Inzwischen bin ich tatsächlich soweit, dass unser famoser Sommerurlaub in den Niederlanden nur noch eine blasse Erinnerung ist. Seit gut drei Monaten sind wir wieder zurück und in vier Wochen ist Weihnachten. Somit ist es vielleicht genau der richtige Zeitpunkt, gedanklich zum Wasserspaß im Deltapark Neeltje Jans zurückzukehren. Der erste richtig warme Tag und der letzte, an dem wir einen Ausflug unternommen haben… 🐟🐠🐡
Autor: bullion
Media Monday #439
Ich hatte mich so unglaublich auf das erste freie Wochenende seit einem guten Monat gefreut und nun ist es schon wieder vorbei. Hmpf. So richtig nutzen konnte ich es auch nicht, denn die Erkältung ist zurück, sprich ich habe ein wenig im Garten gewerkelt, war mit der Familie spazieren, doch kein Lauf im Sonnenschein. Das prangere ich an! Die kommende Woche stresst mich jetzt schon – und dass diverse vorweihnachtliche Termine so langsam mit stets steigendem Arbeitsvolumen kollidieren, macht die Sache nicht einfacher. Doch genug gejammert und ab zu den Fragen des Medienjournals. Wie gestalten sich die Vorwehen der „ruhigen“ Zeit bei euch so? 🎄🙄

- In Vorbereitung auf die nahende Adventszeit hat meine Familie schon unzählige Plätzchen gebacken, die natürlich alle probiert werden wollten. 🍪🕯
- Die Botschaft, die „Zoomania“ einem vermittelt, empfinde ich ja als sehr wichtig und auch am Puls der Zeit, denn Toleranz ist heute leider nicht selbstverständlich.
- Manche Klischees sind ja wirklich nicht totzukriegen. Am schlimmsten finde ich die lustige Dicke bzw. den lustigen Dicken, was in „Brittany Runs a Marathon“ wunderbar reflektierend aufgegriffen wird.
- John Krasinski ist fernab seiner Filmrollen (zuletzt in der zweiten Staffel von „Tom Clancy’s Jack Ryan“) auch als Regisseur tätig und konnte mit „A Quiet Place“ seinen verdienten Durchbruch feiern.
- News aus der Film-Welt sind ja immer mit Vorsicht zu genießen, aber 99% davon sind eh nur Marketing-Bla-Bla.
- Die Gestaltung der Schwarzlichtfabrik ist so psychedelisch gewesen, dass ich unzählige Fotos in meinem Blogartikel über den Kindergeburtstag verarbeiten konnte.
- Zuletzt habe ich mich wieder ausführlicher mit dem SNES Mini Classic beschäftigt und das war wie eine Reise in die Vergangenheit, weil das SNES die Konsole meiner Kindheit gewesen ist (unten noch ein Buchtipp dazu).
Am Wochenende habe ich viel SNES gespielt und in dem schönen Buch hier geschmökert (mehr Einblicke dieser Art finden sich auf meinem Instagram-Account):
Brittany Runs a Marathon (2019)
Da ich mit „Good Omens“ momentan wieder eine Serie auf Prime Video schaue, ist mir aufgefallen, dass es „Brittany Runs a Marathon“ bereits in das Programm geschafft hat. Der von Amazon produzierte Film war natürlich aufgrund seiner Thematik auf meinem Radar gelandet und so habe ich mich gefreut, dass er so schnell verfügbar ist. Dann einmal die Laufschuhe geschnürt und los…

Brittany Runs a Marathon (2019) | © Amazon Studios
Fat-Shaming oder wunderbar motivierend? 🏃♀️
Vor über elfeinhalb Jahren habe ich mit dem Laufen begonnen. Damals hatte ich noch gut 15 kg mehr Gewicht auf den Rippen. Zur gleichen Zeit lief „Run, Fatboy, Run“ mit Simon Pegg in den Kinos, ein weiterer Film mit ähnlicher Thematik, der mich damals tatsächlich inspiriert hat. Zumindest was die Benennung meiner inzwischen schon 638 Laufberichte angeht. Nun also gibt es mit „Brittany Runs a Marathon“ einen weiteren Film, der die Macht des Laufens zelebriert und den Laufsport mit unzähligen anderen Veränderungen im Leben in Verbindung bringt. Dabei ist die titelgebende Brittany übergewichtig und pflegt einen eher ungesunden Lebensstil. Keine Ziele, keine Konsequenzen, aber durchaus Spaß am Leben. Leicht hätte die Geschichte in Richtung Fat-Shaming kippen können, doch letztendlich geht es darum, dass Brittany ehrlich zu sich ist, andere in ihr Leben lässt und Verantwortung für sich übernimmt.
