Arielle, die Meerjungfrau – OT: The Little Mermaid (1989)

Es ist 2018! So ganz kann ich es noch nicht glauben, dass die Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren tatsächlich schon wieder vorbei ist. Der Start ins neue Jahr fühlt sich für mich immer ein wenig seltsam an. Irgendwo zwischen Wehmut und ich möchte gleich jetzt sofort alles neu und anders haben. Aber darum soll es hier nicht gehen. Nach knapp vier Stunden Schlaf waren wir heute alle ein wenig matschig und außer einem ausgedehnten Neujahrsspaziergang, ein paar Brettspielen und – auf vielfachen Wunsch einer einsamen Dame – der Sichtung von „Arielle, die Meerjungfrau“ war nicht viel zu holen…

Arielle, die Meerjungfrau (1989) | © Walt Disney

Arielle, die Meerjungfrau (1989) | © Walt Disney

Unten im Meer

Auch wenn ich „Arielle, die Meerjungfrau“ als Kind und Jugendlicher bestimmt einige Male gesehen habe, gehört der Film nicht zu meinen persönlichen Disney-Klassikern. Das Zappelinchen besitzt jedoch die zugehörige CD und ist schon seit Jahren (ja, wir sind Rabeneltern) heiß darauf, endlich auch den Film zum Hörspiel zu sehen. Da ich keine innige Beziehung zu dem Film habe, entschied ich mich für die Synchronfassung aus dem Jahr 1998, weil auf dieser eben auch das Hörspiel basiert. Außer ein paar Stimmen, konnte ich keinen großen Unterschied zur Urfassung von 1989 ausmachen, was eingefleischte Fans natürlich anders sehen. Soviel zu den Rahmenbedingungen. Was hat der Disney-Klassiker sonst noch zu bieten?

Zu Beginn hat es für mich tatsächlich ein paar Minuten gedauert, bis ich in der klassischen 2D-Animation drin war. Ich habe eher auf die Kunstform geachtet, als dass ich mich in die Geschichte hätte fallen lassen können. Das war einerseits befremdlich, andererseits aber auch toll, weil man vielen Szenen die Handarbeit deutlich ansieht. Es ist wirklich herrlich, wie detailreich und liebevoll Charaktere animiert sind und die einzelnen Ebenen der Schauplätze zu einem dreidimensional wirkenden Raum montiert wurden. Doch auch inhaltlich hat mich das Märchen gepackt: Ja, im Grunde bekommt man nur eine klassische Liebesgeschichte mit Fish-out-of-Water-Element (im wortwörtlichen Sinne) zu sehen, die jedoch so charmant erzählt wird, dass man sich ihr nur schwer entziehen kann.

Fazit

Ich kann verstehen, warum „Arielle, die Meerjungfrau“ bis heute zu den großen Disney-Klassikern zählt. Die schöne Geschichte ist beeindruckend animiert und weiß sowohl inhaltlich als auch formal zu überzeugen. Die Songs sind mir immer noch im Kopf und ich habe nun Lust bekommen, die anderen Disney-Klassiker zeitnah einer weiteren Sichtung zu unterziehen. Da warten noch einige Meisterwerke: 9/10 Punkte.

15 Gedanken zu “Arielle, die Meerjungfrau – OT: The Little Mermaid (1989)

  1. Wenn ich mich recht erinnere, war das mein erster Film, den ich im Kino gesehen habe. Seitdem vielleicht nur 1-2 weitere Male, und ich bin jetzt auch schon über 30, ist also ne Weile her, dass ich ihn gesehen habe. Ist aber der nächste Film in der Disney / Pixar Box, die ich hier stehen habe.

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  2. Ich hab so vor 2 Jahren mit meinem Cousin die ganzen Klassiker noch mal angeguckt so nach und nach. „Arielle“ war da definitiv einer, der noch sehr gut wegkam. Ich glaube, ich mochte nur das Ende nicht sonderlich, wenn ich mich recht erinnere. Ging mir dann alles etwas zu schnell. Aber gut, der Film hat ja auch nicht die längste Laufzeit.
    Der Großteil der sogenannten Disney Klassiker war aber schon extrem anstrengend. Allen voran die ganzen Märchenverfilmungen wie Cinderella oder Schneewittchen. Da wurd das ganze ziemlich anstrengend.

