Run, Fatboy, Run (443)

Nach dem gestrigen Kindergeburtstag (sechs Stunden, elf Kinder) war ich heute morgen noch entsprechend platt. Dennoch haben wir uns aufgerafft und ich bin mit dem Zwergofanten zu einem Lauf aufgebrochen. Angepeilt hatte ich zehn Kilometer, letztendlich wurden aber doch zwölf. Und das bei schwül-heißen 30 °C. Puh.

Run, Fatboy, Run 443: Auf der Tartanbahn

Der Zwergofant läuft mir davon…

Distance: 12.15 km
Duration: 01:15:47
Elevation: 95 m
Avg Pace: 6:14 min/km
Avg Speed: 9.62 km/h
Heart Rate: 157 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 1049 kcal

Wir waren heute viel auf Feldwegen unterwegs, was dem Zwergofanten nicht so gut gefallen hat. Bei den rutschigen Steinen ist die Gefahr einen Sturzes doch größer, weshalb ich ihn heute wieder viel geschoben bzw. stabilisiert habe. Dafür hat er es sich nicht nehmen lassen, auf der Tartanbahn zwei Runden in vollem Tempo zu laufen. Da bin ich doch immer wieder beeindruckt, welches Tempo er mit seinen vier Jahren vorlegt. Letztendlich war es heute deutlich zu heiß, doch wir waren am Ende stolz und zufrieden, es durchgezogen zu haben… 🙂

Im Ohr: „Papa, die Steine rutschen immer so!“

The Three-Body Problem (Cixin Liu)

Zum unserem Jahrestag hat mich meine Frau mit mehreren Büchern bedacht. Darunter befand sich auch der chinesische Sci-Fi-Roman „The Three-Body Problem“ in der englischen Übersetzung (im Deutschen ist das Buch übrigens unter dem Titel „Die drei Sonnen“ bekannt). Ich wusste zuvor überhaupt nichts über den Roman bzw. die Trilogie und war zu Beginn zugegebenermaßen ziemlich skeptisch, hatte ich zuvor doch noch nie chinesische Hard-Sci-Fi gelesen. Meine anfängliche Skepsis sollte jedoch schon bald einer großen Faszination weichen, die Cixin Liu mit seiner epischen Geschichte aufbaut…

Chinesische Kulturrevolution und Virtual Reality

Der Roman beginnt während der chinesischen Kulturrevolution und transportiert auf den ersten Seiten fast das Gefühl eines Geschichtsromans. Ich muss zugeben, davor nicht viel über diese Zeit in der chinesischen Geschichte gewusst zu haben und war erfreut, mehr darüber zu erfahren. Besonders hilfreich waren die Fußnoten des Übersetzers Ken Liu, der viele Hintergrundinformationen ergänzt, die amerikanischen oder europäischen Lesern meist fehlen dürften. Überhaupt ist die Übersetzung, soweit ich das beurteilen kann, sehr gelungen und ich kann die englischsprachige Ausgabe allen interessierten Lesern nur ans Herz legen. Selbst komplexe, wissenschaftliche Themen werden verständlich wiedergegeben und ich hatte nie das Gefühl, nicht mit der Handlung mitzukommen. Allerdings muss ich sogleich eine Warnung aussprechen, denn teils geht Cixin Liu schon sehr in die Tiefe, was mathematische oder physikalische Modelle und Konzepte angeht.

Im weiteren Verlauf des Romans gibt es etliche Wendungen und neue Ausrichtungen, die ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen möchte. Es ist schon ein ziemliches Kunststück, dass am Ende alles zusammenpasst und nicht fragmentiert oder zu konstruiert wirkt. Die Geschichte entspringt ganz persönlichen, kleinen Ereignissen und entwickelt sich zu einer unglaublichen, epischen Größe. Dies hätte ich zu Beginn so nicht erwartet. Das titelgebende Three Body-Problem steht gleichzeitig für eine weitere Handlungsebene, die komplett in einer Virtual-Reality-Umgebung spielt und die ich wirklich faszinierend fand. Natürlich werden dabei Erinnerungen an „Ready Player One“ wach und ich fand es spannend zu lesen, wie unterschiedlich man das Konzept der virtuellen Welten doch umsetzen kann.

Das dritte große Thema ist, wenn man sich erst einmal eingelesen hat, keine große Überraschung mehr. So wie es jedoch in die Geschichte integriert wird, all die wissenschaftlichen Ideen und Konzepte – wow, das habe ich zuvor noch nirgendwo anders gelesen. Der Roman ist dadurch ziemlich komplex und hält uns Leser fast schon ein wenig auf Distanz. Ich fand dies ziemlich ungewohnt, jedoch nicht schlecht – einfach eine andere Art der Unterhaltung, sehr spannend.

