Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste – OT: Maze Runner: The Scorch Trials (2015)

An diesem langen Wochenende, an dem alles anders kommt als geplant, habe ich es zumindest auch heute geschafft einen Film zu schauen. Wenn auch mit mehreren Unterbrechungen. Die Wahl fiel auf „Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste“, der bereits seit geraumer Zeit ungesehen im Regal stand. Seit meiner Sichtung des ersten Teils „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ habe ich auch die Trilogie fertig gelesen und war somit gespannt, wie Regisseur Wes Ball den zweiten Teil auf die große Leinwand transportiert…

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Bereits im Vorfeld habe ich davon gelesen, dass der Film ziemlich von James Dashners Vorlage „Die Auserwählten in der Brandwüste“ abweicht. Dies hat meine Vorfreude nicht gerade gesteigert, speziell da ich auch von den Änderungen des ersten Films im Vergleich zur Vorlage nicht sonderlich begeistert war. Und ja, außer den Figuren, dem Setting und der groben Rahmenhandlung hat „The Scorch Trials“ nicht mehr viel mit dem Roman gemein. Erstaunlicherweise funktioniert der Film dennoch – oder gerade deshalb? – ziemlich gut und ließ auch mich als Buchkenner mitfiebern. Hier zeigt sich einmal mehr, dass es kaum einen richtigen oder falschen Weg gibt, wenn Romane adaptiert werden. Der Kern der Geschichte muss rüberkommen, alles andere richtet sich wohl nach der Art des Buches und der Vision des Regisseurs.

Im Grunde erzählt auch die Verfilmung eine typische Dystopie, streut ein paar Monster ein, die einmal mehr an Zombies erinnern, und lässt uns an der Reise unserer Helden zum vermeintlich sicheren Hafen teilhaben. Das alles ist flott inszeniert und zu keiner Sekunde langweilig. Speziell möchte ich die Spezialeffekte loben, für die Wes Ball definitiv ein Händchen hat. Obwohl vieles dem Computer entspringt, wirkt die Welt doch echt und dreckig. Auch wenn keine komplett neuen Bilder geschaffen werden, so habe ich mich daran doch nicht satt gesehen. Unser Ensemble wird durch etliche neue Schauspieler ergänzt, so geben unter anderem Aiden Gillen („Game of Thrones“), Giancarlo Esposito („Breaking Bad“) und Alan Tudyk („Firefly“) ihr Stelldichein.

Auch wenn die Verfilmung in Teilen stark von ihrer Vorlage abweicht, so hatte ich doch das Gefühl eine würdige Umsetzung zu sehen. Viel Neues gibt es nicht in der Young-Adult-Welt, doch hatte ich damit mehr Spaß als mit dem Finale der „The Hunger Games“-Reihe. Wenn sich auch der dritte Teil seine Eigenständigkeit bewahrt, könnte er mir sogar besser gefallen als der Abschluss der Vorlage. Ich werde auf jeden Fall reinschauen und hoffe auf ebenso gelungene Unterhaltung: 7/10 Punkte.

15 Gedanken zu “Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste – OT: Maze Runner: The Scorch Trials (2015)

  1. Der Film hat das Franchise für mich erledigt. Schlecht, unlogisch und so völlig … bäh. Ich hab das Buch nicht gelesen, den ersten Film fand ich okay, doch Teil 3 werde ich nicht mehr im Kino sehen.

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    • Ich kann mich filmgeist9 nur anschließen. Ich war sehr überrascht, dass mir der erste MAZE RUNNER-Teil überhaupt gefallen hat. Es ist ja heutzutage echt eine Kunst aus der Vielzahl an Young-Adult-Verfilmungen herauszustechen und MAZE RUNNER hat das irgendwie geschafft. Teil 2 war mir dann aber wieder viel zu klischeelastig. Die Jugendlichen kämpfen gegen die Erwachsenen. Oder gegen Zombies. Das ist alles nicht wirklich neu. Ich weiß nicht inwiefern der Film vom Roman abweicht (habe die Reihe nicht gelesen), aber mein Fall war Teil 2 nicht.

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      • Ja, der Film war bestimmt nicht mehr so besonders wie der erste Teil. Mich hat das aber nicht gestört, da ich das Tempo und das Setting mochte. Bestimmt kein großer Klassiker des Genres, doch immer noch einer der besseren Young-Adult-Filme. Die Bücher sind aber zweifellos besser, keine Frage.

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      • Der erste war in sich geschlossen. Begrenzte Welt und relativ nachvollziehbare Handlungen. Der zweite krankte dann wieder an dem 2.-Teil- Syndrom, größer, mehr, mehr, mehr. Die Story blieb auf der Strecke, der Hauptcharakter verlor an Glaubwürdigkeit und es gab zu viel Leben in der Wüste.

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      • Hmm, das kann ich nur bedingt nachvollziehen, weil es das Finale des ersten Teils ja schon darauf anlegt, die Welt hinter dem Labyrinth zu zeigen. Sicher gibt es mehr Action, doch was die Weiterführung der Geschichte angeht, musste es nach draußen in die große Welt gehen. Ob die Wüste nun passend war oder nicht, darüber kann man sich natürlich streiten… 😉

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      • Aber so ganz ohne Auflösung wäre der erste Teil auch nur ein Fragment gewesen, zumal ja die Vorlage bereits die gesamte Geschichte vorgibt (bzw. zumindest den Rahmen). Aber ja, das Labyrinth fand ich als Schauplatz auch deutlich faszinierender.

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    • Der erste ist noch einmal deutlich gelungener, da ich die Grundidee des Labyrinths sehr mag. Der zweite Teil ist eher eine typische Dystopie, aber sehr mitreißend inszeniert. Ich wurde zumindest gut unterhalten.

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  2. Pingback: Media Monday #293 | Tonight is gonna be a large one.

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