Glennkill: Ein Schafskrimi – OT: The Sheep Detectives (2026)

Wir waren wieder einmal im Kino. Eigentlich hätte ich mir diesen Film nicht unbedingt für eine Kinovorstellung ausgesucht, doch war die Altersspanne von 13 bis 80 Jahren recht groß und auf „Glennkill: Ein Schafskrimi“ konnten sich alle einigen. Nachmittags haben wir also meine Mama abgeholt und sind mit ihr zum Kino spaziert. Danach sind wir noch lecker essen gegangen und es war ein rundum schöner Tag mit viel nötiger Ablenkung. Ob auch der Film dazu beigetragen hat? 🐑

Glennkill: Ein Schafskrimi (2026) | © Sony Pictures

Glennkill: Ein Schafskrimi (2026) | © Sony Pictures

Mehr mäh als meh: Tierisch gute Unterhaltung

Vom Trailer war ich durchaus recht angetan. Großartige Unterhaltung hatte ich mir allerdings nicht erwartet. Frau bullion hat die Vorlage irgendwann um 2006 gelesen und fand das Buch nett. An viel konnte sie sich allerdings nicht mehr erinnern. Es ist wohl ein gutes Zeichen, wenn sich mit einer Verfilmung so viel Zeit gelassen wird. Der Hype ist vorbei und das schnelle Geld ist wohl nicht mehr der entscheidende Faktor. Für mich kam die Verfilmung von „Glennkill: Ein Schafskrimi“ auch ziemlich aus dem Nichts, zumal es eine große, internationale Produktion ist und das Buch in deutscher Sprache verfasst wurde. Andererseits: Hugh Jackman und sprechende Schafe? Was kann da schon schief gehen? Tatsächlich erstaunlich wenig.

Ich mochte den Humor in „Glennkill: Ein Schafskrimi“ wirklich sehr gerne. Das Timing stimmt einfach und wir mussten mehrfach laut lachen. Ob es hilft, dass Regisseur Kyle Balda aus dem Animationsbereich (u.a. „Ich: Einfach unverbesserlich 3“) kommt? Auf jeden Fall war ich positiv überrascht, wie gut die Geschichte durchkomponiert ist und wie wenig mich die sprechenden Schafe gestört haben. Trotz viel CGI wirken die idyllischen Schauplätze erstaunlich echt und greifbar. Auch die menschlichen Figuren harmonieren wunderbar mit ihren tierischen Gegenstücken. Neben dem Humor können auch die emotionalen Aspekte überzeugen und ich musste teils ganz schön schlucken. Der Kriminalfall dagegen ist recht klischeehaft, was aber Teil des Konzepts ist. Da hat sich Drehbuchautor Craig Mazin (u.a. „The Last of Us“) einmal von seiner leichteren Seite gezeigt. Insgesamt ein tolles Kinoerlebnis:

Fazit

Wir alle fünf hatten wirklich enorm viel Spaß mit „Glennkill: Ein Schafskrimi“. Das hatte ich zuvor nicht erwartet. Man sollte einfach viel häufiger ins Kino gehen und nicht nur Filme schauen, die man dort unbedingt sehen will. Eigentlich hätte ich auch lieber die Originalfassung gesehen, doch auch die Synchro macht mit Anke Engelke und Bastian Pastewka in den tierischen Hauptrollen sehr viel Spaß. Ein rundum gelungener Kinospaß: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Der Super Mario Galaxy Film – OT: The Super Mario Galaxy Movie (2026)

Wer hätte das gedacht? Nach großer Kinoflaute im bisherigen Filmjahr, war ich nach „Der Astronaut: Project Hail Mary“ direkt zum zweiten Mal innerhalb von nur sieben Tagen im Lichtspielhaus. Der Zwergofant und ich hatten schon lange ausgemacht, „Der Super Mario Galaxy Film“ gemeinsam schauen zu wollen. Nach einem arbeitsreichen Tag (dazu an anderer Stelle mehr), haben wir uns erneut auf den Weg ins Pilzkönigreich gemacht, um mit den beiden Brüdern in ferne Galaxien zu fliegen… 🍄