„You changing your life was never about losing weight. It was about taking responsibility for yourself.“
(Demetrius zu Brittany)
Die eigentliche Handlung ist größtenteils ziemlich vorhersehbar, aber extrem charmant inszeniert und gespielt. „Brittany Runs a Marathon“ hat sich für mich stark nach einer anderen Amazon-Produktion, nämlich „The Big Sick“, angefühlt – und das ist durchaus als Kompliment zu verstehen. Auch wenn das Laufen nur ein Katalysator ist, so hatte ich beim finalen Marathonlauf doch Tränen in den Augen. Ja, Laufen kann transformierend sein und das zeigt der Film wunderbar.
Fazit
Wer den Streaming-Dienst nutzt, und gerne mal eine leichte Komödie abseits von RomCom, Fäkalhumor und Co. sieht, dem kann ich „Brittany Runs a Marathon“ nur ans Herz legen. Wenn ihr dazu noch LäuferIn seid (oder es werden wollt), dann schaut unbedingt einmal rein: 8/10 Punkte.
Zoomania – OT: Zootopia (2016) (WS1)
Was für eine Woche. Sehr auslaugend. Auch meine Erkältung ist wieder auf dem Vormarsch. Hmpf. Da Frau bullion heute strawanzen ist, haben die Kids und ich die Gelegenheit genutzt und einen Filmabend veranstaltet. In den Player ist dieses Mal „Zoomania“ gewandert, den ich zuletzt vor gut drei Jahren gesehen habe. Damals konnte er mich nicht vollends überzeugen. Ob sich dieser Eindruck im Beisein der Kinder verändert hat?

Zoomania (2016) | © Walt Disney
Eine tierische Buddy-Cop-Comedy 🐰🦊🚔
Nachdem ich den Kids drei Filme zur Wahl gestellt hatte, konnten sie sich letztendlich auf „Zoomania“ einigen. Das ist schon einmal positiv zu bewerten. Beide kennen die Hörspielfassung, was gerade beim Zwergofanten doch einiges an Skepsis nahm. Dennoch hatte er Sorge wegen ein paar unheimlichen Szenen. Was das angeht hat er im letzten Jahr aber einen deutlichen Sprung gemacht: Zwar musste er auch während dieser Geschichte ein paar Mal wegschauen, doch insgesamt ist Spannung im Film kein wirkliches Problem mehr für ihn. Das Zappelinchen ist mit ihren neun Jahren eh schon viel weiter und konnte sich komplett auf die kunterbunte Geschichte einlassen. Auch mir ist das dieses Mal leichter gefallen, da ich ja bereits von meiner ersten Sichtung wusste, was ich von „Zoomania“ zu erwarten habe.
Was soll ich sagen? Heute hat mir der Film um das ungleiche Ermittlerduo aus Hase und Fuchs deutlich besser gefallen. Die Geschichte ist immer noch einfach und wenig überraschend, doch die unzähligen kleinen Details und auch die offensiv eingewobene Toleranzbotschaft fand ich bei der heutigen Sichtung einfach wundervoll. Zudem konnte die detailreiche Optik des Films noch mehr auftrumpfen, da die unzähligen Ebenen, durch die „Zootopia“ aufgebaut ist, durch das 3D noch eine enorme Tiefe ins Bild gebracht haben. Großartig!
Fazit
Ja, „Zoomania“ hat bei der ersten Wiederholungssichtung wirklich gewonnen. Die Kinder waren begeistert und auch ich konnte mich so richtig schön in diese Welt fallen lassen. Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich Filmabende mit der Familie liebe? Gerade nach anstrengenden Wochen. Für den bereits geplanten zweiten Teil ist ein Kinobesuch schon jetzt fest eingeplant: 8/10 Punkte.
