The Jungle Book (2016)

Nach meiner gestrigen Sichtung von „Arielle, die Meerjungfrau“, wende ich mich heute dem modernen Disney-Film zu: Als ich den Trailer zur Realverfilmung des Klassikers „Das Dschungelbuch“ sah, war ich alles andere als begeistert – erstens, dass Disney nun die alten Lizenzen ausgräbt und zweitens, dass der Look so unglaublich künstlich war. Nach etlichen positiven Besprechungen, habe es dann aber doch gewagt, einen Blick auf „The Jungle Book“ zu werden – und was soll ich sagen? Ich bin begeistert!

The Jungle Book (2016) | © Walt Disney

The Jungle Book (2016) | © Walt Disney

Das nächste Level des Animationsfilms

Ich liebe den Originalfilm „Das Dschungelbuch“ aus dem Jahr 1967 und habe ihn in meiner Kindheit unzählige Male gesehen. Ich besaß auch die Hörspielkassette und kann jeden Dialog mitsprechen und jeden Song mitsingen. Zu sagen ich sei skeptisch gewesen, wäre eine Untertreibung. Doch schon nach den ersten paar Sekunden kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus: angefangen beim 2D-animierten Disney-Schloss im Intro, dann der herrlich lebendige Dschungel und das wunderbar immersive 3D. Ich war sofort gefangen von dieser Welt, die alle Künstlichkeit des Trailers verloren zu haben schien. Jon Favreau ( bekannt für „Iron Man“) ist hier wirklich ein Meisterstück der Effektgeschichte gelungen. Noch nie zuvor hat sich die Integration von Realfilm und Animation so natürlich angefühlt. Die Szene zwischen Mowgli und Raksha ist extrem beeindruckend und berührend – im wahrsten Sinne des Wortes.

Deutlich düsterer als der Zeichentrickfilm

Anfangs hatten meine Frau und ich noch überlegt, ob wir den Film nicht für eine Sichtung mit dem Zappelinchen aufsparen wollten, doch nun bin ich froh, dass wir uns dagegen entschieden hatten. Man sollte als Eltern wirklich immer selbst einen Eindruck von dem Film bekommen und sich nicht auf die FSK-Freigabe verlassen, denn für Sechsjährige ist „The Jungle Book“ schon ziemlich hart. Überhaupt ist es Jon Favreau und seinem Team gelungen, die Geschichte deutlich erwachsener zu erzählen, ohne dabei den typischen Disney-Charme zu vernachlässigen. Das Resultat ist eben kein klassischer Kinderfilm, sondern eher eine teils düstere Abenteuergeschichte.

So überzeugt ich sowohl von den audiovisuellen als auch inhaltlichen Elementen bin, so enttäuscht war ich vom Wegfall des bittersüßen Finales des Originals, in dem Mowgli zum ersten Mal die Stimme eines Mädchens hört – und dieser zu den Menschen folgt. Das fand ich als Kind immer sehr bewegend – einerseits wunderschön, einerseits auch extrem traurig. Aber vielleicht spart Disney sich das ja für den schon in Aussicht gestellten zweiten Teil auf. Und spätestens bei den fantastischen Closing-Credits hatte mich der Film wieder komplett auf seiner Seite. So viel Spaß hatte ich mit einem Abspann schon lange nicht mehr.

Fazit

Auch wenn ich zu Beginn sehr skeptisch war, konnte mich Disneys erste Realverfilmung eines ihrer Zeichentrick-Klassiker doch wirklich begeistern. Jon Favreau ergänzt das Original um ganz neue Elemente und behält doch den emotionalen Kern bei, von ein paar herrlich eingestreuten Verweisen einmal ganz zu schweigen. Ich hatte wirklich extrem viel Spaß mit „The Jungle Book“ und sehe den weiteren Realverfilmungen nun deutlich freudiger entgegen, denn in dieser Form stellen sie eine gelungene Ergänzung des ursprünglichen Materials dar: 9/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (469)

Irgendwie fühlt sich der Start ins Jahr 2018 bisher nicht sonderlich gut an. Mein Gedankenkarussell ist schon wieder in voller Fahrt. Warum bist du nicht im Jahr 2017 geblieben? Die Nacht war recht unruhig, dennoch hatte ich mir fest vorgenommen, heute morgen laufen zu gehen, denn am Nachmittag sind wir komplett unterwegs. Somit habe ich mich trotz denkbar schlechter Voraussetzungen und des regnerischen Wetters zu einem Lauf aufgemacht:

2018 startet ähnlich trostlos, wie 2017 geendet hat

2018 startet ähnlich trostlos, wie 2017 geendet hat

Distance: 5.47 km
Duration: 00:34:58
Elevation: 28 m
Avg Pace: 6:23 min/km
Avg Speed: 9.39 km/h
Heart Rate: 174 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 514 kcal

Die Zeit ist immer noch nicht gut, die Distanz auch zu vernachlässigen. Aber ich war laufen. Mehr schlecht als recht. Aber da ich nun auch die Leckereien und den Alkohol deutlich zurückfahren werde, sollte das Tempo und die Ausdauer schnell wieder kommen. Dann heißt es nur gesund bleiben und sich nicht wieder von einer Erkältung für zwei Monate ausschalten zu lassen. Immerhin: mein erster Lauf im Jahr 2018!

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 101: Überzeugt! Ketogene Ernährung mit Daniel Pugge

Arielle, die Meerjungfrau – OT: The Little Mermaid (1989)

Es ist 2018! So ganz kann ich es noch nicht glauben, dass die Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren tatsächlich schon wieder vorbei ist. Der Start ins neue Jahr fühlt sich für mich immer ein wenig seltsam an. Irgendwo zwischen Wehmut und ich möchte gleich jetzt sofort alles neu und anders haben. Aber darum soll es hier nicht gehen. Nach knapp vier Stunden Schlaf waren wir heute alle ein wenig matschig und außer einem ausgedehnten Neujahrsspaziergang, ein paar Brettspielen und – auf vielfachen Wunsch einer einsamen Dame – der Sichtung von „Arielle, die Meerjungfrau“ war nicht viel zu holen…

Arielle, die Meerjungfrau (1989) | © Walt Disney

Arielle, die Meerjungfrau (1989) | © Walt Disney

Unten im Meer

Auch wenn ich „Arielle, die Meerjungfrau“ als Kind und Jugendlicher bestimmt einige Male gesehen habe, gehört der Film nicht zu meinen persönlichen Disney-Klassikern. Das Zappelinchen besitzt jedoch die zugehörige CD und ist schon seit Jahren (ja, wir sind Rabeneltern) heiß darauf, endlich auch den Film zum Hörspiel zu sehen. Da ich keine innige Beziehung zu dem Film habe, entschied ich mich für die Synchronfassung aus dem Jahr 1998, weil auf dieser eben auch das Hörspiel basiert. Außer ein paar Stimmen, konnte ich keinen großen Unterschied zur Urfassung von 1989 ausmachen, was eingefleischte Fans natürlich anders sehen. Soviel zu den Rahmenbedingungen. Was hat der Disney-Klassiker sonst noch zu bieten?

Zu Beginn hat es für mich tatsächlich ein paar Minuten gedauert, bis ich in der klassischen 2D-Animation drin war. Ich habe eher auf die Kunstform geachtet, als dass ich mich in die Geschichte hätte fallen lassen können. Das war einerseits befremdlich, andererseits aber auch toll, weil man vielen Szenen die Handarbeit deutlich ansieht. Es ist wirklich herrlich, wie detailreich und liebevoll Charaktere animiert sind und die einzelnen Ebenen der Schauplätze zu einem dreidimensional wirkenden Raum montiert wurden. Doch auch inhaltlich hat mich das Märchen gepackt: Ja, im Grunde bekommt man nur eine klassische Liebesgeschichte mit Fish-out-of-Water-Element (im wortwörtlichen Sinne) zu sehen, die jedoch so charmant erzählt wird, dass man sich ihr nur schwer entziehen kann.

Fazit

Ich kann verstehen, warum „Arielle, die Meerjungfrau“ bis heute zu den großen Disney-Klassikern zählt. Die schöne Geschichte ist beeindruckend animiert und weiß sowohl inhaltlich als auch formal zu überzeugen. Die Songs sind mir immer noch im Kopf und ich habe nun Lust bekommen, die anderen Disney-Klassiker zeitnah einer weiteren Sichtung zu unterziehen. Da warten noch einige Meisterwerke: 9/10 Punkte.

