Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier (2018)

Nach einem sportlichen Tag mit Laufen und Schwimmen, war es nachmittags so windig, dass wir uns am Abend auf das Sofa verkrümelt haben. Den Kindern stand der Sinn nach einem Filmabend und da „Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier“ neu bei Prime Video im Programm ist, haben wir den jugendlichen Abenteurern abermals einen Besuch abgestattet… 🦖

Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier (2018) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier (2018) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ein angenehmer Soft-Reboot mit neuen Freunden

Unsere Sichtung von „Fünf Freunde 4“ liegt inzwischen schon einen ganzen Sommer zurück. Dennoch haben wir der Neubesetzung der fünf Freunde etwas skeptisch entgegengesehen. Aber es ging in diesem Fall nicht anders, da die Bande inzwischen zu sehr den Kinderschuhen des ersten Teils entwachsen war. Ich habe die originalen SchauspielerInnen tatsächlich vermisst, wenngleich ich auch zugeben muss, dass die neue Besetzung durchaus gelungen ist. Es fehlt eben noch ein wenig am natürlichen Zusammenspiel. Aber dies kann sich ja noch entwickeln. Zumindest wäre meine Kinder (und auch ich) einer Fortsetzung nicht abgeneigt.

„Oh, ich liebe diese Musik!“
– Der Zwergofant während der Opening Credits

Was die Handlung angeht, so ist „Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier“ nicht sonderlich innovativ. Das Setting mit der Burg erinnert an „Fünf Freunde 2“ und der Weg bis zur Auflösung ist zumindest nett anzusehen. Eben typisch für das Franchise. Man merkt, dass sich außer den SchauspielerInnen nur wenig verändert hat und das ist auch ganz gut so.

Fazit

„Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier“ ist wieder deutlich kindgerechter als der vierte Teil der Reihe. Trotz der neuen Besetzung atmet auch der inzwischen schon fünfte Teil den Geist der Vorgänger. Für Kinder ist das beste Unterhaltung und auch wir Erwachsenen hatten viel Spaß damit: 7/10 Punkte.

Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil – OT: The Jewel of the Nile (1985)

Den heutigen Samstag habe ich fast nur draußen verbracht: Laufen, Rasenmähen und mit den Kindern radeln. Und all das bei recht durchwachsenem Wetter. Aber ist ja auch egal. Wir sind recht spät auf das Sofa gekommen und ich habe mich deshalb nach einem eher kurzen und entspannten Film umgesehen. Letztendlich ist „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“ im Player gelandet, dessen Vorgänger mir vor einem guten halben Jahr erneut viel Vergnügen bereitet hat… 💎🐫

Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil (1985) | © 20th Century Fox

Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil (1985) | © 20th Century Fox

Ein typisches Sequel der 80er Jahre

Wie schon der erste Teil gehörte auch „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“ früher zu meinem Standardprogramm. Einfach ein Film, den man immer wieder einschaltet, wenn er im Fernsehen läuft. Kennt man heutzutage natürlich nicht mehr, doch damals war das so (schreibe ich als alter Mann). Irgendwann danach habe ich die Fortsetzung des 80er-Jahre-Hits noch einmal auf DVD nachgeholt. Vor über einem guten Jahr ist mir endlich die Blu-ray in die Hände gefallen, die bereits länger out-of-print ist und für entsprechende Preise (40 Euro aufwärts) gehandelt wird. Hier hatte es sich gelohnt, einmal wieder im örtlichen Elektromarkt zu stöbern. Aber was erzähle ich hier? Das werden eh nur die langsam aussterbenden Filmsammler verstehen.