Fazit

Auch wenn ich während meines Urlaubs nicht so viel zum Lesen gekommen bin, wie ich mir das gewünscht hatte, so hat mich „The Three-Body Problem“ doch ziemlich für sich vereinnahmt. Dranbleiben lohnt sich, auch wenn es bestimmt nicht das einfachste Buch für den entspannten Feierabend ist. Ich bin nun schon gespannt, wie es mit der Geschichte weitergeht und habe mir noch während des Lesens sogleich die beiden Fortsetzungen „The Dark Forest“ und „Death’s End“ zugelegt. Ungewohnt, fordernd und dabei doch sehr unterhaltsam: 9/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (442)

Nach meinem erfolgreichen Halbmarathon am Sonntag, habe ich bis gestern meine Beine noch ziemlich gespürt. Heute ging es einigermaßen und so hielt ich es für eine gute Idee, bei milden 34 °C zu einem Lauf aufzubrechen. Natürlich hätte dies nicht sein müssen, doch wollte ich den Kopf freibekommen – und was funktioniert da besser, als laufen zu gehen?

Run, Fatboy, Run (442): Schlittenhügel im Sommer

Im Sommer verbrannt, im Winter unser Schlittenhügel.

Distance: 7.20 km
Duration: 00:46:36
Elevation: 102 m
Avg Pace: 6:27 min/km
Avg Speed: 9.27 km/h
Heart Rate: 163 bpm
Stride Frequency: 147 spm
Energy: 602 kcal

Aufgrund des Wetters habe ich eine Route gewählt, die größtenteils durch den Wald führt. Da war es auch einigermaßen angenehm. Ich bin auch bewusst langsam gelaufen und habe einen niedrigen Puls angepeilt, was wieder nur bedingt geklappt hat. Speziell zu Beginn hatte ich Spitzen bis zu 218 bpm. Vielleicht war es doch einfach zu heiß.

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 87: Nordsee, Home2Home und Siebengebirge

5 Filme, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde

Auch wenn der Sommer jeglichen Film-Content auf meinem Blog verhindert, so nehme ich doch zumindest Goranas Die 5 BESTEN am DONNERSTAG mit und stelle euch die fünf Filme vor, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Ganz schön schwierig. Wer meine Reise mit 15 Filmen im Gepäck nachvollziehen möchte, der sollte einmal bei meinem ersten Inselbesuch reinschauen… 😉

Das Thema für Ausgabe #52 lautet:

5 Filme, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde

  1. „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ (2001) – Auch auf dieser Liste darf Peter Jacksons Fantasy-Epos nicht fehlen. Selbst wenn ich nur den ersten Teil einpacken könnte, so würde ich die Geschichte in meinen Gedanken einfach weiterspinnen. Die Bilder sind ja da und letztendlich mag ich das Gefühl des Aufbruchs wohl am liebsten. Wenn man das Bonusmaterial der Extended Edition noch dazurechnet, bin ich auf der Insel eine Zeit lang gut beschäftigt.
  2. „Die Goonies“ (1985) – Natürlich muss auch ein Coming-of-Age-Streifen mit ins Gepäck und dieser hier ist wohl einer der unterhaltsamsten. Da kann man gleich „Indiana Jones“ zu Hause lassen und muss auch „Stand by Me“ oder „Fluch der Karibik“ nicht einpacken, denn Richard Donners Jugendabenteuer vereint einfach das Beste aus diesen filmischen Welten.
  3. „Jurassic Park“ (1993) – Ein weiterer Bekannter aus vielen anderen Top-Listen darf auch auf der Insel nicht fehlen. Steven Spielbergs Dino-Thriller gehört wohl ohnehin zu den Filmen, zu denen meine Gedanken am häufigsten wandern. Pure Kinomagie, die von einer großen Portion Nostalgie geschürt und wohl auf ewig in mir brennen wird. ❤
  4. „The Abyss“ (1989) – Bei James Camerons wohl unbekanntestem Film dürfte mir vor allem das Ausbleiben der Blu-ray-Veröffentlichung einen Strich durch die Rechnung machen. Unendlich schade, denn ich würde das Unterwasser-Abenteuer gerne einmal in richtig guter Qualität genießen. Die Letterboxed-DVD kann man heute leider nicht mehr wirklich gut anschauen. Davon abgesehen gehört der Film auf jede gute Insel.
  5. „Toy Story“ (1995) – Falls ich nicht alleine auf der Insel strande, sollte ich wohl auch einen Kinderfilm im Gepäck haben. Und welche bessere Wahl gäbe es hier, als das erste Pixar-Meisterwerk in Spielfilmlänge? Ein Film, der mich schon viele Jahre begleitet und heute noch mehr zu begeistern weiß, als früher. Schade nur, dass ich die beiden Fortsetzungen nicht auch noch im Gepäck habe…