Media Monday #340 – Die Neujahrsausgabe

Es ist soweit, das neue Jahr ist da! Während ich diese Einleitung schreibe, steht das Raclette schon am Tisch und die letzten Vorbereitungen werden getroffen. Deshalb halte ich meine Antworten auf die letzten Fragen des Medienjournals im Jahr 2017 auch kurz und knapp. Ich hoffe ihr seid gut rübergekommen und hattet einen famosen Start ins Jahr 2018! Es wird großartig. Ganz bestimmt.

Media Monday #340 - Die Neujahrsausgabe

  1. 2018 wird garantiert ähnlich nervenaufreibend, spannend und großartig wie 2017. Hoffentlich mit ein wenig mehr Fokus auf großartig.
  2. Vorsätze den Medienkonsum betreffend habe ich keine. Mehr Lesen wäre toll, doch dazu müsste ich vermutlich einfach mal früher ins Bett kommen.
  3. Am meisten freue ich mich vermutlich auf die freie Zeit (speziell den Sommer) mit meiner Familie. Ganz langweilig und klassisch.
  4. Wo das neue Jahr gerade frisch gestartet ist trifft es sich gut, dass ich gerade wieder angefangen habe, Sport zu treiben.
  5. Und am wenigsten vermissen an 2017 werde ich wohl gewisse Stressphasen und Stimmungstiefs.
  6. Mit dem Neujahrsmorgen endet auch die „Zeit zwischen den Jahren“ und damit kehrt so langsam aber sicher auch die Normalität wieder ein, wenngleich ich auch noch eine Woche Urlaub habe (sprich ihr werdet auch in den folgenden Tagen Besprechungen zu tollen Filmen wie „A World Beyond“ hier lesen), um den Übergang nicht so hart zu gestalten.
  7. Zuletzt habe ich die medialen Jahresrückblicke „Mein Serienjahr 2017“ und „Mein Filmjahr 2017“ geschrieben und das war durchaus interessant, weil es spannend zu sehen ist, wie sich mein Medienkonsum verändert hat (oder eben auch nicht).

Unser Silvester-Raclette vor der großen Schlacht (mehr davon auf Instagram):

Run, Fatboy, Run (468)

Eigentlich wollte ich vorgestern auch noch einen kurzen Lauf einschieben, doch haben mich Halsschmerzen davon abgehalten. Da ich gestern Abend auf einem Geburtstag war, hatte ich heute jedoch keine Ausrede mehr: Wer feiert, kann auch laufen. Wirklich Hoffnung, dass ich etwas reißen kann, hatte ich jedoch nicht. Von gestern auf heute haben die Temperaturen einen Sprung um 12 °C nach oben gemacht, so dass sich der ganze, schöne Schnee in eine einzige, große Pfütze verwandelt hat:

Gestern noch alles voller Schnee, heute nur noch nass

Gestern noch alles voller Schnee, heute nur noch nass

Distance: 6.36 km
Duration: 00:41:19
Elevation: 39 m
Avg Pace: 6:29 min/km
Avg Speed: 9.24 km/h
Heart Rate: 170 bpm
Stride Frequency: 153 spm
Energy: 593 kcal

Von wirklicher Laufform bin ich noch weit entfernt, doch immerhin wage ich mich wieder nach draußen. Im Vergleich zu letztem Jahr, hat sich nicht viel geändert. Leider habe ich es nicht geschafft, die Laufdistanz zu knacken, selbst wenn ich ein ganzes Mal mehr unterwegs war:

2016 2017
Aktivitäten 61 62
Dauer 63:09:44 64:51:27
Distanz 670,5 km 649,8 km
Tempo 5:39 min/km  5:59 min/km
Puls 170 bpm  167 bpm
Kalorien 56.800 kCal  57.000 kCal

Ziele für 2018? Regelmäßig laufen, wieder schneller werden und die 700 km knacken.