Doch zurück zum Film: „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“ ist ein typisches Sequel, das zumindest einen interessanten Zeitpunkt zum Wiedereinstieg wählt: Wie geht es mit dem Paar nach dem romantischen Höhepunkt weiter? Nachdem das aufregende Abenteuer vorbei ist? Das mochte ich recht gerne. Ansonsten wird die Meta-Ebene im Vergleich zum Vorgänger deutlich zurückgefahren. Das Urwald-Setting weicht der sengenden Wüstensonne und die Bösewichte sind aus heutiger Sicht unglaublich klischeehaft. Das White-Savior-Phänomen trifft hier leider durchaus zu, wenngleich sich unsere Helden oft auch einfach dämlich anstellen, was das Ausmaß dieses unschönen Stilmittels zumindest ein wenig relativiert. Aber ja, es ist eben ein Film der 80er Jahre, den man heute bestimmt nicht in dieser Art und Weise drehen würde. Im Kontext seiner Zeit aber immer noch sehr unterhaltsam und wunderbar altmodisch und mit famosen praktischen Effekten umgesetzt.

Fazit

Auch wenn der Film deutlich hinter „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ zurückbleibt, so hatte ich doch auch mit der Fortsetzung wieder viel Spaß. Eben klassische 80er-Jahre-Unterhaltung, wofür man durchaus ein Faible mitbringen sollte. Dann aber kann man damit spaßige 100 Minuten verleben: 7/10 Punkte.

Searching (2018)

Der zweite Tag des langen Wochenendes ist bereits vorbei. Nachmittags haben die Kids und ich Räder geputzt und gegen Abend bin ich mit dem Zwergofanten noch zu einem Erkundungsspaziergang in den Wald aufgebrochen. Nach dem Abendessen gab es noch eine kurze Runde Xbox und im Anschluss haben wir die Kids zu ihrem selbst erwählten Nachtlager auf dem Dachboden gebracht. Somit war es bereits kurz vor 21 Uhr, bis wir mit „Searching“ einen Film in den Player geschoben haben… 💻👨‍💻

Searching (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Searching (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Die Form steht hier (zurecht!) im Mittelpunkt

Ich hatte im Vorfeld meiner Sichtung schon viel Gutes über „Searching“ gelesen. Dennoch war ich sehr skeptisch, ob mich ein gesamter Film, der nur über Geschehnisse am Bildschirm erzählt wird, packen können würde. Dies hat Regisseur Aneesh Chaganty jedoch gekonnt aufgelöst, indem er uns in den ersten 10 Minuten durch das Leben von Familie Kim inklusive aller Lebenshöhepunkte und Schicksalsschläge führt. Emotional unfassbar stark und ich musste, trotz des unterschiedlichen Genres und einer komplett anderen Inszenierung, an die ersten Minuten aus Pixars famosem „Oben“ denken. Auch im weiteren Verlauf ist die ungewöhnliche Form nicht störend, sondern eher spannend. Und unglaublich immersiv. Dies habe ich vor allem nach dem Film gemerkt, als ich mich selbst an den Computer gesetzt habe. Sofort war dieses vertraute Gefühl wieder da. Wirklich sehr stark eingefangen.

Inhaltlich erleben wir eine ziemlich klassische Kriminalgeschichte, die mit der einen oder anderen Wendung zu überraschen weiß. Auch wenn diese teils ein wenig an den Haaren herbeigezogen wirkt, so gibt es für jedes Setup doch ein Payoff und die Details passen wie Puzzle-Teile zusammen. Dennoch ist die Form des Film zweifellos das Element, was ihn so besonders macht. Und ja, ich bin wirklich begeistert. Oft wird über mangelnde Innovation gejammert und „Searching“ ist innovativ. Und nicht nur das, er ist auch smart erzählt. Wenn der Vater (gespielt von John Cho) eine Nachricht wieder löscht und umformuliert, dann sagt das unglaublich viel über die Figur und ihre Beziehung zum Empfänger bzw. der Empfängerin aus. Man merkt dem Film an, dass sich die Autoren und der Regisseur viel Mühe gegeben und auf die Details geachtet haben. Sehr beeindruckend.

Fazit

Ich hätte nicht vermutet, dass mich „Searching“ so komplett begeistern würde. Auch wenn im Grunde nur eine teils übertriebene Kriminalgeschichte erzählt wird, so hat man die Umsetzung in dieser Art und Weise noch nicht gesehen. Einfach nur famose Unterhaltung: 9/10 Punkte.

