Lola auf der Erbse (2014)

Heute war ein recht entspannter Tag. Ich war eine Runde laufen und habe den Rasen gemäht, die Kinder haben draußen gespielt. Abends ist Frau bullion nun strawanzen, weshalb wir die Gelegenheit für einen Filmabend genutzt haben. In den Player ist mit „Lola auf der Erbse“ ein Film gewandert, den sich das Zappelinchen in der Bücherei ausgeliehen hat. Nachdem die DVD unfassbar zerkratzt war, wurde sie spontan gegen den Stream bei Prime Video ersetzt. Dennoch wären wir ohne die Bücherei wohl nie in den Genuss dieses schönen Films gekommen… ⛴

Lola auf der Erbse (2014) | © farbfilm Home Entertainment / Lighthouse Home Entertainment

Lola auf der Erbse (2014) | © farbfilm Home Entertainment / Lighthouse Home Entertainment

Ein unaufgeregter und schöner Kinderfilm

„Lola auf der Erbse“ wirkt in seiner ganzen Machart wie ein Fernsehfilm. Und das meine ich nicht einmal negativ. Nachdem „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ beim letzten Filmabend viel zu überdreht daherkam, habe ich mich gefreut, ein realistisches Setting zu sehen, das dennoch märchenhaft wirken darf. Getragen wird „Lola auf der Erbse“ von seiner Titelheldin Lola, die wunderbar natürlich von Tabea Hanstein verkörpert wird. Sehr sympathisch, auch wenn ich das Durchbrechen der Vierten Wand ein wenig aufgesetzt fand. Übrigens ist das auch dem Zappelinchen negativ aufgefallen. Auch ansonsten kann man über die Schauspieler nichts Schlechtes sagen und es lassen sich feste Größen wie Christiane Paul oder Antoine Monot Jr. („Absolute Giganten“) entdecken.

Die Geschichte ist nicht sonderlich innovativ, besitzt aber eine schöne Botschaft. Dabei wird zwar nicht die Lebensrealität illegaler Einwanderer abgebildet, doch das Thema zumindest kindgerecht aufbereitet. Die Handlung wird dabei nie wirklich dramatisch, doch die Bedrohung im Hintergrund ist stets spürbar. Sehr gelungen.

Fazit

Auch wenn „Lola auf der Erbse“ sicher kein perfekter Film ist, so ist er doch sympathisch und mit viel Freude inszeniert. Einfach ein rundum gelungener Kinderfilm, den man sich durchaus auch als Erwachsener anschauen kann: 7/10 Punkte.

Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer (2018)

Nachdem der erste Urlaubstag recht vielversprechend begonnen hat, kam am frühen Nachmittag der Wolkenbruch und seitdem hat es nur noch geregnet. Somit gab es keinen lauschigen Abend auf der Terrasse, sondern zum ersten Mal seit einem Monat wieder einen Filmabend. Heute durfte sich das Zappelinchen den Film aussuchen und ihre Wahl ist auf „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ gefallen… 🐶🐧🐘

Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer (2018) | © Sony Pictures Home Entertainment

Als reiner Kinderfilm gerade noch brauchbar

Nachdem mich schon der Trailer recht wenig zu begeistern wusste, hat der Film meine Befürchtungen letztendlich bestätigt: „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ erzählt eine 08/15-Geschichte mit Versatzstücken, die man in anderen deutschen Kinderfilmen (z.B. „Fünf Freunde“ oder „Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“) bereits viel gelungener und vor allem charmanter gesehen hat. Hinzu kommen CGI-Effekte, die offenbar mit viel zu wenig Budget umgesetzt wurden, was zumindest mich jedes Mal wieder aus dem Film gerissen hat. Die viel zu laute und hektische Inszenierung sowie der völlige Verzicht darauf, die Motivation der Figuren zu erklären, hat die Sache nicht besser gemacht. Da konnten für mich selbst tolle Schauspieler, wie Meret Becker oder Christoph Maria Herbst, nichts mehr retten.