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 100: Jubiläum mit großem Gewinnspiel

Mein Filmjahr 2017

Nachdem ich dieses Jahr meinen Serienrückblick bereits frühzeitig veröffentlicht habe, steht nun nur noch der Rückblick auf mein Filmjahr 2017 aus. Und was für ein Filmjahr das war! Ich konnte meine Sichtungen auf 75 Filme steigern (2016 waren es nur 63) und bin damit sehr zufrieden – auch wenn andere Filmblogger darüber nur müde lächeln können. Wie bereits in den Vorjahren entspringen die Daten für meine Auswertung der „Finde (d)einen Film“-Seite, deren Besuch sich auch unter dem Jahr lohnt, wenn ihr eine bestimmte Besprechung sucht. Doch nun zum Filmjahr 2017…

Freigabe

Wie auch schon im Vorjahr, haben 2017 Filme mit den Freigaben FSK 12 (41%) und FSK 16 (27%) überwogen. Die kinderfreundlichen FSK 0 und FSK 6 (je 13%) halten sich die Waage und FSK 18 (4%) ist ziemlich abgeschlagen. Der Schnitt ist dieses Jahr leicht gesunken: ∅ = exakt FSK 11 (2016: FSK 11 und 4 Monate)

Mein Filmjahr 2017: Freigabe

Weiterlesen

A World Beyond – OT: Tomorrowland (2015)

Mit diesem Artikel lest ihr meine letzte Filmbesprechung in diesem Jahr. Seid ihr ein wenig traurig? Keine Sorge, auch für 2018 habe ich mir fest vorgenommen, jeden gesehenen Film mit einer Rezension zu würdigen. Warum ist die Wahl für das filmische Finale ausgerechnet auf den Disney-Flop „A World Beyond“ gefallen? Weil ich große Hoffnungen hegte, dass mir der Film gefallen wird und er uns einen Blick in die Zukunft werfen lässt. War das die richtige Wahl?

A World Beyond (2015) | © Walt Disney

A World Beyond (2015) | © Walt Disney

Utopie oder Dystopie? Unsere Entscheidung.

Außer dem Trailer habe ich im Vorfeld nicht viel über „Tomorrowland“ in Erfahrung gebracht. Die Beteiligung von Brad Bird (u.a. „Der Gigant aus dem All“ und „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“) und George Clooney hat mir definitiv Lust gemacht und wenn wir ehrlich sind, hat auch die letzte Verfilmung eines Disney-Themenparks – ich spreche natürlich von „Fluch der Karibik“ – ausgezeichnet funktioniert. Und ja, auch „A World Beyond“ bietet wunderbares Unterhaltungskino, das mich in vielen Szenen sogar an die Disney-Realfilme der 50er bis 80er Jahre erinnert hat, die man bei uns in den frühen 90ern im Disney Club zu sehen bekam. Gerade die Road-Movie-Segmente haben mir unglaublich viel Spaß gemacht und dieses nostalgische Gefühl heraufbeschworen. Herrlich!

Warum war „Tomorrowland“ ein solcher Flop?

Wenn man sich den Trailer anschaut, könnte man davon ausgehen, dass die meisten Szenen in der Zukunft bzw. Parallelwelt spielen. Dabei bekommen wir nur einen kurzen Blick in diese Utopie. Für mich war das auch der deutlich geschicktere Ansatz, hat man dadurch Caseys Geschichte erzählen können, was ein großartiges Abenteuer ist. Casey muss kämpfen, innovative Lösungen finden und sich in einer feindseligen Welt behaupten – und darf bei all dem die Hoffnung nicht verlieren. Unterstützt wird sie dabei durch einen kauzigen George Clooney und einem Roboter (großartig gespielt von Raffey Cassidy). Die Jagd durch unsere Welt ist dabei so rasant und ideenreich inszeniert, dass es eine wahre Freude ist. Allerdings muss man als Zuschauer auch Spaß an diversen Sprüngen in der Handlung haben, die uns gegen Ende zusätzlich mit dem eigenen Gewissen konfrontiert: Sind wir es nicht selbst, die nur schlechte Nachrichten teilen? Horrormeldungen über den katastrophalen Zustand der Welt?

Für ein kunterbuntes Sci-Fi-Abenteuer ist „Tomorrowland“ teils zu düster und zu wirr in seiner Erzählung. Für anspruchsvolle Science-Fiction bietet der Film zu viel Jugendabenteuer. Das alles sind Anhaltspunkte, aber keinesfalls eine Erklärung, warum dieser tolle Film mit einer originellen Geschichte und starken Helden so unglaublich gefloppt ist. Wahrlich keine Glanzleistung des gemeinen Kinopublikums (und vermutlich auch der Marketing-Abteilung Disneys).