Unbreakable: The Western States 100 (2012)

Nach einem Social-Distancing-Geburtstag, den wir getrennt durch einen Gartenzaun gefeiert haben, stand abends ein Dokumentarfilm auf dem Programm, den ich schon lange sehen wollte: Von „Unbreakable: The Western States 100“ hatte ich schon häufiger im von mir seit 197 Episoden geschätzten FatBoysRun-Podcast gehört. In einer ihrer letzten Ausgaben haben sie erwähnt, dass Journeyfilm ihre Doku kostenfrei auf YouTube zur Verfügung stellt. Der perfekte Zeitpunkt also, den lang gehegten Wunsch einer Sichtung in die Tat umzusetzen… 🏃‍♂️

Unbreakable: The Western States 100 (2012) | © Journeyfilm

Unbreakable: The Western States 100 (2012) | © Journeyfilm

Eine unfassbare Leistung in packenden Bildern

Vor 12 Jahren habe ich mehr oder weniger ernsthaft mit dem Laufen begonnen. Seitdem habe ich jeden Lauf, vom ersten bis zum aktuell 687. Lauf, hier im Blog festgehalten. Seit 2008 bin ich 5.569 km gelaufen und war knapp 552 Stunden (oder 23 Tage) auf den Beinen. Ich liebe das Laufen und als ich letztes Jahr aufgrund meines verletzten Sprunggelenks fast sechs Monate pausieren musste war das wirklich hart. Ich bin kein großes Lauftalent, doch ich habe Spaß daran, mich draußen in der Natur zu bewegen. Vom Ultra-Running bin ich weit entfernt, doch kann ich die Faszination daran gut nachvollziehen. Auch ich liebe die kleinen Waldwege mit ihren fiesen Steigungen und das immerwährende Vorankommen, alleine durch die Kraft des eigenen Körpers. J.B. Benna gelingt es wunderbar, dieses Gefühl einzufangen.

Neben den Bildern und der Struktur des Films, stechen besonders die Charaktere der vier porträtierten Läufer hervor. Anton Krupicka und Kilian Jornet dürften jedem bekannt sein, der sich auch nur ein wenig für die Laufszene interessiert. Von Hal Koerner und Geoff Roes hatte ich zuvor allerdings noch nicht gehört. Der unterschiedliche Hintergrund der vier Läufer ist mindestens ebenso interessant, wie das Ultra-Rennen an sich. Wenn ihr euch nun dafür interessiert, wie der Western States 100 im Jahr 2010 letztendlich ausgegangen ist, dann schaut euch den Film ab besten gleich selbst an:

Fazit

Man sollte ein Faible für den Laufsport haben, wenn man „Unbreakable: The Western States 100“ etwas abgewinnen will. Ansonsten mögt ihr dieses Vorhaben im Spannungsfeld zwischen verrückt und langweilig einordnen. Für mich als Hobbyläufer hat der Dokumentarfilm jedoch alle Knöpfe gedrückt und ich freue mich jetzt schon auf meinen kurzen Lauf morgen früh. Dabei werde ich bestimmt an Tony, Kilian, Hal und Goeff denken: 9/10 Punkte.

Die kleine Hexe (2018)

Nach einen wirklich schönen und harmonischen Tag, an dem ich eine lange Runde laufen war und sonst nur gefaulenzt habe, stand abends abermals ein Filmabend auf dem Programm. Die Verfilmung von „Die kleine Hexe“ wollten wir schon lange sehen und heute schien uns dafür ein guter Zeitpunkt zu sein… 🧙‍♀️🧹

Die kleine Hexe (2018) | © STUDIOCANAL

Die kleine Hexe (2018) | © STUDIOCANAL

Was ist nur aus der Wetterhexe geworden?

An Otfried Preußlers Buch kann ich mich noch sehr gut erinnern: Als Kind wurde es mir mehrfach vorgelesen, einmal habe ich es mindestens selbst gelesen und vor ein paar Jahren haben wir mit unseren Kindern „Die kleine Hexe“ besucht. Nachdem ich die ersten Bilder der Verfilmung gesehen hatte, war ich skeptisch, denn so farbenfroh habe ich mir die Welt der kleinen Hexe nicht vorgestellt. Doch schließlich konnte ich selbst der anderen großen Preußler-Verfilmung „Krabat“ aus dem Jahr 2008 etwas abgewinnen. Also mal sehen, was die Filmemacher hier so gezaubert haben.