Der Super Mario Galaxy Film (2026) | © Universal Pictures

Der Super Mario Galaxy Film (2026) | © Universal Pictures

Von allem zu viel und doch zu wenig Herz

Als ich vor ziemlich genau drei Jahren mit den zehnjährigen Zwergofanten „Der Super Mario Bros. Film“ im Kino gesehen habe, war das ein ziemlich großes Ereignis für uns beide. Obwohl der Film weit nicht perfekt war, so hat er doch ziemlich genau das abgeliefert, was wir uns erwartet hatten. Inzwischen haben wir den Film auch zu Hause noch einmal geschaut und ich mochte ihn fast noch etwas mehr. Auf den zweiten Teil hatte ich mich auch gefreut, auch wenn ich nicht verstehen konnte, warum es ausgerechnet der „Der Super Mario Galaxy Film“ werden sollte. Aber nun gut. Nach einem Bombardement an Trailern und Film-Clips waren wir bereit für ein neues Abenteuer. Dann jedoch kamen die ersten Kritiken, und obwohl diese eher verhalten bis vernichtend waren, hatte ich mich doch auf den Film und vor allem den gemeinsamen Kinobesuch gefreut.

Tatsächlich hat „Der Super Mario Galaxy Film“ nur wenig Geschichte zu bieten, was ich aber nicht schlimm fand. Die Handlung war auch beim ersten Teil eher rudimentär. Auch die unzähligen audiovisuellen Verweise auf Nebenfiguren und andere Nintendo-Charaktere haben mich nicht wirklich gestört. Das ist irgendwie zu erwarten. Was mir allerdings gefehlt hat, ist das Herz. Dieses war im ersten Teil noch ausgeprägter vorhanden, wie z.B. in den Familienszenen am Esstisch der Brüder. In der Fortsetzung bot einzig die Beziehung zwischen Bowser und Bowser Jr. einen emotionalen Anker. Jedoch wurde sich auch für diesen zu wenig Zeit genommen. Jegliche Tiefe geht in der Bilderflut unter, die zwar unterhält, welche ich aber morgen schon wieder vergessen haben werde. Gelacht bzw. geschmunzelt habe ich durchaus häufiger und ich mochte auch die erweiterte Welt. Vielleicht ist aus Mario auch nicht mehr rauszuholen als ein paar witzige Jump-and-Run-Sequenzen?

Fazit

Auch wenn ich Spaß im Kino hatte, und nicht so harsch mit dem Film ins Gericht gehen möchte, wie die meisten Kritiker:innen, so fand auch ich „Der Super Mario Galaxy Film“ deutlich schwächer als den ersten Teil. Der Zwergofant sieht das ganz ähnlich, hatte jedoch auch seinen Spaß. Mir scheint diese Welt im Langfilmformat nun endgültig ausgereizt. Ein dritter Teil ist jedoch vermutlich sicher. Ob wir dann wieder im Kino sitzen werden? Irgendwie bezweifle ich das gerade: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: war mit dem BRK beim Blutspenden; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Zoomania 2 – OT: Zootopia 2 (2025)

Nach einem recht entspannten und verregnetem Samstag, an dem ich viel zu früh aufgestanden bin, ging es schon recht früh aufs Sofa. Alle waren platt, besonders das Zappelinchen, das einen langen Tag bei einer BRK-Fortbildung hinter sich hatte. Die Wahl für den Filmabend fiel auf „Zoomania 2“, den wir schon gerne im Kino gesehen hätten. Seit gestern läuft der Film auch auf Disney+, so dass wir ihn endlich nachholen konnten… 🐰🦊🐍

Zoomania 2 (2025) | © Walt Disney

Zoomania 2 (2025) | © Walt Disney

Eine charmante und actionreiche Fortsetzung

Der erste Teil von „Zoomania“ hat bei mir etwas gebraucht, um zu zünden. Bei der ersten Sichtung fand ich ihn nur ganz nett, doch bei der zweiten mit den Kindern war ich schon ziemlich begeistert. Bereits damals hatte ich angekündigt, die Fortsetzung unbedingt im Kino sehen zu wollen. Hat leider nicht geklappt. Dennoch haben wir uns sehr auf die heutige Sichtung gefreut. Und was soll ich sagen? „Zoomania 2“ konnte unsere Erwartungen voll und ganz erfüllen. Es ist kaum zu glauben, dass inzwischen zehn Jahre zwischen den beiden Filmen liegen. Es wirkt nicht so. Inhaltlich setzt die Fortsetzung ziemlich genau nach dem ersten Teil an und konzentriert sich dabei vorerst auf die Beziehung zwischen Judy Hops und Nick Wilde. Das fand ich einen schönen Einstieg, noch bevor der große Fall dieser Geschichte aufgerollt wird.

