Can a Song Save Your Life? – OT: Begin Again (2013)

Die letzte Urlaubswoche nähert sich erschreckend schnell ihrem Ende – und bisher hatte ich es nicht geschafft auch nur einen der noch geplanten Filme zu sehen. Heute jedoch gab es mit „Can a Song Save Your Life?“ tatsächlich großes Kino zu sehen, was zu Beginn nicht wirklich absehbar war. Umso glücklicher bin ich, diesem kleinen und doch großen Werk eine Chance gegeben zu haben – und ihr solltet das auch!

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Ich mag Musikfilme und -serien. Sehr sogar. Ebenso die kleinen, wunderbaren Feel-Good-Movies, die häufig unter dem Radar fliegen. Tatsächlich hat mich bei „Begin Again“ die Besetzung am meisten gestört – Keira Knightley und Mark Ruffalo sprechen nicht gerade für eine charmante Indie-Produktion. Dagegen steht die zauberhafte Geschichte sowie mit „Once“ ein Überraschungshit, den Regisseur John Carney zuvor inszenierte. Letztendlich sollten sich meine Sorgen als unbegründet herausstellen und „Can a Song Save Your Life?“ bewegt sich so zielsicher zwischen Indie und Blockbuster, wie auch die Geschichte zwischen Märchen und authentischem New-York-Portrait schwankt. Trotz Ecken und Kanten (und manchmal auch fehlenden Ecken und Kanten) ein absolut fantastisches Erlebnis.

Grundvoraussetzung für eine positiv wahrgenommene Sichtung sollte vermutlich Gefallen an Singer/Songwriter-Musik sein. Auch wenn das Ergebnis in diesem Film immer ein wenig zu glatt und überproduziert klingt, so sind die Wurzeln doch unverkennbar. Erstaunlicherweise wirkt „Begin Again“ gerade aufgrund seiner beiden Hauptdarsteller authentisch. Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass Knightley und Ruffalo so wunderbar harmonieren und ihre Rollen perfekt ausfüllen. Es funktioniert einfach – und das Beste: Der Film kommt ohne aufgesetzte Romanze aus, auch wenn es durchaus unverkennbare Spannungen zwischen Charakteren gibt. Danke dafür.

Neben all der wunderbar echt wirkenden New-York-Atmosphäre, ist der Film ganz klar ein großes Pop-Märchen. Am Ende sind alle glücklich und haben sich zum Positiven hin weiterentwickelt. Ein echtes Feel-Good-Movie eben, der es schafft nicht in Kitsch zu ertrinken. Die Musik ist zudem wirklich gelungen und unterstützt die Atmosphäre des gesamten Films. Einfach schön. Wer das erträgt, der kann mit „Can a Song Save Your Life?“ wunderbare 100 Minuten verbringen. Eine dicke Empfehlung: 9/10 Punkte.

30 Gedanken zu “Can a Song Save Your Life? – OT: Begin Again (2013)

  1. Hach, wunderbar, wir sind uns mal wieder sowas von einig – und ich habe den Film quasi beinahe zur selben Zeit gesehen wie du – ist keine Woche her – und seitdem dudelt der Soundtrack hier rauf und runter. Hat zwar auch zur Folge, dass mein eigener Artikel zum Film wohl erst Ende Februar oder so erscheint (ich hab hier ganz schön Rückstau im Moment), aber auch, dass ich deine Meinung schon lesen konnte, ohne mich davon beeinflussen oder spoilern zu lassen. Ich fand ja übrigens auch Adam Levine ziemlich gut besetzt hier. Sicher keine mega-anspruchsvolle Rolle die er zu füllen hatte, aber es passte einfach und seine Version von „Lost Stars“ am Ende fand ich auch weit besser als vieles, was ‚Maroon 5‘ so hervorgebracht hat. Aber mein Gott kann die Knightley singen, hätte ich so nicht erwartet.

    Und dass Mark Ruffalo nicht für eine charmante Indie-Produktion spricht muss ich zurückweisen, siehe hierzu beispielsweise seine eigene erste Regie-Arbeit ‚Sympathy for Delicious‘ – und auch ‚The Kids Are All Right‘ war herrlich charmant! Zur weitergehenden Lektüre: http://medienjournal-blog.de/2015/10/portrait-mark-ruffalo/

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    • Ist ja wirklich lustig, dass wir den Film beinahe zeitgleich gesehen haben. Zumindest kann ich es mir nun sparen auf deinem Blog nach einer Besprechung zu suchen – ich werde sie aber lesen, sobald sie erscheint. Die Soundtrack-CD habe ich mir auch sogleich geordert. Dürfte auch meiner Frau gefallen. Maroon 5 als Band sagt mir gar nichts, bin aber auch nicht so in der Pop-Welt zuhause. Hier hat mir Levine aber auch recht gut gefallen.