Mit Karoline Herfurth ist die kleine Hexe ungewöhnlich und doch irgendwie passend besetzt. Zumindest nach einer gewissen Eingeöhnungszeit. Auch die kunterbunte Welt mit vielen beinahe schon übersättigten Naturbildern hat mir gut gefallen, selbst wenn sie überhaupt nicht meinen Vorstellungen der Vorlage entsprach. Die bösen Hexen dagegen kamen mir viel zu klischeehaft und dumpf vor. Zwar war die Hexe Rumpumpel durchaus gut besetzt, doch warum war sie keine Wetterhexe mehr? Ich habe den ganzen Film darauf gewartet, dass man nur eine dunkle Wolke sieht, in der man einen Hexenbesen hätte erahnen können… doch nichts! Für mich war das die einprägsamste Szene des gesamten Buches und hier taucht Rumpumpel einfach stets platt in Person auf. Wirklich sehr, sehr schade.

Der restliche Film hatte ein paar nette Szenen, doch war er mir teils zu weit vom Buch entfernt. Und damit meine ich nicht, dass die Handlung hätte 1:1 wiedergegeben werden sollen, sondern die Atmosphäre der Vorlage. So nett die Geschichte hier war, so wenig hatte ich doch das Gefühl, eine Verfilmung von Preußlers Buch zu sehen. Meine Kinder waren dagegen ziemlich begeistert und das ist wohl die Hauptsache.

Fazit

„Die kleine Hexe“ ist ein schöner Kinderfilm, der Spaß macht und stets unterhaltsam ist. Ich hätte ihn mir ein wenig düsterer und werkstreuer gewünscht. Einen Punkt muss ich glatt für die fehlende Rumpumpel-Wolke abziehen. Hier überwiegt einfach die Enttäuschung, auch wenn der restliche Film durchaus sehenswert ist: 6/10 Punkte.

Paddington 2 (2017)

Gestern erst habe ich darüber geschrieben, dass Eskapismus in Zeiten der Corona-Krise extrem wichtig ist. Somit war heute natürlich ein Filmabend angesagt und die Wahl der Kinder ist auf „Paddington 2“ gefallen. Nachdem der Zwergofant bei der Sichtung des ersten Teils noch ziemlich viel Angst hatte, verblieb die Fortsetzung sehr lange ungesehen im Regal. Im letzten Jahr ist der Zwergofant jedoch viel mutiger geworden. Somit stand einem bärigen Filmabend nichts im Wege… 🐻

Paddington 2 (2017) | © STUDIOCANAL

Paddington 2 (2017) | © STUDIOCANAL

„Paddington 2“ ist der perfekte Kinderfilm

Schon nach nur wenigen Minuten waren wir wieder komplett drin in der bunten Welt von Paddington. Paul King hat den Film so wundervoll verspielt, voll kindlicher Freude und Naivität inszeniert, dass es ein großes Vergnügen ist. Dabei ist die Geschichte nie lächerlich oder der Humor zotig, nein, „Paddington 2“ nimmt sich und seine Figuren im besten Sinne ernst und bleibt dabei doch herrlich augenzwinkernd. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt so herzhaft gelacht habe, wie bei den Slapstick-Einlagen als Paddington Fenster putzt oder sich als Friseur versucht. Daneben stehen Augenblicke, die zutiefst emotional sind und wirklich ans Herz gehen. Getragen wird der Film zudem von famosen Schauspielern wie Sally Hawkins („The Shape of Water“)  oder Hugh Bonneville, den ich gerade in „Downton Abbey“ sehe. Die Show stielt hier jedoch eindeutig Hugh Grant als herrlich überzogener Bösewicht.