Was ich dem Film allerdings zugute halten muss: Den Kindern hat er gefallen. Sie haben oft sogar wirklich laut gelacht. Und nein, nicht aufgrund des völlig unnötigen Fäkalhumors. Aus Kinderperspektive betrachtet funktioniert „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ demnach wohl ganz gut. Aber ich bin mir sicher, dass er auch bei meinen Kindern nicht sonderlich lange nachwirken wird.

Fazit

Unter den vielen deutschen Kinderfilmen, die ich mit den Kindern in den letzten Jahren gesehen habe, ist „Liliane Susewind: Ein tierisches Abenteuer“ zweifellos der schwächste. Schade drum: 4/10 Punkte.

Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo! (2019)

Heute beginnen auch für mich endlich die Ferien. Eigentlich Pfingstferien, auch wenn das Wetter eher an den Herbst erinnert. Heute Abend durfte sich das Zappelinchen einen Film aussuchen und ihre Wahl ist auf „Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“ gefallen, den sie eigentlich schon im Kino sehen wollte. Nun läuft der Film auf Prime Video und somit war die Gelegenheit günstig… 🦩

Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo! (2019) | © LEONINE

Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo! (2019) | © LEONINE

Ein wundervoll inszenierter Kinderfilm

Ähnlich wie „Gregs Tagebuch“ sind auch die „Mein Lotta-Leben“-Bücher angereichert mit Comic-Elementen. Im Gegensatz zur Verfilmung von „Gregs Tagebuch“ hat Regisseurin Neele Leana Vollmar dieses Stilmittel jedoch viel organischer in ihren Film übernommen. Überhaupt ist „Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“ formal eine Wucht: Die Kameraführung ist lebendig, Sets und Kostüme wirken wunderbar natürlich und die jungen Schauspielerinnen sind allesamt famos. Der Humor zündet und überhaupt ist diese Coming-of-Age-Komödie so bezaubernd frech, dass es einfach eine Freude ist. Herrlich!

Leider jedoch kann die Geschichte nicht mit den positiven Aspekten mithalten. Ja, im Grunde geht es um die Freundschaft zwischen Lotta und Cheyenne, doch dem Gegenüber steht die Handlung rund um Popstar Marlon, welche viel zu sehr ausgewälzt wird. Für die Kinder war das durchaus ein großer Spaß, doch ich hätte nicht so viel davon sehen müssen. Zumal die Moral von der Geschichte am Ende doch ein wenig aufgesetzt wirkt. Aber nun gut, dafür gab es davor viele gar wunderbare Szenen. Unterbrochen haben wir den Film übrigens nur einmal aufgrund dieses wunderschönen, doppelten Regenbogens:

Irgendwie passend für den Film, finde ich. 🌈

Fazit

„Mein Lotta-Leben: Alles Bingo mit Flamingo!“ besitzt richtig starke Elemente und ich hätte gerne einen Punkt mehr gegeben. Doch am Ende hat mich die Geschichte nicht so wirklich packen können. Es sind letztendlich aber wirklich tolle Ansätze vorhanden und es ist definitiv ein Film, den man mit seinen Kindern wunderbar zusammen schauen kann: 7/10 Punkte.

Fünf Freunde 4 (2015)

Wir befinden uns mitten im langen Wochenende. Da das Wetter ziemlich famos war, hat sich dieses nicht auf meinen Filmkonsum ausgewirkt, sprich ich habe die letzten Abende auf der Terrasse verbracht. Heute wurde es jedoch merklich kühler, weshalb die Kinder einen Filmabend und damit „Fünf Freunde 4“ eingefordert hatten. Wie uns der letzte Teil mit der ursprünglichen Besetzung gefallen hat, lest ihr hier… 🐫

Fünf Freunde 4 (2015) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde 4 (2015) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Beinahe schon „Indiana Jones“ für Kinder

Hat bereits „Fünf Freunde 3“ mit einem exotischen Schauplatz und mehr Dramatik aufgetrumpft, wirkt der vierte Teil der Reihe noch einmal deutlich erwachsener. Es gibt kein dusseliges Gangster-Pärchen mehr als Gegenspieler, sondern knallhart agierende Bösewichte. Das Leben der Kinder steht mehr als nur einmal auf dem Spiel, was in wirklich dramatischen Szenen gipfelt. Der Zwergofant war sichtlich mitgenommen. Nein, mit den beschaulichen Abenteuern von „Fünf Freunde“ oder „Fünf Freunde 2“ hat dieser Teil nur noch wenig gemeinsam.

