Es regnet einmal wieder und da Frau bullion unterwegs ist, um ihren Geburtstag nachzufeiern, habe ich den Sonntag genutzt, um einen Filmnachmittag mit den Kids zu veranstalten. Nach dem ersten Teil hat es natürlich „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ auf den Bildschirm geschafft. Wie uns der Film gefallen hat, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🔌

The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro (2014) | © Sony Pictures Home Entertainment
Wie der vollgestopfte Mittelteil einer Trilogie
Der Einstieg in den Film hat mir abermals sehr gut gefallen: Coole Sprüche, fetzige Action und eine herausragende Inszenierung. Da hat die Technik seit dem 2002er „Spider-Man“ schon einige Sprünge gemacht. Sehr beeindruckend und einfach ein Augenschmaus. Leider wusste ich dieses Mal schon, wie sich die Geschichte rund um Electro entwickeln würde und war deshalb emotional nicht sonderlich involviert. Aus der Figur bzw. der Ausgangslage hätte man deutlich mehr machen können. Dafür mochte ich die Beziehungskiste zwischen Gwen und Peter dieses Mal sehr. Die beiden harmonieren famos miteinander und dies waren mit meine liebsten Szenen des Films.
Am Ende noch den Green Goblin in den Film zu stopfen fand ich dann zu viel gewollt. Auch bei dieser Sichtung musste ich an Sam Raimis „Spider-Man 3“ denken, der ebenfalls unter zu vielen unterentwickelten Bösewichten zu leiden hatte. Davon abgesehen hat mich Dane DeHaan heute extrem an einen jungen Leonardo DiCaprio erinnert. Bin ich der einzige mit dieser Assoziation?
Nach dem durchwachsenen Mittelteil hat mich das Finale emotional heute voll erwischt: Gwen Stacys Tod in Zeitlupe, die missglückte Rettung in letzter Sekunde und das Nicht-wahrhaben-Wollen ihres Todes. Schon ziemlich herzzerreißend. Auch die Kinder konnten es nicht fassen. Ziemlich düster. Der Epilog mit Rhino dagegen war mir fast schon zu viel Show, auch wenn der Zwergofant sehr enttäuscht war, dass der Kampf nur angerissen wurde. Und nun, die MCU-„Spider-Man“-Filme oder direkt mit dem gesamten MCU weitermachen? Ich bin mir noch nicht sicher.
Fazit
„The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ ist ein gelungener Film, der einfach zu viel wollte. Als Mittelteil einer Trilogie hätte er vermutlich genau auf die richtigen, dramaturgischen Knöpfe gedrückt, um unseren Helden für das große Finale zu positionieren. Ohne den Abschluss wirkt alles ein wenig unrund. Ich bin gespannt, welchen Stellenwert dieser Zweiteiler in ein paar Jahren popkulturell noch haben und ob er mittelfristig komplett aus den Streaming-Angeboten verschwinden wird. Wäre schade drum: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)
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Für mich sind die beiden „Amazing Spiderman“-Filme ja ganz furchtbar. Zu hektisch und irgendwie auch den Fokus für die Figuren nie gefunden.
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Ich mochte sie durchaus, auch wenn Andrew Garfield in der Rolle irgendwie zu cool ist für den Außenseitertyp. Dennoch teils toll inszeniert und stets unterhaltsam. Mag die Raimi-Trilogie dennoch lieber.
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Hab den damals im IMAX gesehen und allein schon der Intro-Sequenz, in der Spidey aus luftiger Höhe Richtung New York fällt, total geplättet. Ich muss den mal wieder gucken, weil ich ihn damals sehr mochte, der ja aber mittlerweile echt viel auf den Deckel bekommt.
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Oh ja, das dürfte sogar meine Lieblingsszene des Films sein. Überhaupt das gesamte Intro. Habe es „nur“ in 3D auf dem 60-Zöller gesehen und war dennoch enorm beeindruckend. Im IMAX muss das der Hammer gewesen sein! 🤩
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Ja, das war unglaublich. Da hat man sich echt gefühlt, als würde man direkt mitfliegen 😁
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Nun habe ich richtig Lust auf die MCU-Spideys, bin mir nur echt nicht sicher, ob ich dann gleich das gesamte MCU angehe. Ist halt ein Mammutprojekt mit den Kids. 😅
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Das ist schon deine Pflicht als filmliebender Vater… da musst du durch. Und es macht tatsächlich Spaß, nochmal zu den Anfängen zurück zu gehen 😅
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Ich hätte auch Spaß daran. Ist halt die Frage, ob sich alle in der Familie noch einmal auf diese lange Reise begeben wollen. 😅
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Bin (und bleibe) Fan von der ganz alten Trilogie. Muss an meinem Alter liegen. 😉
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Ich finde die Raimi-Trilogie auch immer noch am besten. Bin ja auch nicht mehr der Jüngste. 😉
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