Zurück in die Zukunft II – OT: Back to the Future Part II (1989) (WS1)

Nachdem der letzte Filmabend ohne den Zwergofanten stattfinden musste, war er auch den Großteil der restlichen Woche noch krank. Heute jedoch war er wieder in der Schule und auch einigermaßen fit. Zumindest fit genug, um einen Film zu schauen. Somit haben wir endlich „Zurück in die Zukunft II“ in den Player geschoben. Die Kinder haben sich mindestens so sehr auf die Sichtung gefreut wie ich. Auch war ich gespannt, wie sie die komplexere Zeitreisehandlung aufnehmen würden. 📰

Zurück in die Zukunft II (1989) | © Universal Pictures Germany GmbH

Zurück in die Zukunft II (1989) | © Universal Pictures Germany GmbH

Eine innovative und abgefahrene Fortsetzung

Leider sind wir erst recht spät vor den Fernseher gekommen, da das Zappelinchen nächste Woche ins Skilager fährt und somit noch gepackt werden wollte. Vielleicht nicht die besten Voraussetzungen für den gestiegenen Komplexitätsgrad. Dabei ist es wundervoll, was sich Robert Zemeckis und Co. für ihre Fortsetzung haben einfallen lassen: Man bekommt drei Zeitebenen samt alternative Zeitlinien zu sehen. Die Figuren interagieren teils mit ihren Pendents aus dem dem ersten Teil und ich kann mir gut vorstellen, dass dies bei ungeübteren Zuschauer*innen, wie meinen Kindern, durchaus für diverse Knoten im Kopf sorgt. Schon verblüffend, wie gut es  letztendlich funktioniert, einerseits die Handlung weiterzuerzählen, Elemente des Vorgängers aufzugreifen und zudem eine ganz neue Ebene (alternative Zeitlinien) aufzumachen.

Was seine popkulturelle Bedeutung angeht, steht der zweite Teil dem ersten in nahezu nichts nach. Alleine die Ausstattung mit Hoverboards, der sich anpassenden Kleidung  und „Jaws 19“ hat Kinogeschichte geschrieben. Mindestens ebenso beeindruckend ist das alternative Jahr 1985, in dem eine dystopische Parallelwelt ins Leben gerufen wird. Diese wirkt extrem düster und man kann Martys Verzweiflung beinahe körperlich spüren. Das letzte Drittel im Jahr 1955 spielt dann parallel zur Handlung des ersten Teils, was tricktechnisch absolut beeindruckend ist. Jede Zeitebene für sich ist fantastisch ideenreich und auch die übergreifende Handlung rund um den Sport-Almanach funktioniert perfekt. Dennoch wirkt „Zurück in die Zukunft II“ durch die vielen Schauplatzwechsel ziemlich gehetzt. Diese perfekte Wohlfühlstimmung des ersten Teils fehlt irgendwie. Dennoch kann der Film mit anderen Aspekten punkten und ist für eine Fortsetzung wirklich innovativ und abgefahren.

Fazit

Bei dieser ersten Sichtung seit elf Jahren musste ich erneut feststellen, dass „Zurück in die Zukunft“ der insgesamt bessere Film ist. Auch für die Kinder war diese Fortsetzung zu gehetzt und zu kompliziert, was vielleicht auch am anstrengenden Tag davor lag. Ganz persönlich habe ich immer noch viel Liebe für den zweiten Teil der Saga, eben weil er komplett vor verrückten Ideen strotzt und dabei dennoch sich und seinen Figuren treu bleibt. Heute würde eine Fortsetzung wohl leider ganz anders aussehen. Glücklicherweise ist es der Film geworden, den wir kennen und lieben gelernt haben: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Run, Fatboy, Run (1441)

Eigentlich wäre ich heute nicht gelaufen, doch mein Kopf hat es irgendwie gebraucht. War vermutlich nicht sinnvoll, davor zwei dicke Wraps zum Abendessen zu verdrücken, aber der Drang zu laufen kam erst danach. Tja. Läuferleben eben. 🏃‍♂️