Fazit

Mir hat „A World Beyond“ extrem viel Spaß gemacht. Ich mochte das ungleiche Heldentrio Casey, Athena und Frank unglaublich gerne und hätte sie gerne bei weiteren Abenteuern begleitet. Die Welt von „Tomorrowland“ hätte Platz und Ideen für ein großes Franchise geboten, wozu es jedoch leider nicht kommen wird. Wenn ihr diesen Film (aus welchen Gründen auch immer) bisher gemieden habt, kann ich euch nur sagen: Schaut rein, denn es lohnt sich. Auf in die Zukunft: 8/10 Punkte.

Mein Serienjahr 2017

Das Jahr neigt sich nun endgültig dem Ende zu. Überall werden Jahresrückblicke veröffentlicht und auch ich möchte mich meinem Serienjahr 2017 widmen. Habe ich 2016 noch 37 Serienstaffeln gesehen, waren es 2017 nur noch 31 Staffeln. Woran dieser Rückgang liegt? Vielleicht weil ich mehr Filme gesehen habe oder weil ich während der Sommermonate generell weniger Zeit vor dem Fernseher verbracht habe? Im folgenden Rückblick werde ich analysieren, was sich im Vergleich zu meinem Serienjahr 2016 sonst noch alles geändert hat…

Episoden pro Staffel

Erneut überwiegen Staffeln mit 10 Episoden (19%), darauf folgen direkt Staffeln mit 12 Episoden (16%) und 8 Episoden (13%) – und interessanterweise 24 Episoden (13%). Alles andere liegt irgendwo dazwischen, bis zu den Extremen 2 Episoden (die vierte Staffel von „Luther“) und 27 Episoden pro Staffel (die erste Staffel von „The O.C.“). Insgesamt lässt sich festhalten, dass kürzere Staffeln nach wie vor überwiegen: ∅ = 14 Episoden pro Staffel (2016: 13 Episoden pro Staffel)

Serienjahr 2017: Episoden pro Staffel

Weiterlesen

Drachenzähmen leicht gemacht 2 – OT: How to Train Your Dragon 2 (2014)

Aktualisierung: Ich habe „Drachenzähmen leicht gemacht“ am 27. November 2020 zum zweiten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Den heutigen Tag haben wir genutzt, um mit den Kids in einen Indoor-Spielplatz zu gehen. Entsprechend platt waren wir (ja genau, hauptsächlich wir Eltern) am Ende des Tages. Das hat uns jedoch nicht davon abgehalten, „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ in den Player zu schieben. Seit der gestrigen Sichtung des ersten Teils war ich richtig heiß darauf, nach Berk zurückzukehren…

Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014) | © Twentieth Century Fox

Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014) | © Twentieth Century Fox

Größer, weiter, schneller und düsterer

Ja, „How to Train Your Dragon 2“ ist eine typische Fortsetzung. Auch merkt man, dass durch die TV-Serie die Zeit zwischen den beiden Filmen überbrückt wurde. Es gibt einige neue Elemente und die Charaktere haben einen sichtlichen Sprung gemacht. Das fand ich spannend, ist dies in Animationsfilmen nicht häufig der Fall. Doch auch Zuschauer, die, wie ich, direkt zur Fortsetzung gesprungen sind, können der Handlung problemlos folgen. Hicks sieht sich der Herausforderung gegenüber, die Nachfolge der Stammesführung antreten zu müssen. Bei seiner Flucht vor der Verantwortung stolpert er in ein Abenteuer, das ihn zum natürlichen Anführer macht, was sich auch erneut in Ohnezahns Charakter spiegelt. Erneut nicht sonderlich komplex, doch mit vielen schönen Szenen und famos inszenierten Flugszenen angereichert. Coming-of-Age mit Drachen, wenn man so will.

Ich mochte die Dynamik zwischen den Figuren wieder sehr. Auch der Sprung ins Teenager-Alter hat perfekt funktioniert. Die Einführung von Hicks‘ Mutter dagegen wirkte auf mich zu Beginn wie ein Deus-Ex-Machina-Moment, hat dann aber schnell an nötiger Tiefe gewonnen. Leider hat man daraus zu wenig gemacht und ich hätte gerne ein paar mehr Charakterszenen gesehen. Regisseur Dean DeBlois hat jedoch den bombastisch inszenierten Kampfszenen den Vorrang gegeben. Letztendlich funktioniert die Mischung doch wirklich gut, der Film hätte meiner Meinung nach aber noch stärker sein können. Insgesamt eine wirklich gelungene Fortsetzung.