Diese Änderung mag zunächst ein wenig befremdlich wirken, aber es ist irgendwie auch ein logischer Schritt. Die Kinder sind inzwischen Teenager und ein weiteres, etwas naives Abenteuer hätte vermutlich nicht mehr gepasst. Mit Verfolgungsjagden über Dächer und dramatischer Grabräuberei sowie tödlichen Fallen erinnert „Fünf Freunde 4“ oft eher an „Indiana Jones“ als an einen Fall einer Kinderkrimi-Reihe.

Fazit

Auch wenn ich die ersten drei Teile wohl etwas lieber mochte, so hat mir der fulminante Abschluss der Reihe doch gut gefallen. Den Kindern ging es ähnlich und ich bin jetzt schon gespannt, ob wir uns mit den neuen Schauspielern des fünften Teils anfreunden können werden: 7/10 Punkte.

Star Force Soldier – OT: Soldier (1998)

Am heutigen Samstag haben wir eifrig im Garten gewerkelt und gegen Abend habe ich mich mit dem Zwergofanten noch zu einer kurzen Radtour aufgemacht. Danach waren die Kinder platt und auch wir Eltern sind gegen 20:30 Uhr erschöpft auf das Sofa gefallen. Mit „Star Force Soldier“ ist deshalb einmal mehr ein Film mit überschaubarer Laufzeit in den Player ist gewandert. Ein Film, der schon ewig auf meiner Liste stand…

Star Force Soldier (1998) | © Koch Media GmbH

Star Force Soldier (1998) | © Koch Media GmbH

Altmodische Militär-Action mit Endzeit-Setting

Paul W. S. Anderson gehört nicht gerade zu den angesehensten Regisseuren. Seinen Sci-Fi-Horror-Streifen „Event Horizon“ schätze ich jedoch sehr und selbst den ersten „Alien vs. Predator“ finde ich unterhaltsam. Um seinen 1998er Sci-Fi-Actioner „Star Force Soldier“ ranken sich einige Legenden, welche wohl vor allem dadurch geschürt werden, dass der Film in Deutschland lange Zeit nicht ungeschnitten erhältlich war. Mit dem schönen Media Book von Koch Media sollte ich nun die Gelegenheit bekommen, mir selbst ein Bild von diesem scheinbar ultrabrutalen Werk zu machen. Erwartungen waren durchaus vorhanden, wenngleich ich auch nicht mit einem Überflieger gerechnet hatte. Letztendlich bietet der Film solide Unterhaltung mit ein paar wunderbar altmodischen Action-Szenen in real gebauten Sets. Allerdings lässt er an Handlung, Montage und Score einiges vermissen.

Kurt Russell gibt den titelgebenden Soldaten wunderbar stoisch und wortkarg, was allerdings nicht einer gewissen Komik entbehrt. Überhaupt ist das dargestellte Militär-Regime so überzeichnet, dass das nicht so recht mit dem düsteren Grundton des Films zusammenpassen will. Die Siedlung auf dem Planeten erinnert wiederum an „Mad Max“ (speziell den dritten Teil) und was die konstruierte Verbindung zu „Blade Runner“ angeht, so wirkt dies eher wie ein Scherz. Sonderlich brutal ist der Film übrigens auch nicht. Heute gibt es in jeder Pay-TV-Serie härtere Szenen zu bewundern.

Fazit

Nein, „Star Force Soldier“ ist kein verschollener Kultfilm der späten neunziger Jahre. Sci-Fi-Freunde dürfen aufgrund der wirklich netten Schauplätze ruhig einmal reinschauen. Auch die Action macht durchaus Laune, doch wirklich überzeugend ist das alles nicht. Mit einem zugedrückten Auge gibt es gerade noch 6/10 Punkte.