Nachtlauf um den Kopf frei zu bekommen

Nachtlauf um den Kopf frei zu bekommen

Distanz: 8.10 km
Zeit: 00:46:33
Anstieg: 61 m
Ø Pace: 5:45 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.4 km/h
Ø Herzfrequenz: 155 bpm
Ø Schrittfrequenz: 153 spm
Temperatur: -2.8 °C
Kalorien: 620 kcal

2023: 264 km
Februar: 62 km
KW 6: 21 km

Es war schon stockdunkel und auch ziemlich kalt. Entsprechend Tempo habe ich gemacht. Hat sich gut angefühlt. Der Kopf steht dennoch nicht still. Tja.

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 297: Jacomina Eijkelboom – Ultra Athlete
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Die 5 stärksten Frauen in Serien

Letzte Woche waren die besten Workplace-Comedy-Serien bei mir im Fokus und heute geht es bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG um die stärksten Frauen in Serien. Da stellt sich natürlich die Frage, was eine starke Frauenfigur tatsächlich ist. Ich habe versucht eine Auswahl aus verschiedensten Genres zu treffen und werde dem Thema vermutlich dennoch nicht gerecht. 🦸‍♀️

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #298 | © Passion of Arts Design, Marvel, Disney, 20th Century Fox, BBC

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #298 | © Passion of Arts Design, Marvel, Disney, 20th Century Fox, BBC

Das Thema für Ausgabe #298 lautet:

Die 5 stärksten Frauen in Serien

  1. Buffy Summers aus „Buffy the Vampire Slayer“ (1997 bis 2003) – Vermutlich die offensichtlichste Wahl. Speziell damals in den 1990er Jahren eine ganz besondere Serienfigur. Wenn man nur das Ergebnis betrachtet, und die teils wohl schwierigen Produktionsumstände davon trennt, dann ist Buffy immer noch eine meiner liebsten Serienfiguren.
  2. Peggy Olson aus „Mad Men“ (2007 bis 2015) – Ganz anders dagegen Peggy Olson, deren Figur stark in der Realität verankert ist. Sie macht eine fantastische Entwicklung durch und die Episode „The Suitcase“, in der sie die tragende Rolle hat, wird mir auf ewig als eine der besten Serienepisoden überhaupt im Gedächtnis bleiben.
  3. Miriam Maisel aus „The Marvelous Mrs. Maisel“ (2017 bis heute) – Ich liebe Midge Maisel. Sie ist wunderbar witzig, intelligent und charismatisch. Dabei behauptet sie sich in einer Männerdomäne und passt sich stets verändernden Umständen an. Eine tolle Frau!
  4. Dana Scully aus „The X-Files“ (1993 bis 2002) – Dana Scully war wohl die erste weibliche Serienfigur, die mir sehr positiv aufgefallen ist. Als Wissenschaftlerin war sie der rationale Gegenpol zu Fox Mulder und ist damit wohl auch die besser gealterte Figur.
  5. Beth Pearson aus „This Is Us“ (2016 bis 2022) – Als letztes habe ich Beth Pearson auf die Liste genommen. In der Serie gibt es etliche starke Frauenfiguren, doch ich habe mich für Beth entschieden, da sie sich als externes Mitglied innerhalb einer Familie mit sehr komplexen Strukturen zu behaupten weiß.

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme und/oder Serien sind jeweils über den Titel verlinkt.