Beeindruckend ist erneut, wie viel es in den einzelnen Bildern zu entdecken gibt: Teils müsste man einzelne Szenen wirklich pausieren, um jeden visuellen Gag mitzunehmen. Die Welt von Zootopia wirkt einfach lebendig und ich fand es famos, in neue Biotope zu reisen. Speziell die Marsh-Market-Szene fand ich großartig! Auch der zweite Teil lebt von seinen visuellen Einfällen und der teils hanebüchenen Action. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Der Kriminalfall an sich ist durchaus spannend und interessant, aber nur wenig überraschend und sehr kindgerecht erzählt. Also genau so, wie es bei solch einem Film sein muss. Ich hatte wirklich viel Spaß mit all dem und würde mir einen dritten Teil auch gerne noch anschauen. Ein solcher wird in der Post-Credit-Szene direkt angedeutet und bei dem Erfolg von „Zoomania 2“ ist es nur eine Frage der Zeit.

Fazit

Wir alle hatten wirklich viel Spaß mit „Zoomania 2“. Ein Kinobesuch hätte sich auf jeden Fall gelohnt, doch auch zu Hause kann man viel Spaß mit Hops & Wilde haben. Die Kinder, und speziell das Zappelinchen, waren extrem begeistert und das ist schließlich alles, was man sich von einem Familienfilmabend wünschen kann. Extrem kurzweilige Unterhaltung mit schöner Botschaft: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Elio (2025)

Heute stand endlich einmal wieder ein Filmabend auf dem Programm. Nach einer der forderndsten Arbeitswochen seit einer Ewigkeit (erstaunlich wie sich das immer noch steigern kann), habe ich mich abends aufs Sofa gefreut. Das Zappelinchen war beim Chorauftritt ihrer Cousine. Nachdem ich den Zwergofanten vom Karate-Training abgeholt hatte, hat sich noch mein Neffe zu uns gesellt und wir haben uns den Pixar-Film „Elio“ angeschaut, den ich schon gerne im Kino gesehen hätte. Wie er uns gefallen hat? Die Kritiken waren ja nicht sonderlich berauschend… 🛸

Elio (2025) | © Walt Disney

Elio (2025) | © Walt Disney

Ein kunterbuntes Sci-Fi-Abenteuer von Pixar

Die Geschichte um den jungen Elio, der seine Eltern verloren hat und sich nun mit seiner Tante zusammenraufen muss, ging mir durchaus zu Herzen. Die Bewältigungsstrategie des Jungen, von Aliens entführt werden zu wollen, bietet so manche witzige Situation. Spätestens wenn es dann wirklich soweit kommt, befinden wir uns in einem wilden und bunten Abenteuer, welches ein hohes Tempo und viele interessante Alien-Rassen zu bieten hat. Alles rund um Bösewicht Lord Grigon hat mich ein wenig an „Lightyear“ erinnert – und ja, in dessen Liga spielt „Elio“ irgendwie auch. Sowohl was das Setting als auch was die Qualität angeht. Beiden Filmen blieb der Publikumserfolg verwehrt und ich fand sie deutlich besser als der Durchschnitt. Kein neues Pixar-Highlight, aber ein nettes Sci-Fi-Abenteuer, das so manch charmanten Gag und eine zu Herzen gehende Geschichte bietet.