Fünf Freunde 3 (2014)

Schon die ganze Woche freuen sich unsere Kinder auf den wöchentlichen Filmabend. Natürlich haben wir ihnen ihren Wunsch erfüllt und „Fünf Freunde 3“ eingeschaltet. Der Abenteuerfilm wurde sehnlichst erwartet und auch mir stand nach einer anstrengenden Woche der Sinn nach eskapistischer Unterhaltung. Mit seinem Urlaubssetting war der Film dafür auch bestens geeignet… 🌊🌴

Fünf Freunde 3 (2014) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde 3 (2014) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Das Abenteuer wird noch abenteuerlicher

Hat bereits „Fünf Freunde 2“ die Schauplätze im Vergleich zum ersten Teil deutlich erweitert, geht es im dritten Abenteuer nach Thailand auf eine exotische Insel. Inklusive Sandstrand, einem Schiffswrack im türkisblauen Meer und einer mysteriösen Höhle. Mit dem etwas betulichen Abenteuer an der Nordsee hat der jüngste Fall der Fünf Freunde nicht mehr viel gemein. Zwar ist die Kulisse wirklich sehenswert, doch wäre meiner Meinung nach gar nicht so viel Exotik nötig gewesen. Dennoch hatte auch ich wieder viel Spaß mit dem Film. Für den Zwergofant war der Tauchgang ins Wrack samt Hai-Angriff dann doch etwas zu spannend:

„Ich bin nicht so der Wrack-Mensch.“
– Der Zwergofant

Insgesamt bietet auch „Fünf Freunde 3“ eine nette Geschichte mit einem etwas doofen Verbrecherduo, einer neu gewonnenen Freundin und wahrlich abenteuerlichen Schauplätzen. Die Kids hatten sehr viel Spaß mit dem Film (trotz Wrack).

Fazit

Auch der dritte Teil der Reihe bietet die bereits bekannte Kinderunterhaltung, die in diesem Fall noch größer und exotischer erzählt wird als bisher. Das lässt ein wenig Charme vermissen, ist aber für das jüngere (und auch das ältere) Publikum dennoch einen Blick wert: 7/10 Punkte.

Fünf Freunde 2 (2013)

Nachdem wir den Freitagabend mit Kartenspiel und gemütlichem Tischfeuer auf der Terrasse verbracht hatten, ist der wöchentliche Filmabend ausgefallen. Ausgefallen? Nein, nur verschoben. Auch wenn wir heute sehr  spät auf das Sofa gekommen sind, so hatten wir den Kindern doch die Sichtung von „Fünf Freunde 2“ versprochen. Das Abenteuer hat bis weit nach 22 Uhr gedauert, doch von Müdigkeit war (zumindest während des Films) nichts zu spüren… 🏰🐶

Fünf Freunde 2 (2013) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde 2 (2013) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Eine wirklich gelungene Fortsetzung

Über „Fünf Freunde 2“ kann ich eigentlich genau das gleiche sagen, wie über den ersten Teil der Reihe: Der Film bietet ein wunderbar kindgerechtes Abenteuer, das mit viel Humor und spannenden Schauplätzen aufgewertet wird. Die Dynamik zwischen den jungen Schauspielern ist zudem wirklich gelungen, so dass der Spaß selbst bei uns erwachsenen Zuschauern nicht zu kurz kam. Mit Oliver Korittke und Peter Lohmeyer dürfen auch wieder zwei bekannte deutsche Darsteller die Bösewichte mimen. Für alle Beteiligten offensichtlich ein großes Vergnügen.

Ich persönlich fand das Setting auf der Burg sowie das an „Indiana Jones“ erinnernde Finale samt entsprechenden Fallen sehr gelungen. Ansonsten wirkt alles noch einmal größer und schneller als noch im eher betulichen ersten Teil. Das macht aber auch nichts, denn somit liefert „Fünf Freunde 2“ so ziemlich genau das, was man von einer Fortsetzung erwarten würde.

Fazit

Die Kinder waren begeistert und auch ich hatte sehr viel Spaß mit „Fünf Freunde 2“. Eine absolut gelungene Filmreihe, die Kinder wunderbar an das Abenteuer- und Krimi-Genre heranführt. Der dritte Teil wird bei unseren Filmabenden nicht lange auf sich warten lassen: 7/10 Punkte.