Run, Fatboy, Run (1440)

Gesten hat es ziemlich geschneit, so dass ich heute einmal wieder meine Trailschuhe angezogen habe und durch den Wald geflitzt bin. Wobei das eher übertrieben ist, denn ich war recht gemütlich unterwegs. War dennoch anstrengend. Mag an der gestrigen Geburtstagsfeier und der durchhusteten Nacht liegen. 😴

Kalt und rutschig war es heute, aber auch schön sonnig

Kalt und rutschig war es heute, aber auch schön sonnig

Distanz: 8.02 km
Zeit: 00:50:20
Anstieg: 74 m
Ø Pace: 6:16 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.6 km/h
Ø Herzfrequenz: 151 bpm
Ø Schrittfrequenz: 152 spm
Temperatur: -2.2 °C
Kalorien: 624 kcal

2023: 256 km
Februar: 54 km
KW 6: 13 km

Es war herrlich draußen, aber auch ziemlich rutschig und kalt. Bin nur schwer vorangekommen, doch das ist eben manchmal so. Morgen werde ich nicht zum Laufen kommen, insofern war es mir wichtig, immerhin ein paar Kilometer zu machen.

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 297: Jacomina Eijkelboom – Ultra Athlete
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Jimmy Eat World

Run, Fatboy, Run (1439)

Welch ein Trubel am Morgen! Frau bullion hat Geburtstag (schön), der Zwergofant ist krank und kann nicht in die Schule (nicht schön) und das Auto muss in die Werkstatt (nervig). Also morgens schnell das Auto weggefahren und zurückgelaufen. 🏃‍♂️

Ein Von-der-Autowerkstatt-zurück-Lauf

Ein Von-der-Autowerkstatt-zurück-Lauf

Distanz: 5.30 km
Zeit: 00:31:19
Anstieg: 37 m
Ø Pace: 5:55 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.1 km/h
Ø Herzfrequenz: 148 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: -3.9 °C
Kalorien: 395 kcal

2023: 248 km
Februar: 46 km
KW 6: 5 km

Es war bitterkalt. So kalt, dass ich morgens noch mit dem Zappelinchen gestritten habe, weil es ohne Handschuhe in die Schule radeln wollte. Doch angehende Teenager*innen wissen einfach alles besser. Ich habe auch mit Handschuhen gefroren. Mehr Sport ist heute nicht drin und so konnte ich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Immerhin etwas.

Im ersten Ohr: Sneakpod #757 – Troll
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Media Monday #606

Das Wochenende ist wieder einmal ganz anders verlaufen, als geplant. Schon Freitagabend hatte der Zwergofant Fieber, was bis Sonntag nicht komplett verschwunden ist. Zudem ist er ziemlich erkältet. Sprich, wir mussten Teile der Wochenendpläne wieder verwerfen. Immerhin sind die täglichen Corona-Tests negativ und er scheint langsam auf dem Weg der Besserung zu sein. Die Woche startet bei uns mit einem Geburtstag, weshalb ich den Arbeitstag kurz halten werde. Davor jedoch stehen jedoch die aktuellen Fragen des Medienjournals auf dem Programm. Wie war euer Wochenende und ist es nach Plan verlaufen? 😅

Media Monday #606

  1. Man mag mich für verrückt halten, aber ich finde Workplace-Comedy-Serien wunderbar entspannend, wenn ich meine Arbeit vergessen will.
  2. „Fack ju Göthe“ wirkte im ersten Moment schon etwas lächerlich, aber über den Verlauf der Geschichte hat sich gezeigt, dass es sogar ein wirklich ärgerlicher Film ist.
  3. Von all den schlechten Fortsetzungen, die es so gibt, spielt „Jurassic World: Fallen Kingdom“ ganz vorne mit. Den dritten Teil habe ich immer noch nicht gesehen.
  4. So schlechte Spezialeffekte wie zuletzt in „Uncharted“ habe ich schon lange nicht mehr gesehen, denn die CGI (speziell in der Eröffnungsszene) sehen unfassbar künstlich aus.
  5. Gäbe es einen Preis für das packendste Finale einer Trilogie, er ginge wohl an „Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, den ich letzte Woche noch einmal gesehen habe.
  6. Dafür, dass ich am Wochenende schon wieder einen Halbmarathon gelaufen bin, ist das Ergebnis durchaus zufriedenstellend, auch wenn es hart war.
  7. Zuletzt habe ich die beiden Comedy-Serien „Schitt’s Creek“ und „Brooklyn Nine-Nine“ abgeschlossen und das war durchaus emotional, weil mich beide Serien lange begleitet haben.