All das würde den Film schon sehr gut machen. Was „Paddington 2“ jedoch zu einem herausragenden Film macht, ist seine makellose Struktur. Es werden etliche Szenen eingestreut, die man zunächst als nette Anekdote (z.B. wie sich die Eltern kennenlernen) wahrnimmt, am Ende sind diese jedoch stets handlungsrelevant und werden mit einem Payoff aufgelöst. Das gibt es mehrfach im Film. Kein noch so kleines Detail ist unbedeutend und wird doch so locker-leicht eingestreut, als wäre es reiner Zufall. Davon können sich die meisten anderen Filme eine Scheibe abschneiden. Und damit meine ich nicht nur andere Kinderfilme.

Fazit

Mit „Paddington 2“ konnte sich die Geschichte um den sympathischen Bären noch einmal steigern. Für die ganze Familie war es ein famoses Filmerlebnis und ich hoffe sehr, dass wir dieses magische London noch für ein drittes Mal besuchen dürfen. Eine dicke Empfehlung für alle Kinder, Eltern und den ganzen Rest: 9/10 Punkte.

The LEGO Batman Movie (2017)

Nach einer harten Woche, die ganz im Zeichen des neuartigen Coronavirus stand, waren wir abends nur noch platt. Da auch für die Kinder zurzeit wenig Normalität und viel Unsicherheit herrscht, sind wir ihrem Wunsch nach einem Filmabend gerne nachgekommen. Heute durfte sich der Zwergofant einen Film aussuchen und die Wahl ist auf „The LEGO Batman Movie“ gefallen… 🦇🦸‍♂️

The LEGO Batman Movie (2017) | © Warner Home Video

The LEGO Batman Movie (2017) | © Warner Home Video

Ein kunterbunter Action-Spaß für Kids

Ich liebe sowohl den ersten „The LEGO Movie“ als auch seine Fortsetzung. Beide Filme versprühen einen fast schon anarchischen Charme, der gerade in Kombination mit der zweiten Ebene ungeheuerlich gut funktioniert. Auch vom erst am Anfang des Jahres gesehenen „The LEGO Ninjago Movie“ war ich durchaus angetan, selbst wenn dieser viel mehr ein geradliniges Action-Fantasy-Abenteuer war. Nun also „The LEGO Batman Movie“, der eine der beliebtesten Figuren des ursprünglichen Films ins Zentrum der Handlung stellt. Ich war ein wenig skeptisch, ob es dem völlig übertrieben gezeichneten Batman gelingen würde, den gesamten Film zu tragen. Meiner Meinung nach funktioniert das durchaus, wenngleich die Figuren oder Handlung auch nie die Tiefe der beiden ursprünglichen Filme erreicht.

Für die Kinder war es ein großes Vergnügen all die Superhelden und Monster in einem Film zu sehen. Auch ich habe an vielen Stellen gelacht, doch insgesamt schien mir alles ein wenig zu gewollt. Die Geschichte ist durchaus nett, wenngleich ich mir weniger von den redundanten Action-Szenen und mehr Witz durch die Handlung gewünscht hätte. Der Humor ist recht typisch für LEGO und somit wirklich gelungen. Allerdings hatte ich auch hier das Gefühl, dass zu viel auf Batmans breiten Schultern lastet.

Fazit

Ja, die LEGO-Formel funktioniert auch in diesem Film. Der komplette Fokus auf Batman hat für mich nicht ganz so gut funktioniert, was dem Unterhaltungswert aber nur wenig Abbruch getan hat. Insgesamt deutlich einfacher gestrickt als die beiden Hauptfilme. Die Kinder, insbesondere der Zwergofant, waren auf jeden Fall mehr als begeistert: 7/10 Punkte.

Greatest Showman – OT: The Greatest Showman (2017)

Heute war irgendwie ein unbefriedigender Tag. Fast die ganze Familie ist erkältet und somit haben wir schweren Herzens die Sonntagspläne gestrichen. Um überhaupt etwas zu machen, haben wir mit den Kindern einen Film geschaut und ein Brettspiel gespielt. Auf „The Greatest Showman“ war das Zappelinchen schon lange heiß, da sie und der Zwergofant „A Million Dreams“ bereits mit ihrem Chor gesungen haben. Ob der restliche Film mit dem Hit mithalten konnte?

