Der letzte Arbeitstag vor meinem Urlaub ist fast schon angenehm unspektakulär verlaufen. Danach hatten wir noch einen Zwischenfall mit einer verwirrten Person, der wir helfen mussten, bevor wir zu meiner Mama aufgebrochen sind. Da sie sich heute nicht so gut gefühlt hat, sind wir nach dem Besuch nur zu viert ins Kino gegangen, wo wir uns „Spider-Man: Brand New Day“ angeschaut haben. 🕸️

Spider-Man: Brand New Day (2026) | © Sony Pictures Home Entertainment
Wunderbar sympathisch erzählte kleine Kartoffeln
Ich hätte ja nicht gedacht, dass wir es nach „Toy Story 5“ noch einmal so bald ins Kino schaffen würden. Nur mit „Die Odyssee“ wird das wohl nichts mehr. Doch ich bin auch sehr froh, „Spider-Man: Brand New Day“ auf der großen Leinwand gesehen zu haben. Ich kann schon einmal vorwegnehmen, dass der Film ein Erlebnis war, speziell in 3D. Die Handlung setzt direkt nach den Ereignissen von „Spider-Man: No Way Home“ ein und wir erleben einen einsamen Peter Parker. Hier hat mich der Film von der Stimmung etwas an Sam Raimis „Spider-Man 2“ erinnert. Danach folgen Sequenzen, welche an die Origin-Stories aus „Spider-Man“ und „The Amazing Spider-Man“ erinnern, sprich Peter Parker erlernt den Umgang mit seinen (in diesem Fall erweiterten) Kräften. Das alles fühlt sich wunderbar organisch an und wie eine echte Weiterentwicklung der Figur. Weniger oberflächlicher Fanservice, als noch im Vorgänger, und mehr echtes Drama. Das hat mir wirklich ausgezeichnet gefallen.
Es gibt eine wunderbare Szene, in der beschreibt Black Widow (Florence Pugh), dass sich Spider-Man ja nur um kleine Kartoffeln kümmern würde. Und genauso ist es auch: Die Geschichte des Films fühlt sich wie ein fast schon intimes Drama an. Selbst die Action bleibt angenehm geerdet. Der Auftritt des Punishers unterstreicht dieses Gefühl noch einmal. Auch die Bösewichtin ist nicht klischeehaft böse, sondern besitzt eine ganz eigene Geschichte und entpuppt sich als Überraschung, welche für den weiteren Verlauf des MCU wohl noch von Bedeutung sein dürfte. Davon abgesehen hatte ich nicht das Gefühl durch das Überspringen der MCU-Filme nach „Spider-Man: No Way Home“ irgendetwas verpasst zu haben. Auch sehr angenehm. Die Geschichte steht für sich und dreht sich im Kern um Peter Parkers Einsamkeit und seinem Umgang damit. Auch MJ und Ned sind wunderbar eingeflochten. Hier gibt es kein einfaches Happy End. All das ist so wunderbar emotional, dass ich in manchen Szenen Tränen in den Augen hatte. Kein Wunder also, dass „Spider-Man: Brand New Day“ für mich der bisher beste Film mit der aktuellen Besetzung ist:
- „Spider-Man: Brand New Day“ (2026) | 9/10 Punkte
- „Spider-Man: Far From Home“ (2019) | 8/10 Punkte
- „Spider-Man: Homecoming“ (2017) | 8/10 Punkte
- „Spider-Man: No Way Home“ (2021) | 8/10 Punkte
Ein überaus lohnender Kinobesuch:
Fazit
Ich hätte es nicht erwartet, dass mich „Spider-Man: Brand New Day“ so begeistern würde. Bereits die drei vorherigen Filme mit Tom Holland als freundliche Spinne aus der Nachbarschaft waren beste Unterhaltung. Dieser vierte Teil besitzt jedoch mehr Tiefe und weiß noch mehr aus seinen Figuren rauszuholen. Die Kinder waren begeistert, Frau bullion war extrem angetan und auch mir hat der Film ausgezeichnet gefallen. Der perfekte Start in den Urlaub: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)
Ich find das echt interessant. Ich bin unvoreingenommen in den Film gegangen und für mich hat er gar nicht funktioniert. Ich fand die Action nicht spannend und die Story hat mich emotional auch nicht gekriegt.