Arlo & Spot – OT: The Good Dinosaur (2015)

Home-Office-Woche #6 geht zu Ende. Wirklich erst die sechste Woche? Oder schon? Auf jeden Fall war sie höllisch anstrengend. Auch für die Kinder. Ein Filmabend war somit mehr als angesagt. Heute habe ich wieder einmal den Kids die Wahl überlassen und da sie sich nicht entscheiden konnten, haben wir letztendlich zwischen den beiden Favoriten gelost. Mit dem Gewinner „Arlo & Spot“ (und dem zugehörigen Kurzfilm „Sanjay’s Super Team“) waren dann glücklicherweise auch alle zufrieden… 🦕🦖

Arlo & Spot (2015) | © Walt Disney

Arlo & Spot (2015) | © Walt Disney

Ein höchst emotionales Pixar-Abenteuer

Leider ist „Arlo & Spot“ ziemlich untergegangen. Auch die Kritiken sind, für Pixar-Verhältnisse, recht durchwachsen. Selbst die Produktionsgeschichte des Films ist ziemlich holprig. Und das Ergebnis? Ich kann für meine ganze Familie sprechen, wenn ich sage, dass wir mehrfach gestaunt, gelacht und vor allem geweint haben. Also zumindest der Zwergofant und ich. „Arlo & Spot“ erzählt eine ziemlich geradlinige und scheinbar nur wenig innovative Geschichte. Dabei sieht der Film atemberaubend gut aus, die Charaktere sind wunderbar animiert und die emotionale Wirkung ist einfach auf den Punkt. Subjektiv betrachtet konnte mich der Film voll und ganz packen und ich war in jedem Moment mittendrin.

Wenn ich objektiv auf „Arlo & Spot“ blicke, dann kommen mir etliche Szenen aus anderen Filmen bekannt vor. Typische Motive sind eindeutig Filmen wie „Der König der Löwen“ oder „In einem Land vor unserer Zeit“ entliehen und selbst die famose Inszenierung erinnert an ihre Vorbilder. Dafür gelingt es dem Film an anderen Stellen zu überraschen, wie wenn sich Arlo, zum Beispiel, mit einer Tyrannosaurus-Familie anfreundet. Und habe ich schon erwähnt wie unfassbar gut „Arlo & Spot“ aussieht? Einfach traumhaft schön. Bilder zum darin Versinken, gerade in 3D.

„Papa, das ist der traurigste Film, den ich je gesehen habe.“
– Der Zwergofant

Fazit

Nach all den durchwachsenen Kritiken war ich von „Arlo & Spot“ doch äußerst positiv überrascht. Er bietet nicht nur viel Spaß und ist ein großes Abenteuer, nein, er weiß auch emotional mitzureißen. Ein wahrlich gelungener Filmabend für die gesamte Familie: 8/10 Punkte.

Playmobil: Der Film – OT: Playmobil: The Movie (2019)

Endlich Wochenende nach der fünften Home-Office-Woche. Ist es die fünfte? Irgendwie verschwimmt alles. Außer Frage war nur, dass auch heute wieder ein Filmabend auf dem Programm stehen muss. Da wir vor ein paar Tagen entdeckt haben, dass „Playmobil: Der Film“ bei Prime Video angelaufen ist, stand die Wahl auch schnell fest. Der Zwergofant war heiß darauf und ich zumindest neugierig, da der Firmensitz von Playmobil samt zugehörigem Funpark quasi bei uns ums Eck ist… ☠⚔

Playmobil: Der Film (2019) | © Concorde Video

Playmobil: Der Film (2019) | © Concorde Video

Leider kein Vergleich zur dänischen Konkurrenz

Ja, ich habe zuvor schon ein paar Kritiken überflogen und ja, ich wollte es nicht wahrhaben, dass „Playmobil: Der Film“ eine ziemlich uninspirierte Angelegenheit ist. Die Prämisse, dass zwei Geschwister in der Playmobil-Welt landen und sich in dieser wiederfinden müssen, fand ich noch recht nett. Zwar nicht so innovativ wie die doppelte Ebene von „The LEGO Movie“, aber immerhin nett. Schon die erste Musical-Nummer hat mich aber aus dem Film geworfen. Dabei mag ich Musicals. Wo es denn passt. Dann sterben gleich im Anschluss daran die Eltern der Geschwister. Was für ein Bruch. Man würde nun einen erwachseneren Film erwarten, doch die restliche Handlung ist eher auf Kleinkindniveau. Samt Gags, Figuren und Action.