Greatest Showman (2017) | © Twentieth Century Fox Home Entertainment

Greatest Showman (2017) | © Twentieth Century Fox Home Entertainment

A million dreams is all it’s gonna take

Was für ein Publikumsliebling! „The Greatest Showman“ bietet die perfekte Show. Ziemlich passend für den Film. Da sitzt jede Note, jede Choreografie ist bis ins Detail perfekt und die Songs besitzen alle Ohrwurmqualität. Natürlich sollte man Musicals mögen, um dem Film etwas abgewinnen zu können. Aber dann zaubert er eine bombastische Show nach der anderen hervor. Unfassbar. Die Schauwerte stimmen also schon einmal und nein, man sollte nicht die Annahme treffen, hier einer realistischen Biografie von P. T. Barnum beizuwohnen. Das hier ist eindeutig ein Märchen. Eine kunterbunte Show, die einfach nur Freude machen soll. Als solche bleibt sie, wie die Zirkus-Show im Film, aber auch recht oberflächlich.

Hinter der schönen Fassade steckt leider nicht allzu viel. Einzig die fiktionalisierte Version von P. T. Barnum (toll gespielt von Hugh Jackman) besitzt ein wenig Profil. Die restlichen Figuren bleiben leider ziemlich blass. Gerade die außergewöhnlichen Akrobaten und Artisten sind nur Schmuckwerk und der Film hätte enorm gewonnen, wenn er eine gewissen Interaktion zwischen ihnen erlaubt hätte. Dafür hätte man gerne auf eine der Musical-Nummern verzichten können. Somit ist „The Greatest Showman“ letztendlich mehr Schein als Sein.

Fazit

Mir hat „The Greatest Showman“ wirklich ziemlich gut gefallen. Leider werde ich ihn schon bald wieder größtenteils vergessen haben und nur die mitreißenden Songs werden bleiben. Der Rest der heutigen Zuschauerschaft war noch ein wenig begeisterter als ich, doch von mir gibt es vorerst zurückhaltende 7/10 Punkte.

Vier Fäuste gegen Rio – OT: Non c’è due senza quattro (1984)

Nach einer wirklich anstrengenden Woche (zu den Details habe ich mich an anderer Stelle bereits geäußert) stand uns heute der Sinn nach einem entspannten Filmabend. Zudem war Frau bullion einmal wieder strawanzen, weshalb die Wahl auf einen Spencer/Hill-Film gefallen ist. Mit „Vier Fäuste gegen Rio“ ist einer der großen Klassiker in den Player gewandert. Ob der Film so gut war, wie in meiner Erinnerung?

Vier Fäuste gegen Rio (1984) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

Vier Fäuste gegen Rio (1984) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

„Hör mal du Kalkleiste, sag deinem Boss er soll sich beeilen, sonst fang ich an zu dampfen!“

Es ist wirklich kaum zu glauben, dass „Vier Fäuste gegen Rio“ nur ein Jahr vor dem eher drögen „Die Miami Cops“ entstanden ist. Die beiden Filme wirken wie aus anderen Epochen. Hier zeigen sich sowohl Bud Spencer als auch Terence Hill extrem spielfreudig und es fliegen nicht nur die Fäuste, sondern vor allem auch die Sprüche. Hinzu kommt, dass es sich bei „Vier Fäuste gegen Rio“ (für Spencer/Hill-Verhältnisse) fast schon um eine High-Concept-Komödie handelt, die oft tatsächlich den doppelten Spaß bietet. Natürlich wird das Verwechslungselement, und die damit verbundene Albernheit, ziemlich vorhersehbar ausgespielt, doch ist es einfach herrlich, den beiden Schauspielern in ihren gänzlich unterschiedlichen Rollen zuzusehen. Und die Sprüche wirken, vielleicht durch den gegebenen Kontrast, noch einmal derber als sonst.

