone“ nachzuholen. Für mich der erste neue Teil der Reihe, welchen ich bisher noch nicht gesehen hatte…

Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone (2018) | © 20th Century Fox

Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone (2018) | © 20th Century Fox

Ein würdiges Finale der „The Maze Runner“-Saga?

Die Eröffnungssequenz ganz im „Mad Max“-Stil hat mir wirklich gut gefallen. Überhaupt ist der gesamte Film sehr kinetisch erzählt. Stets sind die Figuren in Bewegung und die Action ist übersichtlich inszeniert. Das ist auch gut so, denn „Maze Runner: Die Auserwählten in der Todeszone“ besteht zu 90% aus Action. Der Großteil der Handlung beschäftigt sich damit, dass unsere Helden in eine abgeschottete Stadt eindringen bzw. in eines der Gebäude. Das ist durchaus spannend erzählt, jedoch wird die bisher aufgebaute Welt dadurch ein wenig auf diesen Schauplatz reduziert.

Den Vergleich zu Vorlage kann ich an dieser Stelle nicht mehr fundiert ziehen, doch rein vom Gefühl her ist die Adaption zielgerichteter erzählt und war für mich insgesamt befriedigender. Wes Ball beweist abermals ein Händchen für starke Bilder, doch das sehr weichgespülte Ende am Strand konnte auch er nicht retten. Aufgrund der imposanten Flucht aus der Stadt samt emotionaler Konfrontation zwischen Thomas und Teresa dennoch ein gelungenes Finale der Saga.

Fazit

Wie bereits bei den Büchern reicht keine Fortsetzung an den faszinierenden ersten Teil heran. Im Vergleich zu „Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste“ braucht sich das Finale jedoch nicht zu verstecken. Zwar keine Offenbarung im Young-Adult-Dystopie-Bereich, aber wirklich gute Unterhaltung: 7/10 Punkte.

Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste – OT: Maze Runner: The Scorch Trials (2015) (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste“ am 11. Januar 2025 zum dritten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Nach einem wettermäßig sehr unbeständigen Dienstag, an dem ich immerhin einen langen Lauf absolviert habe, ist unser Abendessen sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Aufgrund des Regens haben wir uns nach drinnen zurückgezogen und mit „Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste“ die Fortsetzung unseres gestrigen Films in den Player geschoben…

Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste (2015) | © 20th Century Fox

Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste (2015) | © 20th Century Fox

Eine ziemlich wüste Fortsetzung

Man verzeihe mir dieses schlechte Wortspiel, doch „Maze Runner: The Scorch Trials“ ist wirklich ein ziemlich konfuser Film. Teils typisches Young-Adult-Drama, teils überraschend harter Zombie-Schocker, teils Kriegsfilm. Ich muss jedoch sagen, dass ich ihn gerade auch aufgrund seiner Versatzstücke mochte. Regisseur Wes Ball beweist abermals ein echtes Händchen für Effekte und Schauplätze. Trotz viel CGI sieht der Film einfach unglaublich gut und erstaunlich geerdet aus. Völlig egal, ob High-Tech-Forschungslabore, verfallene Städte oder unterirdische Gänge. Audiovisuell braucht sich der Film nicht zu verstecken.

Auch die Schauspieler machen ihre Sache erneut gut. Besonders witzig fand ich, das Duo Kaya Scodelario und Barry Pepper zusammen in dem Film zu sehen, welches ich zuletzt erst in Alexandre Ajas Tierhorror „Crawl“ bewundern durfte. Inhaltlich war mir die Geschichte zu sehr auf Action ausgelegt. Speziell der Shoot-Out in der Wüste hat mir am Ende zu viel Raum eingenommen.

Fazit

Im Gegensatz zu „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ kann ich die Fortsetzung im Vergleich zur ersten Sichtung nicht aufwerten. Zwar hat er mir erneut viel Spaß gemacht, doch ist er einfach nicht so rund erzählt, wie der Vorgänger. Aber das war bei der Romanvorlage auch schon so. Nun bin ich schon sehr gespannt auf das Finale. Für den zweiten Teil der Trilogie gibt es nach wie vor 7/10 Punkte.

Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth – OT: The Maze Runner (2014) (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ am 4. Januar 2025 zum dritten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Nach einem vollen und irgendwie anstrengenden Tag war das Wetter abends zu schlecht, um sich auf die Terrasse zu setzen. Folglich haben wir uns aufs Sofa zurückgezogen und einmal wieder einen Film geschaut. Dieses Mal ohne Kinder, weshalb die Wahl auf „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ gefallen ist. Dieses Projekt wollte ich schon seit längerer Zeit angehen und heute war es endlich soweit…

Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth (2014) | © 20th Century Fox

Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth (2014) | © 20th Century Fox

Der Film gewinnt mit Abstand zur Vorlage

Bei meiner ersten Sichtung vor ziemlich genau fünf Jahren hatte ich die Vorlage noch zu gut im Kopf als dass ich die Adaption nicht andauernd damit verglichen hätte. Heute jedoch konnte ich den Film einfach als das genießen, was er ist: Ein Jugendabenteuer in endzeitlichem Setting, das mit einem spannenden Schauplatz aufzutrumpfen weiß. Zudem mochte ich abermals die Figuren und ihre Schauspieler. Am meisten hat mich jedoch erneut die Prämisse rund um das Labyrinth mitgerissen. Einfach eine simple und doch brillante Idee, die zudem audiovisuell extrem kompetent von Regisseur Wes Ball umgesetzt wurde.

Bei der heutigen Sichtung haben mich auch die Erinnerungsfetzen und die größere Geschichte um WCKD nicht gestört, da ich inzwischen weiß, dass in dieser Hinsicht noch einiges kommen wird. Da ich das Finale der Roman-Trilogie eher durchwachsen fand, bin ich nun umso mehr auf den Film gespannt, da sich die Reihe bereits im zweiten Teil deutlich von der Vorlage gelöst hat.

Fazit

Vielleicht liegt es an meiner momentanen Filmabstinenz, doch ich hatte richtig viel Spaß mit „The Maze Runner“. Die nächsten Filmabende sind schon gesetzt. Zumindest wenn das Wetter mitspielt (oder eben nicht). Die Wertung steigt somit um einen Punkt auf 8/10 Punkte.

Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer (2018)

Nachdem der erste Urlaubstag recht vielversprechend begonnen hat, kam am frühen Nachmittag der Wolkenbruch und seitdem hat es nur noch geregnet. Somit gab es keinen lauschigen Abend auf der Terrasse, sondern zum ersten Mal seit einem Monat wieder einen Filmabend. Heute durfte sich das Zappelinchen den Film aussuchen und ihre Wahl ist auf „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ gefallen… 🐶🐧🐘

Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Als reiner Kinderfilm gerade noch brauchbar

Nachdem mich schon der Trailer recht wenig zu begeistern wusste, hat der Film meine Befürchtungen letztendlich bestätigt: „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ erzählt eine 08/15-Geschichte mit Versatzstücken, die man in anderen deutschen Kinderfilmen (z.B. „Fünf Freunde“ oder „Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“) bereits viel gelungener und vor allem charmanter gesehen hat. Hinzu kommen CGI-Effekte, die offenbar mit viel zu wenig Budget umgesetzt wurden, was zumindest mich jedes Mal wieder aus dem Film gerissen hat. Die viel zu laute und hektische Inszenierung sowie der völlige Verzicht darauf, die Motivation der Figuren zu erklären, hat die Sache nicht besser gemacht. Da konnten für mich selbst tolle Schauspieler, wie Meret Becker oder Christoph Maria Herbst, nichts mehr retten.

Was ich dem Film allerdings zugute halten muss: Den Kindern hat er gefallen. Sie haben oft sogar wirklich laut gelacht. Und nein, nicht aufgrund des völlig unnötigen Fäkalhumors. Aus Kinderperspektive betrachtet funktioniert „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ demnach wohl ganz gut. Aber ich bin mir sicher, dass er auch bei meinen Kindern nicht sonderlich lange nachwirken wird.

Fazit

Unter den vielen deutschen Kinderfilmen, die ich mit den Kindern in den letzten Jahren gesehen habe, ist „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ zweifellos der schwächste. Schade drum: 4/10 Punkte.

The Good Place – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 4)

Die letzte Filmbesprechung liegt vier Wochen zurück, die letzte Serienbesprechung sogar sechs Wochen. Auf diesem Blog erscheinen nur noch Laufberichte. Es ist zum verzweifeln! Doch heute ist es soweit und ich kann von einer famosen Serie berichten, die mir Serien-Papst Inishmore ans Herz gelegt hatte: „The Good Place“ hat mich über vier Staffeln begleitet und stets erfreut. Was es sonst noch zu berichten gibt, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 👼😈

The Good Place | © NBC

The Good Place | © NBC

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Aladdin (2019)

Freitagabend, das Wetter ist bescheiden. Eine gute Gelegenheit also für den zweiten Film im Juli und den ersten Filmabend mit der Familie seit einem Monat. Verrückt wie die Zeit vergeht und was es immer zu tun gibt. Wie dem auch sei: Die Wahl ist heute auf die Realverfilmung von „Aladdin“ gefallen, auf die ich ziemlich gespannt war… 🐒

Aladdin (2019) | © Walt Disney

Aladdin (2019) | © Walt Disney

Als Zeichentrickfilm wäre das super gewesen!