Ich mochte sehr, dass sich die Hauptfigur Elio Solís tatsächlich so verhält wie ein Kind. Ein Kind, das in seiner ganz eigenen Welt lebt, was in seiner Ausnahmesituation nur zu verständlich ist. Das ist manchmal anstrengend und fast ein wenig nervig, doch konnte ich mich gut reinfühlen. Wenn das nicht gelingt, dürfte die Kritik schon deutlich harscher ausfallen, auch weil der Rest der Geschichte nicht vor Innovation strotzt und hauptsächlich durch Situationskomik und ihre Figuren zu überzeugen weiß. Dennoch finde ich es insgesamt sehr schade, dass „Elio“ an den Kinokassen so abgestraft wurde. Das hat der Film nicht verdient, zumal er nicht nur eine Fortsetzung ist.

Fazit

„Elio“ mag nicht das Highlight unter den modernen Pixar-Filmen sein, vermutlich gehört er sogar zu den schwächeren Filmen des Studios, doch am Ende bleibt immer noch ein sehr sehenswertes Sci-Fi-Abenteuer. Ich konnte mich gut darauf einlassen und hatte einen famosen Abend. Auch die Kinder hatten ihren Spaß, wenngleich der Zwergofant auch nicht ganz so begeistert war: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: hat den Chorauftritt ihrer Cousine besucht; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Die drei ??? und der Karpatenhund (2025)

Heute hat meine Schwägerin ihren Weihnachtsgutschein eingelöst und ihre drei Kinder waren bei uns. Nach viel Pizza war die Frage, ob lieber ein Film- oder  ein Spieleabend gewünscht sei und die Wahl fiel quasi auf beides: Zunächst haben wir uns „Die drei ??? und der Karpatenhund“ angeschaut und dann noch ein paar Runden „Stadt Land Vollpfosten“ in der Girls Edition gespielt. Wie hat uns der Film gefallen? 🌴

Die drei ??? und der Karpatenhund (2025) | © Sony Pictures

Die drei ??? und der Karpatenhund (2025) | © Sony Pictures

Ein ausführlicher Besuch in Rocky Beach

Vor ziemlich exakt drei Jahren hatten wir uns noch den Vorgänger „Die drei ??? – Erbe des Drachen“ noch im Kino angeschaut. Damals hatte ich noch bemängelt, dass die deutschen Schauspieler:innen in der kurzen Rocky-Beach-Sequenz ein wenig fehlplatziert wirkten. Danach wechselte der Schauplatz und es ging nach Transsylvanien, wo sich alles schon viel natürlicher angefühlt hat. „Die drei ??? und der Karpatenhund“ spielt nun jedoch komplett in Rocky Beach, was abermals befremdlich ist, denn Florian Lukas oder Jördis Triebel wirken einfach nicht sehr amerikanisch. Aber nun gut, das muss man als Zuschauer:in eben als gegeben hinnehmen. Wenn dann noch Ulrich Tukur auftaucht, ist klar, dass man sich hier in der Welt der Hörspiele befindet und nicht den tatsächlichen USA. Glücklicherweise muss man sagen.

Der Fall um den Karpatenhund hat einen netten Aufbau, befinden wir uns doch zu jeder Zeit im Mikrokosmos einer Wohnanlage. Ich kenne die Vorlage nicht, kann mir aber gut vorstellen, dass dies auch im Hörspiel sehr gut funktioniert. Der Fall ist teils durchaus spannend und nett konstruiert. Die Auflösung am Ende fand ich ein wenig zu einfach, aber man darf eben auch nicht vergessen, dass es sich hierbei um Kinder- bzw. Jugendkrimis handelt. Unterhaltsam ist all das durchaus und ich fand die Geschichte insgesamt wohl sogar einen Tick runder als „Die drei ??? – Erbe des Drachen“. Die Schauspieler der drei Detektive machen ihre Sache erneut gut, doch drängt nun vermutlich schon die Zeit, denn irgendwann werden sie zu alt für Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews sein. Gut, dass „Die drei ??? – Toteninsel“ schon nächste Woche in den Kinos anläuft.