Fazit

Mit „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ habe ich so ziemlich den Film bekommen, den ich nach dem tollen ersten Teil erwartet hatte. Ob der Kinofilm noch einmal besonders auf die Tube drückt, um sich von der TV-Serie abzuheben? Das kann ich (noch) nicht beurteilen. Allerdings mag ich die aufgebaute Welt und ihre Charaktere so sehr, dass ich gerade den ersten Roman der Vorlage bestellt habe. Aber auch auf den Abschluss der filmischen Trilogie bin ich schon richtig heiß: 8/10 Punkte.

Die 5 besten Filme, die ich 2017 gesehen habe

Schon wieder Mittwoch, die Feiertage liegen hinter uns. Wir sind in dieser seltsamen Zeit zwischen den Jahren angekommen. Passend also, mit Goranas Die 5 BESTEN am DONNERSTAG auf das vergangene Filmjahr zurückzublicken. Wie bereits bei der Ausgabe im vergangenen Jahr, habe ich mich auf Filme konzentriert, die ich nicht sowieso jedes Jahr sehe, sondern fünf Neu- und Wiederentdeckungen gewählt. Viel Spaß dabei! Was waren eure besten Filme, die ihr 2017 gesehen habt?

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #75

Das Thema für Ausgabe #75 lautet:

Die 5 besten Filme, die ich 2017 gesehen habe

  1. „Arrival“ (2016) – Wie ihr vermutlich mitbekommen habt, bin ich mehr als begeistert: „Arrival“ konnte meine Erwartungen voll und ganz erfüllen. Ich war noch lange danach ganz benommen vom emotionalen Eindruck, den die Geschichte bei mir hinterlassen hat. Auch auf die Zweitsichtung freue ich mich schon jetzt, da sie neue Aspekte aufzeigen dürfte. Was für ein Film. Ich bin hin und weg: 10/10 Punkte. (Gesehen im August 2017)
  2. „Paterson“ (2016) – Jim Jarmuschs „Paterson“ ist einer dieser wunderbaren Filme, die ohne spektakuläre Handlung oder Inszenierung auskommen. Hier wird die Beschreibung des Alltäglichen auf die Spitze getrieben: Zufriedenheit, Achtsamkeit, Selbstverwirklichung, Offenheit und Zuneigung. Große Themen, die uns alle bewegen, und hier so wunderbar unaufdringlich und tatsächlich unterhaltsam verarbeitet werden. Perfekt geeignet, um Vorsätze für das neue Jahr zu treffen: 9/10 Punkte. (Gesehen im September 2017)
  3. „Blade Runner 2049“ (2017) – Wie ich gehofft habe, hat „Blade Runner 2049“ meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Ist er so gut wie das Original? Das muss die Zeit zeigen. Aktuell begeistert mich „Blade Runner“ noch mehr und ist insgesamt stimmiger. Für die Fortsetzung hätte es jedoch keinen besseren Regisseur geben können und auch kein besseres Ergebnis: 9/10 Punkte. (Gesehen im Oktober 2017)
  4. „Raum“ (2015) – Auch wenn der Film gerade in seiner ersten Hälfte oft nur schwer zu ertragen war, so überwiegt auch in dieser die Hoffnung, die Ma für Jack aufbaut. Getragen wird „Raum“ komplett durch seine famosen Schauspieler und das stimmige Drehbuch. Wer sich darauf einlassen kann, wird belohnt werden. Ein unfassbar packender Film: 9/10 Punkte. (Gesehen im Oktober 2017)
  5. „Beautiful Girls“ (1996) – Den Film habe ich erst vor ein paar Tagen (wieder) gesehen, wodurch sich bestätigt hat, dass ich „Beautiful Girls“ zu meinen Lieblingsfilmen zählen kann. Packt warme Klamotten ein und macht euch auf den Weg nach Knights Ridge. Es lohnt sich! Selbst wenn es nur eine Coming-of-Age-Geschichte mit hängengebliebenen Jungs in den späten Zwanzigern ist: 10/10 Punkte. (Gesehen im Dezember 2017)