Bisher stehe ich den Disney-Realverfilmungen ja durchaus wohlwollend gegenüber. „The Jungle Book“ fand ich sogar richtig großartig. „Die Schöne und das Biest“ nicht mehr ganz so famos, aber immer noch sehr schön umgesetzt. Auch „Aladdin“ macht über weite Strecken wirklich Spaß, ist in meinen Augen bisher aber der schwächste Versuch die Disney-Klassiker zu modernisieren. Und nein, die Frage ob das denn überhaupt nötig sei, möchte ich hier nicht diskutieren (die Antwort ist eh klar). Auch möchte ich gleich zu Beginn festhalten, dass mir Will Smith als Dschinni wirklich gut gefallen hat. Auch weil er nicht versucht Robin Williams zu kopieren, sondern seinen eigenen Stil findet. Überhaupt ist der Film immer dann am stärksten, wenn er sich ein wenig von der Vorlage entfernt, was leider nicht oft der Fall ist.

Ich konnte mich teils des Eindrucks nicht erwehren, dass der gesamte Film animiert besser funktioniert hätte. Verrückt oder? Als Realfilm wirken die Musical-Szenen oft zu kulissenhaft oder aufgesetzt. Dennoch mochte ich das kunterbunte Treiben. Ja, selbst ein paar typische Guy-Ritchie-Spielereien ließen sich entdecken. Aber im Großen und Ganzen hätte den Film jeder machen können. Disney fährt somit auf Nummer sicher und das Ergebnis ist ein unterhaltsames Musical-Abenteuer. Die Darsteller von Aladdin und Jasmin fand ich sehr überzeugend, Bösewicht Dschafar dagegen bleibt vollkommen blass. Sehr schade.

Fazit

Nun sage ich es doch: Gebraucht hätte dieses Remake wohl niemand. Die gut 120 Minuten vergehen jedoch wie im Flug und ich hatte viel Spaß mit dem Film. Dennoch würde ich mir das nächste Mal wieder das Original ansehen. Gerade die wundervollen Songs funktionieren darin einfach besser. Dennoch ist auch das Remake durchaus sehenswert: 7/10 Punkte.

Crawl (2019)

Da das Wetter heute leicht am kippen ist und es keine Geburtstagsvorbereitungen zu treffen gilt, habe ich die Gelegenheit genutzt und zum ersten Mal seit drei Wochen einen Film geschaut. Die Wahl ist auf „Crawl“ gefallen, der schon länger auf der Liste stand. Mit 88 Minuten war er auch angenehm kurz,  so dass es nicht schlimm war, dass wir doch erst wieder kurz vor 21 Uhr auf das Sofa gekommen sind… 🐊

Crawl (2019) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Crawl (2019) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Wunderbar kompromissloser Tierhorror

Bei Alexandre Aja horchen Horror-Fans natürlich auf. Der Franzose hatte mit „High Tension“ 2003 einen ultrabrutalen Überraschungshit gelandet, der sich unter Genrefans größter Beliebtheit erfreute. Mit seinem Wechsel nach Hollywood standen etliche Remakes auf dem Programm, die seinen Ruf als Horror-Regisseur festigten, wenngleich nach „The Hills Have Eyes“ auch keines mehr diese kompromisslose Wucht seines Debüts besaß. Nun hat sich Aja mit „Crawl“ dem Tierhorror zugewandt und ja, der Film läuft ziemlich genauso ab, wie man es von ihm erwarten würde: Die Inszenierung ist sehr stilsicher und die Kamera hält ordentlich drauf. Die gesamte Atmosphäre ist unglaublich dicht und man leidet wahrlich mit den Figuren.