Immerhin sieht der Film recht gut aus. Die Figuren haben einen wunderbaren Plastik-Look und die Welt ist kunterbunt. Leider wirken viele Gegenstände und Gebäude nicht wie Playmobil, was viel von der Illusion nimmt. Auch hier war die dänische Konkurrenz viel durchdachter und das sowohl in den beiden Hauptfilmen als auch den Spin-offs „The LEGO Batman Movie“ und „The LEGO Ninjago Movie“. Sehr, sehr schade.

Sympathisch fand ich dagegen, dass sich Playmobil auf die klassischen Spielewelten konzentriert und keine bekannten Franchises einbindet. So habe ich einige Figuren aus der eigenen Sammlung, wie z.B. Robotitron, wiedererkannt. Man war sichtlich bemüht keine Kopie der erfolgreichen LEGO-Filme zu kreieren, ist dabei aber leider den bequemsten Weg gegangen und erzählt einfach die naheliegendsten Geschichten. Und diese sind leider nicht sonderlich spannend. Habe ich schon erwähnt, dass mich die Songs extrem genervt haben? Ach, es ist einfach jammerschade. Mit einem besseren Drehbuch hätte man durchaus einen brauchbaren Film aus der Idee machen können.

Fazit

Ich hätte es der Marke Playmobil wirklich gewünscht, einen guten Film abzuliefern. Auch wenn LEGO einfach größer und populärer ist, so hege ich für Plastikfiguren aus der Nachbarschaft doch immer noch große Sympathien. Leider jedoch ist die filmische Adaption dieser Welt einfach nicht sonderlich gelungen. Schade drum: 4/10 Punkte.

Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen – OT: Uno sceriffo extraterrestre… poco extra e molto terrestre (1979)

Wo sind die letzten vier Wochen nur hin? Eigentlich hätte ich heute „Und täglich grüßt das Murmeltier“ schauen müssen, so sehr fließen die Tage ineinander. Aber es war ein Filmabend angesagt und die Kinder haben sich einen Spencer/Hill-Film gewünscht. Da die gemeinsamen Filme des Prügelduos so langsam knapp werden, habe ich „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ vorgeschlagen. Auf die Sichtung war ich selbst sehr gespannt, da ich den Film als Kind geliebt habe… 👽🧔

Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen (1979) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen (1979) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

„Mein Name ist H7-25.“

Für mich dürfte „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ damals wohl die erste Begegnung mit Science-Fiction und konkret mit dem Konzept von Außerirdischen gewesen sein. Ich weiß noch ganz genau wie fasziniert ich von der Photonenkanone war, mit der H7-25 seine Umgebung zu manipulieren wusste. Heute gäbe es eine solche bestimmt als Merchandise zum Film zu kaufen, doch ich habe mir damals eine Skizze gezeichnet und mir mit Hilfe einer Laubsäge ein eigenes Modell, das ich dann schwarz angemalt habe, zusammengebastelt. Ja, der Film hat mich definitiv beschäftigt. Für mich war er mehr als nur das übliche Gekloppe und gerade die emotionale Bindung zwischen H7-25 und dem Sheriff ist mir nahe gegangen. Außerdem war da die Photonenkanone. Muss ich mehr sagen?

Auch meine Kinder waren recht begeistert von dem Film. Das Zappelinchen hat sich mehr über die Prügeleien amüsiert, die aufgrund der Photonenkanone noch abgedrehter waren als ohnehin in Spencer/Hill-Filmen, wohingegen sich der Zwergofant mehr für die Geschichte und die Technik interessiert hat. Ich bin einmal gespannt, was aus den beiden in den nächsten Tagen zu dem Film noch heraussprudelt.

Fazit

Auch wenn „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ heute ein wenig kindisch und vielleicht auch lächerlich erscheinen mag, so konnte er mich immer noch packen. Die Fortsetzung „Buddy haut den Lukas“ ist definitiv schon vorgemerkt: 8/10 Punkte.