Run, Fatboy, Run (638)
Wie geplant habe ich mich heute erneut auf den Weg gemacht. Dabei spüre ich schon wieder ein leichtes Kratzen im Hals. Aber ohne Laufen wäre das ja auch da. Also lieber langsam machen und zumindest ein wenig bewegen:
Distance: 7.10 km
Duration: 00:44:03
Elevation: 41 m
Avg Pace: 6:11 min/km
Avg Speed: 9.7 km/h
Heart Rate: 167 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 626 kcal
2019: 374 km
November: 35 km
Der Puls war auf dem ersten Kilometer erneut viel zu hoch, was vielleicht an den niedrigen Temperaturen liegt. Doch egal. Ansonsten habe ich es langsam angehen lassen. Anstrengend war der Lauf dennoch. Diese nasse Kälte bei Dunkelheit ist irgendwie auch nix. Aber besser laufen als nicht laufen, oder? 💪
Im Ohr: FatBoysRun – Episode 176: Eure Fragen und Eure Themen
Tom Clancy’s Jack Ryan – Season 2
Eine der positivsten Serien-Überraschungen im letzten Jahr war für mich die erste Staffel von „Tom Clancy’s Jack Ryan“. Die Amazon-Produktion hat das ein wenig angestaubte Genre des Spionage-Thrillers gekonnt modernisiert und mit dem neuen Jack Ryan einen frischen Heldentypus etabliert. Folglich habe ich mich sehr auf „Tom Clancy’s Jack Ryan – Season 2“ gefreut. Warum die zweite Staffel jedoch nicht an das famose erste Jahr heranreicht, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Tom Clancy’s Jack Ryan – Season 2 | © Amazon Prime Video
Rückkehr zu bekannten Genre-Konventionen
Das erste, was mir negativ aufgefallen ist, war das Herausschreiben (oder eben nicht) von Jack Ryans Freundin Dr. Cathy Mueller. Es scheint so als hätte es sie nie gegeben. Keine Erklärung. Nicht einmal in einem Nebensatz. Einfach weg. Das ist schlechter Erzählstil und hat zudem ein seltsames Licht auf den Hauptcharakter geworfen, der bei erster Gelegenheit mit einer Unbekannten ins Bett hüpft. Überhaupt scheint sich Jack Ryan eher zum stereotypen Agenten zurückentwickelt zu haben. Dies mag an der persönlich gefärbten Rachegeschichte liegen, aber auch davon abgesehen ist nur noch wenig vom empathischen Helden der ersten Staffel zu spüren. Dies ist schade, hatte der neue Ansatz die gesamte Serie doch gleich viel zeitgemäßer wirken lassen. Der Jack Ryan der zweiten Staffel ist dagegen viel näher am klassischen Heldentypus der 80er/90er Jahre dran.
Der Fall, um den sich Ryan, Greer und Co. dieses Mal kümmern müssen, ist dagegen ziemlich spannend: Ich mochte das Setting in Venezuela und die politischen Verstrickungen samt Kampfeinsatz im Hinterland. Die Nebengeschichte rund um den deutschen Auftragskiller Max Schenkel sowie die von Noomi Rapace gespielte Femme Fatale war mir dagegen viel zu klischeehaft geschrieben sowie für den eigentlichen Plot zu wenig relevant. All das ist toll inszeniert und sieht wirklich nach großem Kino aus, aber inhaltlich tritt die Serie hier oft auf der Stelle. Sobald sich Ryan wieder nach Venezuela begibt, nimmt auch die Serie wieder Fahrt auf. Hier hätte ich gerne mehr Zeit verbracht und dafür die teils unnötigen Nebenschauplätze gestrichen.
Fazit
Auch wenn ich in meiner Besprechung eher die negativen Aspekte herausgehoben habe, so bietet auch die zweite Staffel von „Tom Clancy’s Jack Ryan“ sehr gute Unterhaltung. Wir haben acht Episoden in nur einer Woche durchgeschaut, was für unsere Verhältnisse wirklich sportlich ist. Ein gutes Zeichen, auch wenn ich mir für die dritte Staffel wieder eine gelungenere Charakterentwicklung sowie ein durchdachteres Drehbuch wünsche: 8/10 (7.7) Punkte.
Run, Fatboy, Run (637)
Wie geplant war ich heute eine kurze Runde laufen. Ungeplant war dagegen der Regen. Aber was soll man machen? Also nach der Arbeit in die Sportklamotten gesprungen und raus auf die nasse Straße:
Distance: 7.05 km
Duration: 00:44:52
Elevation: 43 m
Avg Pace: 6:21 min/km
Avg Speed: 9.4 km/h
Heart Rate: 164 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 635 kcal
2019: 367 km
November: 28 km
Ich bin ganz gut vorangekommen und war sogar etwas schneller unterwegs, als beim ersten Schonlauf direkt nach der Erkältung. Seltsamerweise hat mein Puls über die ersten 1,5 km mit beständig über 205 bpm verrückt gespielt. Vielleicht sollte ich mal die Batterie im Pulsgurt wechseln? Danach war er dann normal auf 150-160 bpm. Nächster Lauf am Donnerstag. So zumindest der Plan. Zurzeit auch bitter nötig.