Fazit

Die fünf Kinder hatten viel Spaß mit „Die drei ??? und der Karpatenhund“. Das Zappelinchen war sogar ziemlich begeistert. Es wurde viel gelacht und gefühlt kiloweise Süßigkeiten gefuttert. Ein erweiterter Filmabend also. Auch ich mochte die Fortsetzung durchaus, wenngleich wir so langsam aus dieser Art von Geschichte herauszuwachsen scheinen (vielleicht hängt dieser Eindruck auch mit der parallelen Sichtung von „Stranger Things“ zusammen). Gute Unterhaltung: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – OT: Fantastic Beasts and Where to Find Them (2016) (WS1)

Das Winterwunderland hält uns weiter voll im Griff. Fast könnte man von verzögerter Weihnachtsstimmung sprechen. Somit haben wir uns heute zum zweiten Filmabend des Jahres vor dem Fernseher versammelt und „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ eingelegt. Nach unserem „Harry Potter“-Marathon im Dezember ging es also zurück in die magische Welt. Wie uns die Reise gefallen hat? 🧳

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016) | © Warner Home Video

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016) | © Warner Home Video

Ein (zu) effektgeladenes Prequel mit Charme

Ich habe „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ vor acht Jahren schon einmal gesehen. Damals hat mir der Film recht gut gefallen, wenngleich er für mich auch nicht an die Hauptreihe anschließen konnte. Ich kann direkt vorwegnehmen, dass mein Eindruck nach der heutigen Sichtung ein recht ähnlicher ist: Ich mochte die erste Hälfte sehr gerne, die sich hauptsächlich um die Ankunft Newt Scamanders in New York City dreht. Seine phantastischen Tierwesen sind tatsächlich ziemlich fantastisch und auch die Dynamik mit seinem neuen No-Maj-Freund hat mir wieder wirklich gut gefallen. Es sind die kleinen Details der Zauberwelt, die ich mochte: Das magische Tischdecken, die Unterschiede zwischen der amerikanischen und der britischen Zauberwelt usw. Dort hatte mich David Yates‘ Film, der zudem ausgesprochen gut aussieht. Ein perfektes Prequel also?

Inhaltlich ist das wohl der Punkt, der mich am meisten stört: „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ wirkt etwas unentschlossen, ob er nun eine große Prequel-Geschichte rund um Gellart Grindelwald erzählen soll oder doch eher einen kleinen und verspielten Ausflug in die Welt der phantastischen Tierwesen. Zudem war mir der Action-Anteil im letzten Drittel deutlich zu hoch. Weniger CGI-Bombast wäre definitiv mehr gewesen. Auch kann ich die FSK-Einstufung einmal wieder nicht nachvollziehen. Mit sechs Jahren hätten sowohl ich als auch meine Kinder Albträume gehabt. Am Ende kommt es natürlich zur großen Überraschung, welche aber auch irgendwie verpufft. Mal sehen, wie der Prequel-Aspekt nun in den folgenden Filmen ausgebaut wird. Ich befürchte nämlich, dass die Reise genau dorthin gehen wird.

Fazit

Ich hatte größtenteils wieder viel Spaß mit „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“. Auch erkenne ich an, dass es schwierig ist, dem Erfolg der „Harry Potter“-Filme nachzueifern. David Yates hat vieles richtig gemacht, doch ob das alles wirklich nötig gewesen ist? Das kann man sich gerade bei Prequels immer fragen. Den Kindern hat der Film deutlich besser gefallen, doch auch ich freue mich nun auf die beiden weiteren Teile: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Schöne Bescherung – OT: Christmas Vacation (1989) (WS16)

Ich sehe „Schöne Bescherung“ jedes Jahr und bespreche den Film danach auf meinem Blog. Du möchtest die komplette Dosis Griswolds? Du findest alle Besprechungen hier!

Heute war es endlich soweit. Der letzte große Baustein, um die Weihnachtszeit einzuläuten, wurde gesetzt: Wir haben uns „Schöne Bescherung“ angeschaut. Diese Tradition begleitet uns nun schon seit etlichen Jahren und ich habe mich wieder enorm darauf gefreut. Auch der Zwergofant war Feuer und Flamme. Der Rest der Familie hat es eher über sich ergehen lassen. Hier nun also die inzwischen schon 17. Besprechung des Weihnachtsklassikers auf meinem Blog… 🎄🎅

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Mit den Griswolds das Weihnachtsfest einläuten