„Everything Everywhere All at Once“ ist der jüngste Neuzugang in meine Filmsammlung (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (1438)

Eigentlich hätten wir heute Essenspläne außer Haus gehabt, doch der Zwergofant ist immer noch krank, weshalb wir einfach selbst etwas Leckeres gekocht haben. Ich habe zudem die Gelegenheit genutzt und nach dem harten Halbmarathon vom Samstag noch auf 40 Wochenkilometer aufgerundet. 🏃‍♂️

Brrr, kalter Morgenlauf

Brrr, kalter Morgenlauf

Distanz: 7.32 km
Zeit: 00:45:42
Anstieg: 65 m
Ø Pace: 6:15 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.6 km/h
Ø Herzfrequenz: 149 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: -1.1 °C
Kalorien: 570 kcal

2023: 242 km
Februar: 41 km
KW 5: 41 km

Es war nicht ganz so anstrengend, wie ich befürchtet hatte. Dafür war es wirklich kalt und der Boden noch gefroren. Über die Felder war es somit recht rutschig.

Im ersten Ohr: Sneakpod #757 – Troll
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Brooklyn Nine-Nine – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 8)

Nachdem ich mit „Schitt’s Creek“ eine komplette Comedy-Serie beendet habe, bin ich zu einer alten Bekannten zurückgekehrt: Mit der finalen Staffel von „Brooklyn Nine-Nine“ endet somit eine Reise, die dich bereits 2021 begonnen habe. Eigentlich sogar noch davor, denn die erste Staffel und das zweite Jahr der Serie hatte ich mir damals sogar auf DVD gekauft und bereits 2015 und 2017 zum ersten Mal gesehen. 👮‍♀️👮‍♂️

Brooklyn Nine-Nine | © NBC

Brooklyn Nine-Nine | © NBC

Weiterlesen

Run, Fatboy, Run (1437)

Da ich diese Woche erst einmal laufen war, wollte ich heute, nach dem Halbmarathon von letztem Samstag, noch einen langen Lauf angehen. Leider jedoch wurde ich heute sehr früh morgens nach knapp fünf Stunden Schlaf von einem Fehlerton der Heizung rüde geweckt. Entsprechend unfit habe ich mich gefühlt. Dafür hatte ich bis 10 Uhr schon eine Stunde Kraftsport hinter mir, den Großteil der Wochenwäsche gewaschen und andere Haushaltsdinge erledigt. Aber ich war verdammt müde. 😴

Wer es unter der Woche schleifen lässt, muss am Wochenende lange laufen

Wer es unter der Woche schleifen lässt, muss am Wochenende lange laufen

Distanz: 23.60 km
Zeit: 02:30:48
Anstieg: 161 m
Ø Pace: 6:23 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.4 km/h
Ø Herzfrequenz: 155 bpm
Ø Schrittfrequenz: 153 spm
Temperatur: 3.9 °C
Kalorien: 1878 kcal

2023: 235 km
Februar: 33 km
KW 5: 33 km

Die erste Hälfte kam ich ganz gut voran, doch die zweite Hälfte war wirklich hart. Gerade die letzten drei Kilometer hätte ich am liebsten aufgegeben. Aber das ist natürlich keine Option. Zudem ist bei Kilometer 16 meine Uhr plötzlich ausgegangen und neu gestartet. Doch immerhin ist die Aufzeichnung weitergelaufen. Definitiv nicht so gut wie der lange Lauf letzte Woche, aber immerhin habe ich die 30 km erreicht. Und das mit nur zwei Läufen. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 296: Pia Winkelblech
Im zweiten Ohr: Sneakpod #757 – Troll
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Fack ju Göhte (2013)

Ist seit dem Filmabend mit „Zurück in die Zukunft“ tatsächlich erst eine Woche vergangen? Es fühlt sich eher an wie drei Wochen. Auch heute bin ich recht spät aus dem Büro nach Hause gekommen und habe den Zwergofant krank vorgefunden. Also nichts mit der Rückkehr in die Zukunft. Recht spontan haben wir also einen Film ausgesucht, der dem Zappelinchen gefallen könnte und sind, trotz Skepsis meinerseits, auf „Fack ju Göhte“ gestoßen. Hate to say I told you so… 👨‍🏫

Fack ju Göhte (2013) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fack ju Göhte (2013) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Wie kann solch ein Rotz so erfolgreich sein?