Im Ohr: FatBoysRun – Episode 175: Guido Sander – von 193kg auf 73kg
Abenteuer Kind #37: Minigolf in der Schwarzlichfabrik
Nach der Geburtstagsfeier im Familienkreis stand natürlich noch der diesjährige Kindergeburtstag des Zwergofanten an. Da schnell feststand, dass wir insgesamt mindestens 11 Kinder sein würden, hatten wir schon vor einigen Wochen Minigolf in der Schwarzlichfabrik gebucht. Renovierungsbudget für unser Haus war für dieses Jahr nämlich nicht mehr eingeplant. Und im November draußen feiern ist leider auch keine Option. Wie sich die Alternative geschlagen hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Media Monday #438
Die letzte Woche Stand ganz im Zeichen des Geburtstags unseres Zwergofanten. Am Samstag war noch der Kindergeburtstag an der Reihe, was dazu führte, dass wir den gesamten Sonntag nur faul rumgelegen sind (okay, ich war auch kurz laufen). Die kommende Arbeitswoche wird intensiv und freue mich jetzt schon auf die Auszeit über Weihnachten. Der Countdown läuft gefühlt schon. Tatsächlich sind es aber (nur?) noch 5 Wochen und diese wollen auch genutzt werden. Nun jedoch erst einmal zu den aktuellen Fragen des Medienjournals. Viel Spaß damit! 🙂

- Gemessen an der Aufmerksamkeit
und/oder Empörung, die der 7. Geburtstag des Zwergofanten mit sich gebracht hat, war er viel zu schnell wieder vorbei. - Mit eines der schönsten Dinge an meinen Hobbys/Interessen ist ja, dass mir nie langweilig ist (ob das nun wirklich ein Vorteil ist? 🤔) und ich sie mit meinen Liebsten teilen kann.
- Nachdem man es sich mittlerweile auch immer öfter wieder einfach zuhause gemütlich macht gibt es auch bei mir wieder mehr Filmabende als im Sommer, wie z.B. letzten Samstag mit „Happy Deathday 2U“, der eine gelungene Fortsetzung des Horror-Hits war.
- Die leider zu früh abgesetzte HBO-Serie „Vinyl“ hat mir in den vergangenen Monaten ja durchaus imponiert, schließlich kombiniert sie klassisches Scorsese-Gangsterkino mit einem Blick in die Musikbranche der 70er Jahre.
- Ich kann nicht nachvollziehen, wie manche*r so blind und verbohrt sein kann, dass er oder sie immer noch den menschgemachten Klimawandel leugnet und ihr Leben nicht zumindest ein wenig umstellt.
- Die Starttermin der dritten Staffel von „The Marvelous Mrs. Maisel“ war die mitunter schönste Meldung der letzten Zeit, denn ich liebe diese Serie einfach für all das, was sie ist. ❤
- Zuletzt habe ich Fotos vom Kindergeburtstag des Zwergofanten für den
kommendengerade erschienenen Blogartikel vorbereitet und das war interessant, weil die meisten Bilder trotz wenig Licht ganz gut geworden sind (siehe auch Instagram unten für ein paar erste Eindrücke).
Der Kindergeburtstag des Zwergofanten beim Schwarzlicht-Minigolf (mehr Einblicke dieser Art finden sich auf meinem Instagram-Account):
Run, Fatboy, Run (636)
Mein letzter Lauf liegt ziemlich genau zwei Wochen zurück. Seitdem plagt mich eine fiese Erkältung. Nachdem ich den gestrigen Kindergeburtstag überlebt habe und ich letzte Nacht nicht mehr husten musste, wollte ich mich heute wenigstens zu einem kurzen Lauf aufmachen. Gesagt, getan.
Distance: 6.08 km
Duration: 00:40:07
Elevation: 39 m
Avg Pace: 6:35 min/km
Avg Speed: 9.1 km/h
Heart Rate: 153 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 528 kcal
2019: 360 km
November: 21 km
So bewusst langsam wie heute war ich schon lange nicht mehr unterwegs. Aber ich wollte es nicht übertreiben. Danach ging es noch eine Runde zum Kraftsport in den Keller. Schien mir heute sinnvoller. Mal sehen, wie ich mich morgen fühle. Wenn sich nichts verschlechtert, drehe ich am Dienstag vielleicht schon die nächste kurze Runde.