Wie bereits im letzten Jahr, haben wir auch heute die englische Originalfassung gesehen. Dennoch habe ich so manchen Dialog auf deutsch mitgesprochen, denn die Synchro ist tatsächlich sehr gelungen. Ich weiß auch nicht, was es ist, doch mir wird „Schöne Bescherung“ einfach nicht langweilig. John Hughes‘ Drehbuch ist wahrlich auf den Punkt geschrieben, die Schauspieler:innen machen ihre Sache perfekt und Jeremiah S. Chechiks Regie trifft den Ton der Geschichte genau. Der Film bewegt sich gekonnt zwischen Anarchie und Herzlichkeit. Das komödiantische Timing ist perfekt und ich habe erneut oft laut gelacht. Zudem ist „Schöne Bescherung“ eine wunderbare Zeitkapsel der ausgehenden 1980er Jahre. Es war eine einfachere Zeit.

Inzwischen ist „Schöne Bescherung“ fraglos der Film, den ich in meinem Leben am häufigsten gesehen habe. Die unzähligen Sichtungen meiner eigenen Kindheit und Jugend gar nicht mitgezählt. Obwohl ich viele Weihnachtsfilme kenne und schätze, so ist es für mich dieser, der den Geist eines chaotischen Familienweihnachtsfestes wunderbar einfängt. Ich würde mir ein LEGO-Set des Griswold-Hauses wünschen. Das wäre wirklich famos. Vielleicht sollte ich mich auch einmal nach der 4K-Fassung des Films umschauen, obwohl ich meine treue Blu-ray ungern missen würde:

Fazit

Nun kann Weihnachten kommen. Auch wenn wir dieses Jahr spät mit der Sichtung von „Schöne Bescherung“ dran gewesen sind, so war diese doch nötig. Ohne die Griswolds hätte für mich ein großer Teil unserer Weihnachtstradition gefehlt. Auch wenn es sich komisch anhört, doch ich freue mich jetzt bereits auf die Sichtung im kommenden Jahr: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Harry Potter und der Stein der Weisen – OT: Harry Potter and the Philosopher’s Stone (2001) (WS2)

Der erste Filmabend im Dezember. Nach dem Adventskonzert der Nichte sind wir recht müde aufs Sofa gefallen. Sowohl Zappelinchen als auch Zwergofant kränkeln leider und haben sich nach einer warmen Decke und gemütlicher Unterhaltung gesehnt. Somit sind wir mit „Harry Potter und der Stein der Weisen“ nach Hogwarts zurückgekehrt. Damit ist unsere diesjährige Weihnachtsfilmreihe auch gesetzt. 🏰

Harry Potter und der Stein der Weisen (2001) | © Warner Home Video

Harry Potter und der Stein der Weisen (2001) | © Warner Home Video

Auch nach 24 Jahren noch magische Unterhaltung

Es war nicht die erste Sichtung mit den Kindern. Bereits 2020 haben wir den ersten Versuch gestartet und „Harry Potter und der Stein der Weisen“ gemeinsam geschaut. Damals war der Film für die Kinder (mit 10 und 8 Jahren) noch zu gruselig, weshalb wir die Reihe vorerst auf Eis gelegt hatten. Heute war der Film natürlich kein Problem mehr, obwohl er immer noch einige aufreibende Szenen enthält. Im Gegensatz zur letzten Sichtung gab es heute wieder die Kinofassung, da nur diese auf der neuen 4K Ultra HD Blu-ray vorliegt, welche ich mir bereits vor einigen Jahren zugelegt habe (siehe Foto unten). Die Kinofassung hatte ich zuletzt 2007 gesehen und im Vergleich zum Extended Cut habe ich nicht wirklich etwas vermisst. Doch nun genug des Vorgeplänkels und endlich zum Film an sich:

Auch nach 24 Jahren strahlt Chris Columbus‘ Romanadaption immer noch viel Magie aus. Die Schauplätze wirken echt und es gibt noch so einige praktische Effekte zu sehen. Das ist wundervoll! Hinzu kommt John Williams‘ großartiger Score, der uns spielend in die Welt der Magie entführt. Auch die Geschichte ist gekonnt konstruiert und lässt zu diesem Zeitpunkt nur erahnen, wie episch sich diese noch gestalten wird. Einen Vergleich zur Buchvorlage kann ich an dieser Stelle nicht mehr guten Gewissens ziehen. Diese liegt für mich schon zu weit zurück. Genauer gesagt habe ich diesen ersten Band vor 26(!) Jahren gelesen. Damals ließ sich noch nicht erahnen, dass aus der Autorin einmal eine Anti-Trans-Aktivistin werden sollte. Inzwischen ist sie Milliardärin und wie alle anderen Milliardär:innen nutzt sie weder Geld, Macht noch Einfluss um die Gesellschaft positiv zu entwickeln, sondern um eigene egoistische und für die Gemeinheit destruktive Ziele zu verfolgen. Sehr traurig. Geld und Macht scheinen ausnahmslos zu korrumpieren. Glücklicherweise sind ihre Werke von damals durch Toleranz und der Zelebrierung des Außenseitertums geprägt. Auch wenn ich keine neuen Werke der Autorin mehr kaufen und lesen würde, so kann ich mit den Adaptionen ihrer damaligen Buchreihe noch Spaß haben. Vermutlich war diese vor knapp vier Jahren gekaufte Edition auch meine letzte Investition in die Filme:

Fazit

Wir alle hatten heute viel Spaß mit „Harry Potter und der Stein der Weisen“. Geschichte und Inszenierung funktionieren immer noch perfekt. Chris Columbus‘ Werk ist schon recht kindgerecht und teils auch naiv erzählt, aber gerade das macht auch den Charme der ersten beiden Filme aus. Ich freue mich schon extrem auf die Reise, die uns in den kommenden Wochen noch bevorsteht: 8/10 Punkte.(Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Konklave – OT: Conclave (2024)

Heute Abend haben wir einen Film nachgeholt, den Frau bullion und ich schon lange sehen wollten. Dank eines übrig gebliebenen Geburtstagsgutscheins und einem guten Deal, habe ich mir vor ein paar Tagen die 4K Ultra HD Blu-ray von „Konklave“ gegönnt und ihn heute direkt eingelegt. Sehr zur Freude der Kinder. Aber nun gut, da mussten sie durch, wenn sie einen Filmabend wollten. Vermutlich der erste, richtig ernsthafte Erwachsenenfilm für sie. Auch eine Erfahrung. Leichte Spoiler sind zu erwarten. ⛪

Konklave (2024) | © LEONINE

Konklave (2024) | © LEONINE

Ein ungewöhnlich utopischer Kirchen-Thriller

Mit der kürzlichen realen Papstwahl, war das Thema Konklave in aller Munde. Edward Bergers Film hätte keinen besseren Zeitpunkt erwischen können. Doch auch nach dem (wenn man es so nennen kann) Hype, schafft es der extrem ruhige Kirchen-Thriller zu begeistern. Das Tempo ist enorm langsam, was durch lange Kameraeinstellungen und bedächtige Kamerafahrten unterstützt wird. Dennoch geschieht unglaublich viel, was vor allem am grandiosen Drehbuch und dem fantastischen Schauspiel von Ralph Fiennes, Stanley Tucci, John Lithgow, Isabella Rossellini usw. liegt. Obwohl oder gerade weil ich mit der katholischen Kirche nicht viel anfangen kann, strahlt „Konklave“ eine unglaubliche Faszination aus. Edward Berger gelingt es famos durch etliche Parallelmontagen die übertrieben ritualisierte Tradition (auf der einen Seite das Verschließen des päpstlichen Zimmers) mit sehr weltlichen Bildern (auf der anderen Seite der tote Papst im Krankenwagen) zu kontrastieren. Handwerklich ein perfekt gelungener Film. Wie jedoch sieht es inhaltlich aus?