      Was Ruffalo angeht, hast du bestimmt recht. Ich musste eben zuerst an „The Avengers“ denken und bei Knightley an „Fluch der Karibik“ – doch beide sind hier wirklich stark. Eine positive Überraschung! 🙂

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    • Mag durchaus sein, allerdings kenne ich „Once“ noch nicht. Und bei diesem ging es ja um eine Beziehung, oder? Hier ist das nicht der Fall, da steht die Musik im Mittelpunkt bzw. was die daraus resultierende Zufallsbegegnung mit dem jeweils anderen Leben macht.

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  2. Mochte den Film auch sehr (habe ihn in kürzerster Zeit 2 mal gesichtet) und halte ich im Vergleich mit Carneys Vorgänger-Film ONCE für den deutlich besseren Film. Alleine die erste Szene des Films aus Mark Ruffallos Sicht ist ein ganz toller Filmmoment!!

    Dafür hat ONCE die besseren Songs 😉

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    • Ich kann mir auch gut vorstellen, den Film bald noch einmal zu sehen. Es ist eben diese Art von Film. Einfach schön. „Once“ muss ich nun auch unbedingt einmal sehen – und sei es nur aufgrund der Musik… 🙂

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  5. Wow. Wenn du mal 9 Punkte vergibst. Wie ich aus den Kommentaren rauslese kennst du Once noch nicht. Den habe ich geliebt, vor allem auch weil ich Glen Hansard liebe und seine Musik sehr verehre. Das ist auch einer der 2 Gründe warum ich keine Lust auf das „Remake“ hatte. Der 2 Grund ist, ich mag Keira so gar nicht! Deine 9 Punkte lassen mich aber dann doch ein bisschen an meinem Entschluss zweifeln.

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    • Ja, der Film hat mich tatsächlich sehr begeistert. Ich mag Keira Knightley sonst übrigens auch nicht so gerne und hatte die Befürchtung, dass mich ihr oft aufgesetztes Spiel mich auch hier nervt. Dem war aber überhaupt nicht so. Insofern habe ich die Hoffnung, dass es dir ähnlich geht.

      „Once“ kenne ich übrigens tatsächlich noch nicht. Habe ich aber auf der Liste und werde ich irgendwann demnächst bestimmt nachholen.

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  6. Pingback: Review: Can A Song Save Your Life? (Film) | Medienjournal

  7. Lustig! Habe ich gerade gestern bestellt … 😉 Obwohl ich bisher auch nicht so recht wusste, was ich von dem Film erwarten soll. Aber da ich Musik und auch Musikfilme mag, dachte ich, dass der bestimmt auch was für mich ist. Und ist deshalb als 4. Film in der 4-für-3-Aktion im Einkaufswagen gelandet. 🙂

    Nach Deiner Rezension freue ich mich nun aber um so mehr auf die Sichtung! 🙂

    A propos Maroon 5: die kenne und mag ich eigentlich auch, zumindest die Anfänge („Songs about Jane“). Die neueren Releases sind mir persönlich etwas zu poppig und überproduziert. Bin also auch mal gespannt auf Adam Levine. Musiker, die meinen, die müssten/könnten auch schauspielern, sind ja immer so eine Sache … aber ich denke in diesem Fall passt das ja ganz gut, wenn er einen Musiker spielt … 😉

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    • Haha, ja bei 4-für-3-Aktionen ist der letzte Film oftmals einer, auf den man zwar neugierig ist, den man aber nicht so richtig einordnen kann. Du kannst dich hier aber wirklich freuen, denn „Can a Song Save Your Life?“ ist ganz famos, speziell wenn du die Musik von ein paar Interpreten ohnehin schon magst. Ich kannte Maroon 5 davor nicht und würde auch einmal behaupten, dass mir das generell zu poppig wäre. Auf dem Soundtrack sind auch nur so 3-5 Songs, die ich gut losgelöst vom Film hören kann. Darin funktioniert die Musik aber perfekt. Viel Spaß bei deiner Sichtung! 🙂

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