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Emotionen sind halt sehr individuell. Hattest du die vorherigen Filme alle gesehen? Wie haben die für dich funktioniert? Spannend fand ich die Action übrigens auch nicht. Ist ja schon immer recht klar bei Marvel, was passieren wird. Aber ich fand sie sehr unterhaltsam, weil sie geerdeter war als bei vielen der anderen Filme.
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Ich hatte die vorherigen Filme nicht wirklich gesehen, nur Teile, wenn es gerade im Fernsehen kam. Ich weiß ja bereits, dass diese Art von Superheldenfilmen oft nicht funktioniert bei mir. Das ist ja nicht das erste Mal, dass ich mich in einem Film gelangweilt habe, der allgemein als Top-Film bewertet wird, z.B. X-Men oder Guardians of the Galaxy. Dennoch probiere ich es immer wieder, weil es ja doch auch Superheldensettings gibt, die ich sehr mag, z.B. Umbrella Academy, Valerian, Kick-Ass, …
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Dann sind diese Standard-Superheldenfilme vielleicht tatsächlich nichts für dich. „X-Men“ und auch „Guardians of the Galaxy“ sind ja doch eher typische Marvel-Ware. Die von dir genannten dagegen aber doch eher etwas roher und ungewöhnlicher. Dagegen mag Spider-Man und Co. schon etwas langweilig wirken, was für mich aber eher eine Stärke ist.
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Bei den Marvel-Filmen habe ich immer Sorge, dass man ein dutzend anderer Filme vorher gesehen haben müsste. Aber dieser scheint ja „relativ“ stand-alone zu funktionieren?
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Ja, so ging es mir in diesem Fall auch, da uns auch noch etliche Filme und Serien fehlen, doch ja, der funktioniert auch wunderbar für sich genommen. Den vorherigen „No Way Home“ solltest du aber vorab anschauen. Lohnt sich ohnehin.
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Ich meinte auch am Ende, dass ich es gut fand, dass es eben nicht dieses Happy End gab. MJ hat da wirklich einen sehr wichtigen Dialog mit ihm gehabt und dennoch gab es irgendwie doch ein gutes Ende für Peter. Aber eben anders… Ich weiß noch nicht so recht, wie ich mit der Figur der Sadie umgehe…ob sie mir gefällt, obgleich die Story natürlich gut war.
Ich mag aber Frank so als Nebenfigur für Peter. Die Dynamik der beiden ist super und zeigt zwei mögliche Seiten der Lösung. Ich feire hier das Ende sehr 🙂 Und auch, dass er irgendwie seinen Frieden mit all dem Schließen konnte. Nur so konnte er ja auch vieles am Ende beherrschen, was vorher Chaos bedeutete. Diese Akzeptanz war wichtig.
Ich fand ihn auch nicht schlecht. Umso mehr habe ich mich über die Teenies im Kino geärgert, die nur Quatsch gemacht haben, so dass ich am Ende echt aufgestanden bin, um sie zurecht zu weisen… (man haben die sich erschrocken).
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Ja, der Dialog zwischen MJ und Peter zählt für mich auch zu den stärksten Szenen des Films. Habe letzte Nacht sogar in abgewandelter Form davon geträumt. Verrückt. Sagt dir die von Sadie gespielte Figur etwas? Hast du die anderen (alten) Filme der Reihe schon gesehen? Ich fand ihre Performance stark und ihre Figur wird ja bestimmt auch in dieser Iteration wichtig für das MCU werden.
Frank und Peter haben wirklich gut harmoniert. Muss mich mal informieren, welche der bestehenden Serien nun quasi diesem Frank entsprechen. Hat richtig Spaß gemacht!
Oh man, sowas ist immer ärgerlich. Gut, dass du dem Einhalt geboten hast. Unsere Vorstellung war sehr angenehm und fast nur Eltern mit ihren Kindern. Rundum gelungen.
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Und ja, die Kartoffel-Metapher hat ihren ganz eigenen Charme 🙂 Inklusive des Ortes, wo diese Dialoge geführt wurden *lach*
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Auf jeden Fall! Deshalb musste ich dieses Bild hier auch noch einmal aufgreifen. Florence Pugh als Black Widow macht ihre Sache schon auch echt gut.
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