Wenn man widerwillig einen Film schaut, schwingt eine gewisse Voreingenommenheit natürlich immer mit. Dennoch wollte ich „Fack ju Göhte“ eine Chance geben. Schließlich konnten mich schon deutsche Teenie-Komödien, wie „Das schönste Mädchen der Welt“, durchaus überzeugen. Die Geschichte des Films schien mir zudem wie gemacht für einen seichten, aber unterhaltsamen Filmabend. Quasi „Dangerous Minds“ light gemixt mit „School of Rock“, den ich kürzlich erst wieder gesehen habe, und der wunderbar wertschätzend mit den portraitierten Schüler*innen umgeht. „Fack ju Göhte“ ist leider das krasse Gegenteil. Nimmt der von Jack Black gespielte Aushilfslehrer seine Schüler*innen ernst und ermutigt sie ins Rampenlicht zu treten, obwohl sie nicht dem fehlgeleiteten Schönheitsideal entsprechen, so gibt es von Elyas M’Bareks Lehrerfigur nur finsterstes Fat-Shaming. Später greift der Film das noch einmal auf, indem die kräftigere Schülerin durch den Boden der Turnhalle kracht. Haha, was haben wir gelacht!

Auch die sonstigen Witze, wenn man sie so nennen möchte, sind mehr als fragwürdig: K.O.-Tropfen in Kaffee? Oh man, noch so ein Kracher! Danach mit der bewusstlosen Frau ins Bett, um einen One-Night-Stand vorzugaukeln? Welch ein Schenkelklopfer! Darauf folgt ein Gag, in dem eine Lehrerin aufgrund ihres Burnouts einen Suizidversuch unternimmt. Natürlich nicht zum ersten Mal. Wie witzig! Und die suizidgefährdete Schwester der weiblichen Hauptfigur wird durch ein rosa Minikleid samt Stöckelschuhen endlich von ihrer Depression erlöst. Denn schließlich hat sie davor nur Holzfällerhemden getragen und das Äußere ist natürlich alles, was zählt. Ich war teils wirklich entsetzt, ob der Handlung dieses Machwerks. Von den zotigen Sprüchen und der stets vulgären Sprache möchte ich gar nicht erst anfangen. Für mich der schlimmste Film, den ich seit Langem ertragen musste. Oberflächlich betrachtet funktioniert er wohl ganz gut und die Chemie zwischen Elyas M’Barek und Karoline Herfurth ist definitiv vorhanden. Das Zappelinchen hat viel gelacht und ich musste erklären, was ich an dem Film so verwerflich finde. Natürlich ist das Geschmackssache und ich freue mich, dass sie einen guten Abend hatte. Die Botschaften, die „Fack ju Göhte“ unter der oberflächlichen Rahmenhandlung vermittelt, sind allerdings wirklich mies und dürften von der Zielgruppe ungefiltert aufgenommen werden, da das alles ja als hip und cool inszeniert wird.

Fazit

Schon lange hat mich kein Film mehr so geärgert, wie Fack ju Göhte“. Dabei stört es mich gar nicht, dass die Geschichte extrem vorhersehbar ist und die Gags ultraflach. Es sind die Botschaften zwischen den Zeilen, die nur unterbewusst ankommen. Kein Wunder, dass das deutsche Kino oft so einen schlechten Ruf besitzt, wenn Filme wie dieser zu Kassenschlagern werden. Schaut lieber zum hundertsten Mal „School of Rock“ und ihr habt den Fake-Aushilfslehrer-Film, den ihr sehen wollt: 2/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: leider krank)