„Ich bekomme gleich ‘nen Krampf im Vorderflügel!“

Für mich gehört „Vier Fäuste gegen Rio“ auch zu den Filmen des Prügelduos, an die ich mich noch am besten erinnern konnte. Er bietet noch mehr Comedy und hat doch einige wunderbare Prügelsequenzen zu bieten. Dadurch wirkt der Film auch heute noch recht frisch und die Alterserscheinungen zeigen sich eher in, aus heutiger Sicht, unmöglich plumpen und anzüglichen Anspielungen. Davon abgesehen hatte ich wieder enorm viel Spaß mit dem doppelten Duo. Auch die Kinder waren begeistert und haben teils geschrien vor lachen, was ich stets als gutes Zeichen werte.

Fazit

„Vier Fäuste gegen Rio“ ist für mich einer der großen Spencer/Hill-Klassiker, der durch seine ungewöhnliche Prämisse unter den anderen Filmen heraussticht. In vielerlei Hinsicht einfach doppelter Spaß und somit immer wieder gerne gesehen: 8/10 Punkte.

The LEGO Ninjago Movie (2017)

Nachdem Frau bullion und das Zappelinchen heute Abend strawanzen sind und sich ein Konzert anschauen, hatten der Zwergofant und ich einen Männerabend. Wie so etwas aussieht? Zuerst haben wir uns mit „The LEGO Ninjago Movie“ einen lang ersehnten Film angeschaut und uns dann zusammen ins Bett gekuschelt, um noch ein wenig einem Ninjago-Hörspiel zu lauschen. Männerabend eben. Inzwischen hört der Zwergofant das Hörspiel alleine zu Ende (wenn er nicht dabei einschläft) und ich berichte euch, wie uns der Film gefallen hat… 🥋🔥💧🥶🥬

The LEGO Ninjago Movie (2017) | © Warner Home Video

The LEGO Ninjago Movie (2017) | © Warner Home Video

Ein Franchise für die Kids von heute

Nicht erst seit unserem Besuch im Legoland liebe ich die beiden „The LEGO Movie“-Filme. Mit Ninjago hatte ich selbst noch nicht allzu viele Berührungspunkte, doch der Zwergofant ist großer Fan. Er besitzt etliche Spielsachen, ein paar Hörspiele und schaut mit Vorliebe die Serie. Mich erinnert das bunte Ninja-Treiben immer ein wenig an die „Teenage Mutant Ninja Turtles“ meiner Kindheit, weshalb ich durchaus eine Verbindung zum LEGO-Franchise herstellen kann. Bereits im Vorfeld hat mir der Zwergofant genauestens erklärt, was er von der Geschichte weiß und wer die Figuren sind. Somit habe ich mich einigermaßen in der Welt zurechtgefunden, zumal der Film ohnehin kein Vorwissen voraussetzt. Allerdings kann es auch nicht schaden, denn die Hintergründe und Figuren bleiben doch ziemlich flach.

Der Stil des Films steht den anderen beiden LEGO-Movies in nichts nach. Auch die Verknüpfung mit Realszenen (u.a. mit Jackie Chan) ist wieder sehr gelungen. Somit war der Einsatz der ultimativen Waffe samt auftauchendem Monster auch mein Highlight des Films. Davon abgesehen sind die Gags sehr nett, die Geschichte bietet einige imposante Kampfszenen (war mir schon fast zu viel) und einen amüsanten Vater-Sohn-Konflikt. An die Innovationskraft, die vor allem der erste „The LEGO Movie“ ausstrahlt, kommt „The LEGO Ninjago Movie“ jedoch nicht ran. Dennoch mochte ich den Film schon alleine weil der Zwergofant am Ende des Abends verlauten ließ:

„Papa, diesen Abend werde ich nie vergessen!“

Wie soll man da noch objektiv über einen Film urteilen?

Fazit

Auch wenn sich die LEGO-Formel inzwischen ein wenig abnutzt und die Ninjago-Welt deutlich beschränkter ist, als das komplett freie Universum der bisherigen Filme, so hatte ich doch viel Spaß mit „The LEGO Ninjago Movie“. Am meisten freut es mich jedoch, die Begeisterung meines Sohns mitzuerleben und daran teilhaben zu können: 7/10 Punkte.