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    • Die ganz, ganz alten Klassiker kenne ich alle noch gar nicht. Bei mir waren es früher eher „Der König der Löwen“ oder „Aladdin“, die ich recht häufig gesehen habe. Selbst „Tarzan“ hat mir noch sehr gut gefallen. Muss ich alle mal wieder schauen.

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      • Die von dir erwähnten sind natürlich über jeden Zweifel erhaben. Aber es gibt da doch so einige, vor allem eben die ganz alten Dinger, die natürlich von der Machart her gut sind, aber ansonsten einfach anstrengend ohne Ende. Empfehlen kann ich auf jeden Fall „Alice im Wunderland“, weil die Macher sich mit ziemlicher Sicherheit irgendwas reingepfiffen haben. Generell ging es ab den 50ern dann aufwärts. Alles davor ist übel.

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      • Auch die alte Filme reizen mich nun irgendwie, da ich sie bisher noch überhaupt nicht kenne. Vielleicht mache ich mal eine komplette Disney-Retrospektive. Das wäre toll!

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  3. Mein absoluter Lieblingsfilm als Kind. Hab den mit 9 Jahren im Kino gesehen und die VHS bestimmt zehnmal angeschaut.
    Vor ein paar Jahren, als „Arielle“ das erste Mal im Free-TV lief, wollte ich ihn eigentlich nochmal nach langer Zeit (20 Jahre plus x) genießen, aber die unnötige neuere Synchronfassung hat mich total rausgebracht und ich hab die Sichtung nach einer Viertelstunde oder so beendet. Warum macht man eigentlich weniger als 10 Jahre später eine neue Fassung? Das macht doch überhaupt keinen Sinn. *kopfschüttel*

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    • Ich kann mich an die alte Synchronfassung gar nicht mehr so gut erinnern. Die neue wurde wohl gemacht, da die erste zu weit vom englischen Original entfernt und auch technisch nicht auf dem Stand der Zeit war. Mir hat sie gut gefallen, doch mir fehlt auch der emotionale Bezug zur 1989er Fassung.

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  4. Frevel! Arielle ist nur Arielle in der 1989 Synchronfassung oder in der OV. Habe mir gerade an Sylvester meine Dosis Arielle abgeholt und jeden Song mitgesungen. Schon alleine weil Ute Lemper Arielle singt. Und natürlich auch, weil „Benjamin Blümchen“ und „Otto“ Triton und Eric sprechen.

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    • Ja, das mag so sein. Allerdings habe ich den Film schon sooo lange nicht mehr gesehen, dass es mir egal war. Und das Zappelinchen kennt eben das Hörspiel, das auf der neuen Fassung beruht (zudem war die auch schön in Dolby-Digital-Raumklang abgemischt). Für mich hat der Film auch so wunderbar funktioniert… 🙂

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      • Das stimmt auf der Blu-ray ist die deutsche 1989 nur in 2.0 Sound. Wenn Zappelinchen die Originalfassung nicht kennt ist es eh egal. Ich bin bei Disney aber auch noch empfindlicher was Synchro angeht und z.B. alles was ich nicht schon auf Deutsch kenne, geht für mich gar nicht in der Synchro, weil da soviel textlicher Inhalt geändert wird in den Songs. Hätte ich Arielle nicht schon sooft in der 89er Fassung gesehen, wäre das für mich auch eine Qual. Die ist nämlich eigentlich echt weit weg von der OV.

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      • Das ist ja auch mir der Grund für die Neusynchro, die ja enger am Original sein soll. Bei „Der König der Löwen“ wäre ich wohl auch empfindlicher, das ich den Film öfter gesehen habe und besser kenne. Mit den Kids werden wir ohnehin nur die Synchro schauen und den Originalton für Solo-Sichtungen aufheben… 😉

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  5. Pingback: The Jungle Book (2016) | moviescape.blog

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