Ich fand die Geschichte von „Konklave“ enorm spannend und hatte am Ende eine typisch thrillerhafte Wendung befürchtet, z.B. dass Kardinal Lawrence alles fingiert hat, um seine eigenen Ziele durchzusetzen. Irgendetwas Düsteres, das die Verkommenheit der Menschen unterstreicht. Die tatsächliche Wendung jedoch war fast schon utopisch positiv und zukunftsgewandt. Fantastisch! Gerade in unserer heutigen Zeit, in der wir uns mit jeder Entscheidung gesellschaftlich und politisch rückwärts zu bewegen scheinen. Das Finale hat mir wirklich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und ich meine auch, dass ich Kardinal Lawrences Mundwinkel zum ersten Mal im gesamten Film leicht nach oben habe zucken sehen. Ich hätte nie und nimmer mit einem Happy End gerechnet. Umso schöner, dass mich dieses letztendlich so unerwartet überrumpelt hat. Und die Kinder? Die haben zwischendring schon recht häufig gegähnt, fanden den Film und das Seherlebnis aber dennoch gut. Man muss auch sagen, dass sie heute beide auf einem Geburtstag im Klettergarten und entsprechend ausgepowert waren.

Fazit

Mich hat „Konklave“ wirklich enorm begeistert. Es tat gut, einmal wieder einen erwachsenen Film zu schauen. Mit einer durchdachten Geschichte und ohne Action. Ein wahres Charakterstück. Das Finale hat dem ohnehin schon gelungenen Erlebnis dann noch die Krone aufgesetzt. Ein utopischer Thriller über die Papstwahl. Wer hätte das gedacht? 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Lilo & Stitch (2025) – Review des Realfilms

Nach einem sehr schönen und ausführlichen zweiten Teil der Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag meiner Mama, kamen wir abends sehr platt aber zufrieden nach Hause. Als ich der Familie zwei Filme zur Wahl stellte, fiel diese schnell auf das Realfilm-Remake von „Lilo & Stitch“, welches das Zappelinchen schon gerne im Kino gesehen hätte. Bei mir überwog die Skepsis, doch sollte diese schnell verfliegen… 🚀

Lilo & Stitch (2025) | © Walt Disney

Lilo & Stitch (2025) | © Walt Disney

Ein gelungenes und unnötiges(?) Realfilm-Remake

Ich habe das Glück, den Animationsfilm „Lilo & Stitch“ erst spät entdeckt und bisher nur einmal gesehen zu haben. Meine Erinnerungen hingen somit nicht an den Details, sondern eher an der groben Rahmenhandlung sowie den Figuren. Ein Vorteil, denn somit bin ich nicht andauernd ins Vergleichen gekommen. Einzig, dass am Ende eine größere Raumschiffjagd fehlt, die ich im Original nicht sonderlich passend fand, ist mir aufgefallen. Da mag mich aber auch meine Erinnerung trügen. Irgendwann hatte ich dann vergessen, dass ich ein Remake sehe, denn der Film hat mir wirklich famos gefallen. Sowohl die junge Lilo als auch ihre Schwester Nani sind perfekt besetzt und transportieren glaubwürdig ihre schwierige Geschwisterbeziehung. Weiterhin überzeugen Billy Magnussen und Zach Galifianakis, den ich fast nicht erkannt hatte, als außerirdische Agenten.

Stitch selbst ist fantastisch animiert und die zusätzliche Dimension verleiht der Figur eine Haptik, die noch stärker ausgeprägt ist, als in der Zeichentrickversion. Da stellt sich nun natürlich die Frage, ob das denn nötig war. Mein Gefühl und meine Gedanken sind ganz ähnlich, wie bei dem Realfilm-Remake von „Drachenzähmen leicht gemacht“: Der Film sieht fantastisch aus, die Geschichte funktioniert ebenso gut wie im Original, doch war das wirklich nötig? Vermutlich hätte ich genauso viel Spaß mit dem Animationsfilm gehabt. Die Kinder sehen das übrigens anders: Nicht nur konnten sie sich überhaupt nicht mehr an die Zeichentrickversion erinnern, sie bevorzugen auch die Kombination aus Realfilm und 3D-Animation. Mir tut diese nicht weh und ich hatte wirklich einen gelungenen Filmabend mit einer tollen Geschichte.

Fazit

„Lilo & Stitch“ funktioniert auch als Realfilm fabelhaft. Den direkten Vergleich kann ich nicht ziehen, denn dafür kenne ich das Original zu wenig. Der Zwergofant war ähnlich angetan wie ich und das Zappelinchen liebt diesen Film. Ich glaube, so begeistert war sie nach einem gemeinsamen Filmabend schon lange nicht mehr. Alleine deshalb hat sich die Sichtung mehr als gelohnt: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)