Media Monday #314

Schon wieder ist das Wochenende vorbei und schon wieder habe ich keinen einzigen Film geschaut. Ich befürchte auch, das wird im Sommer noch ein wenig so weitergehen. Dafür haben wir das Sommerfest des Kindergartens besucht, waren beim Kinderlauf und heute stand endlich der Halbmarathon auf dem Programm, den wir nachmittags in netter Gesellschaft ausklingen ließen. Kein Wunder, dass die Zeit so schnell vergangen ist! Die nächste Woche wird anstrengend, doch davor lasse ich das Wochenende erst einmal mit den Fragen des Medienjournals ausklingen…

  1. Der Moment, als ich nach dem heutigen Halbmarathon mit einer neuen Bestzeit ins Ziel gelaufen bin, war einfach famos.
  2. . Als ich seinerzeit den ersten Teil von „Mission: Impossible“ gesehen habe, hätte ich ja nie gedacht auch 20 Jahre später noch Fortsetzungen der Reihe vorgesetzt zu bekommen.
  3. Den Twist in „The Visit“ habe ich nicht kommen sehen, obwohl ich im Nachhinein dachte: ‚Klar, war ja schließlich ein Film von M. Night Shyamalan!‘.
  4. Untertitel in Filmen stören mich überhaupt nicht und schalte ich sehr gerne ein; allerdings bevorzuge ich bei englischsprachigen Filmen auch englischsprachige Untertitel.
  5. Kultigste TV-Figur ist ja wohl Cosmo Kramer.
  6. Mit Adam Braverman aus der TV-Serie „Parenthood“ als Figur kann ich mich wohl deshalb so gut identifizieren, weil ich selbst Vater bin.
  7. Zuletzt habe ich einen Bericht über unseren Urlaub in Bulgarien unter dem Titel „Unser Hotel und nächtliche Abenteuer“ veröffentlicht und das war höchste Zeit, weil die schönen Erinnerungen schon wieder vom Alltag verdrängt zu werden drohen.

Run, Fatboy, Run (441): Special Event – Halbmarathon #2

Nachdem ich in den letzten Wochen versucht habe, das verpasste Training wenigstens einigermaßen nachzuholen, war es heute soweit: Der Startschuss zu meinem zweiten Halbmarathon ist gefallen. Die Nacht davor war katastrophal und ich habe fast kein Auge zugemacht. Entsprechend wenig hoffnungsvoll habe ich mich heute morgen an den Start begeben. Tatsächlich war mein Ziel in der Cut-off-Zeit von 2:30 Stunden anzukommen. Eine Verbesserung zum letzten Jahr (es liegen 65 Läufe dazwischen) schien mir vollkommen utopisch. Doch dann hatte es angenehme 15 °C und die Sonne ließ sich zu Beginn auch nicht blicken. Es lief erstaunlich gut…

Halbmarathon 2017: Steigung und Fans

Meine Kids laufen mir auf der längsten Steigung entgegen.

Distance: 21.09 km
Duration: 02:03:13
Elevation: 306 m
Avg Pace: 5:50 min/km
Avg Speed: 10.27 km/h
Heart Rate: 170 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 1756 kcal

Während der erste 7-8 Kilometer hat mich ein Freund begleitet, was wieder sehr nett war. Die Aufregung ist schnell verflogen und wir sind ein angenehmes Tempo gelaufen, bei dem wir noch gut plaudern konnten. Zudem hat sich meine Familie dieses Jahr aufgemacht, um mich an fünf(!) Stationen anzufeuern. Das hat mir jedes Mal einen ziemlichen Schub gegeben und meine Kids sind teils sogar ein paar Meter mit mir gelaufen (siehe Foto oben). Sie haben allerdings auch schon Übung, war am Vorabend doch ein Kinderlauf, bei dem sie ebenfalls an den Start gegangen sind und sich jeweils eine Medaille gesichert haben. Ein famoses Event für die ganze Familie.

Halbmarathon 2017: Das Ziel

Der Zieleinlauf nach dem großen Ereignis.

Gerade in der zweiten Hälfte des Laufes, als die unzähligen Höhenmeter anstanden, lief es dieses Jahr erstaunlich gut. Ich musste keine Gehpausen einlegen und kam relativ entspannt voran. Dies schreibe ich größtenteils dem Wetter zu, denn letztes Jahr hatte es ja über 30 °C bei beständigem Sonnenschein. Am Ende hatte ich sogar noch Energie für einen Endspurt, der mich mit einer Gesamtzeit von 02:03:13 ins Ziel laufen ließ. Somit war ich fast ziemlich exakt 10 Minuten schneller als letztes Jahr. Auch wenn ich die Zwei-Stunden-Marke nicht geknackt habe, so bin ich mit dem Ergebnis doch mehr als zufrieden, denn mit einer Verbesserung hätte ich niemals nicht gerechnet. Das Ziel für nächstes Jahr steht damit auch schon… 🙂

Im Ohr: Das Klatschen, Schreien, Tröten und Anfeuern meiner Kids