Dabei ist das Setting (ein Kriechkeller während eines Hurrikans) durchaus frisch und unverbraucht. Der Rest der Geschichte hangelt sich dagegen von Genre-Konvention zu Genre-Konvention. Nett fand ich, dass man tatsächlich versucht hat, den Charakteren eine einigermaßen ausgearbeitete Hintergrundgeschichte zu geben. Diese ist zwar nicht sonderlich tiefschürfend, lässt uns aber doch stärker mit ihnen mitfiebern. Ansonsten spult der Film jedes Klischee ab, was dank der gelungenen Inszenierung dennoch unterhaltsam anzusehen ist. Ich mochte auch, dass er wunderbar ökonomisch erzählt wird und selbst keine Sekunde mehr für die Rettung der Protagonisten verschwendet. Auch hier merkt man Ajas Ankommen im System Hollywoods: Der positive Ausgang der Geschichte hat mich überrascht.

Fazit

Auch wenn „Crawl“ kein Film für die Ewigkeit ist, so bietet er für Tierhorror-Fans doch knapp 90 Minuten beste Unterhaltung. Vielleicht auch weil er Humor komplett ausspart, an dem der verwandte „Bait: Haie im Supermarkt“ gescheitert ist. Ein gelungener Film-Snack, nicht nur für die Alligatoren: 7/10 Punkte.

Weissensee – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 4)

Da ich in den letzten Jahren ein paar deutsche Serien gesehen habe, die ich durchaus spannend fand, wollte ich auch einmal in „Weissensee“ reinschauen. Was mich genau dabei erwarten würde, wusste ich im Vorfeld noch nicht. Nur dass die Serie in der DDR spielt und es eine zentrale Liebesbeziehung gibt. Ob Thriller, Familienserie oder sonstiges? Da ließ ich mich überraschen… 🧱

Weissensee | © Das Erste

Weissensee | © Das Erste

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Preacher: Book One (Garth Ennis & Steve Dillon)

Preacher: Book One (Garth Ennis & Steve Dillon)Schon lange habe ich kein Comic mehr gelesen. Zuletzt habe ich vor 5 Jahren „Serenity: A Shepherd’s Tale“ verschlungen, was nett, aber eher nur ein Snack war. Da ich von der TV-Serie ziemlich begeistert war, habe ich mir schon vor einiger Zeit „Preacher: Book One“ zugelegt. Mit 352 Seiten war dies endlich einmal wieder ein umfangreicheres Comic. Ich war besonders gespannt auf die Unterschiede zur Serie. Und tatsächlich gibt es da so einige. Doch ich kann schon vorwegnehmen, dass die Adaption dennoch gelungen ist, denn der anarchische Geist findet sich in beiden Varianten der Geschichte.

The Time of the Preacher

Zu Beginn ist es mir nicht leicht gefallen, in den Comic reinzukommen. Stets habe ich versucht die Stimmen aus der Serie über die Figuren im Comic zu legen. Das funktioniert zwar recht gut, ließ sich auf Dauer aber nicht aufrecht erhalten. Die Charaktere unterscheiden sich durchaus von ihren Serien-Pendants, auch wenn sie für das Bewegtbild-Medium famos adaptiert wurden. Was die Handlung angeht, gibt es deutliche Unterschiede zur Serie, was ich sehr positiv bewerte, konnte ich die Geschichte dadurch noch einmal neu für mich erleben. Gerade für die erste Staffel der Serie gibt es kein wirkliches Gegenstück, dafür finden sich die Geschehnisse der dritten Staffel bereits im ersten Band der Vorlage wieder. Aber natürlich nicht 1:1, sondern ein wenig anders. Das wertet die Adaption für mich im Nachhinein fast noch einmal auf, gerade was diesen Handlungsstrang angeht.

Formal ist das Comic auf extrem hohem Niveau: Die Zeichnungen der Charaktere sind sehr konsistent und man erkennt sie jederzeit wieder. Die gesamte Welt besitzt einen eindeutigen und klaren Stil, der zudem unglaublich detailreich ist. Die Texte sind roh und an grafischer Gewalt wird nicht gespart. Dennoch ist das alles kein Selbstzweck, denn die Figuren stehen eindeutig im Mittelpunkt. Es gibt Seiten über Seiten mit Dialogen, welche auch das Fleisch der Geschichte ausmachen.

Fazit

Ich hatte wirklich sehr viel Spaß mit diesem ersten Band des Comics. Am liebsten würde ich auch sofort weiterlesen, doch da warten noch zu viele andere Bücher und Comics im Regal. Eines ist jedoch sicher: Es wird nicht meine letzten Begegnung mit Jesse, Tulip und Cassidy gewesen sein. Sehr lesenswert: 9/10 Punkte.